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Neu auf schwatzgelb.de: Niemals wie ihr? (BVB)

Redaktion schwatzgelb.de ⌂ @, Dortmund, Montag, 29.01.2018, 09:18 (vor 2894 Tagen)

Der BVB war mal anders als große Vereine in der nahen und fernen Umgebung. Das hat ihn für mich besonders gemacht. Er war nicht, wie die anderen Vereine. Heute ist von diesem Unterschied nicht mehr viel übrig.


Zum Artikel ...

Tags:
schwatzgelb.de, Artikel

Werte Borussia Dortmund

Borussasuna, Dortmund, Montag, 29.01.2018, 20:30 (vor 2893 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Ich bin Spanier. Komme aus einer kleinen Stadt in Nordspanien wo die Fußballmannschaft Osasuna noch keinen Titel gewonnen hat. Wohne in Dortmund seit circa 20 Jahren und seit 10 Jahren besitze eine Dauerkarte im Block 38. Ich muss zugeben, ich kannte vor das Spiel gegen La Coruña den BVB nicht und bei dem CL Finale gegen Juventus musste ich richtig in den Bildschirm schauen als 3-1 für den BVB stand. Ich glaube, ich war irgendwann im Jahe 2000 im Stadion und war sofort fasziniert. Unmut, Ehrlichkeit, Zusammenpacken, nicht aufgeben, Dankbarkeit, Liebe, Gänsehaut, Stolz, Zugehörigkeit sind einige der Werte und Gefülle, die bei mir sich geprägt haben. Leider fehlen mir in der letzten Zeit viele davon. Nur so. Schöne Grüße und einen guten abend

Werte Borussia Dortmund

Paolo, Montag, 29.01.2018, 23:46 (vor 2893 Tagen) @ Borussasuna

Ich denke, dass ein Verein bei steigenden Ansprüchen immer auch ein wenig von dem verliert, was ihn in erfolgloseren Zeiten ausgemacht hat. Aber es stimmt schon irgendwie, was du schreibst. Es fühlt sich doch irgendwie für fast alle etwas traurig an, wie es im Moment läuft.

Starker Text

Borussasuna, Montag, 29.01.2018, 22:10 (vor 2893 Tagen) @ Borussasuna

Ich bin Spanier. Komme aus einer kleinen Stadt in Nordspanien wo die Fußballmannschaft Osasuna noch keinen Titel gewonnen hat. Wohne in Dortmund seit circa 20 Jahren und seit 10 Jahren besitze eine Dauerkarte im Block 38. Ich muss zugeben, ich kannte vor das Spiel gegen La Coruña den BVB nicht und bei dem CL Finale gegen Juventus musste ich richtig in den Bildschirm schauen als 3-1 für den BVB stand. Ich glaube, ich war irgendwann im Jahe 2000 im Stadion und war sofort fasziniert. Unmut, Ehrlichkeit, Zusammenpacken, nicht aufgeben, Dankbarkeit, Liebe, Gänsehaut, Stolz, Zugehörigkeit sind einige der Werte und Gefülle, die bei mir sich geprägt haben. Leider fehlen mir in der letzten Zeit viele davon. Nur so. Schöne Grüße und einen guten abend

Den müssten Zorc und Bürki mal lesen. Dann würden sie sich evtl die Pfiffe erklären können und wüssten wogegen diese eigentlich gerichtet waren.

Genau das was du beschreibst wird seit geraumer Zeit mit Füßen getreten. Und die Antworten darauf sind immer die gleichen. Ehrlichkeit "so ist das Fußballgeschäft nunmal", Zuammenhalt? sowohl im Fall RB als auch beim Anschlag war die öffentliche Wahrnehmnung immer das Wichtigste, Dankbarkeit ? Aktion 40.000 und McDonalds längst vergessen....

Starker Text

FullHD, Montag, 29.01.2018, 23:18 (vor 2893 Tagen) @ Zipfelklatscher

Ich bin Spanier. Komme aus einer kleinen Stadt in Nordspanien wo die Fußballmannschaft Osasuna noch keinen Titel gewonnen hat. Wohne in Dortmund seit circa 20 Jahren und seit 10 Jahren besitze eine Dauerkarte im Block 38. Ich muss zugeben, ich kannte vor das Spiel gegen La Coruña den BVB nicht und bei dem CL Finale gegen Juventus musste ich richtig in den Bildschirm schauen als 3-1 für den BVB stand. Ich glaube, ich war irgendwann im Jahe 2000 im Stadion und war sofort fasziniert. Unmut, Ehrlichkeit, Zusammenpacken, nicht aufgeben, Dankbarkeit, Liebe, Gänsehaut, Stolz, Zugehörigkeit sind einige der Werte und Gefülle, die bei mir sich geprägt haben. Leider fehlen mir in der letzten Zeit viele davon. Nur so. Schöne Grüße und einen guten abend


Den müssten Zorc und Bürki mal lesen. Dann würden sie sich evtl die Pfiffe erklären können und wüssten wogegen diese eigentlich gerichtet waren.

Genau das was du beschreibst wird seit geraumer Zeit mit Füßen getreten. Und die Antworten darauf sind immer die gleichen. Ehrlichkeit "so ist das Fußballgeschäft nunmal", Zuammenhalt? sowohl im Fall RB als auch beim Anschlag war die öffentliche Wahrnehmnung immer das Wichtigste, Dankbarkeit ? Aktion 40.000 und McDonalds längst vergessen....

Um die Pfiffe nach dem Spiel gibts doch garkeine Diskussion, Bürki ging es einzig und alleine um die Pfiffe währrend des laufenden Spiels, wenn der Ball zurück gespielt wurde.

Starker Text

FullHD, Montag, 29.01.2018, 23:26 (vor 2893 Tagen) @ FullHD

Ich bin Spanier. Komme aus einer kleinen Stadt in Nordspanien wo die Fußballmannschaft Osasuna noch keinen Titel gewonnen hat. Wohne in Dortmund seit circa 20 Jahren und seit 10 Jahren besitze eine Dauerkarte im Block 38. Ich muss zugeben, ich kannte vor das Spiel gegen La Coruña den BVB nicht und bei dem CL Finale gegen Juventus musste ich richtig in den Bildschirm schauen als 3-1 für den BVB stand. Ich glaube, ich war irgendwann im Jahe 2000 im Stadion und war sofort fasziniert. Unmut, Ehrlichkeit, Zusammenpacken, nicht aufgeben, Dankbarkeit, Liebe, Gänsehaut, Stolz, Zugehörigkeit sind einige der Werte und Gefülle, die bei mir sich geprägt haben. Leider fehlen mir in der letzten Zeit viele davon. Nur so. Schöne Grüße und einen guten abend


Den müssten Zorc und Bürki mal lesen. Dann würden sie sich evtl die Pfiffe erklären können und wüssten wogegen diese eigentlich gerichtet waren.

Genau das was du beschreibst wird seit geraumer Zeit mit Füßen getreten. Und die Antworten darauf sind immer die gleichen. Ehrlichkeit "so ist das Fußballgeschäft nunmal", Zuammenhalt? sowohl im Fall RB als auch beim Anschlag war die öffentliche Wahrnehmnung immer das Wichtigste, Dankbarkeit ? Aktion 40.000 und McDonalds längst vergessen....


Um die Pfiffe nach dem Spiel gibts doch garkeine Diskussion, Bürki ging es einzig und alleine um die Pfiffe währrend des laufenden Spiels, wenn der Ball zurück gespielt wurde.

Ich weiß. Das war unwürdig und untypisch fürs WS und lässt sich mMn so durchaus erklären. Die Farce um Aubas Einsatz brachte das Fass da wohl zum Überlaufen.

