Belastungen und Verletzungen (BVB)
Sascha, Dortmund, Dienstag, 07.05.2019, 08:33 (vor 2558 Tagen)
Weil die hohe individuelle Belastung und die Verletzungen als Grund für die schlechtere Rückrunde angeführt werden, habe ich mir mal über Transfermarkt.de die Zahlen angeschaut. Wenn ich mich bei den Tagen der Verletzungen insgesamt um 1 bis 3 Tage verzählt haben sollte, bitte ich es nachzusehen.
Belastungen der Top5 Feldspieler (hatte ich ähnlich hier gestern schon mal gepostet):
Bayern
Kimmich 4.011 Minuten
Lewandowski 3.909 Minuten
Alaba 3.361 Minuten
Süle 3.237 Minuten
Thiago 3.165 Minuten
BVB
Witsel 3.523 Minuten
Diallo 3.257 Minuten
Reus 2.970 Minuten
Akanji 2.595 Minuten
Delaney 2.580 Minuten
Leipzig
Konaté 3.404 Minuten
Orban 3.222 Minuten
Poulsen 3.121 Minuten
Sabitzer 3.107 Minuten
Kampl 3.070 Minuten
Frankfurt
da Costa 4.172 Minuten
Kostic 3.694 Minuten
Hasebe 3.632 Minuten
Haller 3.017 Minuten
Jovic 3.015 Minuten
Verletzungen:
Hier hatten wir die Saison über 116 Ausfälle von Feldspielern bei Bundesligaspielen (Hakimi schon mit Saisonaus berücksichtigt). Allerdings verteilt sich das fast gleichmäßig auf Hin- und Rückrunde. In der Hinrunde sind 14 Spieler 59 Spiele ausgefallen, in der Rückrunde 15 Spieler für 57 Spiele.
Dabei war die Offensive gar nicht so das Problem und ist die Saison über von größeren Verletzungen verschont geblieben. Selbst der ja immer verletzte Paco Alcácer ist tatsächlich nur bei fünf Bundesligaspielen verletzungsbedingt nicht im Kader gewesen.
In der Innenverteidigung hatten wir dagegen teilweise heftigere Ausfälle mit einem Schwerpunkt zwischem dem 17. und dem 21. Spieltag. Den haben wir aber erstaunlicherweise ziemlich gut kompensiert. 2:1 gegen Gladbach, 1:0 in Leipzig, 5:1 gegen Hannover, 1:1 in Frankfurt - das 3:3 gegen Hoffenheim ist das einzige Ergebnis, das man in dieser Phase mit einer geschwächten Abwehr in Verbindung bringen würde.
Für das schwache letzte Saisondrittel sind dann fast nur die längerfristigen Ausfälle von Piszczek und Hakimi auffällig.
Generell waren wir, was Spielausfälle angeht, stärker betroffen als es die Bayern mit knapp über 100 Ausfalltagen waren. Allerdings haben wir es auch deutlich besser als die Frankfurter Eintracht erwischt. Dort verteilen sich zusammen 151 Ausfallspieltage auf jeweils 14 Spieler mit 82 Tagen in der Hin- und 70 Tagen in der Rückrunde.
Dann habe ich mir das nach zufälliger Auswahl beim FC Augsburg angeschaut. In der Hinrunde 12 Spieler mit 67 Ausfalltagen, in der Rückrunde 13 Spieler mit 75 Tagen.
Der Punkt mit den Ausfällen bei den Außenverteidigern ist natürlich nicht zu vernachlässigen. Zumal das Fehlen von Piszczek eben auch zur Folge hatte, dass Hakimi dauerhaft auf die rechte Seite musste und Favre dafür Diallo aus der Innenverteidigung nach links gezogen hat (für mich eine Maßnahme, die man durchaus diskutieren kann).
Trotzdem muss es da noch mehr geben. Was Belastungen und Verletzungen angeht, sehe ich da zumindest im Ligavergleich keine Extremwerte, aus denen sich vor allem für die Zeit mit den schwächeren Ergebnissen ab dem 20. Spieltag zwangsläufig ableiten lassen.
Mentalität und Fehler
MDomi, Dienstag, 07.05.2019, 19:13 (vor 2557 Tagen) @ Sascha
Zum Thema: Erschreckend, wie viel Witsel ohne Vorbereitung und mit Chinajahr spielen musste. Ihm darf man wirklich keinen Vorwurf machen.
Der entscheidende Faktor auf dem Niveau ist der Kopf. Läuft die Saison andersherum und wir spielen eine gute Rückrunde, dann werden wir wegen des nahen Ziels wohl Meister. So sieht man das Ziel aus der Reichweite verschwinden und verliert Galligkeit und Selbstbewusstsein (weil wir keine Mentalitätsmonster haben).
Dazu kommt ein Trainer, der kein Feuer bringt; der brauchbare Spieler schneidet.
Dazu kommt der DFB und diese mafiöse Mischpoke.
Dazu kommt ein unausgeglichener Kader, mit einem Mangel an Mittelstürmern.
Ende vom Lied: Wahrscheinlich Platz 2.
Fehler wurden von allen Beteiligten gemacht. Niemand sticht negativ heraus. Ein Glied bleibt wie immer übrig, um für wenig Geld viel zu ändern.
Belastungen und Verletzungen
Alones, Dienstag, 07.05.2019, 15:33 (vor 2558 Tagen) @ Sascha
bearbeitet von Alones, Dienstag, 07.05.2019, 15:37
Ich glaube, diese Diskussion über Verletzungen, Formschwäche und mentale Schwäche kratzt nur an der Oberfläche. Natürlich spielt das alles eine Rolle. Aber die entscheidenden Faktoren sind das meiner Meinung nach nicht.
Dem Verein (meinetwegen auch Unternehmen) fehlt mittlerweile jegliche Vision. Man hat sich schlichtweg mit dem zweiten Platz schon abgefunden. Spielen wir eine gute Spielzeit, landet man auf Platz 2. Wenn nicht, dann wird man halt eben Dritter oder Vierter. Alles halb so wild, hauptsache die CL ist sicher. Dazu noch ab und zu eine Saisonabschlussfahrt nach Berlin und zwischendrin vllt. noch ein CL-Achtelfinale. Dann ist die Welt in Ordnung. Ich habe nicht das Gefühl, dass man sich intern vorstellen kann, dass irgendwann auch mal mehr möglich sein könnte. Ambitionen erkenne ich kaum noch. Dementsprechend hat sich der Verein zur Durchgangsstation entwickelt. Junge Spieler kommen her und ziehen nach 2-3 Jahren weiter. Klar, denn wer hat auch schon Lust ständig um Platz 2 zu spielen? Auch wenn ich den Verlgeich mittlerweile hasse, aber unter Klopp hatte man zumindest stets das Gefühl, dass alles möglich ist. Der ist aber nicht mehr da und es gibt niemanden, der mal ein bisschen Zuversicht ausstrahlt oder gar das Umfeld mitnimmt. Wie soll so auch Euphorie entstehen?
Ja, die Bayern sind uns finanziell hoffnungslos überlegen. Aber dann würde ich zumindest mal eine Strategie erwarten, wie man den Vorsprung etwas verringern kann. Nein, ich will nicht, dass man voll ins Risiko geht. Aber auf Dauer ist Platz 2 mehr als unbefriedigend. Wir sind hier schließlich beim Sport und natürlich möchte ich den maximalen Erfolg. Stattdessen haben sich bei uns Lethargie und Resignation breitgemacht. Und das wird von der Führungsebene so vorgelebt. Schon klar, dass dann alles den gewohnten Gang nimmt. Und die Spieler müssen sich ohnehin keine Sorgen machen. Gut, die Meisterprämie fällt zwar aus, aber das Gehalt ist trotzdem ordentlich. Und mehr als Platz 2 kann ohnehin niemand erwarten. Bei manchen Leuten hier habe ich sogar das Gefühl, die starten einen Autokorso auf dem Borsigplatz, sobald der zweite Platz feststeht.
Ansonsten frage ich mich schon, wie es sein kann, dass die Bayern auch noch gierig auf den 7. Titel in Folge sind? Das hat nicht nur mit Geld zu tun. Dort herrscht einfach eine ganz andere Mentalität, während bei uns immer Wohlfühloase angesagt sein muss. Bei den Bayern haut man sich im Training auf die Fresse, aber bei uns bricht schon alles auseinander, weil der Cheftrainer mal Ärger mit dem Chefscout hat. Vom Platzwart bis zur Putzfrau wird diese Siegermentalität dort vorgelebt. Sowas kann auch Kräfte freisetzen und bringt Selbstvertrauen. Vom ersten Tag an ist dort die Botschaft "Wir wollen Titel gewinnen". Unsere vision hingegen ist "Wir wollen Zweiter werden". Welcher halbwegs amibtionierte Spieler, der den Verein nicht nur als Durchgangsstation sieht, will sich das schon geben? Richtig, diejenigen, die schon mal bei uns waren und zurückkommen, weil sie bei einem anderen Verein gescheitert sind. Die Rückholaktionen mögen zwar sportlich durchaus vertretbar gewesen sein, aber das Signal, das man damit ausgestrahlt hat, ist aus meiner Sicht fatal. "Wenn ihr es woanders nicht packt, dann könnt ihr jederzeit zurückkommen und mit euren alten Kumpels um Platz 2 kicken". So wird das alles nichts.
Zum Schluss möchte ich noch einmal auf die mangelnde Vision im Verein zurückkommen. Gleich vorweg: Ja, der Wettbewerb ist hochgradig beschädigt und die Bayern werden wohl immer mehr Kohle haben als wir. Dennoch frage ich mich schon, inwiefern das auch unser eigenes Verschulden ist, dass die Bayern (transferbereinigt) mal eben doppelt so viel Umsatz wie wir machen. Ich nehme nur mal den Puma-Deal als Beispiel. Aus heutiger Sicht muss man wohl sagen, dass der einfach nur schlecht war. Warum man einen so langfristigen Vertrag abgeschlossen hat, habe ich schon damals nicht verstanden. Auch der Evonik-Vertrag dürfte mittlerweile wohl deutlich zu niedrig sein. Ebenso haben wir kaum ausländische Sponsoren, obwohl wir jedes Jahr nach Asien oder in die USA reisen. Auch hier stimmt meiner Meinung nach etwas nicht. Bei uns wird sicherlich nicht schlecht gewirtschaftet, nur sollten wir uns an der Benchmark orientieren und da ist noch deutlich Luft nach oben. Wie gesagt: Wie sieht der langfristige Plan, um diese Lücke zumindest zu verkleinern? Sich einfach nur mit dem Status quo abzufinden, ist mir zu wenig. Und so dürfte es auch Spielern wie Sancho gehen, wenn man diese in Zukunft vllt. auch mal halten möchte.
Unsere Probleme sind viel grundsätzlicher. Ich hatte gehofft, dass sich mit den Verpflichtungen von Sammer & Kehl etwas ändern würde. Dem ist aber wohl nicht so. Wir brauchen dringend eine neue Vision sowie eine ganz andere Mentalität im Verein. Ich verstehe bis heute nicht, was so schlimm daran sein soll, wenn man vor der Saison sagt "Wir wollen Meister werden"? Davon hängt freilich nicht der Erfolg einer Saison ab. Aber wenn man sich schon schwer damit tut, sich ambitionierte, aber auch völlig legitime Ziele zu setzen, sagt das schon viel aus. Wenn ich als BVB vor der Saison sage "Ich will Zweiter werden" hat man im Grunde schon gegen die Bayern aufgegeben, bevor die Saison überhaupt gespielt ist. Kein Wunder, dass dann sowas passiert, wie wir es in der Rückrunde erlebt haben.
Belastungen und Verletzungen
Jack, Dortmund, Dienstag, 07.05.2019, 17:53 (vor 2558 Tagen) @ Alones
Ich glaube, diese Diskussion über Verletzungen, Formschwäche und mentale Schwäche kratzt nur an der Oberfläche. Natürlich spielt das alles eine Rolle. Aber die entscheidenden Faktoren sind das meiner Meinung nach nicht.
