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Neu auf schwatzgelb.de: Das Problem Mittelstürmer (BVB)

Redaktion schwatzgelb.de ⌂ @, Dortmund, Thursday, 25.07.2019, 07:29 (vor 2548 Tagen)

Der BVB hat zur neuen Saison einiges in Neuverpflichtungen investiert und Qualität gekauft. Trotzdem gibt es in den Augen vieler Fans noch eine Baustelle: die Position des Mittelstürmers. Ist der BVB hier mit Paco Alcácer und Mario Götze ausreichend gut besetzt?


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Neu auf schwatzgelb.de: Das Problem Mittelstürmer

Barney, Donnerstag, 25.07.2019, 21:30 (vor 2547 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Ein guter Artikel wie ich finde, aber ein Aspekt fehlt mir dabei. Leider fehlen Paco und Mario die Fähigkeit den Ball zu halten. Heißt, hoch anspielen, mit dem Rücken zum Tor annehmen und den Ball dann auch noch gewinnbringend zu verteilen habe ich in der letzten Saison fast gar nicht gesehen. Meines Erachtens Lewandowskis größte Stärke bei uns. Gerade bei Tempovorstößen könnten so diverse Spieler von uns bedient werden. Zur Zeit landet gefühlt jeder rausgeschlagene Ball beim Gegner. Ich würde mir so einen Spielertypen schon wünschen.

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Talentförderer, Dortmund, Donnerstag, 25.07.2019, 21:51 (vor 2547 Tagen) @ Barney

Nun dann braucht es tatsächlich Lewandowski. Die Fähigkeit sehe ich nämlich eigentlich bei keinem bezahlbaren Stürmer.

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Barney, Donnerstag, 25.07.2019, 22:06 (vor 2547 Tagen) @ Talentförderer

Ein gutes Argument, nicht umsonst sind wir auf dieser Position schon länger am suchen. Gute und bezahlbare Stürmer sind leider rar. Aber Susi hat uns in den letzten Jahren ja schon des öfteren mit so manchem unbekannten Spieler überrascht, welcher eine mindestens anständige Leistung gebracht und das zu einem annehmbaren Preis.

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Micha, Düsseldorf, Freitag, 26.07.2019, 00:19 (vor 2547 Tagen) @ Barney

Du meinst also so wie bei Paco... ;)

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todesbrei, Copitz, Donnerstag, 25.07.2019, 21:47 (vor 2547 Tagen) @ Barney

Jap , kommt bei uns auch nicht zum tragen ! Entweder spielen wir eben diese langen Bälle nicht oder ein Spieler auf den außen steht für den direkten Pass in den Lauf schon bereit. “Die Krake” ist bei Favre einfach nicht gefragt

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docity, Dortmund, Donnerstag, 25.07.2019, 12:19 (vor 2548 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Wir werden da nicht auf einen nenner kommen! Ich finde, wir benötigen einen klassischen guten Stürmer (und keinen Zwerg)!
Aber habe ich Dich richtig verstanden: Da wir eine kopfballschwache Mannschaft haben, sollten wir auf keinen Fall einen kopfballstarken Spieler/Stürmer verpflichten? Diese Logik, wenn ich sie denn richtig verstanden haben, will mir nun mal gar nicht einleuchten!

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Sascha, Dortmund, Donnerstag, 25.07.2019, 12:26 (vor 2548 Tagen) @ docity

Wir werden da nicht auf einen nenner kommen! Ich finde, wir benötigen einen klassischen guten Stürmer (und keinen Zwerg)!
Aber habe ich Dich richtig verstanden: Da wir eine kopfballschwache Mannschaft haben, sollten wir auf keinen Fall einen kopfballstarken Spieler/Stürmer verpflichten? Diese Logik, wenn ich sie denn richtig verstanden haben, will mir nun mal gar nicht einleuchten!

Hast du. Ich glaube nicht, dass es viel bringt, einen kopfballstarken Zielstürmer haben, wenn die restlichen Offensivspieler in dem Bereich keinen Faktor darstellen. Es ist für den Gegner dann einfach sehr leicht auszurechnen, auf wen der Ball gespielt wird und die Innenverteidigung kann sich fast komplett auf diesen Spieler konzentrieren. Da hat dann auch der bullige Stürmer ein Problem, wenn er permanent eng im Kopfballduell von einem oder gar zwei kantigen Abwehrspielern behakt wird.

