Neu auf schwatzgelb.de: Die Sache mit der Einstellung (BVB)
Redaktion schwatzgelb.de
, Dortmund, Mittwoch, 04.09.2019, 12:13 (vor 2452 Tagen)
Es gibt im Fußball unfassbar viele Dinge, die weniger nerven als die erste Länderspielpause. Man hat sich gerade wieder an den Bundesligaalltag gewöhnt, das Wetter bietet vielleicht zum letzten Mal im Jahr die Chance auf einen Stadionbesuch im Kurzarmtrikot ? und dann ist Pause. Aber sie markiert auch eine Art Zäsur zwischen ?Saisonstart? und ?richtiger Saison?. Eine Gelegenheit für eine kleine Zwischenbilanz.
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Neu auf schwatzgelb.de: Die Sache mit der Einstellung
Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Freitag, 06.09.2019, 00:17 (vor 2450 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Der Kernaussage Deines Artikels kann ich nur zustimmen und die Forderung Favres unterstreichen, Ruhe im Spiel zu bewahren und die Konzentration aufrecht zu erhalten. Das bezieht sich nicht nur auf das Offensivspiel gegen einen tief und kompakt stehenden Gegner, sondern auch auf die Konterabsicherung und die Verteidigung gegnerischer Standards. Wobei ich persönlich eher den Begriff ‚Konsequenz‘ statt Ruhe präferieren würde.
Was nicht wenige außer acht lassen, wenn sie das vermeintlich zu wenig effektive Spiel unserer Mannschaft gegen stark defensiv eingestellte und auf gelegentliche Konter lauernde Gegner bemängeln, ist die Tatsache, dass sich das entsprechende Defensivspiel in den letzten 10 Jahren verändert hat. Während Otto Rehhagel mit Griechenland bei der EM 2004 noch ‚Strafraumverrammelung mit Manndeckung und einen Libero im 5m-Raum und einem Spieler vor dem Strafraum für Konter‘ in einer Art 1-8-1 ;-) spielen ließ, geht es heute um das Nichtzulassen von Räumen für den Gegner im Verteidigungsdrittel. Die taktischen Mittel dazu wie ballorientiertes Veschieben erfordern keine allzugroße fußballerische Klasse, sondern sehr viel Disziplin und Laufarbeit. Jedes fußballerisch limitierte Team kann so einem fußballerisch überlegenen Team das Leben nicht nur sehr schwer machen, sondern diesem ein Remis abringen oder gar einen Sieg einfahren. Letzteres vor allem dann, wenn Nachlässigkeiten / Unkonzentriertheiten zu Kontern führen.
Wie ich an anderer Stelle geschrieben habe, benötigt man gegen solche Teams eine schnellere Ballzirkulation, um dann doch irgendwann bei konsequentem Spiel (und sei es in der 89. Minute) den entscheidenden Raum zu öffnen, in den man dann hineinspielen und zum Torabschluss kommen kann. Dies scheint bei uns nach wie vor gegen entsprechend spielende Gegner ein Manko zu sein. Bereits in der letzten Saison war dies ein Kritikpunkt meinerseits. Schneller bedeutet aber auch noch konzentrierter, denn Schnelligkeit darf im Passspiel nicht auf Kosten der Präzision gehen. Das bedeutet aber auch, dass Spieler auf dem Platz sein müssen, die schnelles, präzises und sicheres Passspiel nicht überfordert.
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Klopfer
, Dortmund, Freitag, 06.09.2019, 01:46 (vor 2450 Tagen) @ Will Kane
bearbeitet von Klopfer, Freitag, 06.09.2019, 01:50
Das bedeutet aber auch, dass Spieler auf dem Platz sein müssen, die schnelles, präzises und sicheres Passspiel nicht überfordert.
Also kein Schulz, kein Schmelzer, kein Akanji und kein Dahoud...
SGG
Klopfer
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Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Freitag, 06.09.2019, 10:29 (vor 2450 Tagen) @ Klopfer
Das bedeutet aber auch, dass Spieler auf dem Platz sein müssen, die schnelles, präzises und sicheres Passspiel nicht überfordert.
