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Fangesänge / Rituale, die es lohnt wiederzubeleben (BVB)

AGraute, Freitag, 22.04.2022, 10:48 (vor 1609 Tagen) @ bloooooob

Mir fehlt ebenfalls spielbezogener, spontaner Support. Während der Abwesenheit der Ultras hat man jedoch deutlich gesehen, dass dies nicht aus der breiten Masse kommt. Da sind mir die Lieder auf repeat lieber, als ein schweigendes Opernpublikum oder noch schlimmer ein Publikum, das beim ersten Fehlpass pfeift und meckert.

In England wird häufig aufs Spiel Bezug genommen. Ich stand z.B. zwischen den Chelseafans, als Timo Hildebrand 2013 Samuel Eto'o angeschossen hat und dadurch das 1:0 für Chelsea fiel. Das ganze Spiel über gabs bei jedem Ballkontakt Hildebrands Rufe aus dem Publikum und auch ohne Ballkontakt gabs Gesänge. Textlich krieg ich die zwar nicht mehr auf die Reihe, aber ihm wurde die Schuld für das Versagen des Teams gegeben. Ob es an den Fans oder an seinem Fehler lag, der Junge war fertig; hätte eigentlich ausgewechselt werden müssen.

Ich befürchte, dass unser Stadion bzw. die Anzahl an Menschen zu groß für ganzheitliche Gesänge ist. Insgesamt kommt von den Sitzplätzen zu wenig. Vielleicht müssen die Ultras sich strategisch im Stadion verteilen um zwar verteilter, aber insgesamt mehr Menschen zum mitsingen animieren zu können.
Eventuell fehlt auch die allgemeine Begeisterung aufgrund der verschiedenen Faktoren wie fehlende Spannung etc.. Ich pack mir immer an den Kopp, wenn 2 Sekunden nach "Westfalenstadion steh auf!" 90% wieder sitzen. Eventuell mal den Text ändern "Westfalenstadion bleib ein bisschen stehen" ;)

Meinetwegen könnte auch You'll never walk... durch ein Lied mit Vereinsbezug ersetz werden - leuchte auf mein Stern wäre da mein Favorit.

Länger nicht gehört habe ich "Wir wollen keine blau-weißen Parasiten" oder "die Nummer 1 im Pott..."
Passt ja jetzt gegen Bochum.


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