Tönnies bei frontal 21 - schlimmer Laden (Sonstiges)
Elmar, Mittwoch, 02.02.2022, 21:44 (vor 1443 Tagen)
In der Fleischindustrie werde gründlich aufgeräumt, hieß es im Sommer 2020 nach einem massiven Coronaausbruch in Deutschlands größtem Fleischwerk. Aber hat sich die Situation der Beschäftigten in den Schlachthöfen wirklich verbessert?
https://www.zdf.de/politik/frontal/arbeitsschutzkontrollgesetz-fleischindustrie-toennies-100.html
Tönnies bei frontal 21 - schlimmer Laden
Lutz09, Tor zum Sauerland, Donnerstag, 03.02.2022, 09:11 (vor 1443 Tagen) @ Elmar
Kein Fleisch essen, weniger tierische Produkte konsumieren. So mach ichs.
Für alle Beteiligten besser. Außer für Tönnies.
Tönnies bei frontal 21 - schlimmer Laden
AGraute, Donnerstag, 03.02.2022, 10:53 (vor 1443 Tagen) @ Lutz09
Für den deutschen Markt gesehen ja. Aber die Fleischnachfrage global steigt. Wir leben in einer Region, in der man sehr gut Landwirtschaft betreiben kann - besser als in vielen anderen Regionen.
Vielleicht bekommt es die deutsche Fleischindustrie ja vollbracht in einem anderen Markt ein ähnliches Märchen wie das "Argentinische Steak" zu kreieren.
Ich glaube eher, dass es sich aufteilt. Einige Betriebe produzieren Biofleisch, damit ein Teil der Kunden zufrieden gestellt ist und andere Betriebe produzieren weiterhin möglichst günstig und verkauft nach China oder in andere Märkte, in denen der Preis regiert.
Tönnies bei frontal 21 - schlimmer Laden
Grigori, Ort, Donnerstag, 03.02.2022, 09:55 (vor 1443 Tagen) @ Lutz09
Was haben die Beschäftigten von Tönnies davon?
Tönnies bei frontal 21 - schlimmer Laden
Burgsmüller84, Donnerstag, 03.02.2022, 14:16 (vor 1442 Tagen) @ Grigori
Was haben die Beschäftigten von Tönnies davon?
Was könnte der Vorteil sein, wenn sie oder Teile ihrer Körper bei Arbeitsfehlern z.B. nicht recht schnell auch im Gehackten landen?
Tönnies bei frontal 21 - schlimmer Laden
Grigori, Ort, Donnerstag, 03.02.2022, 14:23 (vor 1442 Tagen) @ Burgsmüller84
Versteh ich das richtig? Wenn niemand mehr Fleisch isst, verlieren die Menschen dort ihren Job aber das ist eine gute Sache, weil ihnen dann auch keine Arbeitsunfälle mehr passieren können?
Tönnies bei frontal 21 - schlimmer Laden
Burgsmüller84, Donnerstag, 03.02.2022, 15:04 (vor 1442 Tagen) @ Grigori
Es ging mir um die Zustände bei Tönnies, wo der Manager im Interview sagt, die Arbeitsschutzmaßnahmen hätten die Beschäftigten selbst ausgeschaltet. Weil die Beschäftigten selbst ja unbedingt schneller arbeiten wollen.
Tönnies bei frontal 21 - schlimmer Laden
Lutz09, Tor zum Sauerland, Donnerstag, 03.02.2022, 14:49 (vor 1442 Tagen) @ Grigori
Versteh ich das richtig? Wenn niemand mehr Fleisch isst, verlieren die Menschen dort ihren Job aber das ist eine gute Sache, weil ihnen dann auch keine Arbeitsunfälle mehr passieren können?
Sie landen nicht mehr in der Wurst. Ist doch super.
Tönnies bei frontal 21 - schlimmer Laden
Grigori, Ort, Donnerstag, 03.02.2022, 14:51 (vor 1442 Tagen) @ Lutz09
Jetzt muss es nur noch jemand den Kollegen vor Ort erklären. Gewerkschaftliche Organisation zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen? Braucht kein Mensch! Einfach Job kündigen und glücklich sein.
Tönnies bei frontal 21 - schlimmer Laden
Lutz09, Tor zum Sauerland, Donnerstag, 03.02.2022, 14:57 (vor 1442 Tagen) @ Grigori
Jetzt muss es nur noch jemand den Kollegen vor Ort erklären. Gewerkschaftliche Organisation zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen? Braucht kein Mensch! Einfach Job kündigen und glücklich sein.
Wenn ich mir das millionenfache Leid ansehe, die Folgen für Natur, Umwelt und Klima und vieles andere mehr... da scheint mir in der Gesamtabwägung aller Umstände dein Thema "Job" maximal sekundär zu sein.
Tönnies bei frontal 21 - schlimmer Laden
markus, Donnerstag, 03.02.2022, 15:24 (vor 1442 Tagen) @ Lutz09
Jetzt muss es nur noch jemand den Kollegen vor Ort erklären. Gewerkschaftliche Organisation zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen? Braucht kein Mensch! Einfach Job kündigen und glücklich sein.
Wenn ich mir das millionenfache Leid ansehe, die Folgen für Natur, Umwelt und Klima und vieles andere mehr... da scheint mir in der Gesamtabwägung aller Umstände dein Thema "Job" maximal sekundär zu sein.
Das sieht ja niemand. Ich bin mir ziemlich sicher, dass fast jeder aufhören würde Fleisch zu essen, wenn er vorher mindestens einen Monat lang einmal selbst bei Tönnies Schweine zerlegen müsste. So lacht einen die Salamipackung im Supermarkt mit einem überglücklichen Schwein an und nimmt es für 99 Cent mit. Die Drecksarbeit machen andere.
Es sind weiterhin Rumänen und Bulgaren für die unser Mindestlohn ein Traum ist im Vergleich zum Lohnniveau in Rumänien und Bulgarien. An den Wohnbedingungen hat sich auch nichts geändert. Der einzige Unterschied ist, dass jetzt Tönnies die Arbeitsverträge selbst erstellt und nicht mehr Subunternehmen dazwischen sind.