Starker Text

FullHD, Montag, 29.01.2018, 23:30 (vor 2893 Tagen) @ Zipfelklatscher

Ich würde eher auf zu verwöhntes Publikum tippen, die kein unterhaltsames Spektakel geboten bekamen. Während des Spiels bei Rückpässen zu pfeiffen hat ja nichts mit irgendwelchen Gesamtsituationen zu tun. Sonst hätte es sich ja aktuell wohl eher auf die Pfiffe gegen Auba beschränkt

Starker Text

FullHD, Montag, 29.01.2018, 23:37 (vor 2893 Tagen) @ FullHD

Ich würde eher auf zu verwöhntes Publikum tippen, die kein unterhaltsames Spektakel geboten bekamen. Während des Spiels bei Rückpässen zu pfeiffen hat ja nichts mit irgendwelchen Gesamtsituationen zu tun. Sonst hätte es sich ja aktuell wohl eher auf die Pfiffe gegen Auba beschränkt

Fand dafür kamen die Pfiffe zu früh, keine Ahnung. Aber diese Art von Publikum wollte man ja auch haben. Die Fähnchen im Wind feiern den Götze dann halt bei der Rückkehr ab. Drehen sich dann aber auch direkt bei "Misserfolg".

Starker Text

FullHD, Montag, 29.01.2018, 23:58 (vor 2893 Tagen) @ Zipfelklatscher

Absolut, das sind eben die "Geister die man rief", wenn man sich als zweiter Leuchtturm inszeniert, dann darf man sich auch nicht wundern, wenn der Zuschauer auch den entsprechenden Fußball sehen möchte. Ich finds halt schade, dass man sich selber so die Erwartungshaltung zerschossen hat, denn bei den ständigen Umbrüchen und dem logischen Abwandern von Leistungsträgern und Führungsspielern wird man immer Saisons drin haben, in denen nicht alles gut läuft und auf unserem Niveau sind wir dann eben nicht trotzdem 2., sondern dann ist eben mal Leipzig oder Leverkusen da, wenn die eine gute Serie spielen.

Das Rad zurück drehen dürfte aber leider auch unmöglich sein

Starker Text

istar, Montag, 29.01.2018, 23:12 (vor 2893 Tagen) @ Zipfelklatscher
bearbeitet von istar, Montag, 29.01.2018, 23:16

Ich bin Spanier. Komme aus einer kleinen Stadt in Nordspanien wo die Fußballmannschaft Osasuna noch keinen Titel gewonnen hat. Wohne in Dortmund seit circa 20 Jahren und seit 10 Jahren besitze eine Dauerkarte im Block 38. Ich muss zugeben, ich kannte vor das Spiel gegen La Coruña den BVB nicht und bei dem CL Finale gegen Juventus musste ich richtig in den Bildschirm schauen als 3-1 für den BVB stand. Ich glaube, ich war irgendwann im Jahe 2000 im Stadion und war sofort fasziniert. Unmut, Ehrlichkeit, Zusammenpacken, nicht aufgeben, Dankbarkeit, Liebe, Gänsehaut, Stolz, Zugehörigkeit sind einige der Werte und Gefülle, die bei mir sich geprägt haben. Leider fehlen mir in der letzten Zeit viele davon. Nur so. Schöne Grüße und einen guten abend


Den müssten Zorc und Bürki mal lesen. Dann würden sie sich evtl die Pfiffe erklären können und wüssten wogegen diese eigentlich gerichtet waren.

Genau das was du beschreibst wird seit geraumer Zeit mit Füßen getreten. Und die Antworten darauf sind immer die gleichen. Ehrlichkeit "so ist das Fußballgeschäft nunmal", Zuammenhalt? sowohl im Fall RB als auch beim Anschlag war die öffentliche Wahrnehmnung immer das Wichtigste, Dankbarkeit ? Aktion 40.000 und McDonalds längst vergessen....

Ja klar.
Die haben grade alle den Werteverfall beklagt,als sie gepfiffen haben,mit dem drögen Fußball hatte das eigentlich nix zu tun.

Komisch nur, das derlei pathetische Diskussionen immer nur dann auf den Tisch kommen, wenns sportlich nicht läuft.
Kann man sich ordentlich abfeiern, interessiert sowas keine Sau.

Und für die meisten Fans haben Spieler zu funktionieren und, siehe Bürkis Aussagen,die Schnauze zu halten.
Das kann man hier täglich nachlesen.

Also würde ich den Ball einfach etwas flacher halten,wenn ich was von Zusammenhalt oder so erzähle.

Starker Text

istar, Montag, 29.01.2018, 23:22 (vor 2893 Tagen) @ istar

Ich bin Spanier. Komme aus einer kleinen Stadt in Nordspanien wo die Fußballmannschaft Osasuna noch keinen Titel gewonnen hat. Wohne in Dortmund seit circa 20 Jahren und seit 10 Jahren besitze eine Dauerkarte im Block 38. Ich muss zugeben, ich kannte vor das Spiel gegen La Coruña den BVB nicht und bei dem CL Finale gegen Juventus musste ich richtig in den Bildschirm schauen als 3-1 für den BVB stand. Ich glaube, ich war irgendwann im Jahe 2000 im Stadion und war sofort fasziniert. Unmut, Ehrlichkeit, Zusammenpacken, nicht aufgeben, Dankbarkeit, Liebe, Gänsehaut, Stolz, Zugehörigkeit sind einige der Werte und Gefülle, die bei mir sich geprägt haben. Leider fehlen mir in der letzten Zeit viele davon. Nur so. Schöne Grüße und einen guten abend


Den müssten Zorc und Bürki mal lesen. Dann würden sie sich evtl die Pfiffe erklären können und wüssten wogegen diese eigentlich gerichtet waren.

Genau das was du beschreibst wird seit geraumer Zeit mit Füßen getreten. Und die Antworten darauf sind immer die gleichen. Ehrlichkeit "so ist das Fußballgeschäft nunmal", Zuammenhalt? sowohl im Fall RB als auch beim Anschlag war die öffentliche Wahrnehmnung immer das Wichtigste, Dankbarkeit ? Aktion 40.000 und McDonalds längst vergessen....


Ja klar.
Die haben grade alle den Werteverfall beklagt,als sie gepfiffen haben,mit dem drögen Fußball hatte das eigentlich nix zu tun.

Komisch nur, das derlei pathetische Diskussionen immer nur dann auf den Tisch kommen, wenns sportlich nicht läuft.
Kann man sich ordentlich abfeiern, interessiert sowas keine Sau.

Trifft auf mich nicht zu. Kannse nachlesen.

Und für die meisten Fans haben Spieler zu funktionieren und, siehe Bürkis Aussagen,die Schnauze zu halten.
Das kann man hier täglich nachlesen.

Also würde ich den Ball einfach etwas flacher halten,wenn ich was von Zusammenhalt oder so erzähle.

siehe oben, also warum?

Neu auf schwatzgelb.de: Niemals wie ihr?

istar, Montag, 29.01.2018, 17:58 (vor 2894 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Schöner Artikel, kann ich vieles nachvollziehen.

Besonders die Sache mit Schürrle. Am Samstag nach dem Abpfiff hat doch tatsächlich einer Tiraden gegen den Mann vom Stapel gelassen und kriegte sich überhaupt nicht mehr ein.

Okay, Schürrle hat nicht gespielt, aber wen jucken schon unbedeutende Details.

Allerdings sollte man die Sache mit den Pfiffen auch nicht zu hoch hängen.Wenn die Mannschaft was anbietet, ist auch die Kulisse wieder da.

Nochmal zu Bürki: gestern in einer der Fussballtalk-Sendungen sagte irgendwer, Auba könne machen,was er wolle und Bürki sagt einmal was und bekommt sofort sein Fett weg.
Da ist was dran.

Aber das Problem stellt sich bald nicht mehr in der Form, gut so.

Neu auf schwatzgelb.de: Niemals wie ihr?

Klopfer ⌂, Dortmund, Montag, 29.01.2018, 15:51 (vor 2894 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Ich denke, die Generalabrechung mit den "anderen" Fans, zu denen sich Vanni ja nicht zählt, ist zwar irgendwo nachvollziebar, greift aber viel zu weit.
Die allermeisten Fans, gerade jene, die seit zig Jahren dem BVB die Treue halten und/oder in Fanclubs organisiert sind, denken doch genauso wie Vanni.
Ich schließe mich da ein, denn ich habe noch nie meine Mannschaft ausgepfiffen und ich werde es ganz sicher auch niemals tun. Ich gehe auch nicht eher aus dem Stadion.