Dem Verein (meinetwegen auch Unternehmen) fehlt mittlerweile jegliche Vision. Man hat sich schlichtweg mit dem zweiten Platz schon abgefunden. Spielen wir eine gute Spielzeit, landet man auf Platz 2. Wenn nicht, dann wird man halt eben Dritter oder Vierter. Alles halb so wild, hauptsache die CL ist sicher. Dazu noch ab und zu eine Saisonabschlussfahrt nach Berlin und zwischendrin vllt. noch ein CL-Achtelfinale. Dann ist die Welt in Ordnung. Ich habe nicht das Gefühl, dass man sich intern vorstellen kann, dass irgendwann auch mal mehr möglich sein könnte. Ambitionen erkenne ich kaum noch. Dementsprechend hat sich der Verein zur Durchgangsstation entwickelt. Junge Spieler kommen her und ziehen nach 2-3 Jahren weiter. Klar, denn wer hat auch schon Lust ständig um Platz 2 zu spielen? Auch wenn ich den Verlgeich mittlerweile hasse, aber unter Klopp hatte man zumindest stets das Gefühl, dass alles möglich ist. Der ist aber nicht mehr da und es gibt niemanden, der mal ein bisschen Zuversicht ausstrahlt oder gar das Umfeld mitnimmt. Wie soll so auch Euphorie entstehen?
Ja, die Bayern sind uns finanziell hoffnungslos überlegen. Aber dann würde ich zumindest mal eine Strategie erwarten, wie man den Vorsprung etwas verringern kann. Nein, ich will nicht, dass man voll ins Risiko geht. Aber auf Dauer ist Platz 2 mehr als unbefriedigend. Wir sind hier schließlich beim Sport und natürlich möchte ich den maximalen Erfolg. Stattdessen haben sich bei uns Lethargie und Resignation breitgemacht. Und das wird von der Führungsebene so vorgelebt. Schon klar, dass dann alles den gewohnten Gang nimmt. Und die Spieler müssen sich ohnehin keine Sorgen machen. Gut, die Meisterprämie fällt zwar aus, aber das Gehalt ist trotzdem ordentlich. Und mehr als Platz 2 kann ohnehin niemand erwarten. Bei manchen Leuten hier habe ich sogar das Gefühl, die starten einen Autokorso auf dem Borsigplatz, sobald der zweite Platz feststeht.
Ansonsten frage ich mich schon, wie es sein kann, dass die Bayern auch noch gierig auf den 7. Titel in Folge sind? Das hat nicht nur mit Geld zu tun. Dort herrscht einfach eine ganz andere Mentalität, während bei uns immer Wohlfühloase angesagt sein muss. Bei den Bayern haut man sich im Training auf die Fresse, aber bei uns bricht schon alles auseinander, weil der Cheftrainer mal Ärger mit dem Chefscout hat. Vom Platzwart bis zur Putzfrau wird diese Siegermentalität dort vorgelebt. Sowas kann auch Kräfte freisetzen und bringt Selbstvertrauen. Vom ersten Tag an ist dort die Botschaft "Wir wollen Titel gewinnen". Unsere vision hingegen ist "Wir wollen Zweiter werden". Welcher halbwegs amibtionierte Spieler, der den Verein nicht nur als Durchgangsstation sieht, will sich das schon geben? Richtig, diejenigen, die schon mal bei uns waren und zurückkommen, weil sie bei einem anderen Verein gescheitert sind. Die Rückholaktionen mögen zwar sportlich durchaus vertretbar gewesen sein, aber das Signal, das man damit ausgestrahlt hat, ist aus meiner Sicht fatal. "Wenn ihr es woanders nicht packt, dann könnt ihr jederzeit zurückkommen und mit euren alten Kumpels um Platz 2 kicken". So wird das alles nichts.
Zum Schluss möchte ich noch einmal auf die mangelnde Vision im Verein zurückkommen. Gleich vorweg: Ja, der Wettbewerb ist hochgradig beschädigt und die Bayern werden wohl immer mehr Kohle haben als wir. Dennoch frage ich mich schon, inwiefern das auch unser eigenes Verschulden ist, dass die Bayern (transferbereinigt) mal eben doppelt so viel Umsatz wie wir machen. Ich nehme nur mal den Puma-Deal als Beispiel. Aus heutiger Sicht muss man wohl sagen, dass der einfach nur schlecht war. Warum man einen so langfristigen Vertrag abgeschlossen hat, habe ich schon damals nicht verstanden. Auch der Evonik-Vertrag dürfte mittlerweile wohl deutlich zu niedrig sein. Ebenso haben wir kaum ausländische Sponsoren, obwohl wir jedes Jahr nach Asien oder in die USA reisen. Auch hier stimmt meiner Meinung nach etwas nicht. Bei uns wird sicherlich nicht schlecht gewirtschaftet, nur sollten wir uns an der Benchmark orientieren und da ist noch deutlich Luft nach oben. Wie gesagt: Wie sieht der langfristige Plan, um diese Lücke zumindest zu verkleinern? Sich einfach nur mit dem Status quo abzufinden, ist mir zu wenig. Und so dürfte es auch Spielern wie Sancho gehen, wenn man diese in Zukunft vllt. auch mal halten möchte.
Unsere Probleme sind viel grundsätzlicher. Ich hatte gehofft, dass sich mit den Verpflichtungen von Sammer & Kehl etwas ändern würde. Dem ist aber wohl nicht so. Wir brauchen dringend eine neue Vision sowie eine ganz andere Mentalität im Verein. Ich verstehe bis heute nicht, was so schlimm daran sein soll, wenn man vor der Saison sagt "Wir wollen Meister werden"? Davon hängt freilich nicht der Erfolg einer Saison ab. Aber wenn man sich schon schwer damit tut, sich ambitionierte, aber auch völlig legitime Ziele zu setzen, sagt das schon viel aus. Wenn ich als BVB vor der Saison sage "Ich will Zweiter werden" hat man im Grunde schon gegen die Bayern aufgegeben, bevor die Saison überhaupt gespielt ist. Kein Wunder, dass dann sowas passiert, wie wir es in der Rückrunde erlebt haben.
Starker Beitrag! Da würde ich einiges, wenn nicht fast alles unterschreiben. Wir brauchen eine andere Mentalität um Verein. Natürlich ist Bayern uns finanziell klar überlagen, ja und? Trotzdem muss man doch vetsuchen, auch über eine Saison hinweg, sie zu schlagen. Und vor allem sollte man vielleicht mal aufhören, die Bayern öffentlich ständig übermächtig zu reden und zu betonen, dass man ja, wenn alles normal läuft, keine Chance gegen sie hat. Das würde ich als Spieler nicht hören wollen. Schon klar, dass intern auch anders gesprochen wird aber wenn ich als Spieler Watzke ständig in irgendwelchen Sendungen sehen würde, wie er die Bayern quasi unschlagbar redet, dann würde ich kotzen. Ich mag Aki total, aber das geht mir auf die Eier.
Belastungen und Verletzungen
Schnippelbohne, Bauernland, Dienstag, 07.05.2019, 17:46 (vor 2558 Tagen) @ Alones
Ohne Zahlen zu haben, aber ich vermute, dass durch die Fast-Insolvenz des BVB (die ja noch garnicht so lange her ist) und die für die Sanierung notwendigen preislichen Zugeständnisse an die Investoren wie Puma, Signal Iduna etc ein Rückstand auf die Bayern entstanden ist, der nicht mehr einzuholen ist. Watzke konnte ja damals froh sein, dass diese Firmen überhaupt bereit waren, Geld in die Hand zu nehmen. Und in den Folgejahren waren die sportlichen Leistungen auch nicht dazu angetan, sponsorentechnisch nach den Sternen zu greifen. Was die aktuellen Verträge angeht, unterstelle ich mal, dass das Management schon weiß, was es tut und die im Markt für den BVB maximal möglichen Preise verhandelt. Aber Fakt ist auch, dass die Bayern nochmal eine ganz andere Strahlkraft für Sponsoren haben.
Belastungen und Verletzungen
Alones, Dienstag, 07.05.2019, 18:30 (vor 2557 Tagen) @ Schnippelbohne
bearbeitet von Alones, Dienstag, 07.05.2019, 18:47
Ohne Zahlen zu haben, aber ich vermute, dass durch die Fast-Insolvenz des BVB (die ja noch garnicht so lange her ist) und die für die Sanierung notwendigen preislichen Zugeständnisse an die Investoren wie Puma, Signal Iduna etc ein Rückstand auf die Bayern entstanden ist, der nicht mehr einzuholen ist. Watzke konnte ja damals froh sein, dass diese Firmen überhaupt bereit waren, Geld in die Hand zu nehmen. Und in den Folgejahren waren die sportlichen Leistungen auch nicht dazu angetan, sponsorentechnisch nach den Sternen zu greifen. Was die aktuellen Verträge angeht, unterstelle ich mal, dass das Management schon weiß, was es tut und die im Markt für den BVB maximal möglichen Preise verhandelt. Aber Fakt ist auch, dass die Bayern nochmal eine ganz andere Strahlkraft für Sponsoren haben.
Ich will mit Sicherheit nicht sagen, dass unsere Verantwortlichen nicht wissen, was sie machen. Der BVB ist eine Erfolgsgeschichte. Aber es ist die eine Sache ein Unternehmen zu sanieren und es ist noch einmal eine ganz andere Geschichte, den Verein fit für die Zukunft zu machen. Die Fast-Pleite liegt ja jetzt auch schon ein paar Jahre zurück. Irgendwann muss man auch mal nach vorne schauen und ein neues Leitbild entwickeln. Und dieses kann meiner Meinung nach nur so aussehen, dass wir versuchen müssen, näher an die Bayern heranzurücken. Ohne dabei gleich in Größenwahn zu verfallen. Aki & Co. waren vllt. die richtigen, um den Verein zu retten. Aber sind sie auch die richtigen, um den Verein irgendwann einmal (wieder) zu einem echten Konkurrenten für die Bayern zu machen? Daran habe ich so meine Zweifel. Im Moment sieht das Unternehmsziel ja so aus, dass wir irgendwann einmal - ich glaube ab 2025 - transferbereinigt 500 Mio. EUR-Umsatz machen will. Das wird vermutlich auch gelingen, aber hauptsächlich durch die weiter steigenden TV-Einnahmen. Die Schere wird dadurch nicht kleiner. Denn die Bayern werden ja ebenso davon profitieren.
Wir sollten dringend mal über Themen wie: Digitalisierung, Stadion, weitere Internationalisierung, sowie andere Sponsoren sprechen. Die Vereinsführung scheint mir zu sehr im Merkel'schen "Weiter so"-Modus unterwegs zu sein. Das wird aber nicht ausreichen, wenn man wirklich ernsthaft um die Meisterschaft spielen will.
Ein paar Beispiele:
- Digitalisierung: Hier gibt es wohl noch riesiges Potential. Genau jetzt wäre der richtige Zeitpunkt, innovative Ideen zu entwickeln. Apps, Online-Angebote, interaktives Stadionerlebnis, etc.
- Stadion: Man muss sich ja nur mal das neue Tottenham-Stadion anschauen, um festzustellen, dass das Westfalenstadion etwas in die Jahre gekommen ist. Hier wird sich früher oder später die Frage stellen, ob es einen Neubau oder eine Modernisierung geben muss.
- weitere Internationalisierung: Auch wenn ich die Dosen nicht ab kann, aber ihr Farmsystem ist gut. Man. City macht es ebenfalls und die Ajax-Schule ist wohl ein ähnliches Modell. Der BVB ist durch Kagawa ja relativ beliebt in Japan. Ich behaupte mal, eine moderate Investition hätte es sich mehr ausgezahlt als der Schürrle-Transfer. Auch die MLS hätte man perspektivisch mal prüfen können. Nur mit Fußball-Sommerschulen für Kids wird man jedenfalls keinen großen Wachstum haben.
- Sponsoren: Im Moment ist mein Eindruck schon, dass Aki, was die Hauptsponsoren angeht, lieber mit deutschen Unternehmen zusammenarbeiten möchte. Da wir uns nun allerdings schon als international-agierendes Unternehmen verstehen, ist diese Strategie vllt. auch nicht mehr ganz zeitgemäß. Generell dürfte es wohl so sein, dass wir im Bereich Sponsoring noch das größte Potential haben, weil viele Verträge langfristig laufen, aber mittlerweile deutlich unterbewertet sind.
