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BVB-Newsthread vom 4.03.2018 (BVB)

Redaktion schwatzgelb.de ⌂ @, Dortmund, Sonntag, 04.03.2018, 08:18 (vor 2861 Tagen)

Aktuelle News rund um den BVB bitte in diesen Thread posten.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Blarry, Essen, Sonntag, 04.03.2018, 10:04 (vor 2861 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Auf blick.ch gibts unter diesem Titel ein Interview mit Manuel Akanji über blaue Freunde, Sprachprobleme in Dortmund, Chappi und Bürki.

Es ist dem guten Jungen nur zu wünschen, dass er mit Rassismus in Zukunft weniger Probleme haben wird als mit Zuspielen direkt zum Gegner.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Didi, Schweiz, Montag, 05.03.2018, 14:57 (vor 2860 Tagen) @ Blarry

Also diesen Ast würde ich ja nicht mal gegen Bezahlung lesen.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Didi, Montag, 05.03.2018, 15:44 (vor 2860 Tagen) @ Didi

Die Moderatoren tun mir leid. Ich bestelle mir demnächst was aus dem SG-Shop, als Wiedergutmachung^^

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Schaumkrone, Celle, Montag, 05.03.2018, 15:47 (vor 2860 Tagen) @ Nolte

Aber in Anbetracht des heiklen Themas und der Vielzahl der Beiträge ist es doch vorbildlich sachlich - fast - oder?
Ich finde des könnte man echt als Paradebeispiel für eine Diskussion twittern ;)

Eine Anleitung gegen Ignoranz in Rassismusdebatten

Mephizzzto, Dortmund, Montag, 05.03.2018, 16:14 (vor 2860 Tagen) @ Schaumkrone

Aber in Anbetracht des heiklen Themas und der Vielzahl der Beiträge ist es doch vorbildlich sachlich - fast - oder?
Ich finde des könnte man echt als Paradebeispiel für eine Diskussion twittern ;)

Die Diskussion verläuft in der Tat ganz moderat.

Falls es jmd interessiert, hier ist eine aktuelle 'Anleitung gegen Ignoranz in Rassismusdebatten' aus Betroffenenperspektive:

kleinerdrei.org/2018/03/eine-anleitung-gegen-ignoranz-in-rassismusdebatten/

Eine Anleitung gegen Ignoranz in Rassismusdebatten

Schaumkrone, Celle, Montag, 05.03.2018, 16:29 (vor 2860 Tagen) @ Mephizzzto

Ja danke für den link - aber irgendwie glaube ich das bringt dann nie die komplette Integration wie die Beispiele H&M und Banane zeigen.

Man gelangt ja niemals zur Normalität wenn z.B. ein Farbiger nicht für Bananen werben sollte oder in der Öffentlichkeit besser keine isst aufgrund der historischen Verfehlungen von damals. Meine Kinder z.B. sind mit Farbigem, Südländern usw. aufgewachsen. Die würden gar nicht verstehen wo das Problem liegt bei der H&M Sache oder der Banane. Die bringt man erst auf solche Gedanken. Für die jungen Generationen ist multikulti doch total normal.

Beispiel: Klassenfahrt. Lehrer verteilt Obst an die Schüler. Soll er dem Farbigen Kind sagen "Du lieber keine Banane damit keiner lacht"?

Wäre ja auch eine Art Ausgrenzung.

Oder handelt der Lehrer rassistisch wenn er eine Banane gibt weil der den Farbigen dann evtl. zum Spott freigibt?

Wenn man auf der einen Seite sagt "alle sind gleich und werden gleich behandelt" dann sollte man auch nicht so viele Ausnahmen und Abgrenzungen machen denn so zeigt man ja nur, dass eben nicht alle gleich sind.

OK genug etippt für heute mein Smartphone meckert schon

Aber danke nochmal für den link - man lernt ja nie aus

Eine Anleitung gegen Ignoranz in Rassismusdebatten

Schaumkrone, Montag, 05.03.2018, 18:55 (vor 2860 Tagen) @ Schaumkrone

Farbiger?

Ich habe es vor vielen Jahre mal so gelernt. Gedicht eines Dunkelhaeutigen:

Wenn wir geboren werden, sind wir schwarz. Wenn wir heranwachsen, sind wir schwarz. Wenn wir unter der Sonne wandern, sind wir schwarz. Wenn wir sterben, sind wir schwarz.

Wenn Ihr geboren werdet, seid Ihr rosa. Wenn Ihr heranwachst, seid Ihr weiss. Wenn Ihr unter der Sonne wandert, seid Ihr rot. Wenn Ihr krank seid, seid Ihr gruen. Wenn Ihr sterbt, seid Ihr blau.

Und ausgerechnet ihr nennt uns farbig?


Vielleicht darf man ja wieder farbig /Farbiger sagen? Meine Freundin moechte jedenfalls nicht, das ich ihre Hautfarbe als schwarz bezeichne. Ihre Hautfarbe ist braun. Alles sehr schwierig!

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Schaumkrone, Celle, Montag, 05.03.2018, 15:05 (vor 2860 Tagen) @ Didi

Ich habe das so verstanden:

Grundsätzlich wäre es schon überall in der Welt Rassismus wenn ein Farbiger in Englisch angesprochen wird und nicht in der Nationalsprache des Landes in dem er sich gerade aufhält. Mit Ausnahme der englischsprachigen Länder versteht sich.

Und wenn ich als Weißer im Kongo bin und auf Englisch angesprochen werde von Einheimischen Farbigen wäre das auch rassistisch weil ich ja durchaus dort schon seit 30 Jahren leben könnte und perfekt Lingala beherrsche?

naja

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

couch-potato, Stadtlohn, Montag, 05.03.2018, 15:27 (vor 2860 Tagen) @ Schaumkrone
bearbeitet von couch-potato, Montag, 05.03.2018, 15:43

Und wenn ich als Weißer im Kongo bin und auf Englisch angesprochen werde von Einheimischen Farbigen wäre das auch rassistisch weil ich ja durchaus dort schon seit 30 Jahren leben könnte und perfekt Lingala beherrsche?

Ja.

Und es ist auch Rassismus zu glauben, daß Farbige auf Grund ihrer Hautfarbe keine Rassisten sein könnten.

Kurzzusammenfassung des Threads:
1. Akanji findet es nicht gut, daß wenn alle auf deutsch angesprochen werden, er als einziger auf Englisch angequatscht wird. Er nennt das und damit hat er der Definition nach Recht: Rassismus.
2. Kayldall sieht rot, wenn er das Wort Rassismus irgendwo entdeckt, denn es gibt gar keinen Rassismus, übrigens auch keine Breitmaulfrösche und keinen Klimawandel.
3. 1984 kann nicht riechen und möchte, daß man in seiner Gegenwart nicht über Gerüche redet, sonst hilft er keinem Menschen mehr.
4. Nolte versucht mit einer Engelsgeduld den Unterschied zwischen "Rassismus" und "Rassist sein" zu erklären, nicht wissend, ob sein Gegenüber ihn nicht verstehen will oder kann.
5. Um 3.00 Uhr morgens drehen sich Forenbeiträge im Kreis, man sollte mal eine Nacht drüber schlafen.

sgg Andreas

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Donngal, Montag, 05.03.2018, 15:26 (vor 2860 Tagen) @ Schaumkrone

Ich habe das so verstanden:

Grundsätzlich wäre es schon überall in der Welt Rassismus wenn ein Farbiger in Englisch angesprochen wird und nicht in der Nationalsprache des Landes in dem er sich gerade aufhält. Mit Ausnahme der englischsprachigen Länder versteht sich.

Und wenn ich als Weißer im Kongo bin und auf Englisch angesprochen werde von Einheimischen Farbigen wäre das auch rassistisch weil ich ja durchaus dort schon seit 30 Jahren leben könnte und perfekt Lingala beherrsche?

naja

Das klingt schon wieder so als wären die Schwarzen in Deutschland eine so krasse Minderheit, dass die Wahrscheinlichkeit einen deutschen schwarzen zu treffen gleich null ist. Das ist doch voll an der Realität vorbei.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Schaumkrone, Celle, Montag, 05.03.2018, 15:31 (vor 2860 Tagen) @ Donngal

Ich habe das so verstanden:

Grundsätzlich wäre es schon überall in der Welt Rassismus wenn ein Farbiger in Englisch angesprochen wird und nicht in der Nationalsprache des Landes in dem er sich gerade aufhält. Mit Ausnahme der englischsprachigen Länder versteht sich.

Und wenn ich als Weißer im Kongo bin und auf Englisch angesprochen werde von Einheimischen Farbigen wäre das auch rassistisch weil ich ja durchaus dort schon seit 30 Jahren leben könnte und perfekt Lingala beherrsche?

naja


Das klingt schon wieder so als wären die Schwarzen in Deutschland eine so krasse Minderheit, dass die Wahrscheinlichkeit einen deutschen schwarzen zu treffen gleich null ist. Das ist doch voll an der Realität vorbei.

Also ist es aber so - das Verhalten ist dann weltweit Rassismus und nicht nur in Deutschland.
Voll an der Realität vorbei ist es übrigens nicht wenn man z.B. aktuell in Regionen unterwegs ist wo viele Flüchtlinge wohnen. Da spricht unter den Schwarzen kaum einer Deutsch nach seiner Ankunft...wie auch! Die wenigsten werden wohl vor der Flucht jahrelang Deutsch lernen sondern sind froh heile hier angekommen zu sein.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Donngal, Montag, 05.03.2018, 15:51 (vor 2860 Tagen) @ Schaumkrone

Ich habe das so verstanden:

Grundsätzlich wäre es schon überall in der Welt Rassismus wenn ein Farbiger in Englisch angesprochen wird und nicht in der Nationalsprache des Landes in dem er sich gerade aufhält. Mit Ausnahme der englischsprachigen Länder versteht sich.

Und wenn ich als Weißer im Kongo bin und auf Englisch angesprochen werde von Einheimischen Farbigen wäre das auch rassistisch weil ich ja durchaus dort schon seit 30 Jahren leben könnte und perfekt Lingala beherrsche?

naja


Das klingt schon wieder so als wären die Schwarzen in Deutschland eine so krasse Minderheit, dass die Wahrscheinlichkeit einen deutschen schwarzen zu treffen gleich null ist. Das ist doch voll an der Realität vorbei.


Also ist es aber so - das Verhalten ist dann weltweit Rassismus und nicht nur in Deutschland.
Voll an der Realität vorbei ist es übrigens nicht wenn man z.B. aktuell in Regionen unterwegs ist wo viele Flüchtlinge wohnen. Da spricht unter den Schwarzen kaum einer Deutsch nach seiner Ankunft...wie auch! Die wenigsten werden wohl vor der Flucht jahrelang Deutsch lernen sondern sind froh heile hier angekommen zu sein.

Und für die Schwarzen die in diesen Regionen geboren sind ist es dann auf einmal cool, dass aufgrund der Hautfarbe davon ausgegangen wird das sie ja nicht von hier sein können? Was wäre so schlimm daran Menschen erst anzusprechen wie Einheimische? Dann merkt man schnell genug ob man sich geirrt hat.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Schaumkrone, Celle, Montag, 05.03.2018, 15:57 (vor 2860 Tagen) @ Donngal

Und für die Schwarzen die in diesen Regionen geboren sind ist es dann auf einmal cool, dass aufgrund der Hautfarbe davon ausgegangen wird das sie ja nicht von hier sein können? Was wäre so schlimm daran Menschen erst anzusprechen wie Einheimische?

Ok dann aber bitte weltweit und nicht nur als Deutschen-Rassismus etablieren.

Das führt dann bei mir mit den Geflüchteten zwar dazu, dass 95% der Ansprachen nicht verstanden werden und der Gesprächspartner leicht verschämt und fast entschuldigend "English please" hervorbringt aber ich verhalte mich dann immerhin nicht rassistisch :)

Ich probier das mal aus!

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Schaumkrone, Montag, 05.03.2018, 16:45 (vor 2860 Tagen) @ Schaumkrone

Ich denke, es geht hier stark um den Kontext. Wenn du in dem relativ engen Kosmos des Flüchtlingsheims bist, ist das etwas Anderes, als wenn du normal durch die Stadt läufst. Es wäre doch völlig normal, dass du mit Geflüchteten, die du betreust, etwas anders umgehst als mit fremden Menschen im Supermarkt.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Donngal, Montag, 05.03.2018, 16:02 (vor 2860 Tagen) @ Schaumkrone

Und für die Schwarzen die in diesen Regionen geboren sind ist es dann auf einmal cool, dass aufgrund der Hautfarbe davon ausgegangen wird das sie ja nicht von hier sein können? Was wäre so schlimm daran Menschen erst anzusprechen wie Einheimische?


Ok dann aber bitte weltweit und nicht nur als Deutschen-Rassismus etablieren.

Das führt dann bei mir mit den Geflüchteten zwar dazu, dass 95% der Ansprachen nicht verstanden werden und der Gesprächspartner leicht verschämt und fast entschuldigend "English please" hervorbringt aber ich verhalte mich dann immerhin nicht rassistisch :)

Ich probier das mal aus!

Hier hat doch keiner von Deutschen-Rassismus gesprochen. Es ging ursprünglich um die Schweiz. Wenn du die Person bereits kennst kannst du ja direkt mit Englisch anfangen. Und wenn du aus anderen Gründen mit 100%iger Sicherheit weisst, das Englisch besser funktioniert-> Go for it. Die Hautfarbe ist für diese Schlussfolgerung allerdings nicht geeignet.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Schaumkrone, Montag, 05.03.2018, 15:10 (vor 2860 Tagen) @ Schaumkrone

Es wird ja wohl noch erlaubt sein den Neger in seinem afrikanischen Idiom ansprechen zu dürfen. Wenn ich beim Italiener esse, dann rede ich mit der polnischen Kellneraushilfe auch nur gebrochenes VHS-Italienisch. Die versteht zwar kein Wort, aber when in rome, talk like a römer.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Maja, Wiesbaden, Sonntag, 04.03.2018, 21:39 (vor 2861 Tagen) @ Blarry

Auf blick.ch gibts unter diesem Titel ein Interview mit Manuel Akanji über blaue Freunde, Sprachprobleme in Dortmund, Chappi und Bürki.

Es ist dem guten Jungen nur zu wünschen, dass er mit Rassismus in Zukunft weniger Probleme haben wird als mit Zuspielen direkt zum Gegner.

Wobei man sagen muss, dass er unter Rassismus "auf Englisch angesprochen werden" versteht. Mehr Klagen hat er diesbezüglich nicht.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Kayldall, Luxemburg, Montag, 05.03.2018, 12:22 (vor 2860 Tagen) @ Maja

Menschen, die Akanji nicht kennen, wollen ihm so doch nur helfen/entgegenkommen indem sie eine Sprache wählen, in der Sie glauben man könnte miteinander reden. Ich würde das nicht als Rassismus bezeichnen, die Leute tun das ja nicht extra(mit Absicht), nur um ihn auszugrenzen. Ich würde sogar eher sagen, ein Rassist würde eher nicht mit ihm als deren Feindbild reden wollen und wenn doch dann nur auf Deutsch. Den Parteien aus der braunen Ecke liegt doch soviel daran, dass es genau diese Sprache sein soll.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Kayldall, Montag, 05.03.2018, 12:43 (vor 2860 Tagen) @ Kayldall

Menschen, die Akanji nicht kennen, wollen ihm so doch nur helfen/entgegenkommen indem sie eine Sprache wählen, in der Sie glauben man könnte miteinander reden.

Warum glauben die Menschen, man könne nicht auf Deutsch mit ihm reden?

Ich würde das nicht als Rassismus bezeichnen, die Leute tun das ja nicht extra(mit Absicht), nur um ihn auszugrenzen.

Akanji und viele andere Schwarze bezeichnen das aber als Rassismus. Haben die weniger Ahnung vom Thema als du?

Rassismus setzt keine Absicht voraus. Das wurde in vielen anderen Beiträgen in diesem Thread von verschiedenen Leuten ausführlich erklärt. Auch, wenn die Leute Akanji nicht extra (mit Absicht) ausgrenzen wollen, hat ihr Verhalten trotzdem genau diesen Effekt. Insbesondere dann, wenn sie es ernst damit meinen, dass sie ihn nicht ausgrenzen wollen, ist es notwendig, dass man sie auf die Wirkung ihrer Handlung hinweist. Denn nur so können sie ihr Verhalten überdenken entsprechend ändern, damit sie ihn auch tatsächlich nicht mehr ausgrenzen.

Grundsätzlich: Es geht nicht darum, Menschen an den Pranger zu stellen und ihnen das Label "Rassist" umzuhängen. Es geht darum, Menschen auf die ungewollte Wirkung ihres Verhaltens hinzuweisen und ihnen zu helfen, es zu ändern. In diesem Fall ist es ganz einfach: Ein Betroffener weist einen Menschen darauf hin: "Wenn ihr mit mir immer gleich Englisch sprecht, verletzt mich das und ich fühle mich ausgegrenzt, schließlich bin ich hier genauso geboren und zu Hause wie ihr. Bitte sprecht mich auf Deutsch an." Darauf kann man dann entsprechend reagieren.

Ich würde sogar eher sagen, ein Rassist würde eher nicht mit ihm als deren Feindbild reden wollen und wenn doch dann nur auf Deutsch. Den Parteien aus der braunen Ecke liegt doch soviel daran, dass es genau diese Sprache sein soll.

Rassismus hat viele Facetten. Er äußert sich nicht nur in der dumpf-braunen Weise à la "Mit dem N* spreche ich nicht, der soll in den Busch zurück."

Buchempfehlung: unrast-verlag.de/neuerscheinungen/exit-racism2016-12-05-22-25-07-detail

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Kayldall, Luxemburg, Montag, 05.03.2018, 13:08 (vor 2860 Tagen) @ Nolte
bearbeitet von Kayldall, Montag, 05.03.2018, 13:18

Warum glauben die Menschen, man könne nicht auf Deutsch mit ihm reden?

Dafür gibt es viele mögliche Gründe, aber da sofort Rassismus zu unterstellen finde ich nicht richtig.

Akanji und viele andere Schwarze bezeichnen das aber als Rassismus. Haben die weniger Ahnung vom Thema als du?

Keine Ahnung, wer mehr Ahnung davon hat, aber indem du voraussetzt, dass es Akanji und die vielen anderen Schwarzen sind, wie du schreibst, bist du ja eigentlich voreingenommen. Ich geb nur meine Sichtweise des Ganzen wieder und nein, Menschen die nur Helfen wollen und gute Absichten haben Schwarzen gegenüber sind deswegen keine Rassisten. Ich kann zwar verstehen, wenn Akanji sagt, dass er sich ausgegrenzt fühlt dabei und bedaure das sehr, aber das ist dann sein Komplex, den er vielleicht aus rassistischen Geschehnissen der Vergangenheit entwickelt hat aber dafür kann man andere Leute nicht verantwortlich machen. In dem Fall hat er ein Problem und nicht die anderen Menschen die es nur gut meinen mit ihm.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Kayldall, Montag, 05.03.2018, 13:31 (vor 2860 Tagen) @ Kayldall

Du ganz ehrlich: Ich finde es wirklich erstaunlich, wie du es immer wieder zustande bringst, Rassismus zu relativieren oder einfach zu definieren, dass etwas kein Rassismus sei. Jetzt kommt sogar noch die Facette hinzu, dass ein Schwarzer, der Rassismus erkennt, einen Komplex habe und lieber an sich selbst arbeiten solle, anstatt gesellschaftliche Missstände anzusprechen.

Ich weiß nicht, ob du das absichtlich machst oder nicht. Falls es keine böse Absicht von dir ist, dann spricht aus deinen Beiträgen allerdings eine eklatante Unwissenheit. Augenscheinlich hast du dich noch niemals seriös mit dem Thema Rassismus beschäftigt - deshalb auch meine Buchempfehlung im vorherigen Beitrag.

Die Art und Weise, in der du Betroffenen ihre Erfahrungen absprichst, ihnen Komplexe unterstellst, Begriffe definierst, ohne dich mit ihnen auseinandergesetzt zu haben, und andere Menschen Aussagen unterstellst, die sie nicht getätigt haben, rückt dich in meinen Augen in ein ziemlich schlechtes Licht - auch, wenn du das vermutlich gar nicht möchtest. Meinst du nicht, es wäre mal an der Zeit, dich seriös mit dem Thema Rassismus zu befassen? Es scheint dir ja so am Herzen zu liegen, dass du dich immer wieder dazu äußerst.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Kayldall, Luxemburg, Montag, 05.03.2018, 13:40 (vor 2860 Tagen) @ Nolte

Ich finde deine Beiträge mittlerweile nur noch lächerlich. Ich will in keinster Weise Rassismus relativieren, um das mal klipp und klar zu sagen. Ich finde es nur nicht gut, wenn Alles gleich als Rassismus bezeichnet wird, was kein Rassismus ist. Damit spielt man doch gerade den Rechtsextremen dieser Welt in die Karten und das ist somit kontraproduktiv. Das haben aber auch schon etliche andere User dir hier ausführlich erklärt, aber offensichtlich macht es keinen Sinn bei dir, da du immer nur das verstehst, was du verstehen willst.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Kayldall, Montag, 05.03.2018, 14:16 (vor 2860 Tagen) @ Kayldall

Das hier ist mal eine Sammlung der Beiträge, die du zum Thema Rassismus in den letzten Wochen geschrieben hast. Die Sammlung ist quasi vollständig; falls ich aber was vergessen habe, kannst du gerne ergänzen. Wann immer hier im Forum in letzter Zeit Rassismus thematisiert wurde, warst du nicht weit mit deinen Rufen "Das ist gar kein Rassismus!"

