Neu auf schwatzgelb.de: Ihr habt den Schuss nicht gehört (BVB)
Redaktion schwatzgelb.de
, Dortmund, Montag, 23.09.2019, 08:51 (vor 2435 Tagen)
Die heutige Frustration wird Ihnen präsentiert von Ballspielverein Borussia 09 e. V. Dortmund.
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schwatzgelb.de, Artikel
Der Schuss kam schon letzte Rückrunde...
Max Power, Montag, 23.09.2019, 14:12 (vor 2434 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Und zwar mehrmals. Aber da wollte es mal wieder keiner wahr haben. Ansonsten guter Artikel.
Der Schuss kam schon letzte Rückrunde...
Eisen, DO, Montag, 23.09.2019, 15:06 (vor 2434 Tagen) @ Max Power
Der Schuss kam auch schon in der Hinrunde, nur hat man es dort geschafft, 5-8 Spiele noch zu drehen nach einer schlechten 1. Halbzeit.
Wir spielen erstaunlich unsouverän. es gibt ja kaum Spiele, wo man von Minute 1 das gefühl hat, dass hier heute aber mal gar nichts anbrennt. nehmen wir das 4:0 gegen die Pillen, auch dort sah es 20-25 Minuten nicht nach so einem klaren Sieg aus. ich weiß es nicht, ich empfinde diese Mannschaft als absolute Wundertüte, man weiß nicht, was man bekommt.
Der Schuss kam schon letzte Rückrunde...
Alones, Montag, 23.09.2019, 15:17 (vor 2434 Tagen) @ Eisen
Der Schuss kam auch schon in der Hinrunde, nur hat man es dort geschafft, 5-8 Spiele noch zu drehen nach einer schlechten 1. Halbzeit.
Wir spielen erstaunlich unsouverän. es gibt ja kaum Spiele, wo man von Minute 1 das gefühl hat, dass hier heute aber mal gar nichts anbrennt. nehmen wir das 4:0 gegen die Pillen, auch dort sah es 20-25 Minuten nicht nach so einem klaren Sieg aus. ich weiß es nicht, ich empfinde diese Mannschaft als absolute Wundertüte, man weiß nicht, was man bekommt.
Womit wir bereits wieder seit Längerem auf dem Niveau der Vor-Favre-Ära unterwegs sind. Die letzte Tuchel-Saison war schon eine riesengroße Wundertüte. Unter Bosz/Stöger sowieso. Wenn man es genau nimmt, war eigentlich nur die Hinrunde letztes Jahr ein positiver Ausreißer nach oben. Aber auch da war es ja so, dass wir sehr oft nur mit einem Tor Vorsprung gewonnen haben. Irgendwann muss am sich wohl auch eingestehen, dass wir uns durch den Lauf letzte Saison etwas blenden lassen haben. Dennoch ist es enttäuschend, dass man jetzt in der zweiten Favre-Saison keinerlei positive Weiterentwicklung mehr sieht. Im Gegenteil: die Mannschaft scheint sich sogar langsam zu verschlechtern. Trotz der Tatsache, dass man dieses Mal keinen einzigen Leistungsträger verloren hat und sich sogar gezielt verstärken konnte.
Der Schuss kam schon letzte Rückrunde...
Alones, Montag, 23.09.2019, 23:07 (vor 2434 Tagen) @ Alones
sry, unter Tuchel war keine Wundertüte. Da mag ja der ein oder andere unzufrieden gewesen sein, aber da war aus meiner Sicht viel mehr Zug im Spiel zu sehen.
Aktuell ist es für mich nicht besser oder schlechter als unter Bosz. Nur anders. Bei den Spielen die ich gesehen habe konnte ich mich für das Spiel kaum erwärmen. Gefühlt nix anderes als das Gekurke von Jogis Jungs.
Der Schuss kam schon letzte Rückrunde...
Talentförderer, Dortmund, Dienstag, 24.09.2019, 14:38 (vor 2433 Tagen) @ Taifun
In Tuchels erster Saison dank Gündogan und Mkhytarian vielleicht. Nicht mehr in der Zweiten. Dass sah genauso aus wie jetzt, garniert mit Geniestreichen von Dembele und Aubameyang.
Der Schuss kam schon letzte Rückrunde...
Eisen, DO, Montag, 23.09.2019, 15:42 (vor 2434 Tagen) @ Alones
Jedenfalls sind wir wohl nicht auf dem Niveau, auf wir uns selbst alle gesehen haben.
Die Gegner haben auch kaum Respekt vor uns, die wissen ganz genau, dass etwas geht. Der Kohfeldt aus Bremen hat auch schon wieder rumgetönt, dass er weiß, wie man in Dortmund gewinnt und da etwas holen will. Wenn wir dem Gegner Respekt einflößen würden, würde sich so ein Kohfeldt von allein gar nicht melden und nur daran denken, dass er personell auf dem Zahnfleisch gehend nach Dortmund muss.
ich weiß aber auch nciht, was man noch tun soll. Wir haben mit Favre einen erfahrenen und erfolgreichen Trainer (Erfolg misst sich nicht nur in Titeln. Mit Gladbach 2011 nicht abzusteigen war ein bessere Leistung als ein Titelhattrick mit Bayern München), wir haben den Kader gezielt verstärkt, wir haben "Mentalitätsspieler" geholt (Hummels, Witsel, Delaney), wir haben bis auf einen robusten Knipser (den Favre ja nicht will) eigentlich alles, was man braucht. es ist mir ein Rätsel, warum die Truppe nicht auf ihrem trott kommt. Der Anschlag 2017 kann ja auch nicht mehr der grund sein, ein Großteil des Kaders wurde ja ausgetauscht und auch schon vorher bestand ja das gleiche Problem.
Der Schuss kam schon letzte Rückrunde...
Freyr, Montag, 23.09.2019, 16:13 (vor 2434 Tagen) @ Eisen
und auch schon vorher bestand ja das gleiche Problem.
Das hört sich aber schon reichlich deprimierend an, so als ob der BVB 2005/06 den Weg von Lautern genommen hätte und wir nun darüber sprechen was man noch tun soll um je wieder erstklassig zu spielen.
Wenn in einige Monaten 2020 anbricht dann haben wir eine der erfolgreichsten Dekaden der BVB Geschichte live miterlebt mit so einigen Titeln, Fußball vom dem die Blauen nur träumen, vielen epischen Geschichten....
Wir haben nach einem Spiel gegen Barcelona, das wir hätten gewinnen können oder sogar müssen, 2:2 gegen Frankfurt gespielt. Stehen jetzt nach 5 Spielen bei 10 Punkten, einen Punkt hinter den Bayern.
ich weiß aber auch nciht, was man noch tun soll.
vielleicht kann man wenig machen? Und man muss akzeptieren, dass dieser BVB gegen Frankfurt manchmal auch an einem Septemberabend 2:2 spielt, wenn einige Spieler in einem Tief sind. So schmerzhaft diese Erkenntnis auch ist.
Das ist eben das Niveauband in dem wir uns bewegen. Mal gewinnen wir den Pokal, dann gibt es wieder schlechte Phasen
Der Schuss kam schon letzte Rückrunde...
Eisen, DO, Montag, 23.09.2019, 16:35 (vor 2434 Tagen) @ Freyr
Es geht wohl kaum um Jammern auf Lauternniveau, sondern schlicht darum zu überlegen, warum die Mannschaft gefühlt seit 2016 nicht mehr Ihre PS auf die Straße bekommt. Wir spielen häufig unsouverän, wir machen gefühlt immer die gleichen Fehler und da darf man doch wohl auch mal drüber nachdenken, warum man mit dem mit Abstand zweitteuersten Kader der Liga immer zittern muss, ob man denn jetzt bei Hertha, in Frankfurt oder Hoffenheim gewinnt.