Tönnies bei frontal 21 - schlimmer Laden
Lutz09, Tor zum Sauerland, Donnerstag, 03.02.2022, 19:35 (vor 1442 Tagen) @ markus
bearbeitet von Lutz09, Donnerstag, 03.02.2022, 19:53
Jetzt muss es nur noch jemand den Kollegen vor Ort erklären. Gewerkschaftliche Organisation zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen? Braucht kein Mensch! Einfach Job kündigen und glücklich sein.
Wenn ich mir das millionenfache Leid ansehe, die Folgen für Natur, Umwelt und Klima und vieles andere mehr... da scheint mir in der Gesamtabwägung aller Umstände dein Thema "Job" maximal sekundär zu sein.
Das sieht ja niemand. Ich bin mir ziemlich sicher, dass fast jeder aufhören würde Fleisch zu essen, wenn er vorher mindestens einen Monat lang einmal selbst bei Tönnies Schweine zerlegen müsste. So lacht einen die Salamipackung im Supermarkt mit einem überglücklichen Schwein an und nimmt es für 99 Cent mit. Die Drecksarbeit machen andere.
Nicht umsonst sind Schlachthöfe abgeschirmt. Denke auch, dass viele aufhören würden Fleisch zu essen, wenn sie damit direkt konfrontiert würden und das Tier selbst töten müssten.
Es sind weiterhin Rumänen und Bulgaren für die unser Mindestlohn ein Traum ist im Vergleich zum Lohnniveau in Rumänien und Bulgarien. An den Wohnbedingungen hat sich auch nichts geändert. Der einzige Unterschied ist, dass jetzt Tönnies die Arbeitsverträge selbst erstellt und nicht mehr Subunternehmen dazwischen sind.
So sieht es leider aus.
Tönnies bei frontal 21 - schlimmer Laden
markus, Donnerstag, 03.02.2022, 20:42 (vor 1442 Tagen) @ Lutz09
Jetzt muss es nur noch jemand den Kollegen vor Ort erklären. Gewerkschaftliche Organisation zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen? Braucht kein Mensch! Einfach Job kündigen und glücklich sein.
Wenn ich mir das millionenfache Leid ansehe, die Folgen für Natur, Umwelt und Klima und vieles andere mehr... da scheint mir in der Gesamtabwägung aller Umstände dein Thema "Job" maximal sekundär zu sein.
Das sieht ja niemand. Ich bin mir ziemlich sicher, dass fast jeder aufhören würde Fleisch zu essen, wenn er vorher mindestens einen Monat lang einmal selbst bei Tönnies Schweine zerlegen müsste. So lacht einen die Salamipackung im Supermarkt mit einem überglücklichen Schwein an und nimmt es für 99 Cent mit. Die Drecksarbeit machen andere.
Nicht umsonst sind Schlachthöfe abgeschirmt. Denke auch, dass viele aufhören würden Fleisch zu essen, wenn sie damit direkt konfrontiert würden und das Tier selbst töten müssten.
Ja, da würde ich mich persönlich nicht ausnehmen. Ich würde niemals selbst ein Schwein schlachten. Ich würde es aus Mitleid laufen lassen. Dennoch esse ich Schnitzel und Bratwurst. Man denkt im Supermarkt gar nicht daran, sondern kauft es, weil man sich schon immer so ernährt hat. Wenn man darüber nachdenkt, ist es abartig, dass bei Tönnies jeden Tag industriell eine fünfstellige Zahl an Schweinen getötet wird und dass wir uns das deshalb als „das ist schon okay so“ einreden, weil sich der Mensch gegenüber anderen Lebewesen für überlegen hält. Ist er ja auch, aber rechtfertig die Überlegenheit wirklich das massenhafte Töten anderer Lebewesen? Diese Diskussion wird aber wohl nicht ernsthaft geführt werden, zu normal ist der Fleischkonsum und zu gut schmeckt es.
Es sind weiterhin Rumänen und Bulgaren für die unser Mindestlohn ein Traum ist im Vergleich zum Lohnniveau in Rumänien und Bulgarien. An den Wohnbedingungen hat sich auch nichts geändert. Der einzige Unterschied ist, dass jetzt Tönnies die Arbeitsverträge selbst erstellt und nicht mehr Subunternehmen dazwischen sind.
So sieht es leider aus.
War leider auch absehbar. Die Arbeitsverträge sind eine reine Formalie. Wie man davon ausgehen konnte, dass zukünftig deutsche Arbeitnehmer dort arbeiten werden, ist mir ein Rätsel. Im Gegenteil. Vermutlich ist es jetzt noch lukrativer hierher zu kommen, da zumindest das Subunternehmen wegfällt, das ja auch immer mitverdient hat. Jetzt hat Tönnies selbst entweder eine höhere Marge, oder aber die Arbeitnehmer erhalten einen entsprechenden Aufschlag. Der einzige Nachteil für Tönnies ist, dass man jetzt nicht mehr mit dem Finger auf die Subunternehmen zeigen kann. Jetzt stehen die für jeden Skandal, der rauskommt, selbst gerade.
Tönnies bei frontal 21 - schlimmer Laden
Garum, Bornum am Harz, Donnerstag, 03.02.2022, 16:14 (vor 1442 Tagen) @ markus
Jetzt muss es nur noch jemand den Kollegen vor Ort erklären. Gewerkschaftliche Organisation zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen? Braucht kein Mensch! Einfach Job kündigen und glücklich sein.
Wenn ich mir das millionenfache Leid ansehe, die Folgen für Natur, Umwelt und Klima und vieles andere mehr... da scheint mir in der Gesamtabwägung aller Umstände dein Thema "Job" maximal sekundär zu sein.
> Das sieht ja niemand. Ich bin mir ziemlich sicher, dass fast jeder aufhören würde Fleisch zu essen, wenn er vorher mindestens einen Monat lang einmal selbst bei Tönnies Schweine zerlegen müsste. So lacht einen die Salamipackung im Supermarkt mit einem überglücklichen Schwein an und nimmt es für 99 Cent mit. Die Drecksarbeit machen andere.