- Affenlaute im Stadion sind nicht unbedingt Rassismus. Weiterhin: "Zu den Juden darf man schon gar nichts sagen, sonst ist man sofort ein Antisemit. Klar natürlich, dass wenn man solche Minderheiten kritisiert, dass man dann den Nazis dieser Welt in die Karten spielt und denen auf einmal auch immer symphatischer wird, was ja nicht das Ziel von berechtigter Kritik ist aber eine Gefahr."

- Man darf schwarze Menschen nicht kritisieren, sonst ist man gleich Rassist

- Der H&M-Fall erinnerte mich an die Juden, die kritisieren auch Vieles, aber wenn man sie kritisiert, ist man Antisemit

- Rassismus in italienischen Stadien, weil: Das Land wird von "'Flüchtlingen' (oder wie man es nennen will) aus Afrika geradezu überschwemmt"

- Ein Schwarzer, der von Rassismus betroffen ist, täuscht sich und leidet an Komplexen

---

Aber genau: Es sind die Anderen, die den rechten Parteien zuarbeiten...

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

ThoTu_und_Harry, Dortmund, Montag, 05.03.2018, 14:28 (vor 2860 Tagen) @ Nolte

"Ich will in keinster Weise Rassismus relativieren"

- Ein Rassismusrelativierer

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

ThoTu_und_Harry, Dortmund, Montag, 05.03.2018, 14:01 (vor 2860 Tagen) @ Kayldall

Es hat doch nichts mit helfen wollen zu tun, wenn man davon ausgeht, dass Schwarze kein Deutsch sprechen. Die sind doch nicht letztes Jahr vom Mars hier in Deutschland gelandet. Es ist wirklich nicht schwer darin die Andersbehandlung und damit Ab-/Ausgrenzung zu erkennen.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Kayldall, Luxemburg, Montag, 05.03.2018, 14:39 (vor 2860 Tagen) @ ThoTu_und_Harry

Ich schreib doch, ich versteh das, wenn Akanji das so sieht, dass er ausgegrenzt wird, weil er anders behandelt wird als die anderen Menschen vor ihm. Allerdings, wer sagt, dass alle die ihn auf Englisch ansprechen dies nur tun, weil sie glauben kein Schwarzer würde Deutsch reden?

Wenn wir von dem Standpunkt ausgehen, dann müßte man um das zu umgehen(als Rassist bezeichnet zu werden) also in Deutschland jeder mit Deutsch ansprechen und in China müßte jeder mit Chinesisch angesprochen werden und so weiter und so fort. Ist das denn nicht gerade eine nationalistische Sichtweise der Dinge, dass in jedem Land nur eine Sprache verwendet werden darf um alle gleich zu behandeln? Sind wir nicht vielmehr ein Schmelztiegel(Meltingpot) vieler verschiedener Nationen, die alle zusammenleben?

Als Beispiel, müßte ich hier jeden in Luxemburgisch ansprechen, würde das mich nach einigen Minuten nerven, weil ich mal schätze, dass ich in 85% der Fälle sowieso die Sprache dann wechseln müßte, um mich mit der jeweiligen Person zu verständigen. Französisch funktioniert bei den meisten Leuten hier, Englisch dürfte auch bei ziemlich Vielen funktionieren und wenn ich dann mal auf jemanden treffe, der tatsächlich meine Sprache spricht, dann kann man die Sprache ja immer noch wechseln. Wie gesagt, dahinter steck auf keinen Fall eine rassistische Absicht und ich sehe das auch nicht als ungewollten Rassismus an, einen gemeinsamen Nenner(Sprache) mit jemanden finden zu wollen.

Falls Leute wie du und Nolte das so sehen, dann sind wahrscheinlich aber 99,9% der Weltbevölkerung Rassisten für euch.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

ThoTu_und_Harry, Dortmund, Montag, 05.03.2018, 14:56 (vor 2860 Tagen) @ Kayldall

Ich schreib doch, ich versteh das, wenn Akanji das so sieht, dass er ausgegrenzt wird, weil er anders behandelt wird als die anderen Menschen vor ihm.

Wenn du gleichzeitig schreibst, dass es sein Komplex und sein Problem ist wenn das passiert, zeigst du, dass du gar nichts verstanden hast.

Wie gesagt, dahinter steck auf keinen Fall eine rassistische Absicht und ich sehe das auch nicht als ungewollten Rassismus an, einen gemeinsamen Nenner(Sprache) mit jemanden finden zu wollen.

Falls Leute wie du und Nolte das so sehen, dann sind wahrscheinlich aber 99,9% der Weltbevölkerung Rassisten für euch.

Dir fehlt das Basiswissen um dich zum Thema Rassismus zu äußern. Was du findest, was Rassismus sein sollte und was nicht, tut da nichts zur Sache.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Kayldall, Luxemburg, Montag, 05.03.2018, 15:16 (vor 2860 Tagen) @ ThoTu_und_Harry
bearbeitet von Kayldall, Montag, 05.03.2018, 15:19

Wenn du gleichzeitig schreibst, dass es sein Komplex und sein Problem ist wenn das passiert, zeigst du, dass du gar nichts verstanden hast.

Ist es ja aber irgendwie auch, da ja komischerweise kein weißer Mensch das Problem hat, wenn er/sie auf Englisch angesprochen wird. Nur durch seine Erfahrungen in der Vergangenheit oder der Ungleichbehandlung von Schwarzen in der Vergangenheit, kommt er überhaupt zu diesem schlechten Gefühl. Mir zum Beispiel würde es nie einfallen mich darüber zu beklagen, dass jemand mich jetzt auf Englisch anspricht statt auf Deutsch, weil es mir einfach egal ist. Hauptsache ich kann mich mit der Person verständigen. Humor hilft vielleicht auch in solchen Situationen, ich würde vermutlich den Spaß mitmachen und bei Englisch bleiben, mit am Ende dem Hinweis, dass Deutsch auch möglich gewesen wäre.

Dir fehlt das Basiswissen um dich zum Thema Rassismus zu äußern. Was du findest, was Rassismus sein sollte und was nicht, tut da nichts zur Sache.

Wenn das deine Meinung ist, dann ist eine weitere Diskussion ja sinnlos.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

ThoTu_und_Harry, Dortmund, Montag, 05.03.2018, 15:57 (vor 2860 Tagen) @ Kayldall

Ist es ja aber irgendwie auch, da ja komischerweise kein weißer Mensch das Problem hat, wenn er/sie auf Englisch angesprochen wird.

Wie kommst du darauf, dass dieses Gedankenspiel irgendetwas an seiner Wahrnehmung ändert? Diese Argumentation ergibt keinen Sinn.

Nur durch seine Erfahrungen in der Vergangenheit oder der Ungleichbehandlung von Schwarzen in der Vergangenheit, kommt er überhaupt zu diesem schlechten Gefühl.

Das stimmt nicht und liegt auch gar nicht in deiner Deutungshoheit.

Humor hilft vielleicht auch in solchen Situationen, ich würde vermutlich den Spaß mitmachen und bei Englisch bleiben, mit am Ende dem Hinweis, dass Deutsch auch möglich gewesen wäre.

Beim ersten Mal kann man sicher darüber lachen. Ändert aber nichts an der Tatsache.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Kayldall, Montag, 05.03.2018, 14:49 (vor 2860 Tagen) @ Kayldall

Ich schreib doch, ich versteh das, wenn Akanji das so sieht, dass er ausgegrenzt wird, weil er anders behandelt wird als die anderen Menschen vor ihm. Allerdings, wer sagt, dass alle die ihn auf Englisch ansprechen dies nur tun, weil sie glauben kein Schwarzer würde Deutsch reden?

Wenn sie gleichzeitig die Weißen auf Deutsch ansprechen, aber die Schwarzen auf Englisch, woran sollte das sonst liegen, wenn nicht daran, dass sie glauben, dass er vermutlich kein Deutsch spricht?


Wenn wir von dem Standpunkt ausgehen, dann müßte man um das zu umgehen(als Rassist bezeichnet zu werden) also in Deutschland jeder mit Deutsch ansprechen und in China müßte jeder mit Chinesisch angesprochen werden und so weiter und so fort. Ist das denn nicht gerade eine nationalistische Sichtweise der Dinge, dass in jedem Land nur eine Sprache verwendet werden darf um alle gleich zu behandeln? Sind wir nicht vielmehr ein Schmelztiegel(Meltingpot) vieler verschiedener Nationen, die alle zusammenleben?

Es wäre tatsächlich gut, Leute einfach in der Landessprache anzusprechen. Man kann dann immer noch wechseln, wenn es anders bequemer ist.


Als Beispiel, müßte ich hier jeden in Luxemburgisch ansprechen, würde das mich nach einigen Minuten nerven, weil ich mal schätze, dass ich in 85% der Fälle sowieso die Sprache dann wechseln müßte, um mich mit der jeweiligen Person zu verständigen. Französisch funktioniert bei den meisten Leuten hier, Englisch dürfte auch bei ziemlich Vielen funktionieren und wenn ich dann mal auf jemanden treffe, der tatsächlich meine Sprache spricht, dann kann man die Sprache ja immer noch wechseln. Wie gesagt, dahinter steck auf keinen Fall eine rassistische Absicht und ich sehe das auch nicht als ungewollten Rassismus an, einen gemeinsamen Nenner(Sprache) mit jemanden finden zu wollen.

Wenn Luxemburgisch selten funktioniert, dann gerne in anderen Sprachen. Das kann ich nicht beurteilen. Problematisch (im Sinne von rassistisch) ist es einfach, wenn du grundsätzlich die Weißen in der Landessprache und die Schwarzen in einer Fremdsprache anredest.

Wenn ein Deutscher in seinem Heimatland grundsätzlich alle Menschen auf Englisch anredet, kein Problem. Kann er machen. Wenn er aber die Weißen auf Deutsch und die Schwarzen auf Englisch anspricht, dann muss er sich eben auch die entsprechende Kritik gefallen lassen. Denn dann differenziert er auf Basis der Hautfarbe und vermittelt den Eindruck, dass der Schwarze vermutlich nicht "von hier" ist.


Falls Leute wie du und Nolte das so sehen, dann sind wahrscheinlich aber 99,9% der Weltbevölkerung Rassisten für euch.

Wie gesagt: Bei Weitem nicht jeder, der sich rassistisch verhält, ist ein Rassist. Verstehe das doch bitte einfach mal.
Und nochmal: Es gibt fabelhafte Literatur zum Thema. Von Menschen, die Rassismus am eigenen Leib spüren. Lies dich doch da bitte einfach mal ein. Die können den Kram auch besser erklären als ich ;)

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Kayldall, Luxemburg, Montag, 05.03.2018, 15:31 (vor 2860 Tagen) @ Nolte

Wenn ein Deutscher in seinem Heimatland grundsätzlich alle Menschen auf Englisch anredet, kein Problem. Kann er machen. Wenn er aber die Weißen auf Deutsch und die Schwarzen auf Englisch anspricht, dann muss er sich eben auch die entsprechende Kritik gefallen lassen. Denn dann differenziert er auf Basis der Hautfarbe und vermittelt den Eindruck, dass der Schwarze vermutlich nicht "von hier" ist.

Das versteh ich, das sehen wir ja komplett identisch. Klar, wenn man natürlich nur bei Schwarzen die Ansprache wechselt, dann kommt auch mir das Verhalten nicht richtig vor und wie du richtig schreibst, ist die Kritik dann berechtigt. Trotzdem glaub ich gibt es schlimmere Probleme mit Rassismus in Deutschland statt Leute die in Schubladen denken, ohne böse Absicht.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

markus93, Sauerland, Montag, 05.03.2018, 12:39 (vor 2860 Tagen) @ Kayldall

Die Diskussion wurde hier doch schon geführt. Versetz dich doch mal in seine Lage. Du wächst hier auf, kannst perfekt deutsch bist aber schwarz und alle reden mit dir englisch weil du eben schwarz bist. Damit wirst du (unbewusst und nicht mal böswillig) ausgegrenzt und als "anders" angesehen.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Kayldall, Luxemburg, Montag, 05.03.2018, 13:51 (vor 2860 Tagen) @ markus93

Das kann ich absolut verstehen und das ist sein gutes Recht, das so zu empfinden. Da ich ihn kenne als BVB/Fußball - Fan würde ich ihn natürlich auf Deutsch ansprechen. Das wird ihn bestimmt freuen, aber ich finde es nicht richtig, die Schuld an seinem Gefühl den anderen Menschen zu geben, die es gut mit ihm meinen. Ist schon etwas her, dass ich den Artikel im Blick gelesen habe aber wenn ich mich Recht errinere, erzählt er davon, wenn er ins Flugzeug steigt und die Stewardess ihn auf Englisch anspricht und die Anderen vorher auf Deutsch. Glaubst du echt die Stewardess hatte dabei eine rassistische Absicht oder es war rassistisch von ihr dies zu tun? Das Servicepersonal will doch nur helfen und freundlich sein, wenn die gewußt hätte, wie er das empfindet, hätte sie es bestimmt nicht getan.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Kayldall, Montag, 05.03.2018, 14:17 (vor 2860 Tagen) @ Kayldall

Glaubst du echt die Stewardess hatte dabei eine rassistische Absicht oder es war rassistisch von ihr dies zu tun?

DIE ABSICHT IST IRRELEVANT!
DIE STEWARDESS IST KEINE RASSISTIN!

Nochmal: Es geht nicht um Schuldzuweisungen! Verstehe das doch bitte einfach mal. Niemand, weder Akanji noch ich noch sonstwer, sagt, die Stewardess sei Rassistin.

Man muss RASSISTISCHE PERSONEN und RASSISTISCHES VERHALTEN von einander trennen. Es gibt rassistische Menschen, die es schaffen, ihren Rassismus zu verbergen. Und es gibt nicht-rassistische Menschen, die sich versehentlich rassistisch verhalten.

Wenn ein Mensch, beispielsweise eine Stewardess, die weißen Passagiere anders behandelt als die schwarzen, dann muss sie das keineswegs böse meinen. Sie kann das in bester Absicht tun. Dennoch spiegelt ihr Verhalten den generellen gesellschaftlichen Rassismus wider, demzufolge schwarzen Schweizern oder schwarzen Deutschen vermittelt wird, dass sie in ihrer Heimat als fremd wahrgenommen werden.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Maja, Wiesbaden, Montag, 05.03.2018, 15:21 (vor 2860 Tagen) @ Nolte

Meine Güte, was ist in dich gefahren, warum schreist du so?!

Ich finde nicht, dass das den generellen Rassismus widerspiegelt. Das zeugt höchstens von Oberflächlichkeit.

Rassismus ist laut Definition die Ansicht, dass Menschen einer bestimmten Rasse weniger Wert sind als andere, und dass ihre politische und soziale Unterdrückung deshalb gerechtfertigt ist.

Indem man jemanden in 'falscher' Sprache anspricht, ist das weder Unterdrückung noch geringe Wertschätzung, sondern reines Unwissen.

Wenn ich alle falschen Einschätzung woher ich komme (inkl. Ausländer-Modus-Ansprache) zusammen zähle, dann müsste ich mich andauernd diskriminiert fühlen.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Kayldall, Luxemburg, Montag, 05.03.2018, 15:07 (vor 2860 Tagen) @ Nolte

Man muss RASSISTISCHE PERSONEN und RASSISTISCHES VERHALTEN von einander trennen. Es gibt rassistische Menschen, die es schaffen, ihren Rassismus zu verbergen. Und es gibt nicht-rassistische Menschen, die sich versehentlich rassistisch verhalten.

Okay, ich frag mich nur, wenn du das "rassistisches Verhalten" nennst, ob die Person die das anwendet, dann nicht schon allein per Definition ein(e) Rassist(in)ist. Spielt für mich auch keine Rolle, wenn wir diesbezüglich anderer Meinung sind, was diese Definition angeht. Allerdings hätte ich es besser gefunden von Akanji, wenn er dann im Blick Erstere(RASSISTISCHE PERSONEN) angeprangert hätte, statt die Leute, die zu den "guten Menschen" gehören.

Wenn ein Mensch, beispielsweise eine Stewardess, die weißen Passagiere anders behandelt als die schwarzen, dann muss sie das keineswegs böse meinen. Sie kann das in bester Absicht tun. Dennoch spiegelt ihr Verhalten den generellen gesellschaftlichen Rassismus wider, demzufolge schwarzen Schweizern oder schwarzen Deutschen vermittelt wird, dass sie in ihrer Heimat als fremd wahrgenommen werden.

Klar, das ist der Teil, wo ich ja schreibe, dass ich Akanjis Empfinden total verstehen kann, trotzdem finde ich es übertrieben von ihm, jetzt diese Menschen mit guten Absichten anzuprangern statt auf die "bösen Menschen" hinzuweisen.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Kayldall, Montag, 05.03.2018, 15:22 (vor 2860 Tagen) @ Kayldall

Vielleicht verstehen wir das unterschiedlich, aber ich habe es gar nicht so verstanden, dass Akanji überhaupt jemand angeprangert hat. Akanji hat eine Verhaltensweise angesprochen, die ihm oft widerfährt, und geschildert, wie das auf ihn wirkt.

Dass Akanji solche Fälle ansprechen und nicht die "richtig heftigen", die üblen rassistischen Beleidigungen, finde ich übrigens aus zwei Gründen verständlich:

1.) Ich habe schon öfters gehört, dass diese "kleinen" Fälle, die Akanji anspricht, mehr weh tun als die Affenlaute oder N*-Pöbeleien. Letztere Beleidigungen können viele Menschen anscheinend ganz gut ausblenden, weil die wirklich nur stumpfer Mist sind, der von rassistischen A*löchern geäußert wird. Fälle wie das Flugzeug-Beispiel dagegen treffen härter, weil sie (a) viel häufiger sind, (b) von "ganz normalen Leuten" geäußert werden (also eben keinen expliziten Rassisten) und (c) gerade dadurch vermitteln, dass man noch nicht als "normales Mitglied der Gesellschaft" im eigenen Heimatland wahrgenommen wird.

2.) Ein zweiter Grund besteht darin, dass man die normalen Menschen (hoffentlich) einfacher zur Verhaltensänderung bringen kann. Ich sehe das nämlich in manchen Punkten gar nicht so anders als du: Die große Mehrzahl aller Menschen ist ganz bestimmt nicht allzu rassistisch. Und gerade deshalb sollten die doch offen dafür sein, was von Rassismus Betroffene ihnen sagen. Wenn ein Schwarzer einem NPDler und/oder echten Neo-Nazi erzählt, wie er unter Rassismus leidet, wird das bei denen doch nichts bewirken. Wenn der Schwarze es aber "uns normalen Leuten" erzählt und sagt "Bitte behandelt mich nicht wegen meiner Hautfarbe anders als andere Menschen", müsste das doch machbar sein, oder nicht? Ich meine, was ist denn wirklich so schwierig an einer solchen kurzen Unterhaltung: "Bitte sprecht schwarze Menschen in Deutschland grundsätzlich auf Deutsch an" - "Okay, kein Ding, machen wa".

Gerade die ganzen nicht-rassistischen Menschen sollten doch einfach ein offenes Ohr für Menschen haben, die von Rassismus betroffen sind. Und genau deshalb ergibt es Sinn, zu diesen Menschen zu sprechen.

Wenn Akanji stattdessen ein Beispiel genannt hätte, wie er von einem Neo-Nazi bespuckt wird, hätten wir doch alle nur gedacht, was das für ein A*loch war, aber uns gesagt, dass es uns nicht betrifft. Dann wäre das sicher kein großer Thread geworden.

Dass dieser Thread nun so ausgeartet ist, liegt doch meiner Ansicht nach einfach nur daran, dass einige Menschen sich von Akanji zumindest mittelbar angesprochen fühlten. Und genau deshalb war es wichtig und gut, dass Akanji dieses Beispiel brachte.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Kayldall, Luxemburg, Montag, 05.03.2018, 15:46 (vor 2860 Tagen) @ Nolte

Ja, klar sind wir nicht so weit voneinander weg in unserer Sichtweise. Ich finde das gar kein Problem, wenn ich weiß was jemand mag oder nicht mag, dann halte ich mich natürlich daran, aber Unwissende sofort abzustempeln finde ich weiterhin unfair. Ich hab mit dem Thema einfach so meine Probleme, weil ich es so bescheuert finde, dass Leute aufgrund von Details dann immer noch so diskriminiert werden heutzutage. Für mich laufen alle unter dem Oberbegriff Mensch, klar bemerkt man die Hautfarbe ob nun weiß, schwarz, braun oder café au lait oder gelb aber das ist doch so oberflächlich wie Größe, Gewicht, ein Handikap oder eben Religion, Geschlecht und sexuelle Orientierung. Ausschlaggebend für mich ist immer das Verhalten von dem entsprechenden Mensch.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Kayldall, Dienstag, 06.03.2018, 04:43 (vor 2859 Tagen) @ Kayldall

Ja, klar sind wir nicht so weit voneinander weg in unserer Sichtweise. Ich finde das gar kein Problem, wenn ich weiß was jemand mag oder nicht mag, dann halte ich mich natürlich daran, aber Unwissende sofort abzustempeln finde ich weiterhin unfair.

