Die Kälte von Fans im Profisport (Sonstiges)
, Montag, 27.11.2017, 09:32 (vor 3035 Tagen)
bearbeitet von jan.berlin, Montag, 27.11.2017, 09:36
Ja ich habe dieses Wochenende noch nichts von mir hören lassen.
Ich musste die ganze Situation am Samstag auch erstmal einordnen.
Was mich allerdings entsetzen bereitet, waren die Menschen die am Samstag gepfiffen haben oder auf der JHV.
Watzke aber hat mich gestern ein wenig aufgerüttelt. Er meinte, er kann der Mannschaft aufgrund des Monaco Attentats noch nicht wirklich hart draufschlagen. So ähnlich in dem Wortsinn.
Meiner Meinung nach wird diesem Wortlaut zu wenig Beachtung geschenkt.
Nein, das gibt nun keine Debatte darüber ob das gerechtfertigt ist oder eine Besserfan Diskussion.
Das Derby ist das wichtigste Spiel des Jahres für uns Fans - ein Derby so aus der Hand zu geben ist nicht tragbar definitiv.
Was mir aber mittlerweile viel zu sehr außen vorgenommen wird ist das Thema "Anschlag Monaco".
Die Probleme haben beim Tottenham Auswärtsspiel begonnen. Die Mannschaft war wieder im CL Rhythmus und ich denke es gibt keinen Spieler, dem die Bilder vom Busanschlag damals nicht wieder vor die Augen kamen.
Der Focus titelte im April Psychologe sieht BVB-Spiel kritisch: „Bilder von gestern werden wieder hochkommen“
Ende April titelte die schwäbisch.de
Betroffene oft längere Zeit nicht arbeitsfähig
Opfern traumatischer Vorfälle wie in Dortmund reagieren ganz verschieden - Krisenhelfer bieten Unterstützung
Ein Interview der DW vom 12.04. mit einem Sportpsychologen:
Rechnen Sie denn mittelfristig mit Folgen für die Spieler?
Normalerweise sind die psychischen Selbstheilungskräfte von Menschen sehr stark. Das heißt: Bei einem schlimmen Ereignis wenden Menschen Techniken an, die sie sich angewöhnt haben - sei es, dass sie mit anderen reden oder sich ablenken. Aber das können nicht unbedingt alle. Da muss man in nächster Zeit aufmerksam sein, ob es Spieler gibt, die sich auch über längere Zeit sehr zurückziehen, sich im Training anders geben als sonst. Es ist wichtig, dass man in solchen Fällen eine sportpsychologische oder klinisch-psychologische Beratung anbietet.
Das sind nur einige Auszüge aus der Presse am Tag danach.
Was wurde gemacht: Der BVB ging direkt in den Alltag über. Spielte das Spiel in Monaco, in der Liga etc. Die Spieler hatten nicht wirklich Zeit das erlebte ordentlich zu verarbeiten. Es gibt heute noch traumatisierte Loveparade Besucher von Duisburg die sich das Leben nehmen.
Wär irgendjemand von uns wirklich am nächsten Tag arbeiten gegangen und hätte den normalen Arbeitsablauf wieder eingenommen?Wir wären alle definitiv erstmal lange Zeit krankgeschrieben worden.
Argumentation vieler Fans Profisportler müssen das anders wegstecken können, sehe ich bewusst anders. Menschen sind Menschen. Ob mit 100 Mio auf dem Konto oder mit 10.000 Euro.
Hier im Forum machte sich Sätze breit wie "Man wird dem ganzen erst später bewusst", "Das kann langfristige Folgen für die Mannschaft haben.", "Man muss viele Jahre Rücksicht auf die Mannschaft nehmen." etc.
Was wird gemacht? Wir schreiben den 25.11.2017 und Menschen toben und schlagen auf die Mannschaft ein ohne wenn und aber. ( Kann jeder für sich selbst entscheiden - gut finden muss ich es nicht. )
Ja wir haben Spieler in unseren Reihen die den Anschlag nicht erlebt haben. Aber Fußball funktioniert nur im Kollektiv nur wirklich erfolgreich.
Ich weiß nicht ob es noch wirklich noch ausschlaggebend ist. Aber ich sitze auf der Osttribüne im Unterrang und die Mannschaft war nach Abpfiff den Tränen nahe und niedergeschlagen. Das habe ich auch gegen München und Leipzig schon stark beobachtet.
Also ich denke, die Psyche spielt mittlerweile eine große Rolle und ob man dort mit Pfiffen etwas bewirkt? Meine Art ist es nicht.
Sportpsychologische und mentale Betreuung jetzt!
schweizer666, Schweiz, Montag, 27.11.2017, 22:44 (vor 3035 Tagen) @ jan.berlin
Ich persönlich bin zwar kein Spezialist, aber die Spieler gehören meiner Meinung nach Sportpsychologisch und Mentalcoach mässig betreut, und zwar ziemlich eng und ins Tagesgeschäft eingebunden nicht einfach mit einem 2-Tages Kurs dann in der Winterpause.
