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Götzes Abschied im Sommer (BVB)

Karsten, Zürich, Mittwoch, 26.02.2020, 13:01 (vor 2389 Tagen) @ Nolte

Wobei das halt von Anfang an nur ein Märchen war. Sahin war zwei Jahre zuvor, Kagawa (okay, nicht aus der eigenen Jugend) ein Jahr zuvor gegangen. Es war realistisch betrachtet immer klar, dass Spieler, die bei uns zu ("Halb-")Stars würden, nicht alle lange blieben.

Sahin und Kagawa sind allerdings ins Ausland gewechselt. Götze, Lewandowski und Hummels waren hier hingegen Teil von etwas wirklich Grossem, zu dem auch gehörte, dass man dem eigentlichen Abo-Meister die lange Nase zeigen konnte, was diesen sichtlich in seinem Selbstverständnis kränkte.

Alle drei hätten wahrscheinlich zu fast jedem Verein auf der Welt wechseln können, gegangen sind sie aber zu den Bayern. Und damit haben sie gezeigt, wie weit weg der Fussball als Geschäft von den Empfindungen seiner Fans ist. Und wie wenig Mannschaft und Fans eine Einheit bilden, selbst wenn es sich noch so sehr danach anfühlt.

Klar, als Fan an sowas zu glauben, ist vielleicht auch einfach naiv. Und dennoch besteht Fussballfansein doch zu einem guten Teil genau aus diesen Sehnsüchten und Träumen. Der Götze-Wechsel war ein Tabubruch und ein Schlag in die Fresse. Dadurch nimmt er für mich eine Sonderstellung in all den Abgängen ein.


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