Kein Mensch wurde abgestempelt. Versteh das doch einfach mal!

Ich hab mit dem Thema einfach so meine Probleme, weil ich es so bescheuert finde, dass Leute aufgrund von Details dann immer noch so diskriminiert werden heutzutage.

Wenn das tatsächlich so ist, dann solltest du erst recht damit aufhören, immer reflexartig zu widersprechen, wenn diskriminierte Menschen auf die Diskriminierung aufmerksam machen.

1+ Sehr schön gesagt, genau so ist es!

Maja, Wiesbaden, Montag, 05.03.2018, 16:33 (vor 2860 Tagen) @ Kayldall

♥lichen Dank!

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

borussenglobe, monheim, Montag, 05.03.2018, 14:05 (vor 2860 Tagen) @ Kayldall

Das kann ich absolut verstehen und das ist sein gutes Recht, das so zu empfinden. Da ich ihn kenne als BVB/Fußball - Fan würde ich ihn natürlich auf Deutsch ansprechen. Das wird ihn bestimmt freuen, aber ich finde es nicht richtig, die Schuld an seinem Gefühl den anderen Menschen zu geben, die es gut mit ihm meinen. Ist schon etwas her, dass ich den Artikel im Blick gelesen habe aber wenn ich mich Recht errinere, erzählt er davon, wenn er ins Flugzeug steigt und die Stewardess ihn auf Englisch anspricht und die Anderen vorher auf Deutsch. Glaubst du echt die Stewardess hatte dabei eine rassistische Absicht oder es war rassistisch von ihr dies zu tun? Das Servicepersonal will doch nur helfen und freundlich sein, wenn die gewußt hätte, wie er das empfindet, hätte sie es bestimmt nicht getan.

Warum wurden die anderen denn vorher auf Deutsch angesprochen?

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Kayldall, Luxemburg, Montag, 05.03.2018, 14:12 (vor 2860 Tagen) @ borussenglobe

Ja, nee is klar, die Stewardess hatte nichts Anderes zu tun als den armen Akanji zu quälen, indem sie ihn auf Englisch anspricht. Vermutlich weil, wie es schon zig Leute hier erklärt haben, sie einfach dachte er würde kein Deutsch sprechen und ihm mit der Sprache entgegenkommen wollte.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

borussenglobe, monheim, Montag, 05.03.2018, 14:15 (vor 2860 Tagen) @ Kayldall

Ja, nee is klar, die Stewardess hatte nichts Anderes zu tun als den armen Akanji zu quälen, indem sie ihn auf Englisch anspricht. Vermutlich weil, wie es schon zig Leute hier erklärt haben, sie einfach dachte er würde kein Deutsch sprechen und ihm mit der Sprache entgegenkommen wollte.

Warum denkt sie er würde kein Deutsch sprechen?

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Schaumkrone, Celle, Montag, 05.03.2018, 14:21 (vor 2860 Tagen) @ borussenglobe

Wahrscheinlich weil Sie oft und viel mit Menschen zu tun hat und Ihre Erfahrung genau das sagt? Sind Farbige mit perfektem Deutsch oder Wiener Schmäh wie Alaba tatsächlich die Regel oder eher die Ausnahme?
Wenn man mit 100 Farbigen spricht und 85 sprechen kein/kaum Deutsch kann man darauf kommen, dass der 101. sich freut wenn man ihn auf Englisch begrüßt.
Und JA verstanden - es kann sein, dass da auch einer mit sehr guten Deutschkenntnissen sitzt und sich ausgegrenzt fühlt. Oder einer ohne Deutschkenntnisse und sich auch ausgegrenzt fühlt- das Gespräch dann aber gerne auf Englisch führt.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Schaumkrone, Montag, 05.03.2018, 14:27 (vor 2860 Tagen) @ Schaumkrone

Bei einem Flug nach England oder auf einen anderen Kontinent, okay. Da kann man es generell mit Englisch versuchen. Bei einem Flug von Zürich (Deutschschweiz) nach Deutschland würde ich aber davon ausgehen, dass vor allem deutschsprachige Menschen an Bord sind. Es kommt immer auf den Kontext an.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

todesbrei, Copitz, Montag, 05.03.2018, 14:16 (vor 2860 Tagen) @ borussenglobe

Ja, nee is klar, die Stewardess hatte nichts Anderes zu tun als den armen Akanji zu quälen, indem sie ihn auf Englisch anspricht. Vermutlich weil, wie es schon zig Leute hier erklärt haben, sie einfach dachte er würde kein Deutsch sprechen und ihm mit der Sprache entgegenkommen wollte.


Warum denkt sie er würde kein Deutsch sprechen?

Vielleicht konnte die gute Frau auch kein switzerdütsch ?

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

borussenglobe, monheim, Montag, 05.03.2018, 14:21 (vor 2860 Tagen) @ todesbrei

Ich kann auch kein sächsisch trotzdem versuche ich es erstmal auf Deutsch.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

todesbrei, Copitz, Montag, 05.03.2018, 14:25 (vor 2860 Tagen) @ borussenglobe

Ach komm ihr in Monheim redet ja nun auch nicht das Hochdeutsch schlecht hin :P

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

borussenglobe, monheim, Montag, 05.03.2018, 14:35 (vor 2860 Tagen) @ todesbrei

Ich komme ausm Pott, versuche es hier in Monheim aber tatsächlich auch erstmal mit der deutschen Sprache.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Ulrich, Montag, 05.03.2018, 14:20 (vor 2860 Tagen) @ todesbrei

Ja, nee is klar, die Stewardess hatte nichts Anderes zu tun als den armen Akanji zu quälen, indem sie ihn auf Englisch anspricht. Vermutlich weil, wie es schon zig Leute hier erklärt haben, sie einfach dachte er würde kein Deutsch sprechen und ihm mit der Sprache entgegenkommen wollte.


Warum denkt sie er würde kein Deutsch sprechen?


Vielleicht konnte die gute Frau auch kein switzerdütsch ?

Wenn sie nicht gerade auf einer Alm völlig ohne Außenkontakt aufgewachsen sind sollten Deutsch-Schweizer in der Lage sein sich auf Deutsch verständlich zu artikulieren ;-)

Die mit Abstand am nächsten liegende Erklärung ist dass die Frau Vorurteile gegenüber Schwarzen hat, auch wenn ihr selbst das eventuell gar nicht klar ist.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

todesbrei, Copitz, Montag, 05.03.2018, 14:28 (vor 2860 Tagen) @ Ulrich

Ja, nee is klar, die Stewardess hatte nichts Anderes zu tun als den armen Akanji zu quälen, indem sie ihn auf Englisch anspricht. Vermutlich weil, wie es schon zig Leute hier erklärt haben, sie einfach dachte er würde kein Deutsch sprechen und ihm mit der Sprache entgegenkommen wollte.


Warum denkt sie er würde kein Deutsch sprechen?


Vielleicht konnte die gute Frau auch kein switzerdütsch ?


Wenn sie nicht gerade auf einer Alm völlig ohne Außenkontakt aufgewachsen sind sollten Deutsch-Schweizer in der Lage sein sich auf Deutsch verständlich zu artikulieren ;-)

Die mit Abstand am nächsten liegende Erklärung ist dass die Frau Vorurteile gegenüber Schwarzen hat, auch wenn ihr selbst das eventuell gar nicht klar ist.


Richtig richtig,

Aber mal ehrlich, ich bin Vielflieger und wurde auch schon in den unterschiedlichsten Sprachen angesprochen. Verbindungsflüge etc machen es den Stewardessen auch nicht einfach was das angeht. Ich wäre vor diesem Beitrag auch nie auf die Idee gekommen das dass jemand als Rassistisch auffassen kann. Aber hey man lernt nie aus.

Ist es rassistisch wenn ich auf russisch statt auf deutsch angesprochen werde ?

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Schaumkrone, Celle, Montag, 05.03.2018, 12:49 (vor 2860 Tagen) @ markus93

Die Diskussion wurde hier doch schon geführt. Versetz dich doch mal in seine Lage. Du wächst hier auf, kannst perfekt deutsch bist aber schwarz und alle reden mit dir englisch weil du eben schwarz bist. Damit wirst du (unbewusst und nicht mal böswillig) ausgegrenzt und als "anders" angesehen.

ja Argumentation ist angekommen - wenn auch schwer nachvollziehbar da ja dennoch die positive Absicht dahinter steht.

Mal ernsthaft gefragt wie soll man sich hier verhalten:

Ich zu Besuch bei einer syrischen Familie:
Ich gebe dem Mann die Hand, ok?
Gebe ich seiner Frau auch die Hand?
Mache ich momentan nicht - komme mir aber immer schlecht vor.
Grenze ich sie damit aus? Oder sollte ich das so handhabe aus Rücksicht auf deren Religion? Der Mann gibt unseren Frauen auf jeden Fall auch die Hand.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Donngal, Montag, 05.03.2018, 15:23 (vor 2860 Tagen) @ Schaumkrone

Die Diskussion wurde hier doch schon geführt. Versetz dich doch mal in seine Lage. Du wächst hier auf, kannst perfekt deutsch bist aber schwarz und alle reden mit dir englisch weil du eben schwarz bist. Damit wirst du (unbewusst und nicht mal böswillig) ausgegrenzt und als "anders" angesehen.


ja Argumentation ist angekommen - wenn auch schwer nachvollziehbar da ja dennoch die positive Absicht dahinter steht.

Aber die komische Grundannahme, das bei schwarzen die Wahrscheinlichkeit höher ist, dass sie nicht von hier sind und kein Deutsch können. Meine Erfahrung zeigt dass das nicht der Fall ist. Die Hautfarbe sagt doch überhaupt nichts über Herkunft oder Sprachkenntnisse aus.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Schaumkrone, Montag, 05.03.2018, 13:09 (vor 2860 Tagen) @ Schaumkrone

Ich habe in diesem Punkt keine eigene Erfahrung, deshalb meine Meinung bitte mit Vorsicht genießen. Aber mein Eindruck ist:
Es wäre generell gut und schön, wenn die Frau und du euch die Hand geben würdet. Da du die Familie nun ja einigermaßen kennst, kannst du sie ja mal darauf ansprechen, ob sie das möchte. Da der Mann anderen Frauen auch die Hand gibt, würde ich mal vorsichtig vermuten, dass er kein großes Problem damit haben wird, wenn seine Frau anderen Männern die Hand gibt.

Zwingen würde ich die Frau nicht. Wenn sie dir sagt, dass sie anderen Männern nicht die Hand geben möchte, würde ich das respektieren. Aber ich glaube, einfach mal unverbindlich nachfragen sollte möglich sein.

Dass die Situation für dich schwierig und unangenehm sein kann, kann ich allerdings gut nachvollziehen. Das würde mir wohl nicht anders gehen.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Schaumkrone, Celle, Montag, 05.03.2018, 13:20 (vor 2860 Tagen) @ Nolte

Da der Mann anderen Frauen auch die Hand gibt, würde ich mal vorsichtig vermuten, dass er kein großes Problem damit haben wird, wenn seine Frau anderen Männern die Hand gibt.

Ich habe etwas Sorge wenn ich ihn anspreche denkt er vielelicht ich will mich seiner Frau nähern... muss nicht sein - kann aber sein und das wäre dann doof.
Sie frage ich auf keinen Fall denn dann wäre er mit hoher Wahrscheinlichkeit echt beleidigt. Sonst hätte er sie ja mal vorgestellt oder wenigstens nicht immer fern von allen anderen (auch Müttern) geparkt.


Zwingen würde ich die Frau nicht.

natürlich nicht :) meinetwegen muss das nicht sein - will sie aber nicht zusätzlich ausgrenzen wenn ich es generell unterlasse...

Ich glaube ich mache aktiv gar nichts aus Sorge etwas falsches zu machen und versuche wie aktuell auch die Situation zu vermeiden/ umgehen. Es ist nur immer merkwürdig wenn ich die Söhne z.B. mit dem Auto abhole und mit zum Training nehme...beide Eltern stehen und da und ich gebe nur ihm die Hand. Sie träft auch Kopftuch usw. und daher denke ich die Religion ist bei denen schon wichtiger Bestandteil des Alltags.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

markus93, Sauerland, Montag, 05.03.2018, 12:59 (vor 2860 Tagen) @ Schaumkrone

Ich würde entweder keinen von beiden die Hand geben oder eben beiden. Ein wenig Integration ist auch von Flüchtlingen bzw Ausländern nötig, dazu gehört definitv die Gleichbehandlung von Mann und Frau.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Schaumkrone, Celle, Montag, 05.03.2018, 13:08 (vor 2860 Tagen) @ markus93

Ok danke für die Antwort - wobei sich das auch nicht richtig anfühlt entweder keinem die Hand zu geben (was er ja offensichtlich gerne macht) oder beiden (der Mann hat noch nie Anstalten gemacht seine Frau Vorzustellen und beim Uß Fussball z.B. wenn die Eltern alle am Rand stehen und zugucken geht er alle ab und schüttelt Hände...sie steht 20m entfernt und geht zu keinem)

Fühlt sich für mich jedenfalls so an als sei das ein Thema wo auch Konfliktpotential herrscht.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

markus93, Sauerland, Montag, 05.03.2018, 18:35 (vor 2860 Tagen) @ Schaumkrone

Dann würde ich ihn offen und ehrlich darauf ansprechen. Eventuell ist ihm auch gar nicht bewusst, dass er somit seinen Mitmenschen ein unsicheres Gefühl gibt.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Blarry, Essen, Montag, 05.03.2018, 09:28 (vor 2860 Tagen) @ Maja

Kommt mir ehrlicherweise auch seltsam vor. Natürlich spricht man mit einem Gesprächspartner idealerweise in einer Sprache, die beide verstehen. Bei einem Schweizer im Ruhrpott bietet sich Englisch doch an?

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Maja, Montag, 05.03.2018, 07:11 (vor 2860 Tagen) @ Maja

Wobei man sagen muss, dass er unter Rassismus "auf Englisch angesprochen werden" versteht.

Kenne ich. Ich werde hier auch immer auf Englisch angesprochen. Alles Rassisten hier. Nee, Spass beiseite, Rassismus ist hier auch verbreitet, aber weniger gegenueber Weissen.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

FullHD, Sonntag, 04.03.2018, 23:39 (vor 2860 Tagen) @ Maja

Auf blick.ch gibts unter diesem Titel ein Interview mit Manuel Akanji über blaue Freunde, Sprachprobleme in Dortmund, Chappi und Bürki.

Es ist dem guten Jungen nur zu wünschen, dass er mit Rassismus in Zukunft weniger Probleme haben wird als mit Zuspielen direkt zum Gegner.


Wobei man sagen muss, dass er unter Rassismus "auf Englisch angesprochen werden" versteht. Mehr Klagen hat er diesbezüglich nicht.

Genau dieses "auf Englisch" ansprechen und andere "Alltagsdinge" nerven wohl am Meisten, ich habe einige Freunde und Bekannte, die dunkle Haut haben und da bekommt man schon mit, dass die absolut regelmäßig auf Englisch angesprochen werden. Das wird wohl auch nicht bösartig gemeint sein, ABER das konfrontiert die Jungs, die hier seit über 30Jahren leben oder sogar nie ausserhalb Deutschlands gelebt haben, ständig damit, dass sie hier immer noch Exoten sind und bei relativ vielen Menschen nicht ins ganz normale Stadtbild passen. Ich glaube als Weisser kann man das nicht wirklich nachvollziehen, wie unangenehm sowas auf Dauer wirklich ist

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

1984, Ruhrpott, Sonntag, 04.03.2018, 23:48 (vor 2860 Tagen) @ FullHD

Dann auch nochmal für dich. Is halt alles eine Frage der Bewertung.

Die Frage "Schrecklich der Geruch" ist echt nervig für Mensche die nicht riechen können ... wie mich.

Die Aussage "die ist aber echt hübsch, oder?" wird Schwule vermutlich stören.

Die Feststellung, dass jemand mit dunkler Hautfarbe oder eher untypischen Merkmalen Ausländer ist,wird solche, die eben keine Ausländer sind, stören.

"grün-rot" Aussagen werden Farbenblinde als igorant auffassen.

Die Liste lässt sich fast unendlich weit erweitern. Wollen wir es echt soweit kommen lassen dass jeder besser sein Maul hält und andre ignorier aus Angst irgendeine Mindherit villeicht gegebenenfalls verletzen zu können?

Is es echt so schwer den Unterschied zu erkennen zwischen "Leute die nicht riechen können sind behindert" und ich geh aus Gewohnheit davon aus dass Mensche riechen können?

Dieser Extremismus den wir heute betreiben is nich gut. Das ma als Warnung. Es wird zum genauen Gegenteil führen.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

ThoTu_und_Harry, Dortmund, Montag, 05.03.2018, 00:05 (vor 2860 Tagen) @ 1984

Die Frage "Schrecklich der Geruch" ist echt nervig für Mensche die nicht riechen können ... wie mich.

Ist immer noch ein schlechter Vergleich. Wenn dich deine Familie ständig auf Geruch ansprechen würde fändest du es sicher auch ignorant. Es geht immer noch darum, dass Akanji nicht der erste Schwarze ist, der in Dortmund aufschlägt und Deutsch spricht. Das hat nichts damit zu tun, dass jemand achso hilfsbereit ist und aus Rücksicht jemandem etwas Gutes tun möchte, leider aber als sonstwas Schlimmes abgestempelt wird.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

1984, Ruhrpott, Montag, 05.03.2018, 00:15 (vor 2860 Tagen) @ ThoTu_und_Harry

Die Frage "Schrecklich der Geruch" ist echt nervig für Mensche die nicht riechen können ... wie mich.


Ist immer noch ein schlechter Vergleich. Wenn dich deine Familie ständig auf Geruch ansprechen würde fändest du es sicher auch ignorant. Es geht immer noch darum, dass Akanji nicht der erste Schwarze ist, der in Dortmund aufschlägt und Deutsch spricht. Das hat nichts damit zu tun, dass jemand achso hilfsbereit ist und aus Rücksicht jemandem etwas Gutes tun möchte, leider aber als sonstwas Schlimmes abgestempelt wird.

Ich weiss nich ob du mir das glaubst aber das ist tatsächlich so. Selbst meiner Mutter passier es immer noch mich auf Gerüche anzusprechen um sich dann vor den Kopf zu schlagen und sich zu entschuldigen. Ich nehm das eigentlich immer mit Humor was daran liegt dass das so gut wie jedem passiert. Ohne Scheiss. Find ich zwar manchmal nervig aber verzeihbar. Wenn mich jemand darum abwerten würd wär das natürlich was andes. Ganz klar! Gab es auch schon.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

ThoTu_und_Harry, Dortmund, Montag, 05.03.2018, 00:27 (vor 2860 Tagen) @ 1984

Das glaube ich dir. Wir können uns sicher darauf einigen , dass es sich noch schlechter anfühlt, wenn das aus Ignoranz statt aus Versehen passiert.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

1984, Ruhrpott, Montag, 05.03.2018, 00:32 (vor 2860 Tagen) @ ThoTu_und_Harry

Das glaube ich dir. Wir können uns sicher darauf einigen , dass es sich noch schlechter anfühlt, wenn das aus Ignoranz statt aus Versehen passiert.

Ja. Aber es passiert selbst Menschen aus Versehen, die meine Eltern sind. Und die meinen es ganz bestimmt nich bös. Klar: wenn jemand sagt, du bist weniger wert, weil du nich riechen kannst (oder äquivalent weil du schwarz, schwul, depressiv, oder sonstwas bist) das ist ein Riesenunterschied. Aber man muss doch nich jedes Wort auf die Goldwaage legen.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

ThoTu_und_Harry, Dortmund, Montag, 05.03.2018, 00:42 (vor 2860 Tagen) @ 1984

Mit einer entsprechenden Handlung sagst du der betroffenen Person doch, dass sie nicht Teil der Gesellschaft ist, damit weniger in dem Wertesystem gilt, weil die Hautfarbe eine andere ist. Das geschieht nicht aus Versehen, du vergisst nicht eben mal, dass es auch Schwarze in Deutschland gibt.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

iltisitc, Leichlingen, Montag, 05.03.2018, 11:32 (vor 2860 Tagen) @ ThoTu_und_Harry

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Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

ThoTu_und_Harry, Montag, 05.03.2018, 00:44 (vor 2860 Tagen) @ ThoTu_und_Harry

Mit einer entsprechenden Handlung sagst du der betroffenen Person doch, dass sie nicht Teil der Gesellschaft ist, damit weniger in dem Wertesystem gilt, weil die Hautfarbe eine andere ist. Das geschieht nicht aus Versehen, du vergisst nicht eben mal, dass es auch Schwarze in Deutschland gibt.