Natürlich kann man in Frankfurt auch mal 2:2 spielen, darum geht es doch gar nicht. Es geht um die Regelmäßgkeit, in der Rückrunde haben wir in Frankfurt 1:1 gespielt, hatten auch geführt und durften am Ende froh sein, wenigstens einen Punkt mitzunehmen. Jetzt haben wir im Sommer über 100 Mio. € investiert und die Mannschaft zusammengehalten und Eintracht Frankfurt hat seine Büffelherde verloren und am Spielverlauf hat sich nichts geändert.
Es geht immer danach, was man aus seinen Möglichkeiten macht. Es ist toll, dass wir diese Möglichkeiten haben, aber meiner Meinung nach müssten wir unsere Spiele viel souveräner über die Bühne bringen und eben in Frankfurt 7 von 10 Mal klar gewinnen. Stattdessen gewinnen wir dort in den letzten Jahren fast gar nicht.
Kaderstruktur / Rotation
homer73, Dortmund-Wellinghofen (oder Block 87), Montag, 23.09.2019, 13:17 (vor 2434 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
5 Bundesligaspiele + 1 CL + 1 Pokalspiel sind jetzt absolviert. Die ganz heißen Phasen
kommen erst noch. Und ich muss sagen, dass sich für den “heißen Herbst” mein
Optimismus in Grenzen hält.
Favre setzt bisher immer auf die Stamm-Elf. Einzige Ausnahme: Brandt und Hazard teilen sich die Spielzeit, kosten aber auch immer eine Auswechslung.
Offenbar drängt von der Ersatzbank niemand so stark in die Start11, dass mal ein freiwilliger Wechsel aufgrund von Fitness oder Form vorgenommen würde. Akanji hat sich dafür in den
letzten Wochen durchaus angeboten und man muss schonmal fragen, wofür wir eigentlich
einen französischen U21- sowie einen argentinischen A-Nationalspieler im Kader haben.
Gerade die jungen Spieler werden auch dadurch, dass sie nicht spielen, nicht gerade
besser.
Und es wird (schon in der Hinrunde) die Phase kommen, wo Stammspieler nicht mehr
wochenlang englische Wochen werden durchspielen können. Und dann sollen die Götzes,
Zagadous und Weigls auf einmal das Format haben, um gegen Inter die Kohlen aus dem
Feuer zu holen?
Zugegebenermaßen erwische ich mich selbst, dass mir außer Zagadou für Akanji und Götze
für Sancho/Reus/Alcacer niemand einfällt, den ich wirklich gern in der Start11 sehen würde.
Wenn Pischu spielt, ist er zu langsam, wenn spielt er nicht, fehlt seine Erfahrung. Guerreiro ist mal DER LV überhaupt, danach fällt er wieder ins alte Muster und ist defensiv ein Brandherd.
Was wäre hier wohl los gewesen, wenn wir in Frankfurt mit JBL und Dahoud aufgelaufen
und verloren hätten? Spricht aber nicht für die Kadertiefe, dass einem da kaum jemand
einfällt.
Klopp hat es meisterhaft geschafft, dass sich locker 14 Spieler als Stammspieler gefühlt
haben. Da hat sich vorne Perisic aufgedrängt, auf den Flügeln haben sich Kuba, Großkreutz und Götze zwei Positionen quasi geteilt, in der IV war Santana zeitweise der beste Ersatzspieler weit und breit.
Hitzfeld hat das ebenfalls hervorragend verstanden, durch Rotation viele Spieler bei Laune
zu halten und trotzdem (oder gerade dadurch?) ein leistungsförderndes Klima zu schaffen.
Rotation ist für Favre ein Fremdwort - ich fürchte, das wird uns noch ganz böse einholen. Durch Verletzungen, durch Formschwäche, durch “Überspieltheit”.
Kaderstruktur / Rotation
Talentförderer, Dortmund, Dienstag, 24.09.2019, 16:07 (vor 2433 Tagen) @ homer73
Favre hat genauso seine 14-15 Leute auf die er hauptsächlich setzt.
Wären Piszczek und Schulz nicht verletzt wären sie wohl Stammspieler und Hakimi, Guerreiro und Brandt die erweiterten Stammspieler. Nicht anders als bei den anderen Trainern.
Kaderstruktur / Rotation
Didi, Schweiz, Montag, 23.09.2019, 19:35 (vor 2434 Tagen) @ homer73
Letzte Saison hat man in der Vorrunde mit Sancho, Alcacer und Bruun Larsen eigentlich am laufenden Band mit den Spielern 12-15 die Kohlen aus dem Feuer geholt und selbstverständlich hat man in der Rückrunde auch rotiert.
Dass man jetzt den paar Spielen und einer englischen Wochen noch nicht gross rotiert, ist doch keine Überraschung.
Aber irgendwie muss wohl immer ein Monster kreiert werden, um Favre noch einen mitzugeben, wenn schon ein 2:2 in Frankfurt dazu nicht ausreicht.
Kaderstruktur / Rotation
Nietzsche, Montag, 23.09.2019, 15:23 (vor 2434 Tagen) @ homer73
Rotation ist für Favre ein Fremdwort - ich fürchte, das wird uns noch ganz böse einholen. Durch Verletzungen, durch Formschwäche, durch “Überspieltheit”.
Genau das. War letzte Saison schon so.
Kaderstruktur / Rotation
mulcohol, Montag, 23.09.2019, 15:00 (vor 2434 Tagen) @ homer73
Guerreiro ist mal DER LV überhaupt, danach fällt er wieder ins alte Muster und ist defensiv ein Brandherd.
Da widerspreche ich insofern, als dass Guerreiro in den Spielen, in denen er DER LV überhaupt ist, gar nicht groß anders spielt als in denen, wo er defensiver Brandherd ist.
Das ist ein ganz schmaler Grad und hängt einzig und allein davon ab, ob er mit seinen Harakiri-Dribblings quer vor dem eigenen 16ner hängenbleibt oder nicht. Wenn er durchkommt ergeben sich Räume für Konter in Überzahl, wenn nicht, brennt's lichterloh im eigenen Strafraum.
Beispiel für solche Situationen ist auch Hakimi beim Führungstor gegen Leverkusen. Er rennt durch zwei Pillen hindurch und nimmt dabei den Ball mit, weil die sich nicht einig sind. Wenn das schiefgeht, ist die ganze Seite offen, wir haben Unterzahl und Hakimi fehlt hinten.
Diese beiden AVs spielen nun mal so und sind je nachdem die Helden oder die Deppen. Pischu/Schulz wären was das angeht die stabilere Variante.
Kaderstruktur / Rotation
MDomi, Montag, 23.09.2019, 15:00 (vor 2434 Tagen) @ homer73
Frag mal Schmelzer. Der hat sogar Berufsverbot und taugt nur noch als Maskottchen. Trotz immer solider Leistungen, gerade defensiv.
Es sind die Zwischentöne die das Bild ergeben...
, Montag, 23.09.2019, 12:50 (vor 2435 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
"Wir hätten das 2:1 über die Bühne bringen müssen - fertig, aus. Es war alles in Ordnung. Wir hatten das Spiel unter Kontrolle und dann das 2:2", analysierte Reus
zeigt doch das Dilemma einer gewissen Mentalitätsunreife...gerade auswärts, aber auch in manch einem Spiel zu Hause.
Warum das 2:1 über die Bühne bringen und nicht aktiv auf 3:1, 4:1 oder 5:1 spielen? Das Geschehen bestimmen und nicht kontrollieren, wobei eine Kontrolle mit dem Status quo, dem Gegener das eigenen Spiel aufzudrängen ja sehr wohl gegeben wäre. AKTIV agieren, statt passiv verwalten. Vorallem konzentriert im Torabschluss bleiben bis Minute 95.
Wir machen uns häufig über den FCB "lustig", aber legen nicht genau sie das an den Tag, diese Gier, diesen Willen das Spiel bis zum Ende mit der höchstmöglichen Anzahl an eigenen Toren zu beenden? Deren Art "was interessiert uns ein 4:0 wenn wir ein 7:0 erzielen können" und das Saison für Saison.
