Neu auf schwatzgelb.de: Glorreiche Champions-League (BVB)
Redaktion schwatzgelb.de
, Dortmund, Donnerstag, 09.05.2019, 15:45 (vor 2555 Tagen)
Zwei tolle Halbfinalrückspiele der Champions-League liegen hinter uns. Trotzdem sollte man nicht vergessen, dass dieser Wettbewerb das Problem und nicht die Lösung ist.
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Neu auf schwatzgelb.de: Glorreiche Champions-League
yellowmarianne, Dortmund, Donnerstag, 09.05.2019, 20:55 (vor 2555 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Es müssen einfach völlig neue Regeln her. Geschlossene Ligen in kontinentalem und regionalem Maßstab. Dazu gehörende Regularien für Finanzgleichheit und Transferbeschränkung.
Wenn ich sehe wie so ein Ajax Team jetzt auseinander fallen wird ist das doch einfach schlimm. De Jong zu Barca, De Ligt zu Liverpool, der Trainer zu Bauern, Ziyech irgendwohin und De Beek zu uns? Was sollen die Ajax Fans dabei denken?
Man muss einfach dafür sorgen dass Transfers irgendwie reguliert werden.
Was ist der Sinn der Bundesliga, wenn wir zB mit Hazard, Schulz und Brandt im Sommer die Leistungsträger von Gladbach, Hoffenheim und Leverkusen abkaufen? Wie sollen diese Vereine dann an uns heran kommen?
SGG Marianne
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istar, Donnerstag, 09.05.2019, 22:35 (vor 2555 Tagen) @ yellowmarianne
Was ist der Sinn der Bundesliga, wenn wir zB mit Hazard, Schulz und Brandt im Sommer die Leistungsträger von Gladbach, Hoffenheim und Leverkusen abkaufen? Wie sollen diese Vereine dann an uns heran kommen?SGG Marianne
Ist das Satire?
Hoffenheim? Leverkusen?
Mal abgesehen davon, das die auch nicht Lichtjahre weg sind.
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Sascha, Dortmund, Donnerstag, 09.05.2019, 22:38 (vor 2555 Tagen) @ istar
Letzte Saison war es zum Beispiel nur eine Frage von ein drei Törchen und Leverkusen hätte an unserer Stelle in der CL gekickt.
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thospe, Merzig, Donnerstag, 09.05.2019, 19:03 (vor 2555 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Sowas in die Richtung hab ich gestern auch was geschrieben. Mir ist leider auch jede Leidenschaft verloren gegangen. Ich hoffe auch, dass das System irgendwann implodiert. Nur glauben tue ich es nicht. In dem Zusammenhang hat auch das ZDF eine Riesen Chance verpasst. Sie hätten auf Handball oder ähnliches als Konkurrenz setzten sollen. Ich glaube da wären einige unter der Woche umgestiegen, anstatt sich das dritte Abo zu kaufen...
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Alones, Donnerstag, 09.05.2019, 16:04 (vor 2555 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Grundsätzlich stimme ich der Analyse zu. Nur was soll man dagegen machen? Im Endeffekt müsste man dafür sorgen, dass die TV-Einnahmen der CL-Teilnehmer auf alle Bundesliga-Vereine gleichmäßig verteilt werden. Nur werden wohl nicht nur die Bayern etwas dagegen haben, sondern auch Aki.
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Alones, Donnerstag, 09.05.2019, 19:56 (vor 2555 Tagen) @ Alones
Und das letztlich mit Recht. Alles andere wäre Sozialismus.
Die CL-Einnahmen sind nunmal nur durch zwei oder drei Vereine gesichert. Nürnberg wird da nie etwas zu beitragen.
Wobei man nicht vergessen darf, dass der FCB seit 2000 im Schnitt jedes dritte Jahr nicht Meister wurde. Und die aktuelle Serie hätte dieses Jahr beendet sein können (und wird es spätestens nächstes Jahr). Außerdem hat man bis zu dieser Siegeserie max. zweimal in Folge den Titel geholt, bzw. wenn man 1998/1999 dazu nimmt damals auch mal dreimal in Folge. Es war im ersten Jahrzehnt immer eng.