Also ich spreche Rothaarige auch nur auf Englisch an. Ich habe keine rothaarigen in meinem privaten Umfeld, und soweit ich hörte, sind das doch alles besoffene Briten/Iren die rote Haare haben.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

1984, Ruhrpott, Montag, 05.03.2018, 00:54 (vor 2860 Tagen) @ Kulibi77

Solche Aussagen sind es halt ... aber egal. Wenn ihr nur schwarz und weiss wollt

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

FullHD, Montag, 05.03.2018, 00:22 (vor 2860 Tagen) @ 1984

Das zeigt doch im Grunde schon die Absurdität.
Selbst Menschen die von deiner Einschränkung wissen verpeilen es sich auf diesen Umstand einzustellen. Aber bei Menschen mit anderer Hautfarbe erinnert man sich, dass man da plötzlich die Sprache ändert, wenn man mit denen reden will?

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

1984, Ruhrpott, Montag, 05.03.2018, 00:29 (vor 2860 Tagen) @ FullHD

Das zeigt doch im Grunde schon die Absurdität.
Selbst Menschen die von deiner Einschränkung wissen verpeilen es sich auf diesen Umstand einzustellen. Aber bei Menschen mit anderer Hautfarbe erinnert man sich, dass man da plötzlich die Sprache ändert, wenn man mit denen reden will?

Aber das ist doch die wichtige Unterscheidung: Ist es abwertend gemeint oder aus Gewohntheit? Ich kann doch nic erwarten dass sich jedermann auf meine ganz spezielle Situation einstellt.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

BukausmTal, Wuppertal, Montag, 05.03.2018, 00:42 (vor 2860 Tagen) @ 1984

Das zeigt doch im Grunde schon die Absurdität.
Selbst Menschen die von deiner Einschränkung wissen verpeilen es sich auf diesen Umstand einzustellen. Aber bei Menschen mit anderer Hautfarbe erinnert man sich, dass man da plötzlich die Sprache ändert, wenn man mit denen reden will?


Aber das ist doch die wichtige Unterscheidung: Ist es abwertend gemeint oder aus Gewohntheit? Ich kann doch nic erwarten dass sich jedermann auf meine ganz spezielle Situation einstellt.>

Richtig.
Aber es ist doch keine "ganz spezielle Situation", wenn jemand keine blauen Augen oder keine weiße Hautfarbe hat. Das ist für Hunderttausende oder Millionen in deutschsprachigen Ländern aufgewachsene Menschen Normalität.
Ich habe beruflich in einer Gesamtschule zu tun, wo gefühlt jeder zweite Schüler nicht so aussieht, wie man sich vor 100 Jahren Deutsche vorgestellt hat.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

1984, Ruhrpott, Montag, 05.03.2018, 00:53 (vor 2860 Tagen) @ BukausmTal

Ja, das ist richtig. Aber ich habe ehrlich gesagt keine Lust jetzt zum vielleicht 10. mal zu betonen dass ich niemals jemaden alleine aufgrund sener Hautfarbe als icht Deutschen einstufen würde. Problematisch ist es halt wenn ich jemanden als möglicherweise hilfebedürftig einstufe OBWOHL er oder sie eine dunklere Hautfarbe hat. Hier am besten sofort weitergehen, denn man kann nur verlieren und schlimmstenfalls als AFD Wähler eingestuft werden.

Ist halt tarurig. Ich spreche grundsätzlich keine Menschen mehr an, die sich auf einer fremde Sprache unterhalten und aus irgendeinem Grund hilfebedürftig erscheinen.Zu gross die Gefahr dass ich als Rassist eingestuft werde weil ich Hilfe angeboten hab. Damit bin ich ich allein, Wi leben in einer Zeit in der es nur Rassisten und Nich-Rassisten gibt. Manche nennen letzere Gutmensche. Will ich nich. Bin ja kein Bös-Mensch. Hab aber langsam das Gefühl dahin getrieben zu werden. Was wirklich traurig ist.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

1984, Montag, 05.03.2018, 01:00 (vor 2860 Tagen) @ 1984

Was du hier alles miteinander vermischst, geht auf keine Kuhhaut.

- Nicht ein einziger Mensch hat dich als Rassisten bezeichnet oder dir Rassismus unterstellt. Niemand.

- Es ist auch überhaupt kein Problem, einem Menschen Hilfe anzubieten, der augenscheinlich Hilfe braucht. Völlig unabhängig von der Hautfarbe.

- Es geht nur darum: Wenn es keinen ganz konkreten Grund gibt davon auszugehen, dass der Mensch kein Deutsch spricht, solltest du den Menschen auf Deutsch ansprechen.

- Wenn der Mensch gerade aus einem Berliner Touri-Bus steigt und einen fremdsprachigen Berlin-Reiseführer in der Hand hält, kannst du unabhängig von der Hautfarbe davon ausgehen, dass der Mensch Tourist ist, und dann ist es wohl vernünftig, ihn auf Englisch anzusprechen.

- Wenn du dem Menschen dagegen im Supermarkt begegnest und du den Eindruck hast, dass er gerade verzweifelt nach einer bestimmten Sorte Kartoffelchips sucht, dann solltest du vielleicht - wieder unabhängig von der Hautfarbe - eher davon ausgehen, dass es sich um einen deutschsprachigen Deutschen handelt und den Menschen auch auf Deutsch ansprechen.

Was ist an dieser Sache denn so dermaßen kompliziert?

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

1984, Ruhrpott, Montag, 05.03.2018, 01:07 (vor 2860 Tagen) @ Nolte

Was ist an dieser Sache denn so dermaßen kompliziert?

Kompliziert daran ist dass ich jetzt - BITTE LASST IRGENDJEMANEN MAL MEINE POSTS LESEN - zum x-ten Mal schreibe, dass ich niemanden wegen der Hautfarbe als hilfebedürftig einstufen würde. Aber ich kann glaub ich schreiben was ich will. Schade. Bitte überlegt euren Diskussionsstil. Denn der wird einer bestimmten Richtung verhelfen, die wir alle nicht wollen.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

FullHD, Montag, 05.03.2018, 01:25 (vor 2860 Tagen) @ 1984

Es geht aber nicht darum, ob man Hilfe anbietet, sondern in welcher Sprache.

Und wenn man Jemanden der sich suchend oder orientierungslos umsieht, welcher Hautfarbe auch immer, auf Deutsch und in einem normalen Ton fragt, ob er etwas bestimmtes, wie zb ein spezielles Büro im Rathaus oä sucht, dann wird das auch Niemand als rassistisch oder diskriminierend auslegen, der irgendwie noch bei Verstand ist.


Die Frage ist dann einfach nur, warum sollte man in so einer Situation einen Dunkelhäutigen auf Englisch fragen sollen und nicht erstmal ganz normal auf Deutsch

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

FullHD, Montag, 05.03.2018, 14:49 (vor 2860 Tagen) @ FullHD

Es geht aber nicht darum, ob man Hilfe anbietet, sondern in welcher Sprache.

Und wenn man Jemanden der sich suchend oder orientierungslos umsieht, welcher Hautfarbe auch immer, auf Deutsch und in einem normalen Ton fragt, ob er etwas bestimmtes, wie zb ein spezielles Büro im Rathaus oä sucht, dann wird das auch Niemand als rassistisch oder diskriminierend auslegen, der irgendwie noch bei Verstand ist.


Die Frage ist dann einfach nur, warum sollte man in so einer Situation einen Dunkelhäutigen auf Englisch fragen sollen und nicht erstmal ganz normal auf Deutsch

Kann ich Dir sagen: Evtl. weil man einer Generation (Baujahr < ca. 1960) angehört, für die deutsch sprechende dunkelhäutige Menschen nicht so der Standard sind wie für jemanden, der bereits mit ihnen bereits aufgewachsen ist.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

FullHD, Montag, 05.03.2018, 00:58 (vor 2860 Tagen) @ 1984

Und wo wäre das Problem diese scheinbar hilfsbedürftigen Menschen entsprechend auf Deutsch anzusprechen? Um nichts anderes geht es.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

FullHD, Montag, 05.03.2018, 00:34 (vor 2860 Tagen) @ 1984

Eben!!!!
Aber genau das wird doch getan.
Satt völlig normal Jemanden in Deutschland auf Deutsch anzusprechen stellt man sich, aufgrund der Hautfarbe, um und spricht plötzlich Englisch. Warum? ;)

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Schaumkrone, Celle, Montag, 05.03.2018, 10:29 (vor 2860 Tagen) @ FullHD

Satt völlig normal Jemanden in Deutschland auf Deutsch anzusprechen stellt man sich, aufgrund der Hautfarbe, um und spricht plötzlich Englisch. Warum? ;)

Weil man in dem Moment der Meinung ist seinem Gegenüber einen Gefallen zu tun und ihm durch das Gespräch in Englich entgegenkommt.
Wenn ich mit Flüchtlingen rede, die ich nicht kenne dann geht das auch meist auf Englich los.. sprechen sie dann Deutsch wird eben gewechselt. Vielen ist es aber unangenhem sich auf Deutsch nicht so gut verständigen zu können und die sind danbar wenn es nicht Deutsch sein muss.
Ich finde es nett wenn man seinem Gesprächspartner durch Wechsel der Sprache es so leicht wie möglich machen möchte- bin so bislang auch gut gefahren.
Wenn ein schwarzer auf mein Englich mit Deutsch antwortet und ich dennoch weiter mit Englich reagiere ist das vielleicht rassistisch- aber doch nicht wenn man versucht die bestmögliche gemeinsame Kommunikationsebene zu finden

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Schaumkrone, Montag, 05.03.2018, 10:38 (vor 2860 Tagen) @ Schaumkrone

Und die bestmögliche Kommunikationsebene bedeutet für dich, einem Menschen ohne ersichtlichen Grund erst einmal zu zeigen, dass du glaubst, er sei hier nicht heimisch? Einem Menschen, dem das Fremdsein aufgrund seiner Hautfarbe ständig unterstellt wird?

Du hast es doch in Akanjis Interview gelesen; es gibt Bücher zu dem Thema; weitere Texte sind im Internet frei verfügbar: Viele schwarze Menschen empfinden es als verletzend und rassistisch, wenn man allein aufgrund ihrer Hautfarbe darauf schließt, dass sie offenbar keine Deutschen und/oder der deutschen Sprache nicht mächtig sind. Wäre es da nicht die bestmögliche gemeinsame Kommunikationsebene, ein kleines bisschen Empathie zu zeigen und einfach so zu kommunizieren, dass man vermeidet, den anderen Menschen zu verletzen?

Es bereitet keinerlei Mühe, Menschen unabhängig von ihrer Hautfarbe einfach auf Deutsch anzusprechen. Wenn sie das dann nicht verstehen, kann man immer noch auf Englisch wechseln (ein paar wenige Ausnahmen kann es geben; Flüchtlingsheime gehören unter Umständen dazu).

Natürlich kann es sein, dass du einen schwarzen Deutschen auf Englisch anredest und er dir auf Deutsch antwortet. Dann denkst du dir "War ja kein Problem". Was das aber in deinem Gegenüber auslöst, erfährst du in der Regel nicht. Akanji sagt nun, dass ihm das weh tut. Er ist nicht der Einzige.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Schaumkrone, Celle, Montag, 05.03.2018, 10:56 (vor 2860 Tagen) @ Nolte

Englisch wird in vielen Teilen der Erde gesprochen- in einer multikulturellen Gesellschaft hat man mit Englisch gute Chancen einen gemeinsamen Nenner zu finden.
Wenn man Asiaten oder Menschen aus Syrien mit Englisch anspricht freuen die sich und man ist total "weltoffen" als Deutscher. In Spanien und Frankreich habe ich es erlebt, dass die Lwute keinen Milimeter abgewichen sind von Ihrer Sprache, die ich offensichtlich nicht verstand... fand ich nicht so nett. Naja muss man eben abwarten und hoffen, dass der andere zu erst spricht dann kann man ja richtig reagieren und hofdwntlich keinen verletzen

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Schaumkrone, Montag, 05.03.2018, 11:12 (vor 2860 Tagen) @ Schaumkrone

Englisch wird in vielen Teilen der Erde gesprochen- in einer multikulturellen Gesellschaft hat man mit Englisch gute Chancen einen gemeinsamen Nenner zu finden.

Sprichst du Weiße in Deutschland auch grundsätzlich erst einmal auf Englisch an?

Wenn man Asiaten oder Menschen aus Syrien mit Englisch anspricht freuen die sich und man ist total "weltoffen" als Deutscher. In Spanien und Frankreich habe ich es erlebt, dass die Lwute keinen Milimeter abgewichen sind von Ihrer Sprache, die ich offensichtlich nicht verstand... fand ich nicht so nett. Naja muss man eben abwarten und hoffen, dass der andere zu erst spricht dann kann man ja richtig reagieren und hofdwntlich keinen verletzen

Deine Spanien- und Frankreich-Beispiele sind natürlich Muster dafür, wie man es nicht machen sollte. Ganz klar. Wenn dein Gegenüber dich auf Deutsch nicht versteht, ist es natürlich nur anständig, nach Möglichkeit auf eine gemeinsame andere Sprache zu wechseln. Du bist kein bisschen weniger "weltoffen", wenn du ins Englische wechselst, sobald du merkst, dass dein Deutsch nicht verstanden wurde. Das dauert in der Regel keine zwei Sekunden.

Du verletzt höchstwahrscheinlich niemanden, wenn du Menschen dunklerer Hautfarbe zuerst auf Deutsch ansprichst und dann ins Englische wechselst, wenn sie dich nicht verstehen. Dafür verletzt du höchstwahrscheinlich Menschen dunklerer Hautfarbe, wenn du sie grundsätzlich auf Englisch ansprichst. Die Strategie, mit der du die wenigsten Menschen verletzt, ist also, zuerst Deutsch zu sprechen und dann bei Bedarf zu wechseln. Du hast doch in deinem ersten Beitrag geschrieben, es ginge dir um ein Entgegenkommen und Freudemachen. Ist es da nicht wichtig, was die Gesprächspartner selbst dazu sagen? Es ist nicht nur deine eigene Intention wichtig. Noch wichtiger ist, wie dein Verhalten beim Gegenüber ankommt.

Wer für sich in Anspruch nimmt, sich anderen Menschen gegenüber entgegenkommend oder rücksichtsvoll zu verhalten, sollte auch auf diese Menschen hören, wenn sie erzählen, was sie darunter verstehen.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Jens, Dortmund, Montag, 05.03.2018, 11:15 (vor 2860 Tagen) @ Nolte

Schön erklärt. Es ist auch immer wieder erstaunlich, wie nicht-Betroffene erklären wollen, was der Betroffene davon zu halten hat.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Schaumkrone, Celle, Montag, 05.03.2018, 12:38 (vor 2860 Tagen) @ Jens

Zugegeben - mein direkter Kontakt mit Schwarzen ist überschaubar. Ich hatte in den letzten Jahren sehr viel mit Menschen aus Syrien zu tun. Egal ob in der Schule, im Fußballverein... wenn es die Planung z.B.von Fahrgemeinschaften ging oder um Ausflüge der Schule wurde ich oft dazugebeten um halbwegs übersetzten zu können. Auch nach nun 1-2 Jahren spreche ich einen Großteil der Eltern noch immer in Englisch an - die Kinder nicht - die haben sehr schnell Deutsch gelernt.
Ist wohl auch immer situationsbedingt und klar: Englisch natürlich erst nachdem ich der Meinung bin, dass es auf Deutsch nicht geht. Dachte das wäre selbstverständlich.

Aber dennoch bin ich der Meinung der Begriff Rassismus wird sehr schnell und sehr oft falsch benutzt. Ich hatte z.B. in meiner Schule gerade eine Diskussion darüber. Wir machen für den guten Zweck diverse Aktionen über den Schulverein (Flohmärkte, Laternenfest, Geschenke sammeln vor xMas usw. usw.) deren Einnahmen dem guten Zweck zukommen. In der Vergangenheit waren das oft Sachen wie Fußballschuhe für die syrischen Kinder, Fahrräder usw. Dieses Jahr hat eine Armenierin aus der Klasse den Vorschlag gemacht das Geld aus dem nächsten Flohmarkt nicht für die Syrer sondern für eine Deutsche Familie zu nutzen (5 Kinder, arm, Vater vor Weihnachten plötzlich verstorben. Inklusionskinder,) da die Syrer mittlerweile eine schöne Bleibe, Führerschein, Auto usw. haben.
Die Frau wurde tagelang und übelst als Rassistin beschimpft.... das ist einfach falsch! (Selber vor vielleicht 10 Jahren aus Armenien geflüchtet!)

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Jens, Dortmund, Montag, 05.03.2018, 13:40 (vor 2860 Tagen) @ Schaumkrone

Ja, kann alles sein. Das hat aber nichts damit zu, was Akanji gesagt hat. Und natürlich ist es für einen Farbigen, der in Deutschland (oder der Schweiz) aufwächst, frustrierend, immer wieder englisch angesprochen zu werden. Immer wieder das Gefühl zu haben, nicht dazu zu gehören. Und das ist ja nur eine Facette, die meisten erleben täglich noch ganz andere Dinge.

Dann immer den Vergleich zu ziehen, als weißer Mitteleuropäer würde man in Asien auch englisch angesprochen, ist einfach lächerlich bis ärgerlich. Wir sind als Touristen oder Geschäftsleute in Asien alles andere als benachteiligt oder gar offenem Rassismus ausgesetzt.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

1984, Ruhrpott, Montag, 05.03.2018, 00:39 (vor 2860 Tagen) @ FullHD

Eben!!!!
Aber genau das wird doch getan.
Satt völlig normal Jemanden in Deutschland auf Deutsch anzusprechen stellt man sich, aufgrund der Hautfarbe, um und spricht plötzlich Englisch. Warum? ;)

Ganz einfach. Aus Höflichkeit. Passiert mir auch. Da erzählt mir meine Frau von Gerüchen, wird plötzlich knallrot, wei sie sich erinnert, dass ich nicht riechen kann und entschuldigt sich. Warum? Ist doch totaler Käse!

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

FullHD, Montag, 05.03.2018, 00:44 (vor 2860 Tagen) @ 1984

Aus Höflichkeit spricht man mit dem Fremden Englisch, aber deine eigene Frau ist nicht höflich genug um sich auf dein Geruchsdefizit einzustellen...ich denke eher nicht ;)

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Flemm, Sonntag, 04.03.2018, 21:51 (vor 2861 Tagen) @ Maja

Auf blick.ch gibts unter diesem Titel ein Interview mit Manuel Akanji über blaue Freunde, Sprachprobleme in Dortmund, Chappi und Bürki.

Es ist dem guten Jungen nur zu wünschen, dass er mit Rassismus in Zukunft weniger Probleme haben wird als mit Zuspielen direkt zum Gegner.


Wobei man sagen muss, dass er unter Rassismus "auf Englisch angesprochen werden" versteht. Mehr Klagen hat er diesbezüglich nicht.

Und selbst das finde ich eher lächerlich. Wenn ich in China bin und mich dort die Menschen anstatt auf Chinesisch eben auf Englisch ansprechen, sind das dann auch rassisten?
Nach der Logik müsste in jedem Land jede Person (egal wie sie aussieht) in der jeweiligen Landessprache angesprochen werden.
Und allein seinem Kleidungsstil nach zu urteilen sieht er halt eher amerikanisch/modern aus, was auch überhaupt nicht wertend gemeint ist.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Flemm, Sonntag, 04.03.2018, 21:59 (vor 2860 Tagen) @ Flemm


Und selbst das finde ich eher lächerlich. Wenn ich in China bin und mich dort die Menschen anstatt auf Chinesisch eben auf Englisch ansprechen, sind das dann auch rassisten?

Nö, das hat aber auch niemand gesagt. Weder für China, noch für hier.

Nach der Logik müsste in jedem Land jede Person (egal wie sie aussieht) in der jeweiligen Landessprache angesprochen werden.

Jap, das wäre ein Ziel, auf das man hinarbeiten könnte. Es wäre jedenfalls besser, als bei einem Menschen, der nicht dem Bild des "weißen Klischeedeutschen" entspricht, davon auszugehen, dass der "nicht von hier" kommt. Kulturelle Durchmischung gibt es seit Jahrhunderten und sie nimmt auch eher nicht mehr ab.
Wenn du dann doch mal an einen Touristen gerätst, wird der dir schnell zu verstehen geben, dass er kein Deutsch spricht ;)

Und allein seinem Kleidungsstil nach zu urteilen sieht er halt eher amerikanisch/modern aus, was auch überhaupt nicht wertend gemeint ist.

In der Schweiz kleiden sich eine ganze Menge junger Leute genauso^^

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

1984, Ruhrpott, Sonntag, 04.03.2018, 22:03 (vor 2860 Tagen) @ Nolte


Und selbst das finde ich eher lächerlich. Wenn ich in China bin und mich dort die Menschen anstatt auf Chinesisch eben auf Englisch ansprechen, sind das dann auch rassisten?


Nö, das hat aber auch niemand gesagt. Weder für China, noch für hier.

Nach der Logik müsste in jedem Land jede Person (egal wie sie aussieht) in der jeweiligen Landessprache angesprochen werden.


