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BVB-Newsthread vom 22.08.2020 (BVB)

Redaktion schwatzgelb.de , Dortmund, Samstag, 22.08.2020, 06:09 (vor 2237 Tagen)

Aktuelle News rund um den BVB bitte in diesen Thread posten.

Tags:
News, Neuigkeiten, Newsthread, BVB

Champions League: Fast alle möglichen BVB-Gegner stehen fest

CHS , Lünen / Dortmund, Samstag, 22.08.2020, 10:31 (vor 2237 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Quelle: Ruhrnachrichten

Nach dem gestriegen Finale steht der Pott 1 fest. Auch im Dortmunder Pott 2 ist nur noch ein Platz offen. Aktuell ist dort Ajax drin. Nur wenn sich Benfica qualifiziert für die Gruppenphase, landet Ajax im Pott drei. Schon fest im Pott 3 sind neben Leipzig (kein Gegner für uns) die beiden Italiener Lazio und Inter. Pott 4 fest drin sind Basaksehir und Rennes. Bei den restlichen muss man abwarten, wie die Quali läuft. Aktuell zwischen drei und vier pendeln noch Atalanta Bergamo, Lokomotive Moskau, Olympique Marseille, FC Brügge und Borussia Mönchengladbach (auch kein Gegner für uns).

Gruß

CHS

Magull hofft beim BVB auf "größere Ambitionen" als bei S04

CHS , Lünen / Dortmund, Samstag, 22.08.2020, 10:18 (vor 2237 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Quelle: onefootball.com/de/news/nationalspielerin-magull-hofft-beim-bvb-auf-groere-ambitionen-als-bei-s04-30786842

Es geht um Frauenfußball und die Nationalspielerin hofft halt, dass der BVB schnell in der ersten Liga auftaucht. Original-Artikel von der WAZ ist leider ein Plus-Artikel.

Gruß

CHS

Gehts nur um die Kohle oder gehts ums sportliche?

, Samstag, 22.08.2020, 20:04 (vor 2236 Tagen) @ CHS

Ich bin schon für ein BVB Damenteam, aber ich denke es geht hier mehr um die Kohle als um das sportliche. Nur um den Damen Gehälter zu zahlen ähnlich den Männern sollte man kein Frauen Team gründen. Davon ab finde ich Millionen Gehälter eh zu hoch egal ob Frauen oder Männer.

Gehts nur um die Kohle oder gehts ums sportliche?

Schnippelbohne, Bauernland, Samstag, 22.08.2020, 20:27 (vor 2236 Tagen) @ Kaiser23

Es wäre ja schon ausreichend, wenn der ersten Mannschaft der Damenabteilung Gehälter gezahlt werden, die zum Leben reichen und nicht zu Nebenjobs zwingen. Die Formulierung „ Geht‘s nur um Kohle“ finde ich daher ziemlich schräg.

Gehts nur um die Kohle oder gehts ums sportliche?

BoisII, Samstag, 22.08.2020, 21:38 (vor 2236 Tagen) @ Schnippelbohne

Ich finde, das ist eine sehr interessante Frage: Was sind denn angemessene Gehälter? Sollte man hier davon ausgehen, was jemand zum Leben braucht, oder sollte man das daran orientieren, wie viel Geld mit dem Sport umgesetzt wird? Weiter unten schreibst du ja selbst, dass es zumindest zu Beginn ein Zuschussgeschäft wäre.

Ich denke, dass Frauen die Möglichkeit haben sollten, unter professionellen Bedingungen zu trainieren und zu spielen. Wenn der BVB hier Skaleneffekte nutzen kann, um das zu ermöglichen, sehe ich da erst mal kein Problem und als Sportverein hat der BVB diese soziale Verantwortung meiner Meinung nach auch. Ob diese Bedingungen jetzt unter BVB-Lizenz oder in Kooperation mit lokalen Vereinen geschaffen werden sollten, ist dann eine andere Frage.

Was die Bezahlung angeht, würde ich instinktiv erst mal sagen, dass es hier keine Verantwortung seitens des Vereins gibt, Menschen zu ermöglichen, Vollzeitsportler zu sein. Dies gilt meiner Meinung nach allgemein: Beim Fußball, wie auch bei allen anderen Sportarten. Also beziehend auf meine Eingangsfrage würde ich sagen, man sollte nur ausgeben, was man auch erwirtschaften kann. Wenn das dann nicht für angemessene Gehälter reicht, kann man es halt nicht als Vollzeitjob machen.

Jetzt gibt es natürlich noch den Ansatz, dass man ja davon ausgehen muss, dass Frauenfußball langfristig boomen könnte, und es wichtig ist, dies zu fördern/unterstützen. Sportler zu fördern als Vorbilder ist ja auch generell erst mal nicht schlecht, um gerade jüngere Leute dazu zu bringen, selbst aktiv Sport zu betreiben. Dies ist ja auch einer der Gründe für die Sportsoldaten etc. Wenn man sich jetzt anschaut, dass die Fußballfrauen der Bayern <1000 Zuschauer im Schnitt hatten letzte Saison, dann sehe ich aber einfach den Boom beim Frauenfußball nicht. Die Realität ist zurzeit einfach, dass mehr Leute die Regionalliga in Deutschland interessiert als die Frauenbundesliga.

Was bei mir dann auch immer schnell den Reflex "geldgeil" auslöst, sind die Geschichten wie vom norwegischen oder US-Nationalteam, wo es offensichtlich nur ums Geld geht. Ich kann nicht wirklich bewerten, ob diese Teams wirklich so viel Geld einspielen bzw. die Verbände dort durch Sponsoren für ihre Frauenteams so viel Geld einnehmen, dass dies gerechtfertigt ist. In den Medien wurde es (neben den Trainingsbedingungen) aber häufig so dargestellt, dass diese Teams am liebsten einfach so viel bekommen wollen würden wie die Männerteams - losgelöst von der "Einkommensseite".

Gehts nur um die Kohle oder gehts ums sportliche?

Schnippelbohne, Samstag, 22.08.2020, 20:33 (vor 2236 Tagen) @ Schnippelbohne

Es wäre ja schon ausreichend, wenn der ersten Mannschaft der Damenabteilung Gehälter gezahlt werden, die zum Leben reichen und nicht zu Nebenjobs zwingen. Die Formulierung „ Geht‘s nur um Kohle“ finde ich daher ziemlich schräg.

Das Unterstütze ich ja im vollem Umfang, aber mein Gefühl sagt mir das es eher um die Kohle geht statt um den Sport ansich. Würden Spielerinnen hier unterschreiben wenn sie das gleiche Gehalt kriegen wie bei einem No Name Club?

Gehts nur um die Kohle oder gehts ums sportliche?

Schnippelbohne, Bauernland, Samstag, 22.08.2020, 20:42 (vor 2236 Tagen) @ Kaiser23

Es wäre ja schon ausreichend, wenn der ersten Mannschaft der Damenabteilung Gehälter gezahlt werden, die zum Leben reichen und nicht zu Nebenjobs zwingen. Die Formulierung „ Geht‘s nur um Kohle“ finde ich daher ziemlich schräg.


Das Unterstütze ich ja im vollem Umfang, aber mein Gefühl sagt mir das es eher um die Kohle geht statt um den Sport ansich. Würden Spielerinnen hier unterschreiben wenn sie das gleiche Gehalt kriegen wie bei einem No Name Club?

Der Anspruch sollte wie gesagt sein, dass sie ein angemessenes Gehalt bekommen, egal was anderswo gezahlt wird oder nicht. Und es haben sich ja inzwischen mehrere Profispielerinnen sinngemäß so geäußert, dass sie einfach gern für einen so renommierten Club wie den BVB spielen würden. Von Geld hat keine von ihnen gesprochen. Ich finde es daher ehrlich gesagt ziemlich seltsam, das so zu thematisieren.

Gehts nur um die Kohle oder gehts ums sportliche?

Schnippelbohne, Samstag, 22.08.2020, 20:45 (vor 2236 Tagen) @ Schnippelbohne

Es wäre ja schon ausreichend, wenn der ersten Mannschaft der Damenabteilung Gehälter gezahlt werden, die zum Leben reichen und nicht zu Nebenjobs zwingen. Die Formulierung „ Geht‘s nur um Kohle“ finde ich daher ziemlich schräg.


