schwatzgelb.de das Fanzine rund um Borussia Dortmund
A- A+
schwatzgelb.de das Fanzine rund um Borussia Dortmund
Startseite | FAQ | schwatzgelb.de unterstützen
Login | Registrieren

Geschwindigkeit und Räume (BVB)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Sonntag, 30.09.2018, 14:52 (vor 2870 Tagen) @ Sauerländer Nordlicht

So seh ich das eigentlich auch. Maxi macht da eigentlich einen sehr guten Job, der leider etwas ist, ähnlich wie ein 6er, der dem Spielmacher den Rücken freihält, damit dieser glänzen kann. Sancho kann nur so glänzen, weil er ab der 60-70. Minute den Raum hat für seine Dribblings

Für mich einer der wesentlichen Punkte unser momentanes Spiel betreffend überhaupt.

Die Stärken unsere Offensivspieler kommen in Verbindung mit Geschwindigkeit erst richtig zur Geltung. Geschwindigkeit lässt sich allerdings nur erzeugen, wenn die notwendigen Räume dafür vorhanden sind.

Gelingt es dem Gegner, die Räume derart zu verdichten (wofür es diverse Ansätze gibt), dass unsere Offensivkräfte keine Geschwindigkeit entwickeln bzw. aufnehmen können, lahmt unser Spiel nach vorne, inkl. Konter. Übt der Gegner dabei selbst Druck nach vorne aus, ergeben sich daraus Torchancen. Je nach klasse des Gegners mehr oder weniger. Bürki ist zwar in in einer formidablen Verfassung und unsere Defensive steht zwar nicht nur in der Endverteidigung deutlich besser als in den beiden vorherigen Spielzeiten, leistet wirklich Toparbeit defensiv wie in der Spieleröffnung. Dennoch kann es immer zu Abstimmungsfehlern kommen (was bei wechselnden Zusammensetzungen der Viererkette und dem jugendlichen Alter der Spieler völlig normal ist) und zu gefährlichen Situationen, die sich aus nachlässiger Defensivarbeit unserer Offensivkräfte ergeben.

Das Problem für den Gegner liegt allerdings darin, diese Raumverdichtung (eventuell in Verbindung mit eigenem Druck nach vorne) über die Dauer von 90 Minuten aufrecht zu erhalten. Es dürften nur sehr wenige Teams in der Lage sein, dies zu gewährleisten. Dies erfordert ärmlich einen extrem hohen physischenn Aufwand und gleichzeitig eine extrem hohe mentale Konzentration. Irgendwann setzt da der physische und mentale Ermüdungsprozess ein, meistens nach ca. 60 Minuten. Dann schlägt die (halbe) Stunde unseres Teams. Favre kann gezielt frische Offensivkräfte einwechseln, die über eine sehr hohe Qualität im Tempodribbling verfügen. Diese Qualität ist höher als die Qualität der Wechsel beim Gegner, da dessen gesamtes Team von den Ermüdungserscheinungen betroffen ist (da bei der Raumverdichtung alle Spieler im gleichen Maße gefordert sind). Die bisherigen Spielvwrläufe kommen nicht von ungefähr.

Leverkusen hat es eine knappe Stunde lang sehr gut gemacht. Dann war die Energie nicht mehr im erforderlichen Maße vorhanden und dadurch ergaben sich die notwendigen Räume für unsere Offensivspieler. Nürnberg war trotz einer klaren Defensivauseichtung nicht zu dieser Raumverdichtung in der Lage. Da konnten von Beginn an die notwendigen Lücken gerissen werden.

Favre ist nicht auf den Kopf gefallen.


Antworten auf diesen Eintrag:



gesamter Thread:


1604812 Einträge in 17170 Threads, 14406 registrierte Benutzer Forumszeit: 10.08.2026, 03:46
RSS Einträge  RSS Threads | Kontakt | Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutzerklärung | Forumsregeln