Jap, das wäre ein Ziel, auf das man hinarbeiten könnte. Es wäre jedenfalls besser, als bei einem Menschen, der nicht dem Bild des "weißen Klischeedeutschen" entspricht, davon auszugehen, dass der "nicht von hier" kommt. Kulturelle Durchmischung gibt es seit Jahrhunderten und sie nimmt auch eher nicht mehr ab.
Wenn du dann doch mal an einen Touristen gerätst, wird der dir schnell zu verstehen geben, dass er kein Deutsch spricht ;)

Und allein seinem Kleidungsstil nach zu urteilen sieht er halt eher amerikanisch/modern aus, was auch überhaupt nicht wertend gemeint ist.


In der Schweiz kleiden sich eine ganze Menge junger Leute genauso^^

Weiß nich wie es dir ergeht. Wenn ich in Südeuropa oder Nordafrika Urlaub mache gehen die meisten Einheimischen dort davon aus dass ich Tourist bin und quatschen mich netterweise auf englisch oder deutsch an. Find ich jetzt nicht rassistisch auch wenns sein könnte dass ich geborener Ägypter bin. Find icb eher rücksichtsvoll.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

1984, Sonntag, 04.03.2018, 22:11 (vor 2860 Tagen) @ 1984

Das könnte daran liegen, dass du dich dort vermehrt an Orten aufhältst, an denen auch sehr viele Touristen anzutreffen sind, oder dass du dich an den weniger touristischen Orten vielleicht nicht so zielgerichtet und selbstsicher bewegst, wie man das an einem ortskundigen Einheimischen wahrnehmen würde. Dazu kommt eventuell deine Kleidung, die möglicherweise nicht unbedingt lokalen Gepflogenheiten entspricht.
Das sind aber alles nur Vermutungen. Selbst wenn diese nicht zutreffen und du dich dort komplett verhältst wie die Einheimischen: Dass du dort wegen deines Aussehens anders behandelt wirst, rechtfertigt ja nicht, dass die Leute in Deutschland und der Schweiz das auch machen sollen.
Du findest das nämlich vermutlich deshalb rücksichtsvoll, weil du in den von dir beschriebenen Ländern tatsächlich auch Tourist bist. Wärst du dort geboren, würdest dein Leben lang dort leben, würdest die Landessprache perfekt beherrschen und wärst einfach insgesamt genauso Einheimischer wie alle anderen um dich herum, dann würde das ganz sicher anders auf dich wirken.

Die Erfahrungen eines Touristen in einem Land lassen sich nur äußerst selten mit deinen eines Einheimischen vergleichen. Urlaub =/= Alltag.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

1984, Ruhrpott, Sonntag, 04.03.2018, 22:15 (vor 2860 Tagen) @ Nolte

Jo, siehe mein Posting mit der Apothekerin eben. Nervt. Stimmt. Muss aber nicht überall Bösartigkeit wittern. Vielleicht einfach nett und rücksichtsvoll gemeint.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

1984, Sonntag, 04.03.2018, 22:21 (vor 2860 Tagen) @ 1984

Es hat doch überhaupt niemand gesagt, dass da Bösartigkeit dahinter stecke!?

Möglicherweise meint es der andere Mensch tatsächlich rücksichtsvoll und kein bisschen böse. Alltagsrassismus ist es trotzdem, weil man automatisch wegen Vorurteilen auf Basis der Hautfarbe eines Menschen auf ein damit nicht zusammenhängendes Persönlichkeitsmerkmal schließt.

Das heißt nicht, dass ich die Leute als Rassisten oder bösartige Menschen ansehe. In keiner Weise! Aber man kann doch darauf aufmerksam machen, dass dieses Verhalten bei den Adressaten nicht so gut ankommt, und dass man diese negative Wirkung mit einer minimalen Verhaltensänderung problemlos verhindern könnte.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

1984, Ruhrpott, Sonntag, 04.03.2018, 22:29 (vor 2860 Tagen) @ Nolte

Es hat doch überhaupt niemand gesagt, dass da Bösartigkeit dahinter stecke!?

Möglicherweise meint es der andere Mensch tatsächlich rücksichtsvoll und kein bisschen böse. Alltagsrassismus ist es trotzdem, weil man automatisch wegen Vorurteilen auf Basis der Hautfarbe eines Menschen auf ein damit nicht zusammenhängendes Persönlichkeitsmerkmal schließt.

Das heißt nicht, dass ich die Leute als Rassisten oder bösartige Menschen ansehe. In keiner Weise! Aber man kann doch darauf aufmerksam machen, dass dieses Verhalten bei den Adressaten nicht so gut ankommt, und dass man diese negative Wirkung mit einer minimalen Verhaltensänderung problemlos verhindern könnte.

Is keine Antwort von dir. In dem Moment wo du entscheiden musst is das ein Ausländer oder Deutscher, is das ein Schwuler oder ein Hetero is das aus deiner Sicht immer sofort rassistisch. Problem is nur dass du bei falscher Wahl ins Fettnäpfen trittst. Immer neutral geht halt nicht und is für mich auch kein Rassismus ob gewollt oder ungewollter.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

1984, Sonntag, 04.03.2018, 22:33 (vor 2860 Tagen) @ 1984

Hä? Was hat das denn mit Schwuler oder Hetero zu tun? Wir sind hier beim Thema: "Der Mensch ist nicht weiß, also vermutlich kein Deutscher und kann kein Deutsch und nicht von hier." Das hat doch mit sexueller Orientierung nichts zu tun.

Und in welches Fettnäpfchen trittst du, wenn du einen Touristen auf Deutsch ansprichst, der aber leider kein Deutsch spricht? Tritt da irgendein Problem auf? Fühlst du dich schlecht, wenn du im Spanien-Urlaub von den Leuten auf Spanisch angesprochen wirst?

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

1984, Ruhrpott, Sonntag, 04.03.2018, 22:45 (vor 2860 Tagen) @ Nolte

Hä? Was hat das denn mit Schwuler oder Hetero zu tun? Wir sind hier beim Thema: "Der Mensch ist nicht weiß, also vermutlich kein Deutscher und kann kein Deutsch und nicht von hier." Das hat doch mit sexueller Orientierung nichts zu tun.

Wenn du nem vermeintlichen Ausländer gegenüber versuchst besonders freundlich aufzutreten bisse Rassist. Wenn du bei wem davon ausgehst der oder die sei hetero und der oder die isses nich bisse rücksichtslos oder homophob. Wenn du nen Koch als Koch und nicht als Küchenmanager bezeichnest bisse nen Küchenmanager-Hasser oder einfach nicht up to date. War ausgedacht. Hab aufgehört die neuen Berufsbezeichnungen auswendig zu lernen. Wenn du sagst Männer und Frauen sind nicht gleich und das sind sie definitiv nich bist du ein Sexist. Wenn du Glück hast wird noch n Unterschied gemacht ob gewollter oder ungewollter Rassist / Sexist / Homophober etc. Einfach nur noch daneben. Is halt wie mit dem Beispiel der Apothekerin oben. Ich kann in allem was böses sehen. Klärt sie mich auf hält sie mich für dämlich (ICH WEIß HERRGOTT NOCHMAL WIE ICH DAS ZEUGS EINNEHMEN MUSS), erklärt sie es mir nicht ist sie einfach unfreundlich. Lässt sich auf alles übertragen.


Und in welches Fettnäpfchen trittst du, wenn du einen Touristen auf Deutsch ansprichst, der aber leider kein Deutsch spricht? Tritt da irgendein Problem auf? Fühlst du dich schlecht, wenn du im Spanien-Urlaub von den Leuten auf Spanisch angesprochen wirst?

Jo ich freu mich allerdings wenn ich in Ägypten nich auf arabisch angesprochen werde. Ich schwör sollte ich jemals arabisch lernen und es verstehen werd ich trotzdem nicht bös sein und Skandal schreien wenn mich jemand in Ägypten nicht auf arabisch anspricht. Das Leben wär für alle echt angenehmer wenn nicht an jeder Stelle ein Skandal gewittert würd und es nicht nur schwarz oder weiß gibt.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Sivas, Montag, 05.03.2018, 03:26 (vor 2860 Tagen) @ 1984

Scheint wohl eher ein sehr deutsches Problem zu sein.

Im Ausland werden ich so gut wie nur auf English angesprochen, sollte ich mich optisch von den Einheimischen unterscheiden.

Wohin der Wahnsinn führt sieht man am kanadische Premier Justin Trudeau. Der es wagte in traditionell indischen Kleidung zu erscheinen.

Für links eingestellte trat dort ein neues Problem auf, kulturellen Aneignung.
Mit diesem Kampfbegriff ziehen selbst ernannte Antirassisten gegen Menschen zu Felde, die Symbole, Kleidungsstücke, Dialekte, Rituale, Frisuren und vieles mehr aus anderen Kulturen gebrauchen.


Ob sie sich derlei Wahnsinn auch bei einem Dunkelhäutigen erlaubt hätten? Oder ist kulturellen Aneignung ein auf weiße Menschen genormtes Phänomen?

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

FullHD, Sonntag, 04.03.2018, 23:43 (vor 2860 Tagen) @ 1984

Du scheinst mir eher ein Problem mit Ignoranz und Empathie zu haben, als mit Rassismus, Homophobie oder sonstigem.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

1984, Ruhrpott, Sonntag, 04.03.2018, 23:58 (vor 2860 Tagen) @ FullHD

Is jetz ein Allgemeinplatz von dir. Führst du das bitte genauer aus? Ich hab die Weisheit sicher nicht gepachtet und bin ernsthaft offen für andre Vorschläge. Auch bitte auf meine sehr spezielle Situation in Bezug auf Riechen. Mach ich das falsch es mit Humor zu sehen? Wie sollte ich deiner Meinung nach umgehen mit Menschen die davon ausgehen dass ihre Mitmenschen riechen können? Ungewollte Rassisten? Wie mach ich es am besten? Ernst gemeinte Frage.
Übrigens kenne ich einen Menschen, der taub ist der von gleichen Problemen wie ich klagt. Die meisten Menschen erwarten wirklich, kein Witz, dass ihre Mitmenschen hören, sehen, sprechen und riechen können was nun wirklich nich der Fall ist. Wie sollten wir mit unseren Mitmenschen umgehen? Denn WIR können nich alle riechen, sprechen, sehen und hören. Was speziell tust du um sicherzugehen dass der Nachbar in der U-bahn nicht riechen kann oder nicht ehen kann oder nicht hören kann oder nicht sprechen kann oder Problem mit seinem Geschlecht hat oder krank ist oder unter einer speziellen Phobie leidet oder sonst etwas zu beachten ist? Ambste nicht ansprechem bevor man etwas Falsches sagt? Auch hier: Ernst gemeinte Frage. Oder siehst du einen Unterschied zwischen andere Hautfarbe haben und krank sein und eingeschränkt sein? Und wenn ja warum?

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

FullHD, Montag, 05.03.2018, 00:09 (vor 2860 Tagen) @ 1984

Is jetz ein Allgemeinplatz von dir. Führst du das bitte genauer aus? Ich hab die Weisheit sicher nicht gepachtet und bin ernsthaft offen für andre Vorschläge. Auch bitte auf meine sehr spezielle Situation in Bezug auf Riechen. Mach ich das falsch es mit Humor zu sehen? Wie sollte ich deiner Meinung nach umgehen mit Menschen die davon ausgehen dass ihre Mitmenschen riechen können? Ungewollte Rassisten? Wie mach ich es am besten? Ernst gemeinte Frage.
Übrigens kenne ich einen Menschen, der taub ist der von gleichen Problemen wie ich klagt. Die meisten Menschen erwarten wirklich, kein Witz, dass ihre Mitmenschen hören, sehen, sprechen und riechen können was nun wirklich nich der Fall ist. Wie sollten wir mit unseren Mitmenschen umgehen? Denn WIR können nich alle riechen, sprechen, sehen und hören. Was speziell tust du um sicherzugehen dass der Nachbar in der U-bahn nicht riechen kann oder nicht ehen kann oder nicht hören kann oder nicht sprechen kann oder Problem mit seinem Geschlecht hat oder krank ist oder unter einer speziellen Phobie leidet oder sonst etwas zu beachten ist? Ambste nicht ansprechem bevor man etwas Falsches sagt? Auch hier: Ernst gemeinte Frage. Oder siehst du einen Unterschied zwischen andere Hautfarbe haben und krank sein und eingeschränkt sein? Und wenn ja warum?


Genau deinen angesprochenen Eindruck habe ich auch.
Du fängst hier an Rassismus mit Krankheiten und sonstigem unpassendem Zeug zu vergleichen, da kommt man echt aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus.

Wenn man öfter davon hört, dass es Leute tierisch stört, wenn sie in ihrer Heimat in fremder Sprache angesprochen werden, wo ist das Problem einfach erstmal JEDEN in Deutschland auf Deutsch anzusprechen, wenn er kein Deutsch kann wird er dir das schon zu verstehen geben, da muss man kein Gedankenleser für sein. Genau das meine ich mit Ignoranz und fehlender Empathie, wenn man nicht einfach mal annehmen kann, dass es diese Leute auf Dauer nunmal stört und man es doch auf einfachste Art und Weise ändern könnte.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

1984, Sonntag, 04.03.2018, 22:57 (vor 2860 Tagen) @ 1984


Wenn du nem vermeintlichen Ausländer gegenüber versuchst besonders freundlich aufzutreten bisse Rassist.

Das hier ist doch gerade der springende Punkt! Du guckst einen Menschen an und denkst dir nur auf Basis seines Aussehens "Der is' nich' von hier".
Die Beurteilung und Andersbehandlung eines Menschen allein aufgrund seiner Hautfarbe ist die gottverdammte Definition von Rassismus!

Das ist mit allen weiteren Beispielen von dir in keiner Weise vergleichbar.

Wenn du bei wem davon ausgehst der oder die sei hetero und der oder die isses nich bisse rücksichtslos oder homophob.

Nein, bist du nicht.

Wenn du nen Koch als Koch und nicht als Küchenmanager bezeichnest bisse nen Küchenmanager-Hasser oder einfach nicht up to date.

Nein, bist du nicht.

War ausgedacht. Hab aufgehört die neuen Berufsbezeichnungen auswendig zu lernen. Wenn du sagst Männer und Frauen sind nicht gleich und das sind sie definitiv nich bist du ein Sexist.

Nein, bist du nicht. Gibt übrigens ne Menge Feministinnen, die auch der Meinung sind, dass Männer und Frauen nicht gleich sind.

Wenn du Glück hast wird noch n Unterschied gemacht ob gewollter oder ungewollter Rassist / Sexist / Homophober etc. Einfach nur noch daneben. Is halt wie mit dem Beispiel der Apothekerin oben. Ich kann in allem was böses sehen.

Du kannst auch einfach mal die Perspektive wechseln und den Leuten zuhören, die dir erzählen, wie es auf sie wirkt. Akanji ist bei Weitem nicht der einzige Mensch, der von solchen Erlebnissen berichtet. Wie wäre es, wenn du einfach mal respektvoll den Menschen Gehör schenkst, anstatt dich auf Grundlage an den Haaren herbeigezogener Vergleiche darüber zu empören, dass irgendwer dich als Rassist bezeichne, obwohl das überhaupt niemand getan hat?

Klärt sie mich auf hält sie mich für dämlich (ICH WEIß HERRGOTT NOCHMAL WIE ICH DAS ZEUGS EINNEHMEN MUSS), erklärt sie es mir nicht ist sie einfach unfreundlich. Lässt sich auf alles übertragen.

Vielleicht klärt sie dich auch deshalb standardmäßig auf, weil es in dem Fall, dass du nicht Bescheid wüsstest (und das kann sie dir nicht ansehen) unter Umständen für dich ziemlich schlimme Folgen haben könnte? Es geht um Medikamente mit Nebenwirkungen, da geht man als Apothekerin lieber mal auf Nummer sicher?


Jo ich freu mich allerdings wenn ich in Ägypten nich auf arabisch angesprochen werde. Ich schwör sollte ich jemals arabisch lernen und es verstehen werd ich trotzdem nicht bös sein und Skandal schreien wenn mich jemand in Ägypten nicht auf arabisch anspricht. Das Leben wär für alle echt angenehmer wenn nicht an jeder Stelle ein Skandal gewittert würd und es nicht nur schwarz oder weiß gibt.

Tja. Genau mein Punkt: Urlaub in der Fremde =/= Alltag in der Heimat.
Der Tourist leidet in der Regel nicht darunter, in der Fremde in der dortigen Sprache angesprochen zu werden.
Viele Einheimische dagegen leiden darunter, in der Heimat als Fremde betrachtet zu werden.

Die größere Chance, negativ wirkendes Verhalten zu vermeiden, hast du also, wenn du davon ausgehst, dass du es mit einem Einheimischen zu tun hast. Wenn du da falsch liegst, passiert nicht viel (-> Tourist wird in örtlicher Sprache angesprochen: kein Problem). Sprichst du dagegen einen Einheimischen in einer Fremdsprache an, passiert unter Umständen viel (-> Einheimischer wird als Fremder behandelt). Bloße Logik oder Wahrscheinlichkeitsrechnung zeigt also auf, was die klar zu bevorzugende Strategie ist ;)

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

1984, Ruhrpott, Sonntag, 04.03.2018, 23:27 (vor 2860 Tagen) @ Nolte

Die Beurteilung und Andersbehandlung eines Menschen allein aufgrund seiner Hautfarbe ist die gottverdammte Definition von Rassismus!

Jetz muß ich doch nochwas schreiben. Eben nich. Das Herabsetzen von Menschen wegen körperlichen Merkmalen ist Rassismus. Nich die Andersbehandlung.

Wenn ich ner Frau helfe schwere Sachen zu tragen is das keine Frauenfeindlichkeit Klar behandle ich sie anders als nen Mann aber ich behandle sie nich anwertend.

Wenn ich jemanden, der ausländisch wirkt Hilfsangebote gebe ist das kein Rassismus. Klar behandle ich ihn anders als jemanden der offensichtlich nich fremd ist, aber nich abwertend.

Wenn ich jemanden der körperlich behindert wirkt entsprechende Hilfsangebote zukommen lasse ist das kein Rassimus. Klar behandle ich ihn anders als jemanden der offensichtlich nich eingeschränkt ist, aber nich abwertend.

In dem Moment in dem es schlimmer ist einem vermeintlich Bedürftigen ein Hilfsangebot zu machen als ihn einfach zu ignorieren aus political correctness (ich könnte ihm ja vor den Kopf stossen) läuft in unserer Gesellschaft etwas gewaltig schief.Ich lehn mich aus dem Fenster und sach dass das definitiv der Fall ist.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Donngal, Montag, 05.03.2018, 15:11 (vor 2860 Tagen) @ 1984

Die Beurteilung und Andersbehandlung eines Menschen allein aufgrund seiner Hautfarbe ist die gottverdammte Definition von Rassismus!


Jetz muß ich doch nochwas schreiben. Eben nich. Das Herabsetzen von Menschen wegen körperlichen Merkmalen ist Rassismus. Nich die Andersbehandlung.

Nein. Schon die Andersbehandlung ist Rassismus. Es gibt auch positiven Rassismus.

Wenn ich ner Frau helfe schwere Sachen zu tragen is das keine Frauenfeindlichkeit Klar behandle ich sie anders als nen Mann aber ich behandle sie nich anwertend.

Wenn sie es wünscht nicht, machst du es aber gegen Ihren Willen oder ungefragt, dann ist es abwertend.

Wenn ich jemanden, der ausländisch wirkt Hilfsangebote gebe ist das kein Rassismus. Klar behandle ich ihn anders als jemanden der offensichtlich nich fremd ist, aber nich abwertend.

Allein schon aufgrund einer optischen Wirkung darauf zu schliessen dass jemand Ausländisch ist, ist Rassismus.

Wenn ich jemanden der körperlich behindert wirkt entsprechende Hilfsangebote zukommen lasse ist das kein Rassimus. Klar behandle ich ihn anders als jemanden der offensichtlich nich eingeschränkt ist, aber nich abwertend.

In dem Moment in dem es schlimmer ist einem vermeintlich Bedürftigen ein Hilfsangebot zu machen als ihn einfach zu ignorieren aus political correctness (ich könnte ihm ja vor den Kopf stossen) läuft in unserer Gesellschaft etwas gewaltig schief.Ich lehn mich aus dem Fenster und sach dass das definitiv der Fall ist.

Ich warte lieber bis Menschen mitteilen, was sie gerne möchten, als ungefragte Hilfe zu leisten. Die meisten Menschen kommen wunderbar alleine zurecht. Wenn jemand Hilfe braucht, artikuliert der das sicherlich.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

FullHD, Montag, 05.03.2018, 00:18 (vor 2860 Tagen) @ 1984

Die Beurteilung und Andersbehandlung eines Menschen allein aufgrund seiner Hautfarbe ist die gottverdammte Definition von Rassismus!


Jetz muß ich doch nochwas schreiben. Eben nich. Das Herabsetzen von Menschen wegen körperlichen Merkmalen ist Rassismus. Nich die Andersbehandlung.