Für mich bringt das nur was, wenn man noch einen oder zwei andere Spieler hätte, die man mit nach vorne schicken könnte und die echte Optionen für hohe Bällen wären.

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uwelito, Wambel forever, Donnerstag, 25.07.2019, 17:05 (vor 2547 Tagen) @ Sascha

Ich bin grundsätzlich mit dir einer Meinung. Allerdings ist es ja oft so, dass ein richtiger Strafraumstürmer, der eine starke Physis mitbringt, 2 IV bindet und somit Räume für Mitspieler öffnet, die dann auch flach bedient werden können. Ich sehe insgessmt aber auch keinen wirklichen Bedarf für einen weiteren MS, der nicht mehr als Lückenfüllerniveau mitbringt.

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docity, Dortmund, Donnerstag, 25.07.2019, 12:47 (vor 2548 Tagen) @ Sascha

Ich sehe das Problem genau andersherum, daher bin ich zumindest dafür, die Option eines großen Stürmers zu haben. Jetzt wo wir keinen haben, wissen die Abwehrreihen, dass ein flacher Ball, vorzugsweise in den Rückraum, kommen wird.

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Sascha, Dortmund, Donnerstag, 25.07.2019, 13:05 (vor 2548 Tagen) @ docity

Trotzdem wäre jetzt ein flacher Ball vors Tor auf den zentralen Stürmer, ein Rückpass auf Reus/Brandt, oder sogar auf den langen Pfosten mit einem einlaufenden Außenstürmer möglich. Das sind mehr Optionen als mit einem Jan-Koller-Klon.

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Tom Frost, Donnerstag, 25.07.2019, 15:03 (vor 2548 Tagen) @ Sascha

Trotzdem wäre jetzt ein flacher Ball vors Tor auf den zentralen Stürmer, ein Rückpass auf Reus/Brandt, oder sogar auf den langen Pfosten mit einem einlaufenden Außenstürmer möglich. Das sind mehr Optionen als mit einem Jan-Koller-Klon.

Aber die Optionen fallen ja nicht weg, nur weil der Stürmer auf einmal kopfballstark ist.
Vielleicht stellen wir uns auch andere Orte vor, von denen geflankt wird.

Dein Miki Stevic.

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rajol, Pulheim, Freitag, 26.07.2019, 09:19 (vor 2547 Tagen) @ Tom Frost

Einmal vom Stürmerproblem abgesehen: das Dilemma fängt eben schon im Mittelfeld an: fast alle Kopfballduelle gehen hier verloren. Ein Xavi- Iniesta- und Messikonzept (Zwergenallianz) funktioniert aber nur, wenn mit hoher Laufbereitschaft, schnell und agressiv gespielt wird. Die Kopfballschwäche war letzte Saison das größte Problem.

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Sascha, Dortmund, Donnerstag, 25.07.2019, 15:14 (vor 2548 Tagen) @ Tom Frost

Trotzdem wäre jetzt ein flacher Ball vors Tor auf den zentralen Stürmer, ein Rückpass auf Reus/Brandt, oder sogar auf den langen Pfosten mit einem einlaufenden Außenstürmer möglich. Das sind mehr Optionen als mit einem Jan-Koller-Klon.


Aber die Optionen fallen ja nicht weg, nur weil der Stürmer auf einmal kopfballstark ist.
Vielleicht stellen wir uns auch andere Orte vor, von denen geflankt wird.

Dein Miki Stevic.

Du erkennst als Verteidiger ja schon an der Position, von der die Flanke geschlagen wird, was da rein kommt. Die Bälle müssen mit einer gewissen Schärfe kommen und so wird der Flankengeber bei einer hohen Hereingabe weiter vom Strafraum entfernt steht als bei einem flachen Ball. Sonst kommt da entweder ein Mondball bei rum, oder die Kugel wird gnadenlos über den Strafraum hinweg geprügelt.