Das Problem liegt meiner Meinung nach daran, dass in den letzten 10 Jahren viele Fans hinzukommen sind, die sich zwar selbst nicht unbedingt als Erfolgsfan sehen, die aber einer Zeit erlebt haben, in der es praktisch nur aufwärts ging. Das mindeste, was diese Neufans erwarten, ist Dauerplatz 2 in der Liga. Alles andere enttäuscht. Und wer enttäuscht ist, darf in deren Augen auch pfeiffen.
Why not - sind ja alles Scheissmillionäre, die müssen das abkönnen.
Das ist die Denkweise, die dahintersteht und wenn man bedenkt, dass vor gut 10 Jahren Sitzplatzkarten des BVB noch als Zugabe zum BigMäc bei McDonalds verteilt wurden, dann weiss man auch, woher diese schrägen Typen gekommen sind.

SGG
Klopfer

Neu auf schwatzgelb.de: Niemals wie ihr?

Lutz09, Tor zum Sauerland, Montag, 29.01.2018, 17:22 (vor 2894 Tagen) @ Klopfer

Das ist die Denkweise, die dahintersteht und wenn man bedenkt, dass vor gut 10 Jahren Sitzplatzkarten des BVB noch als Zugabe zum BigMäc bei McDonalds verteilt wurden, dann weiss man auch, woher diese schrägen Typen gekommen sind.

Die sind als Zugabe zum BigMäc bei McDonalds zu uns gekommen?

Also, das erklärt so einiges ;)

Neu auf schwatzgelb.de: Niemals wie ihr?

Sauerländer92, Montag, 29.01.2018, 13:11 (vor 2894 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Meine richtig regelmäßigen Besuche im Westfalenstadion begannen allerdings viel später, unter der Ägide von Jürgen Röber und Co. Das ist nicht vergleichbar mit der heutigen Zeit, aber es hat wohl trotzdem meine Beziehung zum BVB beeinflusst. Für mich war der BVB immer geprägt von einer Verbundenheit zwischen Fans und Verein. Egal, was da unten auf dem Rasen teilweise gespielt wurde, die Fans waren für die Mannschaft da und haben sie unterstützt, solange man da unten zumindest den Willen sah. Gleichzeitig blickte man häufig mit einem süffisanten Lächeln nach München oder Gelsenkirchen, wo die eigene Mannschaft doch recht schnell ausgepfiffen wurde, weil sie den Vorstellungen der Fans nicht gerecht wurde.

Ich verfolge den BVB jetzt seit Ende der 90er, 1999 gegen Leverkusen war mein erster Stadionbesuch. Deine Eindrücke kann ich einfach nicht teilen.

Rund um die Skibbe-Ära war dass Verhältnis zwischen Mannschaft und Fans doch komplett zerrüttet. Pfiffe, hämische Gesänge und wenig Support gab es damals auch bei uns. Allgemein galt das Dortmunder Publikum als erfolgsverwöhnt und sehr kritisch, was die eigene Mannschaftsleistung angeht.
Danach wurde es mal etwas besser und gerade in der Krise um 2005 sind Fans und Verein dann zusammengerückt. Allerdings hat man sowas auch schon bei anderen Klubs beobachtet und wäre, z.B in Gelsenkirchen nicht anders. Auch die Bremener Fans haben mich in den letzten Jahren beeindruckt.
In der Doll-Saison war es dann aber auch schon wieder vorbei, das Stadion war gerade zum Ende der Saison total tot.


Nein, diese "Niemals wie ihr"- Gefühle kenne ich nicht. Ich liebe den Verein, die Süd und das komplette Westfalenstadion. In den letzten Knapps 20 Jahren habe ich viel mit meiner Borussia erlebt.
Aber solche Einschätzungen empfinde ich eher als arrogant, da bin ich bei Yellowmarianne. Wenn es wirklich hart auf hart kommt, stehen bei den meisten Klubs die Fans voll hinter dem Verein, nicht nur in Dortmund. Und genau bei anderen Fanszenen haben wir pfeiffende "Sitzplatzkanacken", da heben wir uns nicht vom Rest ab.

Setzt die schwarzgelbe Brille doch mal kurz ab!

yellowmarianne, Dortmund, Montag, 29.01.2018, 11:23 (vor 2894 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Sorry aber was für ein naiver Text. Wir hatten schon immer Probleme wie alle anderen auch. Pfiffe gab es schon immer, es gab Sitzblockaden, es gab Zerwürfnisse zwischen Mannschaft und Fans, es gab Laola Wellen der Süd mit dem Gegner nach Schlusspfiff, es gab Stimmungstiefs.

Nur Marketingopfer glauben das Märchen von den allerbesten Fans und echter Liebe und so weiter und einem Unterschied zum Verhalten anderer Fans, würden die sich in der gleichen Situation befinden.

Wach auf! Wir Fans sind nicht groß anders als die meisten anderen. Oftmals unterscheiden wir uns nur durch äußeren Umstände(Erfolg, Erwartung) und würde man die tauschen, tauscht man auch das Fanverhalten.

SGG Marianne

Nö, behalte meine schwarzgelbe Brille auf ;-)

yellowmarianne, Montag, 29.01.2018, 21:47 (vor 2893 Tagen) @ yellowmarianne

Sorry aber was für ein naiver Text. Wir hatten schon immer Probleme wie alle anderen auch. Pfiffe gab es schon immer, es gab Sitzblockaden, es gab Zerwürfnisse zwischen Mannschaft und Fans, es gab Laola Wellen der Süd mit dem Gegner nach Schlusspfiff, es gab Stimmungstiefs.

Nur Marketingopfer glauben das Märchen von den allerbesten Fans und echter Liebe und so weiter und einem Unterschied zum Verhalten anderer Fans, würden die sich in der gleichen Situation befinden.

Wach auf! Wir Fans sind nicht groß anders als die meisten anderen. Oftmals unterscheiden wir uns nur durch äußeren Umstände(Erfolg, Erwartung) und würde man die tauschen, tauscht man auch das Fanverhalten.

SGG Marianne

Also, ich finde den Artikel gut. Hat mir spontan gefallen und ich kann mich in vielen Sätzen wiederfinden.

Ich glaube immer noch daran, dass viele Fans den BVB wenigstens fighten sehen wollen. Warum hat Sokratis denn am Samstag Szenenapplaus bekommen, als er sich über das halbe Feld bis zur gegnerischen Eckfahne durchwalzte? Es kam nichts dabei raus, aber wir Fans fanden es klasse. Diese Szene macht mich immer noch etwas "happy", trotz des mauen Spiels.

Die Pfiffe bei den Rückpässen auf Roman 38 fand ich schon während des Spiels daneben und es beruhigt mich, dass viele das so sehen.

Ob wir jetzt viel anders als andere Fans sind, ist mir auch egal. Ich bin BVB-Fan und bleibe BVB-Fan.

Setzt die schwarzgelbe Brille doch mal kurz ab!

Scherben, Kiel, Montag, 29.01.2018, 11:39 (vor 2894 Tagen) @ yellowmarianne
bearbeitet von Scherben, Montag, 29.01.2018, 11:46

Würde ich bei solchen Fragen meine schwarzgelbe Brille absetzen, könnte ich mich gleich vom Dasein als Fußballfan verabschieden. Die Zugehörigkeit zum eigenen Verein und die Abgrenzung zu anderen Vereinen ist elementar.

Setzt die schwarzgelbe Brille doch mal kurz ab!

yellowmarianne, Dortmund, Montag, 29.01.2018, 12:01 (vor 2894 Tagen) @ Scherben

Das sollte doch aber nicht dazu führen, wie oben, sich arrogant über andere Fans zu erheben. Denn das ist einfach weltfremd verblendet und nicht angebracht. Im Erfolg und im Misserfolg sind alle ziemlich gleich. Ich habe schon in Köln, Magdeburg, Bochum und Hamburg gelebt und die Leute da hängen kein bisschen weniger an ihren Teams als bei uns. Und die gehen auch nicht anders mit besonderen Situationen um.

Was alle natürlich auch gemeinsam haben, ist dass sich überall gewisse Teile für die allerbesten Fans halten. Wo wir wieder bei der Vereinsbrille wären :)
die ich auch oft genug trage, aber in anderen Bereichen.

SGG Marianne

Setzt die schwarzgelbe Brille doch mal kurz ab!

