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Neu auf schwatzgelb.de: Die TV-Experten (BVB)

Redaktion schwatzgelb.de ⌂ @, Dortmund, Mittwoch, 06.02.2019, 13:02 (vor 2641 Tagen)

Wer Sonntags in eine Fußballtalkshow schaltet, kann ihnen nicht entrinnen: Fußballexperten. Suggeriert diese Bezeichnung zwar tiefergehendes Fachwissen, verstecken sich dahinter in der Regel jedoch Ex-Profis, für die man in der Regel auch einen Gummibaum dort hinstellen könnte, ohne dass es einen nennenswerten Qualitätsverlust gibt.


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Herzlich Willkommen, Esther!

uwelito, Wambel forever, Donnerstag, 07.02.2019, 13:55 (vor 2640 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Schön zu wissen, dass Du hier dabei bist.

Schon mal darüber nachgedacht,...

KalleGrabowski, Münster, Mittwoch, 06.02.2019, 22:08 (vor 2641 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

... dass vielleicht auch ganz bewusst eine inhaltliche Reduktion vorgenommen wird, damit der Otto-Normal-Zuschauer nicht überfordert wird und gelangweilt umschaltet? Letztlich soll das ja auch vor allem erstmal den Zuschauer locker unterhalten.

Das halte ich für die deutlich wahrscheinlichere Variante, als die ja fast schon absurde These, dass alle ehemaligen Profis die da als Experten sitzen kein größeres Fachwissen besitzen als eben jeder Otto-Normal-Zuschauer.

Schon mal darüber nachgedacht,...

CB, Donnerstag, 07.02.2019, 08:33 (vor 2641 Tagen) @ KalleGrabowski

Bei der Vorberichterstattung von Länderspielen ist es egal, wer da sitzt, glaube ich. Der Ottonormal Fussballzuschauer schaltet im Zweifel eh nicht ein, weil ihn Fussball zwar interessiert, aber nicht in dem Maße, dass er auch noch 30 Minuten Gerede vorher und nachher anschauen braucht. Oder der Ottonormal Fussballzuschauer schaltet ein, weil der Fernseher eh an ist, aber macht in der Zeit etwas anderes.

Schon mal darüber nachgedacht,...

Sascha, Dortmund, Donnerstag, 07.02.2019, 06:53 (vor 2641 Tagen) @ KalleGrabowski

... dass vielleicht auch ganz bewusst eine inhaltliche Reduktion vorgenommen wird, damit der Otto-Normal-Zuschauer nicht überfordert wird und gelangweilt umschaltet? Letztlich soll das ja auch vor allem erstmal den Zuschauer locker unterhalten.

Ja, habe ich. Dann habe ich mir eine Runde Mario Basler bei Youtube angeschaut und den Gedanken verworfen. Da gab es schlichtweg nichts an Inhalt, was reduziert hätte sein können.

Schon mal darüber nachgedacht,...

KalleGrabowski, Münster, Donnerstag, 07.02.2019, 17:51 (vor 2640 Tagen) @ Sascha

Mario Basler ist jetzt das Extrembeispiel. Aus Exemplarität entsteht aber keine allgemeingültige Aussage. Leuten wie Hamann oder sogar Matthäus halte ich hingegen schon für Leute mit Ahnung. Unabhängig davon, wie viel Quatsch sie da so von sich geben.

Neu auf schwatzgelb.de: Die TV-Experten

Johannes, Emsdetten, Mittwoch, 06.02.2019, 17:04 (vor 2641 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Die Sender sollten vielleicht mal umdenken, und ihre 'Experten' nicht nur nach Namen verpflichten.
Man hat so das Gefühl, bei einigen zählt nur die Anzahl der Länderspiele und nicht ob sie dafür überhaupt geeignet sind.

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Johannes, Mittwoch, 06.02.2019, 17:37 (vor 2641 Tagen) @ Johannes

sport1 hat es doch auf die Spitze getrieben mit Helmer. Jahrelang durfte der irgendwelche Sendung moderieren, obwohl er offensichtlich überhaupt nicht dafür geeignet war. Inzwischen ist er langsam besser und routinierter geworden. Jeder normaler angehender Journalist / Moderator könnte sich das nicht leisten 10 Jahre auf Kosten der Qualität den Azubi zu geben.