In Spanien gab es in den letzten 35 jahren in 30 Jahren Real oder Barca als Meister. Auch irgendwie langweilig für den Rest.
In Deutschland ist es leider so, dass selbst der BVB Probleme hat Stars zu binden. Frankfurt hat da wie Leverkusen oder Wolfsburg keine Chancen. Denen kauft sogar der FCB alles weg wenn die wollen. Wir könnten wenigstens versuchen Leute nur ins Ausland zu verkaufen.
Wenn bei uns ein Investor aus der amerikanischen IT-Szene einsteigen dürfte und sich den BVB aussuchen würde, dann würde sich vieles ändern und die Karten würden neu gemischt. Die 50+1-Regel zementiert derzeit die Lage in Deutschland. Von unten kann mal eine Mannschaft eine Saison mitspielen, danach explodieren die Gehaltswünsche der Stars und das war es.
Am Ende ist die 50+1-Regel für den Erfolgsfußball in Deutschland schlecht. Für den Fußball an sich jedoch wohl eher gut.
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Auron, Mettmann, Donnerstag, 09.05.2019, 21:34 (vor 2555 Tagen) @ Taifun
Und das letztlich mit Recht. Alles andere wäre Sozialismus.
In der amerikanischen NFL gibt es doch einige Regularien in diese Richtung soweit ich weiß und die Amerikaner sind jetzt nicht gerade für ihren Sozialismus bekannt. Ähnlich wie in politischen Debatten würde ich solche Schlagworte vermeiden, die führen nur zu Denkverboten. Was spräche dagegen, wenn man einen großen Teil der internationalen Prämien in den Ligen ausschütten würde? Da kommen schließlich die Spieler und Fans und damit die gesamte Basis des Erfolgs her. Unterm Strich würden die Sponsoren vlt etwas weniger für die CL zahlen, aber würde das einen Fußballfan oder die Masse der Vereine stören? Das Problem ist schon gut beschrieben: UEFA und die Vereinigung der Topvereine ist einfach zu gierig und eigensinnig. Gerade die Verbände sollten eigentlich das große Ganze im Blick haben und nicht nur die Summe der Sponsoringzahlungen. Aber mit solchen Gedanken wird man heute kaum noch ernst genommen...
Man sollte einen großen Teil vom Geld ganz anders verteilen.
Franke, Donnerstag, 09.05.2019, 20:35 (vor 2555 Tagen) @ Taifun
Und das letztlich mit Recht. Alles andere wäre Sozialismus.
Die CL-Einnahmen sind nunmal nur durch zwei oder drei Vereine gesichert. Nürnberg wird da nie etwas zu beitragen.
Wo kommen denn die Spieler und die begeisterten Fans her?
Ganz oben kriegen einige wenige den Hals überhaupt nicht voll. Nein, es reicht nicht, dass die Geschäfte überragend laufen, dass Bayern München 80- oder 100-mal so viel umsetzt wie vor 40 Jahren, als sie auch schon alle Titel gewonnen haben, die es zu gewinnen gab. Neue Wettbewerbe müssen her, um nochmal zu verdoppeln, verfünffachen, verzehnfachen . . .
An der Basis reißen sich Zigtausende neben Beruf und Familie den Hintern auf, um den Sportverein am Laufen zu halten. Viele schicken Rechnungen, Ämter wollen dies und das, Anwohner pochen auf Ruhe. Der Fußballverband piesackt sie mit Vorschriften, verlangt Gebühren und irgendwann gibt es mal eine Urkunde für 30 Jahre im Ehrenamt. Dahin müsste ein großer Teil des Geldes fließen, das oben eingesackt wird. Alle Vereine sollten etwas abbekommen. Selbstverständlich weltweit.
Man sollte einen großen Teil vom Geld ganz anders verteilen.
thospe, Merzig, Donnerstag, 09.05.2019, 20:38 (vor 2555 Tagen) @ Franke
Und das letztlich mit Recht. Alles andere wäre Sozialismus.