Und da kommen wir dann wieder zu dem Grundproblem, das ich sehe: Der Rest der Offensive ist für hohe Bälle fast nicht zu gebrauchen und dann steht einer alleine gegen kopfballstarke Innenverteidiger, die wissen was passiert.

Deshalb hatte ich im Text Leipzigs Poulsen erwähnt. Der Junge führt sehr viele Luftduelle und gewinnt 40 % davon. Trotzdem schießen Rabas Stürmer sehr wenig Kopfballtore. Ich interpretiere deren Spielweise so, dass sie ihn als Prellstürmer nehmen, der in der Vorwärtsbewegung auch hoch angespielt werden kann - im Strafraum greift man dann aber auf diese Möglichkeit nur sehr selten zurück. Ein Grund wäre, dass Timo Werner neben ihm in diesem Bereich ähnlich schwach wie z.B. Alcácer ist (beide rund 25 %) und man es deshalb einfach lässt.

Es wäre für mich eine Variante, wenn man vorne mindestens zwei Optionen für hohe Bälle hätte, damit das Spiel sonst nicht viel durchschaubarer wird. Sobald der Außenspieler zu einer hohen Flanke ansetzt, wüsste der Gegner, dass er nur genau diesen einen Stürmer X bei uns anspielen will.

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Burgsmüller84, Donnerstag, 25.07.2019, 15:42 (vor 2548 Tagen) @ Sascha

Was genau macht es weniger durchschaubar, wenn wir grundsätzlich keine hohen Bälle auf Stürmer spielen (können)? Übrigens, viele Spieler schaffen es durchaus, zu flanken, ohne 3 Sekunden vorher dem Gegner Bescheid zu geben.

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Sascha, Dortmund, Freitag, 26.07.2019, 09:26 (vor 2547 Tagen) @ Burgsmüller84

Was genau macht es weniger durchschaubar, wenn wir grundsätzlich keine hohen Bälle auf Stürmer spielen (können)?

Herrje, jetzt lies dir doch bitte gefälligst erstmal einen Strang durch, bevor du dich dazu äußerst.

Es steht ein Posting von mir vorher. Die flache Variante eröffnet drei Möglichkeiten:

1. Der zentrale Stürmer läuft am kurzen Pfosten ein.
2. Der Ball kann in den Rückraum auf Reus und/oder Brandt zurück gelegt werden.
3. Die schwierigste Variante ist lang zum einlaufenden Offensivaußen der Gegenseite.

Der hohe Ball bei einem kopfballstarken Stürmer kann bei unserer Offensive nur genau auf diesen einen Spieler kommen.

Den Unterschied zwischen drei und einer Option muss ich jetzt wohl nicht erklären?

Übrigens, viele Spieler schaffen es durchaus, zu flanken, ohne 3 Sekunden vorher dem Gegner Bescheid zu geben.

Die Flanken kommen trotzdem von unterschiedlichen Positionen. Niemand wird von der Seitenline Höhe Strafraumeck einen flachen Ball in den Strafraum bringen, genausowenig wie eine hohe Flanke von der Grundlinie an der Strafraumgrenze rein schlagen.

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Knorpelohr, Freitag, 26.07.2019, 10:40 (vor 2547 Tagen) @ Sascha

Warum sollte es mit einem kopfballstarken Stürmer nicht möglich sein deine Varianten 1-3 umzusetzen. Dazu käme dann als vierte Möglich der hohe Ball/Flanke. Vier Möglichkeit sind, oh Überraschung, eine Möglichkeit mehr....

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Sascha, Dortmund, Freitag, 26.07.2019, 11:08 (vor 2547 Tagen) @ Knorpelohr

Warum sollte es mit einem kopfballstarken Stürmer nicht möglich sein deine Varianten 1-3 umzusetzen.

Weil es ziemlich sinnfrei wäre, Reus, Sancho, Hazard oder Guerreiro hoch anzuspielen, weil das alles nicht deren Gebiet ist.

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Burgsmüller84, Donnerstag, 25.07.2019, 14:32 (vor 2548 Tagen) @ Sascha

Weil ein Jan-Koller-Klon bewirkt, dass die anderen Spieler nicht mehr Fußball spielen können? Jeder kopfballstarke Stürmer kann nur ein Jan-Koller-Klon sein und keine anderen Fähigkeiten besitzen?