Wenn ich ner Frau helfe schwere Sachen zu tragen is das keine Frauenfeindlichkeit Klar behandle ich sie anders als nen Mann aber ich behandle sie nich anwertend.

Wenn ich jemanden, der ausländisch wirkt Hilfsangebote gebe ist das kein Rassismus. Klar behandle ich ihn anders als jemanden der offensichtlich nich fremd ist, aber nich abwertend.

Wenn ich jemanden der körperlich behindert wirkt entsprechende Hilfsangebote zukommen lasse ist das kein Rassimus. Klar behandle ich ihn anders als jemanden der offensichtlich nich eingeschränkt ist, aber nich abwertend.

In dem Moment in dem es schlimmer ist einem vermeintlich Bedürftigen ein Hilfsangebot zu machen als ihn einfach zu ignorieren aus political correctness (ich könnte ihm ja vor den Kopf stossen) läuft in unserer Gesellschaft etwas gewaltig schief.Ich lehn mich aus dem Fenster und sach dass das definitiv der Fall ist.

Du zeigst ihm, wenn du ihn auf zb Englisch ansprichst, dass er für dich hier nicht ins Bild passt, egal ob gewollt oder ungewollt. Das hat nichts mit political correctness zu tun, sondern das hat etwas mit Empathie zu tun, wenn du ständig behandelt würdest, als würdest du nicht nach Deutschland gehören, dann stört dich das vermutlich auch irgendwann, egal ob es denn im Normalfall nicht abwertend gemeint ist oder nicht. Und worin genau liegt das Problem erstmal Jeden hier auf Deutsch anzusprechen?

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

1984, Ruhrpott, Montag, 05.03.2018, 00:22 (vor 2860 Tagen) @ FullHD

Die Beurteilung und Andersbehandlung eines Menschen allein aufgrund seiner Hautfarbe ist die gottverdammte Definition von Rassismus!


Jetz muß ich doch nochwas schreiben. Eben nich. Das Herabsetzen von Menschen wegen körperlichen Merkmalen ist Rassismus. Nich die Andersbehandlung.

Wenn ich ner Frau helfe schwere Sachen zu tragen is das keine Frauenfeindlichkeit Klar behandle ich sie anders als nen Mann aber ich behandle sie nich anwertend.

Wenn ich jemanden, der ausländisch wirkt Hilfsangebote gebe ist das kein Rassismus. Klar behandle ich ihn anders als jemanden der offensichtlich nich fremd ist, aber nich abwertend.

Wenn ich jemanden der körperlich behindert wirkt entsprechende Hilfsangebote zukommen lasse ist das kein Rassimus. Klar behandle ich ihn anders als jemanden der offensichtlich nich eingeschränkt ist, aber nich abwertend.

In dem Moment in dem es schlimmer ist einem vermeintlich Bedürftigen ein Hilfsangebot zu machen als ihn einfach zu ignorieren aus political correctness (ich könnte ihm ja vor den Kopf stossen) läuft in unserer Gesellschaft etwas gewaltig schief.Ich lehn mich aus dem Fenster und sach dass das definitiv der Fall ist.


Du zeigst ihm, wenn du ihn auf zb Englisch ansprichst, dass er für dich hier nicht ins Bild passt, egal ob gewollt oder ungewollt. Das hat nichts mit political correctness zu tun, sondern das hat etwas mit Empathie zu tun, wenn du ständig behandelt würdest, als würdest du nicht nach Deutschland gehören, dann stört dich das vermutlich auch irgendwann, egal ob es denn im Normalfall nicht abwertend gemeint ist oder nicht. Und worin genau liegt das Problem erstmal Jeden hier auf Deutsch anzusprechen?

Aber dann sag mir bitte worin der Unterschied liegt. Wieso gehst du davon aus dass jeder Menschen riechen, sprechen, hören und sehen kann? Jemand oben geht unverschämterweise davon aus dass wenn jemand nich riechen kann auch keine Nase hat (echt? ernsthaft?). Und es gibt nich wenige die wie ein Mann oder eine Frau aussehen aber trans sind. Wieso ist es nocht selbstverständlich jemanden so zu behandeln als sei er oder sie blind taub stumm und kann nich riechen?

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

FullHD, Montag, 05.03.2018, 00:32 (vor 2860 Tagen) @ 1984

Natürlich gehe ich bei Jedem davon aus, dass er riechen, hören, sehen kann, der Anteil an Menschen mit Defiziten in den Bereichen sind ja nunmal auch sehr gering und wenn eine andere Behandlung nötig sein sollte (lauter Sprechen oä) dann kann man immer noch darauf hingewiesen werden.

Deine Beispiele sind allerdings ziemlich schlecht gewählt, denn du gehst in deinen Beispielen davon aus, dass man alle, wegen Minderheiten anders behandeln müsste. Das Gegenteil ist aber der Fall. In dem Fall der Dunkelhäutigen sollte man nämlich einfach die Minderheit genauso behandeln wie den Rest auch.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

1984, Montag, 05.03.2018, 00:28 (vor 2860 Tagen) @ 1984

Aber dann sag mir bitte worin der Unterschied liegt. Wieso gehst du davon aus dass jeder Menschen riechen, sprechen, hören und sehen kann? Jemand oben geht unverschämterweise davon aus dass wenn jemand nich riechen kann auch keine Nase hat (echt? ernsthaft?). Und es gibt nich wenige die wie ein Mann oder eine Frau aussehen aber trans sind. Wieso ist es nocht selbstverständlich jemanden so zu behandeln als sei er oder sie blind taub stumm und kann nich riechen?

Das eine ist eine bewußte Kategorisierung aufgrund äußerlicher Merkmale und das andere ist einfach nur Unwissen?

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

1984, Ruhrpott, Montag, 05.03.2018, 00:35 (vor 2860 Tagen) @ Kulibi77

Aber ist das ein Unterschied? Wir können doch nur aufgrund Alltagserfahrungen und "normalen Schemata" unterscheiden. Die viel entscheidendere Frage ist doch die Bewertung. Ich gehe doch auch nicht davon aus, dass der Mench den ich gerade neu kennen lerne, depressiv ist oder Krebs hat. Aber wenn das der Fall ist akzeptiere ich es. Und bevor ich wieder falsch verstanden werde.Nein, Ausländer sein, oder körperlich oder psychisch anders zu sein ist defintiv keine Krankeit.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

FullHD, Montag, 05.03.2018, 00:41 (vor 2860 Tagen) @ 1984

Aber ist das ein Unterschied? Wir können doch nur aufgrund Alltagserfahrungen und "normalen Schemata" unterscheiden. Die viel entscheidendere Frage ist doch die Bewertung. Ich gehe doch auch nicht davon aus, dass der Mench den ich gerade neu kennen lerne, depressiv ist oder Krebs hat. Aber wenn das der Fall ist akzeptiere ich es. Und bevor ich wieder falsch verstanden werde.Nein, Ausländer sein, oder körperlich oder psychisch anders zu sein ist defintiv keine Krankeit.

Das ist richtig. Nur warum geht man dann bei Dunkelhäutigen davon aus, dass man kein Deutsch mit ihnen sprechen könnte?
Wie oft trifft man Menschen im Alltag, die kein Deutsch können und die man besser direkt auf Englisch angesprochen hätte?

Die Erfahrung müsste uns also eigentlich lehren, dass wir in Deutschland (außer vllt in den ganz krassen Touristädten, an den Tourihotspots) erstmal alles und jeden auf Deutsch ansprechen sollten.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

1984, Montag, 05.03.2018, 00:38 (vor 2860 Tagen) @ 1984

Aber ist das ein Unterschied? Wir können doch nur aufgrund Alltagserfahrungen und "normalen Schemata" unterscheiden. Die viel entscheidendere Frage ist doch die Bewertung. Ich gehe doch auch nicht davon aus, dass der Mench den ich gerade neu kennen lerne, depressiv ist oder Krebs hat. Aber wenn das der Fall ist akzeptiere ich es. Und bevor ich wieder falsch verstanden werde.Nein, Ausländer sein, oder körperlich oder psychisch anders zu sein ist defintiv keine Krankeit.

Ja, einer schwarzen Person automatisch zu unterstellen sie sei ein Ausländer, ist genauso ignorant und unfreundlich, wie jedem Fremden erstmal eine Krebserkrankung oder Depression zu unterstellen. Warum sollte man das tun?

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

1984, Ruhrpott, Montag, 05.03.2018, 00:46 (vor 2860 Tagen) @ Kulibi77

Ehrlich gesagt nervt es etwas die gleiche Frsge zum x.ten Mal zu beantworten. Wenn du all meine Postings gelesen haben solltest, fällt dir vielleicht auf, dass ich bereits geschrieben habe, dass ich niemals einer Person wegen ihrer Hautfarbe Hilfsbedürfnis unterstellt habe.

Lass uns mal sagen, da ist ein Mensch, der fällt mir wegen seines ganzen Verhaltens auf und ich habe das Gefühl er oder sie ist fremd. Und jetzt das entscheidene. Er oder sie ist ZUSÄTZLICH von dunklerer Hautfarbe. Soll ich jetzt besser sagen: Lieber jetzt keine Hilfe anbieten, denn wenn die Person keine Hilfe braucht bin ich nachher noch Rassist weil die Person hat eine dunklere Hautfarbe und ich habe ihr trotzdem Hilfe angeboten? Lieber nur den personen Hilfe anbieten die keine dunkle Hautfarbe haben, denn da gehe ich kein Risiko ein?

Echt jetz. Ich find das echt krank.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

1984, Montag, 05.03.2018, 00:48 (vor 2860 Tagen) @ 1984

Ehrlich gesagt nervt es etwas die gleiche Frsge zum x.ten Mal zu beantworten. Wenn du all meine Postings gelesen haben solltest, fällt dir vielleicht auf, dass ich bereits geschrieben habe, dass ich niemals einer Person wegen ihrer Hautfarbe Hilfsbedürfnis unterstellt habe.

Lass uns mal sagen, da ist ein Mensch, der fällt mir wegen seines ganzen Verhaltens auf und ich habe das Gefühl er oder sie ist fremd. Und jetzt das entscheidene. Er oder sie ist ZUSÄTZLICH von dunklerer Hautfarbe. Soll ich jetzt besser sagen: Lieber jetzt keine Hilfe anbieten, denn wenn die Person keine Hilfe braucht bin ich nachher noch Rassist weil die Person hat eine dunklere Hautfarbe und ich habe ihr trotzdem Hilfe angeboten? Lieber nur den personen Hilfe anbieten die keine dunkle Hautfarbe haben, denn da gehe ich kein Risiko ein?

Echt jetz. Ich find das echt krank.

Worüber redest du? Du kannst jeder Person Hilfe anbieten wann du willst. Oder ist es für deine Hilfsbereitschaft irgendwie entscheidend in welcher Sprache du diese Bereitschaft vorträgst? Was hat die prinzipielle Bereitschaft jemanden zu helfen mit der Sprache zu tun?

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

1984, Ruhrpott, Montag, 05.03.2018, 01:04 (vor 2860 Tagen) @ Kulibi77

Klar. Wenn ich im Rathaus jemanden der dunkelhäutig ist und er unsicher scheint wo er hinmuss darauf anspreche ob er Hilfe brauch und er antwortet dass nur weil er eine dunklere Hautfarbe hat keine Hilfe braucht und ich ihn diskrimieren würde weil er schwarz ist dann überleg ich mir natürlich ob ich Hilfe anbiete. Und wenn ich hier lese dass es unverzeihlich is jemanden Hilfe anzubieten, der eine dunklere Hautfarbe hat weil der mir das ja übel nehmen könnte dann lass ich es halt bleiben.

Is euer Gerechtigkeitsempfinden. Ihr werde aber nur das Gegentei von dem erreichen was ihr eigentlich wollt. Da sind die Rassisten die den Wert eines Menschen und seine Nationalität abhängig machen wollen von seiner Hautfarbe. Und da sind Menschen, die ihr unbedingt in AFD Nähe stellen wollt die überhaupt nichts gegen Menschen mit dunklerer Hautfarbe haben aber etwas dagegen haben in die rechte Ecke gestellt zu werden. das einzige was ihr damit erreichen werdet ist dass ihr Menschen in die rechte Ecke treiben werdet. Und das ist schlimm genug denn die AFD sind Menschenfänger. Hört doch mal mit dieser furchtbaren Gleichmacherei auf.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

1984, Montag, 05.03.2018, 01:11 (vor 2860 Tagen) @ 1984

Klar. Wenn ich im Rathaus jemanden der dunkelhäutig ist und er unsicher scheint wo er hinmuss darauf anspreche ob er Hilfe brauch und er antwortet dass nur weil er eine dunklere Hautfarbe hat keine Hilfe braucht und ich ihn diskrimieren würde weil er schwarz ist dann überleg ich mir natürlich ob ich Hilfe anbiete.

Ist dir das mal passiert?

Und wenn ich hier lese dass es unverzeihlich is jemanden Hilfe anzubieten, der eine dunklere Hautfarbe hat weil der mir das ja übel nehmen könnte dann lass ich es halt bleiben.

Hat das hier irgendwer geschrieben? Ich habe jeden einzelnen Beitrag gelesen und konnte eine solche Passage absolut nirgendwo finden. Ich wäre dir sehr dankbar, wenn du entsprechende Stellen benennen würdest.

PS: Ich wäre wirklich bereit, mit dir über dein unten genanntes Thema zu diskutieren. Und das würde ich auch ernsthaft machen, ich halte deine Frage nämlich durchaus für gut und diskussionswürdig. Über meinen Beitrag dazu müsste ich nachdenken und ich würde mir Mühe geben, die verschiedenen Aspekte zu betrachten und respektvoll zu formulieren.
Es ist hier allerdings schon drei Uhr nachts, mein Wecker klingelt um sechs, und meine Antwort würde entsprechend Mühe bedeuten. Diese Mühe bin ich bereit auf mich zu nehmen, wenn ich den Eindruck gewinne, dass du tatsächlich an einer vernünftigen Diskussion interessiert bist. Diesen Eindruck habe ich leider in dienem gesamten Verhalten bisher nicht gewonnen. Ein Grund ist der Beitrag, auf den ich hier gerade antworte.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

1984, Ruhrpott, Montag, 05.03.2018, 01:40 (vor 2860 Tagen) @ Nolte

Das gleiche Problem habe ich auch und ich finde das Thema auch sehr diskussionswürdig. Wir können es gern auf morgen vertagen.

Ja, das Problem lautet wie folgt: Wenn ich jemanden, der ZUSÄTZLICH (!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!) - ich weiß nicht, wie ich dieses ZUSÄTZLICH noch betonen soll, obgleich ich es so oft geschrieben habe - dunkelhäutig (zusätzlich!!!!!!!!!!!! - bedeutet: Nicht nur weil er dunkelhäutig ist. Aus irgendenem anderen Grund noch. Er ist also nicht nur dunkelhäutig, es gibt noch irgendein anderes Verhalten,was mich darauf schließen lässt, dass diese Person (unabhänging von Hautfarbe, Haarfarbe, mölichen Beruf und selbst gesprochener Sprache von der Person selbst oder von begleitenden Personen - ich kann schreiben, was ich wil. Wetten, dass gleich jemand schreibt, weil er oder sie dunkelhäutiger ist?) Hilfe benötigt oder vielleicht Hilfe benötigt UND (!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!) aus welchem Grund auch immer den Eindruck erweckt er oder sie brauche vielleicht Hilfe (wieder sicherheitshalber ein Einschub von mir weil es so klingt als würde ich nur dunkelhäutigen Menschen Hilfe anbieten. Nein ich biete auch weißen blonden Menschen Hilfe, sogar lieber, weil ich da nicht damit rechnen muß den Vorwurf zu bekommen ich hätte etwas gegen dunkelhäutige Menschen weil ich so fies bin denen Hilfe anzubieten.). Ist das jetzt wirklich klar? Also nicht gegen dunkelhäutige Menschen gerichtet? Verstanden? Ernsthaft?

Also, wenn wirklich verstanden, dann gerne Diskussion. Vielleicht auch Erfahrungswerte. Wie spreche ich jemanden an, der eine dunklere Hautfarbe hat oder einfach nur auf einer fremden Sprache mit einem Begleiter / einer Begleiterin / einer weder männlich noch weiblich eindeutig zugeordneten Transbegleiter(in) spricht (boah, wie anstrengend ist es heutzutage zu schreiben ohne irgendjemanden auf die Füße zu treten), ohne dass diese Person den Eindruck bekommen könte, ich würde nur deswegen feeundlich Hilfe anbieten, weil ich aufgrund von Hautfarbe, Haarfabe, Frisur, sexuellen Orientierung, sexuellen Identität oder sonstigem (wenn ich irgendwelche Gruppierungen außen vor gelassen habe, ist das nicht abwertend oder rassistisch von mir gemeint, sondern weil ich nicht jede Strömung kenne, was aber nicht bedeutet, dass ich solche Strömungen nicht anerkennen oder gar abwerten würde). Äh, wo war ich? Also: Ich wollte sagen dass ich selbst einer "Randgruppe" (die "Nicht-Riecher", was im übrigen "Riecher" nicht abwerten soll) angehöre und jeder heutzutage sch sebst sehr wichtig nimmt im Sprachgebrauch und dass wir gern darüber diskutieren, wie man jedermann und jederfrau und jeder darüberhinaus gerecht werden kann (ohne jemanden diskiskriminieren zu wollen). Wie also jemandem Hilfe anbieten ohne den Eindruck zu erwecken ich täte es nur aufgrund von Hautfarbe, Haarfarbem sexueller Orientierung, usw.? Also morgen gerne weiter. Ich halte das für sehr wichtig.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

1984, Montag, 05.03.2018, 01:49 (vor 2860 Tagen) @ 1984
bearbeitet von Nolte, Montag, 05.03.2018, 01:56

Ok. Also zu deiner Frage unten, die dich persönlich betrifft, würde ich dann wirklich gerne morgen weiter diskutieren, denn dazu ist es mir jetzt zu spät :)

Zu der Frage in diesem Beitrag: "Wie spreche ich eine Person an, die Hilfe zu benötigen scheint?"

Die Antwort ist wirklich denkbar einfach: "Ganz normal"
Es geht wirklich einfach nur darum, ganz normal mit der Person zu sprechen. Es geht darum, mit einer schwarzen Person genauso zu sprechen wie mit einer weißen. Wenn du das beherzigst, kann eigentlich überhaupt nichts passieren.

Worum es in der gesamten Diskussion geht, und was ursprünglich von Akanji angesprochen worden ist, ist Folgendes: Weil er relativ dunkle Haut hat, sprechen die Menschen ihn auf Englisch an, und zwar auch in Situationen, wenn absolut überhaupt nichts darauf hindeutet, dass er kein Deutsch verstehen könnte. Das ist der eigentliche, und einzige, Punkt, um den es geht. Akanji nennt das Beispiel Flugzeug: Die weißen Fluggäste werden auf Deutsch verabschiedet, die schwarzen auf Englisch, und genau das ist eben das Problem. Der einzige mögliche Grund in Akanjis Beispiel für die andere Behandlung ist augenscheinlich die Hautfarbe.

Wenn du also im Rathaus eine Person siehst, die offenbar Hilfe braucht, weil sie nicht weiß, wohin sie muss, sprich sie ruhig an. Ist die Person weiß, würdest du sie wohl auf Deutsch ansprechen, oder? Und hier kommt's: Ist die Person schwarz, machst du es genauso. Das ist echt schon alles.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

1984, Montag, 05.03.2018, 01:09 (vor 2860 Tagen) @ 1984

Klar. Wenn ich im Rathaus jemanden der dunkelhäutig ist und er unsicher scheint wo er hinmuss darauf anspreche ob er Hilfe brauch und er antwortet dass nur weil er eine dunklere Hautfarbe hat keine Hilfe braucht und ich ihn diskrimieren würde weil er schwarz ist dann überleg ich mir natürlich ob ich Hilfe anbiete. Und wenn ich hier lese dass es unverzeihlich is jemanden Hilfe anzubieten, der eine dunklere Hautfarbe hat weil der mir das ja übel nehmen könnte dann lass ich es halt bleiben.

Is euer Gerechtigkeitsempfinden. Ihr werde aber nur das Gegentei von dem erreichen was ihr eigentlich wollt. Da sind die Rassisten die den Wert eines Menschen und seine Nationalität abhängig machen wollen von seiner Hautfarbe. Und da sind Menschen, die ihr unbedingt in AFD Nähe stellen wollt die überhaupt nichts gegen Menschen mit dunklerer Hautfarbe haben aber etwas dagegen haben in die rechte Ecke gestellt zu werden. das einzige was ihr damit erreichen werdet ist dass ihr Menschen in die rechte Ecke treiben werdet. Und das ist schlimm genug denn die AFD sind Menschenfänger. Hört doch mal mit dieser furchtbaren Gleichmacherei auf.