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Johannes, Emsdetten, Mittwoch, 06.02.2019, 17:49 (vor 2641 Tagen) @ Kulibi77

sport1 hat es doch auf die Spitze getrieben mit Helmer. Jahrelang durfte der irgendwelche Sendung moderieren, obwohl er offensichtlich überhaupt nicht dafür geeignet war. Inzwischen ist er langsam besser und routinierter geworden. Jeder normaler angehender Journalist / Moderator könnte sich das nicht leisten 10 Jahre auf Kosten der Qualität den Azubi zu geben.

Es war schon erstaunlich wie man auf Helmer für so ein Format kommen konnte.
Also die einzige Erklärung ist, das die Leute bei Sport1 die ihn ausgesucht haben auf dem gleichen Level wie Helmer sind.

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uwelito, Wambel forever, Donnerstag, 07.02.2019, 07:14 (vor 2641 Tagen) @ Johannes

Es gibt in den Bereichen der Film- und Fernsehindustrie die Methode sich "hochschlafen" zu können. Vielleicht taugt dieser Gedanke ja als Erklärungsansatz für die Präsenz einiger Experten?

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Johannes, Emsdetten, Donnerstag, 07.02.2019, 07:50 (vor 2641 Tagen) @ uwelito

Es gibt in den Bereichen der Film- und Fernsehindustrie die Methode sich "hochschlafen" zu können. Vielleicht taugt dieser Gedanke ja als Erklärungsansatz für die Präsenz einiger Experten?

Vielleicht gibt's in der Branche auch die Methode 'hochsaufen'.
Wenn man so Basler und Kollegen sieht, denkt man das die Besetzung mancher Sendungen an der Theke entschieden wird.

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uwelito, Wambel forever, Donnerstag, 07.02.2019, 13:30 (vor 2640 Tagen) @ Johannes

Wo ist eigentlich Guido Schäfer?

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Knüppler17 ⌂, Donnerstag, 07.02.2019, 11:56 (vor 2640 Tagen) @ Johannes

Vielleicht gibt's in der Branche auch die Methode 'hochsaufen'.
Wenn man so Basler und Kollegen sieht, denkt man das die Besetzung mancher Sendungen an der Theke entschieden wird.

Das wäre im Übrigen auch meine Theorie bei DoPa etc. Die meisten Leute in meinem Freundeskreis, die den Quatsch anschauen, feiern das Rumgeprolle ab. Die wollen da keine großen Analysen, sondern explizit dümmlichstes Geschwätz von irgendwelchen Typen, die sich selbst für die allergrößten halten. Wenn dann einer noch sein Weißbierglas fünfmal in 20 Minuten leer und in die Runde rülpst, herrlich schmerzfrei - wie der Stammtisch in der Ortskneipe eben auch, in dem die ganzen Hängengebliebenen die immer gleichen Plattitüden klopfen.

Das ist vom Format her gesehen aber nochmal was anderes, als die Vor- und Nachberichterstattung von Livespielen. Da kann man, weil man an ein konkretes Spiel angebunden ist, ganz andere Inhalte liefern. Wenn man es denn will. Insofern würde ich an dieser Stelle unterscheiden.

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pactum Trotmundense, Syburg, Mittwoch, 06.02.2019, 15:01 (vor 2641 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Ich habe schon vor Jahren die Konsequenz gezogen und schaue diese "Experten"runden nicht mehr. Auch Vor- und Nachberichte klemme ich mir. Einzige Ausnahme: Eurosport. Mein Abo lohnt sich schon ganz alleine wegen Sammers Analysen. Dabei ist mir ganz egal, dass es sich um Sammer handelt. Mir sagt die Präsentation einfach zu und deswegen schaue ich, wenn ich es einrichten kann, jedes verdammte Freitagsspiel.

Ich hoffe sehr, dass Eurosport bei der nächsten Rechtevergabe den Löwenanteil der Bundesliga erwirbt und dann ganz genau so weiter macht. Eurosport ist momentan mein emotionaler Rettungsanker.

