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Neu auf schwatzgelb.de: "Ich sehe uns keinesfalls chancenlos in Dortmund" (BVB)

Redaktion schwatzgelb.de ⌂ @, Dortmund, Donnerstag, 26.09.2019, 16:18 (vor 2431 Tagen)

Wenn am Samstag die Bundesliga ruft, dann heißt das für Trainer und Verantwortliche der Vereine am ?Donnerstag vorher: Pressekonferenz. Wir haben für euch die wichtigsten Infos zum kommenden Gegner aus Bremen (Samstag, 18:30 ?Uhr, Westfalenstadion/Sky) zusammengefasst.


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Neu auf schwatzgelb.de: "Ich sehe uns keinesfalls chancenlos in Dortmund"

guy_incognito, Rhein-Neckar, Freitag, 27.09.2019, 14:21 (vor 2430 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Also die letzten Ergebnisse gegen Bremen (inklusive Pokal) waren zumindest in Dortmund immer recht eng mit Zittern bis tief in die Nachspielzeit:

1:0, 2:1, 1:0, 3:2, 3:2, 4:3, 1:2, 2:1, 3:3,...

Es wäre schön, die Fischköppe mal analog zum Forenbild richtig wegzuputzen!

Leider hat Kohfeldt aber schon durch die Historie genügend Möglichkeiten, die Mannschaft richtig zu motivieren.

Werders Schwäche bei Defensivstandards nutzen

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Donnerstag, 26.09.2019, 23:22 (vor 2431 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Die Diskussion um die Schwäche bei Defensivstandards ist bei Werder in vollem Gange. Dabei fehlt nicht der Verweis auf den BVB, der in der Rückrunde der letzten Saison von den 26 Gegentoren 12 nach ruhenden Bällen kassierte, was ein entscheidender Grund für das Verspielen des Punktevorsprungs gewesen sei.

5 Spieltage, 6 Gegentore nach Standards. So die bisherige Bilanz bei Werder in dieser noch jungen Saison. Ein direkter Freistoß und ein Elfmeter bei der Analyse einmal außen vor gelassen, bleiben 4 Gegentoren nach Ecken, die Werder auch Punkte gekostet haben. Und immer waren es verlorene Kopfballduelle, die zu diesen Gegentoren führten. Die verletzungsbedingten Ausfälle in der Innenverteidigung will man als Grund nicht gelten lassen, da man auch mit Moisander, Langkamp oder Veljković entsprechend anfällig ist. Die Verpflichtung Topraks erfolgte weniger aufgrund der aktuellen Verletztensituation, vielmehr war die Abstellung der Kopfballschwäche einer der wesentlichen Gründe.

Die Gründe für diese Anfälligkeit werden bei Werder kontrovers diskutiert. Spieler wie M. Eggestein sehen das Problem, dass der Mix aus Raum- und Manndeckung bei Ecken des Gegners immer wieder zu Abstimmungsproblemen führe. Ein weiteres Thema ist die Besetzung der Pfosten. Kohfeldt präferiert zwei zusätzliche Spieler zur Verteidigung im Sechzehnmeterraum, aus dem Kreis der Spieler wird darauf verwiesen, dass eine Besetzung der Pfosten zwei oder drei der betreffenden Gegentore verhindert hätte. Ob sich diesbezüglich etwas ändern wird, hängt von Pavlenka ab, der als Keeper in dieser Sache immer das letzte Wort hat. Interessanterweise hat Werder zu Saisonbeginn mit I. Gruew einen Co-Trainer speziell für das Training von Standardsituationen verpflichtet. Bislang hat dieses Training offensichtlich noch nicht viel bewirkt; es bleibt abzuwarten, wieviel es über die Saison gesehen tatsächlich fruchtet.

Da Toprak nun doch nicht am Samstag wird auflaufen können, dürfte Werders Kopfballschwäche bei Defensivstandards weiterhin bestehen. An anderer Stelle schrieb ich, dass ich daher vom ersten Kopfballtreffer von Hummels nach einer Ecke für uns ausgehe. Wenn, ja wenn Hummels spielen sollte. Ansonsten müssen halt Akanji und/oder Zagadou oder Weigl den Part von Hummels bei eigenen Eckbällen übernehmen. Hakimi, Delaney, eventuell Witsel kämen vielleicht auch infrage. Einen angestrebten Sieg kann man nicht in der Planung auf Tore nach Standards aufbauen. Aber außer acht lassen darf man es mMn auch nicht, wenn sich eine solche Schwachstelle des Gegners auftut.

