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40 Millionen (BVB)

Phil, Donnerstag, 20.02.2020, 08:33 (vor 2395 Tagen) @ Gazelle

Das schöne ist, dass selbst eine sehr teure Verlängerung mit Sancho kein großes Risiko darstellt, da wir wissen, dass er hier funktioniert und durch sein Alter der Wiederverkausfwert kaum fallen wird.

So wie damals bei Rosicky.

Man weiß das einfach nie abschließend. Und unter dem Strich zählt einfach dann auch der Wille des Spielers, wenn man eine gemeinsame und einvernehmliche Vertragspartnerschaft pflegt.

Defacto sprechen wir hier über eine Transferentschädigung von 150-200 Mio. EUR, was vereinfacht gesagt der halbe Jahresumsatz des Konzerns ist. Da kann man irgendwann auch nicht mehr sagen, dass man darauf mal verzichtet, weil dieser einzelne Baustein sehr wichtig für die Mannschaft ist. Es ist jetzt nicht so, dass man ihn hier verjagen wird, um dieses Geld in die Kassen zu spülen. Aber wenn hier der Wille des Spielers gen Premiere League geht und man gleichzeitig über solche Summen spricht, kann man nur zu dem Ergebnis kommen, dass es zu einer Trennung kommt.

Und im Grunde arbeitet der BVB auch schon mit dieser "stillen Reserve", wenn es um Transfers und Gehälter ging.

Jadon Sancho ist im Sommer (und war es auch schon im letzten) so ziemlich das begehrteste Objekt auf dem Transfermarkt. Und er kann im Prinzip wählen zwischen den absoluten Topklubs dieser Welt - also jenen, die schon länger den europäischen Fußball dominieren. Da kann noch so viel im Fluss sein beim ein oder anderen Klub.

Sicherlich ist der BVB inzwischen auch ein reizvolles Ziel für viele Spieler. Und sie rennen uns hier auch nicht mehr reihenweise direkt weg. Dafür sind wir finanziell zu sehr in der Lage gute Gehälter zu zahlen, wir bieten ein tolles Umfeld und sportlich sind wir auch relativ gesetzt in der KO Runde der CL. Aber Meister wirst du hier auch nur mit sehr viel eigenem "strecken" und gleichzeitigem schwächeln des FC Bayern. Die Wahrscheinlichkeit, mit dem BVB den CL Titel zu gewinnen, ist nicht vergleichbar mit Klubs anderer Kategorien. Und natürlich könnten wir ihm nun ein im Kaderkontext komplett rausreißendes Gehalt anbieten, aber das können diese Klubs a) immer überbieten und b) gleichzeitig sportlich andere Perspektiven bieten und c) im Falle der PL die größte Liga der Welt bieten d) im Falle Englands Sanchos Heimat anbieten und e) muss man auch einfach überlegen, ob es gut wäre, in puncto Gehälter da jede Kaderhygiene über Bord zu werfen. Mal davon ab, dass wir nun auch nicht derart im Geld schwimmen...

In meinen Augen ist recht klar, dass Sancho inzwischen einfach "zu groß" ist, um beim BVB noch zu bleiben. Das ist auch einfach in Ordnung so. Ziel muss es sein, für solche Spiele viel Geld dann zu bekommen und sich dadurch wieder auf ein anderes Level zu heben. So wie wir es mit den Erlösen für Dembele, Pulisic, Aubameyang taten. Heute können wir schon reihenweise deutsche Nationalspieler unter Vertrag nehmen und dafür hohe Ablösen zahlen.

Wenn es uns gelingt Hakimi z.B. zu halten, wäre das ein wichtiges Signal. Solche Spieler müssen einfach bei uns bleiben, statt bei Real Madrid irgendwie Ergänzungskraft zu werden.

Aber Sancho? Der am Ende der Saison dann ja auch 2,5 Jahre schon für uns als Profi aktiv ist und am Ende auf 80-90 Pflichspiele kommt. Der ist dann einfach reif für das nächste Level und hat sich hier in Ruhe entwickelt.

Aber klar, sollte er für sich zu dem Schluss kommen, erstmal hier bleiben zu wollen, wird es natürlich so sein. Wie gesagt, verjagen wird man ihn nicht. Aber das der hier noch verlängert kann ich mir nicht vorstellen.

Was natürlich schade ist, weil man gerne diesen Kader mal noch 2-3 Jahre so zusammen erleben würde. Aber Sancho, den Real - Barcelona - Manchester City - Liverpool - Paris - Juventus - Manchester United etc. haben wollen. Sehe ich nicht, dass er da nein sagt und lieber in Dortmund weiter wirkt.

MFG
Phil


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