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Übersehe ich etwas oder rät der Kicker? (BVB)

NGM, Montag, 14.12.2020, 21:42 (vor 2145 Tagen) @ Jarou9


Elemente aus Favres Spiel fand und finde ich wichtig, um den Fussball zu spielen, der mir ganz persönlich zusagt, aber mit Eindimensionalität kommen wir nirgendwo hin. Von daher möchte ich jetzt, nur weil der "zaghafte Favre" gerade weg ist, keinen Vollgas-Fussball-Zampano, dem Ballstaffetten über mehr als 4 Positionen nicht zusagen. Man muss sich den Gegner schon herspielen können, und das funktioniert bei gut gestaffelten Mannschaften eben nur, wenn Fehler gemacht werden. Und auf die Fehler muss man auch mal unfallfrei warten können, wenn sich der Gegner partout nicht herauslocken lässt.

Fehler werden nur durch Pressingmomente erzwungen, haben wir nicht zumindest kein gutes Pressing. Den Gegner zurechtlegen war unter Favre mit zu wenig Risiko und zu eindimensional durch die Mitte und mit einem Positionsspiel wo zwei Leute sich den selben Raum teilen. Unser Ballbesitz war viel zu viel und recht uneffektiv.

Wichtig wäre für mich eine gewisse Pressingresistenz im Mittelfeld, gut besetzte Halbräume und funktionierende Tempo-Wechsel von stetem Ballbesitz im Mittelfeld zu schnellen Aktionen ins letzte Drittel.

Hört sich in der Theorie gut an, ist aber praktisch viel zu schwer umzusetzen. Das ganze muss ja koordiniert werden und den Zeitpunkt zu erwischen wann man sowas machen sollte.

Im Fußball muss dein System(Plan A) gut konzipiert sein und den musste so oft wie möglich umsetzen. Daß was Klopp, Flick und Co spielen ist fußballerisch recht einfach zu erlernen und leichter umzusetzen. Dein Spielstil bleibt gleich egal welcher Torstand.

Der ganze Spass mit Plan B, Tempowechsel, Taktikwechsel sind halt Medienfantasien.


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