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Neu auf schwatzgelb.de: Gerichtsentscheid: Kosten für Hochsicherheitsspiele dürfen belastet werden (BVB)

Redaktion schwatzgelb.de ⌂ @, Dortmund, Freitag, 29.03.2019, 23:07 (vor 2587 Tagen)

Das Bundesverwaltungsgericht Leipzig hat heute eine Entscheidung getroffen, die letztendlich den Fans Geld kosten wird.


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Der Unterschied zwischen Steuern und Abgaben

, Samstag, 30.03.2019, 11:37 (vor 2586 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Das Argument, dass Vereine auch viele Steuern zahlen, kann nicht gelten. Durch die Zahlung von Steuern erkauft man sich keinen Anspruch auf eine konkrete staatliche Gegenleistung.

Das ist gerade der Unterschied zwischen einer Steuer und einer Abgabe.

Zudem gehen die in dem Beitrag genannten Steuern auch nicht ausschließlich an die Länder, die mit Ausnahme der Bundespolizei, die Kosten für den Polizeieinsatz zahlen. Von den Umsatzsteuern (Mehrwertsteuern) bekommt das Land beispielsweise 44,1 %. 53,9% gehen an den Bund und 2 % an die Gemeinden.

Und in Zeiten, in denen den klammen Landeshaushalten die notwendigen Gelder fehlen, um für ausreichend Lehrkräfte zu sorgen, darf man meiner Meinung nach schon die Frage stellen, ob da wirklich die Polizeieinsätze für Fußballspiele vollständig von Steuerngeldern gezahlt werden müssen.

Meiner Meinung nach wäre es schon angebracht, wenn die Vereine sich pauschal mit einem festen Betrag pro Jahr an den Kosten von Polizeieinsätzen beteiligen.

Der Unterschied zwischen Steuern und Abgaben

istar, Samstag, 30.03.2019, 13:10 (vor 2586 Tagen) @ Litze

Das Argument, dass Vereine auch viele Steuern zahlen, kann nicht gelten. Durch die Zahlung von Steuern erkauft man sich keinen Anspruch auf eine konkrete staatliche Gegenleistung.

Das ist gerade der Unterschied zwischen einer Steuer und einer Abgabe.

Zudem gehen die in dem Beitrag genannten Steuern auch nicht ausschließlich an die Länder, die mit Ausnahme der Bundespolizei, die Kosten für den Polizeieinsatz zahlen. Von den Umsatzsteuern (Mehrwertsteuern) bekommt das Land beispielsweise 44,1 %. 53,9% gehen an den Bund und 2 % an die Gemeinden.

Und in Zeiten, in denen den klammen Landeshaushalten die notwendigen Gelder fehlen, um für ausreichend Lehrkräfte zu sorgen, darf man meiner Meinung nach schon die Frage stellen, ob da wirklich die Polizeieinsätze für Fußballspiele vollständig von Steuerngeldern gezahlt werden müssen.

Meiner Meinung nach wäre es schon angebracht, wenn die Vereine sich pauschal mit einem festen Betrag pro Jahr an den Kosten von Polizeieinsätzen beteiligen.

Es wurde sicherlich schon alles zu dem Thema gesagt, deshalb ist das wahrscheinlich eine Wiederholung, aber egal: für die öffentliche Sicherheit ist der Staat verantwortlich. Dafür hat er zurecht das Gewaltmonopol, dafür hat er die nötigen Instrumente (Polizei, Verfassungsschutz etc.) und dafür erhebt er Steuern.

In den Stadien sind sowieso erstmal die Vereine zuständig, da kommt meines Wissens die Polizei nur, wenn sie angefordert wird, oder wenn sie selbst es entscheidet.

Wenns am Bahnhof knallt,und da knallt es meiner Erfahrung nach am meisten,was hat das mit den Vereinen zu tun? Das ist Aufgabe der Polizei, in dem Fall der Bundespolizei.

Jetzt wird dieser Grundsatz aufgegeben und in die Hände politischer Entscheidungsträger gelegt,wann und wofür sie Gelder erheben.
Schließlich gibt's reichlich Hochrisikospiele. Oder man erfindet welche.

Besonders in unteren Ligen haben wir Hochrisikospiele.

Wenn Wuppertal gegen Essen oder Essen gg. Oberhausen spielt, haben wir in der Regionalliga gleich vier pro Saison.

Wie wollte man diese Vereine belasten?

Noch zum Schluss, bevor ich los muss : wenn in anderen Bereichen Geld fehlt,hat das nichts mit dem Thema zu tun. Dann muss man darüber reden,wie welche Gelder verteilt werden. Oder wie man Einnahmen erhöht.

Letztendlich wird sowieso der Fan das bezahlen, indem die Ticketpreise erhöht werden,wetten?

Der Unterschied zwischen Steuern und Abgaben

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Samstag, 30.03.2019, 19:57 (vor 2586 Tagen) @ istar

Das Argument, dass Vereine auch viele Steuern zahlen, kann nicht gelten. Durch die Zahlung von Steuern erkauft man sich keinen Anspruch auf eine konkrete staatliche Gegenleistung.

Das ist gerade der Unterschied zwischen einer Steuer und einer Abgabe.

Zudem gehen die in dem Beitrag genannten Steuern auch nicht ausschließlich an die Länder, die mit Ausnahme der Bundespolizei, die Kosten für den Polizeieinsatz zahlen. Von den Umsatzsteuern (Mehrwertsteuern) bekommt das Land beispielsweise 44,1 %. 53,9% gehen an den Bund und 2 % an die Gemeinden.

Und in Zeiten, in denen den klammen Landeshaushalten die notwendigen Gelder fehlen, um für ausreichend Lehrkräfte zu sorgen, darf man meiner Meinung nach schon die Frage stellen, ob da wirklich die Polizeieinsätze für Fußballspiele vollständig von Steuerngeldern gezahlt werden müssen.

Meiner Meinung nach wäre es schon angebracht, wenn die Vereine sich pauschal mit einem festen Betrag pro Jahr an den Kosten von Polizeieinsätzen beteiligen.


Es wurde sicherlich schon alles zu dem Thema gesagt, deshalb ist das wahrscheinlich eine Wiederholung, aber egal: für die öffentliche Sicherheit ist der Staat verantwortlich. Dafür hat er zurecht das Gewaltmonopol, dafür hat er die nötigen Instrumente (Polizei, Verfassungsschutz etc.) und dafür erhebt er Steuern.

In den Stadien sind sowieso erstmal die Vereine zuständig, da kommt meines Wissens die Polizei nur, wenn sie angefordert wird, oder wenn sie selbst es entscheidet.

Wenns am Bahnhof knallt,und da knallt es meiner Erfahrung nach am meisten,was hat das mit den Vereinen zu tun? Das ist Aufgabe der Polizei, in dem Fall der Bundespolizei.

Jetzt wird dieser Grundsatz aufgegeben und in die Hände politischer Entscheidungsträger gelegt,wann und wofür sie Gelder erheben.
Schließlich gibt's reichlich Hochrisikospiele. Oder man erfindet welche.

Besonders in unteren Ligen haben wir Hochrisikospiele.

Wenn Wuppertal gegen Essen oder Essen gg. Oberhausen spielt, haben wir in der Regionalliga gleich vier pro Saison.

Wie wollte man diese Vereine belasten?

Noch zum Schluss, bevor ich los muss : wenn in anderen Bereichen Geld fehlt,hat das nichts mit dem Thema zu tun. Dann muss man darüber reden,wie welche Gelder verteilt werden. Oder wie man Einnahmen erhöht.

Letztendlich wird sowieso der Fan das bezahlen, indem die Ticketpreise erhöht werden,wetten?

So ist es. Nur schön aufpassen, dass der Staat die lästigen Nebengeräusche von Fußballspielen und die dadurch hohe Polizeipräsenz jedes Wochenende nicht mal durch andere "Maßnahmen" eindämmt. Wie es geht, haben andere Ligen/Länder gezeigt.

Der Unterschied zwischen Steuern und Abgaben

istar, Samstag, 30.03.2019, 13:29 (vor 2586 Tagen) @ istar


Es wurde sicherlich schon alles zu dem Thema gesagt, deshalb ist das wahrscheinlich eine Wiederholung, aber egal: für die öffentliche Sicherheit ist der Staat verantwortlich. Dafür hat er zurecht das Gewaltmonopol, dafür hat er die nötigen Instrumente (Polizei, Verfassungsschutz etc.) und dafür erhebt er Steuern.

In den Stadien sind sowieso erstmal die Vereine zuständig, da kommt meines Wissens die Polizei nur, wenn sie angefordert wird, oder wenn sie selbst es entscheidet.

Nein die Polizei kommt dann zum Einsatz, wenn eine Gefahr droht (präventiv nach dem jeweiligen Landespolizeigesetzen) oder aber zur Verfolgung einer Straftat (nach den Grundsätzen der Strafprozessordnung).

Wenns am Bahnhof knallt,und da knallt es meiner Erfahrung nach am meisten,was hat das mit den Vereinen zu tun? Das ist Aufgabe der Polizei, in dem Fall der Bundespolizei.

Der Fußballverein ist Zweckveranlasser. Darunter versteht man jeden, der die öffentlichen Sicherheit nicht selbst stört oder gefährdet, der aber Dritte hierzu veranlasst, obwohl sein Verhalten selbst rechtmäßig ist. Es entspricht der gängigen Rechtsprechung, dass dem Zweckveranlasser die Kosten für einen Polizeieinsatz auferlegt werden können.


Jetzt wird dieser Grundsatz aufgegeben und in die Hände politischer Entscheidungsträger gelegt,wann und wofür sie Gelder erheben.
Schließlich gibt's reichlich Hochrisikospiele. Oder man erfindet welche.

Nein. Kosten die unverhältnismäßig sind, braucht der Verein nach der aktuellen Rechtslage auch nicht zu übernehmen.


Besonders in unteren Ligen haben wir Hochrisikospiele.


Wenn Wuppertal gegen Essen oder Essen gg. Oberhausen spielt, haben wir in der Regionalliga gleich vier pro Saison.

Wie wollte man diese Vereine belasten?

Soweit ich weiß, diskutiert man derzeit nur Bundesligavereine an den Kosten zu beteiligen.


Noch zum Schluss, bevor ich los muss : wenn in anderen Bereichen Geld fehlt,hat das nichts mit dem Thema zu tun. Dann muss man darüber reden,wie welche Gelder verteilt werden. Oder wie man Einnahmen erhöht.

Darum geht es doch in der Diskussion, Einnahmen zu erhöhen ;)


Letztendlich wird sowieso der Fan das bezahlen, indem die Ticketpreise erhöht werden,wetten?

Das wäre zu Recht ärgerlich.

Der Unterschied zwischen Steuern und Abgaben

istar, Samstag, 30.03.2019, 14:38 (vor 2586 Tagen) @ Litze

Da der alleinige Entscheider was Hochsicherheitsspiele sind die Polizeigewalt ist, KANN es ja per Definition nicht unverhältnismäßig sein...

Und nur die Bundesligavereine zu berücksichtigen geht halt schon nach dem Gleichbehandlungsgebot nicht. Und in dem gerade entschiedenen Fall ist es auch nicht so, auch wenn man den Kunstgriff mit 5000 zu erwartenden Zuschauern gemacht hat, wahrscheinlich damit Rechtsrock-Konzerte nicht betroffen sind (nein das ist nur eine Übertreibung).

Ich jedenfalls würde zumindest einmal als Werder bei einem Hochsicherhwitsspiel die Zuschauer auf 4999 begrenzen und auf angemieteten Fussballplätzen Liveübertragungen mit jeweils 4999 Zuschauern organisieren...
(Ja würde natürlich verboten werden)

Der Unterschied zwischen Steuern und Abgaben

Blarry, Essen, Samstag, 30.03.2019, 14:47 (vor 2586 Tagen) @ RE_LordVader

Und in dem gerade entschiedenen Fall ist es auch nicht so, auch wenn man den Kunstgriff mit 5000 zu erwartenden Zuschauern gemacht hat, wahrscheinlich damit Rechtsrock-Konzerte nicht betroffen sind (nein das ist nur eine Übertreibung).

Die Frage ist, ob die Polizisten unter den Zuschauern dazuzählen.

Der Unterschied zwischen Steuern und Abgaben

Blarry, Essen, Samstag, 30.03.2019, 12:33 (vor 2586 Tagen) @ Litze

Und in Zeiten, in denen den klammen Landeshaushalten die notwendigen Gelder fehlen, um für ausreichend Lehrkräfte zu sorgen, darf man meiner Meinung nach schon die Frage stellen, ob da wirklich die Polizeieinsätze für Fußballspiele vollständig von Steuerngeldern gezahlt werden müssen.

Dann sollten eventuell die Eltern der Kinder, die die Kosten für Schulen und Lehrpersonal erst verursachen, zur Kasse gebeten werden. Oder wäre das konsequent und stringent?

Der Unterschied zwischen Steuern und Abgaben

Blarry, Samstag, 30.03.2019, 12:36 (vor 2586 Tagen) @ Blarry


Dann sollten eventuell die Eltern der Kinder, die die Kosten für Schulen und Lehrpersonal erst verursachen, zur Kasse gebeten werden. Oder wäre das konsequent und stringent?