Die CL-Einnahmen sind nunmal nur durch zwei oder drei Vereine gesichert. Nürnberg wird da nie etwas zu beitragen.
Wo kommen denn die Spieler und die begeisterten Fans her?Ganz oben kriegen einige wenige den Hals überhaupt nicht voll. Nein, es reicht nicht, dass die Geschäfte überragend laufen, dass Bayern München 80- oder 100-mal so viel umsetzt wie vor 40 Jahren, als sie auch schon alle Titel gewonnen haben, die es zu gewinnen gab. Neue Wettbewerbe müssen her, um nochmal zu verdoppeln, verfünffachen, verzehnfachen . . .
An der Basis reißen sich Zigtausende neben Beruf und Familie den Hintern auf, um den Sportverein am Laufen zu halten. Viele schicken Rechnungen, Ämter wollen dies und das, Anwohner pochen auf Ruhe. Der Fußballverband piesackt sie mit Vorschriften, verlangt Gebühren und irgendwann gibt es mal eine Urkunde für 30 Jahre im Ehrenamt. Dahin müsste ein großer Teil des Geldes fließen, das oben eingesackt wird. Alle Vereine sollten etwas abbekommen. Selbstverständlich weltweit.
Sind Sie es Herr Kühnert ^^ nee Spaß bei Seite. Stimme dir da voll zu. Nur sehe ich da genauso wenig Chancen, wie im richtigen Leben...
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mulcohol, Donnerstag, 09.05.2019, 18:35 (vor 2555 Tagen) @ Alones
Grundsätzlich stimme ich der Analyse zu. Nur was soll man dagegen machen? Im Endeffekt müsste man dafür sorgen, dass die TV-Einnahmen der CL-Teilnehmer auf alle Bundesliga-Vereine gleichmäßig verteilt werden. Nur werden wohl nicht nur die Bayern etwas dagegen haben, sondern auch Aki.
Du hast doch vorgestern auf Saschas Belastungs-Auswertungen ausgeführt, dass eigentlich das Problem tiefer liegt und dem Verein die Visionen fehlen. Genau der Artikel hier spielt da doch mit rein.
Wir spielen nächste Saison zum zehnten mal hintereinander international. Achtmal CL, zweimal 'nur' EL.
Das ist einmalig und kann eigentlich nicht hoch genug gewürdigt werden. Selbst den einen Absacker 2014/2015 haben wir ja noch durch die EL-Quali gerade gebogen. Welcher andere Verein außer Bayern hat das je über eine Dekade so geschafft? Kein Rückfall wie die Blauen aktuell, oder VW (Durchmarsch vom Vizemeister und Pokalsieger in die Relegation), oder die Pillen dauernd.
Umgekehrt führt das aber dazu, dass die Ziele nicht darin liegen, ganz nach oben zu schauen und immer alles gewinnen zu wollen, sondern sich primär immer möglichst sicher für die Geldtöpfe zu qualifizieren. Wird ja auch so immer kommuniziert. Falls Favre nach der letzten Saison die Vorgabe hatte, möglichst sicher die CL klarzumachen, hat er doch übererfüllt. Und er würde in den nächsten Jahren wahrscheinlich der ideale Trainer dafür sein, uns dauerhaft in den Plätzen 2-4 zu stabilisieren, wie es mit der Ausnahme 2015 ja auch sonst immer geklappt hat (dumm nur, das wir jetzt diesen Ausrutscher nach oben hatten, der passte gar nicht in die Planung).
Die Frage ist halt, wem das reicht und wem nicht. Ich denke, unsere Vereinsführung würde in einer Konstellation, in der man sich entscheiden müsste zwischen 'nach ganz oben angreifen, aber auf die Gefahr hin, mal die CL-Qualifikation zu verpassen', die sicherere Variante mit den kontinuierlich planbaren Einnahmen wählen, womit wir wieder bei Deinem Post von Dienstag zum Thema Visionen wären. Oder hatte ich Dich falsch verstanden?