Nein, das sind etwas hilflose Argumente, um die bisherigen Worte Watzkes nachvollziehen zu können. Es gibt aber keine guten Gründe, warum ein neuer Stürmer nicht komplett talentfrei im Kopfball sein kann und dennoch auch ansonsten spielerisch mithelfen kann und zusätzlich auch Zweikämpfe nicht so scheut wie ein Gelsenkirchener Lehrstätten des attraktiven Fußballs.

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Sascha, Dortmund, Donnerstag, 25.07.2019, 14:37 (vor 2548 Tagen) @ Burgsmüller84

Ganz ehrlich: Ich habe mich in dem Text und hier unten lang genug darüber ausgelassen, um jetzt wieder auf dieses Spielchen einzusteigen.

Du stellst ausschließlich deine eigene Meinung dar, ohne sie auch nur irgendwie zu untermauern. Dann ist das eben so.

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Klopfer ⌂, Dortmund, Donnerstag, 25.07.2019, 13:05 (vor 2548 Tagen) @ docity

Ich sehe das Problem genau andersherum, daher bin ich zumindest dafür, die Option eines großen Stürmers zu haben. Jetzt wo wir keinen haben, wissen die Abwehrreihen, dass ein flacher Ball, vorzugsweise in den Rückraum, kommen wird.

Wenn die Innenverteidiger das denken und sich entsprechend positionieren, dann hat auch Götze wieder eine Chance auf ein Kopfballtor.

Übrigens, Manni Burgsmüller und Kalle Riedle sind/waren auch nur 1 cm größer als Götze und niemand würde ernsthaft behaupten, die Abwehrspieler hätten keine Angst vor ihren Kopfbällen gehabt.

SGG
Klopfer

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Talentförderer, Dortmund, Donnerstag, 25.07.2019, 12:22 (vor 2548 Tagen) @ docity

Wir werden da nicht auf einen nenner kommen! Ich finde, wir benötigen einen klassischen guten Stürmer (und keinen Zwerg)!
Aber habe ich Dich richtig verstanden: Da wir eine kopfballschwache Mannschaft haben, sollten wir auf keinen Fall einen kopfballstarken Spieler/Stürmer verpflichten? Diese Logik, wenn ich sie denn richtig verstanden haben, will mir nun mal gar nicht einleuchten!

Dann bräuchten wir allerdings noch einen fliegenden Wechsel, wie im Handball, damit man auch den taktischen Vorteil eines anderen Stürmertyps jederzeit variabel ausnutzen kann.

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LBKS2007, Donnerstag, 25.07.2019, 10:30 (vor 2548 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Ich setze für meinen Beitrag mal voraus, dass Paco als Stürmer Nummer 1 und Mario als Backup gedacht ist. Ich finde das aufgrund der Leistungsdaten in Pacos Rückrunde gelinde gesagt mutig. Ihr verweist im Artikel ja selbst auf die 6 geschossenen Tore:

24. Spieltag Anschlusstreffer zum 1:2 in der 81. Minute in Augsburg - 0 Punkte
25. Spieltag wichtiges Führungstor zum 2:1 in der 84. gegen Stuttgart
27. Spieltag wichtiges Führungstor zum 1:0 in der 90. gegen WOB - ABER: Freistoß
27. Spieltag gleiche Spiel 2:0 Konter in der 94. Minute
30. Spieltag 0:4 Schlusspunkt in der 90. in Freiburg - UND: Elfmeter
32. Spieltah 0:2 Führungstor in Bremen, später egalisiert, kann er nichts für - ABER: Freistoß

Effektiv 1 Tor aus dem Spiel heraus, was auch Punkte gebracht hat.
Auffällig auch die vielen späten Tore, was meiner Meinung nach unserer Spielweise geschuldet ist und nicht dafür spricht, dass ein Alcacer darin über 90 Minuten gut eingebunden ist.

Ja, ich weiß, Elfmeter- und Freistoßtore zählen genauso. Mein Punkt ist aber folgender.
Für mich ist ein Mittelstürmer mit höherer Wahrscheinlichkeit das Puzzleteil, was zwischen Meisterschaft und Vize, zwischen direktem Abstieg und Relegation, zwischen internationalen Plätzen und Niemandsland entscheidet.
Ich halte Paco für einen herausragenden Fußballer.