Nach dem 4:0 wurde das Fussballspielen quasi eingestellt, praktisch keine Zweikämpfe mehr gewonnen (oder fair gewonnen), nach 25 Minuten ist die Luft unmöglich schon draussen, ausser es fehlt etwas entscheidendes im Kopf, die mentale Stärke (im Unterbewusstsein dachten sie wohl auch ok das wars - und dann hat man eigentlich schon verloren). Mental fitte Spieler hätten noch 2-3 Tore draufgelegt vor der Pause und das Momentum gnadenlos ausgenutzt, aber es war der Ofen komplett aus.
Und ich denke die müssten sich das wieder von Grund auf erarbeiten, Stück für Stück, Technik für Technik. Es gibt gute Techniken die einem helfen das Tor wieder zu treffen, die Flanken sauber zu schlagen, den Ball annehmen und verarbeiten, die einen wacher machen und helfen die richtigen Entscheidungen zu treffen, die einen vor negativen Einflüssen schützen etc. und auch den Fokus nicht zu verlieren.
Und vielleicht müssen sie auch mal grundsätzlich ergründen, wer noch genügend Erfolgshunger hat um täglich x-Stunden an sich, seiner Einstellung und Methodik zu arbeiten oder wer einfach nur noch froh ist zu leben - und den entsprechenden Spielern Zeit geben sich richtig therapieren zu lassen und auszukurieren.
Sportpsychologische und mentale Betreuung jetzt!
ergo, Magdeburg, Dienstag, 28.11.2017, 09:19 (vor 3034 Tagen) @ schweizer666
Die Betreuung gabs doch schon vorher oder nicht?
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schweizer666, Montag, 27.11.2017, 23:19 (vor 3035 Tagen) @ schweizer666
Ich persönlich bin zwar kein Spezialist, aber die Spieler gehören meiner Meinung nach Sportpsychologisch und Mentalcoach mässig betreut, und zwar ziemlich eng und ins Tagesgeschäft eingebunden nicht einfach mit einem 2-Tages Kurs dann in der Winterpause.
Das Problem ist, dass ein Teil der Mannschaft mentales Training offensichtlich nicht ernst nimmt. Tuchel hatte einen Meditationsexperten und anfangs waren die Trainings noch Pflicht. Nachdem sich Spieler darüber lustig gemacht und auch bei der Geschäftsleitung beschwert hatten, war es nur noch freiwillig.
Meditation bringt jedenfalls nichts, wenn man sich nicht darauf einlässt. Ist bei jungen Menschen aber nicht ungewöhnlich. Die meisten befassen sich erst damit, wenn der Burnout schon an die Tür geklopft hat.
Hier kann man sich selbst ein Bild machen, ob Dr. Bauhofer wirklich zum Totlachen ist:
/watch?v=HbeaOayBq5k
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ergo, Magdeburg, Dienstag, 28.11.2017, 10:38 (vor 3034 Tagen) @ Prof.Brinkmann
Gut Spieler wie Auba oder Rapha machen jetzt nicht den eindruck als ob sie unbedingt Hilfe benötigen.
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ergo, Dienstag, 28.11.2017, 10:51 (vor 3034 Tagen) @ ergo
Gut Spieler wie Auba oder Rapha machen jetzt nicht den eindruck als ob sie unbedingt Hilfe benötigen.
Für mich sind die beiden mental sehr anfällig, insbesondere Auba. Der braucht perfekte Bedingungen, um abzuliefern. Da reicht es schon, wenn vor dem Training sein Auto nicht beim ersten Mal angesprungen ist.
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ergo, Magdeburg, Dienstag, 28.11.2017, 10:53 (vor 3034 Tagen) @ Prof.Brinkmann
Mag ja sein, aber ich glaube nicht das er unter dem Anschlag leidet.
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extremolo, Berlin, Dienstag, 28.11.2017, 13:38 (vor 3034 Tagen) @ ergo
Mag ja sein, aber ich glaube nicht das er unter dem Anschlag leidet.
Das Trainieren von mentaler Stärke hat genau was mit dem Anschlag zu tun?
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Kayldall, Luxemburg, Dienstag, 28.11.2017, 10:32 (vor 3034 Tagen) @ Prof.Brinkmann
Das Problem ist, dass ein Teil der Mannschaft mentales Training offensichtlich nicht ernst nimmt.
Das kann ja jeder selbst entscheiden, ob er das braucht/will oder nicht, aber die Spieler, die es ablehnen oder wie du schreibst nicht ernst nehmen, die müssen dann auch alleine oder mit Hilfe ihres Umfeldes(die vielleicht anders aussieht als die eines Psychologen oder Mentaltrainers) dann klar kommen. Da gibt es ja dann keine Entschuldigung mehr, wer Hilfe ablehnt und dennoch ein Problem hat im mentalen Bereich, dieser Spieler ist dann einfach unprofessionell. Den muss man zu seinem Glück zwingen indem man ihm klarmacht, dass es nur 2 Optionen gibt für ihn, entweder professionelle Hilfe annehmen und das ernsthaft oder da ist die Tür und verkaufen!