Das Unterstütze ich ja im vollem Umfang, aber mein Gefühl sagt mir das es eher um die Kohle geht statt um den Sport ansich. Würden Spielerinnen hier unterschreiben wenn sie das gleiche Gehalt kriegen wie bei einem No Name Club?


Der Anspruch sollte wie gesagt sein, dass sie ein angemessenes Gehalt bekommen, egal was anderswo gezahlt wird oder nicht. Und es haben sich ja inzwischen mehrere Profispielerinnen sinngemäß so geäußert, dass sie einfach gern für einen so renommierten Club wie den BVB spielen würden. Von Geld hat keine von ihnen gesprochen. Ich finde es daher ehrlich gesagt ziemlich seltsam, das so zu thematisieren.

Das war auch nicht böse gemeint, nur mein Eindruck mehr nicht. Ich glaube das viele glauben der BVB müsse nur ein Frauenteam gründen dann läuft das von alleine und es finanziert sich auch von selbst.

Gehts nur um die Kohle oder gehts ums sportliche?

Schnippelbohne, Bauernland, Samstag, 22.08.2020, 20:53 (vor 2236 Tagen) @ Kaiser23

Also ich für meinen Teil gehe nicht davon aus, dass sich der Frauenfußball sofort selbst trägt. Aber die Zahlen aus anderen Ländern zeigen, dass es Potenzial gibt. Und ich denke, dass die Zeit einfach reif dafür ist. Der BVB ist einer der letzten Bundesligaclubs ohne Damenabteilung. Das ist angesichts des Bekenntnisses „ Männer, Frauen“ in der Satzung reichlich peinlich. Selbst wenn es zunächst ein Zuschussgeschäft ist, steht es dem BVB gut zu Gesicht, sich hier zu engagieren, wenn man sich auch in Zukunft als integrative Kraft in der Gesellschaft darstellen will. Am Ende ist es daher auch PR für den BVB insgesamt.

Gehts nur um die Kohle oder gehts ums sportliche?

Schnippelbohne, Samstag, 22.08.2020, 20:56 (vor 2236 Tagen) @ Schnippelbohne

Also ich für meinen Teil gehe nicht davon aus, dass sich der Frauenfußball sofort selbst trägt. Aber die Zahlen aus anderen Ländern zeigen, dass es Potenzial gibt. Und ich denke, dass die Zeit einfach reif dafür ist. Der BVB ist einer der letzten Bundesligaclubs ohne Damenabteilung. Das ist angesichts des Bekenntnisses „ Männer, Frauen“ in der Satzung reichlich peinlich. Selbst wenn es zunächst ein Zuschussgeschäft ist, steht es dem BVB gut zu Gesicht, sich hier zu engagieren, wenn man sich auch in Zukunft als integrative Kraft in der Gesellschaft darstellen will. Am Ende ist es daher auch PR für den BVB insgesamt.

Das unterschreibe ich so. Ich würde für ein Frauenteam stimmen solanges nicht RB mäßig wird :)

Gehts nur um die Kohle oder gehts ums sportliche?

Schnippelbohne, Bauernland, Samstag, 22.08.2020, 20:58 (vor 2236 Tagen) @ Kaiser23

Passt ;-)

Gehts nur um die Kohle oder gehts ums sportliche?

Schnippelbohne, Samstag, 22.08.2020, 21:03 (vor 2236 Tagen) @ Schnippelbohne

Passt ;-)

Dann sind wir uns ja einig :) Ich würde sogar Spiele besuchen :)

Magull hofft beim BVB auf "größere Ambitionen" als bei S04

ooohflupptnicht, Rüttenscheid - Gute Zeit, Samstag, 22.08.2020, 15:27 (vor 2237 Tagen) @ CHS

Es sind also schon 7 von 12 Mannschaften "Männerclubs". Daran scheint es nicht zu liegen, dass kein größeres Interesse besteht.

Aber selbst wenn, ist es nicht die Aufgabe des BVB "dem Frauenfußball" zu einer Relevanz zu verhelfen. Wenn ein Interesse der Mitglieder an dieser Abteilungsgründung besteht, sollte sie auch ernsthaft angegangen werden. Je nach gewünschter Ausrichtung dann eben Breitensport oder ambitionierte Ziele mit Startpunkt Kreisliga.

Aber ein Lizenzkauf nach Art des Rasenballs ist für mich nach wie vor in jeder Sportart ein No-Go. Dann dauert ein Erstliga-Aufstieg (sofern er überhaupt erfolgt, ist ja kein Selbstläufer) halt ein paar Jahre. Wo ist das Problem?

Wenn Mädels beim BVB spielen wollen, sollte man ihnen das mMn ermöglichen und bei Interesse auch die mittelfristige Perspektive auf höhere Spielklassen. Aber für den DFB künstlich eine Spannung in einer Frauenliga erzeugen, damit die Männer-Bundesliga gespiegelt wird, ist doch genau die Kacke, die man bei RaBa, Paris und Co. immer bemängelt. Fände ich kacke von meinem Verein und hätte nicht meine Unterstützung.

Magull hofft beim BVB auf "größere Ambitionen" als bei S04

herrNick, Samstag, 22.08.2020, 20:42 (vor 2236 Tagen) @ ooohflupptnicht

Aber selbst wenn, ist es nicht die Aufgabe des BVB "dem Frauenfußball" zu einer Relevanz zu verhelfen.

Ich finde die Satzung liest sich so, als hätte man das schon lange angehen müssen. Da steht nichts von Männerfußball:
„Zweck und Aufgabe des Vereins ist die Förderung des Sports, insbesondere die Förderung sportli- cher Übungen und Leistungen seiner Mitglieder, insbesondere der heranwachsenden Jugend, wobei der Mannschaftssport Fußball als Hauptsportart die hervorragende Stellung innerhalb des Vereins einnimmt. Der Verein ist politisch und religiös streng neutral und steht in allen seinen Belangen auf demokratischer Grundlage.“

Aber ein Lizenzkauf nach Art des Rasenballs ist für mich nach wie vor in jeder Sportart ein No-Go.

Nicht vergleichbar. Den BVB gibt es seit > 100 Jahren, um Fußball zu fördern. RB gibt es, um Getränke zu verkaufen.

Magull hofft beim BVB auf "größere Ambitionen" als bei S04

Knolli, Samstag, 22.08.2020, 20:38 (vor 2236 Tagen) @ ooohflupptnicht

+1

Magull hofft beim BVB auf "größere Ambitionen" als bei S04

Smeller, Dortmund, Samstag, 22.08.2020, 11:30 (vor 2237 Tagen) @ CHS

Interessanter Zwiespalt bei der Frage, ob man im Amateurbereich anfängt oder sich eine Lizenz für den Profifußball erkauft. Auf der einen Seite kritisierte man RaBa für letzteres im Herrenfußball, auf der anderen Seite scheint ein Einstieg direkt im Profifußball der Frauen schon eher gewünscht zu sein. Zumindest habe ich schon häufiger gelesen, dass die Frauen sich erwarten, dass der BVB für mehr Interesse sorgen könnte und das geht halt nicht, wenn man als Thekenmannschaft loslegt.

Magull hofft beim BVB auf "größere Ambitionen" als bei S04

homer73, Dortmund-Wellinghofen (oder Block 87), Samstag, 22.08.2020, 14:32 (vor 2237 Tagen) @ Smeller

Interessanter Zwiespalt bei der Frage, ob man im Amateurbereich anfängt oder sich eine Lizenz für den Profifußball erkauft. Auf der einen Seite kritisierte man RaBa für letzteres im Herrenfußball, auf der anderen Seite scheint ein Einstieg direkt im Profifußball der Frauen schon eher gewünscht zu sein. Zumindest habe ich schon häufiger gelesen, dass die Frauen sich erwarten, dass der BVB für mehr Interesse sorgen könnte und das geht halt nicht, wenn man als Thekenmannschaft loslegt.

... die aber trotzdem viel besser ist als alle anderen Teams in der Liga und 6x (keine Ahnung, wieviele Ligen es gibt) in Serie klar aufsteigt. Sowas hat sportlich doch (auch) keinen Wert.