Naja vielleicht erwartet man auch einfach zu viel von unserer Mannschaft...
Es sind die Zwischentöne die das Bild ergeben...
nico36de, Ruhrgebiet, Montag, 23.09.2019, 14:57 (vor 2434 Tagen) @ HollyB
wenn das zuviel ist, weiß ich es auch nicht mehr. Ich finde es teilweise erbärmlich, wie wenig Einsatz gezeigt wird.
Ich frage mich, warum man bei den Buyern oder den Angestellten des Brauseimperiums eigentlich immer immer das Gefühl hat, dass sie so hoch wie möglich gewinnen wollen. Sicher, da klappt auch nicht immer alles, aber es wirkt eigentlich nie so, als mangele es am Willen.
Wer mit einer solchen Einstellung wie einige unserer Stars über den Platz bewegt, der braucht mal einen kräftigen Tritt in den Arsch. Oder eine Pause zum Nachdenken.
Wenn ich sehe, wie Götze in den paar Minuten aufgetreten ist, wäre es vielleicht ganz gut, mal zu schauen, ob die Herren Hochbezahlt vielleicht beim Sitzen auf der Bank wieder Lust darauf bekommen, sich richtig reinzuhängen.
Der Unterschied zu München...
, Montag, 23.09.2019, 14:55 (vor 2434 Tagen) @ HollyB
Die sind oftmals gallig und gewinnen dann eben auch viele Spiele mit 5 oder mehr Toren...
Bei uns ist häufiger festzustellen, dass beim 3. Tor in den "Hin- und Herschiebe-Modus" geschaltet wird.
Der Unterschied zu München...
Floatdownstream, Lünen, Montag, 23.09.2019, 16:47 (vor 2434 Tagen) @ Tsubasa09
ich hasse sie wie die Pest, aber eines muss man denen lassen: die kriegen in ihrer nie endenden Gier den Hals einfach nicht voll (wofür man sie dann hasst) und offensichtlich ist das Grundvoraussetzung um dort überhaupt aufgestellt zu werden. Das ist eine Qualität, die eben nur 1 Verein in Deutschland hat. Vielleicht passt das Bild des sympathischen Losers/Zweiten aber auch besser zu uns (auch jahrelang erarbeitet).
Der Unterschied zu München...
Floatdownstream, Montag, 23.09.2019, 21:58 (vor 2434 Tagen) @ Floatdownstream
Also als sympathisch werden wir schon lange nicht wahrgenommen, das war nur eine kleine Episode unter Klopp, als wir wirklich der Underdog waren, der es mal allen gezeigt hat. Sind wir nicht mehr. Wir sind jetzt nicht der größte Hai im Becken, aber sicher doch mit Leipzig mehr oder weniger dahinter schwimmend. Nur wird die Borussia sogar bei den meisten Fußballfans jetzt sympathiemäßig gerne auf die gleiche Stufe gestellt, denn man bedient sich wie die Bayern ja gerne bei der Konkurrenz in der Liga und die Mannschaft aus Leipzig spielt oft attraktiver und mit Namen, die man nicht so kennt.
Finde das ja auch gar nicht schlimm, denn nichts macht im Fußball eben unbeliebter bei anderen, als der Erfolg oder man ist aus Schlumpfhausen - da ist es halt immer so, dass man nicht gemocht wird, egal wie man erfolgreich ist oder rumdümpelt.
Wenn Sascha das Mindset anspricht, ist für mich diese eigene Zuweisung der Rolle in der Bundesliga auch ein Teil dessen. Jahrelang wurde gepredigt, und das auch zurecht oftmals, dass wir demütig sein sollten - aber das ist dann doch für mich irgendwann zu viel geworden. Der Verein, der demütig sein muss aufgrund der Geschichte von 2005, ist nun halt auch der Verein, der mit Brust raus und Überzeugung auf das stolz sein muss, was erreicht wurde. Daher fand ich es auch gut, dass man endlich einmal ambitioniert in die Saison gegangen ist. Denn Ambition ist ja kein 'muss' (es birgt nur die Gefahr, dass niemand in der Presse das wirklich checkt und vernünftig einordnet), sondern ein Streben nach etwas. Wenn es aus diesen oder jenen Gründen nicht klappt - okay. Es gar nicht erst zu versuchen, finde ich im Sport aber unangemessen.
Plakativ gesagt: Ich sollte auch als HSV (oder angesichts des letzten Auftritts dort als BVB) die Ambition haben, bei den Bayern zu gewinnen. Darum geht es ja im Sport.
Der BVB sollte auch die Ambition haben, Meister zu werden. Denn natürlich wissen wir wie ein HSV Fan in der Allianzarena, dass es viele Gründe gibt, die dagegen sprechen. Aber wenn man es nicht versucht, hat man bekanntlich sowieso verloren.
Leider fliegt uns diese Selbstverständlichkeit des Wettkampfs jetzt schon um die Ohren, denn der 'selbsternannte Meisterschaftskandidat' strauchelt jetzt im zweiten Auswärtsspiel in Folge. Dass die, die jetzt 'selbsternannt' schreiben die sind, die letztes Jahr gar nicht scharf genug darauf sein konnten, dass beim BVB endlich jemand das Wort Meisterschaft ausspricht, ist geschenkt. Das ist bei der weitgehend drittklassigen deutschen Sportpresse eben nicht anders zu erwarten.
Die Wendung im Mindset, das Bekenntnis, zumindest um Titel mitspielen zu wollen, und auch die Gefahr in Kauf zu nehmen, damit auf die Fresse zu fliegen, das ist meiner Meinung nach immer noch wichtig und ein Schritt dorthin, auch das Mindset von Mannschaft und Umfeld zu ändern. Wieder für jeden Punkt zu kämpfen und reinzuhauen und nicht mit 'CL wird es schon werden, da müssen wir demütig sein' wieder auf den Plätzen 2-4 zu landen.
Der Unterschied zu München...
Floatdownstream, Dienstag, 24.09.2019, 07:49 (vor 2434 Tagen) @ Ostentor
Das Mindset große Titel gewinnen zu wollen und zu können ist bei den Spielern und dem Trainer nicht angekommen.
Dann würde man mit einer ganz breiten Brust auf den Platz gehen und dem Gegner die heilige Furch einbläuen.
Aber nichts, die spielen als ob man auf Augenhöhe ist mit Union oder Frankfurt. Die werden aber garantiert nicht Meister.
Ich spüre in meinem Sport selbst die Unterschiede zwischen "Ich will mitspielen" und "Ich bin geil auf den Sieg". Und wer nur mitspielen will, der spielt am Ende nur mit.
Der Unterschied zu München...
ergo, Magdeburg, Montag, 23.09.2019, 16:26 (vor 2434 Tagen) @ Tsubasa09
zum 3 Tor kommt es doch erst gar nicht unter Favre. Man geht 1:0 in Führung und dann geht das verwalten doch schon los.
Der Unterschied zu München...
Voegi, Porta Westfalica, Montag, 23.09.2019, 15:28 (vor 2434 Tagen) @ Tsubasa09
Die sind oftmals gallig und gewinnen dann eben auch viele Spiele mit 5 oder mehr Toren...
Bei uns ist häufiger festzustellen, dass beim 3. Tor in den "Hin- und Herschiebe-Modus" geschaltet wird.
wenn es mal so wäre...
Es sind die Zwischentöne die das Bild ergeben...
Voegi, Porta Westfalica, Montag, 23.09.2019, 14:12 (vor 2434 Tagen) @ HollyB
"Wir hätten das 2:1 über die Bühne bringen müssen - fertig, aus. Es war alles in Ordnung. Wir hatten das Spiel unter Kontrolle und dann das 2:2", analysierte Reus
zeigt doch das Dilemma einer gewissen Mentalitätsunreife...gerade auswärts, aber auch in manch einem Spiel zu Hause.