Ich kann mich mit seiner Spielweise in unserem System aber einfach nicht anfreunden und mir fehlt die Fantasie, dass er nächste Saison den Unterschied ausmacht. Dafür ist er mir zu eindimensional, zu wenig ins Spiel eingebunden, die Situationen in denen er glänzen könnte, nämlich durch einen starken Abschluss im 16er, ergeben sich bei uns einfach selten.
Dann muss unser Mittelstürmer für mich andere Qualitäten mitbringen, entweder ins Kombinationsspiel eingebunden werden oder Bälle festmachen oder per Kopf weiterleiten können. Daher sehe ich die im Text aufgeführte Argumentation hinsichtlich der KofballTORE als nicht entscheidend.
Und darum geht es ja mehr oder weniger ausschließlich in den beiden Argumenten gegen einen kopfballstarken Spieler.

Wichtiger für mich im Text:

"Nun mag man einwenden, dass generell die Art, auf die ein Tor erzielt wird, letztendlich egal und ein erfolgreicher Schuss mit rechts in den Winkel genau so zählt wie eins, das mit dem Kopf erzielt wird und der Unterschied von 4 zu 3 im Vergleich vom absoluten A-Stürmer Lewandowski und den Jobsharern Götze/Alcácer nur marginal ist – aber generell eröffnen Mittelstürmer der Statur und Ausprägung von Belfodil, Haller und Lewandowski der Mannschaft eine Spielweise, die dem BVB unzweifelhaft fehlt."

Das folgende Versteifen auf die reinen Quoten und Zahlen halte ich für Augenwischerei. Das habe ich oben versucht zu belegen. Insgesamt wäre mir mit Paco als Option von der Bank und einem vielseitigerem Startkandidaten deutlich wohler. Paco fügt sich vom Gefühl her in die Riege um Hazard, Brandt, Reus, Sancho einfach nicht homogen ein. Zumal die Ausrichtung auf der defensiven Außenbahn jetzt nicht unbedingt dafür spricht, dass wir nächste Saison weniger Flanken schlagen wollen. Einen Paco mit 20cm mehr Körpergröße, ein bisschen schneller und einer etwas tieferen Spielanlage würde ich nehmen ;)
Und kommt mir nicht mit der eierlegenden Wollmilchsau. Ich sehe untenweg allein in der Bundesliga mit Poulsen, Mateta, Waldschmidt, Kramaric und selbst Selke potentielle (!) Möglichkeiten (!).

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Didi, Schweiz, Donnerstag, 25.07.2019, 11:04 (vor 2548 Tagen) @ LBKS2007

Habe schon bisschen vertrauen, dass unser Offensivmotor mit Hazard, Sancho, Reus und Brandt genug stark ist, um Paco hier pro Halbzeit zwei mal vernünftig in Szene zu setzen.

Dass er in der Rückrunde oft in der Luft hing, ist leider korrekt, aber da waren wir in vielen Spielen einfach sehr harmlos und wenn der Gegner Sancho und Reus ordentlich auf den Füssen stand, eigentlich eliminiert.

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Sascha, Dortmund, Donnerstag, 25.07.2019, 10:46 (vor 2548 Tagen) @ LBKS2007

Ich setze für meinen Beitrag mal voraus, dass Paco als Stürmer Nummer 1 und Mario als Backup gedacht ist. Ich finde das aufgrund der Leistungsdaten in Pacos Rückrunde gelinde gesagt mutig. Ihr verweist im Artikel ja selbst auf die 6 geschossenen Tore:

24. Spieltag Anschlusstreffer zum 1:2 in der 81. Minute in Augsburg - 0 Punkte
25. Spieltag wichtiges Führungstor zum 2:1 in der 84. gegen Stuttgart
27. Spieltag wichtiges Führungstor zum 1:0 in der 90. gegen WOB - ABER: Freistoß
27. Spieltag gleiche Spiel 2:0 Konter in der 94. Minute
30. Spieltag 0:4 Schlusspunkt in der 90. in Freiburg - UND: Elfmeter
32. Spieltah 0:2 Führungstor in Bremen, später egalisiert, kann er nichts für - ABER: Freistoß

Effektiv 1 Tor aus dem Spiel heraus, was auch Punkte gebracht hat.

