Neu auf schwatzgelb.de: Akis Visionen - oder das schleichende Gift eines Wortes, das mit M anfängt (BVB)
Redaktion schwatzgelb.de , Dortmund, Freitag, 03.01.2020, 15:05 (vor 2438 Tagen)
Gastautor Roger hat sich Gedanken gemacht. Über Erwartungshaltung, formulierte Ziele und den Ist-Zustand.
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Akis Visionen - oder das schleichende Gift eines Wortes, das mit M anfängt
Paolo, Samstag, 04.01.2020, 20:48 (vor 2437 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Für mich völlig absurd, als zweitteuerster kader der liga nicht um die Meisterschaft mitspielen zu wollen.
Sorry, dass war nix
Foreveralone, Dortmund, Samstag, 04.01.2020, 16:19 (vor 2437 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Bei allem Respekte aber die letzten Absätze sind ganz besonders dürftig. "Werde doch Bayerfan, blablabla"
Alles schon drölf und dreißigtausend mal in diesem Forum gelesen
Diese triviale schwarz-weiß Denke, die den "Meckerfans" vorgeworfen wird, beherrscht der Autor ebenso gut.
Für den BVB gibt es kein zurück mehr.
Torwartfehler, Freitag, 03.01.2020, 18:12 (vor 2438 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Mag sein, dass die Aussage von Watzke momentan noch als Hemmschuh wirkt bzw. gesehen wird, aber die Zeit war reif. Seit 10 Jahren sind wir in der BL oben dabei, der Kaderwert steigt und steigt, wir spielen Jahr für Jahr CL und da ist es doch logisch, dass wir (nicht nur zufällig) Meister werden wollen. Im stillen Kämmerlein hat doch jeder schon vor der Watzke-Aussage das M-Wort regelmäßig ausgesprochen.
Der Verein muss allerdings noch lernen damit umzugehen. Der Trainer, die Spieler, die Mitarbeiter, die Fans, sie müssen lernen mit diesem Anspruch umzugehen. Warum sollte ich mit Platz vier, drei oder zwei zufrieden sein. Akzeptieren werde ich es, das reicht.
Dieser Anspruch bedeutet aber nicht, dass ich mich nicht über einen 1:0 Sieg gegen Tabellenzwölften freuen würde. Die Frage ist doch eher, wer ist dieser Tabellenzwölften. Siege gegen Augsburg, Mainz, Hoffenheim, Padderborn, Wolfsburg … schmecken halt etwas weniger als Siege gegen Blau, Gladbach oder Frankfurt.
Sehe das Problem woanders...
Sleepy, Freitag, 03.01.2020, 16:56 (vor 2438 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Akt ist nicht müde geworden, zu betonen, dass das M-Ziel auch aus der Mannschaft kam. Wenn man in der vergangenen Saison so knapp scheitert, ist es auch nur verständlich ein solches Ziel auszurufen. Auch als Signal an Spieler im Verein und die, die es mal werden sollen.
Das Grundproblem ist doch recht simpel:
Man hat das Gefühl, dass ein Porsche auf dem Platz steht (der nach Kaderkosten im BL-Vergleich als solcher gesehen werden muss), der aber häufig nur im dritten Gang fährt.
Und hier sollte man sich tatsächlich eher fragen, ob die Kombination aus analytisch-starkem aber motivatorisch eher schwachem Trainer und einer Mannschaft mit auch aufgrund der vielen Fluktuation wenig ausgeprägter Führungsstärke/-Hierarchie so wirklich gut geht. Favre wird dir sachlich-rational den richtigen Plan an die Hand geben, das beteuern die Spieler ja auch immer, aber er braucht vermutlich eine perfekt ausbalancierte Truppe, die sich selbst motiviert und austariert. Ein Klopp (ja, der ewige Vergleich nervt) hat viel mehr für die Gruppe selbst getan, die Motivation und den Willen eingepflanzt und ich vermute, dass das auch der Unterschied von einem guten Trainer zu einem Meistercoach ist. Man muss beides beherrschen wenn nicht die Mannschaft so gut ist, dass es schwer ist, nicht Meister zu werden (Bayern unter Kovac).
