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WAZ: Watzke in der BBC zu einem Verbleib von Jadon Sancho (BVB)

Chappi1991, Montag, 02.03.2020, 17:28 (vor 2385 Tagen) @ Sascha

In der WAZ gibt es einen Artikel, der sich auf ein Interview Watzkes mit der BBC stützt, indem er nicht nur angibt, dass man Sancho gerne halten und auch das Geld dafür haben würde, sondern dass er auch das Gefühl habe, dass Sancho gerne bleiben würde.

Klingt für mich tatsächlich so, als wenn es deutliche Signale seitens des Spielers geben würde, dass er bleibt. Was sportlich wirklich mega wäre. Ohne wirklich konkrete Hinweise wäre das allerdings in der Tat eine strategisch wirklich dumme Aussage.

Ich bin mal gespannt. Ich hatte ja letztens gesagt, dass ich mir gut vorstellen könnte, dass man mit Sancho verlängert. Weil ich davon ausgehe, dass mit den drei Maßnahmen Lagardere, Puma sowie 1&1 in der neuen Saison eine deutlicher Spielraum im Bereich der Gehälter entstehen könnte. Den man auch für ein Megagehalt von Sancho einsetzen könnte. Der Spieler wäre es auf allen Ebenen wert (sportlich, Außenwirkung, Wertsteigerung bei späterem Verkauf).

Was den Spieler angeht, sehe ich keinen Grund, warum er dringend gehen müsste. Wir wissen alle, wie solche Kaliber ticken. Aber wenn der BVB ähnlich zahlen würde, wie andere Große - aus sportlicher Sicht müsste er jetzt noch nicht wechseln, weil hier eine interessante Mannschaft entsteht. Wenn es zum Beispiel um ManUtd gehen sollte, da sehe aktuell keinen Grund aus sportlichen oder Titelgründen hinzugehen. Clubs wie Real Madrid laufen ihm nicht weg, wenn er noch ein, zwei Jahre wartet (bei Sahin war es wohl die einzige Chance). Hier wächst auf jeden Fall ein cooler Kader zusammen, mit dem etwas zu erreichen ist.

Sancho ist jetzt absolut reif für ein größeres Kaliber. Ich habe bei ihm aber noch nicht wirklich den Drang bemerkt, unbedingt gehen zu wollen. Ich kann mir auch genauso gut vorstellen, dass er die Geduld hat, hier noch weiter zu reifen. Gerade weil er weiß, wie gut er ist, muss er nichts überstürzen und sich in so eine Aktion wie mit Götze quatschen lassen ("jetzt oder nie"). Alles wie gesagt, immer unter der Prämisse, dass der BVB beim finanziellen halbwegs mit den Großen mitgeht. Der BVB hat hier einfach den Vorteil, dass er nur das halbe Paket stemmen muss, weil er als einziger Verein keine Ablöse zahlen muss.

Die andere Seite ist die, dass der BVB seit einigen Jahren seine Finanzplanung so umgestellt hat, dass das Unvermeidbare (lukrative Abgänge von Topspielern) mit eingepreist ist. Dass man mit den Ablösesummen auch rechnet und plant. Und hier war diese Saison schon ein kleines All-in-Jahr für den BVB (Ich kann an der Stelle schon verstehen, dass man im Club nicht so gut auf Favre zu sprechen ist, wie Phil ja schon andeutete. Da hat man mit der Spielweise vielleicht eine Meisterschaft verschenkt.). Ich wäre sehr gespannt, wie den weiteren Umbau des Kader finanzieren will, wenn man auf die große Ablöse verzichten würde. Klar, ein paar Mark nimmt man schon noch ein (für die Leihspieler z.B. oder für den einen oder anderen Abgang). Aber Stand jetzt verlassen uns Götze, Hakimi und vielleicht auch Piszczek ablösefrei.

Wenn man - auch um einen Sancho-Verbleib mit weiterer Kadersubstanz zu veredeln - aufrüsten wollte, bräuchte man dann eigentlich nochmal frisches Geld. Gerade jetzt hat man erstmals seit 15 Jahren (oder so) kein genehmigtes Kapital liegen. Wenn man diese Situation jetzt nutzen will, würde eine Kapitalerhöhung nicht so verkehrt. Ansonsten müsste man wohl doch mal wieder fremdfinanzieren. Oder nicht viel machen auf dem Transfermarkt.

Im Prinzip ist die Situation aber ideal. Man hat einen tollen Kader mit wirklichen Toptalenten zusammen, man hat neues Geld für den Personaletat frei und international sind wir wieder in einer Situation, in der es kaum einen gefestigten Favoritenkreis in der CL gibt (wie 2013 - als die Engländer schon abgebaut hatten, Real aber nicht so weit war). Es wäre die ideale Situation, den Club ein Stückchen weiter nach oben in der europäischen Hierarchie bringen zu können.


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