Was ich schade finde ist, dass die Sender bisher nicht auf die Idee gekommen sind die Jungs und Mädels von Spielverlagerung und Collinas Erben als Experten zu verpflichten und mit denen eine Spieltagsanalyse durchzuziehen. Ich bin mir zu 100% sicher, dass es für den allgemeinen Fußballfan interessanter wäre als die vollkommen überholten Konzepte aus den 90ern.

Der Schlimmste ist...

Kutte92, Münster, Mittwoch, 06.02.2019, 14:47 (vor 2641 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

... für mich übrigens der allseits ja so gelobte Hitzlsperger.

Das ist exakt die von dir beschriebene Spezies, die NIEMALS auch nur im Ansatz etwas Kontroverses oder Kritisches von sich gibt, sondern einzig und allein einen Brei voller Belanglosigkeiten absondert.

Bloß niemandem auf den Schlips treten, bloß nicht anecken, bloß nicht verbindlich werden.

Da kann man wirklich nur den Ton ausmachen.

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Didi, Schweiz, Mittwoch, 06.02.2019, 14:43 (vor 2641 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Der grösste Irrsinn ist ja dann noch, dass man Leute wie Scholl dafür noch mit Geld überschüttet, dabei gäbe es wahrscheinlich eine Schlange von 400 Ex-Profis, die das für 400 Euro pro Sendung machen würden. Dass man für sowas noch öffentliche Gelder verbrät, ist doch hanebüchen.

Wenn Scholl nicht will, dann angelt man sich eben Bernd Schneider und wenn der bockig tut, dann soll es halt Otto Rehhagel machen.

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Knüppler17 ⌂, Mittwoch, 06.02.2019, 14:56 (vor 2641 Tagen) @ Didi

Der Irrsinn beginnt ja schon damit, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk überhaupt Fußball überträgt, obwohl die entsprechenden Spiele bei jedem anderen Sender auch unterkommen könnten. Und geht über viele andere fragwürdige Zwischenschritte dazu über, dass jemand auf die Idee kommt, ernsthaft mehr Programm bieten zu müssen, als nur die Spiele.

Im Privatfernsehen wäre es ja zu verstehen, dass mit allerlei Experten und Pseudoexperten die Sendezeit gestreckt werden muss, um den einen oder anderen gut dotierten Werbeblock unterschieben zu können. Bei EM und WM muss mittlerweile ja sogar stundenlanges Gequatsche im Vor- und Nachprogramm laufen, für das FIFA und UEFA praktischerweise auch gleich wunderbares Sendematerial bereithalten. Bei allen anderen Sportübertragungen, insbesondere bei Fußball im ÖRR, gibt es exakt gar keinen Grund, auch nur irgendeine Form eines solchen Geschwafels unterzubringen. Und wenn es denn wirklich sein muss, dann nun mal wirklich ohne Prämien. Sollen die alten Herren froh sein, dass sich überhaupt noch jemand ihre Geschichten anhört (wie im Fall der Lederhäute im Fitnessstudio, die von ihren großen Schlachten der Vergangenheit zu berichten wissen), statt auch noch eine Rechnung oberhalb der angefallenen Spesen zu stellen.

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Johannes, Emsdetten, Mittwoch, 06.02.2019, 16:59 (vor 2641 Tagen) @ Knüppler17

Der Irrsinn beginnt ja schon damit, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk überhaupt Fußball überträgt, obwohl die entsprechenden Spiele bei jedem anderen Sender auch unterkommen könnten. Und geht über viele andere fragwürdige Zwischenschritte dazu über, dass jemand auf die Idee kommt, ernsthaft mehr Programm bieten zu müssen, als nur die Spiele.

Im Privatfernsehen wäre es ja zu verstehen, dass mit allerlei Experten und Pseudoexperten die Sendezeit gestreckt werden muss, um den einen oder anderen gut dotierten Werbeblock unterschieben zu können. Bei EM und WM muss mittlerweile ja sogar stundenlanges Gequatsche im Vor- und Nachprogramm laufen, für das FIFA und UEFA praktischerweise auch gleich wunderbares Sendematerial bereithalten. Bei allen anderen Sportübertragungen, insbesondere bei Fußball im ÖRR, gibt es exakt gar keinen Grund, auch nur irgendeine Form eines solchen Geschwafels unterzubringen. Und wenn es denn wirklich sein muss, dann nun mal wirklich ohne Prämien. Sollen die alten Herren froh sein, dass sich überhaupt noch jemand ihre Geschichten anhört (wie im Fall der Lederhäute im Fitnessstudio, die von ihren großen Schlachten der Vergangenheit zu berichten wissen), statt auch noch eine Rechnung oberhalb der angefallenen Spesen zu stellen.