Phil, Montag, 29.01.2018, 11:44 (vor 2894 Tagen) @ Scherben

Ganz generell ist es ja aber schon fast überall so, dass einfach im Falle des Erfolges alle mitschreien und mitsingen und umgekehrt dann doch entweder schweigen oder aber sogar pfeifen bzw. ihren Unmut kundtun.

Dass es beim BVB viele Probleme gibt, kann man ja kaum verschweigen. Dass alle aber eigentlich durchaus am BVB hängen und gewillt sind, ist für mich klar.

Gerade jetzt bräuchte dieser Verein und diese Mannschaft aber Hilfe von seinen Fans. Auch wenn es schwer fällt. Stattdessen geht der Zerfleischungsmodus aber fröhlich weiter. Von Watzke bis hin zum Fan vor dem TV-Gerät oder Internetforum.

2011 hätte die Mannschaft um Klopp selbst unter Pfiffen alles in Grund und Boden gespielt. Da tanzen dann alle drumherum mit. Heute, Januar 2018, bräuchten alle aber Unterstützung. Stattdessen...


MFG
Phil

Was soll man denn hier momentan anfeuern?

yellowmarianne, Montag, 29.01.2018, 17:38 (vor 2894 Tagen) @ Phil
bearbeitet von Zipfelklatscher, Montag, 29.01.2018, 17:45

Ganz generell ist es ja aber schon fast überall so, dass einfach im Falle des Erfolges alle mitschreien und mitsingen und umgekehrt dann doch entweder schweigen oder aber sogar pfeifen bzw. ihren Unmut kundtun.

Dass es beim BVB viele Probleme gibt, kann man ja kaum verschweigen. Dass alle aber eigentlich durchaus am BVB hängen und gewillt sind, ist für mich klar.

Gerade jetzt bräuchte dieser Verein und diese Mannschaft aber Hilfe von seinen Fans. Auch wenn es schwer fällt. Stattdessen geht der Zerfleischungsmodus aber fröhlich weiter. Von Watzke bis hin zum Fan vor dem TV-Gerät oder Internetforum.

2011 hätte die Mannschaft um Klopp selbst unter Pfiffen alles in Grund und Boden gespielt. Da tanzen dann alle drumherum mit. Heute, Januar 2018, bräuchten alle aber Unterstützung. Stattdessen...


MFG
Phil

Ich hab hier schonmal geschrieben. In Dortmund bekommst du von den Fans bedingungslose Unterstützung, wenn diese das Gefühl haben dass man ehrlich ist. Ob Verwortliche, Spieler, Worte oder Taten.

Wenn Aki und Susi die Hosen runterlassen würden und kurz und knapp erklären würden dass man momentan von den Ereignissen im Fussallgeschäft völlig überrollt wird und man zwar massig Geld einnimmt, es aber von Transferperiode zu Transferperiode weniger Wert wird und man nicht in Lage und Willens ist diesen Weg auf Kosten des Vereins (Gruss an Niemeier) mitzugehen.

Dieses Geld weckt Erwartungen die man zurechtrücken muss. Gerne mit Hinweis auf darauf dass Leute die ein garantiertes 1/4 in der CL erwarten beim falschen Verein sind. (Doof dass man dann zum Großteil an die Leute appelieren muss die man zuletzt öfters gegen den Kopf gestoßen hat, aber man die werden da sein. Weil sie es immer sind).

Dem sollten dann aber Taten folgen. Über teure Charakterbratzen wie Miki oder Batsuhayi darf nicht mehr nachgedacht werden. Spieler wie Sancho sollte man ablehnen. Dass Auba am SA gespielt hat muss man sich als Fehler eingestehen. Und zwar als grundsätzlichen. Nicht "so wie es gelaufen ist wars doof, hätte aber auch gut gehen können".
Man kann aucj gerne zukünftigen Talenten ankündigen dass man mit dem FC Barcelona bis auf weiteres keine Verhandlungen mehr führt.
Sokratis zb sollte jetzt einmal gefragt werden ob er Bock hat hier Kopf einer neuer Truppe zu werden. Kommt da nach Bedenkzeit kein klares "ja", aufwiedersehen.

Man sollte zugeben es getan zu haben,aber verkünden dass man nicht mehr kurzfristig denken will. Keine überteuerten Stars mejr holt nur weil.man iwie in die CL MUSS. Und im Sommer guckt man mal....schlimmer als ein Verpassen der CL ist dieses kurzfristige Planen. Das werden auch die Aktionäre so sehen.

Die Medien? Wen jucken die Medien wenn die die Fans hinter der Mannschaft und hinter den Verantwortlichen stehen und die Aktionäre mit im Boot sind?


Man müsste sich einfach mal fehler eINingestehen, diese kommunizieren und an die an die Wand der Schande appellieren. Aber wie gesagt, all dass schrieb ich schon vor nem halben Jahr oder so. Und leider hab ich wenig Hoffnung dass sich was ändert. Miki, Batsuhayi und Samstag Auba sprechen da ne klare Sprache

#waytoHSV2.0

Was soll man denn hier momentan anfeuern?

yellowmarianne, Montag, 29.01.2018, 18:33 (vor 2893 Tagen) @ Zipfelklatscher

#waytoHSV2.0

Der HSV ist den Weg des Abstiegs gegangen, als nach Jahren des relativen Erfolgs, in einer schwierigen Phase plötzlich Grabenkämpfe um die Posten im Verein auftraten. Konsequenz waren ständig wechselnde sportliche Verantwortliche auf allen Ebenen (Aufsichtsrat über Vorstand bis Trainer). Das ist der Hauptgrund für den Abstieg. Die haben keine Ruhe bewahrt im Misserfolgsfall. Und unterschiedliche Interessengruppen haben versucht den Misserfolg zu ihrem Vorteil zu nutzen.

Nur mal so als Anregung für die Leute die ständig den Kopf von Watzke und Zorc fordern.

Was soll man denn hier momentan anfeuern?

yellowmarianne, Montag, 29.01.2018, 22:01 (vor 2893 Tagen) @ Kulibi77

#waytoHSV2.0


Der HSV ist den Weg des Abstiegs gegangen, als nach Jahren des relativen Erfolgs, in einer schwierigen Phase plötzlich Grabenkämpfe um die Posten im Verein auftraten. Konsequenz waren ständig wechselnde sportliche Verantwortliche auf allen Ebenen (Aufsichtsrat über Vorstand bis Trainer). Das ist der Hauptgrund für den Abstieg. Die haben keine Ruhe bewahrt im Misserfolgsfall. Und unterschiedliche Interessengruppen haben versucht den Misserfolg zu ihrem Vorteil zu nutzen.

Nur mal so als Anregung für die Leute die ständig den Kopf von Watzke und Zorc fordern.

Und sich im Sommer wundern wenn man einen gewissen Julian D. aus Paris verpflichtet weil man einfach zuschlagen muss, wenn sich dieses eine mal die Chance ergibt einen solch potentiellen Weltklassespieler zu verplichten.

Dann wird sich natürlich gewundert warum die Kun äh Fans nicht wie eine Wand hinter der "Mannschaft" stehen, wenns nicht läuft.

Was soll man denn hier momentan anfeuern?

Blarry, Essen, Montag, 29.01.2018, 18:49 (vor 2893 Tagen) @ Kulibi77

Der HSV würde vor allem Uwe Seeler irgendwelchen Meeresgöttern opfern, um unsere Probleme haben zu dürfen.

Setzt die schwarzgelbe Brille doch mal kurz ab!

bastlke, Kempten, Montag, 29.01.2018, 13:14 (vor 2894 Tagen) @ Phil

Hallo Phil,

ich für meinen Teil muss sagen, dass ich sicherlich gewillt bin diese Mannschaft zu unterstützen - es muss aber auch unterstützenswert sein. Ich bin sicherlich kein Erfolgsfan, dazu bin ich schon zu lange Fan dieser Mannschaft (25 Jahre).

Was am Samstag abgeliefert wurde war einfach nur frech - da kann sich dann auch kein Spieler hinstellen und sagen, die Pfiffe verunsichern uns. Das ist das Resultat von Alibifußball, was erst nach dem 1:0 stattgefunden hat. Wenn auf den Ausgleich, als Reaktion der Mannnschaft nicht ein "Komm wir packen das kommt", sondern ein lustloser Verwaltungsfußball stattfindt, hat der Fan das Recht, und sollte es meiner Meinung nach auch tun, dies mit Pfiffen zu quittieren.