Kann man machen, wenn man eine zwei Klassengesellschaft will, in der nur die Kinder von reichen Eltern in die Schule gehen.

Der Unterschied zwischen Steuern und Abgaben

Blarry, Essen, Samstag, 30.03.2019, 12:41 (vor 2586 Tagen) @ Litze

Also soll "wer Geld hat, soll auch zahlen" doch nicht für alle gelten? Na sowas aber auch.

Der Unterschied zwischen Steuern und Abgaben

Blarry, Samstag, 30.03.2019, 12:48 (vor 2586 Tagen) @ Blarry

Also soll "wer Geld hat, soll auch zahlen" doch nicht für alle gelten? Na sowas aber auch.

Wo hab ich das gesagt. Wer Geld hat zahlt in Deutschland zu Recht auch mehr. Das Schule und Universität größtenteil kostenlos sind, ist eine politische Entscheidung und hat mit dem Thema relativ wenig zu tun, meiner Meinung nach.

Der Unterschied zwischen Steuern und Abgaben

Blarry, Samstag, 30.03.2019, 18:52 (vor 2586 Tagen) @ Litze

Da hast du völlig Recht. Einige haben völlig den Blick für die Realität verloren und bringen Vergleiche welche abstruser sind als ein netter Kahn.

Der Unterschied zwischen Steuern und Abgaben

Blarry, Essen, Samstag, 30.03.2019, 13:02 (vor 2586 Tagen) @ Litze

Du redest davon, den Verursacher von Kosten stärker an Kosten zu beteiligen, als er durch seine Steuerabgaben ohnehin schon beiträgt. In dem Fall sogar doppelt beitragen soll; durch Steuerzahlungen und noch einmal für eine "Dienstleistung", deren Umfang und Kosten komplett durch den Dienstleister bestimmt werden. So funktioniert überhaupt gar nichts.

Der Unterschied zwischen Steuern und Abgaben

Blarry, Samstag, 30.03.2019, 14:49 (vor 2586 Tagen) @ Blarry

Du redest davon, den Verursacher von Kosten stärker an Kosten zu beteiligen, als er durch seine Steuerabgaben ohnehin schon beiträgt. In dem Fall sogar doppelt beitragen soll; durch Steuerzahlungen und noch einmal für eine "Dienstleistung", deren Umfang und Kosten komplett durch den Dienstleister bestimmt werden. So funktioniert überhaupt gar nichts.

So funktioniert kommunaler öffentlicher Nahverkehr z.B.

Oder warum musst du ein Ticket ziehen ovwohl das alles von deinen Steuern finanziert wird?

Der Unterschied zwischen Steuern und Abgaben

Sascha, Dortmund, Samstag, 30.03.2019, 14:54 (vor 2586 Tagen) @ Kulibi77

Da habe ich aber die Wahl, die Leistung zu nutzen, oder nicht.

Der Unterschied zwischen Steuern und Abgaben

Blarry, Samstag, 30.03.2019, 14:58 (vor 2586 Tagen) @ Sascha

Da habe ich aber die Wahl, die Leistung zu nutzen, oder nicht.

Die "Wahl" einer Einschätzung als Hochrisikospiel zu entgehen hat der Veranstalter nur sehr eingeschränkt (Gästefans verbieten z.B.). Da hast du Recht. Das Kriterium in diesem Fall kann aber nicht "Wahl" sein, sondern Rechtsstaatlichkeit. Und natürlich hat der Veranstalter die Möglichkeit gegen diese Einschätzung zu klagen.

Der Unterschied zwischen Steuern und Abgaben

Blarry, Samstag, 30.03.2019, 18:55 (vor 2586 Tagen) @ Kulibi77

Mei, dann wird die Veranstaltung halt abgesagt. Mit dem normalen Polizeiaufkommen ist die hochgradig kommerzielle Veranstaltung halt nicht sicher durchzuführen. Und natürlich wäre das eine Möglichkeit.

Der Unterschied zwischen Steuern und Abgaben

Blarry, Samstag, 30.03.2019, 13:14 (vor 2586 Tagen) @ Blarry

Du redest davon, den Verursacher von Kosten stärker an Kosten zu beteiligen, als er durch seine Steuerabgaben ohnehin schon beiträgt. In dem Fall sogar doppelt beitragen soll; durch Steuerzahlungen und noch einmal für eine "Dienstleistung", deren Umfang und Kosten komplett durch den Dienstleister bestimmt werden. So funktioniert überhaupt gar nichts.

Steuern sind nicht gleich Abgaben. Die Steuern muss der Fußballverein unabhängig von den Polizeieinsätzen zahlen.

Das der Staat den Umfang der Polizeieinsätze bestimmt und nicht der Verein folgt dem Grundsatz, dass das Gewaltmonopol beim Staat liegt.

War der Einsatz unverhältnismäßig (mit Kanonen auf Spatzen schießen), dann muss der verein auch bei der derzeitigen Rechtslage selbstverständlich nicht die Kosten zahlen.

SGG

Litze

Der Unterschied zwischen Steuern und Abgaben

MDomi, Samstag, 30.03.2019, 12:28 (vor 2586 Tagen) @ Litze

Gut, dann rechne mal vor wie viel von den 1,17Mrd. anteilig in den Polizeiapparat fließen und was die Einsätze kosten. Danke.

Der Unterschied zwischen Steuern und Abgaben

MDomi, Samstag, 30.03.2019, 12:30 (vor 2586 Tagen) @ MDomi

Sorry, ich hab heute nachmittag schon was vor ;)

Der Unterschied zwischen Steuern und Abgaben

Sascha, Dortmund, Samstag, 30.03.2019, 11:57 (vor 2586 Tagen) @ Litze

Das Argument, dass Vereine auch viele Steuern zahlen, kann nicht gelten. Durch die Zahlung von Steuern erkauft man sich keinen Anspruch auf eine konkrete staatliche Gegenleistung.

Trotzdem werden mit den Steuern die staatlichen Leistungen finanziert. Und zu diesen staatlichen Leistungen zählt nunmal auch der Unterhalt der Polizei.

Das ist gerade der Unterschied zwischen einer Steuer und einer Abgabe.

Zudem gehen die in dem Beitrag genannten Steuern auch nicht ausschließlich an die Länder, die mit Ausnahme der Bundespolizei, die Kosten für den Polizeieinsatz zahlen. Von den Umsatzsteuern (Mehrwertsteuern) bekommt das Land beispielsweise 44,1 %. 53,9% gehen an den Bund und 2 % an die Gemeinden.

Letztendlich ist die Mittelverteilung völlig egal. Mit diesen Steuereinnahmen bestreiten Bund und Länder ihren Etat.

Und in Zeiten, in denen den klammen Landeshaushalten die notwendigen Gelder fehlen, um für ausreichend Lehrkräfte zu sorgen, darf man meiner Meinung nach schon die Frage stellen, ob da wirklich die Polizeieinsätze für Fußballspiele vollständig von Steuerngeldern gezahlt werden müssen.

Zu allererst sollte man die Frage stellen, ob die vorhandenen Mittel überhaupt zielführend eingesetzt werden.

Meiner Meinung nach wäre es schon angebracht, wenn die Vereine sich pauschal mit einem festen Betrag pro Jahr an den Kosten von Polizeieinsätzen beteiligen.

Der Unterschied zwischen Steuern und Abgaben

, Samstag, 30.03.2019, 12:13 (vor 2586 Tagen) @ Sascha

Trotzdem werden mit den Steuern die staatlichen Leistungen finanziert. Und zu diesen staatlichen Leistungen zählt nunmal auch der Unterhalt der Polizei.

Aber nur weil ich viele Steuern zahle, habe ich nicht das Recht auch viele für mich zu beanspruchen. Der Sozialstaat funktioniert genau anders herum.

Zu allererst sollte man die Frage stellen, ob die vorhandenen Mittel überhaupt zielführend eingesetzt werden.

Das ist ein anderes Thema. Fakt ist jedoch, dass enorme Kosten durch Fußballspiele verursacht werden und gleichzeitig Geld an wichtigen Stellen fehlt.

Der Unterschied zwischen Steuern und Abgaben

Sascha, Dortmund, Samstag, 30.03.2019, 12:25 (vor 2586 Tagen) @ Litze

Die DFL beansprucht doch gar nichts. Die Polizei definiert ein Spiel als Hochrisikospiel und legt im Anschluss ihre Einsatzsrategie fest. Und im Anschluss heult die Chefebene rum, dass das teurer geworden ist als üblich.

Der Unterschied zwischen Steuern und Abgaben

MDomi, Samstag, 30.03.2019, 12:29 (vor 2586 Tagen) @ Sascha

Und ich möchte das nochmal deutlich machen: Mittlerweile ist jedes siebte Spiel als Hochrisikospiel eingestuft...

Der Unterschied zwischen Steuern und Abgaben

, Samstag, 30.03.2019, 12:29 (vor 2586 Tagen) @ Sascha

Jetzt kann man natürlich grundsätzlich jeden Polizeieinsatz in Frage stellen. Wenn nichts passiert, waren zuviele Polizisten da und wenn was passiert, zu wenige. Da wirst Du es nie einem Recht machen können.

Der Unterschied zwischen Steuern und Abgaben

, Samstag, 30.03.2019, 12:35 (vor 2586 Tagen) @ Litze

Ja was denn nun, ich denke es zahlt wer bestellt? (Die meist überflüssige und immer häufiger erfolgende Einordnung als Hochsicherheitsspiel erfolgt doch von der Polizei...)

Der Unterschied zwischen Steuern und Abgaben

, Samstag, 30.03.2019, 12:40 (vor 2586 Tagen) @ RE_LordVader

Also ich maße mir nicht an, die Polizeiarbeit besser zu können. Wenn Du derartige Einsätze besser planen kannst, empfehle ich Dir, diesen beruflichen Weg einzuschlagen.

Grundsätzlich ist es richtig, lieber zuviele Einsatzkräfte vor Ort zu haben als zu wenige. Sollte es zu Ausschreitungen kommen, willst Du sicherlich auch, dass Du durch die Polizei geschützt wirst.

Der Unterschied zwischen Steuern und Abgaben

Sascha, Dortmund, Samstag, 30.03.2019, 13:10 (vor 2586 Tagen) @ Litze

Also ich maße mir nicht an, die Polizeiarbeit besser zu können. Wenn Du derartige Einsätze besser planen kannst, empfehle ich Dir, diesen beruflichen Weg einzuschlagen.

Grundsätzlich ist es richtig, lieber zuviele Einsatzkräfte vor Ort zu haben als zu wenige. Sollte es zu Ausschreitungen kommen, willst Du sicherlich auch, dass Du durch die Polizei geschützt wirst.

Manche Sachen lassen sich durch gesunden Menschenverstand als widersinnig erklären. Warum staut man zum Beispiel beim Derby auf dem Vorplatz vor der Nord zwei große Gruppen durch eine Polizeikette, die die Leute nur vereinzelt vorbei lassen auf und zehn Minuten später löst sich diese Kette auf einmal in Luft auf und alles vermischt sich. Genau so wie der riesige Wasserwerfer an dem Ort. Er verdichtet die Menschenmasse noch zusätzlich, weil er viel Platz einnimmt, ist aber effektiv nicht einsetzbar. Setzt du ihn da ein, trampeln sich flüchtende Menschen gegenseitig tot. Und ich denke schon, dass der Betrieb eines solchen Fahrzeugs inklusive geschulten Personal dafür alles andere als kostengünstig ist.

Der Unterschied zwischen Steuern und Abgaben

Tremonius09, Dortmund, Samstag, 30.03.2019, 13:27 (vor 2586 Tagen) @ Sascha

...ich kann mich sogar an Derbies erinnern,die fanden ohne Wasserwerfer statt. Waren das die schlechteren?

WER VERURSACHT EIGENTLICH HOCHRISIKOSPIELE? DIE POLIZEI?

Der Unterschied zwischen Steuern und Abgaben

Tremonius09, Samstag, 30.03.2019, 13:31 (vor 2586 Tagen) @ Tremonius09

...ich kann mich sogar an Derbies erinnern,die fanden ohne Wasserwerfer statt. Waren das die schlechteren?

WER VERURSACHT EIGENTLICH HOCHRISIKOSPIELE? DIE POLIZEI?

Genau. Die Polizei, diese verdammten Hools.

Der Unterschied zwischen Steuern und Abgaben

Tremonius09, Dortmund, Samstag, 30.03.2019, 14:17 (vor 2586 Tagen) @ Litze

Na klar. Wir haben jetzt in epischer Breite Kritk geübt an der Justiz,den Politikern,der Polizei (diesen Hools!) an Gott und der Welt,soweit ich sehe noch nicht,aber wird schon noch kommen.

Liebes Forum: wer verursacht eigentlich Hochrisikospiele?

Hier gabs schon gutgemeinte Aufrufe (kein Zwannie für'n Steher,gegen Montagsspiele,gegen Nazis,gegen Rassismus etc.)