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Es sind weiterhin Rumänen und Bulgaren für die unser Mindestlohn ein Traum ist im Vergleich zum Lohnniveau in Rumänien und Bulgarien. An den Wohnbedingungen hat sich auch nichts geändert. Der einzige Unterschied ist, dass jetzt Tönnies die Arbeitsverträge selbst erstellt und nicht mehr Subunternehmen dazwischen sind.[/quote]
Das zerlegen ist nicht das eigentliche Problem, ich habe als Koch das Tier ausgeblendet. Richtig schwierig würde es werden wenn man es selbst töten müsste. Das könnte ich selbst nicht. Gilt bei mir vor allen bei Säugetieren bei Fisch war das komischer weise anders.
Tönnies bei frontal 21 - schlimmer Laden
AGraute, Donnerstag, 03.02.2022, 15:48 (vor 1442 Tagen) @ markus
Das sieht ja niemand. Ich bin mir ziemlich sicher, dass fast jeder aufhören würde Fleisch zu essen, wenn er vorher mindestens einen Monat lang einmal selbst bei Tönnies Schweine zerlegen müsste. So lacht einen die Salamipackung im Supermarkt mit einem überglücklichen Schwein an und nimmt es für 99 Cent mit. Die Drecksarbeit machen andere.
Es sind weiterhin Rumänen und Bulgaren für die unser Mindestlohn ein Traum ist im Vergleich zum Lohnniveau in Rumänien und Bulgarien. An den Wohnbedingungen hat sich auch nichts geändert. Der einzige Unterschied ist, dass jetzt Tönnies die Arbeitsverträge selbst erstellt und nicht mehr Subunternehmen dazwischen sind.
Alles richtig was du sagst. Es würde auch niemand die Markenkleidung oder Schuhe kaufen, wenn man mal einen Monat in den Fabriken arbeiten würde. Oder vernünftig mit Müll umgehen, wenn man auf den Müllhalden der Welt arbeiten müsste. Oder tote Fische aus Meeresplastik rauspulen.
Wenn man jeden Bereich durchleuchtet bleibt nicht viel über. Da die Politik es nicht macht, muss jeder seine eigenen Schwerpunkte setzen. Fleisch liegt da halt aktuell im Trend.
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Grigori, Ort, Donnerstag, 03.02.2022, 15:16 (vor 1442 Tagen) @ Lutz09
Jetzt muss es nur noch jemand den Kollegen vor Ort erklären. Gewerkschaftliche Organisation zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen? Braucht kein Mensch! Einfach Job kündigen und glücklich sein.
Wenn ich mir das millionenfache Leid ansehe, die Folgen für Natur, Umwelt und Klima und vieles andere mehr... da scheint mir in der Gesamtabwägung aller Umstände dein Thema "Job" maximal sekundär zu sein.
Lol, du sitzt gemütlich auf deinem Hintern und empfiehlst bettelarmen osteuropäischen Arbeitern, einfach auf ihre Einkommensquelle zu verzichten, weil der Kapitalismus die natürlichen Lebensgrundlagen zerstört.
Nicht Jobs sind das Problem, sondern ein Wirtschaftssystem, dessen einziger Zweck die Profitmaximierung ist.
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Lutz09, Tor zum Sauerland, Donnerstag, 03.02.2022, 19:29 (vor 1442 Tagen) @ Grigori
Jetzt muss es nur noch jemand den Kollegen vor Ort erklären. Gewerkschaftliche Organisation zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen? Braucht kein Mensch! Einfach Job kündigen und glücklich sein.
Wenn ich mir das millionenfache Leid ansehe, die Folgen für Natur, Umwelt und Klima und vieles andere mehr... da scheint mir in der Gesamtabwägung aller Umstände dein Thema "Job" maximal sekundär zu sein.
Lol, du sitzt gemütlich auf deinem Hintern und empfiehlst bettelarmen osteuropäischen Arbeitern, einfach auf ihre Einkommensquelle zu verzichten, weil der Kapitalismus die natürlichen Lebensgrundlagen zerstört.
Nicht Jobs sind das Problem, sondern ein Wirtschaftssystem, dessen einziger Zweck die Profitmaximierung ist.
Müsste doch ganz in deinem Sinne sein, ein Teil dieses Wirtschaftssystems abzuschalten. Anstatt Menschen, Tiere, Umwelt, Klima, Natur auch weiterhin auszubeuten.
Tönnies bei frontal 21 - schlimmer Laden
FliZZa, Sersheim, Donnerstag, 03.02.2022, 09:18 (vor 1443 Tagen) @ Lutz09
Kein Fleisch essen, weniger tierische Produkte konsumieren. So mach ichs.
Für alle Beteiligten besser. Außer für Tönnies.
Der Anfang wäre zumindest mal das Fleisch da zu kaufen wo man weiß, dass die Tiere ein - den Umständen entsprechend - anständiges Leben hatten.
Bei dem z.B. Schinken von Ja! für 89 Cent dreht es mir den Magen rum.
Aber klar, AUCH eine Frage des Geldbeutels. Wobei ich lieber für 10€ 1Kg ordentliches Fleisch kaufen würde statt für 10€ 4 Kg Ekelfleisch
Hofgut Eichigt - Ein postives Beispiel
Blackyellow, Donnerstag, 03.02.2022, 17:32 (vor 1442 Tagen) @ FliZZa
Ein positives Beispiel stellt das Hofgut Eichigt dar. Dennree hat die ehemalige LPG Agrofarm 2000 (4000ha) übernommen. Man hat daraus ein Modellprojekt der biologischen Landwirtschaft gemacht. Die Kühe werden in offenen Ställen gehalten und können ab dem Frühjahr auf die Weide. Auf den Äckern wird kein Glyphosat und Co. ausgebracht. Man sieht auf den Feldern zwischen dem Getreide z.b. Mohn oder Kamille wachsen. Ich weiß natürlich nicht ob die das Fleisch bundesweit bei Dennree vertreiben. Wenn dies der Fall sein sollte, ist es aufgrund der Tierhaltung zu empfehlen. Übrigens haben die jetzt auch eine eigene Milch, die bei denns Supermärkten verkauft wird.
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TobiHH, Donnerstag, 03.02.2022, 11:37 (vor 1442 Tagen) @ FliZZa
Aber klar, AUCH eine Frage des Geldbeutels. Wobei ich lieber für 10€ 1Kg ordentliches Fleisch kaufen würde statt für 10€ 4 Kg Ekelfleisch
wo gibt es für 10€ 4kg fleisch?