So ganz ohne Vorbericht kann man die Spiele in den Öffentlich-rechtlichen ja schlecht bringen.
Viele Zuschauer beschäftigen sich nicht intensiv mit Fußball, und denen muss dann auch erklärt werden wie die Situation in den beteiligten Vereinen z.Zt. ist, usw.

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Knüppler17 ⌂, Mittwoch, 06.02.2019, 17:10 (vor 2641 Tagen) @ Johannes

So ganz ohne Vorbericht kann man die Spiele in den Öffentlich-rechtlichen ja schlecht bringen.
Viele Zuschauer beschäftigen sich nicht intensiv mit Fußball, und denen muss dann auch erklärt werden wie die Situation in den beteiligten Vereinen z.Zt. ist, usw.

Bei 20.15 Uhr Sendebeginn und Anpfiff 20.30 Uhr reichen 15 Minuten aus. Dazu Nachrichten in der Halbzeit, 15 Minuten nach Spielende - mehr braucht es nicht. Zu den Dingen, die man nicht braucht, zähle ich übrigens auch die ewig in die Länge gezogene Auslosung des DFB-Pokals, Waldis Sportclub, etc. Das ist nun wirklich nichts, was einen Mehrwert bringt oder die Existenz eines ÖRR rechtfertigt.

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Knüppler17, Mittwoch, 06.02.2019, 17:31 (vor 2641 Tagen) @ Knüppler17

Die ganzen Labbershows bringen halt Quote und es werden ja auch immer mehr. Und noch 5 Millionen Podcasts oben drauf auf den großen Labberhaufen.

Ich kann deinen puristischen Ansatz verstehen, aber man kann auch das Gegenargument machen: 8 Milliarden GEZ für randständige Sportarten ausgeben die keine Sau interessieren? Da hat gerade der Fußball wenigstens noch ein überragendes öffentliches Interesse und damit gesellschaftliche Relevanz. Und über gesellschaftlich relevante Themen muss auch geredet werden...

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Knüppler17 ⌂, Donnerstag, 07.02.2019, 11:50 (vor 2640 Tagen) @ Kulibi77

Ich kann deinen puristischen Ansatz verstehen, aber man kann auch das Gegenargument machen: 8 Milliarden GEZ für randständige Sportarten ausgeben die keine Sau interessieren? Da hat gerade der Fußball wenigstens noch ein überragendes öffentliches Interesse und damit gesellschaftliche Relevanz. Und über gesellschaftlich relevante Themen muss auch geredet werden...

Aus den 8 Mrd. könnten dann auch gerne wieder 5 oder 4 Mrd. werden, wenn der Beitrag auf z.B. 10 Euro sinken würde. Auch ein Schritt, der der Glaubwürdigkeit und Akzeptanz des ÖRR wohl nicht abträglich wäre.

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Johannes, Emsdetten, Mittwoch, 06.02.2019, 17:31 (vor 2641 Tagen) @ Knüppler17

So ganz ohne Vorbericht kann man die Spiele in den Öffentlich-rechtlichen ja schlecht bringen.
Viele Zuschauer beschäftigen sich nicht intensiv mit Fußball, und denen muss dann auch erklärt werden wie die Situation in den beteiligten Vereinen z.Zt. ist, usw.


Bei 20.15 Uhr Sendebeginn und Anpfiff 20.30 Uhr reichen 15 Minuten aus. Dazu Nachrichten in der Halbzeit, 15 Minuten nach Spielende - mehr braucht es nicht. Zu den Dingen, die man nicht braucht, zähle ich übrigens auch die ewig in die Länge gezogene Auslosung des DFB-Pokals, Waldis Sportclub, etc. Das ist nun wirklich nichts, was einen Mehrwert bringt oder die Existenz eines ÖRR rechtfertigt.

