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Wie funktioniert Identifikation? (BVB)

Ravenga, In der Ruhr liegt die Kraft, Samstag, 12.03.2022, 16:31 (vor 1651 Tagen) @ thatEmJay
bearbeitet von Ravenga, Samstag, 12.03.2022, 16:37

Nicht so einfach, weil man sich mit komplett konträren Spieler- bzw. Mannschaftstypen gut identifizieren kann. Eine Grundvoraussetzung ist für mich bedingungsloser Einsatz für die Mannschaft, ohne das wirds schwierig, ist allein aber halt auch keine Garantie dafür, dass man sich mit einem Spieler oder einer kompletten Mannschaft identifizieren kann. Eine gewisse sportliche Relevanz sollte auch gegeben sein, denn wenn ein Spieler in 32 von 34 Spielen auf der Bank oder Tribüne sitzt, ist das Ganze ziemlich witzlos, obwohl der Spieler sonst vielleicht alles mitbrächte für eine Identifikationsfigur. Außerdem sollte ein Spieler mich irgendwie vom Hocker reißen, auf welche Art auch immer (Leistung, Kampf, Identifikation mit dem Verein etc). Das fällt einem natürlich leichter, wenn die gesamte Mannschaft a) gut performt, b) der Altersschnitt niedrig ist und c) sie ein Team und keine Ansammlung von hochbegabten Individualisten ist, weil dann trägt man auch Spieler, mit denen man sonst vielleicht nicht viel anfangen kann und über die man ansonsten schnell motzen würde. Dinge wie Vereinstreue, Identifikation oder Underdog-tum sind am Ende nur Bonuspunkte, die aber gewaltige Ausmaße annehmen können. Der individuelle Charakter eines Spielers gehört natürlich auch dazu. Ist insgesamt ein Zusammenspiel dieser ganzen Faktoren. Eine klare Ausrichtung und Kommunikation seitens des Vereins kann Identifikation auch erleichtern.

Was aber auch klar ist, dass du sämtliche Identifikation in die Tonne kloppen kannst, wenn du so eine Saison hinlegst wie die Blauen letztes Jahr.

Nachtrag: Ich schreibe die ganze Zeit Spieler, aber das lässt sich natürlich auch auf Trainer und Funktionäre übertragen.


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