Kein Zweifel, geht ein Spiel in die Hose, der Einsatz, Kampf und Zusammenhalt stimmt aber, dann ist jede Niederlage auch mehr als zu verschmerzen - aber jetzt ist die Mannschaft in der Pflicht zu liefern, und die Fans durch Leistung, Einsatz und Willlen auf Ihre Seite zu ziehen.

Allgmein Phil:
Danke für die vielen zusätzlichen Eindrücke - das ist sehr spannend, und auch oft beruhigend.

Danke
Bastl

Setzt die schwarzgelbe Brille doch mal kurz ab!

yellowmarianne, Montag, 29.01.2018, 11:48 (vor 2894 Tagen) @ Phil

Dass es beim BVB viele Probleme gibt, kann man ja kaum verschweigen. Dass alle aber eigentlich durchaus am BVB hängen und gewillt sind, ist für mich klar.

Gerade jetzt bräuchte dieser Verein und diese Mannschaft aber Hilfe von seinen Fans. Auch wenn es schwer fällt. Stattdessen geht der Zerfleischungsmodus aber fröhlich weiter. Von Watzke bis hin zum Fan vor dem TV-Gerät oder Internetforum.

Puh, es ist ja nun auch nicht so, als wären die Jungs 90 Minuten lang durchgehend ausgepfiffen worden. Im Gegenteil: Gute Aktionen wurden doch auch honoriert. Aubameyangs Grätsche im Mittelkreis, Sokratis' Solo auf rechts, Toljans erster Schußversuch. Wenn die Mannschaft die Anerkennung für solche Aktionen haben will, soll sie sich aber auch abholen und nicht im Gegenteil Beamtenfußball spielen.

Setzt die schwarzgelbe Brille doch mal kurz ab!

Phil, Montag, 29.01.2018, 11:51 (vor 2894 Tagen) @ Flo

Puh, es ist ja nun auch nicht so, als wären die Jungs 90 Minuten lang durchgehend ausgepfiffen worden. Im Gegenteil: Gute Aktionen wurden doch auch honoriert. Aubameyangs Grätsche im Mittelkreis, Sokratis' Solo auf rechts, Toljans erster Schußversuch. Wenn die Mannschaft die Anerkennung für solche Aktionen haben will, soll sie sich aber auch abholen und nicht im Gegenteil Beamtenfußball spielen.

Ich meinte das eher allgemein und weniger nur auf Pfiffe etc. bezogen. Grundsätzlich ist es einfach so, dass Fans halt (von mir aus logischerweise) oft im Erfolgsfall groß dabei sind und wenn es dann halt nicht läuft, eher nicht mehr.

Dabei wäre es genau andersherum, wenn man mit dem Herzen am Klub hängt, eigentlich sinnvoller ;-)

MFG
Phil

Setzt die schwarzgelbe Brille doch mal kurz ab!

fredisgetränkekiste, dortmund, Montag, 29.01.2018, 18:07 (vor 2894 Tagen) @ Phil

In schlechten Zeiten müßt ihr ..... (Borussen) sein.
In guten haben wir genug davon.
Frei nach Charly Neumann

Setzt die schwarzgelbe Brille doch mal kurz ab!

rajol, Pulheim, Montag, 29.01.2018, 12:58 (vor 2894 Tagen) @ Phil

wenn dir Phil die Argumente ausgehen und die Spiele eine immer düster werdende Zukunft in Aussicht stellen, dann fängst du an zu menscheln - in der allgemeinen Art und in guter Absicht,. Wie war das noch ? Der Weg zur Hölle ist gepflastert mit lauter "guten Absichten". Da argumentier doch lieber - auch wenn du damit falsch liegst.

Setzt die schwarzgelbe Brille doch mal kurz ab!

Phil, Montag, 29.01.2018, 16:15 (vor 2894 Tagen) @ rajol

"Menscheln" ist auch so ein schönes Wort...

Ich bin der Überzeugung, dass ein Stadionpublikum einer Mannschaft mit Problemen helfen kann. Und das auch ein Umfeld helfen kann. Aber in der Regel passiert genau das halt nicht. Was immer wieder interessant zu beobachten ist. Weil Fans sich damit ja im Grunde - wenn man meiner Annahme folgt - selbst schaden.

Das ist alles.

MFG
Phil

Setzt die schwarzgelbe Brille doch mal kurz ab!

burz, Lünen, Montag, 29.01.2018, 20:34 (vor 2893 Tagen) @ Phil

Genau das wollte Bürki ja auch ausdrücken. Wir schaden mit den Pfiffen uns selbst bzw dem Erfolg des Vereins.

Setzt die schwarzgelbe Brille doch mal kurz ab!

burz, Dienstag, 30.01.2018, 09:20 (vor 2893 Tagen) @ burz

Aha! Im Fussball sind demnach nur positive Emotionen erlaubt, weil die - tja - eben positiv sind und positiv ist gut...
Nee nee, so simpel ist das nicht. Denn Emotionen sind vieschichtig und in JEDER erdenklichen Hinsicht - natürlich auch im Stadion - erlaubt! Das Problem ist, dass die Spieler damit nicht umgehen können, weil sie verlernt haben, diese zu zeigen (vielleicht sogar zu haben), in ihrer vollkommen isolierten unrealistischen Welt leben, die auf Karriereplanung ausgelegt ist. Ein Spieler, der Emotionen der Fans WIRKLICH nachempfinden kann - und zwar nicht nur im Erfolgsfall - käme gar nicht auf die Idee, solche Aussagen zu treffen! Fans sind nämlich nicht Bestandteil der Erfolgsoptimierung eines Wirtschaftkonzerns, sondern leben (LEBEN!) im Stadion/vor dem TV, Radio, etc. ihre Emotionen aus - blöderweise für die Fussball-Profis dieser Welt vollkommen unprofessionell. Emotionsarbeit ist so ziemlich das wichtigste, was man betreiben kann und sollte im Leben und wenn die Spieler das täten, würden sie ganz andere Schlüsse ziehen aus dem Verhalten der Fans und damit umgehen. Die Spieler arbeiten im Stadion. Das ist der Unterschied! Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass die allermeisten Spieler bei einem Fehler, den sie im Spiel begehen, zuerst an die Konsequenzen für ihre Karriere denken und nicht, was dieser Fehler jetzt emotional mit dem Fan macht. Und gerade Bürki sollte zuerst einmal auf sich selbst schauen und darüber nachdenken, wie er besser werden kann...

Setzt die schwarzgelbe Brille doch mal kurz ab!

Scherben, Kiel, Montag, 29.01.2018, 12:02 (vor 2894 Tagen) @ Phil

Ich meinte das eher allgemein und weniger nur auf Pfiffe etc. bezogen. Grundsätzlich ist es einfach so, dass Fans halt (von mir aus logischerweise) oft im Erfolgsfall groß dabei sind und wenn es dann halt nicht läuft, eher nicht mehr.

Dabei wäre es genau andersherum, wenn man mit dem Herzen am Klub hängt, eigentlich sinnvoller ;-)

Es hat vor allem was mit der inneren Einstellung zu tun, finde ich. Man ist irgendwann nah am Operettenpublikum, wenn man mit der Erwartungshaltung ins Stadion geht, dass man guten Fußball und tolle Tore verdient hat.

Ich glaube halt tatsächlich daran, dass ein heißblütiges Publikum Spiele gewinnen kann. Das ist für mich Teil der Geschichte des BVB, auf jeden Fall zentraler Teil der Geschichte des Westfalenstadions, und wenn man mir da was von Naivität erzählt, dann werde ich sehr fuchsig.

Lautstarkes Publikum sorgt nachweislich für Testosteronschub

yellowmarianne, Montag, 29.01.2018, 13:17 (vor 2894 Tagen) @ Scherben

Ich glaube halt tatsächlich daran, dass ein heißblütiges Publikum Spiele gewinnen kann. Das ist für mich Teil der Geschichte des BVB, auf jeden Fall zentraler Teil der Geschichte des Westfalenstadions, und wenn man mir da was von Naivität erzählt, dann werde ich sehr fuchsig.