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Kayldall, Dienstag, 28.11.2017, 10:49 (vor 3034 Tagen) @ Kayldall
Das Problem ist, dass ein Teil der Mannschaft mentales Training offensichtlich nicht ernst nimmt.
Das kann ja jeder selbst entscheiden, ob er das braucht/will oder nicht, aber die Spieler, die es ablehnen oder wie du schreibst nicht ernst nehmen, die müssen dann auch alleine oder mit Hilfe ihres Umfeldes(die vielleicht anders aussieht als die eines Psychologen oder Mentaltrainers) dann klar kommen. Da gibt es ja dann keine Entschuldigung mehr, wer Hilfe ablehnt und dennoch ein Problem hat im mentalen Bereich, dieser Spieler ist dann einfach unprofessionell. Den muss man zu seinem Glück zwingen indem man ihm klarmacht, dass es nur 2 Optionen gibt für ihn, entweder professionelle Hilfe annehmen und das ernsthaft oder da ist die Tür und verkaufen!
Ich finde, man sollte auf dem sportlichen Niveau nichts dem Zufall überlassen und die mentale Fitness nicht vernachlässigen. Selbst wenn ein Spieler das Mentaltraining ablehnt und trotzdem abliefert, heißt das noch lange nicht, dass er bei 100% seiner Möglichkeiten ist.
Ein Dembélé, der bei Barcelona selbstständig das Training reduziert, weil ihm zu warm ist, der wird sich auch beim Mental-Training winden, wenn er irgendetwas machen soll, dass nicht cool genug aussieht.
Wahrscheinlich muss erst EA Sports bei Fifa69 Mental-Training einbauen, damit das irgendwann mal von der breiten Masse akzeptiert wird.
Beim BVB ist es momentan jedenfalls dringend nötig. Das Versagen im Derby war nicht nur ein Konditions-Problem.
Apropos Meditation
Kruemelmonster09, Dienstag, 28.11.2017, 07:14 (vor 3034 Tagen) @ Prof.Brinkmann
Weiß jemand, ob es beim BVB noch Life Kinetik gibt?
Oder wurde das nach Klopps Abgang gestrichen?
Apropos Meditation
MDomi, Dienstag, 28.11.2017, 08:43 (vor 3034 Tagen) @ Kruemelmonster09
Das wurde schon während Klopp aufgrund der englischen Wochen gestrichen. Ich meine den Zeitpunkt konnte man auf dem Spielfeld bemerken.
Apropos Meditation
MDomi, Dienstag, 28.11.2017, 10:21 (vor 3034 Tagen) @ MDomi
bearbeitet von Prof.Brinkmann, Dienstag, 28.11.2017, 10:25
Das wurde schon während Klopp aufgrund der englischen Wochen gestrichen. Ich meine den Zeitpunkt konnte man auf dem Spielfeld bemerken.
Ich kann das einfach nicht nachvollziehen, warum man sowas streicht. Es reicht laut den Erfindern schon eine Stunde pro Woche, um positive Auswirkungen im Gehirn zu erzielen und das ist wissenschaftlich anerkannt.
Bei derwesten.de gibt es einen Artikel vom 19.11.2010: "BVB mit Gehirntraining an die Spitze", in dem Klopp folgendes sagt: "Das ist eine der spannendsten Sachen, die ich in meinem Job entdeckt habe. Man kann auf verschiedenste Dinge schneller und klarer reagieren."
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Freyr, Montag, 27.11.2017, 23:40 (vor 3035 Tagen) @ Prof.Brinkmann
bearbeitet von Freyr, Montag, 27.11.2017, 23:44
Ich persönlich bin zwar kein Spezialist, aber die Spieler gehören meiner Meinung nach Sportpsychologisch und Mentalcoach mässig betreut, und zwar ziemlich eng und ins Tagesgeschäft eingebunden nicht einfach mit einem 2-Tages Kurs dann in der Winterpause.
Das Problem ist, dass ein Teil der Mannschaft mentales Training offensichtlich nicht ernst nimmt. Tuchel hatte einen Meditationsexperten und anfangs waren die Trainings noch Pflicht. Nachdem sich Spieler darüber lustig gemacht und auch bei der Geschäftsleitung beschwert hatten, war es nur noch freiwillig.Meditation bringt jedenfalls nichts, wenn man sich nicht darauf einlässt. Ist bei jungen Menschen aber nicht ungewöhnlich. Die meisten befassen sich erst damit, wenn der Burnout schon an die Tür geklopft hat.
Hier kann man sich selbst ein Bild machen, ob Dr. Bauhofer wirklich zum Totlachen ist:
/watch?v=HbeaOayBq5k
Dass dir nicht mal das zu offensichtlich ist, um nicht zu sagen peinlich den Bauhofer anzuführen. Der an Sekten erinnernde (TM-Sekte) und Mitbegründer der mittlerweile aufgelösten "Deutsche Friedensregierung" ("Staatslenkung durch Höheres Bewusstsein") ist natürlich bei so einem Thema ein guter Ansprechpartner.
Dass man nichtmal Tuchel mit dem in Zusammenhang bringen wollte (so darf man wohl die gelöschte Passage der Zeit wo Kontakte angedeutet werden) macht es deutlich.
