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Warum wechselt man als Profi-Sportler generell den Verein? 3 Faktoren (BVB)

Goalgetter1990, Montag, 05.04.2021, 16:05 (vor 2043 Tagen) @ holgernova
bearbeitet von Goalgetter1990, Montag, 05.04.2021, 16:18

Die Gründe, weshalb man in Mannschaftssportarten als Profisportler den Verein wechselt, gleichen sich über alle Sportarten. Simplifiziert würde ich es auf drei Faktoren runterrechnen:

Entwicklungspotential: Gerade als junger Spieler, möchte ich mich entwickeln, idealerweise auf einem bestmöglichen Niveau. Dazu gehören unter anderem meine Einsatzchancen, die Ausstattung der Trainingsbereiche, aktuelles Trainer-Team, Ausrichtung der Spielphilosophie, etc. . Gerade als junger Spieler, kann dieser Faktor durchaus mal über dem Faktor "Geld" stehen. Das ist zudem der einzige Faktor, in welchem der BVB Vereinen wie den Bayern überlegen ist.

Sportlicher Erfolg: Als erfolgsorientierter Sportler möchte ich Erfolg und idealerweise Titel. Wenn ich als Neuer die Wahl habe, mein Leben bei Schalke zu spielen, oder mit den Bayern die CL gewinnen zu können, mehrfach Welttorhüter zu werden und eigentlich immer in der besten Mannschaft Deutschlands zu spielen, klar gehe ich dann zu den Bayern. Am Ende vom Tag möchte man irgendwann mal zurückschauen, und sagen können, "Ja, ich hab das bestmögliche rausgeholt"

Geld: Selbstverständlich spielt als Profisportler auch das Geld eine große Rolle, egal ob ich Bundesliga-Spieler Millionen, oder als Dritt-Liga-Spieler meine 100.000€ verdiene. Hummels hat mal ehrlicherweise gesagt "Klar macht es einen Unterschied, ob du 5 Millionen oder 12 Millionen verdienst". Hier werden jetzt viele sagen "Bei diesen Summen ist der Unterschied auch egal" oder "Das sind nur geld-geile Söldner". Als Externer kann man sich dieses Urteil leicht erlauben, ob man allerdings in der Situation genauso denken würde, ist eine andere Frage.

Im Endeffekt kommt es auf die Situation des Spielers und der Vereine an, welcher dieser Faktoren am Schwersten wiegt. Aber so Faktoren wie "Mythos Westfalenstadion" oder "Geilheit der Fans", nun, da kann sich jeder eine eigene Meinung bilden, ob das entscheidende Faktoren sind. Du sprichst unten von einer nötigen "Emotionalen Bindung an den Verein", ich glaube das ist der falsche Begriff. Menschen/Arbeitnehmer/Spieler haben in erster Linie eine emotionale Bindung zu Führungspersönlichkeiten (bspw. Trainer) und zu Kollegen (Mitspieler). Das hat es durchaus unter Klopp gegeben. Trotzdem sind die Top-Spieler reihenweise gewechselt. Eben weil die Aussicht auf noch größeren sportlichen Erfolg und Geld relevanter waren ...


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