"So kann ein lautstarkes Publikum bei der Heimmannschaft einen Testosteronschub auslösen, belegten die Forscher Nick Neave und Sandy Wolfson vor der englischen Universität Northumbria mit Speicheltests"

Quelle: https://www.welt.de/wissenschaft/article106427616/Wie-die-Psyche-der-Spieler-ein-Spiel-entscheidet.html

Ich wette, dass unser Singsang inzwischen aber überhaupt keinen positiven Effekt mehr auf die Spieler hat. Meine Aufrufe, mal aktiv an dem Problem zu arbeiten, wurden aber immer belächelt, weil man Angst hatte, wie Bayern mit den Klatschpappen zu enden.

Lautstarkes Publikum sorgt nachweislich für Testosteronschub

Lutz09, Tor zum Sauerland, Montag, 29.01.2018, 13:26 (vor 2894 Tagen) @ Prof.Brinkmann

Ich glaube halt tatsächlich daran, dass ein heißblütiges Publikum Spiele gewinnen kann. Das ist für mich Teil der Geschichte des BVB, auf jeden Fall zentraler Teil der Geschichte des Westfalenstadions, und wenn man mir da was von Naivität erzählt, dann werde ich sehr fuchsig.


"So kann ein lautstarkes Publikum bei der Heimmannschaft einen Testosteronschub auslösen, belegten die Forscher Nick Neave und Sandy Wolfson vor der englischen Universität Northumbria mit Speicheltests"

Quelle: https://www.welt.de/wissenschaft/article106427616/Wie-die-Psyche-der-Spieler-ein-Spiel-entscheidet.html

Ich wette, dass unser Singsang inzwischen aber überhaupt keinen positiven Effekt mehr auf die Spieler hat. Meine Aufrufe, mal aktiv an dem Problem zu arbeiten, wurden aber immer belächelt, weil man Angst hatte, wie Bayern mit den Klatschpappen zu enden.

Ich glaub, Dauersingsang fördert eher die Östrogenproduktion ;)

Testosteron schießt keine Tore (kT)

yellowmarianne, Montag, 29.01.2018, 13:21 (vor 2894 Tagen) @ Prof.Brinkmann

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CEED, MS, Montag, 29.01.2018, 12:30 (vor 2894 Tagen) @ Scherben

Erzähl uns aber jetzt bitte nicht auch noch, dass wir für künftige Niederlagen verantwortlich sind nur weil wir im Stadion gepfiffen haben. Gerade BVB Fans überschätzen sich selber gerne, vor allem die so genannten "echten" Fans.

Als ob es Samstag irgendwie anders gelaufen wäre...und das ist ebenfalls naiv.

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burz, Lünen, Montag, 29.01.2018, 20:38 (vor 2893 Tagen) @ CEED

Wenn wir die Mannschaft bedingungslos unterstützt hätten,wäre es zumindest nicht schlechter gelaufen. Natürlich gibt es genügend Konstellationen,in denen sich die Unterstützung des Publikums positiv auswirkt. U.a. haben wir deswegen bis vor kurzem zu Hause nie gegen Real Madrid verloren. Eben weil in diesen Spielen eine besondere Unterstützung gegeben war

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Scherben, Kiel, Montag, 29.01.2018, 12:50 (vor 2894 Tagen) @ CEED

Erzähl uns aber jetzt bitte nicht auch noch, dass wir für künftige Niederlagen verantwortlich sind nur weil wir im Stadion gepfiffen haben. Gerade BVB Fans überschätzen sich selber gerne, vor allem die so genannten "echten" Fans.

Wie gesagt: Es hat etwas mit der inneren Einstellung zu tun. Ich maße mir nicht an, darüber zu urteilen, mit welcher Geisteshaltung andere Leute ins Stadion gehen, aber ich sage relativ deutlich, welche Einstellung ich mir von den Fans im Stadion wünsche. Wenn dir das nicht passt: Dein Problem. So wie es mein Problem ist, dass ich mit der allgemeinen Lustlosigkeit um mich herum auf der Tribüne umgehen muss.

Als ob es Samstag irgendwie anders gelaufen wäre...und das ist ebenfalls naiv.

Naiv ist eher zu glauben, dass das Publikum im Stadion keinen Einfluss auf den Ausgang eines Spiels hat.

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Klopfer ⌂, Dortmund, Montag, 29.01.2018, 19:38 (vor 2893 Tagen) @ Scherben

Naiv ist eher zu glauben, dass das Publikum im Stadion keinen Einfluss auf den Ausgang eines Spiels hat.

Man darf auch nicht vergessen, dass die Stimmung im Stadion auch einen enormen Einfluss auf die Schiedsrichter hat. Ich kann mich an Spiele erinnern, da sind die Schris geradezu zusammengebrochen und haben sich nicht mehr getraut, zweifelhafte Entscheidungen gegen uns zu pfeifen.
Herausragendes Beispiel das 3:3 gegen die Blauen, als in HZ 2 einen unberechtigten Elfmeter, eine "übersehene" Abseitsentscheidung mit Treffer und zwei Rote Karten gegen die Blauen gab.

Stimmung lohnt sich immer, auch wenn der spielverlaufsentkoppelte Singsang sicher der Weisheit letzter Schluss ist.

SGG
Klopfer

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yellowmarianne, Dortmund, Montag, 29.01.2018, 12:19 (vor 2894 Tagen) @ Scherben

Wer streitet denn ab, dass Fanverhalten und Stadion Auswirkungen haben? Das finde ich nicht naiv.
Naiv ist zu glauben, dass Fans eines Vereins anders reagieren als Fans eines anderen Vereins, würden sie sich in gleichen Umständen befinden. Und dass man daraus eine bessere Fans Einteilung für sich beanstanden könnte.

SGG Marianne

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yellowmarianne, Montag, 29.01.2018, 12:26 (vor 2894 Tagen) @ yellowmarianne

Wer streitet denn ab, dass Fanverhalten und Stadion Auswirkungen haben? Das finde ich nicht naiv.
Naiv ist zu glauben, dass Fans eines Vereins anders reagieren als Fans eines anderen Vereins, würden sie sich in gleichen Umständen befinden. Und dass man daraus eine bessere Fans Einteilung für sich beanstanden könnte.

SGG Marianne

Es gab mal Zeiten da hat man sich selbst gefeiert wenn es nicht lief. Hier gab es mal einen Artikel der von früher erzählte und das gut darlegte. Z.b das man nach einem 0:4 gegrn Stuttgart trotzdem für tolle Stimmung sorgte. Daum lobte das auch. Hat den Artikel wer?

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yellowmarianne, Dortmund, Montag, 29.01.2018, 12:33 (vor 2894 Tagen) @ Kaiser23

Sich aus Trotz selbst feiern in besonders schlechten Momenten kommt überall mal vor, schon oft beim Gegner erlebt obwohl wir sie abgeschossen haben. Kein Anlass für eine Alleinstellung.

SGG Marianne

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yellowmarianne, Montag, 29.01.2018, 12:47 (vor 2894 Tagen) @ yellowmarianne

Sich aus Trotz selbst feiern in besonders schlechten Momenten kommt überall mal vor, schon oft beim Gegner erlebt obwohl wir sie abgeschossen haben. Kein Anlass für eine Alleinstellung.

SGG Marianne

Ich rede aber von früher, nicht von heute wo das durch die Ultragruppen sich noch verfestigt hat. Ich meine die Zeiten wo es Ultras noch nicht gab, da hatten wenige Fanszenen dieses Merkmal. Zumal auch Auswärtige Fans vom WS und insbesondere der Süd schwärmten.

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Phil, Montag, 29.01.2018, 12:05 (vor 2894 Tagen) @ Scherben

Ich glaube halt tatsächlich daran, dass ein heißblütiges Publikum Spiele gewinnen kann. Das ist für mich Teil der Geschichte des BVB, auf jeden Fall zentraler Teil der Geschichte des Westfalenstadions, und wenn man mir da was von Naivität erzählt, dann werde ich sehr fuchsig.

Ich glaube das Publikum hat im Falle von Krisen und Problemen eine sehr große Wirkung. Und zwar bei generellen Kriesen größeren Formats, aber auch im Spiel selbst.