Des Weiteren sollte man auch mal über Maßnahmen wie die Einführung einer Damen-Mannschaft nachdenken. Eine Basket- sowie Handballabteilung wären sicherlich auch mal überlegenswert. Das schafft Synergieeffekte, steigert die Bekanntschaft, schöpft neue Fanpotentiale ab und führt letzendlich auch zu mehr Einnahmen für das gesamte Unternehmen.
Es gibt also genug Ansatzpunkte.
Belastungen und Verletzungen
Blarry, Essen, Dienstag, 07.05.2019, 19:21 (vor 2557 Tagen) @ Alones
Schon, aber warum nennst Du dann so viele Ansatzpunkte, die nur Geld kosten und keins einspielen?
Wir sind ja gerade nicht in der Position, blind Geld ausgeben zu können für Nebensächlichkeiten. Farmteams in Uganda spielen kein Geld ein. In Deutschland ist Herrenfußball sowieso die einzige Sportart, mit der Geld zu verdienen ist, und darin sind wir schon vertreten. Außerdem war doch Ansage, sich nicht in weitere Sportarten auszudehnen, um die übrigen Dortmunder Sportvereine nicht noch weiter zu kannibalisieren.
Das Stadion wird langfristig zugegeben Thema werden. Aber lasst uns bitte nicht irgendwelchen Nullachtfuffzehnprunkbauten nacheifern. Tottenhams neues Estadio Generico ist nur der neueste Sündenfall dessen, was ich den Hermann-Tilke-Effekt nenne, wo jedes neue Bauwerk irgendwo anders designt sein mag, aber genau die gleiche klinisch sterile, durchgeplante Atmosphäre wie jedes andere versprüht. Das Westfalenstadion ist etwas Besonderes, weil es eben anders ist.
Und die Sponsoren kann man sich im Zweifel nicht aussuchen, dafür sind wir kein FC Barcelona. Vor drei Jahren flogen wir noch mit Turkish Airlines, danach war die nicht ganz so glamoröse Eurowings das höchste der Gefühle. Da steckt man halt nicht drin.
Belastungen und Verletzungen
Alones, Dienstag, 07.05.2019, 19:49 (vor 2557 Tagen) @ Blarry
Wir sind ja gerade nicht in der Position, blind Geld ausgeben zu können für Nebensächlichkeiten. Farmteams in Uganda spielen kein Geld ein. In Deutschland ist Herrenfußball sowieso die einzige Sportart, mit der Geld zu verdienen ist, und darin sind wir schon vertreten. Außerdem war doch Ansage, sich nicht in weitere Sportarten auszudehnen, um die übrigen Dortmunder Sportvereine nicht noch weiter zu kannibalisieren.
Ich habe ja das Beispiel Japan gebracht, wo der BVB ziemlich beliebt ist. 1.) Es steigert die Bekanntheit der Marke. 2.) Neue Sponsoren aus Asien. 3.) Mehr Merchandising-Erlöse (man stelle sich nur mal vor in Tokio würde ein Erstligaverein in BVB-Trikots spielen). 4.) Mehr Talente aus Asien, die den Sprung zu uns schaffen könnten, was wiederum zu mehr öffentlicher Aufmerksamkeit führt. 5.) Ein paar Bundesliga-Altstars könnten zum Karriereende nochmal eine Ehrenrunde in Asien drehen. Wenn man sieht wie Poldi dort empfangen wurde, kann man sich vorstellen, was los wäre, wenn Kagawa, Reus oder Götze dort mal in ein paar Jahren aufschlagen sollten. Auch der eine oder andere BVB-Fan aus Deutschland würde sich die Spiele seiner alten Helden sicherlich ansehen wollen.
Ich denke nicht, dass wir mit so einem Projekt Verluste machen würden. Im Gegenteil. Natürlich müssten wir in Wachstumsmärkte investieren, in denen es auch Sinn macht. Ein Farmteam in Uganda gehört sicherlich nicht dazu. Aber Japan oder beispielsweise die MLS sicherlich schon. Das wären Investitionen, die sich langfristig lohnen würden. Davon bin ich überzeugt.
Das Stadion wird langfristig zugegeben Thema werden. Aber lasst uns bitte nicht irgendwelchen Nullachtfuffzehnprunkbauten nacheifern. Tottenhams neues Estadio Generico ist nur der neueste Sündenfall dessen, was ich den Hermann-Tilke-Effekt nenne, wo jedes neue Bauwerk irgendwo anders designt sein mag, aber genau die gleiche klinisch sterile, durchgeplante Atmosphäre wie jedes andere versprüht. Das Westfalenstadion ist etwas Besonderes, weil es eben anders ist.
Das Problem ist einfach, dass wir gemessen an der Zuschauerzahl zu wenige Einnahmen generieren. Wir haben zu wenige Logen. Aber gerade hier lässt sich die meiste Kohle machen. Man muss es eben schaffen, der zahlungskräftigen Kundschaft die Kohle aus der Tasche zu ziehen, ohne, dass das Stadionerlebnis für den normalen Fan auf der Süd darunter leidet. Ebenso muss man es schaffen, den besonderen Charme des Stadions zu erhalten. Nur wollen wir eben weiterhin erfolgreich Fußball spielen und nichts ist für die Ewigkeit. Wir können uns der Zukunft nicht komplett verschließen, wenn wir konkurrenzfähig bleiben wollen.
Und die Sponsoren kann man sich im Zweifel nicht aussuchen, dafür sind wir kein FC Barcelona. Vor drei Jahren flogen wir noch mit Turkish Airlines, danach war die nicht ganz so glamoröse Eurowings das höchste der Gefühle. Da steckt man halt nicht drin.
Ich meine mich zu erinnern, dass bevor Gazprom bei Schalke eingestiegen ist, die auch mal bei uns nachgefragt haben. Aki hat das jedoch abgelehnt und damit auf viel Geld verzichtet. Wie die aktuelle Situation aussieht, kann ich nicht sagen. Aber ich könnte mir schon vorstellen, dass man eben gerade bei den großen Hauptsponsoren lieber deutsche Unternehmen haben möchte. Einerseits verständlich, aber andererseits gehen uns so möglicherweise auch Millionen flöten.
Belastungen und Verletzungen
hanno29, Berlin, Dienstag, 07.05.2019, 19:38 (vor 2557 Tagen) @ Blarry
bearbeitet von hanno29, Dienstag, 07.05.2019, 19:52
Das Stadion wird langfristig zugegeben Thema werden. Aber lasst uns bitte nicht irgendwelchen Nullachtfuffzehnprunkbauten nacheifern. Tottenhams neues Estadio Generico ist nur der neueste Sündenfall dessen, was ich den Hermann-Tilke-Effekt nenne, wo jedes neue Bauwerk irgendwo anders designt sein mag, aber genau die gleiche klinisch sterile, durchgeplante Atmosphäre wie jedes andere versprüht. Das Westfalenstadion ist etwas Besonderes, weil es eben anders ist.
Das ist der erste sterile 0815 Bau, wo man versucht hat, eine riesige Steh(vorerst eine Sitz-)tribüne (Anlehnung an die Süd) mit einzuplanen, sieht aber trotzdem total bescheiden aus, wie gewollt und nicht gekonnt, wenn alle anderen 3 Tribünen, 3 Ränge haben mussten. Gefällt mir gar nicht.
Der BVB sollte solange es geht, kein neues Stadion bauen, das wird nie so werden, wie der alte Tempel, auch wenn man ihn 1:1 nachbauen wollen würde.
Wenn ich mir die Bilder vom umgebauten Barca und Real Stadion anschaue, wird einem auch ganz anders zumute
Belastungen und Verletzungen
Alones, Dienstag, 07.05.2019, 19:57 (vor 2557 Tagen) @ hanno29
Wenn ich mir die Bilder vom umgebauten Barca und Real Stadion anschaue, wird einem auch ganz anders zumute
Was findest du denn an den Stadionplänen von Barca und Real so schlimm? Ich finde, dass die Pläne sehr beendruckend sind. Aber das ist natürlich auch immer Geschmackssache. Dennoch dürfte es doch klar sein, dass die nicht bis in alle Ewigkeit in den aktuellen Stadien spielen können. Gerade in Barcelona werden die Menschen auch ganz froh sein, mal ein Dach über dem Kopf zu haben, wenn es regnet. Man muss doch nicht gleich jede Neuerung verteufeln.
Belastungen und Verletzungen
Born-to-run, Dienstag, 07.05.2019, 17:40 (vor 2558 Tagen) @ Alones
Machst Du es Dir nicht ein wenig zu einfach und negierst, dass sich da die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im internationalen Fußball seit der Ära Klopp (der, da stimme ich Dir schon zu, ein visionärer Fußball-Trainer war/ist) nochmal extrem zugunsten der vermeintlich "großen" Klubs, und im speziellen auch zur Premier-League hin, verschoben haben. Diese Rahmenbedingungen machen es halt immer unwahrscheinlicher, dass es noch jemanden, bzw. einem Verein gelingt in die sich dort gebildete Phalanx einzudringen. da bedarf es schon der Kombination von mehreren Faktoren, die sich günstig ergänzen müssen. Eine Vision zu haben ist möglicherweise eine davon.
Leicester City hat seinerzeit auch nicht die PL geworden, weil da jemand die Vision von der Meisterschaft hatte. Die hatten allenfalls eine Idee, wie sie sch mal über einen längeren Zeitraum in der PL etablieren können. Dann hatten sie einfach einen Lauf und das unwahrscheinliche Glück, dass die Top-Teams mal gemeinsam eine einjährige "Auszeit" genommen haben.
Ich denke mal auch Ajax hatte nicht die Vision vom CL-Gewinn vor Augen, als sie irgendwann im Sommer zu den Play-offs angetreten sind, um sich überhaupt zu qualifizieren. Das Ajax als Verein eine Vision vom erfolgreichen Fußball hat, ist wohl unbestritten. Aber wie weit einen so eine Vision dann trägt, bleibt immer wieder abzuwarten. Wir hatten ja vor gar nicht allzu langer Zeit auch einen Trainer, mit einer ziemlich radikalen Idee/Vision vom Fußball und sind damit ziemlich heftig gescheitert. Wir werden sehen, wie weit seine Ideen Leverkusen bringen werden.
Insofern gebe ich Dir schon recht, um in der momentanen Situation kann eine Vision, im Sinne einer neuen Idee von Fußball ein Weg sein, die durch den übermäßigen monetären Einfluss festgefahrenen Strukturen mal punktuell aufzubrechen. Ansonsten erscheint nur die Bereitschaft sich diesen kommerziellen Gesetzmäßigkeiten anzupassen und sich finanziell noch potenteren Geldgebern, als sie die Mitbewerber bereits haben, auszuliefern. Auf diese Vision kann ich aber gerne verzichten.
+1
sims87, Dienstag, 07.05.2019, 17:24 (vor 2558 Tagen) @ Alones
Sehr interessanter Beitrag, da hast du viel Wahres angesprochen.
+1
ergo, Magdeburg, Dienstag, 07.05.2019, 17:03 (vor 2558 Tagen) @ Alones
Stimme mit allen überein, außer mit dem Saisonziel, da sollte man vl. Eher sowas sagen wie "Wir wollen um die Meisterschaft mit spielen" alles andere baut, glaube ich Zuviel Druck auf.
+1
ergo, Dienstag, 07.05.2019, 17:33 (vor 2558 Tagen) @ ergo
Ja, interessante Diskussion. Danke auch an Sascha.
Belastungen und Verletzungen
Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Dienstag, 07.05.2019, 11:32 (vor 2558 Tagen) @ Sascha
Deine ‚Datensammlung‘ gibt der entsprechenden Diskussion eine ganz andere Basis. Möchte ich einfach einmal hervorheben.
Ausgehend von diesen quantitativen Daten sollte man sich nun (wie ja bereits in den verschiedenen Diskussionsbeiträgen geschehen) die entsprechenden Daten einzelnen Spieler genauer anschauen und die qualitativen Aspekte in die Betrachtung miteinbeziehen.