Wie wärs mal mit einem Aufruf gegen Hochrisikospiele,da hab ich z.B. keinen Bock drauf. Ich würde gerne in aller Ruhe anreisen,ohne Stress und ohne ätzende Rauchschwaden das Spiel sehen und entspannt wieder nach Hause,oder wahlweise in die nächste Kneipe gehen oder fahren.
Wird das nie wieder möglich sein?

Der Unterschied zwischen Steuern und Abgaben

, Samstag, 30.03.2019, 13:23 (vor 2586 Tagen) @ Sascha

Jetzt geht es um konkrete Maßnahmen. Ich stimme Dir insoweit zu, dass sich nicht der Sinn einer jeden Maßnahme sofort erschließt, dass die Polizei auch Fehler macht und dass es sicherlich auch teilweise bessere Lösungen gibt.

Es geht hier aber ja wohl nicht darum, jetzt die Sinnhaftigkeit jeder einzelnen Maßnahme zu diskutieren. Dass ein erhöhtes Polizeiaufkommen bei einem Derby notwendig ist, dürfte aber auch denke ich unstreitig sein.

Auch nach der jetzigen Rechtslage, können einem Verein keine Kosten auferlegt werden, wenn diese unverhältnismäßig waren. Und ich bin mir sicher, dass die Vereine sich auch zu Recht gegen unsinnige Kosten wehren werden.

Der Unterschied zwischen Steuern und Abgaben

, Samstag, 30.03.2019, 12:20 (vor 2586 Tagen) @ Litze

Da wird es sicher besser, wenn die Fussballvereine das Geld für Wasserwerfer der Polizei berappen und es dafür die jeweiligen Städte weniger haben... (Gewinnreduzierung durch die Kosten-->weniger Steuern)

Der Unterschied zwischen Steuern und Abgaben

, Samstag, 30.03.2019, 12:21 (vor 2586 Tagen) @ RE_LordVader

Da wird es sicher besser, wenn die Fussballvereine das Geld für Wasserwerfer der Polizei berappen und es dafür die jeweiligen Städte weniger haben... (Gewinnreduzierung durch die Kosten-->weniger Steuern)

Sorry, dass verstehe ich nicht.

Der Unterschied zwischen Steuern und Abgaben

, Samstag, 30.03.2019, 12:24 (vor 2586 Tagen) @ Litze

Es ist doch relativ einfach: Das Land stellt der DFL für gewisse Fussballspiele Kosten in Rechnung, die gibt die DFL 1:1 (oder meinetwegrn nur zu 80%) an die Vereine weiter. Diese haben dann um den entsprechenden Betrag höhere Kosten, die natürlich mit den Gewinnen verrechnet werden... so wie es jeder Unternehmer in D halt macht...

Der Unterschied zwischen Steuern und Abgaben

Kickergott, Samstag, 30.03.2019, 12:27 (vor 2586 Tagen) @ RE_LordVader

Es ist doch relativ einfach: Das Land stellt der DFL für gewisse Fussballspiele Kosten in Rechnung, die gibt die DFL 1:1 (oder meinetwegrn nur zu 80%) an die Vereine weiter. Diese haben dann um den entsprechenden Betrag höhere Kosten, die natürlich mit den Gewinnen verrechnet werden... so wie es jeder Unternehmer in D halt macht...

Aha, und wie hoch soll deiner Meinung nach der Steuersatz für den Verein sein, dass es für das Land profitabler wäre, diese Kosten komplett selbst zu tragen, statt marginale Abstriche bei der Versteuerung des Gewinns hinzunehemn, 110 % ?!

Der Unterschied zwischen Steuern und Abgaben

, Samstag, 30.03.2019, 12:26 (vor 2586 Tagen) @ RE_LordVader

Das ist mathematisch falsch, da wir in Deutschland keine 100% Steuer zahlen. Wenn der Verein 400.000 EUR an den Staat zahlt, hat der Staat mehr, als wenn der Verein 400.000 EUR versteuern würde.

Der Unterschied zwischen Steuern und Abgaben

, Samstag, 30.03.2019, 12:34 (vor 2586 Tagen) @ Litze

Klar, nicht zu 100%, das habe ich aber auch nicht behauptet.
Ist aber auch gut, dann ist es halt toll, dass das Land bestimmen darf wann die öffentliche Ordnung von staatswegen aufrecht zu erhalten ist und wann man aufgrund undurchsichtiger Anordnungen (es gibt keine einsehbaren Regeln nachdem die Einordnung als Hochrisikospiel erfolgt) andere dafür aufkommen müssen...

Schade nur, dass Stromkonzerne diese Kosten nie tragen mussten...

Der Unterschied zwischen Steuern und Abgaben

Chappi1991 ⌂ @, Samstag, 30.03.2019, 11:47 (vor 2586 Tagen) @ Litze

Das Argument, dass Vereine auch viele Steuern zahlen, kann nicht gelten. Durch die Zahlung von Steuern erkauft man sich keinen Anspruch auf eine konkrete staatliche Gegenleistung.


Das Argument, dass ein Fußballverein eine staatliche Leistung erhält, kann nicht gelten. Die öffentliche Ordnung ist eine hoheitliche Aufgabe, für die der Staat verantwortlich ist, weil er das Gewaltmonopol hält. Die Leistung erbringt der Staat nicht für den Fußballverein, sondern für die Allgemeinheit.

Der Unterschied zwischen Steuern und Abgaben

Chappi1991, Samstag, 30.03.2019, 12:04 (vor 2586 Tagen) @ Chappi1991
bearbeitet von Litze, Samstag, 30.03.2019, 12:17


Das Argument, dass ein Fußballverein eine staatliche Leistung erhält, kann nicht gelten. Die öffentliche Ordnung ist eine hoheitliche Aufgabe, für die der Staat verantwortlich ist, weil er das Gewaltmonopol hält. Die Leistung erbringt der Staat nicht für den Fußballverein, sondern für die Allgemeinheit.

Du wirfst hier aber ganz schön viel durcheinander.

Natürlich ist es Aufagbe des Staates, die Besucher eines Fußballspiels zu schützen. Das stellt ja wohl auch keiner ernsthaft in Frage, oder?

Der Fußballverein ist Zweckveranlasser. Darunter versteht man jeden, der die öffentlichen Sicherheit nicht selbst stört oder gefährdet, der aber Dritte hierzu veranlasst, obwohl sein Verhalten selbst rechtmäßig ist.

Dass der Zweckveranlasser die Kosten für einen Polizeieinsatz zahlen muss, ist übrigens auch nichts ungewöhnliches und in der Rechtsprechung anerkannt.

Der Unterschied zwischen Steuern und Abgaben

Chappi1991 ⌂ @, Samstag, 30.03.2019, 13:04 (vor 2586 Tagen) @ Litze


Das Argument, dass ein Fußballverein eine staatliche Leistung erhält, kann nicht gelten. Die öffentliche Ordnung ist eine hoheitliche Aufgabe, für die der Staat verantwortlich ist, weil er das Gewaltmonopol hält. Die Leistung erbringt der Staat nicht für den Fußballverein, sondern für die Allgemeinheit.


Du wirfst hier aber ganz schön viel durcheinander.

Natürlich ist es Aufagbe des Staates, die Besucher eines Fußballspiels zu schützen. Das stellt ja wohl auch keiner ernsthaft in Frage, oder?

Der Fußballverein ist Zweckveranlasser. Darunter versteht man jeden, der die öffentlichen Sicherheit nicht selbst stört oder gefährdet, der aber Dritte hierzu veranlasst, obwohl sein Verhalten selbst rechtmäßig ist.

Dass der Zweckveranlasser die Kosten für einen Polizeieinsatz zahlen muss, ist übrigens auch nichts ungewöhnliches und in der Rechtsprechung anerkannt.

Ich werfe gar nichts durcheinander. Ich habe einen klaren Standpunkt geäußert. Solcherlei Regelungen, ob Gesetz oder nicht, stehen im klaren Widerspruch zur rechtsphiliosophischen Grundierung des Staates. Was der Staat macht, kann diskutiert werden. Aber die Herstellung und Durchsetzung der öffentlichen Ordnung mit polizeilichen und juristischen Mitteln IST der Staat. Da darf man keinerlei Abstriche dran machen, wenn man den Staat selbst nicht aushöhlen (und damit verwundbar machen) will.

Der Unterschied zwischen Steuern und Abgaben

Tremonius09, Dortmund, Samstag, 30.03.2019, 11:52 (vor 2586 Tagen) @ Chappi1991

Im Stadion und den dazugehörigen Randbereichen?

In Dortmund gehört das Stadion dem BVB. Da könnte er auch einen eigenen Sicherheitsdienst bestellen. Lässt er die Sicherheit durch die Polizei organisieren,sollte er dafür bezahlen!

Der Unterschied zwischen Steuern und Abgaben

Sascha, Dortmund, Samstag, 30.03.2019, 12:00 (vor 2586 Tagen) @ Tremonius09

Der BVB hat einen eigenen Sicherheitsdienst, der im Stadion eingesetzt wird. Auf den Zufahrtswegen und im öffentlichen Bereich vor dem Stadion ist aber nunmal die Polizei in der Verantwortung. Und auch im Stadion darf ein Sicherheitsdienst bei weitem nicht das, was die Cops dürfen. Deshalb ist die Präsenz dort einfach unabdingbar.

Der Unterschied zwischen Steuern und Abgaben

Tremonius09, Dortmund, Samstag, 30.03.2019, 12:06 (vor 2586 Tagen) @ Sascha

Und auch im Stadion darf ein Sicherheitsdienst bei weitem nicht das, was die Cops dürfen. Deshalb ist die Präsenz dort einfach unabdingbar.

Das ist eine Konsequenz,die solltest du mal erläutern!
Was darf der Sicherheitsdienst z.B. nicht,was der Durchsetzung des Hausrechts und der Stadionordnung dient.

Es geht hier nicht um hoheitliche Maßnahmen,Verhaftungen etc. sondern lediglich die Durchsetzung der Stadionordnung.

Der Unterschied zwischen Steuern und Abgaben

Sascha, Dortmund, Samstag, 30.03.2019, 12:22 (vor 2586 Tagen) @ Tremonius09

Und auch im Stadion darf ein Sicherheitsdienst bei weitem nicht das, was die Cops dürfen. Deshalb ist die Präsenz dort einfach unabdingbar.


Das ist eine Konsequenz,die solltest du mal erläutern!
Was darf der Sicherheitsdienst z.B. nicht,was der Durchsetzung des Hausrechts und der Stadionordnung dient.

Es geht hier nicht um hoheitliche Maßnahmen,Verhaftungen etc. sondern lediglich die Durchsetzung der Stadionordnung.

Aber genau für diese hoheitlichen Maßnahmen ist die Polizei doch im Stadion und nicht zur Kontrolle des Zugangs in die richtigen Blöcke oder ähnliches.

Der Unterschied zwischen Steuern und Abgaben

Tremonius09, Dortmund, Samstag, 30.03.2019, 12:40 (vor 2586 Tagen) @ Sascha

Darf der Sicherheitsdienst bei der Einlasskontrolle Pyrotechnik,Waffen etc konfiszieren?
Darf der Sicherheitsdienst einschreiten wenn Nazisymbole gezeigt werden,
wenn Bierbecher fliegen,Schlägereien angezettelt werden,kurz,gegen die Stadionordnung verstoßen wird?

Natürlich stellt sich die Frage,ob der derzeitige Sicherheitsdienst diese Leistungen überhaupt erbringen möchte,und zwar jede(r) einzelne. Da habe ich so meine größten Bedenken.

Der Unterschied zwischen Steuern und Abgaben

Tremonius09, Samstag, 30.03.2019, 13:08 (vor 2586 Tagen) @ Tremonius09

Darf der Sicherheitsdienst bei der Einlasskontrolle Pyrotechnik,Waffen etc konfiszieren?

Der Sicherheitsdienst darf sein Hausrecht ausüben, dass heißt er kann den Zutritt zum Stadion mit Pyrotechnik, Waffen, etc. verwehren bzw. diese Leute des Stadions verweisen.

Darf der Sicherheitsdienst einschreiten wenn Nazisymbole gezeigt werden,

Der Sicherheitsdienst dürfte die Person bis zum Eintreffen der Polizei festhalten (sog. Jedermann-Recht)

wenn Bierbecher fliegen,Schlägereien angezettelt werden,kurz,gegen die Stadionordnung verstoßen wird?

Der Sicherheitsdienst darf die Personen bis zum Eintreffen der Polizei festhalten oder aber sie des Stadions verweisen. Abhänig von der Situation darf er auch Gewalt anwenden, zum Beispiel im Rahmen der Nothilfe, wenn jemand zusammengeschlagen wird.


Natürlich stellt sich die Frage,ob der derzeitige Sicherheitsdienst diese Leistungen überhaupt erbringen möchte,und zwar jede(r) einzelne. Da habe ich so meine größten Bedenken.

Kurz zusammengefasst: Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienst haben die gleichen Rechte wie andere Privatleute auch.

Der Unterschied zwischen Steuern und Abgaben

Tremonius09, Samstag, 30.03.2019, 12:24 (vor 2586 Tagen) @ Sascha

Und auch im Stadion darf ein Sicherheitsdienst bei weitem nicht das, was die Cops dürfen. Deshalb ist die Präsenz dort einfach unabdingbar.