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istar, Donnerstag, 09.05.2019, 22:32 (vor 2555 Tagen) @ mulcohol
Grundsätzlich stimme ich der Analyse zu. Nur was soll man dagegen machen? Im Endeffekt müsste man dafür sorgen, dass die TV-Einnahmen der CL-Teilnehmer auf alle Bundesliga-Vereine gleichmäßig verteilt werden. Nur werden wohl nicht nur die Bayern etwas dagegen haben, sondern auch Aki.
Du hast doch vorgestern auf Saschas Belastungs-Auswertungen ausgeführt, dass eigentlich das Problem tiefer liegt und dem Verein die Visionen fehlen. Genau der Artikel hier spielt da doch mit rein.Wir spielen nächste Saison zum zehnten mal hintereinander international. Achtmal CL, zweimal 'nur' EL.
Das ist einmalig und kann eigentlich nicht hoch genug gewürdigt werden. Selbst den einen Absacker 2014/2015 haben wir ja noch durch die EL-Quali gerade gebogen. Welcher andere Verein außer Bayern hat das je über eine Dekade so geschafft? Kein Rückfall wie die Blauen aktuell, oder VW (Durchmarsch vom Vizemeister und Pokalsieger in die Relegation), oder die Pillen dauernd.
Umgekehrt führt das aber dazu, dass die Ziele nicht darin liegen, ganz nach oben zu schauen und immer alles gewinnen zu wollen, sondern sich primär immer möglichst sicher für die Geldtöpfe zu qualifizieren. Wird ja auch so immer kommuniziert. Falls Favre nach der letzten Saison die Vorgabe hatte, möglichst sicher die CL klarzumachen, hat er doch übererfüllt. Und er würde in den nächsten Jahren wahrscheinlich der ideale Trainer dafür sein, uns dauerhaft in den Plätzen 2-4 zu stabilisieren, wie es mit der Ausnahme 2015 ja auch sonst immer geklappt hat (dumm nur, das wir jetzt diesen Ausrutscher nach oben hatten, der passte gar nicht in die Planung).
Die Frage ist halt, wem das reicht und wem nicht. Ich denke, unsere Vereinsführung würde in einer Konstellation, in der man sich entscheiden müsste zwischen 'nach ganz oben angreifen, aber auf die Gefahr hin, mal die CL-Qualifikation zu verpassen', die sicherere Variante mit den kontinuierlich planbaren Einnahmen wählen, womit wir wieder bei Deinem Post von Dienstag zum Thema Visionen wären. Oder hatte ich Dich falsch verstanden?
Unsere Vereinsführung zeichnet sich dadurch aus, seriös zu wirtschaften. Das ist eine Lehre aus der Vergangenheit und vollkommen richtig.
Wir müssen unseren Etat selbst verdienen, wir haben keinen Mateschitz in der Hinterhand oder einen Autokonzern.
Dieses "ganz oben antreifen" ist entweder substanzloses Gerede, weil es Fakten ausblendet oder es ist die Forderung nach finanziellem Harakiri.
Die finanziellen Gegebenheiten sind wie sie sind, damit meine ich nicht Bayern, sondern England, PSG etc.,dahin gehen nämlich unsere Spieler, bevor sie bei uns den zweiten Schritt in ihrer Karriere gemacht haben.Sie gehen aber nicht mehr zwangsläufig nach München, das ist auch schon mal was.
Davon abgesehen ist es echt amüsant, einerseits den Kommerz bzw. die Entwicklung des Fußballs zu kritisieren einschließlich des geäußerten Herzenswunsches,Kaiserslautern oder Union Solingen mögen mal wieder Meister werden, andererseits aber schon steil zu gehen, wenn der eigene Club nur Zweiter wird und daraus die Forderung abzuleiten, unsere GF müsste jetz mal all in gehen.
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Sascha, Dortmund, Donnerstag, 09.05.2019, 18:33 (vor 2555 Tagen) @ Alones
Über etwas "dagegen machen" will ich gar nicht nachdenken. Es wäre ja schon fast ein Fortschritt, wenn es nicht noch schlimmer werden würde. Und da würde es schon helfen zu sehen, was Herr Rummenigge wirklich ist: einer der Totengräber des Sports, den man in die Schranken weisen sollte.