Ich habe keine Ahnung wovon du redest. Selbst wenn hier jemand behauptet hat, es sei falsch einer anscheinend hilfsbedürftigen schwarzen Person Hilfe anzubieten, was hat das mit mir zu tun? Ich bin nicht Teil irgendeiner imaginären Gruppe die dir irgendwas unterstellen will. Wenn es keinen guten Grund gibt eine Person auf Englisch anzusprechen (und die Hautfarbe allein ist kein guter Grund!), dann mach es nicht. Ist eigentlich nur gesunder Menschenverstand. Der einzige der darum so ein riesengroßes ideologisches Problemfeld aufbauen will, das bist du gerade.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

1984, Ruhrpott, Montag, 05.03.2018, 01:14 (vor 2860 Tagen) @ Kulibi77

Ich habe keine Ahnung wovon du redest. Selbst wenn hier jemand behauptet hat, es sei falsch einer anscheinend hilfsbedürftigen schwarzen Person Hilfe anzubieten, was hat das mit mir zu tun? Ich bin nicht Teil irgendeiner imaginären Gruppe die dir irgendwas unterstellen will. Wenn es keinen guten Grund gibt eine Person auf Englisch anzusprechen (und die Hautfarbe allein ist kein guter Grund!), dann mach es nicht. Ist eigentlich nur gesunder Menschenverstand. Der einzige der darum so ein riesengroßes ideologisches Problemfeld aufbauen will, das bist du gerade.

Dann sind wir doch einer Meinung. Wo ist das Problem? Die Frage, die du nicht benatwortet hast lautet doch. Was passiert wenn ich einer dunkelhäutigen Person Hilfe anbiete? Der Grund, warum ich das tue, sei mal dahingestellt, denn normalerweile begründ ich nich warum ich jemanden Hilfe anbiete. Und was is wenndie (dunkelhäutige) Person behauptet ich hätte nur darum Hilfe angeboten weil sie dunkle Hautfarbe hat? Das kann sie natürlich nich wissen. Also wie verhindere ich das? Dunkelhäutigen Menschen keine Hilfe anbieten? Oder beim Hilfsangebot betonen dasses nicht wegen der Hautfarbe is? Oder egal: wer sowas schreibt gehört eh zu denIdentitären?

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

1984, Montag, 05.03.2018, 01:21 (vor 2860 Tagen) @ 1984

Und was is wenndie (dunkelhäutige) Person behauptet ich hätte nur darum Hilfe angeboten weil sie dunkle Hautfarbe hat? Das kann sie natürlich nich wissen. Also wie verhindere ich das? Dunkelhäutigen Menschen keine Hilfe anbieten? Oder beim Hilfsangebot betonen dasses nicht wegen der Hautfarbe is? Oder egal: wer sowas schreibt gehört eh zu denIdentitären?

Und woher kommt diese seltsame und sehr spezielle Problemsituation? Ist weder der Punkt den Akanji ansprechen wollte noch habe ich hier davon gelesen? Passiert dir das häufiger? Ich habe das jedenfalls noch nie erlebt und ist in meinen Augen auch nur eine konstruierte Problemlage.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

1984, Montag, 05.03.2018, 00:03 (vor 2860 Tagen) @ 1984

Zu denken der Neger oder der Araber muss ja irgendwie ein Touri sein, weil solche gibts hier ja nicht, ist vielleicht nicht rassistisch, aber reichlich ignorant gegenüber der gesellschaftlichen Realität im Jahr 2017.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

1984, Montag, 05.03.2018, 00:02 (vor 2860 Tagen) @ 1984


Jetz muß ich doch nochwas schreiben. Eben nich. Das Herabsetzen von Menschen wegen körperlichen Merkmalen ist Rassismus. Nich die Andersbehandlung.

Da hast du eine falsche Vorstellung von Rassismus. Schon Wikipedia schreibt: "Rassismus ist eine Gesinnung oder Ideologie, nach der Menschen aufgrund weniger äußerlicher Merkmale – die eine gemeinsame Abstammung vermuten lassen – als sogenannte 'Rasse' kategorisiert und beurteilt werden."
Eine Kategorisierung und Beurteilung findet statt, wenn du aufgrund von beispielsweise Hautfarbe einen Menschen eher als Einheimischen oder Fremden ansiehst.


Wenn ich ner Frau helfe schwere Sachen zu tragen is das keine Frauenfeindlichkeit Klar behandle ich sie anders als nen Mann aber ich behandle sie nich anwertend.

Das kommt darauf an: Hat sie dich darum gebeten, die schweren Sachen zu tragen, ist das kein Problem. Nimmst du die Sachen dagegen ungefragt und denkst dir oder sagst gar "Du als Frau kannst das eh nicht tragen", kann die Sache anders aussehen.


Wenn ich jemanden, der ausländisch wirkt Hilfsangebote gebe ist das kein Rassismus. Klar behandle ich ihn anders als jemanden der offensichtlich nich fremd ist, aber nich abwertend.

Die Frage, um die es die ganze Zeit geht, ist allerdings: Wann und wieso wirkt ein Mensch auf dich ausländisch?
Wenn das einzige oder wichtigste Merkmal, um "ausländisch zu wirken", die Hautfarbe ist, dann ist das sehr wohl Rassismus.


Wenn ich jemanden der körperlich behindert wirkt entsprechende Hilfsangebote zukommen lasse ist das kein Rassimus. Klar behandle ich ihn anders als jemanden der offensichtlich nich eingeschränkt ist, aber nich abwertend.

Auch hier ist wieder die Frage, ob du um Hilfe gebeten wurdest. Sprich doch beispielsweise mal mit einem Menschen, der im Rollstuhl sitzt, und frage ihn, wie es auf ihn wirkt, wenn er dauernd gefragt wird, ob er Hilfe braucht, obwohl er viele Situationen ganz gut allein zurecht bekommt. (Gibt auch genug Texte zu dem Thema im Internet)

Viele (nicht alle!) Menschen kommen mit ihrer Situation einigermaßen klar und wenn sie doch mal Hilfe brauchen, fragen sie in der Regel.
Das heißt nicht, dass man nicht Rücksicht nehmen soll. Im Gegenteil, Rücksichtnahme ist wichtig. Rücksichtnahme bedeutet aber nicht, allen Leuten ungefragt Hilfe anzubieten, denn damit zeigst du den Menschen ja schon, dass du ihnen nicht zutraust, die Sache allein zu schaffen.


In dem Moment in dem es schlimmer ist einem vermeintlich Bedürftigen ein Hilfsangebot zu machen als ihn einfach zu ignorieren aus political correctness (ich könnte ihm ja vor den Kopf stossen) läuft in unserer Gesellschaft etwas gewaltig schief.Ich lehn mich aus dem Fenster und sach dass das definitiv der Fall ist.

Es redet doch überhaupt niemand von "vermeintlich Bedürftigen". Ich schreibe das jetzt sicher schon zum siebten Mal. Klar soll man Bedürftigen helfen! Du sollst nur nicht denken "Der Typ ist schwarz, der könnte bedürftig sein!"

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

ThoTu_und_Harry, Dortmund, Sonntag, 04.03.2018, 22:55 (vor 2860 Tagen) @ 1984

Es geht nicht darum, dass man nun Angst haben muss als Rassist, Sexist oder sonstwas bezeichnet zu werden. Es geht darum, dass man als es Leuten in ihrem eigenen Umfeld erschwert, Teil der Gesellschaft zu sein indem man sie anders behandelt. Das hat nichts mit deinem Apothekenbeispiel zu tun oder dem Dasein als Tourist.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

ThoTu_und_Harry, Dortmund, Sonntag, 04.03.2018, 21:57 (vor 2860 Tagen) @ Flemm

Es ist eine Ungleichbehandlung, die ich hier in Dortmund genau dieser Form auch schon miterlebt habe. Die Frau vom Karstadt hat dem Kunden in gebrochenem Englisch vermitteln wollen, dass der Laden jetzt schließe, er hat dann akzentfrei auf Deutsch geantwortet. Mag banal klingen, war aber eine recht unangenehme Situation. Dein Beispiel des Touristen möchte ich auch aufgreifen: Als Tourist kann man natürlich mal in eine Situation wie diese kommen. Wenn es dann aber an deinem Wohnort, in deinem Alltagsleben, öfter vorkommt, findest du es auch nicht mehr witzig.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Fussel, Sonntag, 04.03.2018, 22:41 (vor 2860 Tagen) @ ThoTu_und_Harry

Ohne den Text gelesen zu haben...


Ich habe auf dem FC Neujahrsempfang die Nachricht gelesen, dass er zu uns wechselt. Bei der Autogrammbar wollte ich ihn herzlich willkommen heißen, so spontan, weil er schon dabei saß.
Da fragte ich ihn, ob er deutsch sprechen kann. Er sagte ein bisschen. Grinste und flaxte mit eem Spieler neben ihm.
Ich habe ihn daraufhin begrüßt und eben beim BVB willkommen geheißen.

Was meinste was mir das im Nachhinein (die paar Sekunden die ich da hatte und man sich ja danach nicht mehr wirklich wieder gesehen hatte) peinlich war, als ich erfuhr, dass er Schweitzer ist.
Dass er aus Basel kam hatte ich vorher noch erfahren..sonst aber nix.

Ich hatte halt noch keine wirklichen Infos über ihn und zack voll ins Fettnäpfchen. Ich möchte dabei aber sagen, dass ich wirklich nur freundlich sein wollte und verwundert war, dass er überhaupt schon dabei war.

Dass ihn so etwas aber sehr unangenehm ist kann ich nachvollziehen.
Das Herumflaxen nach meiner Frage bzlg. seiner Sprachkenntnisse kann ich jetzt auch besser bzw. anders deuten.

Aber wie gesagt, ich kann ihn voll verstehen, dass ihm das sauer aufstößt.
Die Masse macht es natürlich auch etcpp.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Flemm, Sonntag, 04.03.2018, 22:53 (vor 2860 Tagen) @ Fussel

Finde die Frage jetzt gar nicht so doof. Es sprechen ja nicht alle Schweizer auch deutsch

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

1984, Ruhrpott, Sonntag, 04.03.2018, 22:13 (vor 2860 Tagen) @ ThoTu_und_Harry

Jo, is halt wie in der Apotheke. Kaufe inner fremden Stadt meine Tabletten und die Apothekerin meint echt mir erklären zu müssen was ich alles bei der Einnahme beachten soll. Mein Gott! Ich nehm dat Zeugs seit 10 Jahren. Gut kann sie nicht wissen. Ist nett gemeint. Nervt aber. Wär viel einfacher wenn man in Menschen reinsehen könnt. Kann man aber nicht. Darum erklärt es mir die Apothekerin. Darum spreche ich betont deutlich wenn ich denke das ist ein Ausländer. Sowas nennt sich rücksichtsvoll und nich rassistisch. Wär toll wenn beide lachen könnten wenn sich rausstellt der Eindruck war falsch als überall Rassismus zu wittern.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

ThoTu_und_Harry, Dortmund, Sonntag, 04.03.2018, 22:37 (vor 2860 Tagen) @ 1984

Kaufe inner fremden Stadt

Wie gesagt, es geht darum, dass man in seinem eigenen Umfeld als jemand wahrgenommen wird, der nicht dazu gehört. Daher sind weder der Vergleich mit China, noch der deiner Apotheke passend.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Flemm, Sonntag, 04.03.2018, 22:07 (vor 2860 Tagen) @ ThoTu_und_Harry

Es ist eine Ungleichbehandlung, die ich hier in Dortmund genau dieser Form auch schon miterlebt habe. Die Frau vom Karstadt hat dem Kunden in gebrochenem Englisch vermitteln wollen, dass der Laden jetzt schließe, er hat dann akzentfrei auf Deutsch geantwortet. Mag banal klingen, war aber eine recht unangenehme Situation. Dein Beispiel des Touristen möchte ich auch aufgreifen: Als Tourist kann man natürlich mal in eine Situation wie diese kommen. Wenn es dann aber an deinem Wohnort, in deinem Alltagsleben, öfter vorkommt, findest du es auch nicht mehr witzig.

Ganz ehrlich. Wenn mich in China jemand auf chinesisch ansprechen würde, dann würde ich mir mehr oder weniger denken, was das denn für ein trottel ist. Weil man eben sieht, dass ich kein Chinese bin.
Irgendwo ist es doch normal, dass man sich seinen Gegenüber erst ansieht und dann die Kommunikation eben aufgrund des Vorurteils anpasst. Aber verhindern kann man das nicht, außer man klebt sich einen Sticker mit „ich bin …“ auf die Stirn.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Flemm, Sonntag, 04.03.2018, 22:17 (vor 2860 Tagen) @ Flemm

Du könntest einfach davon ausgehen, dass ein Mensch, dem du in Deutschland begegnest, unabhängig von seinem Aussehen höchstwahrscheinlich Deutscher und/oder der deutschen Sprache mächtig ist. Wenn es dann doch ein Tourist ist, kann man die Sprache noch immer anpassen.

Entgegen deiner augenscheinlichen Meinung kann man nämlich einem Menschen nicht einfach ansehen, welche Nationalität er hat. Es gibt schwarze Deutsche, es gibt "kaukasische" Chinesen, und so weiter. Manche Konstellationen mögen selten sein, aber ganz besonders in diesen Fällen würde schon niedrigschwellige Empathie gebieten, dass man diese sich aufgrund ihrer Seltenheit möglicherweise ohnehin schon als Außenseiter fühlenden Menschen nicht auch noch sprachlich weiter ausschließt.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

1984, Ruhrpott, Sonntag, 04.03.2018, 22:26 (vor 2860 Tagen) @ Nolte

Du könntest einfach davon ausgehen, dass ein Mensch, dem du in Deutschland begegnest, unabhängig von seinem Aussehen höchstwahrscheinlich Deutscher und/oder der deutschen Sprache mächtig ist. Wenn es dann doch ein Tourist ist, kann man die Sprache noch immer anpassen.

Entgegen deiner augenscheinlichen Meinung kann man nämlich einem Menschen nicht einfach ansehen, welche Nationalität er hat. Es gibt schwarze Deutsche, es gibt "kaukasische" Chinesen, und so weiter. Manche Konstellationen mögen selten sein, aber ganz besonders in diesen Fällen würde schon niedrigschwellige Empathie gebieten, dass man diese sich aufgrund ihrer Seltenheit möglicherweise ohnehin schon als Außenseiter fühlenden Menschen nicht auch noch sprachlich weiter ausschließt.

Samma ehrlich. Wenn ich ne heiße Braut treffe die mit nem andren Typen zusammen sitzt und ich flirte nicht mit der aus Rücksicht weil sie mit nem Typen da ist. Ist das auch rassistisch oder minderheitenabwertend? Weil dat kann ja auch nen Schwuler sein mit ner Freundin. Wat is jetzt das richtige Verhalten? Flirte ich weil ich nicht automatisch davon ausgeh dass das Heteros sind? Oder halt ich mich zurück weil ich autmatisch denke das sind Heteros und wenn ich sowas denke muss ich natürlich Schwule hasse? Schwarz weiss sach ich nur. Ich sach dir aber trotzdem wie ichs machen würde. Ich würd erstmal lieber davon ausgehn dass die beiden ein Paar sind. Mag den Kerl nerven sollte er schwul sein. Doch sollte er schwul sein, fänd ichs nicht schlimm und würd warscheinlich mit dem lachen. Nur weil irgendwen irgendwas nervt heissts nicht dass man gleich Rassist ist. Und überall Rassismus zu wittern ist echt contraproduktiv.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Donngal, Montag, 05.03.2018, 15:03 (vor 2860 Tagen) @ 1984

Du könntest einfach davon ausgehen, dass ein Mensch, dem du in Deutschland begegnest, unabhängig von seinem Aussehen höchstwahrscheinlich Deutscher und/oder der deutschen Sprache mächtig ist. Wenn es dann doch ein Tourist ist, kann man die Sprache noch immer anpassen.

Entgegen deiner augenscheinlichen Meinung kann man nämlich einem Menschen nicht einfach ansehen, welche Nationalität er hat. Es gibt schwarze Deutsche, es gibt "kaukasische" Chinesen, und so weiter. Manche Konstellationen mögen selten sein, aber ganz besonders in diesen Fällen würde schon niedrigschwellige Empathie gebieten, dass man diese sich aufgrund ihrer Seltenheit möglicherweise ohnehin schon als Außenseiter fühlenden Menschen nicht auch noch sprachlich weiter ausschließt.


Samma ehrlich. Wenn ich ne heiße Braut treffe die mit nem andren Typen zusammen sitzt und ich flirte nicht mit der aus Rücksicht weil sie mit nem Typen da ist. Ist das auch rassistisch oder minderheitenabwertend? Weil dat kann ja auch nen Schwuler sein mit ner Freundin. Wat is jetzt das richtige Verhalten? Flirte ich weil ich nicht automatisch davon ausgeh dass das Heteros sind? Oder halt ich mich zurück weil ich autmatisch denke das sind Heteros und wenn ich sowas denke muss ich natürlich Schwule hasse? Schwarz weiss sach ich nur. Ich sach dir aber trotzdem wie ichs machen würde. Ich würd erstmal lieber davon ausgehn dass die beiden ein Paar sind. Mag den Kerl nerven sollte er schwul sein. Doch sollte er schwul sein, fänd ichs nicht schlimm und würd warscheinlich mit dem lachen. Nur weil irgendwen irgendwas nervt heissts nicht dass man gleich Rassist ist. Und überall Rassismus zu wittern ist echt contraproduktiv.

Mit der heissen Braut solltest du unabhängig von ihrer Begleitung nur dann flirten wenn sie eindeutig signalisiert hat, dass sie Interesse daran hat mit dir zu flirten.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Schnippelbohne, Bauernland, Sonntag, 04.03.2018, 22:48 (vor 2860 Tagen) @ 1984

Vielleicht sollte man die Einordnung Rassismus - kein Rassismus einfach Akanji überlassen. Zumindest wenn man nicht in einer vergleichbaren Situation ist - dunkelhäutiger Typ in einem Land mit eher hellhäutiger Historie - kann man m.E. nicht für ihn beurteilen, wie sich Rassismus wohl bemerkbar machen könnte. Das hielte ich für anmaßend. Dafür dürfte Akanji dann die besseren Sensoren haben. Es erscheint auch leider sehr unwahrscheinlich, dass ihm auch richtig expliziter Rassismus noch nie widerfahren ist. Wohl jeder dunkelhäutige Europäer hat schon Rassismus erlebt. Davon kann man ziemlich sicher ausgehen. Akanji wirkt in Interviews auf mich auch recht reflektiert. Der hat was im Kopf. Entsprechend dürfte er entsprechende Erfahrungen auch richtig einordnen.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

1984, Ruhrpott, Sonntag, 04.03.2018, 23:08 (vor 2860 Tagen) @ Schnippelbohne

Vielleicht sollte man die Einordnung Rassismus - kein Rassismus einfach Akanji überlassen. Zumindest wenn man nicht in einer vergleichbaren Situation ist - dunkelhäutiger Typ in einem Land mit eher hellhäutiger Historie - kann man m.E. nicht für ihn beurteilen, wie sich Rassismus wohl bemerkbar machen könnte.

Jo. Könnte man. Ich zum Beispiel kann von Geburt an nich riechen. Weiste wie oft ich diskriminiert werde am Tag? Weiste wie oft ich auf Gerüche angesprochen werd? Einfach weil Menschen sich nich vorstellen können dass es Menschen gibt die nich riechen können. Nervt total! Bevor ich auch hier gefragt werde. Neeee, vermisse das nich, kenne das nicht und mir sind Gerüche völlig egal. Toll dass ihr euch ein Leben ohne Gerüche nich vorstellen könnt. Hör ich jeden Tag x Mal. Ich kann es schon. Könnte jetzt jeden der davon ausgeht dass ich riechen kann als Rassisten, Aschloch oder sonstwen ansehen. Tu ich aber nich. Gibt aber einige Menschen die nicht riechen können. Vielleicht beim nächsten mal bedenken wenn ihr jemanden auf Gerüche ansprecht. Aber muss man das echt? Jede Eventualität berücksichtigen bevor man sich traut ein Wort zu sagen? Ne echt nich. Hab es noch nie jemanden übel genommen wenn er mich auf Gerüche ansprach. War auch nie ein Rassist oder Minderheitenhasser für mich.

Jetzt zu deiner Aussage. Nö. Kann man ihm nicht überlassen. Oder wärs okay wenn alle die andre auf Gerüche ansprechen Aschlöcher sind? Is halt auch immer ne Frage der Bewertung. Jeemand der mich als behindert beschimft weil ich nicht riechen kann ist ein Aschloch. Das stimmt. Jemand der mich auf Gerüche anspricht ist höchstens gedankenlos aber nichts und wiedernichts is dem vorzuwerfen. Das ist ein gewaltiger Unterschied.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

1984, Sonntag, 04.03.2018, 22:41 (vor 2860 Tagen) @ 1984


Samma ehrlich. Wenn ich ne heiße Braut treffe die mit nem andren Typen zusammen sitzt und ich flirte nicht mit der aus Rücksicht weil sie mit nem Typen da ist. Ist das auch rassistisch oder minderheitenabwertend? Weil dat kann ja auch nen Schwuler sein mit ner Freundin. Wat is jetzt das richtige Verhalten? Flirte ich weil ich nicht automatisch davon ausgeh dass das Heteros sind? Oder halt ich mich zurück weil ich autmatisch denke das sind Heteros und wenn ich sowas denke muss ich natürlich Schwule hasse?