Unser Team wirkt aber nicht homogen und als Einheit, sonst hätte es in der Vergangenheit nicht immer wieder so mysteriöse Einbrüche gegeben. Da reichten zu Beginn der Saison schon wenige nicht so gute Spiele (und wie kann man mit der M-Ansage so ein Spiel bei Union liefern?) um das komplette Selbstvertrauen zu verlieren, was man sich dann wieder Stück für Stück zurückerarbeiten musste. Und hier kommt meiner Meinung nach auch der Spirit zu Tragen, den ein Trainer erzeugen kann. Und das ist eben nicht Luciens Stärke. Er hat andere.
Am Ende ist halt die Frage, mit was man zufrieden ist, wenn man den teuren Kader sieht. Entweder man wird weiterhin den Kader mit Persönlichkeiten spicken müssen damit man sich dort motivatorisch/menschlich selbst verwaltet (der Plan mit Kehli klappt bisher nicht vollumfänglich) oder man wird einen Trainer holen müssen, der das wirklich kann.
Sehe das Problem woanders...
Jones, Lippstadt, Samstag, 04.01.2020, 19:26 (vor 2437 Tagen) @ Sleepy
Guter Beitrag, danke dafür!
Sehe das Problem woanders...
Didi, Schweiz, Freitag, 03.01.2020, 18:37 (vor 2438 Tagen) @ Sleepy
Man braucht doch vor allem auch einfach etwas Kontinuität und eine verlässliche Achse mit 5-6 Spielern, die sich zum BVB und zum gemeinsamen Weg bekennen und dann notfalls eben den Rest der Truppe disziplinieren.
Die Bayern haben Alaba, Kimmich, Müller, Neuer, Martinez und Lewandowski, die schon ewig dabei sind. Leizpig hat ebenfalls eine stabile Achse, Gladbach um Ginter, Raffael, Stindl, Sommer, Wendt etc. auch bisschen ein Fundament...
Bei uns ist es einfach nur ein wildes Kommen und Gehen und das kostet halt in vierlerlei Art und Weise einfach enorm viel.
Sehe das Problem woanders...
Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Freitag, 03.01.2020, 21:15 (vor 2438 Tagen) @ Didi
Man braucht doch vor allem auch einfach etwas Kontinuität und eine verlässliche Achse mit 5-6 Spielern, die sich zum BVB und zum gemeinsamen Weg bekennen und dann notfalls eben den Rest der Truppe disziplinieren.
Die Bayern haben Alaba, Kimmich, Müller, Neuer, Martinez und Lewandowski, die schon ewig dabei sind. Leizpig hat ebenfalls eine stabile Achse, Gladbach um Ginter, Raffael, Stindl, Sommer, Wendt etc. auch bisschen ein Fundament...
Bei den Bayern hast Du Boateng vergessen. Womit wir bei der Kehrseite der Medaille sind. Denn seit zwei Spielzeiten versuchen die Bayern, den guten Jérôme loszuwerden. Der verpasste Kaderumbruch der Bayern war eines der großen Fußballthemen der letzten beiden Jahre in Deutschland. Auch die von Dir aufgezählten Müller und Martínez gerieten dabei in die Kritik. So ein Gerüst an Spielern kann auch sehr schnell zusammenbrechen, wenn es morsch geworden ist. Kontinuierliche Erneuerung kann dies verhindern, ist allerdings nicht so leicht zu bewerkstelligen. Sieht man einmal von Lewandowski und Thiago ab, ist den Bayern dies eigentlich nur mit Kimmich erfolgreich gelungen in den letzten Jahren.
Was Gladbach anbelangt, so ist Ginter auch noch nicht so lange dabei. Raffael spielt keine Rolle mehr und was genau mit Stindl passieren wird, ist momentan noch unklar. Der ‚ewige Schwede‘ wird es auch nicht mehr so lange machen bei den Gladbachern.