Aber bei dir und Tuchel passt der Begriff Sekte perfekt
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schweizer666, Schweiz, Montag, 27.11.2017, 23:37 (vor 3035 Tagen) @ Prof.Brinkmann
Hier kann man sich selbst ein Bild machen, ob Dr. Bauhofer wirklich zum Totlachen ist:
/watch?v=HbeaOayBq5k
Naja meiner Meinung nach bringt das genau nichts. Ich hab die hier jetzt nur kurz gegoogelt aber guck mal auf der Seite da unter dem Reiter Inhalt (ich hab keine Ahnung ob die gut ist oder nicht die gute Frau, aber die Thematik würde mich in jedem Fall jetzt als BVB Spieler in der aktuellen Situation, oder auch als Trainer, absolut ansprechen ;) )
heimsoeth-academy.com/mentaltraining-im-fussball/
Solche wird es dutzende geben in Deutschland, denk ich mal, einige seriöser andere weniger erfolgreich, aber die Thematik stimmt jedenfalls und wer ein paar Freunde in der Fussballszene hat denke ich bekommt auch Referenzen oder kann halt mal etwas recherchieren.
Ich kann nur sagen Mentaltraining funktioniert erstaunlich gut wenn man die Techniken fleissig trainiert und auch anwendet, und da rede ich nicht von Meditation, das hilft eher um überhaupt in den Zustand zu gelangen dass Mentaltraining stattfinden und auch wirken kann.
Sportpsychologische und mentale Betreuung jetzt!
nico36de, Ruhrgebiet, Dienstag, 28.11.2017, 08:27 (vor 3034 Tagen) @ schweizer666
Auch wenn ich es eher belustigend finde, wenn sich hier Hobbypsychologen ohne Einblick in die Interna der Mannschaft über die Ursachen für die Krise auslassen: Mentalltraining funktioniert. Nur muss man bereit sein, sich aber darauf einlassen.
Selbst den oftmals eher einfach strukturierten Balltretern könnte man das sicher schmackhaft machen. Schon solch kleine Experimente wie in den Büchern von Jan Becker beschrieben zeigen, was das Unterbewusstsein zu leisten in der Lage ist.
Solch ein Zugang könnte vielleicht sogar bei denjenigen Interesse erwecken, die sich ansonsten lieber mit der Selbstdarstellung in den asozialen Medien beschäftigen.
Aber vielleicht reicht es ja schon, dass jemand dafür sorgt, dass alle wieder fit sind und in einem System spielen, das es ihnen erlaubt, ihre Stärken zu zeigen.
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Schleicheisen, Anner Rur ohne "h", Dienstag, 28.11.2017, 11:37 (vor 3034 Tagen) @ nico36de
Aber vielleicht reicht es ja schon, dass jemand dafür sorgt, dass alle wieder fit sind und in einem System spielen, das es ihnen erlaubt, ihre Stärken zu zeigen.
Die Presse berichtet doch, dass die Herren direkt nach dem Spiel in Brakel examiniert wurden um eben die körperliche Leistungsfähigkeit festzustellen und die war dann angeblich "zu 100%" gegeben.
Ansonsten hatten sie ein neues System und wenn man die erste HZ verwegen deutet könnte man zu dem schluss kommen, dass sie sich darin auch wohl gefühlt haben.
Das scheint also nicht der Hebel zu sein mitd em man den Zug wieder ins rollen bringt.
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Freyr, Dienstag, 28.11.2017, 00:06 (vor 3035 Tagen) @ schweizer666
Naja meiner Meinung nach bringt das genau nichts.
Man muss da aber aufpassen tatsächliche Hilfe zu holen und nicht irgendwelche Gurus oder Anhänger einer Sektenähnlichen Bewegung heranzuziehen (Maharishi-Kult und Transzendentale Meditation). Dann kann ich jeden verstehen wenn er dies ablehnt.
Psychologische Hilfe ist gefragt.
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schweizer666, Schweiz, Dienstag, 28.11.2017, 00:12 (vor 3035 Tagen) @ Freyr
Naja meiner Meinung nach bringt das genau nichts.
Man muss da aber aufpassen tatsächliche Hilfe zu holen und nicht irgendwelche Gurus oder Anhänger einer Sektenähnlichen Bewegung heranzuziehen (Maharishi-Kult und Transzendentale Meditation). Dann kann ich jeden verstehen wenn er dies ablehnt.Psychologische Hilfe ist gefragt.
Darum sage ich ja explizit Sportpsychologe/Mentaltrainer. Und gut recherchieren.
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schweizer666, Schweiz, Montag, 27.11.2017, 23:28 (vor 3035 Tagen) @ Prof.Brinkmann
einen Meditationsexperten und anfangs waren die Trainings noch Pflicht. Nachdem sich Spieler darüber lustig gemacht und auch bei der Geschäftsleitung beschwert hatten, war es nur noch freiwillig.
Meditationsexperte ist aber leider auch nicht dasselbe befürchte ich (werde mir den Link aber noch anschauen), Meditation in einer Art und Weise ist nur die Eintrittstüre in den mentalen Bereich, sie dient dazu den "Geist" für die bevorstehenden mentalen Übungen überhaupt empfänglich zu machen...