Warum das 2:1 über die Bühne bringen und nicht aktiv auf 3:1, 4:1 oder 5:1 spielen? Das Geschehen bestimmen und nicht kontrollieren, wobei eine Kontrolle mit dem Status quo, dem Gegener das eigenen Spiel aufzudrängen ja sehr wohl gegeben wäre. AKTIV agieren, statt passiv verwalten. Vorallem konzentriert im Torabschluss bleiben bis Minute 95.
Wir machen uns häufig über den FCB "lustig", aber legen nicht genau sie das an den Tag, diese Gier, diesen Willen das Spiel bis zum Ende mit der höchstmöglichen Anzahl an eigenen Toren zu beenden? Deren Art "was interessiert uns ein 4:0 wenn wir ein 7:0 erzielen können" und das Saison für Saison.
Naja vielleicht erwartet man auch einfach zu viel von unserer Mannschaft...
der Wandel ist aber tatsächlich schon seit Jahren zu beobachten.... wo in den goldenen Jahren die Mannschaft für ihre Gier in der Presse gefeiert und von der Konkurrenz gefürchtet bzw. Neidisch rüber geschaut wurde, hat sich gefühlt die Denke eingeschlichen "Die Saison ist noch lang, wir führen, also muss dann auch 65% reichen um Körner für die nächsten Wochen zu sparen"
Bedenklich wenn nicht sogar gefährdend...
Es sind die Zwischentöne die das Bild ergeben...
Talentförderer, Dortmund, Montag, 23.09.2019, 16:45 (vor 2434 Tagen) @ Voegi
Was auch daran lag, dass nach 2 Titeljahren mit Klopp teilweise die Verletzungsseuche grassierte und auch hier im Forum viele "Experten" meinten, Klopps Spielstil ist zu anstrengend und verheizt die Spieler.
Es sind die Zwischentöne die das Bild ergeben...
homer73, Dortmund-Wellinghofen (oder Block 87), Montag, 23.09.2019, 15:08 (vor 2434 Tagen) @ Voegi
die Denke eingeschlichen "Die Saison ist noch lang, wir führen, also muss dann auch 65% reichen um Körner für die nächsten Wochen zu sparen"
Bedenklich wenn nicht sogar gefährdend...
.. und hat auch in der Geschichte des Fußballs noch nie funktioniert.
Neu auf schwatzgelb.de: Ihr habt den Schuss nicht gehört
Didi, Schweiz, Montag, 23.09.2019, 10:40 (vor 2435 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Ich bin schon etwas zwiegespalten. Natürlich war das gestern ein eher mässiger Auftritt gegen eine torkelnde Eintracht, aber in der Entstehung dann schon auch sehr unglücklich. Wenn Delaney den Ball durchlässt oder auf die Tribüne haut, gewinnen wir das Spiel 2:1 mit einem Chancenverhältnis von 8:4 und haben dabei noch die deutlich besseren Möglichkeiten.
Ich sehe aber dann schon auch das fehlende Kollektiv und Spieler wie Sancho, Reus und Alcacer, die einfach maximal selbstverliebt ihren Stiefel runterspielen und zu Dritt gestern genau ein Mal (!) ein Foul begangen haben und gemeinsam zwei Mal gefoult wurden.
Zweikampfquoten:
Alcacer 30%
Sancho 33%
Reus 44%
Marco Reus hat kein Foul gespielt, ist gar nie gefoult worden. Aber immerhin in der Analyse ist er treffsicher: Die Abwehr ist schuld. Das er eine gute Chance zum 3:1 vergibt und stattdessen einen Rückpass spielt, hat er dabei wohl leider vergessen.
Der Spagat zwischen "berechtigter Kritik" und "unfairer Hysterie" ist jedenfalls derzeit nicht so leicht zu schaffen und ich finde bspw. die Generalkritik an der Abwehr eher unangemessen, wenn Bürki gestern vielleicht 2 Bälle (Distanzschüsse) halten musste und das eine Tor noch aus einem Eigentor resultiert. Natürlich war das nicht unheimlich sicher, aber bei xGoals hatte die SGE einen Wert von 0.65 oder sowas und das zeigt, dass wir sicher nicht hätten 3 oder 5 Stück kassieren müssen.
Aber unsere Youtube-Fraktion vorne nervt mich schon mächtig und da fehlen dann wohl auch Krieger wie Grosskreutz oder Kuba.
Neu auf schwatzgelb.de: Ihr habt den Schuss nicht gehört
WhiteNoise, Montag, 23.09.2019, 16:35 (vor 2434 Tagen) @ Didi
Meinst Du Lulu kriegt nochmal die Kurve, oder ist Mourinhos Deutschkurs doch ernster zu nehmen?
Neu auf schwatzgelb.de: Ihr habt den Schuss nicht gehört
Knolli, Montag, 23.09.2019, 20:56 (vor 2434 Tagen) @ WhiteNoise
Also wenn das Forum schon bei Favre freidreht ob fehlenden Entertainments, dann...naja. Dann können wir den Laden hier nach 2 Spieltagen zuschließen, wenn Mou übernimmt ;)
Neu auf schwatzgelb.de: Ihr habt den Schuss nicht gehört
Didi, Schweiz, Montag, 23.09.2019, 18:58 (vor 2434 Tagen) @ WhiteNoise
Also ich glaube ja nicht, dass Aki und Susi Lust haben, hier den vierten Trainer innerhalb von 27 Monaten zu präsentieren.
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WhiteNoise, Montag, 23.09.2019, 22:01 (vor 2434 Tagen) @ Didi
Glaube nicht, dass er noch groß Kredit hat. Wäre auch dumm, wenn man nach diesen Investitionen wegen ein paar Millionen an einem Trainer festhält, von dem man nicht überzeugt ist.
Neu auf schwatzgelb.de: Ihr habt den Schuss nicht gehört
Talentförderer, Dortmund, Montag, 23.09.2019, 16:48 (vor 2434 Tagen) @ WhiteNoise
Meinst Du Lulu kriegt nochmal die Kurve, oder ist Mourinhos Deutschkurs doch ernster zu nehmen?
Wenn es so weiter geht wird der Druck so hoch dass Favre nicht haltbar ist, wie halt bei den beiden Vorgängern in den letzten Jahren. Und Mourinho wäre ein riesiges finanzielles Risiko. Zusätzlich zu seinem bescheidenen Bus-parken-Fußball.
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Didi, Montag, 23.09.2019, 13:30 (vor 2434 Tagen) @ Didi
Ich habe das Spiel nicht gesehen, sondern nur hier und im Ticker verfolgen können, aber die Zweikampfwerte stimmen überhaupt nicht positiv, passen aber wunderbar ins Bild der etwas gemütlichen Spiele zuvor.
Leider wird sich Reus wohl nicht hinterfragen, wenn er schon statt der ganzen Mannschaft die Schuld zu geben gleich die Hintermannschaft nimmt. Ich hoffe im Nachgang mit 8 Stunden Schlaf wird ihm heute etwas anderes einfallen.
Feuer ... das fehlte zuvor, das fehlte wohl gestern. Da war bei JK und TT immer mehr Feuer im Spiel, selbst wenn dabei auch mal die Kabine brannte oder öffentlich ein Spieler angegangen wurde.
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Pellegrino, Bierhauptstadt, Montag, 23.09.2019, 16:46 (vor 2434 Tagen) @ Taifun
Leider wird sich Reus wohl nicht hinterfragen, wenn er schon statt der ganzen Mannschaft die Schuld zu geben gleich die Hintermannschaft nimmt. Ich hoffe im Nachgang mit 8 Stunden Schlaf wird ihm heute etwas anderes einfallen.
Er hat aber von Defensivverhalten gesprochen, oder? Das impliziert alle Mannschaftsteile.