Nach dieser Zählart bringt es aber z.B. Reus auch nur auf 6 "Game changer" aus dem Spiel heraus in 34 Spielen. Halte ich vom Ansatz her für sehr zweifelhaft, so einen "kleingerechneten" Ausschnitt einer Halbserie zum großen Bewertungskriterium zu erheben.

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Tom Frost, Donnerstag, 25.07.2019, 10:14 (vor 2548 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Schöner Artikel!
Generell glaube ich auch, dass Flanken als Mittel gegen tief stehende Gegner überschätzt werden. Da stehen dann ja auch viele Abwehrspieler im 16.
Andererseits wissen unsere Gegner aktuell, was Ihnen auf keinen Fall droht, Gefahr eines Kopfballgegentores. Das vereinfacht das Verteidigen schon, wenn man sich fast nur auf die Flächen Hereingaben einstellen muss.
Außerdem würde ich in der Schlussphase auch mit einem Hummels im gegnerischen 16er rechnen. Der und ein kopfballstarker Stürmer würden schon für mehr Unruhe sorgen.

In Spielen oder Phasen, in denen wir massiv unter Druck stehen, fehlt auch die Option eines Befreiungsschlags und Festmachen des Balles. Hier glaube ich, dass Favre die Chance auf den einen perfekt gespielten Konter bevorzugt und es ist auch ein eher seltenes Problem.

Hinzu die fehlende Robustheit bei Paco. Bei einem Managerspiel hätte ich Götze verkauft und Haller geholt, dann sogar als Stürmer Nummer 1.

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Sascha, Dortmund, Donnerstag, 25.07.2019, 10:24 (vor 2548 Tagen) @ Tom Frost

Schöner Artikel!
Generell glaube ich auch, dass Flanken als Mittel gegen tief stehende Gegner überschätzt werden. Da stehen dann ja auch viele Abwehrspieler im 16.
Andererseits wissen unsere Gegner aktuell, was Ihnen auf keinen Fall droht, Gefahr eines Kopfballgegentores. Das vereinfacht das Verteidigen schon, wenn man sich fast nur auf die Flächen Hereingaben einstellen muss.
Außerdem würde ich in der Schlussphase auch mit einem Hummels im gegnerischen 16er rechnen. Der und ein kopfballstarker Stürmer würden schon für mehr Unruhe sorgen.

Grundsätzlich sehe ich das so: Jeder Ansatz, jede gewählte Taktik hat Stärken und Schwächen. Gäbe es eine Spielweise, die nur Vorteile bietet, hätte sie schon jemand entwickelt.

Also bleiben zwei Ansätze: Entweder ein System so zu perfektionieren, dass die Stärken für den Gegner so erdrückend sind, dass die eigenen Schwächen nicht stark ins Gewicht fallen, oder maximal vielseitig zu sein, um möglichst alle Schwachpunkte abzudecken.

Mittlerweile glaube ich, dass nur der erste Weg wirklich zielführend ist. Zum einen sind Spieler nur begrenzt flexibel. Hoffenheims Kramaric hat Nagelsmann zum Abschied zuletzt ja noch einen hinterher gegeben und gesagt, dass der Trainer sie mit seinen wechselnden Spielweisen überfordert habe. Zum anderen fehlt einem Team, das in der Regel im Rhythmus Wochenende-Wochenmitte-Wochenende unterwegs ist, schlichtweg die Zeit, um verschiedene Spielweisen auf dem erforderlichen Niveau einzuüben.

Insofern halte ich es schlicht für geboten, diese körperliche Schwäche und Unterlegenheit im Luftzweikampf im gegnerischen Fünfer zu akzeptieren und sich darauf zu konzentrieren, den spielerisch-technischen Ansatz so konsequent wie möglich zu verfolgen.

