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Borussia Dortmund schließt Bezugsrechtskapitalerhöhung erfolgreich ab (BVB)

Alones, Dienstag, 05.10.2021, 14:41 (vor 1855 Tagen) @ Muli

Also bei einem dauerhaften Vor-Corona-Niveau von 7-10€ sehe ich da %-technisch schon reichlich Potential, vor allem wenn man sich die Marktkapitalisierung anschaut. Wenn die Aktie ohne KE von 6 auf 7€ gestiegen wäre, reden wir da schon über 15%. Bei 9€ gar 50%. Phantasie ist also ausreichend vorhanden gewesen.

Wenn man das zum eingegangenen Risiko ins Verhältnis setzt, finde ich diese Rendite eher dürftig. Wer so ein Risiko eingeht, kann meiner Meinung nach auch gleich sein Geld auf Crypto setzen, wenn er unbedingt den besonderen Kick braucht. Aber gut, da tickt wohl jeder anders. Sollte ich in einen Fußballclub investieren, würde ich da eher 5x bis 10x über einen überschaubaren Zeitraum sehen wollen. Ansonsten sehe ich keinen Grund, warum man so eine Investition überhaupt tätigen sollte? Irgendwie will man für das nicht unerhebliche Risiko, das man eingegangen ist, auch angemessen entschädigt werden.

Du hast vollkommen Recht, wenn du sagst das man Fußballvereine (Unternehmen) nicht mit dem normalen Markt vergleichen kann, aber für sowas werden (beispielsweise) in den Kursprognosen großer Geldhäuser Abschläge einberechnet. Und wenn Borussia Dortmund eine Marktkapitalisierung von 540 Millionen hat, aber eigentlich über eine Milliarde wert ist (Marke, Eigentum, Spielerkader) und Corona-bereinigt finanziell mehr als gut dasteht, dann ist es eine Sauerei was mit der Aktie für Spielchen getrieben werden.

Was heißt denn Spielchen? Das ist der tägliche Wahnsinn auf den Märkten. Sowas muss man eben aushalten können, wenn man seine Recherche gemacht hat und glaubt eine tolle Aktie gefunden zu haben. Ich kann Shortseller beispielsweise auch nicht ausstehen, aber solange manche Leute "Investieren" mit "Casino" verwechseln, wird es solche Leute auch weiterhin geben. Sollen die doch den Preis drücken. Wenn die Kennzahlen so gut aussehen, dann ist das doch perfekte Zeitpunkt, um günstig nachzukaufen und den Durschnittspreis der eigenen Position weiter zu verringern. Mag kurzfristiv zwar wehtun, aber langfristig dürfte sich das auszahlen.

Und das ist jetzt nicht nur meine persönliche Meinung, nahezu alle Fachzeitschriften wurden von der KE vollkommen überrascht und haben diese sehr kritisch kommentiert.

Welche Fachzeitschriften denn? Blicke ich rein auf die Zahlen, kann man vllt. zu dem Schluss kommen. Betrachte ich jedoch das große Ganze, sieht das schon wieder anders aus. Wie du ja selbst sagst, ist der Fußballmarkt schon sehr speziell. Und hier musste man eben offensichtlich reagieren, wenn man keine (sportliche) Substanz (über Haaland hinaus) verlieren will.


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