Ich greife da einfach einmal Witsel heraus. Ein Spieler, der sich von seinem ersten Spiel an als einer der entscheidenden Faktoren unseres Spiels herausgestellt und fast alle Spiele meist über die volle Distanz absolviert hat. In ein oder zwei Spielen kann er (auch je nach Gegner) ersetzt werden, über die Dauer der Saison gesehen eher nicht. Weil wir keinen gleichwertigen Ersatz im Kader haben. Meine persönliche Beobachtung (mit der ich nicht alleine stehe) ist, dass Witsel im Laufe der Rückrunde sozusagen schleichend an Frische und Spritzigkeit verloren hat. Dies wiederum beeinflusst die Qualität seines Spiels und daraus ergeben sich wiederum Konsequenzen für das Spiel des gesamten Teams.
Wir haben das Thema hier schon einmal aufgegriffen und bei der Suche nach Gründen für diese Entwicklung die Zeit vor dem ersten Spieltag miteinbezogen. Witsel hat die die volle Vorbereitungsphase auf die WM mit der belgischen Nationalmannschaft und so weit ich weiß auch alle sieben Spiele während des WM-Turniers (also die höchstmögliche Spielanzahl in einem Turnier) über die volle Distanz absolviert. Danach hatte er sicherlich eine längere Regenerationsphase, aber eine reguläre Saisonvorbereitung, in der auch die physischen und konditionellen Grundlagen für eine Saison gelegt werden, hätte er weder in China, noch bei uns. Dass sich dies in der Rückrunde auswirkt, ist für mich logisch.
Was eine ,verkürzte‘ WM mit entsprechender Regenerationsphase und eine (vor allem verletzungsfreie) Absolvierung der Saisonvorbereitung für positive Auswirkungen hat, sieht man mMn an Reus. Er ist ein weiterer Schlüsselspieler (nicht nur) in dieser Saison, und nicht zuletzt seine Verletzungsfreiheit und gute Form (die mMn eben auch mit der Vorbereitungsphase zu tun haben) hat uns überhaupt zu der bisherigen Punkteausbeute verholfen.
Was die Innenverteidiger anbelangt, so sieht es auf den ersten Blick nicht so aus, als hätten die Ausfälle direkten Einfluss auf die entsprechenden Spiele gehabt. Die Frage für mich ist nur, welcher indirekte Einfluss vorhanden ist dadurch, dass insbesondere Diallo zunächst als vorübergehende, dann als ‚dauerhafte’ Notlösung auf der linken AV-Position eingesetzt wurde. Hier bleibt natürlich vieles Spekulation, weil niemand wissen kann, ob z.B. ein Schmelzer in der Rückrunde auf dieser Position qualitativ bessere, schlechtere oder gleiche Leistungen gezeigt hätte. Aber ausgehend von der Annahme, dass eine aus Akanji und Diallo bestehende Innenverteidigung jenseits der defensiven Stabilität vor allem auch hinsichtlich Spieleröffnung und Spielaufbau qualitativ die bestmögliche ist, kann man sich schon Gedanken machen, welcher qualitative Verlust es für unser gesamtes Spiel war, dass diese Kombination so selten zusammengespielt hat.
Wie man es auch immer betrachtet, letztlich wird es mMn immer wieder darauf hinauslaufen, dass einige Kaderpositionen unzureichend besetzt sind und unsere Einsatzoptionen nicht quantitativ, aber sehr wohl qualitativ begrenzt sind. Und ich gehe davon aus, dass die kommende Transferperiode genau davon bestimmt wird.
Belastungen und Verletzungen
Born-to-run, Dienstag, 07.05.2019, 12:30 (vor 2558 Tagen) @ Will Kane
Wie man es auch immer betrachtet, letztlich wird es mMn immer wieder darauf hinauslaufen, dass einige Kaderpositionen unzureichend besetzt sind und unsere Einsatzoptionen nicht quantitativ, aber sehr wohl qualitativ begrenzt sind. Und ich gehe davon aus, dass die kommende Transferperiode genau davon bestimmt wird.
Und in dem Punkt sind wohl die größten Fehleinschätzungen passiert. Was waren das zu Beginn der Saison , auch hier im Forum, noch für Diskussionen ob unseres Riesenkaders. Oft genannte Befürchtungen waren ja, dass wir ständig Stammplatz befähigte Spieler auf die Tribüne setzen müssten, weswegen Unruhe hierüber innerhalb des Teams befürchtet wurde. Dem ist ja, wie Du richtig anführst, nach den Erfahrungen der Rückrunde doch nicht so.
Ich würde zumindest bei Spielern wie Brun-Larsen, Zagadou oder auch Diallo jedoch (noch) nicht von fehlendem Potential sprechen wollen, sondern das Problem, selbiges noch nicht über eine ganze Saison hin, und vor allem in "Stess-Situationen" zuverlässig abzurufen. Diese Stress-Resistenz, beim einzelnen Spieler, wie auch beim ganzen Team zu erreichen, wird sicher eine der Aspekte sein, an denen sich Favre als Trainer wird messen lassen müssen.
Nach meinem Eindruck wählt Favre bei seinen Aufstellungen zumeist die Variante, in der er das größere Potential für die längerfristige Zukunft sieht und vernachlässigt dabei möglicherweise kurzfristige Ziele.
Belastungen und Verletzungen
Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Dienstag, 07.05.2019, 21:43 (vor 2557 Tagen) @ Born-to-run
Wie man es auch immer betrachtet, letztlich wird es mMn immer wieder darauf hinauslaufen, dass einige Kaderpositionen unzureichend besetzt sind und unsere Einsatzoptionen nicht quantitativ, aber sehr wohl qualitativ begrenzt sind. Und ich gehe davon aus, dass die kommende Transferperiode genau davon bestimmt wird.
Und in dem Punkt sind wohl die größten Fehleinschätzungen passiert. Was waren das zu Beginn der Saison , auch hier im Forum, noch für Diskussionen ob unseres Riesenkaders. Oft genannte Befürchtungen waren ja, dass wir ständig Stammplatz befähigte Spieler auf die Tribüne setzen müssten, weswegen Unruhe hierüber innerhalb des Teams befürchtet wurde. Dem ist ja, wie Du richtig anführst, nach den Erfahrungen der Rückrunde doch nicht so.
Ich bin mir noch nicht einmal so sicher, ob es tatsächlich eine Fehleinschätzung war. Ich gehe eher davon aus, dass finanzielle Notwendigkeiten dahinter standen. Wenn ich mich nicht irre, dann hieß es von Seiten der Clubverantwortlichen zu Saisonbeginn öfters, dass erst der eine oder andere Spieler noch abgegeben werden müsse, bevor man auf dieser oder jener Position noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv werden könne. Eine Kaderstärke von ca. 25, 26 Spielern wurde angestrebt (wenn ich mich nicht irre). Das Problem war dabei zunächst, dass die Spieler, die man als ‚abzugeben‘ identifiziert hatte,nicht so leicht auch Abnehmer fanden. Letztlich dauerte es bis zur Winterpause. Und es hieß auch von Anfang an, der Kaderumbruch sei mit einer (Sommer-)Transferperiode noch nicht abgeschlossen.
Im Grunde genommen zahlt der Club bei allen positiven Veränderungen in dieser Saison auch den Preis für personelle Fehlentscheidungen in den vorhergehenden Transferperioden. Die notwendigen personellen Erneuerungen waren zu Saisonbeginn größer als gedacht, aber man konnte nicht alles auf einmal ändern. Auch bei uns ist das Budget für den Kader limitiert. So musste man Prioritäten setzen oder auch vorgesehene Änderungen verschieben, weil sich Möglichkeiten auftaten (Witsel), die man nutzen musste, und weil man nicht zügig genug Abnehmer für die ausselektierten Spieler fand. Ob man dabei immer die richtigen Entscheidungen getroffen hat, ist eine andere Frage. Wohl eher nicht, wie der Saisonverlauf zeigt. Aber wenn man aus dem Rathaus kommt, ist man immer klüger. Entscheidungen müssen getroffen werden, und da kann man nicht immer zu 100% richtig liegen.
Ich würde zumindest bei Spielern wie Brun-Larsen, Zagadou oder auch Diallo jedoch (noch) nicht von fehlendem Potential sprechen wollen, sondern das Problem, selbiges noch nicht über eine ganze Saison hin, und vor allem in "Stess-Situationen" zuverlässig abzurufen. Diese Stress-Resistenz, beim einzelnen Spieler, wie auch beim ganzen Team zu erreichen, wird sicher eine der Aspekte sein, an denen sich Favre als Trainer wird messen lassen müssen.
Zagadou und Bruun Larsen sind sehr junge Spieler. Da ist es normal, dass es starke Leistungsschwankungen gibt. Und auch, dass die Stressresistenz noch nicht wie gewünscht und erforderlich vorhanden ist. Ich habe es neulich in einem anderen Zusammenhang schon einmal geschrieben: Wenn Spieler aus dieser Altersklasse wie Sancho oder Mbappé auf einem extrem hohen Niveau konstant ihre Leistungen bringen, dann ist das die Ausnahme und nicht die Regel.
Bei Diallo bin ich mir sicher, dass er konsequent in der Innenverteidigung eingesetzt auch konstant auf hohem Niveau spielen wird.
Nach meinem Eindruck wählt Favre bei seinen Aufstellungen zumeist die Variante, in der er das größere Potential für die längerfristige Zukunft sieht und vernachlässigt dabei möglicherweise kurzfristige Ziele.
Interessanter Gedanke. Nicht abwegig mMn.
Belastungen und Verletzungen
Sascha, Dortmund, Dienstag, 07.05.2019, 11:43 (vor 2558 Tagen) @ Will Kane
Bei Witsel bin ich allerdings der Meinung, dass das Problem auch ein Stück weit hausgemacht ist.
Es gab halt auch in der Rückrunde Spiele, in denen man erst gar nicht zwingend mit einer Doppel-Sechs hätte auflaufen müssen (Hannover und Nürnberg), oder wo man ihn früher hätte runternehmen können. In Freiburg führen wir ab der 56. Minute mit 2:0, in München war die Messe mit der Halbzeit gelesen. Das waren in meinen Augen Spiele, in denen man durchaus mit Umstellungen auch für Pausen bei ihm hätte sorgen können. Teils weil z.B. die Qualitäten von Spielern wie Weigl dort als Ersatz auch hätten ausreichen sollen, oder das Spiel eh schon entschieden war.
Belastungen und Verletzungen
Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Dienstag, 07.05.2019, 22:06 (vor 2557 Tagen) @ Sascha
Bei Witsel bin ich allerdings der Meinung, dass das Problem auch ein Stück weit hausgemacht ist.
Es gab halt auch in der Rückrunde Spiele, in denen man erst gar nicht zwingend mit einer Doppel-Sechs hätte auflaufen müssen (Hannover und Nürnberg), oder wo man ihn früher hätte runternehmen können. In Freiburg führen wir ab der 56. Minute mit 2:0, in München war die Messe mit der Halbzeit gelesen. Das waren in meinen Augen Spiele, in denen man durchaus mit Umstellungen auch für Pausen bei ihm hätte sorgen können. Teils weil z.B. die Qualitäten von Spielern wie Weigl dort als Ersatz auch hätten ausreichen sollen, oder das Spiel eh schon entschieden war.
Ich bin da zwischen Baum und Borke. Einerseits hätte auch ich mir in dem einen oder anderen Spiel ein klares 4-3-3 gewünscht oder auch einmal ein 4-4-2 mit Raute. Andererseits habe ich meine Zweifel, ob wir damit nicht unsere Stanilität aufgegeben hätten. Ich sehe für solche Systeme momentan einfach nicht die notwendigen Spieler im Kader, insbesondere auf den Achterpositionen.
Was Witsel anbelangt, so glaube ich, dass die fehlendes Vorbereitung einfach nicht zu kompensieren war. Auch nicht durch vereinzelte Spiele, in denen er pausiert hätte.
Belastungen und Verletzungen
Didi, Schweiz, Dienstag, 07.05.2019, 10:58 (vor 2558 Tagen) @ Sascha
Natürlich sind das keine Extrmwerte, aber mit einem höchst mittelmässigen Witsel, einem unzuverlässigen Alcacer und einer Aussenverteidigung Diallo / Wolf pflügst du dich halt nicht mal eben so durch die Liga. Auch Mario Götze, der zwar durchaus seine lichten Momente hat, ist als Mittelstürmer sicher nicht in den Top 5 der Liga zu verorten.
