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Glückwunsch Zwayer (BVB)

donotrobme, Münsterland, Mittwoch, 08.12.2021, 07:29 (vor 1781 Tagen) @ Smeller

Vor unseren Augen spielt sich gerade ein bizarres Schauspiel um Deutungshoheit ab.

Was ist passiert?

Ein 18 Jähriger Kicker lässt unmittelbar nach einem wichtigen Spiel seinen Frust los und weist darauf hin, dass der Schiedsrichter in der Vergangenheit Dreck am Stecken hatte. Er hat nicht gesagt, dass Zwayer das Spiel verpfiffen hat, auch wenn der Schiri während des Spiels jede strittige Situation zugunsten der Bayern gepfiffen hat.

Der DFB schützt seine Schiedsrichter und verhängt erstmal eine Strafe wegen Aufzählung von Tatsachen. Der BVB akzeptiert dies erstmal, weil sowohl der Verein als auch der DFB Ruhe in die Sache bringen wollen.
Was haben aus dem letzten Wochenende gelernt: 40.000 Euro kostet es also, auf die Historie eines Bundesliga-Schiedsrichters hinzuweisen. Zwayer und der DFB kennen die Geschichte und dachten sie sei wohl vergessen worden. Auch nach all den Jahren ist die Story scheinbar immer noch so dermaßen ein Kabinenthema, dass ein 18 jähriger Engländer die Story mitbekommen kann ...

Und dann will Zwayer eine Entschuldigung und fordert sie über die Bild-Zeitung? Damit facht er den Konflikt eben mal wieder an und macht den Versuch der Deeskalation mal eben so zunichte. Glückwunsch Zwayer!
Sollte er als Schiedsrichter nicht die Grundlagen des Konfliktmanagements beherrschen? Ich beschreibe jetzt mal besser nicht, welchen Charakter er damit von sich offenbart, denn ansonsten droht mir vielleicht eine gelbe Karte hier.

Ich bin mir sicher, wir werden ihn nie wieder bei einem Spiel des BVBs sehen! Ich vermute, dass war es sogar für ihn als DFB Schiedsrichter.
Wie soll die Geschichte denn für ihn ausgehen?
Soll Jude nun mit einem Kamerateam im Hintergrund um Verzeihung bitten?

Zwayer verursacht hier gerade den Streisand Effekt (Wikipedia - dazu)
Auch das sollte man als Bundesligaschiri, der nun mal in der Öffentlichkeit steht, irgendwann mal gehört haben. Aber ihm steht das Ego wohl im Weg.

Und die ausländische Presse schaut sich das Drama an und fragt sich, welche Anforderungen der große DFB eigentlich an seine Bundesligaschiedsrichter hat.
Ein sauberes Vorstrafenregister scheint nicht dazu zu gehören ...

Glückwunsch DFB, der zeigt mal wieder was für Amateurladen das ist, aber dennoch darf er die nächste EM austragen.

Was lernen wir daraus?
Die Zwayer Geschichte ist ein Paradebeispiel damit, wie man öffentliche Konflikte BESSER NICHT austragen sollte und ich bin mir sicher, die ganze Geschichte wird in naher Zukunft in irgendwelchen DFB Schiedsrichter Schulungen als Worst-Case Beispiel auftauchen .

Immerhin das hat er erreicht. Hoyzer hingegen hat sich wenigstens geläutert gezeigt. Glückwunsch Zwayer!


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