Läuft es aber eh rund, hat das Publkikum kaum bis gar keinen Effekt mehr. Das ist dann wirklich nur Staffage.

MFG
Phil

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Scherben, Kiel, Montag, 29.01.2018, 12:16 (vor 2894 Tagen) @ Phil
bearbeitet von Scherben, Montag, 29.01.2018, 12:55

Ich glaube halt tatsächlich daran, dass ein heißblütiges Publikum Spiele gewinnen kann. Das ist für mich Teil der Geschichte des BVB, auf jeden Fall zentraler Teil der Geschichte des Westfalenstadions, und wenn man mir da was von Naivität erzählt, dann werde ich sehr fuchsig.


Ich glaube das Publikum hat im Falle von Krisen und Problemen eine sehr große Wirkung. Und zwar bei generellen Kriesen größeren Formats, aber auch im Spiel selbst.

Läuft es aber eh rund, hat das Publkikum kaum bis gar keinen Effekt mehr. Das ist dann wirklich nur Staffage.

Weiß ich nicht. Ich glaube, wir hatten in unseren Traumjahren unter Klopp Phasen, wo es Mannschaft und Fans gemeinsam fertig gebracht haben, einen Gegner gleich welcher Klasse nicht ins Spiel zu lassen. Das wäre auf einem neutralen Boden vermutlich anders gewesen.

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yellowmarianne, Montag, 29.01.2018, 12:48 (vor 2894 Tagen) @ Scherben

Weiß ich nicht. Ich glaube, wir hatten in unseren Traumjahren unter Klopp Phasen, wo es Mannschaft und Spieler gemeinsam fertig gebracht haben, einen Gegner gleich welcher Klasse nicht ins Spiel zu lassen. Das wäre auf einem neutralen Boden vermutlich anders gewesen.

Ja, wenn es grundsätzlich passt. Wenn im Umfeld alles i.O. ist, wenn die Spieler harmonieren - in guten Zeiten eben oder wenn es um ein wirklich wirklich wichtiges Spiel geht.
Momentan aber passt gar nichts. Die Spieler harmonieren nicht und sind formlos. Die Verantwortlichen stehen in der Kritik ob des seit Jahren schleichenden negativen sportlichen Trends. Der eine Trainer ist weg, der jetzige - naja, gibt sein Bestes... Es gibt keinen Grund, momentan irgendwas zu feiern. Und auch in den von dir genannten Spielen war es stets ein Funke, der zuerst einmal vom Rasen auf die Ränge überspringen muss, bevor die Stimmung die von dir beschriebenen Auswirkungen haben kann. Momentan springt da gar nichts und das einzige, was man als Fan feiern könnte, ist der Verein BVB - doch so etwas funktioniert auch nur, wenn man sich mit irgendwas vom BVB identifizieren kann und das fällt schwer zurzeit...

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Scherben, Kiel, Montag, 29.01.2018, 12:59 (vor 2894 Tagen) @ Djerun

Weiß ich nicht. Ich glaube, wir hatten in unseren Traumjahren unter Klopp Phasen, wo es Mannschaft und Spieler gemeinsam fertig gebracht haben, einen Gegner gleich welcher Klasse nicht ins Spiel zu lassen. Das wäre auf einem neutralen Boden vermutlich anders gewesen.


Ja, wenn es grundsätzlich passt. Wenn im Umfeld alles i.O. ist, wenn die Spieler harmonieren - in guten Zeiten eben oder wenn es um ein wirklich wirklich wichtiges Spiel geht.
Momentan aber passt gar nichts. Die Spieler harmonieren nicht und sind formlos. Die Verantwortlichen stehen in der Kritik ob des seit Jahren schleichenden negativen sportlichen Trends. Der eine Trainer ist weg, der jetzige - naja, gibt sein Bestes... Es gibt keinen Grund, momentan irgendwas zu feiern. Und auch in den von dir genannten Spielen war es stets ein Funke, der zuerst einmal vom Rasen auf die Ränge überspringen muss, bevor die Stimmung die von dir beschriebenen Auswirkungen haben kann. Momentan springt da gar nichts und das einzige, was man als Fan feiern könnte, ist der Verein BVB - doch so etwas funktioniert auch nur, wenn man sich mit irgendwas vom BVB identifizieren kann und das fällt schwer zurzeit...

Ich sage ja auch nicht, dass es einfach ist, und ich denke auch nicht, dass sich mit einer "besseren" Einstellung auf der Tribüne automatisch bessere Ergebnisse einstellen würden. Aber das Drumherum ist trostlos, und im Stadion ist es halt auch so, dass Lustlosigkeit und schlechte Laune auf die Umgebung im Stadion ausstrahlt. Und das hat m.E. nicht in erster Linie was damit zu tun, welche Spieler auf dem Platz stehen und wie es im Umfeld so läuft. Als wir am Anfang der Saison mit derselben Mannschaft alles weggehauen haben, war die Stimmung ja auch eine andere.

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yellowmarianne, Montag, 29.01.2018, 13:05 (vor 2894 Tagen) @ Scherben

Ich sage ja auch nicht, dass es einfach ist, und ich denke auch nicht, dass sich mit einer "besseren" Einstellung auf der Tribüne automatisch bessere Ergebnisse einstellen würden. Aber das Drumherum ist trostlos, und im Stadion ist es halt auch so, dass Lustlosigkeit und schlechte Laune auf die Umgebung im Stadion ausstrahlt. Und das hat m.E. nicht in erster Linie was damit zu tun, welche Spieler auf dem Platz stehen und wie es im Umfeld so läuft. Als wir am Anfang der Saison mit derselben Mannschaft alles weggehauen haben, war die Stimmung ja auch eine andere.

Läßt sich dieses Henne-Ei-Problem denn irgendwie aufbrechen? Ob die Mannschaft sich mal bewegen soll, damit die Fans wachgerüttelt werden, oder ob die Fans die Zähne auseinanderkriegen müssen, damit der Rasen brennt - voran kommen wir so irgendwie nicht.

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yellowmarianne, Montag, 29.01.2018, 13:00 (vor 2894 Tagen) @ Scherben
bearbeitet von Djerun, Montag, 29.01.2018, 13:07

Als wir am Anfang der Saison mit derselben Mannschaft alles weggehauen haben, war die Stimmung ja auch eine andere.

Ja, doch waren nicht die Fans der Auslöser, sondern weil vor allem die Ergebnisse passten...

Das erste Spiel war auswärts und wurde - nicht übermässig souverän, aber dennoch deutlich - gewonnen. Mit diesem Stimmungsauftakt ging es dann weiter und es wurde ein Selbstläufer - mit vielen Macken auch in den ersten Spielen schon, aber die Offensive passte, spielte spektakulär und wir gewannen...

Gerade das Derby ist ein guter Beleg dafür, dass es nicht in erster Linie an den Fans liegt, sondern an der Mannschaft...

Setzt die schwarzgelbe Brille doch mal kurz ab!

yellowmarianne, Montag, 29.01.2018, 11:59 (vor 2894 Tagen) @ Phil

Ich meinte das eher allgemein und weniger nur auf Pfiffe etc. bezogen. Grundsätzlich ist es einfach so, dass Fans halt (von mir aus logischerweise) oft im Erfolgsfall groß dabei sind und wenn es dann halt nicht läuft, eher nicht mehr.

Dabei wäre es genau andersherum, wenn man mit dem Herzen am Klub hängt, eigentlich sinnvoller ;-)

Das stimmt. Glücklicherweise ist jede Phase der Erfolglosigkeit oder des unansehnlichen Fußballs eine gute Gelegenheit für eine Zäsur, in der uns ein paar Erfolgsfans verlassen und der harte Kern ja sowieso dableibt - für die Vereinschemie kann das durchaus wichtig sein.

Neu auf schwatzgelb.de: Niemals wie ihr?

, Montag, 29.01.2018, 09:47 (vor 2894 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Ich hab ein paar Probleme mit diesem Text.