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Garum, Bornum am Harz, Donnerstag, 03.02.2022, 12:07 (vor 1442 Tagen) @ TobiHH
Aber klar, AUCH eine Frage des Geldbeutels. Wobei ich lieber für 10€ 1Kg ordentliches Fleisch kaufen würde statt für 10€ 4 Kg Ekelfleisch
wo gibt es für 10€ 4kg fleisch?
Bei Netto gab es vor einiger Zeit ein halbes Schwein KG-Preis bei 2,79€. Was auch noch günstig ist.
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TobiHH, Donnerstag, 03.02.2022, 16:59 (vor 1442 Tagen) @ Garum
das klingt aber eher nach einer ausnahme.
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Garum, Bornum am Harz, Donnerstag, 03.02.2022, 17:07 (vor 1442 Tagen) @ TobiHH
das klingt aber eher nach einer ausnahme.
In den letzten Monaten wurden die Discounter mit Schweinfleisch geflutet, nicht immer ganz so günstig, aber zu teil doch unter 3€ das KG. Bei meinem Hofladen zahle ich 8€.
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TobiHH, Donnerstag, 03.02.2022, 20:56 (vor 1442 Tagen) @ Garum
und beim hofladen weisst du zu 100%, wo das fleisch herkommt?
das was die fleischer sagen und das, was im hintergrund abläuft, sind zwei paar schuhe..
auch viele restaurants bekommen hinten kühnedosen geliefert und verkaufen es vorne mit ein paar gewürzen als eigene herstellung :D
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Garum, Bornum am Harz, Freitag, 04.02.2022, 09:16 (vor 1442 Tagen) @ TobiHH
und beim hofladen weisst du zu 100%, wo das fleisch herkommt?
das was die fleischer sagen und das, was im hintergrund abläuft, sind zwei paar schuhe..auch viele restaurants bekommen hinten kühnedosen geliefert und verkaufen es vorne mit ein paar gewürzen als eigene herstellung :D
Ich habe 30 Jahre als Küchenchef und Ausbilder gearbeitet, glaube mir ich kann das ein bisschen
beurteilen, der Einkauf und Qualitätsbeurteilung war eine großer Teil meines Berufsbild.
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Grigori, Ort, Donnerstag, 03.02.2022, 09:46 (vor 1443 Tagen) @ FliZZa
Du tust ja so, als würde Tönnies liebend gern Mensch und Tier gütig behandeln, wenn nicht der geizige Pöbel ihn dazu zwingen würde, möglichst rücksichtslos billiges Fleisch zu produzieren. Die Zustände in der Produktion sind aber nicht die Schuld des Kunden, sondern Resultat des Zwangs zur Profitmaximierung.
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burz, Lünen, Donnerstag, 03.02.2022, 10:19 (vor 1443 Tagen) @ Grigori
Du tust ja so, als würde Tönnies liebend gern Mensch und Tier gütig behandeln, wenn nicht der geizige Pöbel ihn dazu zwingen würde, möglichst rücksichtslos billiges Fleisch zu produzieren. Die Zustände in der Produktion sind aber nicht die Schuld des Kunden, sondern Resultat des Zwangs zur Profitmaximierung.
Du lässt wie üblich gerne unerwähnt, dass auch in einer Marktwirtschaft Leitplanken gesetzt werden können. Das Problem ist nicht die Marktwirtschaft, sondern dass es die Politik unterlässt, der Fleischindustrie ausreichende Regeln mitzugeben.
Tönnies bei frontal 21 - schlimmer Laden
Tremonius III, Ort, Donnerstag, 03.02.2022, 10:54 (vor 1443 Tagen) @ burz
Du tust ja so, als würde Tönnies liebend gern Mensch und Tier gütig behandeln, wenn nicht der geizige Pöbel ihn dazu zwingen würde, möglichst rücksichtslos billiges Fleisch zu produzieren. Die Zustände in der Produktion sind aber nicht die Schuld des Kunden, sondern Resultat des Zwangs zur Profitmaximierung.
Du lässt wie üblich gerne unerwähnt, dass auch in einer Marktwirtschaft Leitplanken gesetzt werden können. Das Problem ist nicht die Marktwirtschaft, sondern dass es die Politik unterlässt, der Fleischindustrie ausreichende Regeln mitzugeben.
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Das hängt manchmal auch mit dem Berufsethos zusammen. Mein Fleischermeister "umme Ecke", in 4. Generation im Familienbetrieb, würde nicht auf die Idee kommen, Gammelfleisch einzukaufen, um es dann an seine langjährigen Kunden in verarbeiteter Form weiter zu geben. Iat dann nicht ganz billig, ist aber immer "seinen Preis wert!"
Tönnies bei frontal 21 - schlimmer Laden
Grigori, Ort, Donnerstag, 03.02.2022, 10:25 (vor 1443 Tagen) @ burz
Theoretisch ja. Praktisch bedeutet wirtschaftliche Macht auch immer politische Macht, weswegen die gesetzten Leitplanken nie wirklich leiten. Was glaubst du denn, warum Tönnies Sigmar Gabriel als Berater engagiert hat?
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burz, Lünen, Donnerstag, 03.02.2022, 10:52 (vor 1443 Tagen) @ Grigori
Theoretisch ja. Praktisch bedeutet wirtschaftliche Macht auch immer politische Macht, weswegen die gesetzten Leitplanken nie wirklich leiten. Was glaubst du denn, warum Tönnies Sigmar Gabriel als Berater engagiert hat?
Und außerhalb einer Marktwirtschaft gäbe es diese Anreize von Manipulationen nicht? Es gäbe natürlich weiterhin politische Akteure, die jeweils persönliche Interessen verfolgen.
Tönnies bei frontal 21 - schlimmer Laden
Grigori, Ort, Donnerstag, 03.02.2022, 10:58 (vor 1442 Tagen) @ burz
Theoretisch ja. Praktisch bedeutet wirtschaftliche Macht auch immer politische Macht, weswegen die gesetzten Leitplanken nie wirklich leiten. Was glaubst du denn, warum Tönnies Sigmar Gabriel als Berater engagiert hat?