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Tom Frost, Donnerstag, 25.07.2019, 10:53 (vor 2548 Tagen) @ Sascha

Ich glaube auch, dass ein starker Plan A besser ist als Plan A bis Z zu haben, dafür aber jeweils nur mäßig eingespielt.
Aber das Einstreuen von Flanken (den entsprechenden Stürmer vorausgesetzt) wäre für mich vom System nicht zwingend ein Plan B, sondern ein Plan A, bei dem die Höhe der letzten Hereingabe variiert.
Plus erhöhte Gefahr bei Ecken und indirekten Freistößen gratis on top.

Wüsste ich, dass Paco so robust ist wie Auba oder Lewandowski, wäre ich eh entspannter.
Mit Götze fallen dann auch noch die cleveren Laufwege Pacos in kleineste Räume weg. Kann man alles kompensieren, macht es aber nicht leichter.

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Talentförderer, Dortmund, Donnerstag, 25.07.2019, 11:47 (vor 2548 Tagen) @ Tom Frost

Dieses "Einstreuen von Flanken" gibt es doch schon genug. Dass der BVB nie Flanken spielt sind nur ein Mythos. Sie erhöhen aber nicht Wahrscheinlichkeit auf ein Tor nur geringfügig. Statistisch etwas 4 Tore pro Saison, im Optimalfall.

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Kayldall, Luxemburg, Donnerstag, 25.07.2019, 12:03 (vor 2548 Tagen) @ Talentförderer

Dieses "Einstreuen von Flanken" gibt es doch schon genug. Dass der BVB nie Flanken spielt sind nur ein Mythos. Sie erhöhen aber nicht Wahrscheinlichkeit auf ein Tor nur geringfügig. Statistisch etwas 4 Tore pro Saison, im Optimalfall.

Heißt also dass du auch mehr Flanken willst oder bist du kein BVB Fan? Sie erhöhen nicht die Wahrscheinlichkeit auf ein Tor geringfügig, heißt doch, dass sie die Wahrscheinlichkeit auf ein Tor dann massiv erhöhen! :D

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Talentförderer, Dortmund, Donnerstag, 25.07.2019, 12:23 (vor 2548 Tagen) @ Kayldall

;-)

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Sascha, Dortmund, Donnerstag, 25.07.2019, 11:00 (vor 2548 Tagen) @ Tom Frost

Aber das Einstreuen von Flanken (den entsprechenden Stürmer vorausgesetzt) wäre für mich vom System nicht zwingend ein Plan B, sondern ein Plan A, bei dem die Höhe der letzten Hereingabe variiert.
Plus erhöhte Gefahr bei Ecken und indirekten Freistößen gratis on top.

Bei so einer Spielweise musst du aber eigentlich noch einen zweiten Mann mitschicken, weil sich sonst alles auf den Stürmer konzentriert. Und in der Luft haben 1,90-Innenverteidigerkanten größere Vorteile als am Boden. Ein Stürmer alleine wäre da in meinen Augen schnell auf verlorenem Posten. Schickt man aber Reus oder Brandt mit nach vorne, um wenigtens etwas zusätzliche Unruhe zu stiften, hat man im Rückraum ein kleines Loch, was uns Gefahr bei den zweiten Bällen nimmt.

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Kayldall, Luxemburg, Donnerstag, 25.07.2019, 12:20 (vor 2548 Tagen) @ Sascha

Ich verstehe aber schon, wie Leute darauf kommen. Wenn man sich die Spiele des BVB ansieht, gegen Gegner die zur Zeit zurücklaufen oder tiefstehende Gegner die sowieso hinten eingemauert sind, haben unsere AV oder RF/LF dann oft die Möglichkeit zu flanken aber brechen dann oft ab indem sie einen Haken zurück machen und den Ball dann wieder nach hinten ins zentrale Mittelfeld spielen um einen anderen Weg zu finden. Bei der Häufigkeit wird man als Fan dann auch auf einmal ungeduldig und sagt sich, Mensch hau das Ding doch mal in die Mitte auf gut Glück. Wenn dort allerdings nur kleinere Spieler wie Götze oder Alcacer stehen, müssten die schon allein gelassen werden vom Gegner, damit das erfolgsversprechend ist. Ich vertraue darauf, dass Favres Spielidee besser ist und diese Saison hat der BVB auch nochmal mehr Qualität im Kader und ich finde die Quantität(klar wird es noch Abgänge geben) kann vielleicht auch noch sehr hilfreich sein bei den vielen Spielen in einer Saison.