Bei uns ist es einfach nur ein wildes Kommen und Gehen und das kostet halt in vierlerlei Art und Weise einfach enorm viel.
Sicherlich hatten wir einige Missgriffe zuviel in den letzten Jahren und ein Teil der hohen Fluktuation ist unserer ‚Junge-Talente-Strategie‘ zuzuschreiben. Ein wenig mehr Austarierung wäre wünschenswert. Ich persönlich sehe allerdings weniger ein Problem in der Fluktuation, wenn es uns gelingen sollte, teure ‚Flops‘ zu vermeiden. Wenn ein junges Talent einschlägt und für gutes Geld nach recht kurzer Zeit weiterverkauft wird, ergeben sich daraus neue Möglichkeiten. Wenn ein teurer etablierter Spieler nicht an einen anderen Club abgegeben werden kann, verbaut dies neue Möglichkeiten.
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Torwartfehler, Freitag, 03.01.2020, 23:23 (vor 2438 Tagen) @ Will Kane
Wenn ein junges Talent einschlägt und für gutes Geld nach recht kurzer Zeit weiterverkauft wird, ergeben sich daraus neue Möglichkeiten. Wenn ein teurer etablierter Spieler nicht an einen anderen Club abgegeben werden kann, verbaut dies neue Möglichkeiten.
Fällt dir was auf, immer nur "Möglichkeiten". Natürlich sollte man Spieler wie Götze, Schürrle oder Schmelzer verkaufen, aber man sollte auch 5-6 leistungsfähige Spieler im Kader haben, die das Gerüst/Gesicht bilden. Ich bin da aber mittlerweile guter Dinge, dass mit Bürki, Guerreiro, Witsel,Zagadou und Brandt etwas dauerhaftes zusammenwächst. Wäre natürlich super, wenn wir auch mal einen Stürmer hätten, der diese Gerüst vervollständig.
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Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Freitag, 03.01.2020, 23:53 (vor 2438 Tagen) @ Torwartfehler
Wenn ein junges Talent einschlägt und für gutes Geld nach recht kurzer Zeit weiterverkauft wird, ergeben sich daraus neue Möglichkeiten. Wenn ein teurer etablierter Spieler nicht an einen anderen Club abgegeben werden kann, verbaut dies neue Möglichkeiten.
Fällt dir was auf, immer nur "Möglichkeiten". Natürlich sollte man Spieler wie Götze, Schürrle oder Schmelzer verkaufen, aber man sollte auch 5-6 leistungsfähige Spieler im Kader haben, die das Gerüst/Gesicht bilden. Ich bin da aber mittlerweile guter Dinge, dass mit Bürki, Guerreiro, Witsel,Zagadou und Brandt etwas dauerhaftes zusammenwächst. Wäre natürlich super, wenn wir auch mal einen Stürmer hätten, der diese Gerüst vervollständig.
Möglichkeiten = Chancen.
Übrigens auch, Leistungsträger mit ‚verbesserten Angeboten‘ zu halten
Reus würde ich bei diesem ‚Gerüst‘ nicht außen vor lassen. Möglicherweise könnte Hazard auch jemand werden, der als leistungsstarker Offensivspieler über einen längeren Zeitraum bei uns bleibt.
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Didi, Schweiz, Freitag, 03.01.2020, 21:24 (vor 2438 Tagen) @ Will Kane
Es geht ja nicht nur um die sportliche Rolle, sondern einfach auch um ein gewachsenes Gefüge. Kehl und Weidenfeller waren am Ende sportlich ja auch eher vernachlässigbar, waren aber mit 2-3 Meistertiteln, einem Pokalsieg und CL-Finale halt schon Autoritäten.