Also kein Schulz, kein Schmelzer, kein Akanji und kein Dahoud...SGG
Klopfer
Es geht ja um die Spielweise gegen sehr tief und kompakt stehende Gegner, welche die für unser Offensivspiel nicht die benötigten Räume zulassen. Genauer gesagt um solche Teams, die eine entsprechende Spielweise sehr extrem praktizieren. Das sind keine Clubs, die üblicherweise im oberen Tabellendrittel angesiedelt sind. Und wenn Clubs, die normalerweise im Mittelfeld zu erwarten sind, eine entsprechende Defensivausrichtung gegen uns wählen, dann praktizieren sie diese nicht wie eben jene Clubs, die permanent gegen den Abstieg spielen. Wozu auch oft Aufsteiger zählen, wobei es hier auch Ausnahmen gibt wie vielleicht Paderborn diese Saison oder ‚eigentliche Erstligisten‘.
Es geht also um eine überschaubare Anzahl von Spielen in der Saison. Und da sollte ein Kader schon so ausgerichtet sein, dass man die eine oder andere Position schon mit einem ballsichererem Spieler besetzen kann. Ein Niko Schulz z.B. ist von den Clubverantwortlichen wahrscheinlich hauptsächlich wegen seiner offensiven Dynamik auf dem Flügel sowie seiner im Vergleich zu anderen Außenverteidigern effektiven Hereingaben bei gleichzeitiger solider Defensivarbeit geholt worden. Das wird unserem Spiel auch gegen gut zwei Drittel unserer Gegner guttun (wenn Schulz in unser Spiel adäquat eingebunden sein wird). Aber gegen die anderen Teams dürfte er für die gegen diese Mannschaften notwendige schnelle, präzise und sichere Ballzirkulation eher weniger geeignet sein. Und als Außenverteidiger, der gegen solche Teams hoch stehen muss (was Schulz eh tut), ist man zwangsläufig in diese Ballzirkulation eingebunden. Ob das für alle Positionen im gleichen Maße gilt, ist eine andere Frage. Ein oder zwei weniger passstarke Spieler, die allerdings nicht der Kategorie ‚Holzfuß‘ angehören sollten, dürfte man auf für die Ballzirkulation weniger wichtigen Positionen verkraften können.
In der Innenverteidigung bin ich gespannt, wie ein Balerdi sich hier präsentieren wird. Ein richtiges Bild kann man sich von ihm naturgemäß noch nicht machen, aber ich kann mir vorstellen, dass sein Passspiel eine Optimierung für uns darstellen kann. Was Dahoud anbelangt, so ist er wohl nicht mit den Fähigkeiten eines Gündogan gesegnet, auch wenn man sich dies vielleicht erhofft haben mag.
Da die entsprechenden Gegner uns nicht den Gefallen tun und ihr Spiel gegen uns ändern werden, sollten wir unseren Kader in der nächsten Sommertransferperiode (die Wintertransferperiode scheidet hier wohl aus) angemessen adjustieren. Angemessen deshalb, weil in einem Kader durchaus unterschiedliche Spielertypen vorhanden sein sollten. Um eben angemessen gegen jeden Gegner agieren zu können.
Sicherlich ist auch das Suchen von 1:1-Situationen ein probates Mittel gegen entsprechend defensiv spielende Teams, aber zum einen kann man nicht permanent in 1:1-Situationen gehen und es kommen dafür auch nicht so sehr viele Spieler infrage. Zum anderen ist dabei die Gefahr von Ballverlusten und daraus folgenden schnellen Kontern groß. Und die haben gegen uns schon das eine oder andere Mal leider ‚gesessen‘.
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bobschulz, MS, Freitag, 06.09.2019, 08:09 (vor 2450 Tagen) @ Klopfer
Das bedeutet aber auch, dass Spieler auf dem Platz sein müssen, die schnelles, präzises und sicheres Passspiel nicht überfordert.