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dozer, Montag, 23.09.2019, 13:37 (vor 2434 Tagen) @ Taifun
Man muss sich auch mal unter Kollegen die Meinung geigen dürfen, ohne dass es gleich persönlich genommen wird und zu Unruhe führt. Ich raunze auch mal einen Kollegen an und kann trotzdem 5 Minuten später wieder normal mit ihm reden. Jeder weiß dann was Sache ist und was man von einem erwartet.
Samthandschuhe kann man sich nicht überall erlauben.
Neu auf schwatzgelb.de: Ihr habt den Schuss nicht gehört
uwelito, Wambel forever, Montag, 23.09.2019, 12:50 (vor 2435 Tagen) @ Didi
Ich bin schon etwas zwiegespalten. Natürlich war das gestern ein eher mässiger Auftritt gegen eine torkelnde Eintracht, aber in der Entstehung dann schon auch sehr unglücklich. Wenn Delaney den Ball durchlässt oder auf die Tribüne haut, gewinnen wir das Spiel 2:1 mit einem Chancenverhältnis von 8:4 und haben dabei noch die deutlich besseren Möglichkeiten.
Ich sehe aber dann schon auch das fehlende Kollektiv und Spieler wie Sancho, Reus und Alcacer, die einfach maximal selbstverliebt ihren Stiefel runterspielen und zu Dritt gestern genau ein Mal (!) ein Foul begangen haben und gemeinsam zwei Mal gefoult wurden.
Zweikampfquoten:
Alcacer 30%
Sancho 33%
Reus 44%Marco Reus hat kein Foul gespielt, ist gar nie gefoult worden. Aber immerhin in der Analyse ist er treffsicher: Die Abwehr ist schuld. Das er eine gute Chance zum 3:1 vergibt und stattdessen einen Rückpass spielt, hat er dabei wohl leider vergessen.
Der Spagat zwischen "berechtigter Kritik" und "unfairer Hysterie" ist jedenfalls derzeit nicht so leicht zu schaffen und ich finde bspw. die Generalkritik an der Abwehr eher unangemessen, wenn Bürki gestern vielleicht 2 Bälle (Distanzschüsse) halten musste und das eine Tor noch aus einem Eigentor resultiert. Natürlich war das nicht unheimlich sicher, aber bei xGoals hatte die SGE einen Wert von 0.65 oder sowas und das zeigt, dass wir sicher nicht hätten 3 oder 5 Stück kassieren müssen.
Aber unsere Youtube-Fraktion vorne nervt mich schon mächtig und da fehlen dann wohl auch Krieger wie Grosskreutz oder Kuba.
Wir haben gestern zu Beginn gute bis sehr gute 25 bis 30 Minuten gespielt. Ballsicher (Mehrzahl der Spieler), kompakt stehend, Favre würde zudem wohl sagen geduldig. Man hat solide gegen den Ball gearbeitet, war in Zweikämpfen giftig. Dass wir schon in der Phase bei eigenem Ballbesitz oft zu schlampig (Hakimi fiel deutlich ab) waren, kam eigentlich kaum zum tragen. Frankfurt war nämlich in der Phase total von der Rolle, bekam so gut wie keinen Zugriff und offenbarte schlimme Mängel im eigenen Spielaufbau. Deren Mittelfeld war bis dahin miserabel. Mehr oder weniger plötzlich schaltet unsere Mannschaft dann einen Gang zurück, einige Spieler glaubten ganz offensichtlich, es gehe auch mit ein paar % weniger, da Frankfurt bis dahin so gut wie keinen Zugriff hatte. Hacke, Spitze , Trallala. Hummels schien in dieser Phase der Einzige zu sein, der eine Reaktion zeigte und auch versuchte, korrigierend einzugreifen. Eine Option wäre gewesen, dass man situativ, wie gegen Leverkusen oder Barca, kompakt im Verbund verteidigt, d.h. die offensiven Spieler auch ihren defensiven Part seriös annehmen, um den Gegner merken zu lassen, hier geht heute nichts. Besonders Reus und Sancho waren in dieser Phase aber viel zu passiv. Und von Reus muss in so einer Situation einfach mehr kommen, nicht weil wir nicht genügend Spieler haben, die genügend Dampf machen könnten (Witsel, Delaney, Hummels). Sondern weil unser Spiel mittlerweile komplett auf ihn zugeschnitten ist. Es kam leider in diesen Momenten wenig bis nichts und so biss sich Frankfurt dann immer mehr ins Spiel. Wenn die Mannschaft auf dem Platz Gefahr läuft die Kontrolle abzugeben, sollte natürlich von der Trainerbank korrigiert werden, sollte man meinen. Möglicherweise hätte eine frühere Einwechslung von Götze unserem Spiel Ruhe gebracht, da er im Gegensatz zu Alcacer die Bälle besser gehalten hätte. Das sah bei Götze in den letzten 10 Minuten ganz gut aus. Nicht nachvollziehen konnte ich gestern Favres Entscheidung Zagadou für Hummels zu bringen. Sicherlich kann man dafür Argumente aneinanderreihen. Am Ende bleibt, dass er ins kalte Wasser geworfen wurde und man keinen vernünftigen Spielaufbau von ihm erhoffen durfte. Wäre Weigl da die bessere Option gewesen? Vielleicht. Am Ende bin ich deiner Meinung, dass wir gestern genügend Situationen auf dem Platz hatten, um dass Spiel für uns zu entscheiden. Für mich haben unsere offensiven Spieler leider einfach zu wenig abgeliefert, mit einer Generalkritik an der Abwehrreihe kann ich überhaupt nichts anfangen.
Neu auf schwatzgelb.de: Ihr habt den Schuss nicht gehört
Alones, Montag, 23.09.2019, 10:49 (vor 2435 Tagen) @ Didi
Aber unsere Youtube-Fraktion vorne nervt mich schon mächtig und da fehlen dann wohl auch Krieger wie Grosskreutz oder Kuba.
Es wäre ja schon möglicherweise viel damit geholfen, wenn man das System umstellen würde. Wenn man vorne drin 3 Spieler hat, die jegliche Defensivarbeit verweigern, muss man eine zusätzliche Absicherung reinnehmen. Insbesondere bei Außenverteidigern wie Hakimi oder Guerreiro, die ihre Aufgaben sehr offensiv interpretieren, könnte eine 3er- bzw. 5er-Kette meiner Meinung nach sinnvoll sein. Vllt. würde so ein System der Mannschaft mal etwas Sicherheit & Stabilität geben. Bislang ist Favre allerdings nicht gerade durch Experimentierfreundlichkeit aufgefallen.
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Didi, Schweiz, Montag, 23.09.2019, 11:14 (vor 2435 Tagen) @ Alones
Wie gesagt, die ganz grossen Stabilitätsprobleme habe ich gestern nicht gesehen, oder konnte Bürki auch nur eine Parade verzeichnen?
Und überhaupt, also das System umzustellen, weil die Youtube-Fraktion (insbes. der Kapitän) leider ungerne das Trikot schmutzig macht, wäre schon eine Bankrotterklärung und würde offensiv sicher auch nicht helfen.
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Alones, Montag, 23.09.2019, 11:29 (vor 2435 Tagen) @ Didi
Wie gesagt, die ganz grossen Stabilitätsprobleme habe ich gestern nicht gesehen, oder konnte Bürki auch nur eine Parade verzeichnen?
Dennoch haben sich die Gegentore angekündigt. Das war mit Ansage, weil wir immer passiver wurden. Bis die Spielkontrolle irgendwann völlig weg war. Frankfurt konnte daraus zwar nicht viele hochwertige Chancen herausspielen, aber es hatte sich schon angedeutet, dass da noch Tore fallen würden.
Und überhaupt, also das System umzustellen, weil die Youtube-Fraktion (insbes. der Kapitän) leider ungerne das Trikot schmutzig macht, wäre schon eine Bankrotterklärung und würde offensiv sicher auch nicht helfen.