Ein Zufall scheint es mir jedenfalls nicht zu sein, dass Klopp sowohl in Dortmund als nun auch Liverpool mit einem sehr stabilen Fundament um 13 Spieler herum seine Mannschaft laufend perfektioniert, während sich bei uns die Spieler die Klinke in die Hand geben und primär die Kaderkosten wachsen.
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Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Freitag, 03.01.2020, 22:18 (vor 2438 Tagen) @ Didi
Es geht ja nicht nur um die sportliche Rolle, sondern einfach auch um ein gewachsenes Gefüge. Kehl und Weidenfeller waren am Ende sportlich ja auch eher vernachlässigbar, waren aber mit 2-3 Meistertiteln, einem Pokalsieg und CL-Finale halt schon Autoritäten.
Ein Zufall scheint es mir jedenfalls nicht zu sein, dass Klopp sowohl in Dortmund als nun auch Liverpool mit einem sehr stabilen Fundament um 13 Spieler herum seine Mannschaft laufend perfektioniert, während sich bei uns die Spieler die Klinke in die Hand geben und primär die Kaderkosten wachsen.
Real oder Barça tun dies ebenso. Mittlerweile hat Liverpool mittlerweile auch das Geld dafür.
Die Situation Klopps bei Liverpool und bei uns ist nicht vergleichbar. Am Anfang konnte er den Kader nach seinen Vorstellungen (bei sehr eingeschränktem Budget) nach seinen Vorstellungen zusammenstellen. Als sich der Erfolg im dritten Jahr einstellte, ging der erste Leistungsträger. Im Jahr darauf der nächste. Usw. Solange diese adäquat ersetzt werden konnten, funktionierte dies alles. Diejenigen, die gegangen sind, taten dies für mehr Geld, Ruhm und Titel. Dies ist bei Liverpool nicht zu erwarten. Hier kann die Kaderqualität durch teure Spieler optimiert werden.
Wer von den Borussenspielern von anderen Clubs begehrt war, der ging. Außer Hummels. Reus kam später und dürfte als gebürtiger Dortmunder eine Ausnahme sein.
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Didi, Schweiz, Freitag, 03.01.2020, 23:08 (vor 2438 Tagen) @ Will Kane
Ich sehe uns da nicht im Dissens.
Aber ich glaube halt, dass Abgänge wie Toljan, Schürrle und co. sicher nicht primär mit den Marktkräften zu erklären sind und da stimmst du mir ja sicher auch zu.
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Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Freitag, 03.01.2020, 23:45 (vor 2438 Tagen) @ Didi
Ich sehe uns da nicht im Dissens.
Aber ich glaube halt, dass Abgänge wie Toljan, Schürrle und co. sicher nicht primär mit den Marktkräften zu erklären sind und da stimmst du mir ja sicher auch zu.
Das ist halt der springende Punkt für mich.
Bei allem Respekt vor jedem dieser Spieler als Fußballer und Mensch, sie waren für uns schlicht teure Fehleinkäufe; aus welchen Gründen auch immer. Und wir werden sie nicht oder nur unter Inkaufnahme größter Verluste wieder los. Diese Fälle waren in den letzten Jahren einfach zu häufig. Dies schränkt uns in unserer Handlungsfähigkeit stark ein, weil hier Mittel und Kapazitäten gebunden bzw. eingeschränkt sind.
Sehe das Problem woanders...
Talentförderer, Dortmund, Freitag, 03.01.2020, 21:45 (vor 2438 Tagen) @ Didi
Also Fundament nur mit Titeln? Ist momentan schwierig.
Keine Titel = ständig Umbruch, da das Umfeld nicht zufrieden ist und die Qualität nicht reicht und einige Spieler weg wollen.
