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Neu auf schwatzgelb.de: Warum Watzkes Gepolter richtig ist (BVB)

Redaktion schwatzgelb.de , Dortmund, Monday, 24.01.2022, 22:30 (vor 1715 Tagen)

Entgegen aller wissenschaftlichen Evidenz hat sich die Ministerpräsidentenkonferenz heute dazu entschieden, die Mini-Zuschauerobergrenzen bei Großveranstaltungen beizubehalten. Aki Watzke hat nun die Prüfung rechtlicher Schritte angekündigt.


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Neu auf schwatzgelb.de: Warum Watzkes Gepolter richtig ist

Thomas, Dortmund, Mittwoch, 26.01.2022, 08:06 (vor 1714 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Irgendwann, wenn die Bundesliga bzw. der Fußball etwas von der Politik möchte, dann wird man sich dort an das "Gepolter" erinnern. "Ihr damals. Jetzt wollt ihr? Nö."
Vielleicht wäre es klüger gewesen mal auf dem kurzen Dienstweg mit Herrn Wüst zu telefonieren. Denn es gibt nicht nur Schulterklopfen für die Aktion von denjenigen, die sehnsüchtig vor den Stadiontoren stehen. Nicht für jeden ist der Fußball "Deutschlands liebstes Kind". Das könnte irgendwann zum Pyrrhussieg werden.

Neu auf schwatzgelb.de: Warum Watzkes Gepolter richtig ist

Lutz09, Tor zum Sauerland, Dienstag, 25.01.2022, 21:52 (vor 1714 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
bearbeitet von Lutz09, Dienstag, 25.01.2022, 21:59

Entgegen aller wissenschaftlichen Evidenz hat sich die Ministerpräsidentenkonferenz heute dazu entschieden, die Mini-Zuschauerobergrenzen bei Großveranstaltungen beizubehalten. Aki Watzke hat nun die Prüfung rechtlicher Schritte angekündigt.


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Top! Es ist einfach nur aktionistische Symbolpolitik, ohne wissenschaftliche Grundlage, die hier auf Kosten des Vereins und der Fans betrieben wird. Wo ist eigentlich die Evidenz, die diese Maßnahme rechtfertigt? Sie fehlt bis heute. Inzwischen sollte auch bei der letzten Schissbuchse angekommen sein, dass die Ansteckungsgefahr im Freien zwar nicht gänzlich auszuschließen, aber doch ziemlich unwahrscheinlich ist. Selbst die Maskenpflicht im Stadion ist ein Witz! Und dass Omikron zwar ansteckender, aber eben auch um ein Vielfaches milder als Delta ist.

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markus, Tuesday, 25.01.2022, 12:28 (vor 1714 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Zwei Anmerkungen:

- Wer poltert und damit droht, ist häufig jemand, der das dann nicht durchzieht. Wenn Watzke der Ansicht ist, dass dies nicht verhältnismäßig ist, soll er nicht poltern, sondern die Klage einreichen. Dafür haben wir doch die ordentliche Gerichtsbarkeit.

- Das OVG-NRW lies das Argument, dass draußen die Ansteckungsgefahr gegen Null tendiert, schon in Zusammenhang mit einer Demo nicht gelten. Das OVG sieht bei direkten Kontakten auch draußen eine hohe Ansteckungsgefahr. Geklagt hatte ein Teilnehmer einer Demo gegen die Maskenpflicht. Selbst unter 3G Auflagen ist eine Maskenpflicht bei mehr als 750 Teilnehmern nach Auffassung des OVG voraussichtlich verhältnismäßig, da bei einer so hohen Anzahl an Teilnehmern typischerweise nicht zu erwarten ist, dass die Abstände noch eingehalten werden.

Wenn der Kompromiss dann so aussehen sollte, dass mehr als 750 Leute ins Stadion dürfen, aber Masken getragen werden müssen, ist das aus Fansicht noch immer weit von einem normalen Stadionbesuch entfernt. Ein volles Stadion ganz ohne Maßnahmen, das wird wohl zeitnah nicht geben.

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MarcBVB, עַם יִשְׂרָאֵל חַי, Tuesday, 25.01.2022, 12:48 (vor 1714 Tagen) @ markus

Zwei Anmerkungen:

- Wer poltert und damit droht, ist häufig jemand, der das dann nicht durchzieht. Wenn Watzke der Ansicht ist, dass dies nicht verhältnismäßig ist, soll er nicht poltern, sondern die Klage einreichen. Dafür haben wir doch die ordentliche Gerichtsbarkeit.

