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Neu auf schwatzgelb.de: Träume werden zu Zielen (BVB)

stfn84, Köln, Donnerstag, 02.05.2019, 11:38 (vor 2657 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Der Artikel beschreibt die aktuelle Gemengelage sehr gut. Die Mannschaft scheint jedoch die gesamte Rückrunde über eher Versagens-/Verlustängste zu haben, als das gemeinsame Ziel der Meisterschaft zu verfolgen. Daran ist nicht zuletzt auch die durch eine famose Hinrunde geschaffene Erwartungshaltung unter uns Borussen schuld.

Wie hier schon mehrfach geschrieben wurde, musste bereits vor dem Start der Rückrunde klar sein, dass es mehrere Rückschläge geben wird. In der Hinrunde sind wir weitestgehend von Verletzungen verschont geblieben, haben nahezu alle engen Spiele für uns entschieden und konnten uns über die Ausrutscher der Bayern freuen.

Leipzig, Frankfurt, München und Gladbach auswärts, dazu Auswärtsspiele in Berlin und Bremen, ließen schon vermuten, dass am Saisonende nicht zwingend 84 Punkte stehen dürften. Wir mussten mehrere verletzungsbedingte Wechsel verkraften und mit einzelnen Fehlentscheidungen und Formschwankungen der jungen Spieler und des in der Hinrunde überragenden Axel Witsel mit ansehen.

Ja, wir haben einen zwischenzeitlich komfortabel wirkenden Vorsprung verspielt. Das aber inzwischen jeder Rückschlag zur nicht nachvollziehbaren Vollkatastrophe hochgejazzt wird, ist für mich unverständlich. Jeder Punktverlust hatte Gründe und trotzdem gab es in jedem Spiel eben auch genügend Chancen (selbst in Augsburg) mit denen man das Spiel hätte gewinnen können. Dazu kamen teils unverständliche Schiedsrichterentscheidungen (Nürnberg, GE), welche zu Rückschlägen führten.

Ein Großteil von uns dürfte im Winter schon das vorzeitige Erreichen unseres Ziels erwartet haben. Jeder Rückschlag der Mannschaft traf uns auch persönlich. Spätestens nach der Klatsche in München kamen die Unkenrufe, dass Borussia Dortmund mit einer solchen Rückrunde nicht mal mehr den Titel verdient hätte. Unabhängig davon, dass eine Saison aus 34 Spielen besteht und man i.d.R. am Saisonende verdient auf einem Platz steht, mischte sich in das "Abrutschen" eben auch eine gehörige Portion Enttäuschung. Wir hofften, dass wir in diesem Jahr mal wieder einen Titel feiern und in einer "Schwächephase" der Bayern eben zupacken müssten. Medial wurde ebenfalls Druck ausgeübt, da man unterstellte, dass Borussia aus eigener Dummheit den Titel verspielen würde.

Dabei müsste doch jedem von uns klar sein, dass eine Saison mit 102 Punkten Utopie und 42 Punkte in einer Halbserie eben überdurchschnittlich gut sind!
Wir können noch 78 Punkte erreichen. Wie 2015/2016. Die zweithöchste jemals vom BVB erreichte Punktzahl. Selbst bei 75 Punkten hätte man die punktetechnisch drittbeste Saison der Geschichte gespielt.

Falls die Bayern ihre sehr gute Ausgangslage nutzen, ist es natürlich auch enttäuschend, dass wir in diesem Jahr nicht zugegriffen haben. Man sollte aber nicht ausblenden, welch tolle Saison wir insgesamt spielen und welche Kräfteverhältnisse inzwischen vorliegen.

Der Mannschaft möchte ich, wie vermutlich Alle, das zurufen was auch Phil verschriftlicht hat:
Gebt alles für die Meisterschaft. Ihr könnt etwas gewinnen, habt Nichts (mehr) zu verlieren. Ihr könnt mit Eurer Leistung einen (bedeutenderen) Platz in unserer Historie erreichen. Egal wie schmerzlich die Niederlage im Derby auch ist, die Vergangenheit zählt nicht.
"Haut alles raus", "bringt Eure PS auf die Straße", "stoßt den Bock um" und #comebackstronger.

Wie Phil schreibt, gilt es jetzt. Für uns Alle. Mehr denn je:
Tag für Tag, Jahr für Jahr: Alles für Borussia.
Forza BVB!


Und ganz wichtig:
Nörgeln können wir dann wieder ab dem 18.5.


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