Magull hofft beim BVB auf "größere Ambitionen" als bei S04

Smeller, Samstag, 22.08.2020, 11:39 (vor 2237 Tagen) @ Smeller

Interessanter Zwiespalt bei der Frage, ob man im Amateurbereich anfängt oder sich eine Lizenz für den Profifußball erkauft. Auf der einen Seite kritisierte man RaBa für letzteres im Herrenfußball, auf der anderen Seite scheint ein Einstieg direkt im Profifußball der Frauen schon eher gewünscht zu sein. Zumindest habe ich schon häufiger gelesen, dass die Frauen sich erwarten, dass der BVB für mehr Interesse sorgen könnte und das geht halt nicht, wenn man als Thekenmannschaft loslegt.

Der Unterschied ist halt, dass in dem einen Fall die Bedeutung/Beliebtheit des Sports für Marketingzwecke genutzt wird, um finanziellen Profit zu machen und in dem anderen Fall die Bedeutung/Beliebtheit des Sports durch das entsprechende Engagement überhaupt erst einmal gefördert/entwickelt werden soll, ohne dass dabei große finanzielle Gewinne eine Rolle spielen...

Magull hofft beim BVB auf "größere Ambitionen" als bei S04

Thomas, Dortmund, Samstag, 22.08.2020, 11:51 (vor 2237 Tagen) @ Djerun

Der Unterschied ist halt,

nur wird, wenn es soweit ist, der Fußball-Stammtisch nicht auf diesen Unterscheid schauen. Es wird ein schmaler Grad werden, das Engagement des BVB in dieser Sache schrittweise und behutsam aufzubauen, um diese Mühlen nicht zu bedienen.

Magull hofft beim BVB auf "größere Ambitionen" als bei S04

pactum Trotmundense, Syburg, Samstag, 22.08.2020, 15:23 (vor 2237 Tagen) @ Thomas

Ganz ehrlich? Die Typen an die ich bei dem Wort "Fußball-Stammtisch" denke, sind es gar nicht wert, dass man sich auf deren von Springer, DSF und Sky geprägten Argumentationsgerüst begibt.

Ich war auch immer gegen ein Engagement des BVB im Frauen-Fußball, weil ich die Parallelen zum Einkauf durch Investoren, aber auch die Verdrängung von Traditionsteams nicht wollte. Aber in den letzte Monaten, als die Überlegungen des BVB immer konkreter wurden, habe ich mich viel mit Frauen unterhalten, die mit dem Frauen-Fußball verbunden sind. Seien es Spielerinnen, Trainerinnen oder einfach nur Mütter von Spielerinnen oder Betreuerinnen und anderweitig engagierte Frauen. Frauen betrachten die Zustände im Frauen-Fußball ganz anders und sie sehen die Problematiken, die ich hatte, nicht. Daher bin ich auf Seiten der Frauen, die einen BVB in der Bundesliga der Frauen sehen wollen.

Meine männliche Sichtweise und vor allen Dingen meine vom professionellen Männer-Fußball geprägte Fansicht stelle ich da schlichtweg hinten an. Frauen sollten über den von ihnen betriebenen Sport selbst entscheiden. Wenn die Frauen z.B. ausdrücklich so etwas wie RaBa wollen, dann habe ich nicht einmal ein Probleme mit der Existenz von RaBa dort.

Meiner persönlichen Meinung nach, sollten Frauen ihr Ding selbst machen und wir Männer einfach komplett heraus halten. Wenn es bei der JHV zu einer Abstimmung kommt, werde ich jedenfalls aufgrund meiner oben erwähnten Erfahrungen und Eindrücke für die Einrichtung einer Frauen-Mannschaft stimmen und auch, falls es Optionen zur Abstimmungen gibt, für die Variante, die einen möglichst hohen Einstieg ins Ligensystem ermöglicht.

Magull hofft beim BVB auf "größere Ambitionen" als bei S04

Nietzsche, Samstag, 22.08.2020, 16:47 (vor 2236 Tagen) @ pactum Trotmundense

Frauen sollten über den von ihnen betriebenen Sport selbst entscheiden.

Nur mal als Gedankenanstoß: Dürfen Männer dann auch über ihren Männersport entscheiden?

Magull hofft beim BVB auf "größere Ambitionen" als bei S04

pactum Trotmundense, Syburg, Samstag, 22.08.2020, 17:43 (vor 2236 Tagen) @ Nietzsche

Frauen sollten über den von ihnen betriebenen Sport selbst entscheiden.


Nur mal als Gedankenanstoß: Dürfen Männer dann auch über ihren Männersport entscheiden?

Ist dem nicht so? Hast du das Gefühl der Männer-Fußball wird von Frauen und ihren Ansichten dominiert?

Magull hofft beim BVB auf "größere Ambitionen" als bei S04

Nietzsche, Samstag, 22.08.2020, 17:51 (vor 2236 Tagen) @ pactum Trotmundense

Frauen sollten über den von ihnen betriebenen Sport selbst entscheiden.


Nur mal als Gedankenanstoß: Dürfen Männer dann auch über ihren Männersport entscheiden?


Ist dem nicht so? Hast du das Gefühl der Männer-Fußball wird von Frauen und ihren Ansichten dominiert?

Nein. Aber ich habe habe noch nicht mitbekommen, dass man den Frauen gesagt hätte, sie sollten sich raushalten. Fänd ich auch falsch.
Genauso falsch, wie Männern zu sagen, sie sollten sich nicht zum Frauensport äußern.
Es sollte in beiden Fällen gleich gehandhabt werden.

Magull hofft beim BVB auf "größere Ambitionen" als bei S04

majae, Muc, Samstag, 22.08.2020, 17:43 (vor 2236 Tagen) @ Nietzsche

Nur mal als Gedankenanstoß: Dürfen Männer dann auch über ihren Männersport entscheiden?

Braucht es zum Abzählen der Frauen, die irgendetwas im Männerfußball entscheiden, mehr als eine Hand?

Magull hofft beim BVB auf "größere Ambitionen" als bei S04

ooohflupptnicht, Rüttenscheid - Gute Zeit, Samstag, 22.08.2020, 17:53 (vor 2236 Tagen) @ majae

Unterschätze nicht die Macht der Ethik-Chefin der FIFA! Da zittern alle Fußball-Granden vor.

;-)

Magull hofft beim BVB auf "größere Ambitionen" als bei S04

Nietzsche, Samstag, 22.08.2020, 17:45 (vor 2236 Tagen) @ majae

Nur mal als Gedankenanstoß: Dürfen Männer dann auch über ihren Männersport entscheiden?


Braucht es zum Abzählen der Frauen, die irgendetwas im Männerfußball entscheiden, mehr als eine Hand?

Darum geht es nicht.

Stell Dir vor, ein Mann würde den Frauen sagen, sie sollten sich aus dem Männersport raushalten. Was dann los wäre.

Auf der anderen Seite ist es völlig in Ordnung, Männern zu sagen, sie sollten bezüglich des Frauensports mal die Klappe halten.

Ich finde die Asymmetrie nicht in Ordnung, das ist alles.

Magull hofft beim BVB auf "größere Ambitionen" als bei S04

Schnippelbohne, Bauernland, Samstag, 22.08.2020, 19:23 (vor 2236 Tagen) @ Nietzsche

Ich glaube, es geht eher um Kräfteverhältnisse. Wenn man eine Minderheit in einem gesellschaftlichen Bereich fördern will, dann fragt man in der Regel diese Minderheit, was man besser machen kann und nicht die Mehrheit, welche keinerlei Benachteiligung erfährt. Von daher finde ich den Gedanken, dass zunächst die Wünsche der Frauen zählen sollten, nachvollziehbar.

Magull hofft beim BVB auf "größere Ambitionen" als bei S04

Nietzsche, Samstag, 22.08.2020, 19:43 (vor 2236 Tagen) @ Schnippelbohne

Ich glaube, es geht eher um Kräfteverhältnisse. Wenn man eine Minderheit in einem gesellschaftlichen Bereich fördern will, dann fragt man in der Regel diese Minderheit, was man besser machen kann und nicht die Mehrheit, welche keinerlei Benachteiligung erfährt. Von daher finde ich den Gedanken, dass zunächst die Wünsche der Frauen zählen sollten, nachvollziehbar.

