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Neu auf schwatzgelb.de: Und sie schweigen immer noch (BVB)

Redaktion schwatzgelb.de ⌂ @, Dortmund, Freitag, 04.05.2018, 12:45 (vor 2810 Tagen)

Die Stimmung im Westfalenstadion und unter den Fans ist diese Saison schlimmer denn je (zumindest in den letzten Jahren). Schuld daran sind für viele die Ultras, doch ist diese Kritik berechtigt? Eine kleine Bestandsaufnahme...


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schwatzgelb.de, Artikel

Neu auf schwatzgelb.de: Und sie schweigen immer noch

waltrock ⌂ @, Freitag, 04.05.2018, 19:12 (vor 2810 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Man sieht doch schon an den Reaktionen auf den Artikel, dass es anscheinend keinen mehr wirklich juckt.

Ich möchte mit einer kleinen Anekdote auf den Artikel antworten:
Mein Papa ist kein riesiger Fussballfan, kann sich aber für stimmungsvolle Veranstaltungen begeistern. So habe ich ihn 2014 zum Spiel gegen Galatasaray mitgenommen. Auf der Nordtribüne. Absolut stimmungsvoll, genial, heiße Stimmung. Er war begeistert.
Ein Sprung in 2018. Ich berichte ihm von meinem Stadionbesuch. Und er kann es nicht glauben. Sitzen beim Champions League Spiel? Leere Plätze? 90 Minuten Sitzen zum Bundesliga Spiel auf der Südwest?

Man kann auch im Sitzen Stimmung machen. Habe ich international oft genug getan. Aber trotzdem ist eine unglaubliche Trägheit auf den Tribünen, die mir teilweise die Sprache verschlägt.

Trotzdem beweihräuchern sich die meisten Anhänger noch als die besten Fans der Liga.

Ich glaube die Wahrnehmung vom Fußball und Erfolg in diesem hat sich geändert genauso wie die Prioritätensetzung. Ja, wir gehen wegen 90 Minuten Fußball ins Stadion. Für die besonderen Momente, die der Fußball uns bietet. Aber seit mal ehrlich zu euch selbst. Woran erinnert ihr euch? An den geilen Hackentrick von Barrios oder an die Gefühlsexplosion mit tausenden Gleichgesinnten? Die alle gemeinsam einfach asozial abgegangen sind?

Und diese Gemeinsamkeit ist verloren gegangen. Vor lauter Grabenkämpfen. Und vor lauter Erfolg, der den Blick aufs Wesentliche verdeckt. Und das ist für mich ne geile Zeit mit Borussia. Und die ist unabhängig von der Liga, von Spielern, von Trainern. Das ist das, was wir aus den Anfängen der Kloppozeit wiederfinden sollten.

Neu auf schwatzgelb.de: Und sie schweigen immer noch

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 04.05.2018, 22:49 (vor 2810 Tagen) @ waltrock

Man sieht doch schon an den Reaktionen auf den Artikel, dass es anscheinend keinen mehr wirklich juckt.

Ich möchte mit einer kleinen Anekdote auf den Artikel antworten:
Mein Papa ist kein riesiger Fussballfan, kann sich aber für stimmungsvolle Veranstaltungen begeistern. So habe ich ihn 2014 zum Spiel gegen Galatasaray mitgenommen. Auf der Nordtribüne. Absolut stimmungsvoll, genial, heiße Stimmung. Er war begeistert.
Ein Sprung in 2018. Ich berichte ihm von meinem Stadionbesuch. Und er kann es nicht glauben. Sitzen beim Champions League Spiel? Leere Plätze? 90 Minuten Sitzen zum Bundesliga Spiel auf der Südwest?

Man kann auch im Sitzen Stimmung machen. Habe ich international oft genug getan. Aber trotzdem ist eine unglaubliche Trägheit auf den Tribünen, die mir teilweise die Sprache verschlägt.

Trotzdem beweihräuchern sich die meisten Anhänger noch als die besten Fans der Liga.