Das ist eine Konsequenz,die solltest du mal erläutern!
Was darf der Sicherheitsdienst z.B. nicht,was der Durchsetzung des Hausrechts und der Stadionordnung dient.

Es geht hier nicht um hoheitliche Maßnahmen,Verhaftungen etc. sondern lediglich die Durchsetzung der Stadionordnung.


Aber genau für diese hoheitlichen Maßnahmen ist die Polizei doch im Stadion und nicht zur Kontrolle des Zugangs in die richtigen Blöcke oder ähnliches.

Richtig. Auch die Stadionordnung darf der Ordnungsdienst nur begrenzt durchsetzen.

Der Unterschied zwischen Steuern und Abgaben

Tremonius09, Dortmund, Samstag, 30.03.2019, 12:42 (vor 2586 Tagen) @ Litze

...dazu habe ich eine konkrete Frage gestellt. Was gehört zu den Rechten des Sicherheitsdienstes?

Der Unterschied zwischen Steuern und Abgaben

Tremonius09, Samstag, 30.03.2019, 13:32 (vor 2586 Tagen) @ Tremonius09

Hab ich Dir beantwortet (s.o.)

Der Unterschied zwischen Steuern und Abgaben

Tremonius09, Dortmund, Samstag, 30.03.2019, 14:18 (vor 2586 Tagen) @ Litze

ja,danke!

Finde ich gut!

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Samstag, 30.03.2019, 09:55 (vor 2586 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Ja, vielleicht wird dieses Vorgehen auf die Fans mittels Preiserhöhungen umgelegt. Wer diese dann mittragen möchte, kann es ja tun.
Für mich sachlich die richtige Entscheidung, aber auch aus unsachlicher Sichtweise betrachtet würde es mich freuen, den großkotzigen und ultrareichen Profifußball (sowohl auf als auch neben dem Rasen) zur Kasse gebeten zu sehen.

Finde ich gut!

Blarry, Essen, Samstag, 30.03.2019, 12:07 (vor 2586 Tagen) @ FourrierTrans

Für mich sachlich die richtige Entscheidung, aber auch aus unsachlicher Sichtweise betrachtet würde es mich freuen, den großkotzigen und ultrareichen Profifußball (sowohl auf als auch neben dem Rasen) zur Kasse gebeten zu sehen.

Sag das mit dem "ultrareichen Profifußball" doch mal den Buchhaltungsabteilungen beliebiger Drittligisten, wenn Du darauf stehst, ausgelacht zu werden.

Soll das jetzt das Allheilargument sein? Wenn Du neue Kronen brauchst, schickst Du die Zahnarztrechnung auch an die DFL, um dem großkotzigen Profifußball eine auszuwischen?

Finde ich gut!

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Samstag, 30.03.2019, 20:06 (vor 2586 Tagen) @ Blarry

Für mich sachlich die richtige Entscheidung, aber auch aus unsachlicher Sichtweise betrachtet würde es mich freuen, den großkotzigen und ultrareichen Profifußball (sowohl auf als auch neben dem Rasen) zur Kasse gebeten zu sehen.


Sag das mit dem "ultrareichen Profifußball" doch mal den Buchhaltungsabteilungen beliebiger Drittligisten, wenn Du darauf stehst, ausgelacht zu werden.

Ist es denn geplant, dass die Drittligisten gleich hohe Beträge abtreten sollen, wie ein Erstligist?

Soll das jetzt das Allheilargument sein? Wenn Du neue Kronen brauchst, schickst Du die Zahnarztrechnung auch an die DFL, um dem großkotzigen Profifußball eine auszuwischen?

Würde ich sehr gerne. Ich persönlich hoffe auf einen Kollaps des gegenwärtigen Systems. Leider wird es dazu nicht kommen, aber generell würde ich mich über jede Rechnung freuen, die man in dieses System reinschiebt.

Finde ich gut!

Kickergott, Samstag, 30.03.2019, 12:42 (vor 2586 Tagen) @ Blarry

Für mich sachlich die richtige Entscheidung, aber auch aus unsachlicher Sichtweise betrachtet würde es mich freuen, den großkotzigen und ultrareichen Profifußball (sowohl auf als auch neben dem Rasen) zur Kasse gebeten zu sehen.


Sag das mit dem "ultrareichen Profifußball" doch mal den Buchhaltungsabteilungen beliebiger Drittligisten, wenn Du darauf stehst, ausgelacht zu werden.

Soll das jetzt das Allheilargument sein? Wenn Du neue Kronen brauchst, schickst Du die Zahnarztrechnung auch an die DFL, um dem großkotzigen Profifußball eine auszuwischen?

Was tun diese "beliebigen" Drittligisten denn so oder haben in der Vergangenheit getan, um diejenigen in Ihrer treuen Anhängerschaft zu disziplinieren und aufzuklären, wie man sich im öffentlichen Raum verhält, so dass es eben nicht notwendig ist, dass Wochenende für Wochenende abertausende Polizisten auf den Beinen sein müssen, um zu verhindern, dass sich "Fans" gegenseitig die Köpfe einschlagen ?

Finde ich gut!

Blarry, Essen, Samstag, 30.03.2019, 12:49 (vor 2586 Tagen) @ Kickergott

Du verwechselst "Fußballklubs" mit "Eltern".

Finde ich gut!

Kickergott, Samstag, 30.03.2019, 13:47 (vor 2586 Tagen) @ Blarry

Du verwechselst "Fußballklubs" mit "Eltern".

Ahja, wieviele gewaltätige Ausschreitungen und Hooliganzusammenstöße gibts es denn so bei einem durschnittlichen Handball, Eishockey oder Basketballspiel ?

Lässt sich die Regelung übertragen?

midsommardav, Samstag, 30.03.2019, 08:49 (vor 2587 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Sofern in Zukunft dann auch die Veranstalter von Neonazi-Demos für ihre Hochsicherheits-Veranstaltungen zur Kasse gebeten werden, kann ich damit leben...

Lässt sich die Regelung übertragen?

Franke, Samstag, 30.03.2019, 09:36 (vor 2586 Tagen) @ midsommardav

Sofern in Zukunft dann auch die Veranstalter von Neonazi-Demos für ihre Hochsicherheits-Veranstaltungen zur Kasse gebeten werden, kann ich damit leben...


Das sind Bürger, die ihr Demonstrationsrecht wahrnehmen, keine Unternehmen, die dicke Geld verdienen.

Lässt sich die Regelung übertragen?

Franke, Samstag, 30.03.2019, 10:31 (vor 2586 Tagen) @ Franke

Jepp. Die Fußballbundesliga ist ein Wirtschaftsunternehmen, dass seine Kunden (=Besucher) nicht unter Kontrolle hat. Die Fußballbundesliga setzt Milliarden damit um, ein Teil der Kosten soll allerdings sozialisiert werden. Gewinne hingegen werden privatisiert.

Von daher: Alles richtig mit dem Urteil. Das Land Bremen braucht das Geld für diese aberwitzig teuren Hochrisikospiele. Warum sollte das Land Bremen für die hohen Gewinne sorgen? Das Land ist hochverschuldet.

Länder die das nicht machen sollte man stumpf verklagen.

Aus den gleichen Gründen sollte auch dem DFB die Gemeinnützigkeit gestrichen werden.

Lässt sich die Regelung übertragen?

markus, Samstag, 30.03.2019, 11:00 (vor 2586 Tagen) @ Taifun

Von daher: Alles richtig mit dem Urteil. Das Land Bremen braucht das Geld für diese aberwitzig teuren Hochrisikospiele. Warum sollte das Land Bremen für die hohen Gewinne sorgen? Das Land ist hochverschuldet.

Hast du dafür mal eine Beispielrechnung? Wieviele Steuereinnahmen kommen jährlich durch Bundesligaspiele zusammen und wieviele Ausgaben gibt es durch Polizeieinsätze?
Sind die Kosten wirklich unverhältnismäßig hoch im Vergleich zu kleineren Veranstaltungen (hiermit meine ich die Kosten je Besucher)? Wenn ja, dann ist vielleicht auch der Polizeieinsatz unverhältnismäßig. Relativ betrachtet passieren auf jeder Dorfkimes mehr Straftaten als bei einem Fußballspiel. Wie kann das also sein, dass der Steuerzahler die Dorfkimes finanzieren muss? Warum zahlt hier nicht auch der Veranstalter?

Lässt sich die Regelung übertragen?

Kickergott, Samstag, 30.03.2019, 11:23 (vor 2586 Tagen) @ markus

Von daher: Alles richtig mit dem Urteil. Das Land Bremen braucht das Geld für diese aberwitzig teuren Hochrisikospiele. Warum sollte das Land Bremen für die hohen Gewinne sorgen? Das Land ist hochverschuldet.


Hast du dafür mal eine Beispielrechnung? Wieviele Steuereinnahmen kommen jährlich durch Bundesligaspiele zusammen und wieviele Ausgaben gibt es durch Polizeieinsätze?
Sind die Kosten wirklich unverhältnismäßig hoch im Vergleich zu kleineren Veranstaltungen (hiermit meine ich die Kosten je Besucher)? Wenn ja, dann ist vielleicht auch der Polizeieinsatz unverhältnismäßig. Relativ betrachtet passieren auf jeder Dorfkimes mehr Straftaten als bei einem Fußballspiel.

Wir können ja mal spassehalber ein Wochenende lang sämtliche Fussballspiele von Liga 1 bis 4 runter ohne jegliche polizeiliche Begleitung, Trennung verfeindeter Fanlager sowie sonstiger präventiver polizeilicher Maßnahmen durchführen lassen, spästens dann dürftest du erkennen, dass diese These schwer haltbar ist.

Lässt sich die Regelung übertragen?

MDomi, Samstag, 30.03.2019, 10:48 (vor 2586 Tagen) @ Taifun

Was hat der DFB damit zu tun? Der ist nicht kommerziell. Es geht um die DFL.

Lässt sich die Regelung übertragen?

MDomi, Samstag, 30.03.2019, 10:52 (vor 2586 Tagen) @ MDomi

Der DFB hat ein Vermögen von 200 bis 300 Millionen Euro und die DFL ist ein Tochterunternehmen des DFB.

Lässt sich die Regelung übertragen?

Tremonius09, Dortmund, Samstag, 30.03.2019, 10:51 (vor 2586 Tagen) @ MDomi

Was hat der DFB damit zu tun? Der ist nicht kommerziell. Es geht um die DFL.


...ach so! Das wusste ich nicht!

Fußballvereine können an Polizeikosten beteiligt werden

MDomi, Friday, 29.03.2019, 12:53 (vor 2587 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Zu lesen unter anderem bei der SZ.

Was ich an dem "vorläufigen" Urteil zu bemängeln habe ist folgendes.

A) Wenn 80000 Menschen durch eine Stadt verteilt Mist bauen, dann ist das schwerer zu händeln, als wenn sie in einem dafür vorgesehenen Ort sind und man geballt dagegen vorgehen kann.

B) Wenn diese Menschen nicht in ihren Wohngebieten Mist bauen und die Polizei erforderlich machen, dann braucht man dort auch weniger Polizisten. Dortmund hat beispielsweise 1000 Idioten weniger, wenn ein Auswärtsspiel ansteht im eigenen Gebiet. Dort wird also gespart, die Kosten aber nach beispielsweise Berlin (oder da wo Hundertschaften herkommen) umgelegt. Dort kostet es mehr. Es wird nicht umgelegt/gerechnet. Dortmund zahlt also für eigene Polizei und für den Einsatz beim Spiel, für ersteres dann zuviel.

C) Ist das eine staatliche (keine Landes-)Aufgabe für mich, es sind bundesweite, regelmäßige Veranstaltungen mit außergewöhnlich vielen Personen.

D) Werden die Vereine auch steuerlich entlastet, bei der normalen Steuer? Schließlich beinhaltet das auch die Polizei. Bund>Land>...

E) Was passiert, wenn die Polizei jedes Spiel als Hochrisikospiel einstuft und vollkommen Amok läuft, oder das Risiko selbst verursacht - und für die nächsten Spiele selbst Feuer reinbringt? Es ist jetzt schon jedes siebte Spiel (lächerlich). Dieser Punkt ist doch dermaßen diskutabel. Irgendwer legt das fest, manchmal ohne Verstand, und der Verein löhnt. Oder: Es wird gezündelt und deswegen nächstes Mal ein HR-Spiel. Netter Regress...

Für mich ist das ein Urteil, welches nicht meinen Vorstellungen entspricht.

Ich frag mich nur eins....

FranziHowi, Howitown, Samstag, 30.03.2019, 00:12 (vor 2587 Tagen) @ MDomi

Was ist wenn die Hools sich jetzt anstatt beim Fussball beim Golfen treffen ?

Muss dann die Golfliga die Kosten übernehen?

Ich frag mich nur eins....

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Samstag, 30.03.2019, 10:27 (vor 2586 Tagen) @ FranziHowi

Was ist wenn die Hools sich jetzt anstatt beim Fussball beim Golfen treffen ?

Muss dann die Golfliga die Kosten übernehen?