- Das OVG-NRW lies das Argument, dass draußen die Ansteckungsgefahr gegen Null tendiert, schon in Zusammenhang mit einer Demo nicht gelten. Das OVG sieht bei direkten Kontakten auch draußen eine hohe Ansteckungsgefahr. Geklagt hatte ein Teilnehmer einer Demo gegen die Maskenpflicht. Selbst unter 3G Auflagen ist eine Maskenpflicht bei mehr als 750 Teilnehmern nach Auffassung des OVG voraussichtlich verhältnismäßig, da bei einer so hohen Anzahl an Teilnehmern typischerweise nicht zu erwarten ist, dass die Abstände noch eingehalten werden.

Wenn der Kompromiss dann so aussehen sollte, dass mehr als 750 Leute ins Stadion dürfen, aber Masken getragen werden müssen, ist das aus Fansicht noch immer weit von einem normalen Stadionbesuch entfernt. Ein volles Stadion ganz ohne Maßnahmen, das wird wohl zeitnah nicht geben.

Äpfel - Birnen. Das OVG hat die Maskenpflicht gehalten. Entscheidend ist eine ganz andere Frage: Gibt es einen Grund dafür, in das Recht der BVB KGaA auf Ausübung des eingerichteten Gewerbebetriebs in der Form einzugreifen und wäre nicht zB die Zulassung von 100% der Zuschauer bei einer gleichzeitigen Maskenpflicht ein milderes Mittel.

Und derzeit geht's eher um die Frage, ov 750 indoor und Outdoor zu rechtfertigen sind (Gleichbehandlung von wesentlich Ungleichem).

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Mob-Jenson, Siegen, Tuesday, 25.01.2022, 12:07 (vor 1714 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Entgegen aller wissenschaftlichen Evidenz hat sich die Ministerpräsidentenkonferenz heute dazu entschieden, die Mini-Zuschauerobergrenzen bei Großveranstaltungen beizubehalten. Aki Watzke hat nun die Prüfung rechtlicher Schritte angekündigt.


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Zumindest könnte man im Osten über lockere Handhabung nachdenken, nachdem die Zahlen dort ja weit unter dem dekadenten Westen liegen ;-)

Die Amis....

Voegi, Porta Westfalica, Tuesday, 25.01.2022, 10:14 (vor 1714 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

spielen seit dem ersten Wochenende im September in vollen Stadien mit bis zu 100.000 Zuschauern in der NFL... Impfquote ist ähnlich hoch wie bei uns (sogar noch leicht niedriger)
und wenn man sich die Kurver der täglichen neuinfektionen anschaut, dann geht sie im Oktober sogar massiv zurück... Natürlich steigt sie (wie in allen Ländern eigentlich) im Januar massiv an, das aber vollen Footballstadien zuzuschreiben, das ist weit hergeholt.

Zumal etliche Teams mittlerweile Hallen haben statt Freilichtstadien....

Populismus allez!

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simie, Eine Insel, Tuesday, 25.01.2022, 09:06 (vor 1714 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Danke. Dem Artikel kann man komplett zustimmen. Mal schauen, wie es jetzt weitergeht.

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Hawkwind, Rabenstein an der Pielach, Tuesday, 25.01.2022, 10:15 (vor 1714 Tagen) @ simie

Zudem ist ja gar nicht einzusehen, warum das in München gehen sollte und in Dortmund nicht:
https://www.sport1.de/news/fussball/bundesliga/2022/01/bayern-munchen-darf-auf-mehr-zuschauer-hoffen

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, Tuesday, 25.01.2022, 08:42 (vor 1714 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Man muss hier meiner Meinung nach deutlich zwischen der Omikron-Welle und der Delta Welle unterscheiden.

Tatsächlich fand ich die Bilder beim Spiel zwischen den Ponys und Köln auch befremdlich. Dies war zu einer Zeit, in der Patienten mit Flugzeugen der Bundeswehr verlegt wurden und in Teilen Deutschlands die Krankenhäuser so überlastet waren, dass man sich auch als Geimpfter Sorgen machen musste, im Falle eines Verkehrsunfalls oder eines Herzinfarkts einen Platz auf einer nahe gelegenen Intensivstation zu bekommen. Gleichzeitig sah man Bilder von einem vollen Stadion, in dem die meisten Fans (trotz Maskenpflicht) ohne Maske dicht gedrängt beieinander standen und saßen, umarmten, sangen und feierten. Wenn hiervon tatsächlich keine Infektionsgefahr ausging, dann muss man über den Sinn von fast jeder Maßnahmen an der freien Luft diskutieren. Dann dürfen -unter 2 G Bedingungen - auch keine Versammlungen verboten, keine Märkte, Volksfeste, Freiluft-Karnevalsveranstaltungen ausfallen, keine Treffen unter freiem Himmel untersagt werden.