Demut
Sascha, Dortmund, Freitag, 03.01.2020, 16:19 (vor 2438 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Ich habe ehrlich gesagt, diese Floskel von wegen "Demut" nie so wirklich verstanden. Was meint das im Zusammenhang mit Sport? "Respekt" verstehe ich, weil man jeden Gegner erst einmal ernst nehmen muss. "Dankbarkeit" ebenfalls, weil den Spielern bewusst sein sollte, wie privilegiert sie sind. Sie sind der minimale Prozentsatz ihrer Jahrgänge, die es in den Profifußball geschafft haben. Oder auch "Vertrauen", das man in die eigene Leistungsstärke haben sollte, um das notwendige Selbstbewusstsein zu entwickeln.
Aber "Demut"? Wofür? Wovor? Warum?
Demut
Foreveralone, Dortmund, Samstag, 04.01.2020, 16:21 (vor 2437 Tagen) @ Sascha
Aber "Demut"? Wofür? Wovor? Warum?
Es gibt so eine gewisse Geilheit nach Selbstkasteiung unter BVB-Fans.
Würde ich auch mitmachen, aber stehen nunmal nicht mehr Florian Kringe und Tinga mit dem Dingsda aufm Platz.
Demut
-RoB-, 35 KM vom WS entfernt, Freitag, 03.01.2020, 17:12 (vor 2438 Tagen) @ Sascha
Danke für den Beitrag. Bin mit der grundsätzlichen Message des Gastartikels irgendwie nicht ganz d'accord gewesen und Deine Begründung trifft es mMn ganz gut.
Letztlich kann an der Zielgabe Meisterschaft doch absolut nichts schlecht gefunden werden. Es braucht doch (ambitionierte) Ziele im sportlichen Wettbewerb und man sollte im Sport auch immer gewinnen wollen, was ja in letzter Konsequenz eben Meisterschaft bedeutet.
Demut
Sascha, Dortmund, Freitag, 03.01.2020, 17:28 (vor 2438 Tagen) @ -RoB-
Zumal sich jeder Spieler, der zum BVB wechselt, auch darüber im Klaren sein sollte, dass der Verein Titel holen möchte.
Demut
hanno29, Berlin, Freitag, 03.01.2020, 17:21 (vor 2438 Tagen) @ -RoB-
Danke für den Beitrag. Bin mit der grundsätzlichen Message des Gastartikels irgendwie nicht ganz d'accord gewesen und Deine Begründung trifft es mMn ganz gut.
Letztlich kann an der Zielgabe Meisterschaft doch absolut nichts schlecht gefunden werden. Es braucht doch (ambitionierte) Ziele im sportlichen Wettbewerb und man sollte im Sport auch immer gewinnen wollen, was ja in letzter Konsequenz eben Meisterschaft bedeutet.
Zumal man ja auch sagen muss, dass das Understatement der letzten Jahre und auch in der letzten Saison (u.a. von Spiel zu Spiel denken) ebenfalls zu solchen kuriosen Spielen geführt hatte, wir Spiele aus der Hand gegeben haben, ein 4:0 oder 3:0 nicht ausreichte. Und wenn Aki vor der Saison nicht ins Horn geblasen hätte, stünden wir jetzt bestimmt auch nicht besser da (einzig über das Understatement hätten sie sich wieder alle (Medien, gegnerische Fans... das Maul zerrissen und das dann wohlmgl. als Grund für die momentane Situation herangezogen - die spielen so wie ihre Zielvorgabe - man kennt es ja mittlerweile, wie die ticken).
Der BVB möchte eine Spitzenmannschaft sein, wenn man das seit Jahren beobachtet sind wir das nicht wirklich (geworden).
Neu auf schwatzgelb.de: Akis Visionen - oder das schleichendes Gift eines Wortes, das mit M anfängt
Redaktion schwatzgelb.de , Dortmund, Friday, 03.01.2020, 14:45 (vor 2438 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Gastautor Roger hat sich Gedanken gemacht. Über Erwartungshaltung, formulierte Ziele und den Ist-Zustand.
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Heute im Angebot: eine Portion Demut
Rupo, Ruhrpott, Freitag, 03.01.2020, 15:38 (vor 2438 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Moin,
ist das alte Huhn vs. Ei Problem.