Der Großteil der Polizei wird ja aufgrund der Massen bereitgestellt, das hat ja auch etwas zu tun mit dem Schutz einer Großveranstaltung.
Wenn sich beim Golfen 30 Hools prügeln, dann schickt man da 10 Streifenwagen hin und dann ist gut.

Ich frag mich nur eins....

FranziHowi, Samstag, 30.03.2019, 00:21 (vor 2587 Tagen) @ FranziHowi

Was ist wenn die Hools sich jetzt anstatt beim Fussball beim Golfen treffen ?

Muss dann die Golfliga die Kosten übernehen?

Ne ist ja nicht so populär wie Fussball, da muss nix extra gezahlt werden.

Fußballvereine können an Polizeikosten beteiligt werden

Hatebreed, Friday, 29.03.2019, 21:51 (vor 2587 Tagen) @ MDomi

E) Was passiert, wenn die Polizei jedes Spiel als Hochrisikospiel einstuft und vollkommen Amok läuft, oder das Risiko selbst verursacht - und für die nächsten Spiele selbst Feuer reinbringt? Es ist jetzt schon jedes siebte Spiel (lächerlich). Dieser Punkt ist doch dermaßen diskutabel.

Der Verein wird doch immer darauf drängen, dass vermutlich jedes Spiel auf jeden Fall nicht als Hochrisikospiel eingestuft wird.

Das Urteil erschwert meiner Meinung nach auf jeden Fall erstmal das Verhältnis und die Zusammenarbeit vom jeweils gastgebendem Verein und der lokalen Polizei.

Fußballvereine können an Polizeikosten beteiligt werden

Friedrich, Hamm, Friday, 29.03.2019, 15:56 (vor 2587 Tagen) @ MDomi

Vor einem Spiel muss feststehen, ob der Verein für den Polizeieinsatz bezahlen muss. Was passiert, wenn der Verein nicht in der Lage oder willens ist, die Kosten zu übernehmen. Fällt dann der Polizeieinsatz geringer aus oder muss der Verein das Spiel absagen? Risikospiele gibt es ja auch in den 2. und 3. Ligen, in denen die Vereine nicht immer in der Lage sind, zu zahlen.

Es kann ja nicht von der finanziellen Leistungskraft des Vereins abhängen, ob der Polizeieinsatz bezahlt werden muss oder nicht.

Was ein Hochrisikospiel ist und ob der Polizeieinsatz bezahlt werden muss, wird durch die Polizei und damit die Bundesländer entschieden. Damit entscheiden die Länderinnenminister über die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Bundesligisten. ich denke in München wird es keine Hochrisikospiele geben....

Fußballvereine können an Polizeikosten beteiligt werden

Friedrich, Samstag, 30.03.2019, 10:33 (vor 2586 Tagen) @ Friedrich

Nicht in der Lage ist zu bezahlen? 400.000 Euro wie in Bremen? Das nimmt der Verein mal locker durch die Eintrittsgelder von dem Spiel ein.

Das ist ein Milliardengeschäft.

Fußballvereine können an Polizeikosten beteiligt werden

Franke, Samstag, 30.03.2019, 09:41 (vor 2586 Tagen) @ Friedrich

Was ein Hochrisikospiel ist und ob der Polizeieinsatz bezahlt werden muss, wird durch die Polizei und damit die Bundesländer entschieden. Damit entscheiden die Länderinnenminister über die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Bundesligisten. ich denke in München wird es keine Hochrisikospiele geben....


Wenn jeder Bundesligaverein jährlich 10 Millionen € für Polizeieinsätze los wird, dann stärkt das die Münchner im Verhältnis zu Mainz und Freiburg.

Fußballvereine können an Polizeikosten beteiligt werden

Franke, Samstag, 30.03.2019, 10:43 (vor 2586 Tagen) @ Franke

Aus meiner Sicht sind das Kosten der DFL. Die DFL ist Veranstalter der Bundesliga. Und dann eine 80%-Umlage auf alle Vereine, und den Rest durch den Verein des Spielortes.

Dann wird die DFL wohl mehr machen um die Hools loszuwerden.

Fußballvereine können an Polizeikosten beteiligt werden

MDomi, Samstag, 30.03.2019, 10:50 (vor 2586 Tagen) @ Taifun

Die DFL hat überhaupt keine Gewalthoheit, geschweige denn eine rechtliche Möglichkeit dazu.

Fußballvereine können an Polizeikosten beteiligt werden

Hatebreed, Friday, 29.03.2019, 21:39 (vor 2587 Tagen) @ Friedrich

Vor einem Spiel muss feststehen, ob der Verein für den Polizeieinsatz bezahlen muss. Was passiert, wenn der Verein nicht in der Lage oder willens ist, die Kosten zu übernehmen. Fällt dann der Polizeieinsatz geringer aus oder muss der Verein das Spiel absagen? Risikospiele gibt es ja auch in den 2. und 3. Ligen, in denen die Vereine nicht immer in der Lage sind, zu zahlen.

Der Gebührenbescheid geht ja erstmal an die DFL, die muss bezahlen und will es sich dann von den Vereinen wiederholen. Das war mein letzter Stand. Zur Not über Abzug bei den TV-Geldern vielleicht.

Fußballvereine können an Polizeikosten beteiligt werden

Kruemelmonster09, Friday, 29.03.2019, 17:26 (vor 2587 Tagen) @ Friedrich

Vor einem Spiel muss feststehen, ob der Verein für den Polizeieinsatz bezahlen muss. Was passiert, wenn der Verein nicht in der Lage oder willens ist, die Kosten zu übernehmen. Fällt dann der Polizeieinsatz geringer aus oder muss der Verein das Spiel absagen? Risikospiele gibt es ja auch in den 2. und 3. Ligen, in denen die Vereine nicht immer in der Lage sind, zu zahlen.


Ich könnte mir gut vorstellen, dass man dann fordern wird, dass solche Spiele eben ohne Zuschauer ausgetragen werden müssten.
Höchst fragwürdig das Ganze.

Mal eine unternehmerische Sicht

Harl3kin, Nippes, Friday, 29.03.2019, 15:44 (vor 2587 Tagen) @ MDomi

Hallo zusammen,

gibt es verlässliche Zahlen, was die Vereine im Jahr an Steuern abführen?
Das wäre nämlich die Grundvoraussetzung, für dieses Gedankenspiel:

Als großes Steuerzahlendes Unternehmen müsste man sich dann ja ernsthaft darüber Gedanken machen, den Sitz der Gesellschaft an einen steuerlich vorteilhafteren Ort zu verlegen um die Mehrkosten abzufangen.
Ich glaube, wenn das der Fall wäre, dann könnten sie sich im Stadtstaat mal alle richtig dolle auf die Schulter klopfen, dass sie dem Verein die paar Kröten aufgenötigt haben.

Mal unabhängig, dass man den Wähler vor der nächsten Wahl klar wissen lassen wird, welche Partei seinem Verein böswillig schaden will und mit welcher Partei es diese Kosten wohl nicht geben wird.

Gruß Harl3kin

Mal eine unternehmerische Sicht

DerInDerInderin, Friday, 29.03.2019, 16:56 (vor 2587 Tagen) @ Harl3kin
bearbeitet von DerInDerInderin, Friday, 29.03.2019, 17:01

gibt es verlässliche Zahlen, was die Vereine im Jahr an Steuern abführen?

Die DFL spricht von 1,17 Milliarden EUR Steuern und Abgaben an den Staat. Im DFL Report 2018 für die Saison 2016/17 der 1. und 2. Bundesliga heißt es im Detail:

Betriebliche Steuern und Abgaben
Umsatzsteuer (ohne Vorsteuer): 640.997.556 EUR
Körperschaftsteuer: 36.513.189 EUR
Gewerbesteuer: 43.743.435 EUR
Sonstige Steuern und Abgaben: 10.837.092 EUR
Summe: 732.091.272 EUR

Personenbezogene Steuern und Abgaben
Lohnsteuer: 623.883.474 EUR
Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag: 43.306.377 EUR
Sozialversicherung (Renten-, Arbeitslosen-, Krankenversicherung): 104.419.829 EUR
Gesetzliche Unfallversicherung (Berufsgenossenschaft): 43.553.568 EUR
Summe: 815.163.247 EUR

Summe betriebliche und personenbezogene Steuern und Abgaben: 1.547.254.519 EUR
abzüglich erstattete Vorsteuer (Vorsteuer ist ein Parameter für die Investitionsbereitschaft des Unternehmens) 378.913.597 EUR
Mittelabfluss aus Steuern und Abgaben (Umsatzsteuer abzüglich Vorsteuer) 1.168.340.922 EUR

Von den 1,17 Milliarden entfallen übrigens nur knapp 200 Millionen auf die 2. Bundesliga.

Mal eine unternehmerische Sicht

Hatebreed, Friday, 29.03.2019, 21:41 (vor 2587 Tagen) @ DerInDerInderin

Danke für die Zahlen!

Wenn man dann noch bedenkt, was lokal an Spieltagen vor Ort an Steuern genereiert wird...

Mal eine unternehmerische Sicht

MKB, Siegen, Friday, 29.03.2019, 22:59 (vor 2587 Tagen) @ Hatebreed

Tolle Zahlen. Ich frage mich aber was die bezahlten Steuern mit der ganzen Sache zu tun haben. Es sind Steuern und keine Abgaben. Der unterschied liegt in der Gegenleistung. Weil einer viel Steuern zahlt hat er nicht andere Rechte. Was soll diese Logik?

Mal eine unternehmerische Sicht

tim86, Hamburg, Samstag, 30.03.2019, 09:17 (vor 2586 Tagen) @ MKB

Nein er hat die gleichen Rechte und eines dieser Rechte ist eben Sicherheit.

Es wird nur von der Gegenseite als Argument genommen, dass es doch ein so großes Business ist und deswegen die Polizei finanzieren soll.
Da es unfair sei, wenn es auf kosten der Allgemeinheit geschieht. Und dabei wird halt vergessen, dass der Staat mehr Einnahmen durch den Fußball hat als Ausgaben.

Mal eine unternehmerische Sicht

Burgsmüller84, Samstag, 30.03.2019, 05:49 (vor 2587 Tagen) @ MKB

Anders herum funktioniert dieses Argument. Nur weil jemand keine Steuern zahlt (weil zu arm), hat er dennoch ein Anrecht auf den Schutz des Staates.

Mal eine unternehmerische Sicht

Blarry, Essen, Friday, 29.03.2019, 16:48 (vor 2587 Tagen) @ Harl3kin

gibt es verlässliche Zahlen, was die Vereine im Jahr an Steuern abführen?
Das wäre nämlich die Grundvoraussetzung, für dieses Gedankenspiel:

Nun, in Zukunft wird es weniger werden, weil sich die Vereine die Ausgaben für Polizeieinsätze über die Körperschaftssteuer zurückholen können sollten. Aus der linken Tasche, in die rechte Tasche.

Fußballvereine können an Polizeikosten beteiligt werden

Giog, Mittelhessen, Friday, 29.03.2019, 14:34 (vor 2587 Tagen) @ MDomi

E) Was passiert, wenn die Polizei jedes Spiel als Hochrisikospiel einstuft und vollkommen Amok läuft, oder das Risiko selbst verursacht - und für die nächsten Spiele selbst Feuer reinbringt? Es ist jetzt schon jedes siebte Spiel (lächerlich). Dieser Punkt ist doch dermaßen diskutabel. Irgendwer legt das fest, manchmal ohne Verstand, und der Verein löhnt. Oder: Es wird gezündelt und deswegen nächstes Mal ein HR-Spiel. Netter Regress...


In diesem Punkt sehe ich persönlich auch ein Hauptproblem. Das Bundesverwaltungsgericht hat hierzu in der Pressemitteilung nur lapidar ausgeführt:

Unsicherheiten, die wegen der auslegungsbedürftigen Voraussetzungen des Gebührentatbestandes und insbesondere im Hinblick auf die Höhe des polizeilichen Mehraufwandes und damit der Gebühr bestehen, erreichen kein unzumutbares Ausmaß. Das gilt v.a. deshalb, weil das Gesetz an „erfahrungsgemäß“ zu erwartende Gewalthandlungen anknüpft. Für den Fußball verfügen sowohl die Polizei als auch die Veranstalter über einschlägige Erfahrungen.

Ich bin mal gespannt, wie sich das im Urteil liest, aber den Umfang des polizeilichen Aufwands rein mit vermeintlichen "Erfahrungswerten" zu begründen finde ich nicht wirklich überzeugend, wenn man sich Wasserwerfer- und Helikoptereinsätze bei irgendwelchen Drittligaspielen reinzieht.

Fußballvereine können an Polizeikosten beteiligt werden

MDomi, Friday, 29.03.2019, 13:55 (vor 2587 Tagen) @ MDomi

Finde ich absolut in Ordnung! Der Fußball ist mittlerweile ein millardenschweres Business und es ist daher nicht ganz einzusehen, warum man die Polizeikosten sozialisiert und dem Steuerzahler umhängt, während Fußballvereine aberwitzige Summen an Gehältern und Ablösesummen bezahlen. Zumindest eine Kostenbeteiligung halte ich für gerechtfertigt!