Also kein Schulz, kein Schmelzer, kein Akanji und kein Dahoud...SGG
Klopfer
Eventuell ist es aber auch etwa bei Akanji eine Frage des Selbstvertrauens.
Als letzte Hinrunde Alles gut lief kamen seine Bälle an und er konnte einen Ball wie vor dem 1-2 von Union problemlos annehmen. Eventuell schafft Favre es auch nicht, gerade seinen Abwehrspielern Selbstsicherheit einzuimpfen. Ob die Gedanken zu sehr bei Man Utd, Hummels im Mannschaftsrat oder - während besagter Ballannahme- schon beim nächsten Pass sind, die Konzentration fehlt Akanji derzeit.
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Peter_Tirol, Vomp, Freitag, 06.09.2019, 07:18 (vor 2450 Tagen) @ Klopfer
Schulz hatte ja keine lange Beurteilungsphase, oder? ;-)
Sehe ich anders
Nietzsche, Donnerstag, 05.09.2019, 11:50 (vor 2451 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Das zentrale Argument des Artikels ist:
"Die Mannschaft ist den meisten Teams der Liga individuell deutlich überlegen und diese Überlegenheit wird immer spielentscheidender, je mehr man das Spielgeschehen in geordnete Bahnen lenken kann."
Das hört man oft, aber stimmt das eigentlich? Ich denke, nicht.
Wenn das Spiel etwas wilder und damit schneller wird, müssen alle Entscheidungen unter viel höherem Zeitdruck gefällt werden.
Sind es nicht gerade diese Situationen, in denen die höhere individuelle Qualtität so richtig wertvoll ist?
Bitte nicht falsch verstehen, ich plädiere nicht dafür, dass unsere Jungs grätschen und den Ball auf die Tribüne ballern. Oder dass Angriffe im Hurra-Stil nach vorn gebolzt werden.
Aber ordentlich Druck machen und Fehler provozieren würde uns einen riesengroßen Vorteil verschaffen.
Auf der anderen Seite hat ein limitierter Gegner bei langsamerem und kontrolliertem Spiel auch Atempausen. Er kann sich vor allem mental erholen und so die Fehlerrate niedriger halten.
Wenn der Gegner sich reinhaut, wir aber auch im hitzigen Gefecht ständig die besseren Lösungen finden, laugt das physisch und vor allem auch psychisch aus.
Ich finde das Argument also nicht überzeugend. Zumal die meisten Spitzenmannschaften auch so auftreten, wie ich es beschrieben habe. Den Gegner ständig bedrängen, ständig vor Probleme stellen, ständig (vor allem auch mental!) beschäftigen und Druck, Druck, Druck machen.
Sehe ich anders
Tom Frost, Donnerstag, 05.09.2019, 13:39 (vor 2451 Tagen) @ Nietzsche
Die von Dir zitierte Vereinfachung war mir auch etwas zu viel.
Dennoch ist es eine Gratwanderung.
Unsere Qualität sollte sich zwar darin äußern, dass wir handlungsschneller sind, aber der Genauigkeitsanspruch an eine gelungene Offensivaktion ist auch ungleich höher als an eine gelungene Abwehraktion.
Letzteres kann auch mal nur darin bestehen, irgendwie den Ball zu berühren, um den Spielzug zu beenden. Wenn man da zu sehr das Tempo anzieht, überfordern wir uns hinterher selbst.
Generell ist für mich ein erfolgversprechender Ansatz, den Gegner in Aktionen zu zwingen, in denen er spontan reagieren muss und nicht auf einstudierte Abläufe zurückgreifen kann.
Manchmal kommt es mir so vor, als würden wir den Gegner im Laufe der Partie schön daran gewöhnen, wie wir spielen. Überraschend sind eher mal die Einzelaktionen wie ein Dribbling von Sancho, als ein überraschender Spielzug oder Positionswechsel. 1:1 Positionswechsel wie Sancho links, dafür Hazard rechts, sind da zu wenig. Beide auf einer Seite, mal ein Hummels, der im 16er auftaucht etc pp
Hier scheint mir Favre zu sehr die sicheren Optionen zu bevorzugen.