Werders Schwäche bei Defensivstandards nutzen

Arel, Freitag, 27.09.2019, 19:24 (vor 2430 Tagen) @ Will Kane

Ich denke auch, dass bei offensiven Standards für uns etwas möglich ist. In den vergangenen Spielen hat teilweise ja nicht so viel gefehlt, dass zumindest eine gute Chance entsteht.
Noch eine andere Frage: Ich habe erst heute den vierten Teil von Inside Borussia gesehen und da war zu sehen wie Zorc im Gespräch mit dem Chef der Scouting-Abteilung (meine ich) im Vorfeld der Verpflichtung von Brandt diesen als möglichen Verbindungsspieler zwischen Mittefeld und Offensive sehen. Bisher wurde er ja kaum so eingesetzt (außer mit Abstrichen gegen Köln). Du hattest ja neulich schon mal geschrieben, dass du den 8er-Bereich bei uns nicht ausreichend besetzt siehst. Könnte Brandt hier Abhilfe schaffen, wenn er vielleicht besser bei uns in Tritt gekommen ist? Und wäre es nicht auch eine Option ein 4-3-3 mit Brandt und Delaney auf den Halbpositionen zu spielen? Nur so als Gedankenspiel, da ich deine taktischen Einschätzungen immer gerne lese.

Werders Schwäche bei Defensivstandards nutzen

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Samstag, 28.09.2019, 00:47 (vor 2430 Tagen) @ Arel

Ich denke auch, dass bei offensiven Standards für uns etwas möglich ist. In den vergangenen Spielen hat teilweise ja nicht so viel gefehlt, dass zumindest eine gute Chance entsteht.
Noch eine andere Frage: Ich habe erst heute den vierten Teil von Inside Borussia gesehen und da war zu sehen wie Zorc im Gespräch mit dem Chef der Scouting-Abteilung (meine ich) im Vorfeld der Verpflichtung von Brandt diesen als möglichen Verbindungsspieler zwischen Mittefeld und Offensive sehen. Bisher wurde er ja kaum so eingesetzt (außer mit Abstrichen gegen Köln). Du hattest ja neulich schon mal geschrieben, dass du den 8er-Bereich bei uns nicht ausreichend besetzt siehst. Könnte Brandt hier Abhilfe schaffen, wenn er vielleicht besser bei uns in Tritt gekommen ist? Und wäre es nicht auch eine Option ein 4-3-3 mit Brandt und Delaney auf den Halbpositionen zu spielen? Nur so als Gedankenspiel, da ich deine taktischen Einschätzungen immer gerne lese.

Sorry, wenn ich erst spät antworte, bin aber noch nicht so lange wieder zuhause.

Mit dem Ausfall von Hummels fehlt uns sicherlich der gefährlichste Spieler für die entsprechenden Situationen. Am ehesten traue ich persönlich es Delaney zu, diese Rolle zu übernehmen.

Ein/e 4-3-3 - System/Formation hat gegenüber anderen Systemen/Formationen den Vorteil, dass es wohl am besten sämtliche Räume auf dem Spielfeld abdeckt. Das bedeutet aber auch, dass die Abstände zwischen den Spieler größer sind, ganz gleich wie ich dieses System auch interpretiere. In anderen Systemen/Formationen wird bewusst zumindest partiell auf die Abdeckung bestimmter Räume verzichtet, um z.B. im Zentrum eine größere Kompaktheit zu erreichen. Der Vorteil der besseren Raumabdeckung steht somit dem Nachteil größerer Abstände gegenüber, die zu Ballverlusten führen können. Um dies zu verhindern, müssen diese Abstände so gering wie möglich gehalten werden, um auch immer Passoptionen für den ballführenden Spieler zu haben. Gleichzeitig muss ich das richtige Timing für das Öffnen des Spiels haben. Ein klein wenig kann man das mit dem Spielen einer Ziehharmonika vergleichen. Dem Mittelfeld, insbesondere den beiden Achtern kommt dabei eine besonderes Bedeutung zu, da diese Spieler permanent sowohl offensiv wie defensiv denken und agieren müssen. Barcelona mit Busquets, Xavi und Iniesta oder Real mit Casemiro, Kroos und Modric haben z.B. dieses Wechselspiel zwischen Kompaktheit und Öffnen über Jahre hinweg nahezu perfekt praktiziert. Auch bei der deutschen Nationalmannschaft war dies bei der WM 2014 mit Schweinsteiger, Kroos und Khedira der Fall.