Ein Problem, das eigentlich kein richtiges ist

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Donnerstag, 25.07.2019, 09:27 (vor 2548 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Eine wie ich finde gelungene analytische Zusammenfassung des Themas ‚Mittelstürmer‘ im aktuellen Kader nach den Erfahrungen der letzten Saison mit dem Fußball Favres.

Zu dem Umstand, dass Paco in der Rückrunde deutlich weniger getroffen hat, ist mit beim ersten Lesen folgendes in den Sinn gekommen:

In der Hinrunde haben die meisten Gegner noch anders gegen uns agiert als in der Rückrunde. Man stand weniger kompakt, man versuchte selbst mehr zu agieren als zu reagieren, es ergaben sich dadurch für uns nach meinem Empfinden deutlich mehr Kontermöglichkeiten und generell waren die Räume für unsere schnellen Offensivspieler zahlreicher und größer. Paco wiederum zeigt bei Kontern ein sehr gutes Freilaufverhalten (ich hatte dies in einem Beitrag einmal angesprochen) und bewegt sich im Sturmzentrum generell geschickt in freie Räume. Dadurch haben sich vielleicht nicht unbedingt mehr Chancen für ihn ergeben als in der Rückrunde, aber nach meinem Eindruck klarere Chancen. Die er dann auch genutzt hat.

Götze wiederum kam erst im Verlauf der Hinrunde und dann in der Rückrunde als Alternative zu Paco zum Zuge. Also als die gegnerischen Teams mehr und mehr kompakt gegen uns standen und die Räume im Verteidigungsdrittel so eng wie möglich machten. Da erwies sich Götze nach meinem Eindruck als der für die Mannschaft effektivere zentrale Stürmer, da er als ‚fluide 9‘ deutlich besser in der Lage war, Räume für Mitspieler zu öffnen als es der in solchen Spielsituationen eher statische Paco war.

Alles in allem finde ich die Besetzung der Position des zentralen Stürmers durch Alcácer und Götze unter Berücksichtigung unserer Spielweise durchaus gelungen, auch weil sie uns eine gewisse Variationsbreite auf dieser Position bietet, ohne das eigene Spiel grundsätzlich zu ändern.

Was mir persönlich etwas fehlt in unserem Offensivspiel ist als weitere Variante ein Stürmer, der mit Wucht von Außen auf den kurzen Pfosten zieht und den Abschluss sucht.

Um noch einmal einem Aspekt aus Deinem Artikel aufzugreifen: Von der Verpflichtung von Schulz erhoffe ich mir auch auf der linken Seite verstärkte Durchbrüche auf die Grundlinie zwischen den Linien des 16m- und 5m-Raumes, um dann in den Rückraum zu passen. Mit Brandt haben wir nun neben Reus einen Spieler, der genau aus dieser Rückraumposition (mehr oder weniger zentral) Tore erzielen kann.

Neu auf schwatzgelb.de: Das Problem Mittelstürmer

bobschulz, MS, Donnerstag, 25.07.2019, 08:00 (vor 2548 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Der BVB hat zur neuen Saison einiges in Neuverpflichtungen investiert und Qualität gekauft. Trotzdem gibt es in den Augen vieler Fans noch eine Baustelle: die Position des Mittelstürmers. Ist der BVB hier mit Paco Alcácer und Mario Götze ausreichend gut besetzt?


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Das Hauptproblem ist mMn wie Du richtig schreibst nicht unbedingt der fehlende alternative Stürmertyp, sondern die unzuverlässige körperliche Fitness von Alcacer und Götze. Mit einer Garantie, dass beide fit bleiben, könnte man mit diesem Duo gut leben. Eventuell könnte mit Brandt auch noch mal ein Schuss Torgefahr durch Schüsse dazugekommen sein. Und für Kopfbälle in den letzten Minuten und mit der Brechstange ist ja jetzt Mats H als Zielspieler ausgemacht.
Und was außerdem problematisch wäre: ein Stürmer der sofort hilft kostet viel Geld, selbst wenn wir einen ablösefreien a la Llorente oder Balotelli nehmen würden.

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