Auf jeden Fall sollte man die Betroffenen fragen! Aber daraus ergibt sich ja nicht automatisch, dass alle anderen sich nicht äußern dürfen.

Und im speziellen Fall professioneller Frauenfußball ist das Ziel ja auch, möglichst viele Interessierte zu gewinnen. Es sollen ja alle Geschlechter zusehen und Fans werden usw.
Das allein spricht doch dafür, dass auch alle ihre Meinung sagen dürfen.

Wenn von vornherein Männer ausgeschlossen und ihre Meinungen als problematisch angesehen werden, wird es vermutlich ziemlich schwierig, viele Männer für Frauenfußball zu begeistern.

Magull hofft beim BVB auf "größere Ambitionen" als bei S04

Schnippelbohne, Bauernland, Samstag, 22.08.2020, 20:31 (vor 2236 Tagen) @ Nietzsche

Da widerspreche ich dir absolut nicht. Natürlich sollten Männer zum Thema auch eine Meinung haben und sich äußern dürfen. Es ist aber so, dass die Männer in dieser Branche in der absoluten Mehrheit sind und man daher aufpassen muss, dass nicht die „falsche“ Meinung, nämlich die der nicht Betroffenen, dominiert. Insofern würde ich auch vor allem die Frauen fragen und mich im Zweifel an deren Antworten orientieren.

Magull hofft beim BVB auf "größere Ambitionen" als bei S04

tim86, Hamburg, Samstag, 22.08.2020, 20:45 (vor 2236 Tagen) @ Schnippelbohne

Aber die Männer sind doch automatisch betroffen, wenn der Frauenfußball nicht komplett autark im Verein sein will.

Sobald die Frauenabteilung aber durch finanziellen Mittel des Vereins oder der KGaA unterstützt wird(selbst wenn nur zu beginn) oder die Infrastruktur(sei es Training, die medizinisch Abteilung oder auch nur Hilfe bei der Sponsoren Gewinnung) mit benutzt, sind automatisch die Männerbereiche mit betroffen.

Sicherlich nicht so stark, wie die Frauen selbst. Deswegen sollte man ihnen auch zuhören. Aber am Rand sind die Männer eben auch betroffen und haben deswegen ein Mitspracherecht.

Magull hofft beim BVB auf "größere Ambitionen" als bei S04

Schnippelbohne, Bauernland, Samstag, 22.08.2020, 20:49 (vor 2236 Tagen) @ tim86

Aber die Männer sind doch automatisch betroffen, wenn der Frauenfußball nicht komplett autark im Verein sein will.

Sobald die Frauenabteilung aber durch finanziellen Mittel des Vereins unterstützt wird(selbst wenn nur zu beginn) oder die Infrastruktur(sei es Training, die medizinisch Abteilung oder auch nur hilfe bei der Sponsoren gewinnung) mit benutzt, sind automatisch die Männerbereiche mit betroffen.

Ja. Und? Die Infrastruktur ist schon vorhanden. Sie durch die Frauen mit nutzen zu lassen, dürfte keine großen Zusatzkosten verursachen. Ich glaube nicht, dass deshalb auch nur ein Mann auf Trainingszeiten oder Massagen verzichten muss. Und im Übrigen darf man (Frau) vom BVB hier durchaus ein finanzielles Engagement erwarten. Die Einnahmen des BVB kommen ja mittlerweile auch zu einem nicht unerheblichen Anteil von weiblichen Fans.

Magull hofft beim BVB auf "größere Ambitionen" als bei S04

tim86, Hamburg, Samstag, 22.08.2020, 21:13 (vor 2236 Tagen) @ Schnippelbohne

Ja. Und? Die Infrastruktur ist schon vorhanden. Sie durch die Frauen mit nutzen zu lassen, dürfte keine großen Zusatzkosten verursachen. Ich glaube nicht, dass deshalb auch nur ein Mann auf Trainingszeiten oder Massagen verzichten muss. Und im Übrigen darf man (Frau) vom BVB hier durchaus ein finanzielles Engagement erwarten. Die Einnahmen des BVB kommen ja mittlerweile auch zu einem nicht unerheblichen Anteil von weiblichen Fans.


Infrastruktur ist aber immer begrenzt. Kapazitäten die, die Frauenteams beansprucht können dann nicht von den Männerteams(inkl. Jugend) benutzt werden.

Sollte dies tatsächlich ohne Erweiterung der Kapazitäten möglich sein ohne das jemand zurück stecken muss, würde dies bedeuten, dass beim BVB unwirtschaftlich geplant wurde und man seit Jahren Geld in eine extrem überdimensionierte Infrastruktur versengt hat. Da würde ich nicht dran glauben.

Will man also keine Auswirkungen, müssten sich die Frauenmannschaft mit den Zeiten begnügen wo Kapazitäten frei sind. Aber selbst wenn man die Frauen benachteiligen würde in der Terminvergabe, müssten sie immer noch mit kurzfristigen Absagen rechnen. Weil z.B. nach ein harten Training mehr Spieler gerade den Physio brauchen als erwartet, oder der ursprünglich freie Platz gerade für ein kurzfristigen angesetztes Sondertraining benötigt wird.
Das halte ich für sehr unrealistisch.

Ich sage auch nicht, dass man es den Frauen, wenn wir ein Team haben nicht zugestehen sollte die Infrastruktur mit zu benutzen(und dann eben zu erweitern). Aber man sollte sich bewusst sein, dass Entscheidungen selten im Vakuum getroffen werden und eigentlich indirekt immer weit mehr Gruppen betroffen sind, als man auf den ersten Blick denkt.

Die weiblichen Fans, sind übrigens Fans des Herrenteams. Und wollen nicht automatisch eine Unterstützung eines Frauenteams. Zumindest von den weiblichen Fans die ich kenne, guckt keiner freiwillig Frauenfußball.

Magull hofft beim BVB auf "größere Ambitionen" als bei S04

majae, Muc, Samstag, 22.08.2020, 19:13 (vor 2236 Tagen) @ Nietzsche

Braucht es zum Abzählen der Frauen, die irgendetwas im Männerfußball entscheiden, mehr als eine Hand?


Darum geht es nicht.

Natürlich geht es darum. Frauen können sagen, dass sich Männer aus Frauenfußball raushalten sollen. Männer brauchen das gar nicht sagen, sie dominieren den Fußball bereits zu 100%. Ist das gleiche wie mit "White Lives Matters" (will dich damit aber explizit nicht in diese Ecke stellen).

Stell Dir vor, ein Mann würde den Frauen sagen, sie sollten sich aus dem Männersport raushalten. Was dann los wäre.

Du meinst, wie als doch tatsächlich eine Frau ein Männerfußballspiel kommentiert hat? Oder sich gar erdreistete, eines als Schiedsrichterin zu leiten? Stimmt, das wurde völlig verständnisvoll von jedem einzelnen Mann akzeptiert.

Magull hofft beim BVB auf "größere Ambitionen" als bei S04

Nietzsche, Samstag, 22.08.2020, 19:17 (vor 2236 Tagen) @ majae

Braucht es zum Abzählen der Frauen, die irgendetwas im Männerfußball entscheiden, mehr als eine Hand?


Darum geht es nicht.


Natürlich geht es darum. Frauen können sagen, dass sich Männer aus Frauenfußball raushalten sollen. Männer brauchen das gar nicht sagen, sie dominieren den Fußball bereits zu 100%. Ist das gleiche wie mit "White Lives Matters" (will dich damit aber explizit nicht in diese Ecke stellen).

Ja aber wenn Du es falsch findest, dass Frauen rausgedrängt werden (und das sehen wir genau gleich!), dann sollte man das doch abstellen, oder?
Du kannst doch nicht sowas falsch finden und dann genau das Gleiche andersrum machen und es richtig finden.
Wie macht das denn die Sache insgesmt besser?

Stell Dir vor, ein Mann würde den Frauen sagen, sie sollten sich aus dem Männersport raushalten. Was dann los wäre.


Du meinst, wie als doch tatsächlich eine Frau ein Männerfußballspiel kommentiert hat? Oder sich gar erdreistete, eines als Schiedsrichterin zu leiten? Stimmt, das wurde völlig verständnisvoll von jedem einzelnen Mann akzeptiert.