Welche Spieler waren individuell und für sich betrachtet in der Rückrunde noch "meisterlich"?
Vorrunde: Bürki, Akanji, Diallo, Reus, Witsel, Hakimi, Alcacer, Sancho
Rückrunde: Sancho, gelgentlich noch Reus und Bürki
Dafür dann halt mit Wolf, Diallo, Götze, Witsel, Delaney, Bruun Larsen und Zagadou (Weigl) mindestens 6 Mann permanent auf dem Platz, die da nicht signifikant mehr Potential als Leute der Kragenweite Rode, Sven Bender oder Halstenberg auf den Platz bringen - sondern wirklich einfach Bundesliga-Durchschnitt.
Und schon wird das mit den benötigten 12 Siegen in 17 Spielen etwas schwer, weil bei den Bayern halt alle Top 15 Leute irgendwo ganz klar im obersten Leistungsviertel der Liga stehen.
Schlüsselfigur Witsel
padre.serata, Alicante, Dienstag, 07.05.2019, 16:44 (vor 2558 Tagen) @ Didi
Mit Witsel sprichst Du ein wichtiges Mosaiksteinchen der Entwicklung 18/19 an. Mir scheint, dass er sich recht schnell zu einem Chef entwickelte, bedingt durch die Position, Ausstrahlung, auch den super Start. Das alles ist erstmal sehr positiv. Doch als er dann einbrach - und damit meine ich nicht nur körperlich - hat auch er die Mannschaft mit ins Loch gezogen. Nennt mich Schlagzeilensucher, aber die Geschichte mit dem Edel-Friseur in London sprach für mich Bände. Nicht so sehr, weil sie passierte. Eine Gruppe junger Hüpfer um Sancho - das wäre ja verständlich. Aber dass ein Typ wie Witsel dabei war, war für mich damals erstaunlich. In dem Moment schoss mir da schon durch den Kopf, dass zumindest die Konzentration, doch auch die Moral, aus der Mannschaft raus sein konnte.
Um´s konstruktiv zu beenden: Am besten wäre, Witsel trinkt unter der Woche ein Paar Bier mit Kehl, der ihm so richtig ins Gewissen redet. So dass Axel für 2 Spiele wieder mit breiter Brust eines Leaders aufläuft. Im Sommer sollte dann auch unter dem Aspekt Mentalität die Saison aufgearbeitet werden. Und geschaut werden, was in den Jungs da im Winter passierte, dass da die Fokussierung so raus war.
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Sascha, Dortmund, Dienstag, 07.05.2019, 11:13 (vor 2558 Tagen) @ Didi
bearbeitet von Sascha, Dienstag, 07.05.2019, 11:16
Welche Spieler waren individuell und für sich betrachtet in der Rückrunde noch "meisterlich"?
Vorrunde: Bürki, Akanji, Diallo, Reus, Witsel, Hakimi, Alcacer, Sancho
Rückrunde: Sancho, gelgentlich noch Reus und Bürki
Aber auch hier stellt sich die Frage nach dem Warum. Witsel hat von allen Feldspielern am längsten auf dem Platz gestanden, aber ein 32-jähriger Piquet hat in Barcelona zum Beispiel 700 Minuten mehr abgerissen. Und auch ein da Costa fänd seine rund 3.500 Minuten wohl nicht gerade überwältigend viel. Letzterer ist zwar jünger, dürfte auf dem Flügel aber einen noch größeren Aktionsradius haben.
Hakimi schien Ende der Hinrunde auch defensiv stabil zu sein und fing dann an, sehr unkonzentriert zu werden und schlichtweg eine Reihe sehr falscher Entscheidungen zu treffen.
Bürki hat jetzt in Bremen schon einen zweiten Bock gemacht, wie ihm eigentlich nur in der letzten Saison unterlaufen ist und das kann definitiv keine Qualitätsfrage sein. Das waren Fehler, mit denen man nicht über die Landesliga hinaus käme, wenn man das nicht besser beherrschen würde.
Auch dass sich Akanji da in Bremen an der Grundlinie wie ein C-Jugendlicher wegschieben lässt, ist mit qualitativen Gründen ja auch nicht erklärbar.
Wirklich nachvollziehbar finde es eigentlich nur bei Diallo, weil er jetzt seit einiger Zeit auf einer Position spielt, die er wirklich nur im Notfall bekleiden sollte, und Alcácer. Die Hinrunde bei ihm war schlicht und ergreifend diese Serie, die Stürmer manchmal haben und in der auch ein Bas Dost zehn Tore in sechs Spielen macht.
Auffällig finde ich dabei auch, dass der Bruch ja nicht zwischen Hin- und Rückrunde kam. Wir sind ja mit einem 1:0 in Leipzig, 5:1 gegen Hannover und 1:1 in Frankfurt durchaus auf eine Art gestartet, in der es schien, dass die Mannschaft "den Flow" rüber retten konnte und der eigentlich mental ein richtig guter Start gewesen sein muss. Rumpeln tut es erst wirklich seit diesem Dreiklang aus Pokalaus gegen Bremen, Niederlage in Tottenham und dem Verspielen des 3:0 gegen Hoffenheim.
Da muss einfach eine Entwicklung passiert sein, die man entweder nicht früh genug erkannt, oder vielleicht sogar befeuert hat. Dass die letzten 12 Spiele eine logische Folge von Belastung und Verletzungspech sind, kann ich für mich aus den reinen Zahlen nicht ablesen.
Belastungen und Verletzungen
stoffel85, Dienstag, 07.05.2019, 17:10 (vor 2558 Tagen) @ Sascha
Bremen (Pokal) und Hoffenheim,sind übrigens die zwei Spiele die Favre ganz allein verkackt hat. Ob das was mit dem "jetzigen" Zustand der Mannschaft zu tun hat,vermag ich nicht zu sagen.
Belastungen und Verletzungen
bobschulz, MS, Dienstag, 07.05.2019, 17:39 (vor 2558 Tagen) @ stoffel85
Bremen (Pokal) und Hoffenheim,sind übrigens die zwei Spiele die Favre ganz allein verkackt hat. Ob das was mit dem "jetzigen" Zustand der Mannschaft zu tun hat,vermag ich nicht zu sagen.
Echt?
Hat Favre dafür gesorgt, dass Bürki und Hitz gleichzeitig krank waren? Denn einer von beiden hätte sicherlich mehr Ruhe ausgestrahlt als Oelschlägel und mMn hätten wir mit routinierterem Torwart nicht in der Verlängerung den Ausgleich bekommen.
Belastungen und Verletzungen
Textmarker, Ort, Dienstag, 07.05.2019, 16:57 (vor 2558 Tagen) @ Sascha
Aber auch hier stellt sich die Frage nach dem Warum. Witsel hat von allen Feldspielern am längsten auf dem Platz gestanden, aber ein 32-jähriger Piquet hat in Barcelona zum Beispiel 700 Minuten mehr abgerissen. Und auch ein da Costa fänd seine rund 3.500 Minuten wohl nicht gerade überwältigend viel. Letzterer ist zwar jünger, dürfte auf dem Flügel aber einen noch größeren Aktionsradius haben.
Was die Belastung anbelangt, ist 6er Spielen überspitzt formuliert eine ganz andere Sportart als die eines AVs und insbesondere eines IVs.
Zwar unterscheiden sich die abgespulten Kilometer nur marginal, doch ist die Art und Weise der abgespulten Km grundverschieden. Teste das mal beim Hobby-Kick (ja, es dürfte sich bei halbwegs ernsthafter Heransgehensweise tatsächlich auf Profi-Fußball übertragen lassen). Als 6er bist du permanent unter physischer Hochspannung. Ein Richtungswechsel nach dem anderen, kurze Antritte, abstoppen, nächster Antritt.. Als RV und AV biste 70-80 Minuten nur am Spazieren.
Belastungen und Verletzungen
Didi, Dienstag, 07.05.2019, 13:49 (vor 2558 Tagen) @ Sascha
Da muss einfach eine Entwicklung passiert sein, die man entweder nicht früh genug erkannt, oder vielleicht sogar befeuert hat. Dass die letzten 12 Spiele eine logische Folge von Belastung und Verletzungspech sind, kann ich für mich aus den reinen Zahlen nicht ablesen.
Es liegt ausschließlich an Verletzungen.
Halt, Schiedsrichter darf man noch dazu zählen.
Sonst müsste man ja zugestehen, dass es ein paar Probleme und Fehler gibt, für die man selber verantwortlich ist. Bzw. müsste man zugeben, dass in der Rückrunde nicht alles tutti ist.
Das widerspricht ja der Weltsicht von vielen hier. Und ist fast schon etwas, das man früher mit Ketzerei und dem Scheiterhaufen beantwortet hätte.
Ich hoffe sehr (und bin da auch zuversichtlich), dass da intern anders gesprochen wird.
Wir werden es in der kommenden Transferperiode und nächste Saison sehen.
(Damit will ich nicht sagen, dass wir nächste Saison Meister werden "müssen" - das wird zu 99% Bayern.)
Belastungen und Verletzungen
herrNick, Dienstag, 07.05.2019, 14:52 (vor 2558 Tagen) @ CorranHorn
Es liegt ausschließlich an Verletzungen.
Halt, Schiedsrichter darf man noch dazu zählen.Sonst müsste man ja zugestehen, dass es ein paar Probleme und Fehler gibt, für die man selber verantwortlich ist. Bzw. müsste man zugeben, dass in der Rückrunde nicht alles tutti ist.
Das widerspricht ja der Weltsicht von vielen hier. Und ist fast schon etwas, das man früher mit Ketzerei und dem Scheiterhaufen beantwortet hätte.
Das hast Du grundsätzlich völlig falsch verstanden (aber das ist Dir bewusst, oder?).
In der Regel ist "Relativierern" wie z.B. durchaus bewusst, dass durchaus Probleme da sind und Fehler (z.B. in der Kadergestaltung, Belastungssteuerung, Aufstellung, Taktik ...) einen wesentlichen Anteil am "Absturz" (punktetechnisch) haben. Nur setzen Relativierer wie ich das 1.) in einen Zusammenhang (wo kommen wir aus der letzten Saison her?, wie sind unsere Rahmenbedingungen?) und 2.) ist unsere Schlussfolgerung nicht gleich "Favre raus".
Ich habe zu Beginn der Rückserie gesagt, dass eine historisch schlechte Leistung notwendig ist, damit wir nicht mehr Meister werden. Nun wird es wohl so sein und das ist sehr schade. Trotzdem waren wir so nah dran wie lange nicht mehr, und das obwohl die Bayern in der Summe eine gute Saison spielen werden. Das ist eine positive Entwicklung und daher liegt für mich eine Trainerentlassung in weiter Ferne. Insbesondere da Favre mehrere Mannschaften über Jahre hinweg weiterentwickelt hat. Ärgern tu ich mich natürlich trotzdem.
Belastungen und Verletzungen
Didi, Schweiz, Dienstag, 07.05.2019, 12:10 (vor 2558 Tagen) @ Sascha
Aber auch hier stellt sich die Frage nach dem Warum. Witsel hat von allen Feldspielern am längsten auf dem Platz gestanden, aber ein 32-jähriger Piquet hat in Barcelona zum Beispiel 700 Minuten mehr abgerissen. Und auch ein da Costa fänd seine rund 3.500 Minuten wohl nicht gerade überwältigend viel. Letzterer ist zwar jünger, dürfte auf dem Flügel aber einen noch größeren Aktionsradius haben.
Keine Ahnung. China, die WM, in der Vorrunde bisschen überperformt und halt keine Chance auf Entlastung.
Hakimi schien Ende der Hinrunde auch defensiv stabil zu sein und fing dann an, sehr unkonzentriert zu werden und schlichtweg eine Reihe sehr falscher Entscheidungen zu treffen.
Weil er halt seine erste Profi-Saison spielt. Da machst du halt noch Fehler, das war bei Hummels, Subotic etc. in den ersten Jahren und Klopp ja auch so.
Auch dass sich Akanji da in Bremen an der Grundlinie wie ein C-Jugendlicher wegschieben lässt, ist mit qualitativen Gründen ja auch nicht erklärbar.
