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Favre heute über Brandt... (BVB)

micha87, bei Berlin, Freitag, 11.12.2020, 01:07 (vor 2148 Tagen) @ Arrigo Sacchi

Hätte er das wie Löw erzählt kommt die Schlagzeile "Favre zählt Brandt an!". Wem hilft das?

An der Stelle hole ich jetzt mal ein wenig aus und verweise auf Tuchel. Dieser hat es 2014 in einem Interview ganz gut beschrieben als er von unterschiedlichen Spielertypen und Ansprachen / Anforderungen gesprochen hat. In diesem Zug hat er im wesentlichen 3 Grundtriebe genannt, die wir alle in uns haben (youtube.com/watch?v=sZ75jYt3HI0 ab Min. 26):

- Neugier
- Aggression
- Bindung

Daher gibt es in einem Team grob 3 Typen von Spielern:
1.) Ausprägung im Bindungsteil (Mannschaftsspieler), Teil des Team in der Kabine etc.
2.) Neugierigen (Schü, Holbty als Beispiel), neue Herausforderungen, klappt der Beinschuss auch gegen Bayern München etc., benötigen ständig neue Reize und müssen anders gefordert werden.
3.) Aggressive-Typen, jener die nach vorne wollen, sie spielen um Geld, wollen berühmt werden und Verantwortung übernehmen, Führungsspieler.

Wenn ich das Mal so als Grundlage nehmen glaube ich das Brandt eher in die Kategorie 2 fällt und er aber auch das gemeinsame wertschätzt, wenngleich er nicht der typische "Arbeiter" ist wie Spieler wie Schmelle, Pischu. Beide waren aber auch nicht ohne Grund Kapitän, Vize-Kapitän. Daher geht es dann auch um viele Grauzonen und nicht zu strikt in Mustern zu denken.

Davon ausgehend muss die Ansprache auch anders erfolgen, hier ist Menschenkenntnis gefordert und Empathievermögen. Ob Tuchel das immer so toll gemacht hat soll an der Stelle nicht das Thema sein, sondern vielmehr die Typenbeschreibung und unterschiedliche Ansätze.

Ich glaube Favre wird Brandt noch motiviert bekommen zu besseren Leistungen, den er hatte hier auch unter Favre schon gute Phasen. Dafür braucht jemand wie Brandt eben nicht die harte Keule sondern Vertrauen und Zuspruch, irgendwann muss das mit Leistung natürlich zurückgezahlt werden. Da bin ich aber wie gesagt zuversichtlich, weil Brandt selbst nicht so zufrieden sein wird mit seiner Rolle und mehr will. Ansonsten wäre er nicht nach Dortmund gewechselt, sondern in Leverkusen geblieben.


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