Im Fußball Sprech = Erwartungshaltung
Aus meiner Sicht müssen im Profi Geschäft ZIELE formuliert werden oder um es im Fachsprech zu bennen eine: Benchmark.
Das Ziel Meisterschaft ist völlig legitim ausgegeben worden. Aki hat es nicht nach drei Gläsern Rotwein an der Hotelbar verkündet. Man hat sich vorher zusammen gesetzt den Kader sich angeschaut, die anderen Vereine mit ihren Kadern, hat die Entwicklung der letzten Saison analysiert und hat sich daraus eine Zielvorstellung entworfen:
1. CL Platz
2. Meisterschaft
immerhin hat man auf Leuchtturm verzichtet ;-))…
der Artikel geht erst einmal daran vorbei, warum man mit diesem Kader mit sieben Punkte! hinter dem ersten hinter hechelt, der nicht FC Bayern heist.
der Artikel geht auch vor allem daran vorbei, warum man teilweise unterirdische Auftritte hingelegt hat
https://www.kicker.de/borussia-dortmund-17/team-termine/1-bundesliga/2019-20
gefolgt von sehr guten Auftritten, hat das etwas mit dem Meisterschaft Ziel zu tun?
Ernsthaft?:
*
Fakt ist: für die Spieler waren Watzkes Ansagen zum Titel bisher ein Hemmschuh. Unerklärliche Leistungsabfälle, gerne auch innerhalb von 90 Minuten, erwecken den Eindruck, als habe das vom Chef überschätzte Team eine regelrechte Aversion gegen Akis Visionen entwickelt.
*
spielen die Spieler gegen Aki? sie laufen auf den Platz und sind gehemmt? dann sollten sie dringend den Job wechseln...
Beste Grüße,
Thomas
P.S.: Meine Lieblingsphrasenschweinaussage taucht auch auf: *eine Portion Demut* ;-)))...
Heute im Angebot: eine Portion Demut
Blarry, Essen, Freitag, 03.01.2020, 19:58 (vor 2438 Tagen) @ Rupo
Das Ziel Meisterschaft ist völlig legitim ausgegeben worden.
Ich weiß, es klingt nicht dramatisch genug für diese Plattform, aber war das von Watzke im Zuge des Hummelstransfers formulierte Saisonziel nicht als "um die Meisterschaft spielen" formuliert? Ich mein ja nur, das ist semantisch schon eine andere Kategorie als "wir wollen Meister werden". Etwa so, als würde man das Tinderdate statt mit "ich will die Nacht mit Dir verbringen" mit "ich will ein Kind von Dir" ansprechen.
Heute im Angebot: eine Portion Demut
Gundi, Freitag, 03.01.2020, 15:56 (vor 2438 Tagen) @ Rupo
"der Artikel geht erst einmal daran vorbei, warum man mit diesem Kader mit sieben Punkte! hinter dem ersten hinter hechelt, der nicht FC Bayern heist."
Am Dienstag den 17.12.2019 um 21:20 Uhr war es 1 Punkt. So schnelllebig ist nunmal das Fußballgeschäft. Keine Mannschaft in Deutschland spielt fehlerlos und wird jedes Spiel gewinnen. Es wird immer besser sein können. Selbst wenn eine Mannschaft 90 Punkte in 34 Spielen einfährt wird es Verbesserungsmöglichkeiten geben. Jeder Punktverlust ist unnötig und das man sich darüber "ärgert" ist normal. Menschen sind halt keine Maschinen. Das Ziel die Meisterschaft zu erreichen wurde durch die letzten beiden Spiele der Hinrunde natürlich nicht einfacher, jedoch ist Platz 1 kein MUSS. Es wäre schön und wenn die anderen Mannschaften in der Rückrunde mehr Fehler machen als wir dann sind wir vielleicht auf Platz 1. Sollte es am Ende zu Platz 2 oder 3 reichen ist das halt so. In jeder Saison besteht das Ziel daraus jedes Spiel zu gewinnen. Dann geht es im Sommer von vorne los. Darüber kann man aber Mitte Juni nachdenken. Bis dahin werden noch einige Mannschaften keine 17 Siege in der Liga einfahren.
