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Corona war/ist das, was dem "Platzen der Blase" am nächsten kommt (BVB)

pappnase, Mittwoch, 26.01.2022, 17:27 (vor 1713 Tagen) @ Didi

Es gab ja schon vor einigen Jahren den Kirch-Crash und da schrumpfte die Branche halt etwas, um dann wieder kontinuierlich zu wachsen.

In den 0er-Jahren nahm der Fußball in Deutschland allerdings auch massiv Schwung auf wegen der WM, die ja insbesondere im Medienbereich ein gigantischer Erfolg war. Auch sportlich ging es mit der Nationalmannschaft aufwärts und so war Fußball wie noch nie zuvor ein gesamtgesellschaftliches Thema. Davon haben auch die Klubs profitiert (--> Aufmerksamkeit)
Mittlerweile hat der DFB zuverlässig sowohl auf als auch neben dem Platz jede Begeisterung pulverisiert. Die Bundesliga hat, wie hier ja auch zahlreich aufgeführt wird, Zugpferde zumindest zeitweise in die zweite Liga verloren.
Als platzende Blase würde ich es bezeichnen, wenn in dem aktuellen Umfeld dann wirklich Klubs insolvent gehen. Weil Altlasten aus der Vergangenheit da sind und weil die Perspektive auf große Einkünfte in der Zukunft (früher nicht nur bei Niebaum und den Blauen das Argument für den Ritt auf der Rasierklinge) immer offensichtlicher nicht mehr gegeben ist. Bedrohte Klubs (Blau, Werder,...) wurden hier auch bereits mehrfach genannt.

Wenn man natürlich die Definition für "Platzen" anders setzt, kommt man zu einer anderen Risikobewertung. Ich behaupte aber, dass meine Definition von Platzen keine allzu harmlose ist. Ein paar tote Traditionsklubs kriegt die DFL mindestens auf Jahre, ggf. auch dauerhaft nicht ersetzt. Weder bei den Zuschauerzahlen noch bei den (finanziell noch bedeutenderen) TV-Geldern.


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