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Wie war das denn in unseren bisherigen Erfolgsjahren? (BVB)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Sonntag, 04.11.2018, 14:43 (vor 2761 Tagen) @ Fisheye

Ich kann mich nicht wirklich dran erinnern. Wie haben wir 1995, 1996, 1997 (beim CL-Sieg), 2002 und in den Klopp-Jahren denn die Belastungen gesteuert?

Gab es da vermehrtes Rotieren? Oder nur bei Verletzungen im Notfall? Wurde damals entwas bewusst abgeschenkt?


Naja also zumindest 2010/11 sind wir in der 2. Runde aus dem DFB Pokal geflogen und in der EL in der Gruppenphase gescheitert. Danach war die Belastung natürlich geringer

In der Saison danach haben wir die Gruppenphase der CL nicht überstanden. In der Rückrunde fehlte also die Im Gegnsatz zum DFB-Pokal erheblich höhere Belastung durch die CL (Hin- und Rückspiele, größerer Reiseaufwand, meist intensivere Spiele gegen meist qualitativ höherwertige Gegner). Das hat uns in der Rückrunde sicherlich geholfen, wie ein Uhrwerk zu punkten.

Apropos DFB-Pokal. Das letzte Spiel der Hinrunde war nach meiner Erinnerung das Spiel in der dritten Hauptrunde gegen Fortuna Düsseldorf, das wir mit viel Mühe nach einem 0:0 nach regulärer Spielzeit und Verlängerung 4:5 im Elfmeterschießen gewonnen haben. Die Mannschaft spielte lange mit 10 gegen 11, weil Owomoleya bereits in der 1. Halbzeit mit Gelb-Rot vom Platz musste. Selten hatte ich den Eindruck nach einer Hinrunde, dass für eine Mannschaft die Winterpause notwendiger war. Die Spieler gingen auf dem Zahnfleisch, wie man so sagt. Für Götze war es so gut wie das ldas letzte Spiel in dieser Saison. Mit einer Schambeinentzündung fiel er fast die gesamte Rückrunde aus, Ur in den letzten ein oder zwei Bundesligaspielen dieser Saison kam er noch auf Einsatzminuten. Eine Schambeinentzündung ist eine typische Reaktion des Körpers auf permanente Überlastung. Nach der schweren Verletzung Shinjis bei der Asienmeisterschaft musste Götze die Rückrunde 10/11 quasi durchspielen und auch die Hinrunde 11/12, weil Shinji nach seiner Rückkehr noch lange nicht in Form war und erst sukzessive eingesetzt werden konnte (wobei er diverse Male gar nicht im Kader war).

Ich kann mich auch an eine Spielzeit erinnern, in der wir mit drei Innenverteidigern in die Saison gegangen sind, was uns durch verletzungsbedingte Ausfälle dann in große Schwierigkeiten gebracht hat. Wir waren in drei Wettbewerben vertreten, aber Kloppo schien von vornherein zumindest im Defensivverbund nicht mit einer Rotation geplant zu haben.

Unter Kloppo gab es immer wieder Phasen, in der sich die Mannschaft quasi selbst aufgestellt hat. Da mussten Spieler durchspielen, obwohl sie eine Pause dringend nötig gehabt hätten. Das gibt es auch bei anderen Trainern und Clubs, aktuell haben wir auch in der Abwehrreihe entsprechende Probleme. Die Adduktorenverletzung von Diallo kann durchaus auch eine Folge davon sein, dass er wegen der Ausfälle auf den AV-Positionen immer durchspielen musste.

Belastungssteuerung mittels Rotation ist schon eine absolute Notwendigkeit, um eine Saion erfolgreich gestalten zu können. Allerdings ist hier nicht nur der Trainer bzw. Trainerstab gefragt, sondern auch die Verantwortlichen für die Kaderzusanmenstellung. Je ausgeglichener ein Kader hinsichtlich der diversen Positionen ist, desto besser gelingt dies. Dass man dennoch in die Bredouille aufgrund von Verletzungen kommen kann, ist klar. Aber man kann die Wahrscheinlichkeit minimieren.


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