Auch Tempovariationen im Anlaufen (hust) sind wichtig. Wenn ich den Gegner immer ansprinte, kann er damit genausogut klarkommen, wie mit immer anjoggen. Der Mix macht es, in Sicherheit wiegen, mal eine Finte was den Laufweg angeht... Da machen wir wenig, vor allem im Kollektiv.
Sehe ich anders
Sascha, Dortmund, Donnerstag, 05.09.2019, 12:17 (vor 2451 Tagen) @ Nietzsche
Wenn das Spiel etwas wilder und damit schneller wird, müssen alle Entscheidungen unter viel höherem Zeitdruck gefällt werden.
Gleichzeitig steigt aber auch die Fehleranfälligkeit in Hinsicht auf Richtigkeit der Entscheidung und Ausführung.
Sehe ich anders
Nietzsche, Donnerstag, 05.09.2019, 14:15 (vor 2451 Tagen) @ Sascha
Wenn das Spiel etwas wilder und damit schneller wird, müssen alle Entscheidungen unter viel höherem Zeitdruck gefällt werden.
Gleichzeitig steigt aber auch die Fehleranfälligkeit in Hinsicht auf Richtigkeit der Entscheidung und Ausführung.
Ja natürlich. Aber genau darin besteht doch das Bessersein unserer Spieler. Sie geraten erst sehr viel später aus ihrer "Sicher-Zone", d.h. sie spielen noch normal, während der Gegner bereits überproportional viele Fehler macht.
Ich rede ja auch nicht davon, total zu überdrehen. Einfach nur an unsere eigene Grenze gehen und den Gegner damit möglichst überfordern. Und unser Spiel so anlegen, dass der Gegner idealerweise gleich bei 100%+ sein muss, um mitzuhalten.
Natürlich steigt damit auch unsere Fehlerrate. Allerdings kommt auch dann wieder der Qualitätsunterschied zum Tragen.
Der Gegner hat auch dann eine höhere Fehlerrate und wir sind viel viel besser im Ausnutzen von Fehlern.
Sehe ich anders
Nietzsche, Donnerstag, 05.09.2019, 13:26 (vor 2451 Tagen) @ Sascha
Ja eben. Denn bei Druck und Geschwindigkeit sollten doch schlechtere Spieler mehr Fehler machen als die guten. Genau das ist doch das Argument, zumindest verstehe ich es so.
Sehe ich anders
Sascha, Dortmund, Donnerstag, 05.09.2019, 13:47 (vor 2451 Tagen) @ RE_LordVader
Ja eben. Denn bei Druck und Geschwindigkeit sollten doch schlechtere Spieler mehr Fehler machen als die guten. Genau das ist doch das Argument, zumindest verstehe ich es so.
Warum sollten sie quantitativ mehr Fehler machen? Ein richtig guter Kicker spielt vielleicht einen Pass, den ein nicht so guter nicht spielen wird. Aber wenn der gute Kicker ihn unter Druck nicht ganz mit der richtigen Richtung und der richtigen Schärfe spielt, dann ist das genau so ein Fehler wie ein mittelguter, der einen einfacheren Ball verdaddelt. Aber es heißt doch nicht, dass der Mittelgute dann auf einmal zwei Fehler macht.
Sehe ich anders
Nietzsche, Donnerstag, 05.09.2019, 14:10 (vor 2451 Tagen) @ Sascha
Du gehst also davon aus, dass die Fehlerquote bei schlechten Spielern unter Druck/Geschwindigkeit nicht stärker steigt als bei guten Spielern.
Sehe ich anders. Denn wenn mehr schnelle Entscheidungen und schnelle Abspiele erfolgen wirken sich meiner Erfahrung nach eben die Ungenauigkeiten stärker aus. (Wo ein guter Spieler halt noch eher in der Fehlertoleranz bleibt (der Pass also noch ankommt, wenn auch nicht ganz perfekt, geht er beim schlechteren Spieler zum Gegner...)
