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Neu auf schwatzgelb.de: Die Lehren von Samstag (BVB)

Phil, Donnerstag, 26.04.2018, 10:31 (vor 2818 Tagen) @ Scherben

Deshalb schreibe ich ja auch nicht, dass diejenigen, die die Banner gemalt haben, diejenigen sind, die nur bei gutem Fußball singen. Das wäre ja auch Quatsch.

Ich habe dein "Und dann darf man natürlich noch die Frage stellen, woher eigentlich die Selbstgerechtigkeit vieler Fans kommt" damit in Zusammenhang gebracht.

Das "lustige" ist aber ja eigentlich, dass jene, die diese Banner erschufen, nun ganz und gar nicht jene sind, die dann meckernd und pfeifend im Stadion stehen, und sich persönlich beleidigt fühlen, weil der Fußball nicht mehr schön genug ist.

Mein Problem bleibt trotzdem, dass der Ton der Proteste am Samstag absolut unangemessen war. Nicht nur wegen der Drastik des Plakats und wegen der geschmacklosen Gesten, sondern auch weil sich die Fanseite insgesamt in den letzten Jahren m.E. nicht so präsentiert hat, dass man sich auf so ein hohes Ross setzen sollte.

Aber was ist "die Fanseite"? Da wird es doch schon extrem komplex. Welche Rolle spielt denn schwatzgelb.de zum Beispiel bei dieser Entwicklung? Welche Rolle spielen die Fanklubs? Was ist mit der Ost- und Westtribüne. Und sind dort dann alle gleich?

Die Plakate waren Geschmackssache. Ich fand sie nicht so drastisch, dass ich sagen würde "geht gar nicht". Aber ich hätte sie wohl auch nicht aufgehängt. Allerdings entspringen solche Plakate durchaus ja auch einem Kontext.

Über diese "Kehle durch" Sache mag ich eigentlich gar nicht groß reden. Das waren maximal 10 Leute auf dieser gigantischen Tribüne. Für mich ist solche Gestik ein "no go", aber ich bin auch in vielen anderen Dingen da nicht deckungsgleich mit vielem, wie andere sich so verhalten.

Aber selbst diejenigen, die mit diese Banner erschaffen haben, fanden das ja mehr als übel und natürlich der Sache auch überhaupt nicht zuträglich.

Und doch bleibt: Es waren 10 Leute. Verdammt wenig.

Und "zum Ross"? Es gibt halt viele Leute, die ja nicht nur sporadisch, so wie du und ich, mal zu Auswärtsspielen fahren. Sondern dies immer tun. Klar, machen sie freiwillig, aber sie machen es. Und wenn ich jetzt nur mal die wenigen Auswärtsfahrten nehme, die ich so in den letzten Wochen erlebt habe, also Reggio/Bergamo, Salzburg, Gelsenkirchen, und wenn ich überlege, wie seltsam die Mannschaft z.B. gegen Bergamo spielte, während die Fans im strömenden Dauerregen ohne Dach bei 2 Grad die Mannschaft unterstützten (nur als Beispiel), dann ahne ich jedenfalls, wie viel Frust sich auch so aufgestaut haben mag.

Und was auch bleibt: Es war im Grunde immer schon so. Und früher wurden Spieler, Trainer und Mannschaft deutlich harscher und viel herber angegangen. Auch sehr direkt und persönlich. Und zum Teil sehr schnell, also nicht nach vielen Monaten der Probleme. Für mich auch nicht ganz unwichtig. Und damals gab es z.B. noch keinen einzigen defintionsmäßigen Ultra.

"Liebe und Hass" lagen da in Dortmund immer schon sehr eng beieinander.


Zu den Stadionverboten: Da bin ich nicht tief genug drin. Dass die Ultras z.T. unglücklich kommunizieren, auch aus sich selbst heraus, kann ich nicht bestreiten. Aber sind sie der Kern eine Problems, welches zu vielleicht versuchst zu packen?

Ich weiß nicht. Mir stößt mehr auf, dass ich 2/3 des Stadions schweigend auf ihren Plätzen sitzen sehe während des Spiels. Das ist ein Punkt, an dem man mal arbeiten müsste. Dass viel zu viele Leute einfach gar nichts mehr machen, außer zugucken und sich dann ggf. aufregen - auch über die ca. 200-300 Ultras auf der Süd.

MFG
Phil


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