Er hat nach 200 ähnlichen Szenen halt mal eine Fehleinschätzung getroffen und wenn Pizarro den Ball in den Bremen Nachthimmel prügelt, interessiert das kein Schwein.
Auffällig finde ich dabei auch, dass der Bruch ja nicht zwischen Hin- und Rückrunde kam. Wir sind ja mit einem 1:0 in Leipzig, 5:1 gegen Hannover und 1:1 in Frankfurt durchaus auf eine Art gestartet, in der es schien, dass die Mannschaft "den Flow" rüber retten konnte und der eigentlich mental ein richtig guter Start gewesen sein muss. Rumpeln tut es erst wirklich seit diesem Dreiklang aus Pokalaus gegen Bremen, Niederlage in Tottenham und dem Verspielen des 3:0 gegen Hoffenheim.
Tja, sowas gibt halt mental einen Knick und da fehlen dann vielleicht auch die ganz abgewichsten Hasen. Marco Reus hatte ja leider schon Angst vor der Führerscheinprüfung.
Da muss einfach eine Entwicklung passiert sein, die man entweder nicht früh genug erkannt, oder vielleicht sogar befeuert hat. Dass die letzten 12 Spiele eine logische Folge von Belastung und Verletzungspech sind, kann ich für mich aus den reinen Zahlen nicht ablesen.
Es ist halt eine Frage von Formkurven, Qualität und Flow. Eine junge Mannschaft, die nur gewinnt, wächst über sich hinaus und eine Mannschaft, die torkelt, gerät in komische Spiralen. Unsere Vorrunden-Truppe mit einem starken Hakimi, einem sensationellen Witsel und Alcacer würde die Rückrunden-Mannschaft, die überwiegend Bundesliga-Mittelmass darstellt, doch mit 4:0 vom Platz fegen.
Und da muss man sich halt die Frage stellen, ob Kosten und Nutzen in einem intakten Verhältnis stehen und da sehe ich dann schon eher Zorc in der Pflicht. Was wir da an reinstem Mittelmass für Spieler wie Castro, Yarmolenko, Schürrle, Toprak etc. an Ablösesummen und Gehältern verbraten haben, ist sicher nicht schön und das hat uns meiner Meinung nach (auch) den Titel gekostet.
Belastungen und Verletzungen
Flemm, Dienstag, 07.05.2019, 10:28 (vor 2558 Tagen) @ Sascha
Für mich kommen diese Zahlen gar nicht so überraschend. Hauptsächlich liegen mMn unsere Probleme im Umgang mit Verletzungen. Ständig wurden in der Rückrunde Spieler von ihren eigentlichen Positionen abgezogen, um auf irgendwelchen anderen Positionen zu spielen.
Ob Götze, Philipp oder Reus im Sturm, Diallo als Linksverteidiger, Weigl als IV oder akanji als Rechtsverteidiger. Außer mit Abstrichen Weigl und Götze gingen alle diese Positionswechsel komplett in die Hose.
Da muss sich das trainerteam schon die Frage stellen, ob es unbedingt notwendig war, positionsfremde Spieler aufzustellen oder, ob es auch mal ein Schmelzer oder Toprak getan hätten. Ich bin für die 2. Variante und fand die Umstellungen Quatsch.
Belastungen und Verletzungen
dozer, Dienstag, 07.05.2019, 12:09 (vor 2558 Tagen) @ Flemm
Da stimme ich dir zu. Man hat Spieler, die die Position gelernt spielen können, da muss man nicht, als Beispiel, die Abwehrreihe permanent umformieren.
Eine gewisse Konstanz wäre vermutlich in dem ein oder anderen Spiel ganz praktisch gewesen.
Belastungen und Verletzungen
, Dienstag, 07.05.2019, 10:28 (vor 2558 Tagen) @ Sascha
Und? Bist du Controller und kennst dich mit KPIs aus?
Es kommt nicht auf einzelne Spieler an, sondern auch darauf ob das Gesamtgebilde in der neuen Konstellation passt. Es kommt darauf an, ob ein Spieler nach einer Verletzungspause wieder Vertrauen in den Körper hat und Vollgas gehen kann.
Es gibt soviele Sachen die man in KPIs nicht abbilden kann. Bei uns in der Firma will man auch alles vermessen. Das ist aber schlichtweg in einem komplexen System nicht trivial machbar und führt sehr schnell zu völlig falschen trivialen Änderungsmassnahmen.
Belastungen und Verletzungen
Sascha, Dortmund, Dienstag, 07.05.2019, 10:37 (vor 2558 Tagen) @ Taifun
Und? Bist du Controller und kennst dich mit KPIs aus?
Es kommt nicht auf einzelne Spieler an, sondern auch darauf ob das Gesamtgebilde in der neuen Konstellation passt. Es kommt darauf an, ob ein Spieler nach einer Verletzungspause wieder Vertrauen in den Körper hat und Vollgas gehen kann.
Ja. Das sind aber die Grundvorausetzungen, mit denen jede Mannschaft arbeiten muss. Insofern finde ich das im Vergleich zu anderen durchaus darstellbar.
Belastungen und Verletzungen
, Dienstag, 07.05.2019, 16:48 (vor 2558 Tagen) @ Sascha
Man merkt an den anderen Antworten schon, dass die Statistiken nicht wirklich viel aussagen und schon gar keine Erklärung für die schlechtere Rückrunde liefern. Wie übrigens auch nicht die Schiedsrichterentscheidungen.
Entscheidend ist, dass das Verhältnis von eigenen Toren zu Gegentoren schlechter geworden ist. Ein paar Spieler haben schwächer gespielt als in der Vorrunde und fertig. Teilweise sind sie jung, teilweise haben sie auf einem überirdischen Level gespielt.
Belastungen und Verletzungen
Sascha, Dortmund, Dienstag, 07.05.2019, 19:45 (vor 2557 Tagen) @ Taifun
Man merkt an den anderen Antworten schon, dass die Statistiken nicht wirklich viel aussagen und schon gar keine Erklärung für die schlechtere Rückrunde liefern.
Ja, das war meine Aussage. Dass die einfachen Verweise auf die Belastung der Mannschaft und die Verletzungen eben keine hinreichende Erklärung sind. Steht ja auch direkt am Anfang so.
Belastungen und Verletzungen
bastlke, Kempten, Dienstag, 07.05.2019, 09:45 (vor 2558 Tagen) @ Sascha
Letztendlich gibt es ja verschiedene Betrachtungsweisen. Klar, die gespielten Minuten sind da bestimmt ein Anhaltspunkt für die körperliche Belastung.Ich bin der Meinung, dass das in der Regel viel zu heftig bewertet wird. Spontan fällt mir Flipsi Lahm ein, der gefühlt kaum verletzt und nahezu immer gespielt hat.
Entscheidend ist doch, wie gut kann Spieler A durch die vorgesehene Vertretung ersetzt werden. Wie Phil gestern schon gut geschrieben hat, sind wir derzeit nicht so aufgestellt, dass die zweite Reihe dies in puncto Qualität ersetzen kann. Sprich 13-14 oder mehr Spieler sind auf einem recht ähnlichen Niveau, danach ist ein deutliches fußallerisches oder formbedingtes Gefälle spürbar. Wobei man hier auch auf die jeweilige Position schauen muss. Bspw. ist ein Ausfall von Paco leichter durch Mario Götze ersetzbar, als der Ausfall von Pischu. Auch ein Dahoud würde in der aktuelln Situation einen Witsel/Delaney nicht entsprechend ersetzen können. Mannschaften die sich hier eine höhere Dichte leiste können, werden auf Sicht einer Saison am Ende immer Vorteile haben. Wenn ein Tolisso nicht spielt, die Alternativen dann aber Martinez, Thiago oder Kimmich heißen, ist die Qualität m. M. recht homogen verteilt.
Ein weiterer Aspekt ist die psychische Verfassung der Spieler. Sind die Spieler und Verantwortlichen bereit alles für den Erfolg zu geben, glauben sie daran, wird das vorgelebt, wird hier gegenseitig gepusht, motiviert und bis zuletzt alles gegeben - in meinen Augen ist dies zumindest fraglich. Wie sich das auf Sicht lösen lässt - ehrlich gesagt, keine Ahnung, für das bin ich viel zu weit weg. Liegt es nur an wenigen Einzelnen, oder ist hier der Verein generell nicht bis in die Zehenspitzen motiviert?
Grüße
Belastungen und Verletzungen
Sascha, Dortmund, Dienstag, 07.05.2019, 10:21 (vor 2558 Tagen) @ bastlke
Letztendlich gibt es ja verschiedene Betrachtungsweisen. Klar, die gespielten Minuten sind da bestimmt ein Anhaltspunkt für die körperliche Belastung.Ich bin der Meinung, dass das in der Regel viel zu heftig bewertet wird. Spontan fällt mir Flipsi Lahm ein, der gefühlt kaum verletzt und nahezu immer gespielt hat.
Entscheidend ist doch, wie gut kann Spieler A durch die vorgesehene Vertretung ersetzt werden. Wie Phil gestern schon gut geschrieben hat, sind wir derzeit nicht so aufgestellt, dass die zweite Reihe dies in puncto Qualität ersetzen kann. Sprich 13-14 oder mehr Spieler sind auf einem recht ähnlichen Niveau, danach ist ein deutliches fußallerisches oder formbedingtes Gefälle spürbar. Wobei man hier auch auf die jeweilige Position schauen muss. Bspw. ist ein Ausfall von Paco leichter durch Mario Götze ersetzbar, als der Ausfall von Pischu. Auch ein Dahoud würde in der aktuelln Situation einen Witsel/Delaney nicht entsprechend ersetzen können. Mannschaften die sich hier eine höhere Dichte leiste können, werden auf Sicht einer Saison am Ende immer Vorteile haben. Wenn ein Tolisso nicht spielt, die Alternativen dann aber Martinez, Thiago oder Kimmich heißen, ist die Qualität m. M. recht homogen verteilt.
Aber man muss nicht immer nur Bayern München als Maßstab nehmen. Die Wechselmöglichkeiten von Raba, Frankfurt oder Leverkusen sind im Schnitt nicht besser. Trotzdem haben Leipzig und Leverkusen mehr, Frankfurt trotz deutlich höherer Belastung durch EL-Spiele gerade mal einen Punkt weniger geholt.
Belastungen und Verletzungen
bastlke, Kempten, Dienstag, 07.05.2019, 11:02 (vor 2558 Tagen) @ Sascha
Speziell Frankfurt hat sich so in einen Rausch gspielt, wir wir damals 2012 unter Kloppo. Da haben viele Spieler sicherlich extrem über performt. Leverkusen ist auf einigen Positionen sicherlich nicht arg viel schlechter besetzt als wir (Brandt, Havertz, ggf. Tah, Bailey beide Bender....) Als bei Leverkusen das Verletzungspech zuschlug wurden ja auch massiv Punkte liegen gelassen.
Belastungen und Verletzungen
Sascha, Dortmund, Dienstag, 07.05.2019, 11:26 (vor 2558 Tagen) @ bastlke
Speziell Frankfurt hat sich so in einen Rausch gspielt, wir wir damals 2012 unter Kloppo. Da haben viele Spieler sicherlich extrem über performt. Leverkusen ist auf einigen Positionen sicherlich nicht arg viel schlechter besetzt als wir (Brandt, Havertz, ggf. Tah, Bailey beide Bender....) Als bei Leverkusen das Verletzungspech zuschlug wurden ja auch massiv Punkte liegen gelassen.
Ist auch eine Frage, warum Frankfurt es geschafft hat, in diesen Rausch zu kommen, der sie letztendlich bis mindestens ins EL-Halbfinale gebracht hat, während bei uns die Chance, nach sieben Jahren mal wieder die Schale zu holen, eher zu einem mittelleisen "Yeah" geführt hat. Das schließt dann halt auch den ganzen Verein inklusive Fans mit ein. Auch im Stadion war abseits des Pipi-Langstrumpf-Liedes nach Abpfiff ja wenig Meistereuphorie zu spüren.