Die Frage ist, ob wir in der Lage wären, entsprechend spielen zu können und ob Delaney und Brandt auf den Achterpositionen spielen könnten, mit Witsel auf der Solo-6. Einmal davon abgesehen, dass die Positionierung von Reus oder ungeklärt wäre, hätte ich bei einer entsprechenden Konstellation Bauchschmerzen. Witsel kann ich mir in dieser Rolle aufgrund seiner Ball- und Passsicherheit und seines taktischen Defensivverhaltens sehr wohl vorstellen in der zentralen Position und Delaney als box-to-box - Spieler auf der 8 ebenfalls. Brandt hielte ich auf der 8 in dieser Konstellation für ein Risiko. In der Offensivbewegung traue ich ihm genau diesen Part des Verbindungsspielers zu, er könnte auch in den Zehnerraum vorstoßen und die Offensivspieler entsprechend einsetzen. Aber ihm fehlt nach meinem Eindruck das defensive Denken und die entsprechenden defensivtaktischen skills für diese Position. Man könnte natürlich Delaney als Absicherung für ihn agieren lassen, aber dann würde der Vorteil eines 4-3-3 da absurdum geführt, da er quasi als zweiter 6er spielen würde und Räume ungenutzt blieben bzw. nicht abgedeckt würden.

Es wird öfters darauf verwiesen, dass Bosz bei Leverkusen Brandt habe zentral spielen lassen und dass dies sehr erfolgreich war. Bei genauerer Betrachtung war dies nur möglich, weil Bosz seinen Offensivspielern Brandt und Havertz im wahrsten Sinne des Wortes den Rücken frei gehalten hat. Eine Art 3er-/4er-Kette im Wechselspiel (auf einer der Außen agierte ein Spieler als eine Art wingback, z.B. Weiser) und davor eine beinharte Doppelsechs. Da konnte Brandt gut aus der Tiefe heraus agieren, weil diese Tiefe von anderen Spielern permanent abgesichert war. Ich persönlich würde nicht viel davon halten, wenn wir speziell für Brandt eine solche Absicherung installieren würden und damit unser Spiel komplett ändern müssten.

Werders Schwäche bei Defensivstandards nutzen

hanno29, Berlin, Freitag, 27.09.2019, 19:35 (vor 2430 Tagen) @ Arel

Ich denke auch, dass bei offensiven Standards für uns etwas möglich ist. In den vergangenen Spielen hat teilweise ja nicht so viel gefehlt, dass zumindest eine gute Chance entsteht.

Derjenige, der da für Gefahr gesorgt hatte, wird morgen evtl. nicht spielen und wenn es so kommen sollte, vielleicht auf kurze Ecken umsteigen, hätte 2 Vorteile, man verliert denn Ball nicht so schnell und könnte sich wenigstens eine Chance herausspielen.

Wir sollten hinten nicht weniger achtsam sein, weil die natürlich auch wissen, wie wir bei Standards wackeln.

Werders Schwäche bei Defensivstandards nutzen

Knolli, Freitag, 27.09.2019, 22:28 (vor 2430 Tagen) @ hanno29

Zagadou war in meiner Erinnerung aber auch schon das ein oder andere mal nach Standards erfolgreich.

Werders Schwäche bei Defensivstandards nutzen

pine59, Heidelberg, Freitag, 27.09.2019, 21:28 (vor 2430 Tagen) @ hanno29

Wir sollten eher aufmerksam sein, wenn wir achtsam sind, schenken wir den Bremern vielleicht aus einer Haltung, die auch dem Gegner die entsprechende Achtsamkeit entgegenbringt, ein Tor.

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