Vielleicht sagt dir das z.B. das Thema Visualisierung etwas, darüber gibt es sogar Studien welche die Wirksamkeit belegen. Und das ist nur ein kleiner Trick den meiner Meinung nach jeder Profisportler beherrschen müsste ausser er gibt freiwillig ein paar zusätzliche Prozente (die welche über Erfolg oder nicht Erfolg entscheiden können) ab.
Ich könnte dir jetzt X-Beispiele nennen wo ich selber schon Zeuge war dass das funktioniert, wenn man es seriös betreibt und auch trainiert. Das würde aber vermutlich den Rahmen sprengen.
Sportpsychologische und mentale Betreuung jetzt!
schweizer666, Montag, 27.11.2017, 23:47 (vor 3035 Tagen) @ schweizer666
Vielleicht sagt dir das z.B. das Thema Visualisierung etwas, darüber gibt es sogar Studien welche die Wirksamkeit belegen. Und das ist nur ein kleiner Trick den meiner Meinung nach jeder Profisportler beherrschen müsste ausser er gibt freiwillig ein paar zusätzliche Prozente (die welche über Erfolg oder nicht Erfolg entscheiden können) ab.
Ich halte viel von Visualisierung und es würde mich nicht wundern, wenn das ein Bereich ist, der beim BVB nicht zum Standard-Repertoire gehört.
Charly Steeb hat bereits 1988 als totaler Underdog den Daviscup mit Hilfe so einer Technik gewonnen, gegen den Nr. 1 platzierten Mats Wilander.
Sportpsychologische und mentale Betreuung jetzt!
schweizer666, Schweiz, Montag, 27.11.2017, 23:56 (vor 3035 Tagen) @ Prof.Brinkmann
Charly Steeb hat bereits 1988 als totaler Underdog den Daviscup mit Hilfe so einer Technik gewonnen, gegen den Nr. 1 platzierten Mats Wilander.
Und wir haben als Quartiermannschaft damit mal den Schweizer Meister in Grund und Boden gespielt, lange her und andere Sportart aber es war alles nur im Kopf, auch wenn die gefühlt doppelt so athletisch, talentiert und einen Kopf grösser waren. Die Visualisierung ist dabei ja nur eine Technik von mehreren die einem zur Verfügung stehen.
Sportpsychologische und mentale Betreuung jetzt!
schweizer666, Dienstag, 28.11.2017, 00:04 (vor 3035 Tagen) @ schweizer666
Und wir haben als Quartiermannschaft damit mal den Schweizer Meister in Grund und Boden gespielt, lange her und andere Sportart aber es war alles nur im Kopf, auch wenn die gefühlt doppelt so athletisch, talentiert und einen Kopf grösser waren. Die Visualisierung ist dabei ja nur eine Technik von mehreren die einem zur Verfügung stehen.
Man sollte als Underdog in der europäischen "Elite" (Tendenz fallend) nach jedem Strohhalm greifen, den man kriegen kann.
Die Kälte von Fans im Profisport...ein bisschen differenzieren
FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Montag, 27.11.2017, 21:42 (vor 3035 Tagen) @ jan.berlin
Niemand mag Kritik und niemand sollte überhart kritisiert werden. Ich denke aber, dass insbesondere in Dortmund nun wirklich nicht allzu schnell auf die Mannschaft "draufgehauen" wird.
Für den Fan ist das "auspfeiffen" allerdings die einzige Möglichkeit, seinen Unmut zu äußern. Ist unschön, ausgepfiffen zu werden, keine Frage. Wenn ich aber als Arbeitnehmer für grob fahrlässige Fehler als Ingenieur in der Entwicklung zu den großen Jungs eingeladen werden, dann sagen die mir mit 3-4 Leuten im Kreuzfeuer ganz offen und brutal, was ich scheisse mache, was sie von mir erwarten und dass das auf gar keinen Fall noch einmal vorkommen darf. Eine schonungslose, verbale Face-to-Face Klatsche mit Bezug auf eine Person/Arbeit. Als Profi wird man von einer anonymen Masse ausgepfiffen, zu denen die meisten Fußballprofis einen Bezug haben, wie der Kameruner zum Schnee. Man weiß, es gibt ihn halt.
Ist die Frage, was unangenehmer ist. Kritik gehört eben zum Berufsleben dazu, auch wenn sie nicht schön ist.
Die Kälte von Fans im Profisport
hannibal, Wetzlar, Montag, 27.11.2017, 20:21 (vor 3035 Tagen) @ jan.berlin
+1
Die Kommunikation dazu ist eine Horrorshow
, Montag, 27.11.2017, 14:26 (vor 3035 Tagen) @ jan.berlin
Solange das alles mur Geraune und Andeuterei bleibt, solange wird es auch nur eine halbgare Rolle in der Bewertung spielen. Ich kann verstehen dass nicht jeder Mensch solche Probleme öffentlich machen will. Anderenseits ist diese halb unterdrückte Kommunikation zu diesem Thema fast schon klischeehaft und symptomatisch dafür, was schief läuft beim Thema psychische Erkrankungen im Profisport. Diese verkorkste Kommunikation regt mich eigentlich am meisten auf. Mal wieder eine Gelegenheit verpasst vorbildlich voranzugehen.