Dieser Vergleich ist dermaßen absurd, dass ich mir echt nicht vorstellen kann, dass du ihn ernst meinst. Flirte doch einfach, du merkst dann schon, ob sie zurückflirtet. Wirft der Typ neben ihr dir anschließend nen bösen Blick zu, lässt du es vielleicht lieber wieder sein (kommt drauf an, ob du Lust auf Konfrontation hast^^). Wenn dir das alles zu heikel ist, kannst du ja auch einfach erstmal ein bisschen beobachten. Nach ein paar Minuten hat man ja ein Gespür dafür, ob die Beiden Freunde oder ein Paar sind.

Schwarz weiss sach ich nur. Ich sach dir aber trotzdem wie ichs machen würde. Ich würd erstmal lieber davon ausgehn dass die beiden ein Paar sind. Mag den Kerl nerven sollte er schwul sein. Doch sollte er schwul sein, fänd ichs nicht schlimm und würd warscheinlich mit dem lachen. Nur weil irgendwen irgendwas nervt heissts nicht dass man gleich Rassist ist. Und überall Rassismus zu wittern ist echt contraproduktiv.

Wieso sollte es einen schwulen Kumpel einer Frau nerven, wenn du erstmal davon ausgegangen bist, dass er ihr Freund wäre? Das ist einfach eine vollkommen andere Situation.

Und glaub mir: Viele Schwarze sind nicht einfach nur "genervt" davon, in ihrem Heimatland permanent als Fremde behandelt zu werden. Ich kenne da Leute, die das mehr trifft als irgendwelche stumpfe rassistische Beleidigungen (oder "Affenlaute"). Die Beleidigungen kann man nämlich überhören und weiß, dass die Leute, die sie äußern, einfach nur A*löcher sind. Permanent als Fremde im eigenen Land behandelt zu werden, ist für einige dagegen schmerzhafter, und zwar genau deswegen, weil diese Behandlung nicht nur von Rassisten kommt, sondern von den "ganz normalen Leuten". Es ist einfach Standard, dass auch wohlmeinende Leute erstmal nicht davon ausgehen, dass du dich gerade in deinem Heimatland bewegst.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

1984, Ruhrpott, Sonntag, 04.03.2018, 22:56 (vor 2860 Tagen) @ Nolte

Und glaub mir: Viele Schwarze sind nicht einfach nur "genervt" davon, in ihrem Heimatland permanent als Fremde behandelt zu werden. Ich kenne da Leute, die das mehr trifft als irgendwelche stumpfe rassistische Beleidigungen

Lass es gut sein. Weiss du meinst es gut. Mich nervt auch vieles und ich muss damit leben. Kümmert auch keinen. Ob jemand anständiger Mensch oder anständiger "Deutscher" is hat für mich nix mit der Hautfarbe, Herkunft usw zu tun. Werd trotzdem jemanden von dem ich denke das könnte nen Ausländer sein hilfsbereit sein. kannste nämlich auch genau andersherum sehn. Isses nämlich nen Deutscher würd ich davon ausgehn dass er alleine zurechtkommt und ihm vielleicht kein Hilfsangebot machen. Jetz gibts bestimmt noch Feministinnen die sich drüber aufregen dass ich "ihm" und nich "ihr" geschrieben hab. Und das mein ich. Is echt anstrengend dass heute jedes Wort auf die Goldwaage gelegt wird und drübr entscheidet ob man gut oder schlecht ist, Rassist oder nicht. Schlimm is nur dass durch diese Übertreibung Menschen zu AFD und Konsorten getrieben werden obwohl sie garkeine Rassisten sind. Einfach weil das ales so extreme Ausmaße angenommen hat. Aber egal. Lassen wirs so beruhn.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

1984, Sonntag, 04.03.2018, 23:06 (vor 2860 Tagen) @ 1984


Lass es gut sein. Weiss du meinst es gut. Mich nervt auch vieles und ich muss damit leben. Kümmert auch keinen. Ob jemand anständiger Mensch oder anständiger "Deutscher" is hat für mich nix mit der Hautfarbe, Herkunft usw zu tun. Werd trotzdem jemanden von dem ich denke das könnte nen Ausländer sein hilfsbereit sein.

Hilfsbereitschaft ist ne super Sache und die will ich dir ganz sicher nicht ausreden! Ich sage dir nur, dass die Assoziation "Keine Weiße Haut -> kein*e Deutsche*r" schlicht und ergreifend von den nichtweißen Deutschen oftmals als rassistisch empfunden wird. Von den Betroffenen also. Das denke ich mir nicht einfach aus. Wie wär's, wenn du das einfach mal zur Kenntnis nimmst?

(Falls du keine Lust hast, einem weißen Typen wie mir zuzuhören: Gibt einige Bücher von schwarzen Menschen zu dem Thema. Beispiel: unrast-verlag.de/neuerscheinungen/exit-racism2016-12-05-22-25-07-detail)

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

1984, Ruhrpott, Sonntag, 04.03.2018, 23:15 (vor 2860 Tagen) @ Nolte

Mein Eindruck is jemand Ausländer is aber nich nur von der Hautfarbe abhängig. Problem: bekomm ich den Eindruck jemand mit ner dunkleren Hautfarbe is n Ausländer und behandle ihn so isses Rassismus. Der Mensch weiss ja nich weshalb ich denken könnte der ist fremd hier. War der Menwsch blond was auch ma vorkommt weil ich denk das is vielleicht ein Slawe findet der das vielleicht nicht rassistisch. Heisst für mich. Denk ich das jemand Hilfe braucht weil er fremd is und der Typ hat ne dunklere Hautfarbe sprech ich ihn erst garnich an. Hinterher bin ich Rassist. Is ernst gemeint. Mach ich mittlerweile so. Was aber eigentlich echt traurig is. Egal. geh jetzt schlafen.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

1984, Sonntag, 04.03.2018, 23:26 (vor 2860 Tagen) @ 1984

Bist du echt so schwer von Begriff?
Wenn jemand irgendwie verwirrt oder verloren wirkt, sich nicht auszukennen scheint oder den Eindruck macht, dass er sich hilfesuchend umschaut, kann man diesen Menschen doch ansprechen und fragen, ob man helfen kann. Unabhängig von Aussehen, Geschlecht oder Hautfarbe. Das ist doch völlig klar. Das ist hier aber einfach nicht das Thema.

Du sollst einfach nicht allein von der Hautfarbe oder generell dem Aussehen des Menschen darauf schließen, dass er fremd ist. Das ist der Punkt!

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

1984, Ruhrpott, Sonntag, 04.03.2018, 23:32 (vor 2860 Tagen) @ Nolte

Ne. Bist du schwer von Begriff? Wenn wir jetz schon anfangen zu beleidigen.

Und woher weisste das? Wenn ich nem Schwarzen ein Hilfsangebot mache sag ich ihm doch nich, ich spreche dich jetz mal an wegen dem oder dem Grund. Ich entscheide mich ob jemand vielleicht Hilfe braucht oder nich und sprech ihn an. Issses ein Schwarzer und ich sprech ihn an und er braucht keine Hilfe issses Rassimus. Oder meinste er fragt mich: Hast du mich jetz angesprochen weil ich schwarz bin oder wegen was anderem? Oder meinste ich sag ihm: Ich hab dir jetz ein Hilfsangebot gemacht weil du erstens das und das gemacht hast und zweitens dies und jenes. Muss ich alles rechtfertigen was ich sage und tue? Irgendwie komisch. Macht bei mir was das Riechen angeht wirklich niemand. Ausser dass ich Mitleid bekomme obgleich ich das nicht brauche.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

1984, Sonntag, 04.03.2018, 23:51 (vor 2860 Tagen) @ 1984

Du kannst dieses Missverständnis ganz einfach vermeiden: Wenn du das Gefühl hast, dass der Mensch Hilfe braucht, sprich ihn an. Auf Deutsch. Dann kann eigentlich überhaupt nichts passieren. Wenn der Mensch sich dann als Ausländer, der nicht der deutschen Sprache mächtig ist, herausstellt, kannst du es immer noch auf Englisch oder sonstwas probieren.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

1984, Ruhrpott, Montag, 05.03.2018, 00:10 (vor 2860 Tagen) @ Nolte

Du kannst dieses Missverständnis ganz einfach vermeiden: Wenn du das Gefühl hast, dass der Mensch Hilfe braucht, sprich ihn an. Auf Deutsch. Dann kann eigentlich überhaupt nichts passieren. Wenn der Mensch sich dann als Ausländer, der nicht der deutschen Sprache mächtig ist, herausstellt, kannst du es immer noch auf Englisch oder sonstwas probieren.

Hilft nix. Sind drei Weiss und ein Schwarzer da und ich biete dem Schwarzen meine Hilfe an is es trotzdem Rassimus. Für manche jedenfalls.

Hab mal folgendes beobachtet: Fragte jemand im Rathaus wo das Standesamt ist. Der Angesprochene antwortete freundlich in der 1. Etage und zeigte augenzwinkernd auf das Schild direkt vorm Fragenden. Der Fragende war aber Legasteniker. Was für ein Aschloch. Hätte er ja in Betracht ziehen können dass es ein Legasteniker is. Worauf ich hinaus will is klar oder? Ergeht mir mit Gerüchen manchmal ähnlich und ärgert mich etwas, dass hier gerade niemand für mich Partei ergreift in Bezug auf das Nich riechen können.

Ganz ernsthafte Frage und ich würde mich ernsthaft freuen über eine sachliche Diskussion:

Warum lasst ihr nur schwarz und weiß gelten?

In Bezug auf meine Person und andere , die betroffen sind: Wie sollte ich mit solchen "Rassisten", die automatisch davon ausgehen, dass ich riechen kann, umgehen?

Sollten Menschen nich erstmal automatisch davon ausgehen, dass ihre Mitmenschen nicht riechen können, weil sie sonst jemanden, der nicht riechen kann, verletzen würden? Ernst gemeinte Frage! Ich weiss, ich gehöre zu ner Minderheit die es noch nich in die Schlagzeilen geschafft hat. Umso interessanter die Antworten.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

1984, Montag, 05.03.2018, 00:21 (vor 2860 Tagen) @ 1984


Hilft nix. Sind drei Weiss und ein Schwarzer da und ich biete dem Schwarzen meine Hilfe an is es trotzdem Rassimus. Für manche jedenfalls.

Und wieder und wieder und wieder sage ich dir: Wenn du glaubst, der Schwarze brauche Hilfe, weil er schwarz ist, dann ist das ja auch rassistisch. Wenn die Hautfarbe für dich das Kriterium ist, nach dem du einschätzt, ob jemand Hilfe braucht, dann ist das ein Problem.


Hab mal folgendes beobachtet: Fragte jemand im Rathaus wo das Standesamt ist. Der Angesprochene antwortete freundlich in der 1. Etage und zeigte augenzwinkernd auf das Schild direkt vorm Fragenden. Der Fragende war aber Legasteniker. Was für ein Aschloch. Hätte er ja in Betracht ziehen können dass es ein Legasteniker is.

Weiß nicht, ob das ein A*loch war. Wenn der Hinweis auf das Schild freundlich gemeint war, war da sicher kein Problem. Wenn es eher schnippisch oder höhnisch vorgetragen wurde, dann finde ich das schon problematisch.

Worauf ich hinaus will is klar oder? Ergeht mir mit Gerüchen manchmal ähnlich und ärgert mich etwas, dass hier gerade niemand für mich Partei ergreift in Bezug auf das Nich riechen können.


Ganz ernsthafte Frage und ich würde mich ernsthaft freuen über eine sachliche Diskussion:

Warum lasst ihr nur schwarz und weiß gelten?

In Bezug auf meine Person und andere , die betroffen sind: Wie sollte ich mit solchen "Rassisten", die automatisch davon ausgehen, dass ich riechen kann, umgehen?

Sollten Menschen nich erstmal automatisch davon ausgehen, dass ihre Mitmenschen nicht riechen können, weil sie sonst jemanden, der nicht riechen kann, verletzen würden? Ernst gemeinte Frage! Ich weiss, ich gehöre zu ner Minderheit die es noch nich in die Schlagzeilen geschafft hat. Umso interessanter die Antworten.

Eine ernsthafte Diskussion führe ich mit dir dann, wenn du endlich zu begreifen versuchst, was ich dir schon die ganze Zeit sage: Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe unterschiedlich zu behandeln und davon auszugehen, dass ein Schwarzer eher Hilfe braucht und mit geringerer Wahrscheinlichkeit Deutsch spricht als ein Weißer, ist Rassismus. Verstehst du das?
Sobald du das anerkennst, bin ich sehr gerne bereit mit dir über "dein" Thema zu sprechen.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

1984, Ruhrpott, Montag, 05.03.2018, 00:27 (vor 2860 Tagen) @ Nolte

Eine ernsthafte Diskussion führe ich mit dir dann, wenn du endlich zu begreifen versuchst, was ich dir schon die ganze Zeit sage: Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe unterschiedlich zu behandeln und davon auszugehen, dass ein Schwarzer eher Hilfe braucht und mit geringerer Wahrscheinlichkeit Deutsch spricht als ein Weißer, ist Rassismus. Verstehst du das?
Sobald du das anerkennst, bin ich sehr gerne bereit mit dir über "dein" Thema zu sprechen.

Ja, das begreife ich und das schrieb ich dir aber schon bereits. Das Problem ist doch, dass ich jemanden vielleicht als "fremd" begreife, warum auch immer, UND (!) die Peron ist zusätzich dunkelhäutig. Soll ich sie jetzt ansprechen mit "Brauchen Sie vielleicht Hilfe? Diese Hile biete ich Ihnen aber ausdrücklich nicht an, weil sie eine dunklere Hautfarbe haben sondern weil sie aufgrund XY den Eindruck erweckt habe, dass Sie Hilfe benötigen". Aber vielleicht hast du sogarRecht und vielleicht sollte man grundsätzlich das hinzufügen bei einem Hilfsangebot, wenn es nicht rassitsich ist das überhaupt in Erwägung zu ziehen.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

1984, Montag, 05.03.2018, 00:31 (vor 2860 Tagen) @ 1984


Ja, das begreife ich und das schrieb ich dir aber schon bereits. Das Problem ist doch, dass ich jemanden vielleicht als "fremd" begreife, warum auch immer, UND (!) die Peron ist zusätzich dunkelhäutig.

Da ist überhaupt kein Problem. Einfach ansprechen und fertig. Einen Schwarzen genauso wie einen Weißen. Einfach ganz grundsätzlich nicht unterschiedlich behandeln. Wie wäre das?

Soll ich sie jetzt ansprechen mit "Brauchen Sie vielleicht Hilfe? Diese Hile biete ich Ihnen aber ausdrücklich nicht an, weil sie eine dunklere Hautfarbe haben sondern weil sie aufgrund XY den Eindruck erweckt habe, dass Sie Hilfe benötigen". Aber vielleicht hast du sogarRecht und vielleicht sollte man grundsätzlich das hinzufügen bei einem Hilfsangebot, wenn es nicht rassitsich ist das überhaupt in Erwägung zu ziehen.

Öhm. Wo genau liest du heraus, dass ich sowas gesagt hätte oder in irgendeiner Weise befürworte? Eine solche Erklärung wäre totaler Käse.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

1984, Montag, 05.03.2018, 00:15 (vor 2860 Tagen) @ 1984

Du kannst dieses Missverständnis ganz einfach vermeiden: Wenn du das Gefühl hast, dass der Mensch Hilfe braucht, sprich ihn an. Auf Deutsch. Dann kann eigentlich überhaupt nichts passieren. Wenn der Mensch sich dann als Ausländer, der nicht der deutschen Sprache mächtig ist, herausstellt, kannst du es immer noch auf Englisch oder sonstwas probieren.


Hilft nix. Sind drei Weiss und ein Schwarzer da und ich biete dem Schwarzen meine Hilfe an is es trotzdem Rassimus. Für manche jedenfalls.

Hab mal folgendes beobachtet: Fragte jemand im Rathaus wo das Standesamt ist. Der Angesprochene antwortete freundlich in der 1. Etage und zeigte augenzwinkernd auf das Schild direkt vorm Fragenden. Der Fragende war aber Legasteniker. Was für ein Aschloch. Hätte er ja in Betracht ziehen können dass es ein Legasteniker is. Worauf ich hinaus will is klar oder? Ergeht mir mit Gerüchen manchmal ähnlich und ärgert mich etwas, dass hier gerade niemand für mich Partei ergreift in Bezug auf das Nich riechen können.

Ganz ernsthafte Frage und ich würde mich ernsthaft freuen über eine sachliche Diskussion:

Warum lasst ihr nur schwarz und weiß gelten?

In Bezug auf meine Person und andere , die betroffen sind: Wie sollte ich mit solchen "Rassisten", die automatisch davon ausgehen, dass ich riechen kann, umgehen?

Sollten Menschen nich erstmal automatisch davon ausgehen, dass ihre Mitmenschen nicht riechen können, weil sie sonst jemanden, der nicht riechen kann, verletzen würden? Ernst gemeinte Frage! Ich weiss, ich gehöre zu ner Minderheit die es noch nich in die Schlagzeilen geschafft hat. Umso interessanter die Antworten.

Wenn ich jemanden sehe der keine Nase mehr hat und ihn dann frage ob er auch von dem Gestank genervt ist ... dann ist das unfreundlich. Wenn ich eine offensichtlich blinde Person frage ob er mir etwas vorlesen kann ... dann ist das unfreundlich. Wenn ich jemande unterstelle kein Deutscher zu sein nur weil er schwarz ist ... dann ist das unfreundlich.

Nur die Hautfarbe einer Person ist offensichtlich. Ob jemand riechen kann oder nicht oder vielleicht nicht lesen kann, das ist meistens überhaupt nicht äußerlich erkennbar? Also warum sollte das unfreundlich sein?

Dieser Vergleich hinkt so sehr, er sitzt im Rollstuhl.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Maja, Sonntag, 04.03.2018, 21:49 (vor 2861 Tagen) @ Maja

Das ist nicht ganz korrekt. Er erwähnt auch rassistische Sprüche auf dem Fußballplatz.
Zudem kannst du auch nicht von seiner Aussage darauf schließen, dass er diesbezüglich nicht mehr Klagen hätte. Das war vielleicht einfach ein Beispiel, das ihm direkt bei der Einreise in das Land, in dem er nun lebt, widerfahren ist. Es bedeutet keineswegs, dass er in seinem Alltag zuvor in der Schweiz oder zukünftig in Dortmund nicht noch andere Erfahrungen mit Rassismus machte oder machen wird.
Man sollte auch nicht unterschätzen, wie es auf einen Menschen wirken kann, in seinem Heimatland permanent als Fremder behandelt zu werden.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Maja, Wiesbaden, Sonntag, 04.03.2018, 23:57 (vor 2860 Tagen) @ Nolte

Das ist nicht ganz korrekt. Er erwähnt auch rassistische Sprüche auf dem Fußballplatz.
Zudem kannst du auch nicht von seiner Aussage darauf schließen, dass er diesbezüglich nicht mehr Klagen hätte. Das war vielleicht einfach ein Beispiel, das ihm direkt bei der Einreise in das Land, in dem er nun lebt, widerfahren ist. Es bedeutet keineswegs, dass er in seinem Alltag zuvor in der Schweiz oder zukünftig in Dortmund nicht noch andere Erfahrungen mit Rassismus machte oder machen wird.
Man sollte auch nicht unterschätzen, wie es auf einen Menschen wirken kann, in seinem Heimatland permanent als Fremder behandelt zu werden.

Möglich. Ich habe das auf WAZ.de gelesen, das war alles, was er diesbezüglich darüber geäußert hat, jedenfalls in dem Artikel - und habe mich ein wenig gewundert, dass ihn das stört. Zumal ich das kenne, ich wurde in meinem Heimatland auch schon öfter auf Deutsch oder Englisch angesprochen und habe mich nie diskriminiert gefühlt. Das ergab eher lustige Situationen.

Aber ich möchte den Akanji jetzt auch nicht deshalb verurteilen, wenn ihn das stört, dann ist das einfach so. Und ich hoffe, dass er in Dortmund mit offenen Armen empfangen wird und hier in Deutschland keine schlechte Erfahrungen (mehr) macht.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

1984, Ruhrpott, Sonntag, 04.03.2018, 21:59 (vor 2860 Tagen) @ Nolte

Ich wurd bei der WM 2006 im eigenen Land in Dortmund City von Kellern oft auf englisch angequatscht. So what?

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

1984, Sonntag, 04.03.2018, 22:01 (vor 2860 Tagen) @ 1984

Das war eine Phase, in der auch massenweise Touristen im Land und besonders in den WM-Städten unterwegs waren. Das ist ja wohl etwas Anderes, als wenn dir das aufgrund deiner Hautfarbe immer wieder im Alltag passiert.

Akanji: "Ich habe immer noch Probleme mit Rassismus"

Kayldall, Luxemburg, Sonntag, 04.03.2018, 11:30 (vor 2861 Tagen) @ Blarry
bearbeitet von Kayldall, Sonntag, 04.03.2018, 11:34

Ich wünsche ihm ebenfalls weniger Probleme mit Rassismus und mit Zuspielen zu seinen eigenen Mitspielern.

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