Das sehe ich genauso.
Die Anstoßzeit 20:45 Uhr an einem Wochentag für ein Pokalspiel ist für mich sowieso unverständlich.

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Johannes, Mittwoch, 06.02.2019, 17:34 (vor 2641 Tagen) @ Johannes

Vorgeschrieben vom gemeinnützigen Amateursportverband DFB. Da jetzt den TV-Sendern, egal ob ÖRR oder privat, einen Vorwurf zu machen, setzt am falschen Ende an.

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Johannes, Emsdetten, Mittwoch, 06.02.2019, 17:40 (vor 2641 Tagen) @ Kulibi77

Vorgeschrieben vom gemeinnützigen Amateursportverband DFB. Da jetzt den TV-Sendern, egal ob ÖRR oder privat, einen Vorwurf zu machen, setzt am falschen Ende an.

Ich hätte vermutet das käme von Sky, die zwischen den frühen Abendspielen und den späteren Spielen Zeit für ihre Vorberichterstattung brauchen.
Aber 20:45 Uhr ist schon hart, wenn man sieht wie spät es werden kann im Pokal.

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pactum Trotmundense, Syburg, Mittwoch, 06.02.2019, 15:06 (vor 2641 Tagen) @ Knüppler17

Der Irrsinn beginnt ja schon damit, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk überhaupt Fußball überträgt, obwohl die entsprechenden Spiele bei jedem anderen Sender auch unterkommen könnten. Und geht über viele andere fragwürdige Zwischenschritte dazu über, dass jemand auf die Idee kommt, ernsthaft mehr Programm bieten zu müssen, als nur die Spiele.

Da habe ich keine Probleme mit. Die Gebühren würden so oder so erhoben werden. Die Privaten könnten andere Sportarten aufnehmen und profitabel machen. Aber leider sind die Primaten alles andere als innovativ. Die interessieren sich nur für den Sport, der schon beim ÖR für gute Quoten sorgte und lassen ihn auch schnell wieder fallen, wenn es mal in einer Saison sportlich durchwachsen war, siehe Tour de France, Skispringen, Boxen, Tennis,...

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Knüppler17 ⌂, Mittwoch, 06.02.2019, 16:08 (vor 2641 Tagen) @ pactum Trotmundense
bearbeitet von Knüppler17, Mittwoch, 06.02.2019, 16:22

Jain. Private wie Sport1 oder Pro7 haben mit Poker, Dart oder den ganzen Raab-Veranstaltungen auch eigene Sportevents kreieirt, mit American Football sogar einen vorher kaum salonfähigen Sport auf die Bildfläche gebracht. Das Problem mit anderen Sportarten ist eher, dass der ÖRR die Preise treibt bzw. die Verbände so kurzsichtig sind, Sport1 Übertragungsrechte für Turniere einzuräumen, pünktlich zum Halbfinale oder Finale aber der Verheißung des schnellen ÖRR-Geldes zu verfallen. Da fühlen sich Sender wie Sport1/Eurosport zurecht verarscht, wenn sie z.B. eine Basketball-EM oder Tennisturniere übertragen sollen, pünktlich zum finanziell interessantesten Zeitpunkt aber die Rechte an ARD/ZDF abtreten müssen. Da hätte ich als Senderveranwortlicher auch keine Lust mehr, mich für einen solchen Sport gerade zu machen.

Als Purist bin ich aber ohnehin der Meinung, dass der ÖRR vor allem die Aufgabe einer Grundversorgung bei Angeboten hat, die sonst nicht ins Programm finden. Im Bereich Sport sind das ganz bestimmt nicht Fußball-Bundesliga, CL, DFB-Pokal, EM oder WM, Formel 1, Olympia oder ähnliches. Da rede ich eher von Frauenfußball, der für Private unrentabel und in der Masse absolut nicht darstellbar ist, 3. Bundesliga und Regionalliga. Oder eben von Volleyball, Wasserball und alpinen Sportarten der zweiten Reihe. Wenn dieses Programm dann nur vor 10.000 Zuschauern statt fände, wäre es eben so. Heute haben wir an dieser Stelle aber einen Mangel im Bereich des übertragenen Sports, während sich der ÖRR, Privatsender und Pay-TV-Sender im Fußball gegenseitig nach oben bieten und die Preise in immer neue Dimensionen verschieben, die dann über bescheuertes Experten-Blabla und 12 Minuten Werbeblöcke in der Halbzeit verdient werden müssen.