Heute im Angebot: eine Portion Demut
Rupo, Ruhrpott, Freitag, 03.01.2020, 16:20 (vor 2438 Tagen) @ Gundi
bearbeitet von Rupo, Freitag, 03.01.2020, 16:38
In jeder Saison besteht das Ziel daraus jedes Spiel zu gewinnen. Dann geht es im Sommer von vorne los. Darüber kann man aber Mitte Juni nachdenken. Bis dahin werden noch einige Mannschaften keine 17 Siege in der Liga einfahren.
Nööööö...!
DAS ist ein grundsätzlicher Fehler, immer schon gewesen. Diese ex ante oder besser rekursive Betrachtung!
Dieses, warten wir mal die Saison ab und schauen was dabei heraus kommt.
Nochmals:
1. Du hast VOR Beginn der Saison einen Kader.
2. Du weißt um deine Stärken und hoffentlich noch mehr um deine Schwächen.
3. Du kennst die Kader der anderen Mannschaften, theoretisch.
4. Dann gehen die ersten Tests los, Trainingslager, etc. Du siehst jeden Tag wie sich dein Kader entwickelt verhält. Du bekommst einen ersten Eindruck der anderen Teams.
5. Dann gehen die ersten Spiele los und du bekommst harte Fakten geliefert.
Warum soll ich jetzt bis zum Ende der Saison warten? Ich erwarte von einem Profi Verein auch ein aktives handeln WÄHREND der Saison. Hindert ja auch niemand den BVB dran die Ziele zu korrigieren ala: Sorry, wir haben uns vertan. Unser Kader reicht nicht für die Meisterschaft, vielleicht schaffen wir es von Platz 3 bis 5...oder so.
Ich erwarten das die Profis sich auf jedes Spiel einstellen, sich jeder Situation bewusst sind, nach oben wie nach unten (das man jedes Spiel gewinnen will, wenn man es kann, ist eine Binsenweisheit und taugt auch fürs PSN ;-)...nicht übel nehmen). Es ist im Prinzip eine ständige Justierung erforderlich. Trotzdem ist es richtig VOR der Saison ein realistisches Ziel aus zu geben. Das Ziel: Wir spielen um die Meisterschaft (man hat ja nicht gesagt wir werden Meister!) war für mich ein total berechtigtes und nachvollziehbares Ziel VOR der Saison.
Nach der Hinrunde müssten man sagen: Wir spielen nicht mehr um die Meisterschaft mit, wenn sich unsere Auftritte nicht erheblich steigern und unsere Konkurrenten keine Punkte liegen lassen. Wir werden von unserer Seite aber alles versuchen, um eine möglichst hohe und gute Platzierung zu erreichen.
Fakt?
herrNick, Freitag, 03.01.2020, 15:08 (vor 2438 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
"Fakt ist: für die Spieler waren Watzkes Ansagen zum Titel bisher ein Hemmschuh. Unerklärliche Leistungsabfälle, gerne auch innerhalb von 90 Minuten, erwecken den Eindruck, als habe das vom Chef überschätzte Team eine regelrechte Aversion gegen Akis Visionen entwickelt."
Nein, das ist kein "Fakt". Das ist eine These, eine recht steile noch dazu, da sie sich durch nichts belegen lässt. Die unerklärlichen Leistungsabfälle gab es schon bevor Aki die M-Parole ausgegeben hat.
Spieler und Trainer haben bis vor ein paar Wochen einfach noch kein System gefunden, von dem man den Eindruck gewinnen konnte, dass das "unsere" Spielanlage werden könnte. Die letzten Wochen geben ein bisschen Hoffnung, Zweifel bleiben ob das nicht nur ein zartes Pflänzchen ist, was über den Winter erfriert.