Und außerhalb einer Marktwirtschaft gäbe es diese Anreize von Manipulationen nicht? Es gäbe natürlich weiterhin politische Akteure, die jeweils persönliche Interessen verfolgen.
Du schweifst jetzt ein bisschen ab. Stimmst du mir denn zu, dass wirtschaftliche Macht meist effektive Regulierung verhindert?
Anreize zur Manipulation mag es vielleicht immer geben. Die Frage ist, ob Akteure über genügend Macht verfügen, ihre Interessen gegen die Interessen der Mehrheit durchzusetzen.
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burz, Lünen, Donnerstag, 03.02.2022, 15:56 (vor 1442 Tagen) @ Grigori
Theoretisch ja. Praktisch bedeutet wirtschaftliche Macht auch immer politische Macht, weswegen die gesetzten Leitplanken nie wirklich leiten. Was glaubst du denn, warum Tönnies Sigmar Gabriel als Berater engagiert hat?
Und außerhalb einer Marktwirtschaft gäbe es diese Anreize von Manipulationen nicht? Es gäbe natürlich weiterhin politische Akteure, die jeweils persönliche Interessen verfolgen.
Du schweifst jetzt ein bisschen ab. Stimmst du mir denn zu, dass wirtschaftliche Macht meist effektive Regulierung verhindert?Anreize zur Manipulation mag es vielleicht immer geben. Die Frage ist, ob Akteure über genügend Macht verfügen, ihre Interessen gegen die Interessen der Mehrheit durchzusetzen.
Ich stimme Dir dahingehend zu, dass wirtschaftliche Macht effektive Regulierung verhindern kann und auch häufiger tut. Mein Problem ist Dein "meist". Dass Unternehmen wie Tönnies freier agieren können, als wir uns wünschen, liegt nicht nur an massenweise korrupten oder bewusst wegsehenden Entscheidern. Wir sehen doch auch am Thema Impflicht, dass die praktische Umsetzung eines zweifelsohne hehren Ziels an praktischen Hürden scheitern oder zumindest verzögert werden kann. Dann gibt es eine Vielzahl weiterer wichtiger Themen, die nicht alle gleichzeitig angegangen werden können.
Bei Dir habe ich dann den Eindruck, dass Du nur einer äußerst linken Partei moralisch einwandfreie Entscheidungen zutraust. Und hier ist mein Vertrauen in die Menschheit dann doch noch dahingehend größer, dass ich moralisches Handeln auch marktwirtschaftlich denkenden Politikern zutraue.
Tönnies bei frontal 21 - schlimmer Laden
FliZZa, Sersheim, Donnerstag, 03.02.2022, 09:48 (vor 1443 Tagen) @ Grigori
Du tust ja so, als würde Tönnies liebend gern Mensch und Tier gütig behandeln, wenn nicht der geizige Pöbel ihn dazu zwingen würde, möglichst rücksichtslos billiges Fleisch zu produzieren. Die Zustände in der Produktion sind aber nicht die Schuld des Kunden, sondern Resultat des Zwangs zur Profitmaximierung.
Natürlich ist der Endkunde (mit)schuld.
Kauf den Scheiß nicht, dann wird der Scheiß nicht produziert.
Easy as that
Tönnies bei frontal 21 - schlimmer Laden
Grigori, Ort, Donnerstag, 03.02.2022, 11:30 (vor 1442 Tagen) @ FliZZa
Ist das eigentlich auch deine Strategie zur Bekämpfung unwürdiger Arbeitsbedingungen zum Beispiel in der Halbleiterindustrie, der Logistik, dem Einzelhandel, dem Gesundheitswesen und der Landwirtschaft?
Einfach nichts mehr kaufen?
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Klopfer
, Dortmund, Donnerstag, 03.02.2022, 11:13 (vor 1442 Tagen) @ FliZZa
Natürlich ist der Endkunde (mit)schuld.
Kauf den Scheiß nicht, dann wird der Scheiß nicht produziert.
Mach' ich schon lange so, bringt aber ganz offensichtlich nix.
Easy as that
Einfache Lösungen sind oft auch gar keine.
Letzlich kann die Sache nur über den Tier- u. Arbeitsschutz laufen.
Das geht zwar nur mit staatlicher Macht und intensiver Kontrolle, was mir beides grundsätzlich zuwider ist, aber eine Gesellschaft, der derartige Mißstände in eigenen Reihen duldet, kann auch nicht der Sinn einer liberalen Demokratie sein.
SGG
Klopfer
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herrNick, Donnerstag, 03.02.2022, 11:01 (vor 1442 Tagen) @ FliZZa
Du tust ja so, als würde Tönnies liebend gern Mensch und Tier gütig behandeln, wenn nicht der geizige Pöbel ihn dazu zwingen würde, möglichst rücksichtslos billiges Fleisch zu produzieren. Die Zustände in der Produktion sind aber nicht die Schuld des Kunden, sondern Resultat des Zwangs zur Profitmaximierung.
Natürlich ist der Endkunde (mit)schuld.
Kauf den Scheiß nicht, dann wird der Scheiß nicht produziert.Easy as that
Es ist ein großer Erfolg für Politik und Lobby, wenn das so gesehen wird. Die großen Stellhebel sind nicht beim Verbraucher. Nicht beim Klima, nicht bei Nahrungsmitteln. Die Politik kann andere Leitlinien setzen.
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FliZZa, Sersheim, Freitag, 04.02.2022, 09:23 (vor 1442 Tagen) @ herrNick
Du tust ja so, als würde Tönnies liebend gern Mensch und Tier gütig behandeln, wenn nicht der geizige Pöbel ihn dazu zwingen würde, möglichst rücksichtslos billiges Fleisch zu produzieren. Die Zustände in der Produktion sind aber nicht die Schuld des Kunden, sondern Resultat des Zwangs zur Profitmaximierung.
Natürlich ist der Endkunde (mit)schuld.
Kauf den Scheiß nicht, dann wird der Scheiß nicht produziert.Easy as that
Es ist ein großer Erfolg für Politik und Lobby, wenn das so gesehen wird. Die großen Stellhebel sind nicht beim Verbraucher. Nicht beim Klima, nicht bei Nahrungsmitteln. Die Politik kann andere Leitlinien setzen.