Auch weil diese Erklärung eben hoch individuell ist. Ich kenne es aus der Arbeit mit Opfern von Straftaten und nicht jeder Mensch wird traumatisiert. Es gibt Menschen denen widerwärtige schwerste Straftaten angetan wurden und nicht unter einem Trauma leiden und es gibt den Sparkassenkassierer der von einem harmlosen Überfall arbeitsunfähig wird. Es gibt bei diesem Thema keine pauschalen Aussagen. Umso wichtiger wäre eine differenzierte Kommunikation. Ich weigere mich einem 25 Mann Kader erstmal auf Verdacht und quasi präventiv eine schwere Erkrankung zu unterstellen. Das ist fundamental falsch!
Die Kälte von Fans im Profisport
Sascha, Dortmund, Montag, 27.11.2017, 13:42 (vor 3035 Tagen) @ jan.berlin
Dass bei so einem Spielverlauf und das beim Derby nach Abpfiff sich diese ganzen aufgestauteten Gefühle auch bei den Fans seine Bahnen bricht und das nicht sofort rational und objektiv bewertet wird, ist aber doch auch kein Wunder.
Bei den Spieler kann man Gefühle, und nichts anderes sind Ängste ja, natürlich nicht einfach an- und ausschalten. Bei den Leuten auf der Tribüne allerdings auch nicht.
nein
huerde, Montag, 27.11.2017, 13:40 (vor 3035 Tagen) @ jan.berlin
Ich kenne das von mir selber auch. Man versucht Leistung zu bringen und es gelingt nicht, weil die Gedanken wo anders sind. - Das würde ich nach so einem extrem-Erlebnis jedem zugestehen.
Aber dann ist das bei den Spielen von Anfang so. Ehr sogar verstärkt am Anfang. Je weiter ich dann ins das Geschehen eintauche, desto mehr verdränge ich andere Dinge für den Moment.
Also wer eine so starke erste Halbzeit spielt, wird dann nicht wegen eines Traumas eine so desolate zweite Halbzeit nachlegen. Das kann mir keiner erzählen.
Würden wir seit Ostern nur noch Grütze spielen, könnte ich durchaus generelle Nachsicht walten lassen. Aber diese Einbrüche in inzwischen jedem Spiel....
Wir waren von den letzten 10 Spielen 7 mal in Führung. Und nur gegen einen (Magdeburg) haben wir das ins Ziel gebracht. Wie das mit dem Anschlag zu tun haben soll, das erklär mir mal einer.
Vielleicht wäre daher auch der Trainer das berechtigtere Ziel der Pfiffe gewesen. Aber der hatte sich der Süd nunmal nicht gestellt.
nein
todesbrei, Copitz, Montag, 27.11.2017, 13:43 (vor 3035 Tagen) @ huerde
Irgendwie ist mir das alles zu platt
Es kann auch sein das man gut performt und dann bei dem ersten negativ Erlebnis innerhalb des Spiels (lass von mir aus Anfang 2. HZ sein ) wieder in alte Verhaltensmuster rutscht, angst bekommt zu versagen, Unsicherheiten sich ausbreiten. Man kann das doch nicht dermaßen pauschalisieren ?
nein
huerde, Montag, 27.11.2017, 14:43 (vor 3035 Tagen) @ todesbrei
Irgendwie ist mir das alles zu platt
..... Man kann das doch nicht dermaßen pauschalisieren ?
Nein kann man nicht.
Und die meisten von uns sind keine Psychologen. Und die allermeisten von uns führen nicht regelmäßig Gespräche mit den Betroffenen.
Aber einfach mal von den Wahrscheinlichkeiten:
Wir haben von den letzten 10 Spielen ca. 8 Spiele in der zweiten Halbzeit verbockt.
Wir kamen nach einer extrem dämlichen Slapstick-Einlage in Stuttgart zurück.
Wir haben aber trotz Bomben-Stimmung im Tempel nach einem 4:0 gegen das Pack auf einmal keinen Fuß mehr vor den anderen bekommen.
Klingt das nicht vielleicht ehr nach einem erschreckenden körperlichen Zustand?
Und darf man darüber als Fan nicht sauer sein? - Nochmal... ich denke der Frust hätte ehr den Trainer treffen sollen. Aber hey.... wer eben ein 4:0 gegen Schalke verbockt hat, der muss nicht erwarten gefeiert zu werden. Die Spieler haben weiß-Gott schlimmeres erlebt als ein paar Pfiffe. Damit werden sie schon klar kommen und das darf man frustrierten Fans auch im Moment der gigantischen Enttäuschung zugestehen.
