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Die „Haltung“ des gesamten Vereins (BVB)

uwelito, Wambel forever, Samstag, 16.04.2022, 11:32 (vor 1616 Tagen) @ Sascha

Ich fand einfach vor allem das Spiel gegen Leipzig extrem irritierend, weil die Mannschaft völlig hilflos eine nicht funktionierende Taktik durchzog und es darauf keinerlei Reaktion seitens Roses gab. Ganz so, als hätte es nicht mehr als diese eine Idee gegeben. Und das finde ich dann schon extrem dürftig.

Spielt Rose eventuell gegen die Mannschaft? ;-)

Ein Aspekt, der noch kurz erwähnt werden sollte, ist die Verunsicherung. Wir reden hier von einer oder zwei Spielergenerationen, die zumindest größtenteils sehr intensiv im Internet unterwegs sein dürften. Die kriegen natürlich deutlicher mit, in welchem öffentlichen Licht sie gerade gesehen werden, als die Spieler, die früher nur nach guten Spielen in die Blöd, WR oder RN geschaut haben. Dazu kommt aber vor allem , dass die täglich grüßt das Murmeltier-Aktionen, egal ob von Hummels, Can, Brandt, Schulz oder Pongracic, für eine Situation auf den Tribünen gesorgt hat, die jeden leichten Fehlpass in ein kollektives, spür- und hörbares Unbehagen münden lässt. Und das spüren die Feinsensoriker natürlich auch auf dem Platz. Da Dagegenhalten und eine Jetzt-erst-Recht- Haltung bei den meisten nicht möglich oder vorhanden zu sein scheint, sorgt dies für Unsicherheit oder gar Angst. Vor den eigenen Zuschauern. Und das ist mittlerweile scheinbar bei den Matchplänen der gegnerischen Trainer durchaus ein Faktor, auf den man setzt. Das gab es es schon mal unter Sammer als Trainer. Rehagel hatte damals genüsslich öffentlich erklärt, wie man es in Dortmund schafft, damit das eigene Stadion gegen die Heimmannschaft eingesetzt werden kann.

Dass es jetzt wieder so weit gekommen ist, sollte die roten Lampen angehen lassen. Bei allen. Bei Watzke und Rauball, bei Zorc, Kehl, bei Dickel mit seiner Örlingscheiße, bei den Zuschauern im Stadion, bei den Spielern, die hier mehr als einen Kurzzeitparkplatz wollen. Und natürlich beim Trainer. Es gibt aktuell niemanden von den genannten, der in der Lage zu sein scheint, die unglaubliche Kraft, die überall in diesem Verein schlummert, wachzuküssen. Ist die Fähigkeit zur nötigen Selbstkritik überhaupt vorhanden? Sind die Führungsstrukturen nach all den gemeinsamen Jahren eventuell schon zu verfilzt? Wenn man das Gequatsche von Sammer bei Prime als Grundlage nimmt, dann schwant einem nichts Gutes. Jetzt verspricht Kehl frischen Wind. Ich glaube eigentlich, dass er viel mehr erfolgsorientiert tickt, als Zorc. Aber wenn das so ist, dann reflektiert er das aktuell nur nach Innen und zudem offensichtlich ziemlich erfolglos. Und ignoriert mit seinem slicken Gequatsche die Sehnsüchte des Umfelds nach Emotionen.


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