Fußballvereine können an Polizeikosten beteiligt werden

Schnippelbohne, Bauernland, Friday, 29.03.2019, 14:07 (vor 2587 Tagen) @ Revolvermann

Finde ich absolut in Ordnung! Der Fußball ist mittlerweile ein millardenschweres Business und es ist daher nicht ganz einzusehen, warum man die Polizeikosten sozialisiert und dem Steuerzahler umhängt, während Fußballvereine aberwitzige Summen an Gehältern und Ablösesummen bezahlen. Zumindest eine Kostenbeteiligung halte ich für gerechtfertigt!

Es ist aber die Büchse der Pandora. Warum zahlen die Festwirte auf dem Münchener Oktoberfest nichts für den immer üppigeren Polizeischutz, obwohl sie jedes Jahr Millionen verdienen?
Und auch bei Rockkonzerten, Karnevalsumzügen etc. stellt sich die Frage. Es gibt viele kommerzielle, gewinnbringende Veranstaltungen mit Polizeieinsätzen.
Außerdem haben die Besucher von Fußballspielen ja auch schon Steuern gezahlt. Wenn die Vereine die Kosten der Polizei jetzt umlegen, und das werden sie wie Sascha sagt im Zweifel tun, zahlen diese Stadionbesucher dann also zweimal? Und auch die Vereine selbst zahlen ja reichlich Steuern. Da könnte man dieselbe Frage stellen. Die Gewinne der Vereine und damit die Steuern an den Staat werden ja unter anderem durch die Zuschauereinnahmen erwirtschaftet. Bei diesen Einnahmen kassiert der Staat im Ergebnis dann auch doppelt ab.

Schließlich ist die Frage, wer festlegt, ob es sich um ein Hochrisikospiel handelt oder nicht. Gerade in Bremen hat die Polizei bei unserem Gastspielen regelmäßig ein Großaufgebot aufgeboten, für das es nichts zu tun gab, weil nichts passiert ist. In Hannover wird auch gern mal die Wasserwerferflotte am Stadion präsentiert, ohne dass ein besonderer Grund erkennbar ist. Da würde ich mich als Verein schon wehren.

Fußballvereine können an Polizeikosten beteiligt werden

Schnippelbohne, Samstag, 30.03.2019, 10:49 (vor 2586 Tagen) @ Schnippelbohne

Karnevalsumzüge sind nicht wirklich kommerziell, oder?

Rockkonzerte haben ihren eigenen Sicherheitsdienst. Größere Gewalttaten sind auch eher selten, oder?

Beim Oktoberfest zahlt der Festzeltbetreiber Standmiete. Die großen Bierzelte z.B. sind im Schnitt mit fast 250.000 Euro für die 16 Tage dabei. Bei 14 großen Zelten sind das gut über 3 Millionen. Den Rest dabei dürfte man bei 5 Millionen landen.

Ich denke damit erkaufen sich die Festzeltbesitzer auch ein Stück der Sicherheitsleistungen der Stadt.

Dein Vergleich hinkt also aufgrund der vertraglichen Situation. der SVW oder der BVB sind Besitzer der Stadien, die Festzeltbetreiber zahlen Miete.

Fußballvereine können an Polizeikosten beteiligt werden

MDomi, Samstag, 30.03.2019, 10:53 (vor 2586 Tagen) @ Taifun

Naja, genau so Eigen-PR wie das Youtube und Bloggen teilweise. Plätze auf den Wagen werden teurer verkauft...

Fußballvereine können an Polizeikosten beteiligt werden

MDomi, Samstag, 30.03.2019, 10:55 (vor 2586 Tagen) @ MDomi

Kannst du bitte genauer werden? Wer genau macht da am Ende Gewinn?

Fußballvereine können an Polizeikosten beteiligt werden

Schnippelbohne, Friday, 29.03.2019, 14:17 (vor 2587 Tagen) @ Schnippelbohne

In Bremen gilt das für jede Veranstaltung mit über 5000 Besuchern. Eine Spezialregelung nur für den Fußball wäre grundgesetzwidrig. Also, wenn diese Gebühr eingeführt wird, dann für alle.

Fußballvereine können an Polizeikosten beteiligt werden

Schnippelbohne, Bauernland, Friday, 29.03.2019, 14:19 (vor 2587 Tagen) @ Kulibi77

In Bremen gilt das für jede Veranstaltung mit über 5000 Besuchern. Eine Spezialregelung nur für den Fußball wäre grundgesetzwidrig. Also, wenn diese Gebühr eingeführt wird, dann für alle.

Aber auch in Bremen gibt es die Einordnung als "Hochrisikospiel" oder eben nicht. letzte Saison war das Spiel gegen uns offenbar kein "Hochrisikospiel" mehr, da der Polizeieinsatz deutlich geringer war als in den Vorjahren.

Fußballvereine können an Polizeikosten beteiligt werden

Schnippelbohne, Friday, 29.03.2019, 14:35 (vor 2587 Tagen) @ Schnippelbohne

In Bremen gilt das für jede Veranstaltung mit über 5000 Besuchern. Eine Spezialregelung nur für den Fußball wäre grundgesetzwidrig. Also, wenn diese Gebühr eingeführt wird, dann für alle.


Aber auch in Bremen gibt es die Einordnung als "Hochrisikospiel" oder eben nicht. letzte Saison war das Spiel gegen uns offenbar kein "Hochrisikospiel" mehr, da der Polizeieinsatz deutlich geringer war als in den Vorjahren.

Hochrisikospiel ist das Schlagwort, entscheidend ist:

"wenn wegen erfahrungsgemäß zu erwartender Gewalthandlungen vor, während oder nach der Veranstaltung am Veranstaltungsort, an den Zugangs- oder Abgangswegen oder sonst im räumlichen Umfeld der Einsatz von zusätzlichen Polizeikräften vorhersehbar erforderlich wird."

Fußballvereine können an Polizeikosten beteiligt werden

Schnippelbohne, Friday, 29.03.2019, 14:37 (vor 2587 Tagen) @ Kulibi77

Ein Problem ist es halt, wenn derjenige das definiert, der kassiert...

Fußballvereine können an Polizeikosten beteiligt werden

Schnippelbohne, Samstag, 30.03.2019, 10:53 (vor 2586 Tagen) @ RE_LordVader

Naja, derjenige der da kassiert hat auch die Kosten. Da ist kein Gewinn eingerechnet.

Fußballvereine können an Polizeikosten beteiligt werden

Schnippelbohne, Samstag, 30.03.2019, 12:18 (vor 2586 Tagen) @ Taifun

Und die schönen neuen Wasserwerfer werden begründet und bezahlt in dem man mehr Spiele zu Risikospielen deklariert...

Und die Stadt hat weniger Geld für Kindergärten etc. Den der Staft entgehen durch die durch die Abgabe entstandenen geringeren Gewinne halt entsprechend Steuern...
Ja, einenrichtige WinWin Situation...

Fußballvereine können an Polizeikosten beteiligt werden

Weeman, Hinterm Knauber, Friday, 29.03.2019, 14:03 (vor 2587 Tagen) @ Revolvermann

Wie Sascha schon angemerkt hat, die Kosten für diese Einsätze erhöhen im Endeffekt nur die Ticketpreise u.ä. und belasten somit wieder die Menschen, die ihre Steuern schon bezahlt haben. Was du ja doof findest.

Fußballvereine können an Polizeikosten beteiligt werden

Tremonius09, Dortmund, Samstag, 30.03.2019, 11:09 (vor 2586 Tagen) @ Weeman

Wie Sascha schon angemerkt hat, die Kosten für diese Einsätze erhöhen im Endeffekt nur die Ticketpreise u.ä. und belasten somit wieder die Menschen, die ihre Steuern schon bezahlt haben. Was du ja doof findest.

...das spräche ja für das Verursacherprinzip,oderß
Nicht der Verein macht den Stress,sondern (ein Teil) der Besucher.
Vielleicht führen erhöhte Eintrittspreise zu einem Selbstreinigungsprozess?
Weniger Besucher = geringere Aufmerksamkeit für die Idioten,die sich dann vielleicht eine andere Bühne suchen.

In jedem Fall sind nun die Vereine gefragt. Die kennen ihre Krawallbrüder und haben es über ihr Hausrecht in der Hand.

Fußballvereine können an Polizeikosten beteiligt werden

Billinho, Mannheim, Samstag, 30.03.2019, 12:39 (vor 2586 Tagen) @ Tremonius09

Über das Hausrecht ja. Aber was ist an den Bahnhöfen und in den den Städten.

Jüngstes Beispiel:

Halbfinale Badischer Pokal:

KSC spielt im Mannheimer Rhein-Neckar-Stadion beim Verbandsligisten VFB Gartenstadt.

Der SV Waldhof das andere Halbfinale in Nöttingen.

In der Mannheimer Innenstadt schlagen sich Waldhof und KSC "Fans" die Köpfe ein. 50 Festnahmen.

Wer ist denn da jetzt eigentlich Verursacher? Wer kann in der Mannheimer Innenstadt das Hausrecht ausüben?

Wäre hier jetzt der Verbandsligist zu belangen, weil er einige Kilometer weiter Veranstalter eines Fußballspiels war? Oder der Waldhof für seine Fans, obwohl er gar nicht in Mannheim gespielt und die Schläger an diesem Tag auch auf gar keinem Waldhof-Spiel waren.

Fußballvereine können an Polizeikosten beteiligt werden

Tremonius09, Dortmund, Samstag, 30.03.2019, 12:55 (vor 2586 Tagen) @ Billinho

Gegenfrage: Welches Interesse kann ein Verein daran haben,solche Krawallmacher und Schläger in seinen Reihen zu wissen.
Welches Recht haben Waldhof/BVB-Anhänger,die an irgendeinem Bahnhof/Raststätte der Republik, Anhängern anderer (ich vermeide hier bewusst den Begriff "verfeindeter")Vereine aufzulauern?

WARUM GIBT ES HOCHRISIKOSPIELE? Wer hat das verantwortet? Die Polizei,nur weil sie die Bewertung vornimmt?

Fußballvereine können an Polizeikosten beteiligt werden

Billinho, Mannheim, Samstag, 30.03.2019, 14:01 (vor 2586 Tagen) @ Tremonius09

Wer hat das behauptet? Ich zielte nur auf Deine Aussage ab, dass die Vereine es in der Hand hätten. Haben sie nicht. Zumindest nicht außerhalb der Stadien.

Fußballvereine können an Polizeikosten beteiligt werden

MKB, Siegen, Friday, 29.03.2019, 23:04 (vor 2587 Tagen) @ Weeman

Was aber dann auch andere wieder als gerecht empfinden würden. Die Einsätze müssen so oder so von jemandem bezahlt werden. Aktuell hält nicht über die Tickets sondern über Haushalte. Da zahlen aber nicht nur die 80000 Leute ein die im Stadion sind sondern alle deutschen Steuerzahler. Die Logik ist da dann schnell eher ein Gegenargument für mich.

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MDomi, Friday, 29.03.2019, 13:47 (vor 2587 Tagen) @ MDomi

A) Wenn 80000 Menschen durch eine Stadt verteilt Mist bauen, dann ist das schwerer zu händeln, als wenn sie in einem dafür vorgesehenen Ort sind und man geballt dagegen vorgehen kann.

Normalerweise machen 80.000 Menschen keinen Ärger. Allerdings sind hundert Gewalttäter über das Stadtgebiet verteilt ein viel kleineres Risiko als hundert Gewalttäter als Gruppe auftretend in einem engen Raum mit 79.900 friedlichen Menschen zusammen.

B) Wenn diese Menschen nicht in ihren Wohngebieten Mist bauen und die Polizei erforderlich machen, dann braucht man dort auch weniger Polizisten. Dortmund hat beispielsweise 1000 Idioten weniger, wenn ein Auswärtsspiel ansteht im eigenen Gebiet. Dort wird also gespart, die Kosten aber nach beispielsweise Berlin (oder da wo Hundertschaften herkommen) umgelegt.

Nur weil tausend Menschen nach Berlin oder Mallorca fahren, wird in Dortmund erstmal nicht ein Cent gespart.

C) Ist das eine staatliche (keine Landes-)Aufgabe für mich, es sind bundesweite, regelmäßige Veranstaltungen mit außergewöhnlich vielen Personen.

Ist ein Bundesland kein Staat? Sollen Bundesligaspiele ausschließlich von der Bundespolizei betreut werden? Verstehe nicht worauf du hinaus willst.

D) Werden die Vereine auch steuerlich entlastet, bei der normalen Steuer? Schließlich beinhaltet das auch die Polizei. Bund>Land>...

Die Vereine zahlen nur die Mehrkosten bestimmter Einsätze, denn die "Grundleistung" der Polizei haben sie bereits mit ihren Steuern "bezahlt".

E) Was passiert, wenn die Polizei jedes Spiel als Hochrisikospiel einstuft und vollkommen Amok läuft, oder das Risiko selbst verursacht - und für die nächsten Spiele selbst Feuer reinbringt? Es ist jetzt schon jedes siebte Spiel (lächerlich). Dieser Punkt ist doch dermaßen diskutabel. Irgendwer legt das fest, manchmal ohne Verstand, und der Verein löhnt. Oder: Es wird gezündelt und deswegen nächstes Mal ein HR-Spiel. Netter Regress...

