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Niemand kann das bewerten (BVB)

Ritti, Lünen, Dienstag, 17.12.2019, 11:29 (vor 2454 Tagen) @ istar

Mal weg von dem Zitat hat Tuchel aber wohl in der Tat seine Meinung, ob man nach dem Mordanschlag antreten sollte, um 180 Grad geändert. Zunächst gehörte er wohl zu denen, die das Spiel am nächsten Tag austragen wollten. Längere Zeit später hat er dann öffentlich geäußert, dass man nur wegen des von außen gemachten Drucks angetreten ist und er dagegen gewesen sei, zu spielen.

Tuchel war ebenfalls von dem Attentat betroffen, man kann davon ausgehen, dass auch er traumatisiert war. Aber trotzdem hat er als Trainer eine hohe Verantwortung. Und der ist er wohl nicht gerecht geworden.


Die allerwenigsten von uns waren Teil eines Bombenanschlages, der gut und gerne das eigene Leben hätte kosten können.

Daher entbehrt es eigentlich auch jedem, Tuchel bzgl seiner Meinung vor oder nach dem Spiel zu kritisieren. Sie ist eigentlich nicht bewertungsfähig.

Man hat innerlich sicherlich nicht den Punkt eines klaren Gedankens gefunden, man funktioniert, man agiert aber auch sicherlich fehlerhaft. Nach einer Situation mit der man sich als Mensch nicht vorher auseinandergesetzt hat und die einen maßlos überfordern wird. Kein Spieler und somit auch kein Trainer kann in solchen Momenten und Stunden und Tagen danach wirklich zweifelsfrei wissen was richtig und falsch ist, wie man damit umgeheht.

Damals war es absolut verantwortungslos von Seitens der Vereinsführung nicht alle vor sich selbst zu schützen und das Geld und Ansehen ganz hinten anzustellen und der UEFA klar zu sagen das man nicht antritt weder Donnerstag noch Freitag oder etc. Bis alle man betreut worden wären.

Man wäre notfalls aus dem Wettbewerb rausgegangen und es hätte auf der Welt niemanden gegeben der das nicht hätte nachvollziehen können und man hätte alle Unterstützung erhalten, da hätte auch die UEFA keinerlei Sanktionen aufbauen können.


Naja meine Meinung


Man hat die Mannschaft gefragt, ob sie spielen will oder nicht.
Die Alternative war, am nächsten Tag anzutreten oder aus dem
Wettbewerb auszuscheiden, weil es auch seitens Monacos keinen anderen Termin gab.
Die Mannschaft hat sich mehrheitlich dafür entschieden, zu spielen.
Außerdem hat man jedem Spieler die Möglichkeit gegeben, nicht spielen zu müssen.

Jetzt kann man ja viel über Druck von außen usw. spekulieren, aber die sportliche Möglichkeit, in der CL weiterzukommen, wollte sich sicherlich auch kein Spieler nehmen lassen.

Es gibt in so einer Ausnahmesituation keinen Königsweg, der 100% richtig ist, egal, was man macht.


ja die mannschaft hat mehrheitlich zugestimmt zu spielen.
aber wenn man knapp mit dem leben davon kam ist man sicherlich geschockt. das hat auch nix mit spekulieren zu tun das ist fakt.

warum haben die spieler sich mehrheitlich dazu entschieden? weil jeder von jedem erwartet in jeder situation zu funktionieren. sei es im sport, im arbeitsleben etc.

wer schwäche zeigt erreicht nix so ist der tenor in der heutigen gesellschaft. das wird der grund sein warum die mannschaft spielte.

keiner wollte schwäche zeigen und alle mussten irgendwie funktionieren. wie sehr sie funktionierten sah man nach dem hinspiel in den interviews als einige tränen in den augen hatten. Ich denke das weiterkommen war den allen völlig egal wichtiger war es das sie lebten.


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