Und wie Du sehr gut zeigst, gibt es eine Menge Gegenwind für die Blödiane, die sich da falsch verhalten haben. Völlig zurecht!
Aber wenn jemand genau so ein Verhalten andersherum vorschlägt, gibt es plötzlich Applaus. Das macht doch nichts besser.

Das andere Geschlecht rauszudrängen und ihm die Mitsprache zu verweigern, ist einfach kacke. In jede Richtung. Oder?

Magull hofft beim BVB auf "größere Ambitionen" als bei S04

pactum Trotmundense, Syburg, Samstag, 22.08.2020, 18:05 (vor 2236 Tagen) @ Nietzsche

Stell Dir vor, ein Mann würde den Frauen sagen, sie sollten sich aus dem Männersport raushalten. Was dann los wäre.

Das brauchen sie gar nicht sagen. Das ist aktives Handeln.

Auf der anderen Seite ist es völlig in Ordnung, Männern zu sagen, sie sollten bezüglich des Frauensports mal die Klappe halten.

Ja, das ist völlig in Ordnung, weil es eben leider normal ist, dass Männer den Frauen aufdiktieren wie sie ihren Scheiß zu regeln haben.

Ich finde die Asymmetrie nicht in Ordnung, das ist alles.

Ich finde die Asymmetrie auch nicht in Ordnung. Sie ist nur eben genau nicht so wie du sie darstellst. Du hast mal eben die Realität um 180 Grad verkehrt. Finde ich, ehrlich gesagt, unlässig.

Magull hofft beim BVB auf "größere Ambitionen" als bei S04

Nietzsche, Samstag, 22.08.2020, 19:07 (vor 2236 Tagen) @ pactum Trotmundense

Stell Dir vor, ein Mann würde den Frauen sagen, sie sollten sich aus dem Männersport raushalten. Was dann los wäre.


Das brauchen sie gar nicht sagen. Das ist aktives Handeln.

Auf der anderen Seite ist es völlig in Ordnung, Männern zu sagen, sie sollten bezüglich des Frauensports mal die Klappe halten.


Ja, das ist völlig in Ordnung, weil es eben leider normal ist, dass Männer den Frauen aufdiktieren wie sie ihren Scheiß zu regeln haben.

Ich finde die Asymmetrie nicht in Ordnung, das ist alles.


Ich finde die Asymmetrie auch nicht in Ordnung. Sie ist nur eben genau nicht so wie du sie darstellst. Du hast mal eben die Realität um 180 Grad verkehrt. Finde ich, ehrlich gesagt, unlässig.

Das sind aber sehr seltsame Aussagen. Ich fasse mal zusammen:
1. Männer verweigern Frauen die Mitsprache beim Männerfußball. Das findest Du nicht in Ordnung.
2. Frauen sollten Männern die Mitsprache beim Frauenfußball verbieten. Das findest Du ok, weil die Männer sonst die Frauen unterdrücken.

Ich stimme beidem nicht zu. Aber nehmen wir an, der erste Satz wäre wahr. Dann beseitigst Du die Ungerechtigkeit doch nicht dadurch, dass Du an anderer Stelle genau die gleiche Ungerechtigkeit erzeugst.
Die Lösung ist, die bestehende Ungerechtigkeit zu beseitigen.

Der zweite Satz ist noch problematischer. Wie kommst Du denn zu so einem Frauenbild? Wie kannst Du Frauen generell absprechen, für ihre Belange einstehen zu können?

Das sind wirklich sehr seltsame Ansichten. Und nein, ich kann Dir da nicht im Geringsten zustimmen.

Magull hofft beim BVB auf "größere Ambitionen" als bei S04

markus, Samstag, 22.08.2020, 20:24 (vor 2236 Tagen) @ Nietzsche

Stell Dir vor, ein Mann würde den Frauen sagen, sie sollten sich aus dem Männersport raushalten. Was dann los wäre.


Das brauchen sie gar nicht sagen. Das ist aktives Handeln.

Auf der anderen Seite ist es völlig in Ordnung, Männern zu sagen, sie sollten bezüglich des Frauensports mal die Klappe halten.


Ja, das ist völlig in Ordnung, weil es eben leider normal ist, dass Männer den Frauen aufdiktieren wie sie ihren Scheiß zu regeln haben.

Ich finde die Asymmetrie nicht in Ordnung, das ist alles.


Ich finde die Asymmetrie auch nicht in Ordnung. Sie ist nur eben genau nicht so wie du sie darstellst. Du hast mal eben die Realität um 180 Grad verkehrt. Finde ich, ehrlich gesagt, unlässig.


Das sind aber sehr seltsame Aussagen. Ich fasse mal zusammen:
1. Männer verweigern Frauen die Mitsprache beim Männerfußball. Das findest Du nicht in Ordnung.
2. Frauen sollten Männern die Mitsprache beim Frauenfußball verbieten. Das findest Du ok, weil die Männer sonst die Frauen unterdrücken.

Ich stimme beidem nicht zu. Aber nehmen wir an, der erste Satz wäre wahr. Dann beseitigst Du die Ungerechtigkeit doch nicht dadurch, dass Du an anderer Stelle genau die gleiche Ungerechtigkeit erzeugst.
Die Lösung ist, die bestehende Ungerechtigkeit zu beseitigen.

Der zweite Satz ist noch problematischer. Wie kommst Du denn zu so einem Frauenbild? Wie kannst Du Frauen generell absprechen, für ihre Belange einstehen zu können?

Das sind wirklich sehr seltsame Ansichten. Und nein, ich kann Dir da nicht im Geringsten zustimmen.

Das was du schreibst stimmt. Es ist in beiden Fällen Geschlechterdiskriminerung, wenn das jeweils andere Geschlecht nicht an der Abstimmung teilnehmen dürfte. Diskriminierung gibt es nicht nur gegen Minderheiten. Jede Benachteiligung aufgrund des Geschlechts ist eine Diskrimierung. Gerade bei demokratischen Abstimmungen wäre es ziemlich mittelalterlich, ein bestimmtes Geschlecht vom Wahlrecht auszuschließen.

Die Mitgliederversammlung trifft Ihre Entscheidungen per Mehrheitsbeschluss. An der Abstimmung können alle anwesenden Mitglieder unabhängig von ihrem Geschlecht teilnehmen. Dabei ist jedes Mitglied frei in seiner Entscheidung. Die Tatsache, dass es beim BVB mehr männliche als weibliche Mitglieder gibt und Männer in der Versammlung in der Überzahl sind, ändert daran nichts. Würden alle anwesenden Männer nicht an der Beschlussfassung teilnehmen, wäre die Versammlung zudem sehr wahrscheinlich gar nicht beschlussfähig. Dann gibt es nämlich keine Mehrheitsentscheidung.

Weder ist der Männerfußball ein Männer-Ding, noch ist der Frauenfußball ein Frauen-Ding. So zu denken ist schon verkehrt.

Das weiter oben genannte Argument „wir müssen auf die Spieler, Trainer, Funktionäre hören, die wollen das so“ ist auch nicht zielführend. Nicht die jeweiligen Angestellten sind der Verein, sondern die Mitglieder. Die Interessen der Angestellten können ganz andere sein als die der Mitglieder. Das erleben wir doch im Männerfußball regelmäßig. Wer als Mitglied einfach nur darauf hört, was ein Angestellter will und nicht selbst nachdenkt, macht auch grundlegend etwas verkehrt.

Magull hofft beim BVB auf "größere Ambitionen" als bei S04

ooohflupptnicht, Rüttenscheid - Gute Zeit, Samstag, 22.08.2020, 15:47 (vor 2237 Tagen) @ pactum Trotmundense

Ich sehe das anders. Mir ist egal, was eine Spielerin des FC Bayern sich wünscht. Oder eine des FC Tüdelütt. Oder sonsteine Frau. Oder Mann.

Was mir gar nicht egal ist, ist was die Mitglieder meines Vereins sich wünschen. Wenn das Interesse an einer Frauenfußball-Abteilung besteht, bin ich definitiv für eine Gründung. Soll es eine Breitensportabteilung für lokale Mädels sein, haben sie ebenso meine Unterstützung wie bei Verfolgung von ambitionierten Zielen mit Endziel 1. Liga/CL.