Ich bin kein Virologe. Ich kann nicht beurteilen, welche Maßnahmen notwendig sind, um eine Überlastung der Krankenhäuser und insbesondere der Intensivstationen zu verhindern.

Die Pandemiepolitik während der Delta-Variante war aus meiner Sicht ein Ritt auf der Rasierklinge, wenn man Berichten aus den Intensivstationen glauben darf.

Jetzt befinden wir uns jedoch in der Omikron-Welle. In einer Zeit, in dem die Politik aufgrund des Rats von Experten trotz exorbitanten Infektionszahlen dazu entschieden hat, nur mit "geringen" Einschränkungen (im Vergleich zum letzten Winter) dem Virus entgegenzutreten.

Da erscheint es ziemlich unlogisch, Konzertsäle zu füllen und Fußballspiele als Geisterspiele durchzuführen. Daher kann ich auch jetzt das Poltern von Watzke nachvollziehen.

Jetzt sind jedoch erstmal 2 Wochen Pause. Ich würde daher empfehlen, diese 2 Wochen (auch mit gerichtlichen Schritten) abzuwarten, wie sich die Omikron-Welle weiter entwickelt und wie sih die Politik verhält. In diesen 2 Wochen kann sich das Infektionsgeschehen in beide Richtungen stark verändern.

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Schnippelbohne, Bauernland, Tuesday, 25.01.2022, 07:58 (vor 1715 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Kann man so unterschreiben. Wieso ausgerechnet die Anreise mit dem ÖPNV zum Fußball die größte Gefahr darstellen soll, leuchtet mir eh nicht ein. Alle Corona-Erkrankten, die ich kenne, können ihre Infektion mit hoher Wahrscheinlichkeit auf eine bestimmte Situation zurückführen: Bei zweien war es der Abend in der Pizzeria, wo ein unwissentlich Infizierter mit am Tisch saß, bei den anderen infizierte Kinder bzw. Freunde oder Verwandte, die man im Privathaushalt ohne Maske getroffen hat. Bus und Bahn tauchen nirgends als mutmaßlicher Infektionsherd auf.
Wenn man in der Bahn eine FFP2-Maske richtig trägt, ist das Risiko einer Ansteckung bei Omikron sogar noch geringer als bei Delta. Wie du schreibst: Ich darf mich mit 10 Leuten zuhause ohne Tests und Impfnachweise treffen, aber mit FFP2-Maske mit der Bahn zu einer 2G-Veranstaltung an der frischen Luft fahren darf ich nicht. Das ergibt keinen Sinn.

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Sascha, Dortmund, Tuesday, 25.01.2022, 08:03 (vor 1715 Tagen) @ Schnippelbohne

Für mich gibt es eigentlich nur eine Forderung an Watzke in dieser Situation: auch bei einer erfolgreichen Klage die Dauerarten erst dann wieder zu aktivieren, wenn diese Welle vorbei ist, so dass jeder Fan völlig frei für sich entscheiden kann, ob er aktuell ins Stadion geht, oder nicht.

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Sascha, Dortmund, Tuesday, 25.01.2022, 07:01 (vor 1715 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Es ist mehr als Populismus, es ist eine Feigenblattpolitik. Leere Tribünen sollen wirkmächtige Bilder liefern und eine konsequente Handlungsbereitschaft demonstrieren, die es de facto nicht gibt.

Testsvorgänge werden zusammengestrichen, Homeofficepflichten nicht kontrolliert, bzw. Verstöße nicht sanktioniert, Quarantänemaßnahmen verkürzt und für Kontaktpersonen fast aufgehoben. Es läuft eine Durchseuchung, zu der die Politik nicht nur nicht stehen will, sie versucht über Einschränkungen wie der völlig evidenzunabhängigen und von Bundesland zu Bundesland variierenden Kapazitätsbeschränkungen im Sport und der Veranstaltungsbranche das Gegenteil zu demonstrieren.