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Drittligist Türkgücü München stellt Insolvenzantrag (Fußball und Sport allgemein)

Ricola1, Ort, Montag, 31.01.2022, 16:07 (vor 1451 Tagen) @ AGraute

HSV, BLAU, Köln (Klubs mit ner großen Fanbase) wären Kandidaten, die von jetzt auf (in 3-5 Jahren) gleich mit uns auf Augenhöhe wären und mittelfristig dann mit den Bayern konkurrieren könnten.


Ich denke, dass Attraktivität der Stadt das gewichtigere Argument als die Größe der Fanbase ist.
Köln und Hamburg passen also schon, aber nach Gelsenkirchen setzt sich kein Superstar.
1860, Berlin, Düsseldorf wären noch Kandidaten.
Statt aktueller Fanbase wird vermutlich noch Einzugsgebiet mit entscheiden.

Selbst bei einer Öffnung für Investoren hätte die Premier League aber zig Jahre Vorsprung.
Um Topspieler zu bekommen, müssten die Investoren also mehr Geld als in England bieten. Bei gleichem Gehalt wird die sportliche Attraktivität sonst pro England entscheiden.
Dementsprechend würden utopisch hohe Investments benötigt um irgendwann mal die Vormachtstellung der Premier League auszuweichen - ich glaube nicht daran.

Ich sehe auch nicht, dass damit die Premier League angegriffen würde. Aber nicht, weil die PL so unglaublich viel schicker ist, es geht am Ende ohnehin nur um das Geld, sondern weil die PL schlicht international x-fach besser vermarktet werden kann. Ich persönlich glaube nicht, dass deren Wettbewerb so viel besser ist. Man City führt schon wieder klar. In den vergangenen 10, 15 Jahren gab es bis auf die Manchester-Klubs und Chelsea wahrscheinlich nur einmal mit Liverpool und einmal mit Leicester eine Ausnahme. Mutmaßlich sogar für 20 Jahre.

Der kaum antastbare Grund lautet: PL ist historisch und wirtschaftlich bedingt (u.a. auch R. Murdochs Imperium) weltweit und insbesondere auch in Asien die Nr. 1. Zudem haben wir "Fans" in Deutschland noch unser eigenes Brett vor dem Kopf, wenn es denn um diesen Wettbewerb ginge. Es ist natürlich zwingend nötig, Einzelspiele rund um die Uhr zu haben, um diese monetarisieren zu können. Selbst das woll(t)en wir hier nicht. Und keine hohen Abogebühren für zu Hause. Aber auch keine zusätzlichen Sponsoren.

Vor dem Hintergrund finde ich es jedes Mal bizarr, die böse DFL oder den bösen FC Bayern dafür verantwortlich zu machen, dass hier alles soooo langweilig ist. Wenn die Rahmenbedingungen sich nicht oder kaum ändern und dasselbe Spiel unter anderen Startvoraussetzungen für die Teilnehmer immer und immer wieder wiederholt wird, dann laufen die Verhältnisse nun mal auseinander. Wie beim Monopoly.

Diejenigen, die sich aber vehement gegen Änderungen der Rahmenbedingungen wehren, sind ausschließlich wir (nicht beschränkt auf schwarz-gelb natürlich). DFL, FC Bayern, der BVB und zahlreiche Sponsoren, Investoren und Fernsehsender würden mit Handkuss alles ändern, was hier liebgewordene alte Gewohnheiten sind.

Wir jammern über uns selbst. Was nicht notwendig ein Plädoyer für ein noch größeres Rad sein soll, aber versucht, den Elefanten im Raum mal zu benennen.


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