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"erweiterte Grundimmunisierung" (Fußball und Sport allgemein)

Reviewer, Dienstag, 30.11.2021, 14:55 (vor 1512 Tagen) @ Karl-Heinz28

genau so ist es.
Man weiß, dass man wenig bis gar nichts weiß, tut aber so, als ob.

Vielleicht hast Du mich missverstanden, deshalb ein neuer, hoffentlich eindeutigerer Versuch.

Es gibt zu viele Leute (Politiker, Mediziner, Wissenschaftler, Medienvertreter), die Annahmen zum Pandemieverlauf, zur Evolution von SARS-CoV-2, zur Transmission durch Geimpte, zur Dauer des Impfschutzes nach Zweit- oder Drittimpfung usw. machen, die von der Realität eingeholt werden.
Warum? Weil sie sich nicht auf die tatsächlich vorhandenen Daten stützen, sondern Annahmen machen, die sich auf andere Erfahrungen beziehen. Von denen aber ungewiss ist, ob sie dafür taugen. Oder es ist pure, von allem losgelöste Hoffnung. Und nicht immer wird das so transparent kommuniziert.

Zwei Beispiele, eins positiv, eins negativ.

Während des ersten deutschen Clusters in Bayern wurde Christian Drosten interviewt, ob er es für möglich hält, dass, wie aus China/Asien berichtet, die Transmission prä- oder asymptomatisch erfolgen könnte.
Seine Einschätzung war damals: nein, unwahrscheinlich. Warum? Weil es bei SARS (das von 2002/3) anders läuft.
Drosten war aber transparent und hat sich später entsprechend korrigiert.

Negatives Beispiel. Bis vor sehr wenigen Wochen haben uns Hans und Franz erzählt, dass a- oder präsymptomatisch infizierte Geimpfte kein oder wenn doch dann nur wenig zu Transmissionen beitragen.

Dabei haben Zulasser, die die umfangreichsten Daten erhalten und nichts anderes tun, als eben diese zu analysieren und zu bewerten, im Public Assessent Report für Comirnaty festgehalten (entsprechende Absätze finden sich bei allen anderen COVID-Impfstoffen):

"The pivotal study was not designed to assess the effect of the vaccine against transmission of SARS- CoV-2 from subjects who would be infected after vaccination. The efficacy of the vaccine in preventing SARS-CoV-2 shedding and transmission, in particular from individuals with asymptomatic infection, can only be evaluated post-authorisation in epidemiological or specific clinical studies."

Man findet sinngleiche Statements übrigens auch in den Aufklärungsbögen für die Impfungen. Von der ersten bis zur jüngsten jeweiligen Version.

Die öffentliche Kommunikation war aber eine andere und führte zum falschen Versprechen "Impfen = immerwährende Freiheit".

Ein Medikament ist deshalb unbedingt nötig, um schwere Verläufe zu verhindern. Hier muss die Hoffnung sein, dass es möglichst unabh. von Varianten wirkt. Aber auch das ist alles purer Spekulatius.

Die gibt es schon (in der EU: Ronapreve und Regkirona) und weitere sind im Zulassungsprozess oder Entwicklung.
Sie sind aber für sich genommen keine game changer und können, wie von Dir schon angemerkt, ggf. bei unterschiedlichen Varianten unterschiedlich wirksam sein.


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