Wer die Reaktion der Süd (und wohl vor allem der Ultras - die sonst von mir nicht nur gelobt werden) nach Tottenham gesehen hat, der weiß auch, dass die Spieler hier alles andere als überhart angefasst werden.
nein
ram1966, Dortmund, Montag, 27.11.2017, 13:57 (vor 3035 Tagen) @ todesbrei
Irgendwie ist mir das alles zu platt
Es kann auch sein das man gut performt und dann bei dem ersten negativ Erlebnis innerhalb des Spiels (lass von mir aus Anfang 2. HZ sein ) wieder in alte Verhaltensmuster rutscht, angst bekommt zu versagen, Unsicherheiten sich ausbreiten. Man kann das doch nicht dermaßen pauschalisieren ?
Er hat doch geschrieben, dass ihm das keiner erzählen kann. Also sollten wir es besser auch gar nicht erst versuchen ;-)
Die Kälte von Fans im Profisport
, Montag, 27.11.2017, 12:18 (vor 3035 Tagen) @ jan.berlin
Danke erst einmal für dieses Posting.
Das Attentat ist jetzt über 7 Monate her und du findest den Umgang mit der Mannschaft / den Spielern hier im Forum und im Stadion unsensibel und ungerecht. Auch nach 7 Monaten, da gebe ich dir Recht, wird man ein solches Attentat nicht vollständig aufgearbeitet und überwunden haben. Auch wenn ich aus verschiedenen Gründen nicht glaube, dass das ursächlich ist für die aktuellen Probleme. Unter anderem weil die Spieler zuletzt immer sehr gut begonnen haben und alle Spieler, auch die gar nicht beim Attentat dabei waren, ab der 45. - 60. Minute plötzlich kräftemäßig am Ende wirkten.
Was mich am Posting allerdings wundert, ist folgendes: Lies dir bitte mal die Analysethreads durch vom Frühjahr dieses Jahres. Nimm beispielsweise mal den Augsburg-Analysethread. Das war gerade mal 1 (!!!!!!) Monat nach dem Attentat und schau dir mal an, wie viele von denen, die jetzt schreiben, es sei unfair auf einzelne Spieler oder die Mannschaft draufzuhauen wegen des Attentats, schon wenige Wochen nach dem Attentat einzelne Spieler, Tuchel oder die Mannschaft angegriffen haben und was da geschrieben wurde. Von den Spielthreads mal ganz zu schweigen. Oder schau dir mal an, wie sehr die Mannschaft und der damalige Trainer trotz Siegs im Pokalfinale angegangen wurden wegen schlechter Leistung.
Das rechtfertig natürlich nicht, dass man es jetzt wieder macht, aber der Zeitpunkt deiner Kritik verwundert mich dann doch etwas. Damals wäre diese Kritik aufgrund der Kürze der Zeit viel naheliegender gewesen. Außerdem scheint es darauf anzukommen, wen man kritisiert und herausgreift. Ein Ginter wurde sogar aus Spielerkreisen trotz Traumas aus Mannschaftskreisen hinterherum über die Presse kritisiert. Das "traumatisierte Attentatsopfer Tuchel" (ich schreibe das jetzt bewusst so polemisch wie man es andersherum als Argument gegen Spielerkritik herausgreift)auch offiziell.
Aus diesem Grund kommt es mir einfach so vor, dass das Thema Anschlag genau dann aufgegriffen wird, wenn es einem gut in den Kram passt. Jetzt und damals auch schon. Das meine ich nicht persönlich an dich gerichtet, sondern eher allgemein. Sogar bei Watzke selbst, der sagte, man dürfe es nicht so genau nehmen, was die Spieler 24 Stunden nach dem Attentat von sich gegeben haben um sich gleichzeitig zu beschweren, was Tuchel 24 Stunden danach sagte. Watzkes Kritik mag ja durchaus gerechtfertigt gewesen zu sein, zeigt aber einfach, dass ich die Attentatskarte dann spiele, wenn ich irgendetwas damit rechtfertigen will. Wenn nicht, spiele ich sie natürlich nicht. Das Attentat nämlich zu instrumentalisieren, ob bewusst oder nicht, halte ich für genau so fatal wie es zu ignorieren.
Die Kälte von Fans im Profisport
rajol, Pulheim, Montag, 27.11.2017, 13:28 (vor 3035 Tagen) @ Emilyjasmin
sehr treffend und aufschlussreich. Im zentrum dieser Instrumentalisierung des Anschlags steht ab er immer wieder Herr Watzke ..
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CEED, MS, Montag, 27.11.2017, 13:10 (vor 3035 Tagen) @ Emilyjasmin
Aus diesem Grund kommt es mir einfach so vor, dass das Thema Anschlag genau dann aufgegriffen wird, wenn es einem gut in den Kram passt. Jetzt und damals auch schon. ... Das Attentat nämlich zu instrumentalisieren, ob bewusst oder nicht, halte ich für genau so fatal wie es zu ignorieren.
Sehe ich genauso. Ich respektiere auch alle Meinungen hier im Forum dazu. Ich für meinen Teil finde auch dass Menschen mit 20 Mio. auf dem Konto nicht gleich Menschen sind mit vielleicht -500 oder +10.000 ...tut mir leid, ist meine Meinung.
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MDomi, Montag, 27.11.2017, 16:22 (vor 3035 Tagen) @ CEED
Menschen sind Menschen.