Nur was willst du machen, um diese Spieler wieder ins Laufen zu bekommen? Wir können nicht Paco, Reus & Sancho gleichzeitig rausnehmen. Erst recht nicht, wenn die Alternative Brandt heißt, der dann sogar noch weniger läuft und kämpft. Blöde Situation, dass wir überhaupt über sowas diskutieren müssen, aber offensichtlich haben wir ein paar Spieler im Kader, die wir aus Qualitätsgründen nicht draußen lassen können, obwohl sie kaum Interesse an Defensivarbeit haben. Dementsprechend müsste man mal darüber nachdenken, wie man diese Spieler vllt. sinnvoller in ein System einbringen könnte.
Wenn das so wäre, wäre es richtig schlimm
Nietzsche, Montag, 23.09.2019, 12:02 (vor 2435 Tagen) @ Alones
Wir können nicht Paco, Reus & Sancho gleichzeitig rausnehmen. Erst recht nicht, wenn die Alternative Brandt heißt, der dann sogar noch weniger läuft und kämpft. Blöde Situation, dass wir überhaupt über sowas diskutieren müssen, aber offensichtlich haben wir ein paar Spieler im Kader, die wir aus Qualitätsgründen nicht draußen lassen können, obwohl sie kaum Interesse an Defensivarbeit haben.
Man stelle sich vor, das wäre wahr. Favre sagt den Spielern, was sie zu tun haben und dass sie defensiv mitarbeiten müssen und die tun das einfach nicht. Über einen langen Zeitraum immer und immer wieder.
Das wäre doch kein Zustand. Sowas ginge einfach nicht. Wenn die Spieler dem Trainer ständig auf dem Kopf rumtanzen, dann wäre der einfach überfordert und gehörte ersetzt.
Ich denke nicht, dass es sich so verhält. Es ist viel wahrscheinlicher, dass die das dürfen. Dass es aus irgendwelchen Gründen so gewollt oder wenigstens akzeptiert ist.
Den daraus folgenden Schluss überlasse ich jedem selbst.
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homer73, Dortmund-Wellinghofen (oder Block 87), Montag, 23.09.2019, 11:58 (vor 2435 Tagen) @ Alones
Nur was willst du machen, um diese Spieler wieder ins Laufen zu bekommen? Wir können nicht Paco, Reus & Sancho gleichzeitig rausnehmen. Erst recht nicht, wenn die Alternative Brandt heißt, der dann sogar noch weniger läuft und kämpft. Blöde Situation, dass wir überhaupt über sowas diskutieren müssen, aber offensichtlich haben wir ein paar Spieler im Kader, die wir aus Qualitätsgründen nicht draußen lassen können, obwohl sie kaum Interesse an Defensivarbeit haben. Dementsprechend müsste man mal darüber nachdenken, wie man diese Spieler vllt. sinnvoller in ein System einbringen könnte.
Dann war dieser Transfersommer wohl doch nicht so clever, wie er schon frühzeitig abgefeiert wurde. Zu den schmächtigen, aber technisch starken und schnellen Paco, Götze, Reus und Sancho noch Brandt und Hazard zu verpflichten... tjoa. Lücken haben wir damit jedenfalls nicht gefüllt.
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Knolli, Montag, 23.09.2019, 12:42 (vor 2435 Tagen) @ homer73
Finde ich schon. Wir haben mit Pulisic einen offensiven Außenspieler verloren, dieser wurde durch Hazard ersetzt. Mit Brandt haben wir jemanden geholt, der (theoretisch) auch mal dafür sorgen kann, dass Reus eine Pause kriegen könnte und (theoretisch) in der Offensive flexibel einsetzbar ist.
Über die Notwendigkeit des Schulz-Transfers kann man sicherlich streiten, wobei man natürlich bedenken muss, dass Hakimi im Sommer wohl weg ist. Morey halte ich für einen guten Transfer der gute Ansätze gezeigt hat, und auch hier: Bedenke, im Sommer sind höchstwahrscheinlich Hakimi und Piszczek weg, kriegen auf der Position also sowieso Bedarf.
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Sascha, Dortmund, Montag, 23.09.2019, 11:18 (vor 2435 Tagen) @ Didi
Du hast halt über die Außen eine kritische Position, wenn du mit Hakimi und Guerreiro spielst, weil sie körperlich ihren Gegnern wenig entgegen setzen.
Ist für mich dann aber auch mit eine Aufgabe der Offensivreihe, dafür zu sorgen, dass der Gegner erst gar nicht in die kritischen Bereiche kommt. Die Zentrale in Abwehr und Mittelfeld hat das, auch wenn das 1:1 für beide IV natürlich doof aussieht, generell ganz gut gelöst.
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Talentförderer, Dortmund, Montag, 23.09.2019, 11:04 (vor 2435 Tagen) @ Alones
Wieviele Teams spielen denn mit Fünferkette? Das ist kein modernes Spielsystem und wird zudem die relativ wenigen Torschüsse nochmal arg reduzieren. Dann wäre 1:0 tatsächlich das Maximalziel.
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Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Montag, 23.09.2019, 12:24 (vor 2435 Tagen) @ Talentförderer
Wieviele Teams spielen denn mit Fünferkette? Das ist kein modernes Spielsystem und wird zudem die relativ wenigen Torschüsse nochmal arg reduzieren. Dann wäre 1:0 tatsächlich das Maximalziel.
Nur weil bestimmte Systeme/Formationen gerade en vogue sind, heißt dies nicht unbedingt, dass sie anderen überlegen sein müssen. Meist ist eine neue Entwicklung eine Reaktion auf eine entstandene Situation. Ob diese dann zielführend ist, muss sich erst beweisen. Jede Entwicklung wird irgendwann eine Gegenentwicklung auslösen und wundersamerweise wird der Fußball dabei seltenst neu erfunden.
Jedes System lässt sich offensiv wie defensiv interpretieren. Und jedes System ändert sich je nach Ballbesitz. Ein 4-2-3-1 z.B. benennt die Offensivausrichtung. Bei gegnerischem Ballbesitz wird es zu einem 4-4-2. Unser Pressing unter Klopp in den Meisterjahren haben wir immer im 4-4-2 gespielt und in der Defensivformation wurde es schon einmal zum 4-1-4-1. Nur kommt niemand auf den Gedanken, dieses System nach der Defensivformation zu benennen. Will man ganz korrekt sein, müsste man von 4-2-3-1 offensiv/4-4-2 defensiv sprechen. Ist halt ein wenig umständlich. Spreche ich von einem 5erketten-System, betone ich die Defensivformation. Die Offensivformation wäre eine 3er-Kettenformation. Also z.B. 3-5-2 offensiv/5-3-2 defensiv. Ich halte es wie vor einiger Zeit schon einmal ausgeführt für sinnvoller, einheitlich die Offensivformation für die Systembenennung zu wählen.
Das 4-2-3-1 wurde Mitte der 00er-Jahre in Spanien etabliert und dann sukzessive in anderen Länder übernommen. Was am Ende dazu führte (wie bei jedem System), dass die Vorteile mit einem solchen System zu spielen, geringer werden. Auch stellen sich die Gegner darauf ein, sodass ich zu entsprechender Reaktion gezwungen werde. Guardiola führte deshalb in Barcelona die 3er-Kette ein, um einen Spieler im Mittelfeld mehr zu haben und somit dort eine Anspielstation mehr als der Gegner. Er ließ dies allerdings in einem 3-4-3 spielen, dass in der Defensivformation zu einem 4-4-2 wurde, also nicht zu einer 5er-Kette. Überhaupt führte es Guardiola ein, je nach Spielsituation und Erfordernis das System während eines Spiels anzupassen. Da wechselte eine 4er- mit einer 3er-Abwehrkette, würde aus einem 3er- ein Einmannsturm, aus einem 3er-Mittelfeld ein 4er- oder 5er-Mittelfeld. Hauptziel war es zumeist, den Gegner aus seinen Positionen in einer konsequenten Abwehrformation mit zwei Viererketten herauszulocken.