Gegen diese Einschätzung können die Vereine klagen, wenn sie es für ungerechtfertigt halten. Und das wird wohl sogar passieren, wenn das in Zukunft kostet. Das wäre sogar ein Vorteil, wenn so mancher Kräfteeinsatz der Polizei mal gerichtlich auf Angemessenheit geprüft wird.

Ich verstehe allerdings nicht, warum die DFL die Kosten einfach auf den betroffenen Verein abwälzen will und Bremen das auch noch mit sich machen lässt.

Fußballvereine können an Polizeikosten beteiligt werden

Hatebreed, Friday, 29.03.2019, 21:46 (vor 2587 Tagen) @ Kulibi77

Gewalttäter über das Stadtgebiet verteilt ein viel kleineres Risiko als hundert Gewalttäter als Gruppe auftretend in einem engen Raum mit 79.900 friedlichen Menschen zusammen.

Ich bin zwar kein Fachmann, aber ich wäre mir da nicht sicher.
Eine feste Gruppe, klar definiert, mindestens 4 Stunden an einem festen Ort gebunden (Stadion) zu wissen, wo diese Gruppe "eng begleiten" kann, - oder keine Ahnung wieviel "kleine Brandherde", wo besagte Gewalttäter nur mal auch auf das richtige Klientel treffen muss.

Mein Wohnort hat gerademal halb so viele Einwohner,

Franke, Friday, 29.03.2019, 13:46 (vor 2587 Tagen) @ MDomi

vom Säugling bis zum Greis, wie in Dortmund Zuschauer zu jedem Bundesligaspiel zusammenkommen - Und hier steht jeden Montag in der einzigen Tageszeitung, was am Wochenende wieder los war in und um die zwei, drei Schuppen, die für junge Leute interessant sind. Ich kann mich aber nicht erinnern, dass mal einer gefordert hätte, Gastronomen und andere Alkoholverkäufer müssten für die Kosten der dafür nötigen Polizeieinsätze aufkommen. Ich fände es nicht richtig - Aber konsequent!

Mein Wohnort hat gerademal halb so viele Einwohner,

MKB, Siegen, Freitag, 29.03.2019, 23:08 (vor 2587 Tagen) @ Franke

Naja, dies sind zwei unterschiedliche Tatbestände. Ich hab noch nie einen Polizisten in einer Kneipe gesehen der da aufpasst. Die kommen wenn eine aktuelle Handlung ausgeführt wird. Beim fussballspiel sind sie da um solche Handlungen zu verhindern. Also präventiv und nicht auf konkrete Veranlassung.

Mein Wohnort hat gerademal halb so viele Einwohner,

MKB, Samstag, 30.03.2019, 10:40 (vor 2586 Tagen) @ MKB

Und zwar mal eben 1000 Polizisten. Inkl. Anfahrt etc. Ein 40.000 Einwohner-Ort wird wahrscheinlich nicht mal 20 Polizisten ständig haben.

Mir ist auch nicht klar, warum man sich da aufregen kann. Die Profis verdienen mehr als genug Geld. Die Ablösen sind exortbitant. Es ist dermaßen viel Geld im Spiel.

Die Alternative wäre dann, dass die Polizei Spiele einfach aus Risikogründen absagt. Wenn im Jahr 20x2 die Gewalt im Spiel BVB - Schalke eskaliert, dann wird das Spiel in den nächsten drei Jahren einfach von den Ordnungsbehörden abgesagt. Mal schauen, ob der BVB oder die DFL dann bereit sind den Extraschutz zu bezahlen. Und natürlich können Ordnungsbehörden Großveranstaltungen der Art verbieten.

Mein Wohnort hat gerademal halb so viele Einwohner,

MDomi, Friday, 29.03.2019, 16:01 (vor 2587 Tagen) @ Franke

Der Gastronom ist also für die Straftat seines Besuchers verantwortlich? Ufftadaaaa.

Mein Wohnort hat gerademal halb so viele Einwohner,

Franke, Friday, 29.03.2019, 16:09 (vor 2587 Tagen) @ MDomi

Der Gastronom ist also für die Straftat seines Besuchers verantwortlich? Ufftadaaaa.

Wenn es der Fußballverein sein soll - warum denn nicht? Wie geschrieben: Nicht richtig, aber konsequent. Und dass vorheriger Alkoholgenuss meistens eine Rolle spielt bei dem, was da zwischen Freitagabend und Sonntagmorgen passiert, kann man ja nicht einmal bestreiten.

Mein Wohnort hat gerademal halb so viele Einwohner,

Franke, Friday, 29.03.2019, 19:23 (vor 2587 Tagen) @ Franke

Der Unterschied zum Gastronom ist natürlich, dass das, was er mit seinen paar Bier die er verkauft, wahrscheinlich nicht ansatzweise an die Gewinne herankommt, die ein Bundesligaverein mit seinen Zuschauern macht.

Ich wage jetzt mal zu behaupten, dass in Eurer Gemeinde nicht Hundertschaften ausrücken um Betrunkene von Randale oder körperlichen Übergriffen abzuhalten. Von daher reden wir hier auch über ganz andere Kosten.

Mein Wohnort hat gerademal halb so viele Einwohner,

TobiHH, Friday, 29.03.2019, 21:18 (vor 2587 Tagen) @ Litze

naja, 80.000 gegen hundertschaften passt zu 10 gegen streifenwagen.

Mein Wohnort hat gerademal halb so viele Einwohner,

TobiHH, Friday, 29.03.2019, 21:52 (vor 2587 Tagen) @ TobiHH

Es geht ja nicht um das Kräfteverhältnis, sondern um die Kosten. Der Streifenwagen ist eh besetzt. Die Hundertschaft ist nur wegen des Spiels im Einsatz.

Mein Wohnort hat gerademal halb so viele Einwohner,

Franke, Samstag, 30.03.2019, 09:33 (vor 2586 Tagen) @ Litze

Es geht ja nicht um das Kräfteverhältnis, sondern um die Kosten. Der Streifenwagen ist eh besetzt. Die Hundertschaft ist nur wegen des Spiels im Einsatz.


Am Freitagabend sind ja vielleicht deswegen mehr Beamte im Dienst als am Mittwochabend. Das kann dazu beitragen, dass diese Inspektion dauerhaft ein oder zwei Leute mehr braucht. Die Hundertschaft könnte man ein andermal an anderer Stelle einsetzen ohne die Stunden, die sie beim Fußball zubringen.

Mein Wohnort hat gerademal halb so viele Einwohner,

Smeller, Dortmund, Friday, 29.03.2019, 22:20 (vor 2587 Tagen) @ Litze

Aber die Fans generieren garantiert auch nicht den Löwenanteil der Einnahmen. Sicher, da kommt schon was zusammen an Eintrittsgeld und Verzehr, aber Vatter Staat schielt eher auf die Millionen, die der Verein von Sponsoren und ähnlichem bekommt.

Mein Wohnort hat gerademal halb so viele Einwohner,

Tremonius09, Dortmund, Samstag, 30.03.2019, 11:21 (vor 2586 Tagen) @ Smeller

Zitat eines Mitarbeiter der Marketing-Abteilung anlässlich einer Stadion besichtigung in "Old Trafford": "...das einzige was stört ist der Zuschauer!"

Eine unkalkulierbare Größe! Mal kommt er,mal kommt er nicht. Und am Ende lässt er noch seinen Müll zurück und/oder prügelt sich.

Der Reibach wird im Merchandising,TV und Sponsoring erwirtschaftet.

Ein weiteres Zitat in diesem Zusammenhang: "Wir MÜSSEN zu jeder Saison ein neues Trikot auf den Markt bringen! Das allein finanziert den Saisonbetrieb!"

Fußballvereine können an Polizeikosten beteiligt werden

Sascha, Dortmund, Friday, 29.03.2019, 13:29 (vor 2587 Tagen) @ MDomi

Ich finds albern, dass alles so tun, als wenn "die DFL" oder "die Vereine" das bezahlen würden. Diese Zusatzangaben werden doch bei zukünftigen Preiserhöhungen einkalkuliert und an den Fan weitergegeben. Würde mich sogar nicht wundern, wenn man dieses Argument sogar dazu nutzen würde, einen noch größeren Schluck aus der Pulle zu nehmen und die Preise so zu erhöhen, dass am Ende für die Vereine sogar ein Plus steht.

Letzten Endes ist das eine Doppeltberechnung an den Fan, der den Unterhalt der Polizei eh schon mit seinen Steuerzahlungen mit finanziert und dann jetzt auch noch einen "Überstundenzuschlag" berappen darf.

Fußballvereine können an Polizeikosten beteiligt werden

MDomi, Samstag, 30.03.2019, 10:56 (vor 2586 Tagen) @ Sascha

Logik ist nicht dein Ding, oder?

Wenn das Geld von den Vereinen kommt, dann zahlst du es nicht doppelt, weil dann die öffentlichen Kosten geringer werden.

Fußballvereine können an Polizeikosten beteiligt werden

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Samstag, 30.03.2019, 09:49 (vor 2586 Tagen) @ Sascha

Ich finds albern, dass alles so tun, als wenn "die DFL" oder "die Vereine" das bezahlen würden. Diese Zusatzangaben werden doch bei zukünftigen Preiserhöhungen einkalkuliert und an den Fan weitergegeben. Würde mich sogar nicht wundern, wenn man dieses Argument sogar dazu nutzen würde, einen noch größeren Schluck aus der Pulle zu nehmen und die Preise so zu erhöhen, dass am Ende für die Vereine sogar ein Plus steht.

Letzten Endes ist das eine Doppeltberechnung an den Fan, der den Unterhalt der Polizei eh schon mit seinen Steuerzahlungen mit finanziert und dann jetzt auch noch einen "Überstundenzuschlag" berappen darf.

Nur wenn man es mitmacht.

Fußballvereine können an Polizeikosten beteiligt werden

MKB, Siegen, Freitag, 29.03.2019, 23:11 (vor 2587 Tagen) @ Sascha

Was für ein Blödsinn. Die Polizei macht keinen Gewinn und wird auch über Haushalte bezahlt. Du als mit verursacher musst nur für dein Vergnügen dann selbst zahlen und nich die anderen Millionen Deutsche die nicht im Stadion sind.

Fußballvereine können an Polizeikosten beteiligt werden

CHS ⌂ @, Lünen / Dortmund, Samstag, 30.03.2019, 07:59 (vor 2587 Tagen) @ MKB

Was für ein Blödsinn. Die Polizei macht keinen Gewinn und wird auch über Haushalte bezahlt.

Gewinn vielleicht nicht, aber durch die pösen Fußball-Fans darf man seinen Waffenarsenal und das Personal aufstocken.

Du als mit verursacher musst nur für dein Vergnügen dann selbst zahlen und nich die anderen Millionen Deutsche die nicht im Stadion sind.

Ich war übrigens noch nie auf dem Oktoberfest, trotzdem darf ich mit meinen Steuern auch diese Polizeiveranstaltung dort bezahlen.

Meinjanur

CHS

Fußballvereine können an Polizeikosten beteiligt werden

Garum, Bornum am Harz, Samstag, 30.03.2019, 09:15 (vor 2586 Tagen) @ CHS

Was für ein Blödsinn. Die Polizei macht keinen Gewinn und wird auch über Haushalte bezahlt.


Gewinn vielleicht nicht, aber durch die pösen Fußball-Fans darf man seinen Waffenarsenal und das Personal aufstocken.

Du als mit verursacher musst nur für dein Vergnügen dann selbst zahlen und nich die anderen Millionen Deutsche die nicht im Stadion sind.


Ich war übrigens noch nie auf dem Oktoberfest, trotzdem darf ich mit meinen Steuern auch diese Polizeiveranstaltung dort bezahlen.

Meinjanur

CHS

Wieso, wohnst du in München?

Fußballvereine können an Polizeikosten beteiligt werden

tim86, Hamburg, Samstag, 30.03.2019, 09:38 (vor 2586 Tagen) @ Garum

Wieso, wohnst du in München?

Wenn müsste es Bayern sein(Polizei ist Ländersache und nicht von Städten, wobei auch die Bundespolizei beim Oktoberfest anwesend ist).
Aber das Oktoberfest lässt sich leicht durch andere Veranstaltungen ersetzen.
Vielleicht mag er ja Karneval genauso wenig wie das Oktoberfest um mal ein Beispiel aus NRW zu nehmen.

Ich persönlich werde jedes Jahr durch den Schlagermove genervt und muss auch noch für dessen Sicherheit zahlen. Andere dafür, dass ich auf den Dom von einer Fressbude zur nächsten gehen kann.
Die Polizei führt aus meiner Sicht einfach eine hoheitliche Aufgabe aus, deren Kosten nicht auf andere Übertragen werden sollten. Da es eben eine der elementaren Aufgaben des Staates ist.
In Bremen ist man halt der Meinung, dass die Polizei stattdessen eine Söldnertruppe ist.