Aber, wie gesagt, bin ich an dieser Stelle auch einfach Purist, der die Grundversorgung der ÖRR sehr eng bei Inhalten sieht, die ohne öffentliche Mittel völlig hinten über zu fallen drohen. Dass sie derzeit hinten über fallen, trotz unfassbarer Milliardensummen, wäre für mich eher ein Argument für das Versagen und die Überflüssigkeit des ÖRR.

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medvet09 ⌂ @, Mayen, Mittwoch, 06.02.2019, 14:53 (vor 2641 Tagen) @ Didi

Der grösste Irrsinn ist ja dann noch, dass man Leute wie Scholl dafür noch mit Geld überschüttet, dabei gäbe es wahrscheinlich eine Schlange von 400 Ex-Profis, die das für 400 Euro pro Sendung machen würden. Dass man für sowas noch öffentliche Gelder verbrät, ist doch hanebüchen.

Wenn Scholl nicht will, dann angelt man sich eben Bernd Schneider und wenn der bockig tut, dann soll es halt Otto Rehhagel machen.

Was nichts kostet, hat keinen Wert. Eine Sichtweise, die immer mehr um sich greift bei z.B. Vorträgen, Gutachten, Beratertätigkeiten.

(Dies kann ich zumindest im Bereich Umwelt- und Naturschutz bzw. -politik so bestätigen.)

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Didi, Schweiz, Mittwoch, 06.02.2019, 15:05 (vor 2641 Tagen) @ medvet09

Aber so kann man doch einfach nicht mit Steuergeldern umgehen. Also wenn Oli Kahn mit einer Sendung mehr verdient als wohl viele deutsche Arbeitnehmer im Jahr, dann läuft was schief.

Natürlich war für ihn der Markt als Fussballprofi da und natürlich war er damals - zumindest nach Marktlogik - angemessen bezahlt.

Aber als "dummer" Experte steht er in Konkurrenz zu vielen anderen Kandidaten und das müsste die ARD doch einsehen. Insbesondere was Scholl da abliefert, könnte man ja wirklich locker mit Leuten wie Jürgen Kohler, Ballack oder Christian Nerlinger abdecken. Kein Wunder jedenfalls, dass Scholl so lieber Experte ist, als für geschätzte 200'000 Euro die Bayern Amateure zu trainieren.

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Knüppler17 ⌂, Mittwoch, 06.02.2019, 16:43 (vor 2641 Tagen) @ Didi
bearbeitet von Knüppler17, Mittwoch, 06.02.2019, 16:48

Absolut deiner Meinung, Didi.

Zu "Was nichts kostet, ist nichts wert" von medvet09: Das ist als Argument durchaus valide, wenn es um Angebote für Konsumenten geht. Konsumenten schätzen oft nicht wert, welche Leistungen hinter einem Angebot stehen, das kostenfrei oder günstig angeboten wird. Auch wird Unsicherheit geweckt, wenn etwas zu gut klingt, um auch wirklich wahr zu sein. Da kann es Sinn ergeben, ein Preisschild dran zu hängen und damit Seriosität abzubilden.

Ein Arzt verlangt z.B. keine 1000 Euro für 30-minütigen Vortrag, sondern für 12 Jahre Studium, Facharztausbildung, Forschungstätigkeit im Rahmen der Promotion und Habilitation. Die Gage soll abbilden, dass da kein Haiopei am Rednerpult steht, sondern jemand, den man nur einladen sollte, wenn man dazu auch die passende Zielgruppe hat. Das gilt auch für Referenten, die ihre Gagen im Anschluss spenden, aber sicherstellen wollen, dass man sie nicht für einen Kaffeeklatsch bucht. Analog beim Referenten im Umweltbereich oder vortragenden Journalisten, der ebenfalls nicht nur für 30 oder 90 Minuten bezahlt wird, sondern für jahrelange Recherchearbeit, angeeignetes Expertenwissen und einzigartiges Know-how.