Und mann kann natürlich auch sagen, dass wenn die Passquote gleich bleibt die aber beim schlechteren Spieler schlechter ist, es natürlich Vorteile für den besseren Spieler geben muss, wenn die Anzahl der Pässe höher ist.
Aber natürlich ist das letztlich eine Frage der Sichtweise... ich will nicht behaupten dass diese theoretischen Betrachtungen so 1:1 auf dem Platz passieren ;-)
Ich wollte nur das Argument "erklären".
Sehe ich anders
Sascha, Dortmund, Freitag, 06.09.2019, 07:10 (vor 2450 Tagen) @ RE_LordVader
Aber trotzdem brauchst du für ein gutes Passspiel die Einhaltung der Grundordnung. Der Passgeber muss sich auf diesem Niveau auch darauf verlassen können, dass sich der geplante Empfänger im richtigen Raum befindet und darf sich nicht erst groß umgucken müssen.
Je wilder und hektischer das Spiel wird, desto mehr geht diese Grundordnung allerdings verloren.
Aber nur mal zur Klarstellung: Ich meinte mit Ruhe und Ordnung keinen Schlaftablettenfußball, wenn das so angekommen sein sollte. Natürlich muss das Tempo an sich hoch sein. Ohne Geschwindigkeit gewinnst du im Profifußball keinen Blumentopf. Aber du darfst dich auch nicht von einer wilden Atmosphäre anstecken lassen, die dich dazu verleitet, dich wild in einen relativ bedeutungslosen Zweikampf zu stürzen, wenn du damit anderswo wichtige Lücken in der Grundordnung reißt.
Genau so wie du offensiv eben den kühlen Kopf bewahren und notfalls den sicheren Pass zurück spielen musst, wenn du keine andere, sichere Option hast, statt dich heißblütig ins Eins-gegen-Eins zu stürzen, wenn die Absicherung nicht steht und deine Aktion in einen folgenschweren Gegenangriff übergehen kann. Hakimi hat da in der letzten Rückserie einige sehr eindrückliche Anschauungsmomente geliefert.
Sehe ich anders
Tom Frost, Freitag, 06.09.2019, 13:23 (vor 2450 Tagen) @ Sascha
Aber du darfst dich auch nicht von einer wilden Atmosphäre anstecken lassen, die dich dazu verleitet, dich wild in einen relativ bedeutungslosen Zweikampf zu stürzen, wenn du damit anderswo wichtige Lücken in der Grundordnung reißt.
Nach fast zehn Jahren kann man die Sticheleien gegen Tinga auch mal sein lassen ;-)
Sehe ich anders
bobschulz, MS, Donnerstag, 05.09.2019, 12:27 (vor 2451 Tagen) @ Sascha
Wenn das Spiel etwas wilder und damit schneller wird, müssen alle Entscheidungen unter viel höherem Zeitdruck gefällt werden.
Gleichzeitig steigt aber auch die Fehleranfälligkeit in Hinsicht auf Richtigkeit der Entscheidung und Ausführung.
Aber eben in dieser Hinsicht- so verstehe ich Nietzsche!- kommt doch unsere höhere Qualität noch mehr zum Tragen. Fehleranfälligkeit hat ja mit Qualität zu tun und schnelle und dabei richtige Entscheidungsfindung setzt unsere Mannschaft doch von Union ab. Man muss konditionell in der Lage sein das Durchzuziehen. Das Spiel wird ja nicht einseitig schneller, d.h. die unsaubereren Pässe von Union könnten ein Spiel verhindern, die der BVB-Spieler erfordern mehr Entgegenkommen beim Pass o.ä, verhindern aber kein Zusammenspiel. Aber es ist zu ungeplant für Favres Spielidee.
Sehe ich anders
Peter_Tirol, Vomp, Freitag, 06.09.2019, 07:35 (vor 2450 Tagen) @ bobschulz
Ähnlich einem Tennisspieler, der ganz langsam, ruhig und bedächtig spielt und somit seine Stärken gegenüber dem eigentlich technisch/spielerisch limitierteren Gegner nicht zum Tragen kommen, weil der somit nie wirklich unter Druck kommt. ;-)