Fußballvereine können an Polizeikosten beteiligt werden

MKB, Samstag, 30.03.2019, 08:15 (vor 2587 Tagen) @ CHS

Ich war übrigens noch nie auf dem Oktoberfest, trotzdem darf ich mit meinen Steuern auch diese Polizeiveranstaltung dort bezahlen.

Meinjanur

CHS

Die Standbetreiber zahlen aber auch Prozente ihrer Umsätze an den Veranstalter - die Stadt München - um z.B. auch Sicherheitsmaßnahmen zu bezahlen. Die Anschaffungskosten für die Absicherung gegen Anschläge mit Fahrzeugen, immerhin ein zweistelliger Millionenbetrag, wurde über 3 Jahre komplett auf die Standbetreiber umgelegt. Das Oktoberfest ist qua Prominenz ein beliebtes Beispiel, aber eigentlich gibt es da im Detail ein paar Aspekte, auf die die DFL wohl gerne verzichten wird und dann doch lieber nur die Hotel- und Spesenrechnung einer Hundertschaft bezahlt.

Fußballvereine können an Polizeikosten beteiligt werden

MKB, Samstag, 30.03.2019, 09:48 (vor 2586 Tagen) @ Kulibi77

Das was da auf die Standbetreiber umgelegt wird ist doch aber das was die Fussballvereine auch selbst leisten...
Den eigendlichen Veranstalltungsort absichern (sowohl baulich, als auch Ordnungsdiensttechnisch).

Fußballvereine können an Polizeikosten beteiligt werden

micha87, bei Berlin, Friday, 29.03.2019, 19:52 (vor 2587 Tagen) @ Sascha

+1 Das wird 1909%ig auf den Konsumenten/ Fan umgelagert und der wird die Kröte von 2-3€ pro Spiel schlucken dürfen. Mein Verständnis hält sich vor allem deshalb in Grenzen, weil seit den 2000ern Jahren das Polizeikontingent kontinuierlich hochgeschraubt wurde und auch da gilt es wieder das richtige Maß zu finden. Im Zweifelsfall müssen die Vereine die Ordnerzahlen hochfahren und deren Rechte gestärkt werden. Ich finde es beschämend wie hier Millionen von Fans als potentielle Gefährder eingestuft werden, diese Gefahr abzuwenden ist kostentechnisch nicht mehr realisierbar. Es scheint schlimm um diesen Sport zu stehen, auf und neben dem Platz. Vielleicht kann die Bundeswehr in die Stadien einmarschieren um die nationale Sicherheit nicht zu gefährden. Es geht immer noch eine Stufe größer, man darf gespannt sein. Die Scharfmacher freuen sich, ein guter Tag für sie. Für den Fußball hingegen nicht.

Fußballvereine können an Polizeikosten beteiligt werden

bastlke, Kempten, Friday, 29.03.2019, 14:03 (vor 2587 Tagen) @ Sascha

Jetzt mal eine Gegenfrage:

Warum sollte ein Fußballverein nicht für einen Polizeieinsatz bezahlen? Mir ist klar, dass die Polizei aus Steuegeldern finanziert wird, aber irgendwo muss man sich doch auch eingestehen und sagen: Vereine die 80 Millionen für einen Spieler ausgeben, müssen doch auch in der Lage sein, einen Polizeieinsatz zu bezahlen.

Fußballvereine können an Polizeikosten beteiligt werden

Thomas, Dortmund, Friday, 29.03.2019, 14:39 (vor 2587 Tagen) @ bastlke

Ein Fußballspiel findet statt. Es fallen rund um dieses Spiel vielfältigste Steuern an, die der Stadt, dem Land, dem Staat und damit den Bürgern zugute kommen. Von einem Teil werden die Polizeikosten beglichen.

Es findet kein Fußballspiel statt. Es fallen keine Kosten an, aber auch niemand zahlt in den Steuertopf ein.

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Tremonius09, Dortmund, Samstag, 30.03.2019, 12:02 (vor 2586 Tagen) @ Thomas

Ein Fußballspiel findet statt. Es fallen rund um dieses Spiel vielfältigste Steuern an, die der Stadt, dem Land, dem Staat und damit den Bürgern zugute kommen. Von einem Teil werden die Polizeikosten beglichen.

Es findet kein Fußballspiel statt. Es fallen keine Kosten an, aber auch niemand zahlt in den Steuertopf ein.

Das muss ja nicht die Konsequenz sein!
Stell dir doch mal folgendes vor: es findet ein Fußballspiel statt,und die Idioten bleiben zuhause.
Unvorstellbar?
Realität in der MLS (USA). Na klar,da gibts auch keine Besserfans!

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homer73, Dortmund-Wellinghofen (oder Block 87), Friday, 29.03.2019, 14:20 (vor 2587 Tagen) @ bastlke

Jetzt mal eine Gegenfrage:

Warum sollte ein Fußballverein nicht für einen Polizeieinsatz bezahlen? Mir ist klar, dass die Polizei aus Steuegeldern finanziert wird, aber irgendwo muss man sich doch auch eingestehen und sagen: Vereine die 80 Millionen für einen Spieler ausgeben, müssen doch auch in der Lage sein, einen Polizeieinsatz zu bezahlen.

Porschefahrer sollten in der Lage sein, für ihre Sicherheit selbst zu sorgen.

bullshit

Fußballvereine können an Polizeikosten beteiligt werden

homer73, Friday, 29.03.2019, 19:29 (vor 2587 Tagen) @ homer73

Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich.

Es geht doch darum, dass der Veranstalter sich an den Kosten, die aufgrund seiner Veranstaltung anfallen, beteiligt. Es geht nicht um den Schutz des Veranstalters, sondern um dessen Besucher, mit denen der Veranstalter einen erheblichen Gewinn erwirtschaftet.

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TobiHH, Friday, 29.03.2019, 21:21 (vor 2587 Tagen) @ Litze

und durch diesen gewinn zahlt er steuern und somit die polizei, welche auf öffentlichen grund agieren..

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MKB, Siegen, Freitag, 29.03.2019, 23:14 (vor 2587 Tagen) @ TobiHH

Steuern sind per Definition eine Leistung ohne Gegenleistung. Müllabfuhr ist eine abgabe mit einer Gegenleistung. Und da gehört so eine Aussage auch rein. Du sagst überspitzt nichts andsres als, wer viel Steuern zahlt der darf sich auch mehr nehmen.

Fußballvereine können an Polizeikosten beteiligt werden

TobiHH, Friday, 29.03.2019, 22:00 (vor 2587 Tagen) @ TobiHH

Die Steuern gehen aber nicht ausschließlich in den Landeshaushalt, der den Polizeieinsatz zahlt. Zudem zahlt man nicht Steuern um damit die Kosten zu finanzieren, die man selbst verursacht.

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bastlke, Friday, 29.03.2019, 14:15 (vor 2587 Tagen) @ bastlke

Jetzt mal eine Gegenfrage:

Warum sollte ein Fußballverein nicht für einen Polizeieinsatz bezahlen? Mir ist klar, dass die Polizei aus Steuegeldern finanziert wird, aber irgendwo muss man sich doch auch eingestehen und sagen: Vereine die 80 Millionen für einen Spieler ausgeben, müssen doch auch in der Lage sein, einen Polizeieinsatz zu bezahlen.

Bis 1991 musste z.B. in Baden-Württemberg jede öffentliche Veranstaltung die Mehrkosten (über den "ortsüblichen Streifendienst" hinaus) selbst tragen. Es ist noch nicht mal etwas neues. Es ist nur in Vergessenheit geraten.

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Sascha, Dortmund, Friday, 29.03.2019, 14:22 (vor 2587 Tagen) @ Kulibi77

Dann müsstest du aber auch aufdröseln, welche Mehrkosten überhaupt entstanden sind, bzw. bis wohin der Aufwand berechnet wird. Gehört der "Empfang" der Gästefans am Bahnhof z.B. schon dazu, weil es im Zusammenhang mit dem Fußballspiel steht, oder nicht, weil das außerhalb des Hoheitsbereichs des Veranstalters liegt.

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bastlke, Friday, 29.03.2019, 14:41 (vor 2587 Tagen) @ Sascha

Benzinkosten, andere Anreisekosten, Unterbringung und Verpflegung, Einsatzzuschläge und Infrastruktur (das würde heute keine Rolle mehr spielen, aber konnte damals sehr teuer werden) wurden davon abgedeckt. Ob die Polizisten dann am Bahnhof oder im Stadion standen das war egal, entscheidend war, dass die Veranstaltung der Auslöser war um ortsfremde Polizeikräfte heranzuziehen.

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Sascha, Dortmund, Friday, 29.03.2019, 14:12 (vor 2587 Tagen) @ bastlke

Wie ich schon sagte: die Vereine werden im Endeffekt nichts dafür zahlen, sondern die Kosten weitergeben.

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hardbreak, Ort, Sonntag, 31.03.2019, 14:25 (vor 2585 Tagen) @ Sascha

Oh man Genau so hat noch nie ein Arbeitgeber für etwas gezahlt.
Er hat nur immer mehr oder weniger von der Arbeitsleistung von dritten zurück gegeben.
Und am ende Zahlt immer alles der Endkunde und da kommt es auf die Verteilung an.
Bestes Beispiel ist doch rauchen wo die Schachtel eigentlich dreimal so viel kosten müsste und sich Konzerne auch einen schlanken Fuß machen.

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Schaumkrone, Celle, Friday, 29.03.2019, 14:11 (vor 2587 Tagen) @ bastlke

Jetzt mal eine Gegenfrage:....

Vereine die 80 Millionen für einen Spieler ausgeben, müssen doch auch in der Lage sein, einen Polizeieinsatz zu bezahlen.


Und was ist mit den klammen Vereinen, die eben keine 80 Millionen ausgeben und vielleicht sogar das Jahr mit Verlust beenden? Wie H96 z.B.

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Weeman, Hinterm Knauber, Friday, 29.03.2019, 14:06 (vor 2587 Tagen) @ bastlke

Vereine die 80 Millionen für einen Spieler ausgeben, müssen doch auch in der Lage sein, einen Polizeieinsatz zu bezahlen.

Ja deswegen zahlen sie ja auch Steuern. Durch die werden dann die Einsätze bezahlt.
Ich bekomme ja auch keine Steuern wieder nur weil wegen mir nie die Polizei aktiv werden musste.

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FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Samstag, 30.03.2019, 10:15 (vor 2586 Tagen) @ Weeman

Vereine die 80 Millionen für einen Spieler ausgeben, müssen doch auch in der Lage sein, einen Polizeieinsatz zu bezahlen.


Ja deswegen zahlen sie ja auch Steuern. Durch die werden dann die Einsätze bezahlt.
Ich bekomme ja auch keine Steuern wieder nur weil wegen mir nie die Polizei aktiv werden musste.

Wenn sie wegen dir aber jedes zweite Wochenende ausrücken müssten, würde man dir das aber irgendwann auch in Rechnung stellen :P

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bastlke, Kempten, Friday, 29.03.2019, 14:07 (vor 2587 Tagen) @ Weeman

Sollten deutschlandweit tausende Polizisten nicht sinnvoller eingesetzt werden, als bei einem Fußballspiel? In dieser Zeit könnten doch sinnvollere Aufgaben erledigt werden.

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Schnippelbohne, Bauernland, Friday, 29.03.2019, 14:17 (vor 2587 Tagen) @ bastlke

Mit dem Argument kann man jede Großveranstaltung abblasen, die eher dem Vergnügen dient. Die Polizei könnte sicher auch Sinnvolleres tun, als um Volksfeste und Weihnachtsmärkte herum den Verkehr zu regeln. Was ist in diesem Zusammenhang denn dann überhaupt "sinnvoll"?

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Weeman, Hinterm Knauber, Friday, 29.03.2019, 14:13 (vor 2587 Tagen) @ bastlke

Sollten deutschlandweit tausende Polizisten nicht sinnvoller eingesetzt werden, als bei einem Fußballspiel? In dieser Zeit könnten doch sinnvollere Aufgaben erledigt werden.

Die bewachen ja kein Fußballspiel sondern die Sicherheit der bis zu 80.000 anwesenden Bürger.
Und das ist ihre Aufgabe. Ob es sinnvollere Aufgaben gibt ist immer eine müßige Diskussion. Vor allem weil das Ausmaß der Einsätze ja meist extrem lächerlich ist. Ich glaube nicht, dass es für Hundertschaften viel sinnvollere Einsätze gibt als das Beschützen von Großveranstaltungen.

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hardbreak, Ort, Sonntag, 31.03.2019, 14:28 (vor 2585 Tagen) @ Weeman

Genau da ist ja das Problem analog zu den 80 Mrd fürs Militär.
Man Schaft sich selbst eine Bedrohung um sich selber unabkömmlich auf kosten dritter zu machen.

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Tremonius09, Dortmund, Samstag, 30.03.2019, 12:17 (vor 2586 Tagen) @ Weeman

...auch die 40kg schwere Schutzkleidung der EHS ist ausgesprochen sinnvoll...beim Martinsumzug
Frag mal die Mitglieder der Einsatzhundertschaft,wie sehr sie sich schon auf den nächsten "sinnvollen" Schutzeinsatz bei einem Derby freuen.

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