Neu auf schwatzgelb.de: Die letzte Geschichte (BVB)
Redaktion schwatzgelb.de
, Dortmund, Dienstag, 08.05.2018, 14:50 (vor 2807 Tagen)
Die Bundesligasaison 2017/18 wird bald vergessen sein. Nur eine Geschichte könnte dies ändern: Der Abstieg des HSV. Obwohl sich alle inklusive des Autors wünschen, dass er absteigt, wäre es wohl besser, wenn er drin bleibt.
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Neu auf schwatzgelb.de: Die letzte Geschichte
Rupo, Ruhrpott, Mittwoch, 09.05.2018, 12:19 (vor 2806 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Moin,
das DFB Fußball Museum ist wirklich einen Besucht wert, muss man sagen unabhängig von Vereinszugehörigkeit.
Sicherlich wäre ein erstmaliger Abstieg des letzten verbliebenden Gründungsmitglied HSV ein episches Ereignis an das man sich immer erinnern würde, auch die nicht HSV Fans.
Das man die Brisanz einer Saison nur an einer spannenden Meisterschaft fest macht halte ich für falsch, es hat in jeder Saison immer seine Dramen und Geschichten gegeben, obwohl man lange kramen muss um sie ohne Google wieder in das Gedächtnis zu bringen ;-)...
Beste Grüße,
Thomas
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Sascha, Dortmund, Mittwoch, 09.05.2018, 12:25 (vor 2806 Tagen) @ Rupo
Abseits der Brisanz in der Tabelle finde ich fast viel schlimmer, dass ein großer Teil der Partien zwischen zwei Mannschaften, von denen man kein Fan ist, einfach unerträglich sind.
Es gab mehr als ein Spiel des BVB, bei dem ich micht selbst als Fan zusammen reißen musste, nicht umzuschalten. Ansonsten habe ich häufiger mal bei anderen Spielen reingeschaut und ganz oft nach wenigen Minuten das Interesse an den Kicks verloren. Das war einfach so ein hässlicher Fußball, dass man sich den einfach nicht lange geben konnte.
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Rupo, Ruhrpott, Mittwoch, 09.05.2018, 13:04 (vor 2806 Tagen) @ Sascha
Ist das nicht aber auch die 'Erwartungshaltung'?
Es gibt halt wie im richtigen Leben den Alltag. Der ist meistens nich so dolle, er ist zäh und mühsam...und dann gibt es halt auch schöne, außergewöhnliche Momente, an die man sich gerne erinnert und die aber auch immer überhöht werden.
Fußball wird ja einfach auch zu oft verklärt und man merkt halt auch, dass mit gestiegenen Ablösesummen, Gehälter, Einnahmen, Stadionauslastung, etc. nicht zwangsläufig die Qualität steigt oder gleichbleibend hoch ist und bleibt.
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Sascha, Dortmund, Mittwoch, 09.05.2018, 13:18 (vor 2806 Tagen) @ Rupo
Nein, für mich hat das aktuell ganz ursächlich damit zu tun, dass "Umschaltspiel" state of the art ist. Viele Vereine wollen nicht mehr selber spielen, sondern den Gegner kommen lassen, um dann nach Ballverlusten mit zwei, drei schnellen Pässen vorm gegnerischen Tor zu sein. Das Spiel selber können und wollen nur noch wenige Mannschaft gestalten. Und wenn zwei Mannschaften gegeneinander kicken, die beide den Ball nicht haben wollen, dann ist das Ergebnis einfach der Fußball der Bundesliga 2017/2018.
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Rupo, Ruhrpott, Mittwoch, 09.05.2018, 13:32 (vor 2806 Tagen) @ Sascha
sehe ich anders. Erst einmal definiert sich 'schöner' Fußball nicht nur über Ballbesitz und nette Kombinationen. Es gibt taktisch gesehen total viele Spielarten. Es gibt halt die Kombinationsmaschinen ...es gibt aber auch die Zerstörer und verteidigenden Mannschaften...
Es gibt Mannschaften die kommen über die Standards, andere können keine Standards. Selbst 'kick and rush' wird ja wieder en vogue, heißt aber heute 'überspielte Gegner' ;-)...
Wo es stimmt, dass Spiel wird immer analytischer und man wartet gerade zu auf den ersten Fehler des anderen. Dann sind Mannschaften oftmals in ihrem taktischen Korsett gefangen und können nicht mehr ihre Spielidee ändern, auch vom Personal her.
Was man allerdings auch sieht, sind die massiven Qualitätsunterschiede aufgrund der finanziellen Mittel im Kader. Bayern ist es egal wie Du gegen sie spielst (national), weil sie halt immer die Möglichkeiten haben zu reagieren und eigentlich immer agieren. Aber Bayern hat sich auch 2012 am BVB die Zähne am Umschaltspiel ausgebissen und an Chelsea am verteidigen und einer Standardsituation.
Die Spiele damals mit dem typischen italienischen Catenaccio oder dem oben erwähnten Kick and Rush waren ja auch nicht alle aus der Feinkostabteilung. Da war man ja für einen Netzer oder anderen genialen Individualisten dankbar.
Aber eigentlich hast Du Recht, es wäre mal wieder Zeit für eine Systemrevolution ;-)
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Sascha, Dortmund, Mittwoch, 09.05.2018, 13:48 (vor 2806 Tagen) @ Rupo
Abseits der Bayern verwaschen die Qualitätsunterschiede aber deutlich. Wir haben parallel mit den Blauen den punktemäßig schlechtesten Tabellenzweiten eit Stuttgart 2002/2003 und nicht ganz unwahrscheinlich einen Tabellendritten mit einem Punktestand, mit dem sich noch nie jemand direkt für die CL qualifiziert hat. Dazu noch ein ziemlich miserables Abschneiden der deutschen Teams im Europapokal.
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Rupo, Mittwoch, 09.05.2018, 14:06 (vor 2806 Tagen) @ Sascha
Abseits der Bayern verwaschen die Qualitätsunterschiede aber deutlich. Wir haben parallel mit den Blauen den punktemäßig schlechtesten Tabellenzweiten eit Stuttgart 2002/2003 und nicht ganz unwahrscheinlich einen Tabellendritten mit einem Punktestand, mit dem sich noch nie jemand direkt für die CL qualifiziert hat. Dazu noch ein ziemlich miserables Abschneiden der deutschen Teams im Europapokal.
Weil es kein deutliches Feld an Spitzenteams hinter Bayern gibt. Ansonsten war allerhöchstens noch Leverkusen einigermaßen stabil in den letzten 10 Jahren. Schalke nur 5 mal auf einem CL-Platz in 10 Jahren. Wolfsburg nur zwei mal. Beim HSV kann man sogar fragen wann die zuletzt am Ende einer Saison einstellig platziert waren. Es gibt soviele Vereine in der Liga die konstant unter ihren Möglichkeiten performen. Selbst wir machen bei dem Trend inzwischen mit. Plötzlich sind Vereine wie Freiburg oder Augsburg noch die Highlights der Liga, weil das mal Vereine sind bei denen man das Gefühl hat, dass sie mehr rausholen als auf dem Papier drin ist.