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AGraute, Donnerstag, 03.02.2022, 11:17 (vor 1442 Tagen) @ herrNick
Ich sehe auch die Politik in der Pflicht.
Ich habe mich neulich mit jemanden Unterhalten, der bei einem großen Lebensmittelhersteller arbeitet und dort für den Einkauf der Verpackungen zuständig ist.
Er berichtete mir, dass die Firma für den deutschen Markt auf Plastikverpackungen verzichten möchte - zumindest im Endkundenbereich. Für Kantinen etc. natürlich nicht, da es ja keiner sieht.
Bei der Umstellung auf Papier bzw. Pappverpackungen gibt es eine Vorgabe, die besagt, dass die Verpackung nur als Pappe ausgewiesen werden darf, wenn sie weniger als 5% Plastik enthält.
Also enthalten alle zukünftigen Verpackungen 4,9% Plastik.
Der deutsche Käufer ist zufrieden, freu sich über die "Verbesserung" und gibt sogar mehr Geld aus. Es ist ja gut für die Umwelt.
Problem ist jedoch, dass die alten Plastikverpackungen gut in den Recyclekreislauf integriert waren und es bisher für die neuen Verpackungen mit 4,9% Plastik keine Möglichkeit der Verwertung gibt. Also werden die verbrannt.
Es wird also mehr Plastik verbrannt als vorher und der deutsche Käufer isst mit gutem Gewissen aus "Pappe".
Wer gewinnt, wer verliert?
Umwelt? Verlierer, mehr verbranntes Plastik
Konsument? Verlierer, höhere Kosten
Lebensmittelhersteller? Gewinner, mehr Umsatz + größerer Marktanteil durch Neukunden
Über solche Regelungen lacht sich die Industrie den Arsch ab.
Die Politik ist gefordert, aber da habe ich jegliche Hoffnung verloren.
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Tremonius III, Ort, Donnerstag, 03.02.2022, 11:35 (vor 1442 Tagen) @ AGraute
Anderes Beispiel aus der Brauindustrie, damit wir mal vom Schwein loskommen:
Laut EU-Verordnung müssen Aufträge ab einer gewissen Größenordnung EUweit ausgeschrieben werden. Es geht um den Transport von Braumalz, das von der Mälzerei in einem westlichen Vorort von Herne zur Brauerei ins Sauerland verbracht werden muss. Pro Tag fünf 40-Tonner
Den Zuschlag bekommt ein Spediteur aus Bayern, die LKW kommen aus dem Baltikum, und die Fahrer haben 3-Monats Verträge, wohnen während der Zeit in ihren LKW und werden nach der Zeit durch Kollegen ersetzt (oder bekommen einen neuen Vertrag!)
Unnötig zu erwähnen, dass die Mälzerei auch BIO-zertifiziertes Braumalz anbietet...das allerdings aus einer Betriensstätte in Bayern stammt.
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Grigori, Ort, Donnerstag, 03.02.2022, 09:51 (vor 1443 Tagen) @ FliZZa
Du glaubst also ernsthaft, dass sich die Bedingungen bessern, wenn Tönnies weniger Umsatz macht? "Chef, wir haben 10% weniger Fleisch verkauft, was sollen wir tun?". "Sofort die Löhne erhöhen und die Ställe vergrößern!!!"
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FliZZa, Sersheim, Donnerstag, 03.02.2022, 10:02 (vor 1443 Tagen) @ Grigori
Du glaubst also ernsthaft, dass sich die Bedingungen bessern, wenn Tönnies weniger Umsatz macht? "Chef, wir haben 10% weniger Fleisch verkauft, was sollen wir tun?". "Sofort die Löhne erhöhen und die Ställe vergrößern!!!"
Bei 10% sicherlich nicht, bei 50% sicherlich.
Unrealistisch? Klar. Weil "den Leuten" das Tierwohl komplett scheißegal ist, solange das Kilo Hack bei Aldi nur 3 Cent kostet.
SOLLTE man gesetzlich regeln. Machen wir aber nicht. Weil "den Politikern" das Tierwohl scheißegal ist.
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Grigori, Ort, Donnerstag, 03.02.2022, 10:06 (vor 1443 Tagen) @ FliZZa
Warum sollte Tönnies bei halbiertem Umsatz Maßnahmen ergreifen, die seine Profitabilität schmälern? Und die Politik ändert nichts daran, weil solche Leute wie Clemens einfach über sehr viel Macht verfügen. Das sieht man ja auch daran, dass er sich eine sozialdemokratische Edelprostituierte leisten kann.
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Die_KIrsche, Herne, Donnerstag, 03.02.2022, 10:24 (vor 1443 Tagen) @ Grigori
Weil es mit Tönnies keine vernünftige Produktions- und Haltungsbedingungen geben wird. Ist der Laden aber weg und die Unternehmen die vernünftig arbeiten (=teurer) können ihre Produkte an den Kunden bringen, verbessert sich die Situation insgesamt. Das Beispiel Käfighaltung bei Hühnereiern hat das ja schon gezeigt. Auch da ist nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen, aber halt schon massiv besser als vorher.
Deshalb ja, bewusst kaufen hat Einfluss.
Tönnies bei frontal 21 - schlimmer Laden
Grigori, Ort, Donnerstag, 03.02.2022, 10:28 (vor 1443 Tagen) @ Die_KIrsche
Solange es wirtschaftliche Vorteile bringt, Mensch und Umwelt auszubeuten, wird man dieses Problem nicht in den Griff bekommen. Denn auch die vermeintlich besser produzierenden Unternehmen stehen in einem Kostenwettbewerb.
Tönnies bei frontal 21 - schlimmer Laden
MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Donnerstag, 03.02.2022, 11:44 (vor 1442 Tagen) @ Grigori
Solange es wirtschaftliche Vorteile bringt, Mensch und Umwelt auszubeuten, wird man dieses Problem nicht in den Griff bekommen. Denn auch die vermeintlich besser produzierenden Unternehmen stehen in einem Kostenwettbewerb.
Wie erklärst du dir dann den Zustand der Elbe und Mulde damals, im Paradies der Werktätigen?