Ich glaube die Wahrnehmung vom Fußball und Erfolg in diesem hat sich geändert genauso wie die Prioritätensetzung. Ja, wir gehen wegen 90 Minuten Fußball ins Stadion. Für die besonderen Momente, die der Fußball uns bietet. Aber seit mal ehrlich zu euch selbst. Woran erinnert ihr euch? An den geilen Hackentrick von Barrios oder an die Gefühlsexplosion mit tausenden Gleichgesinnten? Die alle gemeinsam einfach asozial abgegangen sind?

Und diese Gemeinsamkeit ist verloren gegangen. Vor lauter Grabenkämpfen. Und vor lauter Erfolg, der den Blick aufs Wesentliche verdeckt. Und das ist für mich ne geile Zeit mit Borussia. Und die ist unabhängig von der Liga, von Spielern, von Trainern. Das ist das, was wir aus den Anfängen der Kloppozeit wiederfinden sollten.

Ich denke, man muss ganz generell einfach festhalten, dass sich die Fußballwelt in den vergangenen 10 Jahren noch einmal massiv verändert hat. Das merkt man insbesondere auch am Publikum in unserem Stadion. Es kommen mittlerweile auch ganz andere "Typen" von Stadiongängern zum Spiel. Und das ist mit der Entwicklung hin zur größer werdenden Zuneigung zum "Kunden-Fan" durchaus auch gewollt. Der ist aber nun einmal A) kritischer und B) weniger leidenschaftlich in jedweder Situation.

Hinzu kommt die Mannschaft. Durch den Anschlag auf das Team habe ich für mich den Weg gewählt, mich dahingehend nicht negativ zu äußern. Ich denke, es gibt sicherlich den ein oder anderen, der durch dieses Ereignis echte Probleme mit sich herumträgt, da muss man dann nicht noch "nebensportliche" Baustellen aufmachen.
Ich kann/muss aber leider sagen, ein Großteil der Mannschaft ist mir total fremd. In der Art des Auftretens neben dem Platz, in der Geschichte wo er herkommt und mit der Art und Weise, wie man sich auf dem Platz präsentiert. Hinzu kommt das fortwährende Gefühl, dass es nicht wenige gibt, die die Borussia als "Notnagel" ihrer Karriere ansehen und sich hier so "durchmauscheln", weil es woanders nicht weiterging. Ich persönlich kann daher für den Großteil der Personalien im aktuellen Kader schlichtweg keine Sympathien entwickeln.

Neu auf schwatzgelb.de: Und sie schweigen immer noch

HansA, Nähe Dortmund, Samstag, 05.05.2018, 09:28 (vor 2810 Tagen) @ FourrierTrans

Das mit dem fremd werden der Mannschaft trifft es ganz gut.
Zusätzlich wurden wichtige Spiele leidenschaftslos verloren — da fehlt dann schon ein wenig die Grundmotivation.

Dazu eine langweilige Liga und der eigen Erwartungshaltung auch aufgrund der Kaderkosten, dass es mindestens der 2—4 Platz werden muss.

Ist ja nicht so, dass jetzt bei erreichen der CL der riesige Jubel ausbrechen wird — die ist ja mittlerweile Standad.

Bin gespannt ob es nächste Runde besser wird

Sehr gut auf den Punkt gebracht

, Freitag, 04.05.2018, 17:12 (vor 2810 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Wenn sich ALLE mal wieder einen Ruck geben dann wird es auch wieder Lautstärker werden im WS. Denn wir haben bewiesen was wir können, und das sollte auch unser Anspruch sein das dauerhaft hinzukriegen.

Denn davon lebt der BVB ja auch in teilen. Ein Stadion was hinter der Mannschaft steht ist doch viel besser als ein Stadion wo man ne Stecknadel fallen hören kann.

Auch Auswärts wurde es ja immer schlechter und da waren wir wirklich mal ne Macht. Zeitweise sogar die besten wenn man sich die Meinungen der Gegnerischen Fans/Ultras angehört hat. Daran sollten wir uns selbst messen und messen dürfen.

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