Vielleicht kann man aus dieser Saison ja mitnehmen, dass, falls man demnächst wieder in diese Situation kommt, die Kloppsche Formel "von Spiel zu Spiel denken" doch kein allgemeingültiges Patentrezept ist. Eventuell war es 2010/2011 für Spieler und Verein richtig, weil keiner damit gerechnet hat und das vor einer Überforderung geschützt hat - aber der falsche Weg, wenn Spieler und Fans gerne von Beginn an den Titel holen wollen.
Frankfurts Hütter hat ja, wenn ich mich recht erinnere, gesagt, dass er auf keinen Fall auf die Bremse treten und sogar das bedeutungslose letzte Gruppenspiel gewinnen weil, weil er den Lauf nicht stoppen wollte.
Lässt sich im Nachhinein natürlich leicht postulieren, aber ich glaube, dass der BVB gut beraten wäre, wenn sie mit den Spieler sprechen würden, was für einen Umgang mit dem Thema Meisterschaft für sie wünschenswert gewesen wäre.
Belastungen und Verletzungen
bastlke, Dienstag, 07.05.2019, 14:55 (vor 2558 Tagen) @ Sascha
Frankfurts Hütter hat ja, wenn ich mich recht erinnere, gesagt, dass er auf keinen Fall auf die Bremse treten und sogar das bedeutungslose letzte Gruppenspiel gewinnen weil, weil er den Lauf nicht stoppen wollte.
Ich sehe als ganz großen Knackpunkt das Ausscheiden gegen Bremen im DFB Pokal. Da wurde unser Lauf, die knappen Spiele zu gewinnen, gebrochen. Und dann kam noch direkt danach das 3:3 gegen Hoffenheim.
Litze
Belastungen und Verletzungen
BukausmTal, Wuppertal, Dienstag, 07.05.2019, 10:52 (vor 2558 Tagen) @ Sascha
bearbeitet von BukausmTal, Dienstag, 07.05.2019, 11:07
Aber man muss nicht immer nur Bayern München als Maßstab nehmen. Die Wechselmöglichkeiten von Raba, Frankfurt oder Leverkusen sind im Schnitt nicht besser. Trotzdem haben Leipzig und Leverkusen mehr, Frankfurt trotz deutlich höherer Belastung durch EL-Spiele gerade mal einen Punkt weniger geholt.>
-Mit den Ausfällen unserer AV hat die ganze Statik der Mannschaft und insbesondere der Abwehr gelitten,soviel dürfte klar sein. Warum Schmelle allerdings von Favre so gar nicht mehr berücksichtigt wird, bleibt mir ein Rätsel. Diallo gefällt auf dieser Position nicht und Wolf war in den ersten Spielen als AV auch ganz schwach.
Gefühlt haben wir dazu kaum mal zwei Mal hintereinander mit der gleichen Viererkette gespielt und es wurde immer wieder improvisiert. Unsere fehlenden AV konnten nicht kompensiert werden.
- Einige Spieler haben ihre Form (auch nach Verletzungen)der Hinrunde nicht halten können. Andere haben nicht nachgewiesen, Aktivposten für den BVB zu sein. Vielleicht ist unser Kader in vielen Positionen gar nicht unbedingt besser als der von Leverkusen oder RB. In der Spitze vielleicht mit Reus, Sancho,Hakimi, Akanji und Witsel, wenn sie fit und nicht überspielt sind. Aber sonst?
Paco Alcacer
FliZZa, Sersheim, Dienstag, 07.05.2019, 08:49 (vor 2558 Tagen) @ Sascha
Dabei war die Offensive gar nicht so das Problem und ist die Saison über von größeren Verletzungen verschont geblieben. Selbst der ja immer verletzte Paco Alcácer ist tatsächlich nur bei fünf Bundesligaspielen verletzungsbedingt nicht im Kader gewesen.
Bei Paco ist das dann aber auch nur die halbe Wahrheit.
Ja, er stand oft im Kader.
Allerdings:
32% Startelf-Quote
39% Spielminuten
3-5 Spiele über die volle Distanz in dieser Saison (Hab da mal noch die Spiele über ca 85 Minuten mit einfließen lassen).
Das ist schon sowas wie Dauerverletzt/nicht spielfit.
Paco Alcacer
Sascha, Dortmund, Dienstag, 07.05.2019, 09:09 (vor 2558 Tagen) @ FliZZa
Dabei war die Offensive gar nicht so das Problem und ist die Saison über von größeren Verletzungen verschont geblieben. Selbst der ja immer verletzte Paco Alcácer ist tatsächlich nur bei fünf Bundesligaspielen verletzungsbedingt nicht im Kader gewesen.
Bei Paco ist das dann aber auch nur die halbe Wahrheit.
Ja, er stand oft im Kader.
Allerdings:
32% Startelf-Quote
39% Spielminuten
3-5 Spiele über die volle Distanz in dieser Saison (Hab da mal noch die Spiele über ca 85 Minuten mit einfließen lassen).Das ist schon sowas wie Dauerverletzt/nicht spielfit.
Das war allerdings nicht nur verletzungsbedingt, oder wegen fehlender Fitness. Vor allem in der letzten Zeit hat Favre auch einfach ganz bewusst Götze auf der Position vorgezogen.
BTW: Mir geht es nicht darum, irgendwas zu beweisen, sondern Fehlerfelder zu ermitteln. Und wenn Alcácer derartig unfit war, dann war es eben ein großer Fehler, in der Winterpause keinen Stürmer verpflichtet zu haben und man muss klären, aus welchen Gründen man das nicht tat.
Paco Alcacer
badevil, Dienstag, 07.05.2019, 10:54 (vor 2558 Tagen) @ Sascha
Und wenn Alcácer derartig unfit war, dann war es eben ein großer Fehler, in der Winterpause keinen Stürmer verpflichtet zu haben und man muss klären, aus welchen Gründen man das nicht tat.
Für mich absolut unbegreiflich, wie man da als Spitzenclub vorgegangen ist: der Trainer sagt die komplette Hinrunde über, dass der einzige echte Mittelstürmer (Isak zählte für Favre ja nicht als Alternative) nicht fit für 90 Minuten ist. Dann verletzt der sich auch noch kurz vor Ende Hinrunde (oder in der Winterpause?), kann die Vorbereitung dadurch nicht mitmachen.
Man ist Tabellenführer, möchte in beiden Pokalwettbewerben weit/er kommen und dann gibt man Isak auch noch ohne Alternative ab. In der ganzen Zeit kann Reus übrigens auch keine Wintervorbereitung mitmachen.
Wenn man am Ende noch Meister werden sollte, haben sie alles richtig gemacht. Aber ich denke kaum, dass es so kommen wird und auch unabhängig vom Ausgang finde ich es sehr erstaunlich, wie man als so großer Club, der seit Jahren die beste Chance auf eine Meisterschaft hat, in diesem Mannschaftsteil so schlecht aufgestellt war/ist.
Paco Alcacer
istar, Dienstag, 07.05.2019, 15:27 (vor 2558 Tagen) @ badevil
Und wenn Alcácer derartig unfit war, dann war es eben ein großer Fehler, in der Winterpause keinen Stürmer verpflichtet zu haben und man muss klären, aus welchen Gründen man das nicht tat.
Für mich absolut unbegreiflich, wie man da als Spitzenclub vorgegangen ist: der Trainer sagt die komplette Hinrunde über, dass der einzige echte Mittelstürmer (Isak zählte für Favre ja nicht als Alternative) nicht fit für 90 Minuten ist. Dann verletzt der sich auch noch kurz vor Ende Hinrunde (oder in der Winterpause?), kann die Vorbereitung dadurch nicht mitmachen.Man ist Tabellenführer, möchte in beiden Pokalwettbewerben weit/er kommen und dann gibt man Isak auch noch ohne Alternative ab. In der ganzen Zeit kann Reus übrigens auch keine Wintervorbereitung mitmachen.
Wenn man am Ende noch Meister werden sollte, haben sie alles richtig gemacht. Aber ich denke kaum, dass es so kommen wird und auch unabhängig vom Ausgang finde ich es sehr erstaunlich, wie man als so großer Club, der seit Jahren die beste Chance auf eine Meisterschaft hat, in diesem Mannschaftsteil so schlecht aufgestellt war/ist.
Ich könnte mir vorstellen, das es eher keine sportliche Entscheidung war, sondern mit den ausgeliehenen Spielern zu tun hat,die evtl. im Sommer wieder da sind.
Schürle, Isak und einen Wintertransfer hätte man dann neben Paco für vorne.
Da Isak in Holland ja eine recht gute Entwicklung gemacht hat, würde ich in der neuen Saison auf ihn setzen. Auch wenn es "nur" Holland ist.
Paco Alcacer
BukausmTal, Wuppertal, Dienstag, 07.05.2019, 11:03 (vor 2558 Tagen) @ badevil
Und wenn Alcácer derartig unfit war, dann war es eben ein großer Fehler, in der Winterpause keinen Stürmer verpflichtet zu haben und man muss klären, aus welchen Gründen man das nicht tat.
Für mich absolut unbegreiflich, wie man da als Spitzenclub vorgegangen ist: der Trainer sagt die komplette Hinrunde über, dass der einzige echte Mittelstürmer (Isak zählte für Favre ja nicht als Alternative) nicht fit für 90 Minuten ist. Dann verletzt der sich auch noch kurz vor Ende Hinrunde (oder in der Winterpause?), kann die Vorbereitung dadurch nicht mitmachen.Man ist Tabellenführer, möchte in beiden Pokalwettbewerben weit/er kommen und dann gibt man Isak auch noch ohne Alternative ab. In der ganzen Zeit kann Reus übrigens auch keine Wintervorbereitung mitmachen.
Wenn man am Ende noch Meister werden sollte, haben sie alles richtig gemacht. Aber ich denke kaum, dass es so kommen wird und auch unabhängig vom Ausgang finde ich es sehr erstaunlich, wie man als so großer Club, der seit Jahren die beste Chance auf eine Meisterschaft hat, in diesem Mannschaftsteil so schlecht aufgestellt war/ist.>
Absolute Zustimmung. Allerdings setzt Favre ja auch auf Götze, den ich als Stürmer mit seinem Schüsschen aber nicht wirklich ernstnehmen kann.
Paco Alcacer
Shizzo, Dienstag, 07.05.2019, 11:10 (vor 2558 Tagen) @ BukausmTal
Götze ist eben auch einfach kein Stürmer. Dafür verfügt er weder über die nötige Dynamik, Körperlichkeit oder Abschlussstärke. Er kann ganz gut mit dem Ball umgehen, aber das befähigt einen Spieler ja noch nicht zum zentralen Stürmer. Das war echt eine massive Fehleinschätzung, auf dieser Position nicht nachzulegen im Winter. Wobei Götze das, gemessen an seinen Fähigkeiten, die nunmal überhaupt nicht denen eines Stürmers entsprechen, sogar noch relativ gut macht.
Paco Alcacer
Phil, Dienstag, 07.05.2019, 09:32 (vor 2558 Tagen) @ Sascha
Und wenn Alcácer derartig unfit war, dann war es eben ein großer Fehler, in der Winterpause keinen Stürmer verpflichtet zu haben und man muss klären, aus welchen Gründen man das nicht tat.
Ein Grund war, dass man sich dagegen entschied, Maximillian Philipp im Winter zu verkaufen bzw. zu verleihen, sondern auf ihn als Sturmalternative neben Alcacer und Götze setzte. Man erhoffte sich, dass er diese Chance - auf dem Weg zur Meisterschaft (auch für ihn) zumal - ergreift und sich als Alternative anbietet. War dann nicht so.
War ein Fehler, keine Frage. Denn gerade diese zentrale Stelle im Spiel war aus meiner Sicht ein gewaltiger Schwachpunkt in der Rückrunde und hat uns manche Probleme bereitet. Auch wenn Götze sich dort sehr mühte und auch eine gute Rückrunde spielte.
MFG
Phil
Paco Alcacer
Sascha, Dortmund, Dienstag, 07.05.2019, 10:02 (vor 2558 Tagen) @ Phil
Und wenn Alcácer derartig unfit war, dann war es eben ein großer Fehler, in der Winterpause keinen Stürmer verpflichtet zu haben und man muss klären, aus welchen Gründen man das nicht tat.