In letzterem Fall hätte ich aber definitiv Probleme mit einem Lizenzkauf wie Makranstädt. Denn dies würde mMn den Vereinsinteressen zuwiderlaufen, sich gegen solche Konstrukte zu erwehren.

Es ist nicht meine Aufgabe oder die meines Vereins die Wünsche externer Menschen zu bedienen. Kann ja sein, dass sich viele Frauen eine Kopie der Männerbundesliga wünschen (warum eigentlich, so geldgeil?) und dafür alle moralischen Grundsätze über Bord zu werfen bereit sind, aber das muss man ja nicht gut finden.

Wie gesagt, wenn es eine BVB-Frauenmannschaft sportlich in die 1. Liga schafft, freut mich das ungemein und hat meine Unterstützung. Aber nicht, wenn mam sich zum Arschlochverein macht, dann lieber gar keinen Frauenfußball beim BVB und Essen, Duisburg oder nen unterklassigen Dortmunder Verein unterstützen. Besser wird der Fußball nicht, nur weil er in schwattgelb gespielt wird, höchstens schöner, aber das gilt dann wahrscheinlich als sexistisch ;-)

Magull hofft beim BVB auf "größere Ambitionen" als bei S04

pactum Trotmundense, Syburg, Samstag, 22.08.2020, 16:18 (vor 2237 Tagen) @ ooohflupptnicht

Ich sehe das anders. Mir ist egal, was eine Spielerin des FC Bayern sich wünscht. Oder eine des FC Tüdelütt. Oder sonsteine Frau. Oder Mann.

Das ist schade, denn so wie du es da geschrieben hast, ist es einfach nur eine egomanische Aussage. Dich interessieren Andere nicht, nur deine eigene Sichtweise.

Was mir gar nicht egal ist, ist was die Mitglieder meines Vereins sich wünschen. Wenn das Interesse an einer Frauenfußball-Abteilung besteht, bin ich definitiv für eine Gründung. Soll es eine Breitensportabteilung für lokale Mädels sein, haben sie ebenso meine Unterstützung wie bei Verfolgung von ambitionierten Zielen mit Endziel 1. Liga/CL.

Mal abgesehen davon, dass sich unser Verein auch in einem gesellschaftlichen Gesamtkontext bewegt, den es als Mitglied auch stets zu berücksichtigen gilt, widerspricht deine Aussage meiner nicht. Ich meine, dass der männliche Teil der Mitglieder in dem Punkt dem weiblichen Teil der Mitgliedschaft folgen sollten.

In letzterem Fall hätte ich aber definitiv Probleme mit einem Lizenzkauf wie Makranstädt. Denn dies würde mMn den Vereinsinteressen zuwiderlaufen, sich gegen solche Konstrukte zu erwehren.

Das ist genau das, was ich früher auch so gesehen habe. Inzwischen habe ich jedoch gelernt, dass ich schlichtweg die Eigenheiten und das sportliche Umfeld, in dem sich der Frauen-Fußball bewegt, missachtet habe.

Es ist nicht meine Aufgabe oder die meines Vereins die Wünsche externer Menschen zu bedienen. Kann ja sein, dass sich viele Frauen eine Kopie der Männerbundesliga wünschen (warum eigentlich, so geldgeil?) und dafür alle moralischen Grundsätze über Bord zu werfen bereit sind, aber das muss man ja nicht gut finden.

Typisch männliche Argumentation. Sorry. Du setzt deine Maßstäbe für den Männer-Fußball an den Frauen-Fußball an und dir ist es egal ob Frauen nicht einfach für sich einen eigenen Weg wollen. Vielleicht sogar einen, den du ablehnst, aber den Frauen gefällt.

Wie gesagt, wenn es eine BVB-Frauenmannschaft sportlich in die 1. Liga schafft, freut mich das ungemein und hat meine Unterstützung. Aber nicht, wenn mam sich zum Arschlochverein macht, dann lieber gar keinen Frauenfußball beim BVB und Essen, Duisburg oder nen unterklassigen Dortmunder Verein unterstützen.

Nur, dass die Frauen-Fußballwelt (nicht identisch mit weiblichen Fußballfans im Männerfußball) den BVB eher als Arschlochverein betrachtet, weil er sich jahrelang dagegen sträubte eine Mannschaft in die Bundesliga zu packen.

Besser wird der Fußball nicht, nur weil er in schwattgelb gespielt wird, höchstens schöner, aber das gilt dann wahrscheinlich als sexistisch ;-)

Jo, gilt es. Zurecht, da rein auf die Optik der Spielerinnen angespielt wird. Aber deine unterschwellige Behauptung im Subtext deines vierten Absatzes, es ginge den Frauen rein ums Geld, hat den Weg deiner Gedankengänge im Hinblick auf Sexismus schon deutlich genug aufgezeigt.

Magull hofft beim BVB auf "größere Ambitionen" als bei S04

ooohflupptnicht, Rüttenscheid - Gute Zeit, Samstag, 22.08.2020, 17:04 (vor 2236 Tagen) @ pactum Trotmundense

Das ist schade, denn so wie du es da geschrieben hast, ist es einfach nur eine egomanische Aussage. Dich interessieren Andere nicht, nur deine eigene Sichtweise.

In letzter Konsequenz ja. Eigentlich wollte ich aber sagen, dass der BVB sich nicht von anderen vorschreiben lassen soll, wo er sich engagiert oder eben nicht. Das müssen wir als Verein selbst entscheiden.

Mal abgesehen davon, dass sich unser Verein auch in einem gesellschaftlichen Gesamtkontext bewegt, den es als Mitglied auch stets zu berücksichtigen gilt, widerspricht deine Aussage meiner nicht. Ich meine, dass der männliche Teil der Mitglieder in dem Punkt dem weiblichen Teil der Mitgliedschaft folgen sollten.

Ich bezweifele, dass es da große Diskrepanzen gäbe. Falls doch, wäre es aber eine Überlegung wert.

In letzterem Fall hätte ich aber definitiv Probleme mit einem Lizenzkauf wie Makranstädt. Denn dies würde mMn den Vereinsinteressen zuwiderlaufen, sich gegen solche Konstrukte zu erwehren.


Das ist genau das, was ich früher auch so gesehen habe. Inzwischen habe ich jedoch gelernt, dass ich schlichtweg die Eigenheiten und das sportliche Umfeld, in dem sich der Frauen-Fußball bewegt, missachtet habe.

Wäre das nicht ein Argument dafür, sich dem Frauenfußball komplett zu entziehen? Wenn man sich damit in ein Umfeld begibt, dass den eigenen Wertmaßstäben elementar widerspricht? Hatte ich so bisher nicht bedacht...

Es ist nicht meine Aufgabe oder die meines Vereins die Wünsche externer Menschen zu bedienen. Kann ja sein, dass sich viele Frauen eine Kopie der Männerbundesliga wünschen (warum eigentlich, so geldgeil?) und dafür alle moralischen Grundsätze über Bord zu werfen bereit sind, aber das muss man ja nicht gut finden.


Typisch männliche Argumentation. Sorry. Du setzt deine Maßstäbe für den Männer-Fußball an den Frauen-Fußball an und dir ist es egal ob Frauen nicht einfach für sich einen eigenen Weg wollen. Vielleicht sogar einen, den du ablehnst, aber den Frauen gefällt.

Natürlich. Ich habe meine Maßstäbe für das Handeln meines Vereins. Und die will ich sportart- und abteilungsübergreifend vertreten wissen. Das heißt nicht, dass MEINE Maßstäbe die für den Verein mit 150.000 Mitgliedern entscheidenden sind, aber für mich kann ich dann entscheiden, ob ich mich gut vertreten sehe oder nicht.

Wie gesagt, wenn es eine BVB-Frauenmannschaft sportlich in die 1. Liga schafft, freut mich das ungemein und hat meine Unterstützung. Aber nicht, wenn mam sich zum Arschlochverein macht, dann lieber gar keinen Frauenfußball beim BVB und Essen, Duisburg oder nen unterklassigen Dortmunder Verein unterstützen.