Tönnies bei frontal 21 - schlimmer Laden
Grigori, Ort, Donnerstag, 03.02.2022, 11:48 (vor 1442 Tagen) @ MarcBVB
bearbeitet von Grigori, Donnerstag, 03.02.2022, 11:53
Es handelte sich bei der DDR auch um eine Klassengesellschaft, die in der Weltmarktkonkurrenz bestehen musste. Ganz einfache Kiste.
Wie erklärst du dir solche Zustände (in der DDR und hier)?
Tönnies bei frontal 21 - schlimmer Laden
Garum, Bornum am Harz, Donnerstag, 03.02.2022, 09:45 (vor 1443 Tagen) @ FliZZa
Kein Fleisch essen, weniger tierische Produkte konsumieren. So mach ichs.
Für alle Beteiligten besser. Außer für Tönnies.
Der Anfang wäre zumindest mal das Fleisch da zu kaufen wo man weiß, dass die Tiere ein - den Umständen entsprechend - anständiges Leben hatten.
Bei dem z.B. Schinken von Ja! für 89 Cent dreht es mir den Magen rum.Aber klar, AUCH eine Frage des Geldbeutels. Wobei ich lieber für 10€ 1Kg ordentliches Fleisch kaufen würde statt für 10€ 4 Kg Ekelfleisch
Die Schweinefleischpreise sind im Moment im Keller weil die Bauern verkaufen müssen. Zum einen weil der Verbraucher kritischer wird und es wird weniger konsumiert. Allergings ist es sind es nur kleine Schritte.
Tönnies bei frontal 21 - schlimmer Laden
Komanda, Donnerstag, 03.02.2022, 09:27 (vor 1443 Tagen) @ FliZZa
Der Anfang wäre zumindest mal das Fleisch da zu kaufen wo man weiß, dass die Tiere ein - den Umständen entsprechend - anständiges Leben hatten.
Bei dem z.B. Schinken von Ja! für 89 Cent dreht es mir den Magen rum.
Beim Kaufen, Essen oder bei Beidem? :P
Aber klar, AUCH eine Frage des Geldbeutels. Wobei ich lieber für 10€ 1Kg ordentliches Fleisch kaufen würde statt für 10€ 4 Kg Ekelfleisch
Klar, man muss es sich auch leisten können. Allerdings kann ich auch 1 - 2 mal die Woche gutes Fleisch holen statt 7 mal billiges Zeug. Kommt am Ende bei der selben Menge raus und Irgendwann wird das auch beim Tier ankommen.
Natürlich wird man sich dann hauptsächlich vegetarisch ernähren, aber so kann es mMn in Zukunft nur funktionieren.
Tönnies bei frontal 21 - schlimmer Laden
FliZZa, Sersheim, Donnerstag, 03.02.2022, 09:51 (vor 1443 Tagen) @ Komanda
Der Anfang wäre zumindest mal das Fleisch da zu kaufen wo man weiß, dass die Tiere ein - den Umständen entsprechend - anständiges Leben hatten.
Bei dem z.B. Schinken von Ja! für 89 Cent dreht es mir den Magen rum.
Beim Kaufen, Essen oder bei Beidem? :P
Tatsächlich eher beim Kauf. Wenn ich den zerschneide und z.b. in einen Nudelauflauf packe, dann schmeckt das ja grundsätzlich auch nicht schlimm.
Aber klar, AUCH eine Frage des Geldbeutels. Wobei ich lieber für 10€ 1Kg ordentliches Fleisch kaufen würde statt für 10€ 4 Kg Ekelfleisch
Klar, man muss es sich auch leisten können. Allerdings kann ich auch 1 - 2 mal die Woche gutes Fleisch holen statt 7 mal billiges Zeug. Kommt am Ende bei der selben Menge raus und Irgendwann wird das auch beim Tier ankommen.
Natürlich wird man sich dann hauptsächlich vegetarisch ernähren, aber so kann es mMn in Zukunft nur funktionieren.
Genau das meine ich
Tönnies bei frontal 21 - schlimmer Laden
DerInDerInderin, Mittwoch, 02.02.2022, 22:03 (vor 1443 Tagen) @ Elmar
Der Tönnies-Unternehmenssprecher ist aber auch Scherzkeks. Auf die Nachfrage, wie lange es noch dauert bis die von Tönnies versprochenen Veränderungen greifen, kommt er erstmal mit einem Vergleich zum Kohleausstieg, der von der Politik ganze 25 Jahre Zeit bekommt xD
Wenn so ein Laden nicht direkt geschlossen wird,
Franke, Mittwoch, 02.02.2022, 23:35 (vor 1443 Tagen) @ DerInDerInderin
dann erwarte ich, dass da permanent die Behörden auf der Matte stehen. Verrückt von mir?
Wenn so ein Laden nicht direkt geschlossen wird,
Feliks, Do West, Donnerstag, 03.02.2022, 00:02 (vor 1443 Tagen) @ Franke
dann erwarte ich, dass da permanent die Behörden auf der Matte stehen. Verrückt von mir?
Ja, die lokalen Größen der Politik sorgen dafür, dass ihm schon nicht zu sehr auf die Füße getreten wird... Und wenn die nicht mehr helfen können/wollen, gehts halt ne Etage höher auf Bundesebene weiter.
Wenn so ein Laden nicht direkt geschlossen wird,
donotrobme, Münsterland, Donnerstag, 03.02.2022, 07:20 (vor 1443 Tagen) @ Feliks
Hinzu kommt die Frage, wer soll ansonsten all die Tiere schlachten? Tönnies hat mittlerweile eine Marktmacht erreicht, die systemrelevant ist.
Wenn er ausfällt kann eine ganze Branche zusammenbrechen.
Das was ich so mitbekomme, ist, dass die Fleischindustrie ähnlich getaktet ist, wie die Logistik.
Tiere werden in Programmen gezüchtet, nach einer festgelegten Zahl an Tagen werden die Tiere abgeholt und zum Schlachter gefahren.
Findest du keinen Schlachter, dann müssen die Tiere entweder bis zum nächsten Schlachter gefahren. Das kann dann auch mal hunderte Kilometer weit weg sein.
Nur wie viele Schlachtbetriebe sind in der Lage einen ganzen Lkw voll mit Tieren zu verarbeiten? Und läuft es bei Westfleisch und co besser als bei Tönnies?