Heute gucke ich nach München und Gelsenkirchen und mein „Niemals wie ihr“ gilt nicht mehr. Schon seit einiger Zeit ist im weiten Rund des Tempels zu spüren, dass man nicht mehr zufrieden ist, wenn auf dem Feld gerannt wird und man zumindest den Eindruck hat, dass man das Beste versuchen würde. Das gipfelte dann im Spiel gegen den SC Freiburg darin, dass die Mannschaft über weite Teile des Spiels fast schon kaputt gepfiffen wurde.

Bei dem Spiel gegen Freiburg von "gerannt werden" zu sprechen ist Hohn. Das war eine unwürdige, jämmerliche Leistung von fast allen Akteuren. Gerannt ist als einziger Sokratis, der dieses ganze Elend nicht mehr tatenlos mitmachen wollte, und natürlich stand er auf verlorenem Posten.

Rückpässe wurden mit Raunen und Pfiffen begleitet, selbst wenn sie notwendig waren, weil nach vorne hin einfach alles zugestellt war.

Das war ja auch Bolzplatzverhalten aller Spieler von Mittelfeld bis Angriff - die standen vorne, weil sie ein Tor machen wollten. Ich darf von Profis erwarten, daß sie sich die Bälle weiter hinten abholen und/oder sich freilaufen, wenn der Gegner Beton anrührt - ist ja nicht so, als wüßte man das von Freiburg nicht. Die Rückpässe waren notwendig, weil keine Bewegung im Spiel war, weil eben niemand rannte, und das will ich absolut bepfeifen dürfen.

Málága scheint schon lange vergessen.

...von der Mannschaft.

Mittlerweile ist es selbst mit Uli Hoeneß an der Säbener Straße und Clemens Tönnies in Gelsenkirchen ruhiger als in Dortmund.

Weil der Erfolg einem Recht gibt, mehr ist es doch gar nicht. Ist das der Vergleich, den wir ziehen müssen? Müssen wir uns mit dem Schlimmsten, das der deutsche Fußball hergibt, vergleichen?

Was soll es denn bringen? Die Mannschaft ist offenkundig seit vielen Monaten stark verunsichert. Dafür gibt es viele Ursachen, um die es hier aber gar nicht gehen muss. Glaubt ihr denn wirklich, wenn ihr die Spieler jetzt bei einem Rückpass auspfeift, wird es besser? Dass sie dann keinen Rückpass mehr spielen? Den Pass, der aus Sicherheit und Angst vor dem Risiko gespielt wird?

Es ist natürlich ein Kulturschock, von einer hochriskanten auf eine komplett sichere Spielweise umzustellen. Sich als Fan zu vergegenwärtigen, daß diese Rückpaßorgien dem Aufbau von Sicherheit geschuldet sind, ist eine unbequem zu akzeptierende Wahrheit. Es ändert aber nichts daran, daß momentan die Rückpässe gespielt werden müssen, weil der BVB die wohl am einfachsten zu verteidigende Mannschaft der Liga darstellt, weil die Kreativen auf Sicherheit spielen (müssen) und die Offensiven faul in der Gegend rumstehen. Das ist komplett unansehnlich und ich verstehe jeden, der den BVB in den letzten Jahren beobachtet hat, ins Stadion geht, um eine leidenschaftliche Mannschaft zu sehen, und dann diesen Angsthasenfußball serviert bekommt. Es ist gänzlich unerträglich, was auf dem Rasen passiert und Enttäuschung darüber finde ich verständlich.

Es ist ja auch viel einfacher, seinen Unmut freien Lauf zu lassen statt es mit positiver Energie zu versuchen.

Es wäre nicht richtig, Defensivfußball zu beklatschen. Ich finde kaum etwas so abscheulich wie den Zerstörerfußball im 9-0-1-System, der in der Bundesliga inzwischen so etabliert ist - warum soll ich den abfeiern? Dat is nich meine Borussia.

Das kann man alles machen, aber man hebt sich so eben nicht mehr von anderen Vereinen ab und kann dann im Grunde auch nicht mehr wie im Erfolgsfall dann oft geschehen von den „besten Fans der Liga“ oder „echter Liebe“ oder sonst etwas sprechen. Dann geht es nämlich oft wieder ins genaue Gegenteil über. Dann ist der BVB wieder der geilste Verein der Welt und man selbst hat ja auch die schlechten Phasen durchgemacht.

Das heißt also, daß ich mich über wieder eintretende Erfolge nur freuen darf, wenn ich in dieser schlechten Phase nicht gemeckert hab - oder wat? (Abgesehen davon, daß von "echter Liebe" wohl eh niemand schwätzt, der den BVB als mehr als ein Marketing-Vehikel sieht.) Wann bin ich denn wirklich der beste Fan der Liga? Wenn ich in Genua dabei war? Das ist mir viel zu einfach argumentiert, als ob nur Erfolgsfans das aktuellen Auftreten der Mannschaft scheiße finden dürften.

Neu auf schwatzgelb.de: Niemals wie ihr?

Schleicheisen, Anner Rur ohne "h", Montag, 29.01.2018, 14:38 (vor 2894 Tagen) @ Flo

Ich hab ein paar Probleme mit diesem Text.

[...]

Bei dem Spiel gegen Freiburg von "gerannt werden" zu sprechen ist Hohn. Das war eine unwürdige, jämmerliche Leistung von fast allen Akteuren. Gerannt ist als einziger Sokratis, der dieses ganze Elend nicht mehr tatenlos mitmachen wollte, und natürlich stand er auf verlorenem Posten.

[...]

Die Rückpässe waren notwendig, weil keine Bewegung im Spiel war, weil eben niemand rannte, und das will ich absolut bepfeifen dürfen.

[...]

Es ändert aber nichts daran, daß momentan die Rückpässe gespielt werden müssen, weil der BVB die wohl am einfachsten zu verteidigende Mannschaft der Liga darstellt, weil die Kreativen auf Sicherheit spielen (müssen) und die Offensiven faul in der Gegend rumstehen. Das ist komplett unansehnlich und ich verstehe jeden, der den BVB in den letzten Jahren beobachtet hat, ins Stadion geht, um eine leidenschaftliche Mannschaft zu sehen, und dann diesen Angsthasenfußball serviert bekommt. Es ist gänzlich unerträglich, was auf dem Rasen passiert und Enttäuschung darüber finde ich verständlich.

[...]

Es wäre nicht richtig, Defensivfußball zu beklatschen. Ich finde kaum etwas so abscheulich wie den Zerstörerfußball im 9-0-1-System, der in der Bundesliga inzwischen so etabliert ist - warum soll ich den abfeiern? Dat is nich meine Borussia.

Danke, das war ziemlich exakt das was ich auch im Kopf hatte als ich den Text gelesen hatte :-)

Von meiner Seite deshalb nur noch eine Anmerkung:

wenn immer von "der Mannschaft, die unterstützt werden muss" gesprochen wird frag ich mich häufig, ob die Spieler überhaupt gerade wissen wo und vor allem FÜR WEN sie spielen. Die Dinge sind wie sie sind und der heute 20 jährige Nachwuchsspieler mit Hoffnung auf den 20 Millionenvertrag in naher Zukunft ist nicht schuld daran, dass so ein Blödsinn heutzutage überhaupt möglich ist.

Wenn ich andererseits zur Einstimmung auf ein Spiel das Borisgplatzlied höre frage ich mich schon sehr, ob ich mich mit dessen romantischer Verklärung nicht selber ziemlich verarsche.

"..elf Borussen auf dem Rasen für das grosse Ganze stehen..."

???

Echt jetzt :-)

Naja, kommen auch wiedre bessere Zeiten. Hoffe ich. Der Anfang wäre ein Trainer der mal wieder was aufbauen will und nicht nur im 3 Jahresrythmus seinen Stempel im Vagabundenpass abholen will.

Und dann eine Mannschaft, die ein "Gesicht" hat welches dann meinetwegen aus 8 echten Gesichtern und ein paar wechselnden Durchgangsspielern besteht.

Und dann würde mir das Ganze auch wieder mehr sagen. Wenn das aufgrund der neuen Entwicklungen nicht mehr geht dann ist das halt so. Und dann werd ich halt auch vom Fan zum Konsumenten.

Das ist dann aber nicht mehr schlimm weil dann Borussia- für mich- wie jeder andere Verein wäre.

Noch ist es aber nicht so weit und deshalb darf die Hoffnung bleiben.

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