‚Modern’ oder ‚unmodern‘ kann eine Formation somit nicht sein, nur passend oder unpassend. Favre hat übrigens in seiner Zeit bei Nizza mehr als ein Viertel seiner Spiele dort mit einer 3er-Kette bestreiten lassen, vor allem zu Beginn seiner Tätigkeit dort. Theoretisch wäre ein 3er-Kettensystem durchaus auch bei uns denkbar, praktisch allerdings wohl kaum. Die Dreierabwehrkette muss nicht zwangsläufig mit Innenverteidigern besetzt sein. Die Halbverteidigerpositionen können auch mit geeigneten Außenverteidigern besetzt werden. Alaba hat dies bei Bayern einige Male übernommen, Piszczek käme bei uns z.B. dafür infrage. Insgesamt sind wir allerdings mMn hier zu dünn besetzt, um diese Formation über einen längeren Zeitraum spielen zu lassen.
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Alones, Montag, 23.09.2019, 11:20 (vor 2435 Tagen) @ Talentförderer
Wieviele Teams spielen denn mit Fünferkette? Das ist kein modernes Spielsystem und wird zudem die relativ wenigen Torschüsse nochmal arg reduzieren. Dann wäre 1:0 tatsächlich das Maximalziel.
Tuchel hat das regelmäßig spielen lassen. Pep auch. Juve hat mehrere Jahre ganz erfolgreich so gespielt. Nagelsmann war mit diesem System nicht ganz unerfolgreich in Hoffenheim. Selbst Barca spielt öfters mal mit Dreierkette. Dafür, dass das kein modernes System mit nur relativ wenigen Torschüssen sein soll, wird es aber von vielen großen Vereinen sowie Trainern ganz erfolgreich praktiziert. Auch Favre hat in seiner Karriere schon 3er-Kette spielen lassen.
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Talentförderer, Dortmund, Montag, 23.09.2019, 11:28 (vor 2435 Tagen) @ Alones
Hat aber auch seinen Grund warum es alle nicht permanent spielen. Der Hauptgrund ist, du opferst einen Offensivspieler. ich halte es nicht passend für das Spielermaterial in Dortmund. Dafür brauchst du zwingend einen Gündogan (oder ähnliche) im Zentrum.
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Alones, Montag, 23.09.2019, 11:34 (vor 2435 Tagen) @ Talentförderer
Hat aber auch seinen Grund warum es alle nicht permanent spielen. Der Hauptgrund ist, du opferst einen Offensivspieler. ich halte es nicht passend für das Spielermaterial in Dortmund. Dafür brauchst du zwingend einen Gündogan (oder ähnliche) im Zentrum.
Das stimmt einfach nicht. 2017 hat es Juve auf diese Weise ins CL-Finale geschafft. Pep hat im Grunde eine Saison lang komplett so spielen lassen bei den Bayern. Nagelsmann hat mit Hoffenheim die CL-Quali geschafft. Es gibt mehr als genug Beispiele, dass so ein System dauerhaft erfolgreich sein kann.
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Talentförderer, Dortmund, Montag, 23.09.2019, 12:28 (vor 2435 Tagen) @ Alones
Und wieso wurde es nicht beibehalten? und wieso spielen nicht 18 Bundesligisten so?
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Sascha, Dortmund, Montag, 23.09.2019, 09:59 (vor 2435 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Vielleicht wäre ein Typ wie (!) Mandszukic vorne wirklich sehr sinnvoll gewesen. Einer, der permanent und in jedem Spiel viel unterwegs ist.
Ich glaube nicht, dass Favres System der Spielkontrolle das Problem ist. Es ist mit Sicherheit nicht spektakulär und ich kann verstehen, warum einige damit nicht warm werden. Aber wenn man es richtig durchzieht, wird es verdammt effektiv.
Gleichzeitig birgt es in meinen Augen eine Gefahr und unsere offensiven Ballkünstler sind für diese Gefahr sehr anfällig: Passivität. Das mit der Spielkontrolle funktioniert nämlich auch nur, wenn man das Spiel des Gegners mit den richtigen Laufwegen in ungefährliche Bereiche kanalisiert. Dann kann man auch mal tiefer stehen und auf Ballgewinne über Umschaltsituationen setzen.
Bei uns schleicht sich allerdings dann schnell der Schlendrian ein. Vorne geht man nicht mehr richtig mit, beziehungsweise lässt sich in Zweikämpfen sehr leicht abkochen und ermöglicht dem Gegner dadurch, Schritt für Schritt das Spielgeschehen in unsere Hälfte zu schieben und Druck aufzubauen.
Der Marco Reus aus der letzten Hinrunde war damals der Spieler, der die Wege gegangen ist, die weh tun und der dem Gegner "Gegendruck" bietet. Aktuell lullen sich alle häufig gegenseitig ein, genügen sich darin, den Ball kunstvoll mit der Hacke weiterzuleiten und verfallen ziemlich schnell in ein "so tun als ob".
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Talentförderer, Dortmund, Mittwoch, 25.09.2019, 11:52 (vor 2433 Tagen) @ Sascha
Vielleicht wäre ein Typ wie (!) Mandszukic vorne wirklich sehr sinnvoll gewesen. Einer, der permanent und in jedem Spiel viel unterwegs ist.
Ich nachhinein ärgerts mich wieder, dass wir den Max Kruse nicht bekommen haben. Der hätte auch noch ordentlich Mentalität ins Team bringen können.
Manndeckung der Eintracht: Unsere Antwort war nur zeitweise richtig
Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Montag, 23.09.2019, 17:08 (vor 2434 Tagen) @ Sascha
Vielleicht wäre ein Typ wie (!) Mandszukic vorne wirklich sehr sinnvoll gewesen. Einer, der permanent und in jedem Spiel viel unterwegs ist.
Ich glaube nicht, dass Favres System der Spielkontrolle das Problem ist. Es ist mit Sicherheit nicht spektakulär und ich kann verstehen, warum einige damit nicht warm werden. Aber wenn man es richtig durchzieht, wird es verdammt effektiv.
Gleichzeitig birgt es in meinen Augen eine Gefahr und unsere offensiven Ballkünstler sind für diese Gefahr sehr anfällig: Passivität. Das mit der Spielkontrolle funktioniert nämlich auch nur, wenn man das Spiel des Gegners mit den richtigen Laufwegen in ungefährliche Bereiche kanalisiert. Dann kann man auch mal tiefer stehen und auf Ballgewinne über Umschaltsituationen setzen.
Bei uns schleicht sich allerdings dann schnell der Schlendrian ein. Vorne geht man nicht mehr richtig mit, beziehungsweise lässt sich in Zweikämpfen sehr leicht abkochen und ermöglicht dem Gegner dadurch, Schritt für Schritt das Spielgeschehen in unsere Hälfte zu schieben und Druck aufzubauen.
Ganz generell habe ich unser Spiel gestern gar nicht so schlecht gesehen. Letztlich haben wir unnötigerweise zwei Punkte hergegeben. Was neben Fehlern im individualtaktischen Bereich mMn daran lag, dass wir phasenweise unzureichend oder auch nicht richtig oder konsequent genug auf das veränderte Agieren des Gegners unsererseits reagiert haben. Einiges vom dem, was Du in Deinen Ausführungen beschreibst, liegt mAn darin begründet.