Nur, dass die Frauen-Fußballwelt (nicht identisch mit weiblichen Fußballfans im Männerfußball) den BVB eher als Arschlochverein betrachtet, weil er sich jahrelang dagegen sträubte eine Mannschaft in die Bundesliga zu packen.

Und genau diese "Frauenfußballwelt" ist mir ebenso egal wie die Schalker Fußballwelt oder Bayern-Fußballwelt, die uns auch als Arschlochverein sehen. Nur weil ANDERE erwarten, dass der BVB etwas tun sollte, sollte er es nicht tun. Außer WIR wollen das.

Besser wird der Fußball nicht, nur weil er in schwattgelb gespielt wird, höchstens schöner, aber das gilt dann wahrscheinlich als sexistisch ;-)


Jo, gilt es. Zurecht, da rein auf die Optik der Spielerinnen angespielt wird.

Du hast den Gag nicht verstanden. Ich habe auf die Farbe der Textilien abgestellt (schwarzgelb statt z.b. grünweiß bei Wolfsburg) und nicht auf die Optik der Protagonisten. Gehöre nicht zu der Fraktion, die billige Witze übers "Wadengucken" macht. Aber gut, hatte es erwartet, daher vorab die "Bewertung"...

Aber deine unterschwellige Behauptung im Subtext deines vierten Absatzes, es ginge den Frauen rein ums Geld, hat den Weg deiner Gedankengänge im Hinblick auf Sexismus schon deutlich genug aufgezeigt.

Was war denn daran unterschwellig? :-)
Jetzt mal ganz konkret, was genau ist der Vorteil eines BVB anstelle von Duisburg in der Bundesliga? Erfolg und Professionalität sind ja schon da, wie das regelmäßig gute Abschneiden von Bayern+Wolfsburg in der CL zeigt.

Das einzige Argument, das ich regelmäßig lese, ist mehr "Aufmerksamkeit". Das ist nach meiner Lesart nichts anderes als mehr TV/Werbung also Geld. Ist ja auch ok, aber dann kann man auch dazu stehen. Was das mit Sexismus zu tun hat, verstehe ich tatsächlich nicht. Unterstelle der Interessengruppe nichts anderes als ihren männlichen Kollegen.

Magull hofft beim BVB auf "größere Ambitionen" als bei S04

pactum Trotmundense, Syburg, Samstag, 22.08.2020, 17:42 (vor 2236 Tagen) @ ooohflupptnicht

In letzter Konsequenz ja. Eigentlich wollte ich aber sagen, dass der BVB sich nicht von anderen vorschreiben lassen soll, wo er sich engagiert oder eben nicht. Das müssen wir als Verein selbst entscheiden.

Man lässt sich nichts vorschreiben. Es ist doch durchaus legitim, dass der zweitgrößte Fußballclub in Deutschland sich seiner daraus resultierenden gesamtgesellschaftlichen Verantwortung bewusst ist.

Ich bezweifele, dass es da große Diskrepanzen gäbe. Falls doch, wäre es aber eine Überlegung wert.

Ich habe da, wie erwähnt, auch nie eine Diskrepanz gesehen, bis ich mich dann eben ganz bewusst mit dem Thema aus Sicht der im Frauen-Fußball involvierten Frauen auseinander gesetzt habe. Das war für mich auch interessant, weil es mir eine Lebenslüge bewusst machte. Ich dachte immer, ich wäre ein Mann, der kein Problem mit Gleichberechtigung hat und Frauen als gleichwertig respektiert. Letztlich habe ich an Frauen und ihre Sichtweisen dann aber doch nur meine männlich geprägten Sichtweisen angelegt.

Wäre das nicht ein Argument dafür, sich dem Frauenfußball komplett zu entziehen? Wenn man sich damit in ein Umfeld begibt, dass den eigenen Wertmaßstäben elementar widerspricht? Hatte ich so bisher nicht bedacht...

Nein. Statt sich anderer Sichtweisen zu entziehen, sollte man sie akzeptieren und wo möglich inkludieren. Ich bin inzwischen sogar explizit dafür, dass wir die Frauen nicht meiden sollten, weil uns ihr System nicht gefällt, sondern dieses System für sie so lange mittragen sollten wie sie es selbst so wollen. Lassen wir die Frauen ihr Ding machen und unterstützen sie aktiv dabei. So wie sie uns immer unterstützen.

Natürlich. Ich habe meine Maßstäbe für das Handeln meines Vereins. Und die will ich sportart- und abteilungsübergreifend vertreten wissen. Das heißt nicht, dass MEINE Maßstäbe die für den Verein mit 150.000 Mitgliedern entscheidenden sind, aber für mich kann ich dann entscheiden, ob ich mich gut vertreten sehe oder nicht.

Das ist doch auch richtig so, war aber nicht der Punkt, den ich meinte. Es ist kein Widerspruch und die Werte verändern sich doch auch nicht. Die "Regeln", so will ich es mal nennen, nach dem der Sport funktioniert, ist im Frauen-Fußball anders. So wie es auch im Handball und Tischtennis anders abgeht. Das muss man immer berücksichtigen. Was im Männer-Profifußball richtig ist, muss es nicht im Handball oder Frauen-Fußball sein. Der Kontext indem man sich bewegt, sollte schon bedacht werden.

Und genau diese "Frauenfußballwelt" ist mir ebenso egal wie die Schalker Fußballwelt oder Bayern-Fußballwelt, die uns auch als Arschlochverein sehen. Nur weil ANDERE erwarten, dass der BVB etwas tun sollte, sollte er es nicht tun. Außer WIR wollen das.

Wenn dir diese Frauenfußballwelt so egal ist, warum fasst es dich dann so an? Warum willst du dann deine Sichtweise dort umgesetzt sehen? Meiner Meinung nach sollten die, die es betrifft die Marschrichtung vorgeben.

Ich bin z.B. ein Fan von Baseball und Unterstützungsmitglied bei den Dortmund Wanderers. Der Baseball tickt in Deutschland komplett anders als z.B. in den Staaten und er tickt erst recht anders als der Fußball. Wenn sich die Wanderers z.B. dem BVB anschließen würden und eine Abteilung des Vereins wären, könnte ich an diese Abteilung definitiv nicht meine Werte anlegen, die ich an die GmbH & Co. KGaA anlege.

Btw: die Wanderers spielen morgen einen Double-Header. Zuschauer sind zugelassen. Wer das hier liest: herzlich Willkommen und viel Spaß bei Bundesliga-Baseball!

Du hast den Gag nicht verstanden. Ich habe auf die Farbe der Textilien abgestellt (schwarzgelb statt z.b. grünweiß bei Wolfsburg) und nicht auf die Optik der Protagonisten. Gehöre nicht zu der Fraktion, die billige Witze übers "Wadengucken" macht. Aber gut, hatte es erwartet, daher vorab die "Bewertung"...

Okay, das verstehe ich. Du musst aber auch zugeben, dass man bei all den billigen Sprüchen zum Frauen-Fußball, Stichwort Trikottausch, bei solchen Sätzen gar nicht mehr anders kann, als diese Assoziation zu ziehen. Dafür hat man den sexistischen Mist einfach viel zu oft gehört.

Jetzt mal ganz konkret, was genau ist der Vorteil eines BVB anstelle von Duisburg in der Bundesliga? Erfolg und Professionalität sind ja schon da, wie das regelmäßig gute Abschneiden von Bayern+Wolfsburg in der CL zeigt.

Der BVB hat eine ganz andere Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit und bei Sponsoren als es Duisburg hat. Über die finanzielle Potenz brauchen wir auch gar nicht erst reden. Für den Gegenwert eines Stammspielers in unserem Männer-Kader kriegt man im Frauen-Fußball einen CL-Sieger. Aber mit dem ganzen drum und dran wie professionelle Ausbildung und Förderung, sowie dem Unterbau. Das kriegt Duisburg doch gar nicht geschultert. Aber der BVB bekommt das hin und nutzt damit effektiv der Qualität des deutschen Frauen-Fußballs.