Im ÖRR und Fußball zieht das aber nicht. Zum Einen gibt es, wie Didi feststellt, hunderte bis tausende Ex-Fußballer, die ein Spiel mit mehr oder weniger Binsen totquatschen können. Was Oliver Kahn, Mehmet Scholl oder Philipp Lahm gerade nicht zu einzigartigen Kalibern macht, ohne die ein solches Format nicht sendefähig wäre. Bleiben Moderation und Analyse dann auf Stammtischniveau, bleibt die einzige Befähigung der Experten, dass sie auch mal gegen einen Ball getreten haben - das rechtfertigt keine öffentlichen Mittel oberhalb des Spesenniveaus. Dazu kommt, dass Zuschauer ihre Wahrnehmung im ÖRR nicht davon abhängig machen, ob der Experte nun Geld kassiert oder nicht - sie ärgern sich vielleicht darüber, haben aber nicht das Gefühl, dass z.B. ein fünfstellig vergüteter Kommentar Oliver Kahns in irgendeiner Weise gehaltvoller wäre, als ein mit Hotelzimmer, Zug und 500 Euro vergüteter Kommentar Oliver Kahns. Hier haben wir es mit massiver Geldverschwendung zu tun, die am Ende auch noch zu einem unterdurchschnittlichen Ergebnis führt.

Das sehe ich bei Privatsendern ein, die für zusätzliche Werbeblöcke Sendezeit schaffen und dann natürlich auch ihren Experten einen Teil des Kuchens abtreten müssen. Beim ÖRR gibt es für diese Beträge keine Rechtfertigung. Und sollten Leute wie Kahn, Klopp, Scholl oder Stanislawski ohne große Gagen das Weite suchen, gibt es eben Heinrich, Skibbe oder Jeremies zu hören. Viel mehr Blödsinn werden die auch nicht erzählen ;-)

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medvet09 ⌂ @, Mayen, Mittwoch, 06.02.2019, 17:21 (vor 2641 Tagen) @ Knüppler17

Der grundsätzliche Unterschied zwischen Experten (wie die von dir aufgeführten) und den Pseudoexperten im Fußballgeschehen ist mir völlig klar, genauso, wie die besondere (Aufgaben-) Situation der ÖRR vs. Privatmedien...

Es wird doch auch beim ZDF Kostenkontrollsysteme geben, welche die Entlohnung eines Kahn hinsichtlich Kompetenz, Beliebtheitsgrad, etc. überprüfen und diesen Mann in Relation zu einem Pool von anderen Angeboten (Klinsmann, usw.) bewerten. Auch da gibt es sicherlich Marktmechanismen (?)...

Mir ging es darum, dass es zunehmend eine blinde Korrelation gibt zwischen die/der ist teuer, also wird sie/er engagiert, da ja dann wohl gut...

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Knüppler17 ⌂, Mittwoch, 06.02.2019, 17:30 (vor 2641 Tagen) @ medvet09

Der grundsätzliche Unterschied zwischen Experten (wie die von dir aufgeführten) und den Pseudoexperten im Fußballgeschehen ist mir völlig klar, genauso, wie die besondere (Aufgaben-) Situation der ÖRR vs. Privatmedien...

Ok, dann habe ich dich falsch verstanden.

Es wird doch auch beim ZDF Kostenkontrollsysteme geben, welche die Entlohnung eines Kahn hinsichtlich Kompetenz, Beliebtheitsgrad, etc. überprüfen und diesen Mann in Relation zu einem Pool von anderen Angeboten (Klinsmann, usw.) bewerten. Auch da gibt es sicherlich Marktmechanismen (?)...
Mir ging es darum, dass es zunehmend eine blinde Korrelation gibt zwischen die/der ist teuer, also wird sie/er engagiert, da ja dann wohl gut...

Ja, das ist eine Seuche. Im ÖRR sollten die Kostenkontrollsysteme so aussehen, dass für derlei Allerweltsdinge einfach keine Budgets vorgesehen werden. Begründung: Siehe oben ;-).

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Kutte92, Münster, Mittwoch, 06.02.2019, 14:36 (vor 2641 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Vielen Dank für den treffenden Text. Spricht mir aus der Seele.

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