Das Mittelfeld der Eintracht ist nicht sonderlich kreativ aufgestellt gewesen. Mit Fernandes ein Abräumer vor der 3er-Kette, mit Kohr ein lautstarker ähnlicher Spielertyp davor und neben diesem mit Sow ein talentierter Spieler, der aber noch in der Phase der Umstellung auf ein anderes Liganiveau ist. Gefahr für den Gegner produziert die Eintracht diese Saison nicht durch die Mitte, sondern über die wingbacks Kostić auf links und Durm/Costa/Chandler auf rechts. Das war zwar auch in der letzten Saison unter Hütter ähnlich und auch bei Kovac so. Doch durch die massiven Veränderungen im Sturm ist dies noch einmal stärker ausgeprägt. Nicht von ungefährdet man mit Dost einen Abnehmer für hohe Flanken als Zentralstürmer noch auf den letzten Drücker verpflichtet. In der Anfangsphase bekam die Eintracht auch keinen Zugriff auf unser Spiel und wir konnten unsere spielerische Überlegenheit gerade im Mittelfeld geschickt ausnutzen. Im Laufe der ersten Halbzeit intensivierte die Eintracht dann ihr Mittelfeldpressing und setzte dieses höher an. Das ist ein Grund gewesen, warum wir immer tiefer standen und nicht mehr von hinten heraus den Spielaufbau betreiben konnten. Der für mich entscheidende war, dass Hütter im Mittelfeld auf Manndeckung umgestellt hat. Damit wollte er die Dominanz unseres Mittelfeldes unterbinden, was ihm gelungen ist. In erster Linie deshalb, weil unsere Spieler sich dieser unangenehmen Manndeckung entzogen haben. Allerdings nicht so, wie man dies macht, um die Spielkontrolle zu behalten, sondern indem man sich zurückzog. Die geräumten Mittelfeldräume wurden dann auch nicht von den Offensivspielern besetzt und so dem Gegner überlassen. Gleichzeitig verstärkte die Eintracht ihr Spiel über die Außen. Kostić hatte dabei nicht seinen besten Tag und sein Zusammenspiel mit dem neuen Sturm funktioniert noch nicht so recht. Über die rechte Seite ging es dafür umso effektiver. Bei konsequenter Defensivarbeit unserer Offensivaußen wäre dies so leicht nicht möglich gewesen.
Das adäquate Mittel bei Manndeckung des Gegners ist das Spiel ohne Ball. Die Mitspieler müssen immer wieder ihre Gegenspieler durch plötzlich angezogene Spurts mitziehen, sodass freie Räume entstehen, in die aufgerückte Spieler stoßen können. D.h. z.B. man zieht 10x einen Spurt an, wird aber vielleicht nur einmal tatsächlich angespielt. Dieses Spiel ohne Ball haben wir zu Beginn der zweiten Halbzeit dann recht gut hinbekommen und folgerichtig auch den erneuten Führungstreffer erzielt. Um dann aber wieder diesbezüglich nachzulassen. Es ist sicherlich verständlich, erhöhten Aufwand minimieren zu wollen. Aber nicht immer ist das zielführend.
Der Marco Reus aus der letzten Hinrunde war damals der Spieler, der die Wege gegangen ist, die weh tun und der dem Gegner "Gegendruck" bietet. Aktuell lullen sich alle häufig gegenseitig ein, genügen sich darin, den Ball kunstvoll mit der Hacke weiterzuleiten und verfallen ziemlich schnell in ein "so tun als ob".
Siehe oben. Reus hat die notwendigen Läufe genauso eingestellt wie seine Mitspieler.
Wenn wir um die Meisterschaft mitspielen wollen, werden uns spielerisch/technisch/individualtaktisch limitierte Spieler nicht weiterhelfen. Aber ohne die Bereitschaft, immer wieder auch vermeintlich vergeblich zu Laufen, werden wir bestimmte auch kein Meister.
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, Montag, 23.09.2019, 13:33 (vor 2434 Tagen) @ Sascha
Das Problem ist das Spiel der absoluten Ballkontrolle die man halt nicht zu 100% hat. Und man ist komplett eingelullt.
Spiele werden durch Tore gewonnen, nicht durch Ballbesitz und Ballgeschiebe. Hat man in Lev. gesehen. Da ging es ohne Ballbesitz und hohe Ballkontrolle.
Man ist einfach nur etwas besser als der Rest in der Liga und man muss genauso schuften und schwitzen um dieses bisschen in Tore umzusetzen. Und das sehe ich nicht.
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homer73, Dortmund-Wellinghofen (oder Block 87), Montag, 23.09.2019, 11:55 (vor 2435 Tagen) @ Sascha
Der Marco Reus aus der letzten Hinrunde war damals der Spieler, der die Wege gegangen ist, die weh tun und der dem Gegner "Gegendruck" bietet. Aktuell lullen sich alle häufig gegenseitig ein, genügen sich darin, den Ball kunstvoll mit der Hacke weiterzuleiten und verfallen ziemlich schnell in ein "so tun als ob".
.. und das Anlaufen vorne wird nur noch einzeln vorgenommen (was man sich dann auch klemmen kann)
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hanno29, Berlin, Montag, 23.09.2019, 12:18 (vor 2435 Tagen) @ homer73
Der Marco Reus aus der letzten Hinrunde war damals der Spieler, der die Wege gegangen ist, die weh tun und der dem Gegner "Gegendruck" bietet. Aktuell lullen sich alle häufig gegenseitig ein, genügen sich darin, den Ball kunstvoll mit der Hacke weiterzuleiten und verfallen ziemlich schnell in ein "so tun als ob".
.. und das Anlaufen vorne wird nur noch einzeln vorgenommen (was man sich dann auch klemmen kann)
Ich glaube Paco hat teilweise richtig die Goschn voll, weil er da vorn wie ein Schüler, der den Bus verpasst hat wartet, dass etwas passiert. Jetzt kann man natürlich sagen, der soll gefälligst mit nach hinten arbeiten, dann bekommt er auch den Ball zu sehen, nur die Jobbeschreibung eines Mittelstürmers ist dann doch eine andere. Er wird nur selten mit Pässen gefüttert, seine Arbeitsalltag zeichnet sich durch viel Leerlauf aus, also irgendwie passt das nicht so optimal - Paco <> System
Neu auf schwatzgelb.de: Ihr habt den Schuss nicht gehört
-RoB-, 35 KM vom WS entfernt, Montag, 23.09.2019, 12:52 (vor 2435 Tagen) @ hanno29
Ich glaube Paco hat teilweise richtig die Goschn voll, weil er da vorn wie ein Schüler, der den Bus verpasst hat wartet, dass etwas passiert. Jetzt kann man natürlich sagen, der soll gefälligst mit nach hinten arbeiten, dann bekommt er auch den Ball zu sehen, nur die Jobbeschreibung eines Mittelstürmers ist dann doch eine andere. Er wird nur selten mit Pässen gefüttert, seine Arbeitsalltag zeichnet sich durch viel Leerlauf aus, also irgendwie passt das nicht so optimal - Paco <> System
Finde nicht, dass Paco nicht ins System passt. Nur - es sei denn wir treten wirklich 90 Minuten dominant auf a la Leverkusen-Spiel - ich finde Reus UND Paco Zusammen im Zentrum nicht wirklich kompatibel.
Wie Sascha bereits schreibt hätte uns ein Spieler a la Mandzukic Gestern wirklich gut getan. Wie oft wurden (speziell im Verlauf der ersten HZ) sogar relativ präzise hohe Bälle nach vorne gespielt? Einzig verwerten konnte diese keiner der Beiden genannten. Wäre dort ein eher kopfballstarker Spieler gestanden, der dann versucht die Bälle abzulegen/weiterzuleiten auf den schneller Techniker (halt Reus oder Paco), der steil geht - es wären wahrscheinlich mit "einfachen" Mitteln einige Möglichkeiten heraus gekommen. So nimmt man sich vollkommen diese Dimension aus dem Spiel, die durch die präzisen, tiefen Zuspiele eines Hummels oder Rapha entstehen können.
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uwelito, Wambel forever, Montag, 23.09.2019, 13:55 (vor 2434 Tagen) @ -RoB-
Dass war gestern in der Tat auffällig, beim Ablegen und Durchstecken fehlte Präzision und teilweise auch ein bisschen Glück. In der zweiten HZ kam dazu, dass kaum zweite Bälle festgemacht wurden, weil man hinten nicht konsequent nachgerückt ist.