Das einzige Argument, das ich regelmäßig lese, ist mehr "Aufmerksamkeit". Das ist nach meiner Lesart nichts anderes als mehr TV/Werbung also Geld. Ist ja auch ok, aber dann kann man auch dazu stehen. Was das mit Sexismus zu tun hat, verstehe ich tatsächlich nicht. Unterstelle der Interessengruppe nichts anderes als ihren männlichen Kollegen.

Ähm,... niemand bestreitet doch, dass es um Geld geht. Aufmerksamkeit generiert Einnahmen. Das ist doch allgemein bekannt und akzeptiert. Der von mir angesprochene Sexismus war deine Aussage es ginge um reine Geldgeilheit. Genau das Argument, was man Frauen immer in der Debatte um eine Frauenquote vorwirft. Dort ist das Schema immer: "ihr Frauen kriegt es selbst nicht gebacken, deswegen wollt ihr den Erfolg respektive das Geld der Männer einfach abzweigen, weil ihr nicht in der Lage seid euch selbst das aufzubauen und lieber den einfachen Weg geht, wofür dann einfach eine moralische Keule ausgepackt wird".

Magull hofft beim BVB auf "größere Ambitionen" als bei S04

ooohflupptnicht, Rüttenscheid - Gute Zeit, Samstag, 22.08.2020, 18:24 (vor 2236 Tagen) @ pactum Trotmundense

Man lässt sich nichts vorschreiben. Es ist doch durchaus legitim, dass der zweitgrößte Fußballclub in Deutschland sich seiner daraus resultierenden gesamtgesellschaftlichen Verantwortung bewusst ist.

Ich verstehe Deinen Punkt. Wir haben als Verein eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung und tragen diese mMn auch (siehe Auschwitzfahrten, Yad Vashem, etc.). Mit "Vorschreiben" meine ich, dass wir als Verein uns selbst entscheiden müssen, wo wir aktiv werden. Es gibt viele wichtige Anliegen, die wir uns zu eigen machen könnten. Ob eine weitere Professionalisierung des Frauenfußballs in Deutschland dazugehört, sollten mMn aber die Mitglieder des BVB entscheiden, nicht Außenstehende. Dass diese sich das wünschen, ist mir aber klar.

Ich habe da, wie erwähnt, auch nie eine Diskrepanz gesehen, bis ich mich dann eben ganz bewusst mit dem Thema aus Sicht der im Frauen-Fußball involvierten Frauen auseinander gesetzt habe. Das war für mich auch interessant, weil es mir eine Lebenslüge bewusst machte. Ich dachte immer, ich wäre ein Mann, der kein Problem mit Gleichberechtigung hat und Frauen als gleichwertig respektiert. Letztlich habe ich an Frauen und ihre Sichtweisen dann aber doch nur meine männlich geprägten Sichtweisen angelegt.

Diesen Erkenntnisgewinn habe ich so (noch) nicht.

Nein. Statt sich anderer Sichtweisen zu entziehen, sollte man sie akzeptieren und wo möglich inkludieren. Ich bin inzwischen sogar explizit dafür, dass wir die Frauen nicht meiden sollten, weil uns ihr System nicht gefällt, sondern dieses System für sie so lange mittragen sollten wie sie es selbst so wollen. Lassen wir die Frauen ihr Ding machen und unterstützen sie aktiv dabei. So wie sie uns immer unterstützen.

Ich denke, hier kommen wir nicht zusammen, wie gesagt nur was den Lizenzkauf angeht.

Wenn dir diese Frauenfußballwelt so egal ist, warum fasst es dich dann so an? Warum willst du dann deine Sichtweise dort umgesetzt sehen? Meiner Meinung nach sollten die, die es betrifft die Marschrichtung vorgeben.

Sie ist mir doch nur im Hinblick darauf egal, wie das Verhalten des BVB rezipiert wird. Ich mag Frauenfußball oberflächlich. Bin da "eine typische Anja und Tanja", sehe also gerne WM und EM oder Highlights wie Pokalfinale. Dieses Jahr war das der Frauen um Längen unterhaltsamer als das der Männer. Es eght mir doch gar nicht um eine "Geschlechter-Diskussion".

Aber wenn es darum geht, wie der BVB in eine neue Sportart (wenn man Frauenfußball so sehen möchte) einsteigt, ist das egal, ob ich den Sport mag oder nicht. Auch bei Gründung einer eSport-Abteilung, einer Männer-Handball oder Basketball (Männer- oder Frauenabteilung) hätte ich die gleichen Bauchschmerzen bei einem Lizenzkauf. Das ist eine grundsätzliche Abneigung gegen ein Rasenball-Verhalten. Wir haben ja ab und an mal Leute, die meinen, wir müssten uns am FC Barcelona orientieren und auch im Männer-Hand- und Basketball engagieren. Können ja gerne ne abteilung gründen und sich "hocharbeiten", aber die Lizenz vom z.B. klammen Handball-HSV kaufen fänd ich genauso doof.


Ich bin z.B. ein Fan von Baseball und Unterstützungsmitglied bei den Dortmund Wanderers. Der Baseball tickt in Deutschland komplett anders als z.B. in den Staaten und er tickt erst recht anders als der Fußball. Wenn sich die Wanderers z.B. dem BVB anschließen würden und eine Abteilung des Vereins wären, könnte ich an diese Abteilung definitiv nicht meine Werte anlegen, die ich an die GmbH & Co. KGaA anlege.

Btw: die Wanderers spielen morgen einen Double-Header. Zuschauer sind zugelassen. Wer das hier liest: herzlich Willkommen und viel Spaß bei Bundesliga-Baseball!

Okay, das verstehe ich. Du musst aber auch zugeben, dass man bei all den billigen Sprüchen zum Frauen-Fußball, Stichwort Trikottausch, bei solchen Sätzen gar nicht mehr anders kann, als diese Assoziation zu ziehen. Dafür hat man den sexistischen Mist einfach viel zu oft gehört.

Jepp, sehr unwitzig.

Jetzt mal ganz konkret, was genau ist der Vorteil eines BVB anstelle von Duisburg in der Bundesliga? Erfolg und Professionalität sind ja schon da, wie das regelmäßig gute Abschneiden von Bayern+Wolfsburg in der CL zeigt.


Der BVB hat eine ganz andere Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit und bei Sponsoren als es Duisburg hat. Über die finanzielle Potenz brauchen wir auch gar nicht erst reden. Für den Gegenwert eines Stammspielers in unserem Männer-Kader kriegt man im Frauen-Fußball einen CL-Sieger. Aber mit dem ganzen drum und dran wie professionelle Ausbildung und Förderung, sowie dem Unterbau. Das kriegt Duisburg doch gar nicht geschultert. Aber der BVB bekommt das hin und nutzt damit effektiv der Qualität des deutschen Frauen-Fußballs.

OK, ich denke in Wolfsburg und MUC wird das so sein, BVB wäre ein Verein mehr, wo es so läuft. Aber ein Gefälle gibt es bei Männern ja auch. Paderborn hat auch nicht unsere Möglichkeiten.


Ähm,... niemand bestreitet doch, dass es um Geld geht. Aufmerksamkeit generiert Einnahmen. Das ist doch allgemein bekannt und akzeptiert.

OK. Hab Dich falsch verstanden.

Der von mir angesprochene Sexismus war deine Aussage es ginge um reine Geldgeilheit.

Etwas überspitzt von mir, stimmt.

Genau das Argument, was man Frauen immer in der Debatte um eine Frauenquote vorwirft. Dort ist das Schema immer: "ihr Frauen kriegt es selbst nicht gebacken, deswegen wollt ihr den Erfolg respektive das Geld der Männer einfach abzweigen, weil ihr nicht in der Lage seid euch selbst das aufzubauen und lieber den einfachen Weg geht, wofür dann einfach eine moralische Keule ausgepackt wird".

Vorsicht, großes Diskussionspotential mit der Möglichkeit, dass gleich die AFD-Spacken mit einsteigen ;-)
Nur kurz: Halte Frauenförderung (punktuell auch mit Quoten) für nötig, weil Frauen strukturell Nachteile haben. Zeigte sich auch in der Corona-Zeit, als vor allem Frauen mit den häufig schlechter bezahlten Berufen zwecks Kinderbetreuung zu Hause blieben/zurück steckten. Ob Quote immer das richtige Instrument ist, ist glaube ich einen eigenen Thread wert :-)