Preise für Tiere werden einbrechen und die Landwirte werden auch darunter leiden. Tiere züchten ist auch keine Goldgrube und man braucht heutzutage nunmal einen vollen Stall, damit man über die Runden kommt.
Ich behaupte mal, schließt man Tönnies, dann verlagert sich das Problem langfristig nur. Und wenn wir in Deutschland alle Schlachtbetriebe permanent auf Rechtmäßigkeit überwachen, dann wandern die Betriebe eben ins Ausland. Tönnies liegt schließlich keine 200 km von Venlo/den Niederlanden entfernt.
Tönnies ist doch nur das Paradebeispiel, wie es in der Fleischindustrie abläuft und er ist bei weitem nicht der einzige Sündenbock.
Wenn so ein Laden nicht direkt geschlossen wird,
Elmar, Donnerstag, 03.02.2022, 09:18 (vor 1443 Tagen) @ donotrobme
Supersize Me 2 zeigt das Oigopol der amerikanischen Hähnchen Industrie.
Alles so pervers.
Wenn Fleisch, dann gutes.
Wenn so ein Laden nicht direkt geschlossen wird,
Lattenknaller, Madrid, Donnerstag, 03.02.2022, 09:06 (vor 1443 Tagen) @ donotrobme
Findest du keinen Schlachter, dann müssen die Tiere entweder bis zum nächsten Schlachter gefahren. Das kann dann auch mal hunderte Kilometer weit weg sein.
Nur wie viele Schlachtbetriebe sind in der Lage einen ganzen Lkw voll mit Tieren zu verarbeiten? Und läuft es bei Westfleisch und co besser als bei Tönnies?
Da habe ich vor ein paar Monaten eine Doku zu gesehen, wenn die Kette mal zusammenbricht.
Die sind dann zu irgendeinem Betrieb gefahren und haben die Tiere einfach getötet und dann in einer Halle abgeladen. Kostet ja nichts.
Die ganze Industrie ist an der Stelle pervers, v.a. die Schweinefleischproduktion.
Klar, Rindfleisch und Geflügel ist auch übel. Aber die Massenhaltung in Zentraleuropa ist ja in der Schweineindustrie am größten. Alleine die ökologischen Folgen sind extrem. Wenn in Dörfern nicht mehr das Wasser sauber verwendet werden kann. Dazu dann das Tierwohl. Der Druck zu Veränderungen an der Stelle kommt vorrangig aus Brüssel und lokalen Initiativen.
Wenn so ein Laden nicht direkt geschlossen wird,
Sascha, Dortmund, Donnerstag, 03.02.2022, 10:47 (vor 1443 Tagen) @ Lattenknaller
Es läuft wirklich viel schief. Ich habe mal Urlaub auf einem noch aktiven Milchbauernhof an der Nordsee gemacht und mich mit der Bäuerin unterhalten. Deren Kühe sind 10 von 12 Monaten komplett draußen auf der Weide mit massig Platz und ganz viel Gras. Nur im Winter sind die fast ausschließlich im Stall, der dann aber auch großzügig dimensioniert ist.
Die überlegen aber auch aufzugeben, weil es für sie behördlich immer schwerer wird und sie auch kaum noch an benötigte Fördermittel kommen. Der Grund ist der Stallaufenthalt im Winter. Große Milchproduzenten halten die Kühe in engen Pferchen und treiben sie täglich in die angrenzende Melkstraße in der Halle nebenan. Die 5 Meter, die die Tiere dann zwischen den Hallen laufen müssen, reichen schon, damit die unter "Tiere haben täglich Auslauf an der frischen Luft" laufen und gefördert werden.
Für so einen Kleinbauern ohne vergitterte Laufwege etc. ist da der Aufwand, die eigenen Tiere "mal eben" raus zu treiben einfach viel zu groß und damit liegen sie in der Bewertung dann hinter den Großbetrieben. Auch wenn ich mir ziemlich sicher bin, dass ihre Tiere das Leben deutlich angenehmer finden als ihre Artgenossen in der Großindustrie.
Wenn so ein Laden nicht direkt geschlossen wird,
Burgsmüller84, Donnerstag, 03.02.2022, 08:37 (vor 1443 Tagen) @ donotrobme
Wenn er ausfällt kann eine ganze Branche zusammenbrechen.
Das wäre ja schrecklich, wenn Aldilidlflandmetrousw nicht mehr ein halbes Kilo Fleisch für 2 Euro verticken können.
Tönnies bei frontal 21 - schlimmer Laden
simie, Krefeld, Mittwoch, 02.02.2022, 23:00 (vor 1443 Tagen) @ DerInDerInderin
Der Tönnies-Unternehmenssprecher ist aber auch Scherzkeks. Auf die Nachfrage, wie lange es noch dauert bis die von Tönnies versprochenen Veränderungen greifen, kommt er erstmal mit einem Vergleich zum Kohleausstieg, der von der Politik ganze 25 Jahre Zeit bekommt xD
Jetzt ernsthaft? Dass der Laden ziemlich durch ist, war ja klar. Aber dass die es dann nicht einmal mehr versuchen das zu verbergen ist schon ziemlich dreist.
Tönnies bei frontal 21 - schlimmer Laden
Grigori, Ort, Donnerstag, 03.02.2022, 09:13 (vor 1443 Tagen) @ simie
Ja, ernsthaft. Die wissen nämlich genau, dass die über ausreichend Macht verfügen, sich so zu verhalten. Sowas nennt man bei uns Demokratie.
Tönnies bei frontal 21 - schlimmer Laden
Sascha, Dortmund, Donnerstag, 03.02.2022, 10:36 (vor 1443 Tagen) @ Grigori
Ja, ernsthaft. Die wissen nämlich genau, dass die über ausreichend Macht verfügen, sich so zu verhalten. Sowas nennt man bei uns Demokratie.
Wirtschaftliche Macht bedeutet immer auch politische Macht, das hat nichts mit Demokratie oder sonstigen Gesellschaftsformen zu tun.
Tönnies bei frontal 21 - schlimmer Laden
Elmar, Mittwoch, 02.02.2022, 22:35 (vor 1443 Tagen) @ DerInDerInderin
Unfassbar schwacher Auftritt.
Da war nullkommanull Motivation irgendwelche positiven Veränderungen voranzutreiben.