Ein Grund war, dass man sich dagegen entschied, Maximillian Philipp im Winter zu verkaufen bzw. zu verleihen, sondern auf ihn als Sturmalternative neben Alcacer und Götze setzte. Man erhoffte sich, dass er diese Chance - auf dem Weg zur Meisterschaft (auch für ihn) zumal - ergreift und sich als Alternative anbietet. War dann nicht so.
Wie ist man denn auf diese Idee gekommen? Philipp war in der Hinrunde nicht verletzt und gehörte in den ersten acht Spielen zum erweiterten Stammpersonal. Seine Bilanz war in knapp 500 Bundesligaminuten ein Tor und eine Vorlage. Götze ist doch nur deshalb dort eingesetzt worden, weil Philipp sich dort als echter Fehlgriff erwiesen und auch Reus klar gemacht hat, dass er sich auf dieser Position nicht wohl fühlt.
War ein Fehler, keine Frage. Denn gerade diese zentrale Stelle im Spiel war aus meiner Sicht ein gewaltiger Schwachpunkt in der Rückrunde und hat uns manche Probleme bereitet. Auch wenn Götze sich dort sehr mühte und auch eine gute Rückrunde spielte.MFG
Phil
Paco Alcacer
FliZZa, Sersheim, Dienstag, 07.05.2019, 09:35 (vor 2558 Tagen) @ Phil
Und wenn Alcácer derartig unfit war, dann war es eben ein großer Fehler, in der Winterpause keinen Stürmer verpflichtet zu haben und man muss klären, aus welchen Gründen man das nicht tat.
Ein Grund war, dass man sich dagegen entschied, Maximillian Philipp im Winter zu verkaufen bzw. zu verleihen, sondern auf ihn als Sturmalternative neben Alcacer und Götze setzte. Man erhoffte sich, dass er diese Chance - auf dem Weg zur Meisterschaft (auch für ihn) zumal - ergreift und sich als Alternative anbietet. War dann nicht so.War ein Fehler, keine Frage. Denn gerade diese zentrale Stelle im Spiel war aus meiner Sicht ein gewaltiger Schwachpunkt in der Rückrunde und hat uns manche Probleme bereitet. Auch wenn Götze sich dort sehr mühte und auch eine gute Rückrunde spielte.
MFG
Phil
Und warum geht Philipp in seiner zweiten Saison derart unter?
Letzte Saison war das ja nicht dermaßen schlecht. Zumindest nicht so, dass er jetzt eben gar keine Sonne mehr im Kader sieht.
Paco Alcacer
Phil, Dienstag, 07.05.2019, 09:40 (vor 2558 Tagen) @ FliZZa
Und warum geht Philipp in seiner zweiten Saison derart unter?
Letzte Saison war das ja nicht dermaßen schlecht. Zumindest nicht so, dass er jetzt eben gar keine Sonne mehr im Kader sieht.
Gute Frage. Da kann man je nach Geschmack entweder einem Trainer die Schuld dran geben oder dem Spieler selbst oder halt beiden.
Oder man sagt, dass sowas halt vorkommt und man deswegen immer ausreichend viele Alternativen im Kader haben muss, damit derartige Formschwächen keine Auswirkung haben und/oder auch den Konkurrenzkampf hoch genug halten.
MFG
Phil
Paco Alcacer
FliZZa, Dienstag, 07.05.2019, 10:45 (vor 2558 Tagen) @ Phil
Und warum geht Philipp in seiner zweiten Saison derart unter?
Letzte Saison war das ja nicht dermaßen schlecht. Zumindest nicht so, dass er jetzt eben gar keine Sonne mehr im Kader sieht.
Gute Frage. Da kann man je nach Geschmack entweder einem Trainer die Schuld dran geben oder dem Spieler selbst oder halt beiden.Oder man sagt, dass sowas halt vorkommt und man deswegen immer ausreichend viele Alternativen im Kader haben muss, damit derartige Formschwächen keine Auswirkung haben und/oder auch den Konkurrenzkampf hoch genug halten.
MFG
Phil
Vllt. gibt es für die nächste Saison Hoffnung für einen Backup-Lösung im Sturm.
...Nun denkt Isak schon an seine Rückkehr zum BVB... Habe ich kürzlich irgendwo gelesen. Also sooo schlecht, hat er sichj in in Holland nicht "verkauft".
Bernd
Paco Alcacer
FliZZa, Sersheim, Dienstag, 07.05.2019, 10:51 (vor 2558 Tagen) @ Bernhardt
Vllt. gibt es für die nächste Saison Hoffnung für einen Backup-Lösung im Sturm.
...Nun denkt Isak schon an seine Rückkehr zum BVB... Habe ich kürzlich irgendwo gelesen. Also sooo schlecht, hat er sichj in in Holland nicht "verkauft".Bernd
Ja, ist halt Holland. Dürfte mit 1-3 Ausnahmen halt irgendwo Zweitliganiveau sein.
(Außer ich unterschätze die Liga jetzt komplett, man möge mich korrigieren)
Paco Alcacer
FliZZa, Dienstag, 07.05.2019, 14:46 (vor 2558 Tagen) @ FliZZa
Vllt. gibt es für die nächste Saison Hoffnung für einen Backup-Lösung im Sturm.
...Nun denkt Isak schon an seine Rückkehr zum BVB... Habe ich kürzlich irgendwo gelesen. Also sooo schlecht, hat er sichj in in Holland nicht "verkauft".Bernd
Ja, ist halt Holland. Dürfte mit 1-3 Ausnahmen halt irgendwo Zweitliganiveau sein.(Außer ich unterschätze die Liga jetzt komplett, man möge mich korrigieren)
Ich bin jedenfalls dafür ihn zurückzuholen. Er hat Potenzial und ist sicherlich gereift in Holland.
BVB II hätte ihm bei weitem nicht die Entwicklung bieten können. Ich schätze ihn klar höher ein als z.B JBL.
Bernd
Paco Alcacer
Tomberen, Dortmund, Dienstag, 07.05.2019, 09:47 (vor 2558 Tagen) @ Phil
Hat Philipp seine besten Spiele nicht auf links gemacht?
Paco Alcacer
Ulrich, Dienstag, 07.05.2019, 09:51 (vor 2558 Tagen) @ Tomberen
Hat Philipp seine besten Spiele nicht auf links gemacht?
Wenn ich mich richtig erinnere, dann nicht auf links, sondern auf halblinks in einem 4:4:2?
Paco Alcacer
FliZZa, Sersheim, Dienstag, 07.05.2019, 09:50 (vor 2558 Tagen) @ Tomberen
Hat Philipp seine besten Spiele nicht auf links gemacht?
Hat Götze ja auch. Also seine besten Spiele im Mittelfeld.
Aber scheint ja kein großes Kriterium zu sein ^^
Paco Alcacer
Tomberen, Dortmund, Dienstag, 07.05.2019, 09:52 (vor 2558 Tagen) @ FliZZa
Er ist aber kein spielstarker Mittelstürmer.
Paco Alcacer
FliZZa, Sersheim, Dienstag, 07.05.2019, 09:55 (vor 2558 Tagen) @ Tomberen
Er ist aber kein spielstarker Mittelstürmer.
Götze? Stimmt, Mittelstürmer ist er wahrlich nicht.
Paco Alcacer
Ulrich, Dienstag, 07.05.2019, 08:54 (vor 2558 Tagen) @ FliZZa
Dabei war die Offensive gar nicht so das Problem und ist die Saison über von größeren Verletzungen verschont geblieben. Selbst der ja immer verletzte Paco Alcácer ist tatsächlich nur bei fünf Bundesligaspielen verletzungsbedingt nicht im Kader gewesen.
Bei Paco ist das dann aber auch nur die halbe Wahrheit.
Ja, er stand oft im Kader.
Allerdings:
32% Startelf-Quote
39% Spielminuten
3-5 Spiele über die volle Distanz in dieser Saison (Hab da mal noch die Spiele über ca 85 Minuten mit einfließen lassen).Das ist schon sowas wie Dauerverletzt/nicht spielfit.
Alcacer war wohl in der Tat über weite Teile der Saison zumindest nicht voll belastbar. Er hatte immer wieder muskuläre Probleme, die eine vorsichtige Belastungssteuerung notwendig machten und trotzdem immer wieder aufflammten.
Und wenn ich mich richtig erinnere, waren einige unserer Spieler die Winterpause über verletzt und hatten dann in der Rückrunde Startschwierigkeiten, insbesondere unsere Innenverteidiger.
Paco Alcacer
Sascha, Dortmund, Dienstag, 07.05.2019, 09:05 (vor 2558 Tagen) @ Ulrich
Dabei war die Offensive gar nicht so das Problem und ist die Saison über von größeren Verletzungen verschont geblieben. Selbst der ja immer verletzte Paco Alcácer ist tatsächlich nur bei fünf Bundesligaspielen verletzungsbedingt nicht im Kader gewesen.
Bei Paco ist das dann aber auch nur die halbe Wahrheit.
Ja, er stand oft im Kader.
Allerdings:
32% Startelf-Quote
39% Spielminuten
3-5 Spiele über die volle Distanz in dieser Saison (Hab da mal noch die Spiele über ca 85 Minuten mit einfließen lassen).Das ist schon sowas wie Dauerverletzt/nicht spielfit.
Alcacer war wohl in der Tat über weite Teile der Saison zumindest nicht voll belastbar. Er hatte immer wieder muskuläre Probleme, die eine vorsichtige Belastungssteuerung notwendig machten und trotzdem immer wieder aufflammten.Und wenn ich mich richtig erinnere, waren einige unserer Spieler die Winterpause über verletzt und hatten dann in der Rückrunde Startschwierigkeiten, insbesondere unsere Innenverteidiger.
Das dürfte aber auch nicht "BVB-spezifisch" gewesen sein und wie ich schrieb, die Probleme der Innenverteidiger haben sich nicht direkt in der Leistung der Mannschaft niedergeschlagen.
Paco Alcacer
Ulrich, Dienstag, 07.05.2019, 09:53 (vor 2558 Tagen) @ Sascha
Und wenn ich mich richtig erinnere, waren einige unserer Spieler die Winterpause über verletzt und hatten dann in der Rückrunde Startschwierigkeiten, insbesondere unsere Innenverteidiger.
Das dürfte aber auch nicht "BVB-spezifisch" gewesen sein und wie ich schrieb, die Probleme der Innenverteidiger haben sich nicht direkt in der Leistung der Mannschaft niedergeschlagen.
Wir mussten in der Abwehr schon arg durchrotieren. Zunächst wegen der Ausfälle in der Innenverteidigung, und dann weil Innenverteidiger in die Außenverteidigung rutschten. Die Auswirkungen davon lassen sich sicherlich nicht exakt belegen, aber es scheint für mich wahrscheinlich, dass das Folgen für die Stabilität der Defensive hatte.
Paco Alcacer
Sascha, Dortmund, Dienstag, 07.05.2019, 10:06 (vor 2558 Tagen) @ Ulrich
Und wenn ich mich richtig erinnere, waren einige unserer Spieler die Winterpause über verletzt und hatten dann in der Rückrunde Startschwierigkeiten, insbesondere unsere Innenverteidiger.
Das dürfte aber auch nicht "BVB-spezifisch" gewesen sein und wie ich schrieb, die Probleme der Innenverteidiger haben sich nicht direkt in der Leistung der Mannschaft niedergeschlagen.
Wir mussten in der Abwehr schon arg durchrotieren. Zunächst wegen der Ausfälle in der Innenverteidigung, und dann weil Innenverteidiger in die Außenverteidigung rutschten. Die Auswirkungen davon lassen sich sicherlich nicht exakt belegen, aber es scheint für mich wahrscheinlich, dass das Folgen für die Stabilität der Defensive hatte.
Das Durchrotieren in der IV aus Verletzungsgründen dort hat immerhin gereicht, um gegen spielstarke Teams wie Gladbach, Leipzig und Frankfurt kein Gegentor zu kassieren.
Die Verschiebung nach Außen sehe ich auch als problematisch an, dann muss man aber wirklich die Frage stellen, warum Schmelzer, der diese Position nun einmal über viele Jahre hinweg ausgefüllt hat, nach seiner Verletzung wirklich komplett und vollständig unberücksichtig geblieben ist, statt ihm nicht zumindest mal die Gelegenheit dort zu geben, damit Diallo und Akanji wieder die Stamminnenverteidigung bilden können.