Das einzige, was deine Behauptung stützt wäre, dass Menschen mit wenig Geld schneller am Existenzminimum sind als die Millionäre, die sich theoretisch zur Ruhe setzen könnten.
Insofern sind diese doch sogar viel gefährdeter sich vom Anschlag unterkriegen zu lassen.
Ich hoffe, dass das die richtige Wortwahl war.
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ergo, Magdeburg, Montag, 27.11.2017, 13:08 (vor 3035 Tagen) @ Emilyjasmin
Richtig! Stimme dir volkommen zu, aber versuch mal gegen die Attentatskarte zu argumentieren, dann ist man gleich das kaltherzige Arschloch.
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ergo, Montag, 27.11.2017, 13:10 (vor 3035 Tagen) @ ergo
Nein ist man nicht.
Aber kann man gegen menschliches psychisches Denken argumentieren?
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ergo, Magdeburg, Montag, 27.11.2017, 13:19 (vor 3035 Tagen) @ jan.berlin
Ich weis nicht was die Mannschaft in der HZ macht das man dann pünktlich zur 2 HZ immer an den Anschlag erinnert wird und somit komplett einbricht. So wirklich daran glauben kann ich nicht, aber woran ich eher glauben kann ist die Versagungsangst oder Konditionelle probleme pünktlich zur 2 HZ.
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Bansai14, Dortmund, Montag, 27.11.2017, 12:09 (vor 3035 Tagen) @ jan.berlin
Guter Beitrag, danke!
Über das Thema psychologische Betreuung und Trauma-Verarbeitung sollte sich so mancher hier mal informieren. Einfach mal googeln. Da stößt man u.a. auf Folgendes (Was mit Sicherheit auch hier so oder ähnlich schon angesprochen wurde):
Nichts ist mehr wie es war
Durch das erlebte Trauma hat die betroffene Person ihre eigene Belastbarkeitsgrenze kennengelernt. Das Gefühl, das eigene Leben weitgehend unter Kontrolle zu haben wurde durch das Erlebte erschüttert und das bisher intakte Weltverständnis ist nicht mehr vorhanden. Vielmehr empfinden traumatisierte Menschen die Welt fortan als ungerecht und nicht mehr kalkulierbar. Um wieder Vertrauen in die Umwelt und das Leben als solches zu bekommen, muss die Verarbeitung des Erlebten in Gang gesetzt werden und die Selbstheilung stattfinden. Bis zum Abschluss dieses Prozesses werden Traumatisierte von ihrer Umwelt oftmals als unstet, reizbar oder auch leicht verletzbar wahrgenommen. Ihr Verhalten ist nicht erklär- beziehungsweise nachvollziehbar bis hin zu fremd. Ein traumatisierter Mensch handelt allerdings nicht in Absicht so. Die unerklärbaren Verhaltensweisen, die auch dem Betroffenen selber oftmals auffallen, sind der Schutz der Psyche vor einer weiteren Traumatisierung.
Verständnis ist von allen Beteiligten im nahen und weiteren Umfeld gefordert, um der traumatisierten Person die Möglichkeit zu geben, die vorhandenen Gefühle und Gedanken zu akzeptieren, eine Heilung zuzulassen und letztlich, um wieder in das nicht traumabelastete Leben zurückzufinden.
Spieler in Behandlung
Bansai14, Montag, 27.11.2017, 12:12 (vor 3035 Tagen) @ Bansai14
Was mich auch mal interessieren würde. Sind unsere Spiele bzw. einige in Behandlung?
Ich denke sowas wird ja nicht öffentlich gemacht oder?
Spieler in Behandlung
Bansai14, Dortmund, Montag, 27.11.2017, 12:16 (vor 3035 Tagen) @ jan.berlin
Ich würde mich erhlich gesagt sehr wundern, wenn sie nicht in Behandlung wären.
Die Kälte von Fans im Profisport
Bansai14, Montag, 27.11.2017, 12:12 (vor 3035 Tagen) @ Bansai14
Ihr Verhalten ist nicht erklär- beziehungsweise nachvollziehbar bis hin zu fremd. Ein traumatisierter Mensch handelt allerdings nicht in Absicht so. Die unerklärbaren Verhaltensweisen, die auch dem Betroffenen selber oftmals auffallen, sind der Schutz der Psyche vor einer weiteren Traumatisierung.
Wichtiges Zitat.
Danke!
Die Kälte von Fans im Profisport
, Montag, 27.11.2017, 11:58 (vor 3035 Tagen) @ jan.berlin
"What Goes Around, Comes Around"
Die Kommerzialisierung des Fußballs kennt keine Grenzen mehr. Die Spieler leben in einer künstlichen Blase und bekommen wirklich alles abgenommen.
Der einzige Kontakt der meisten besteht noch darin, am Samstag mal 1 Minute am Zaun zu klatschen.
19 Jährige werden mit Millionen zugeworfen. Wappen werden geküsst und 24 Stunden später wird ein anderer Vertrag unterzeichnet.
Und dann fragt man sich, warum auch die Liebe der Fans langsam aber sicher abkühlt?
Der Profifußball muss den ersten Schritt machen, dann kommt der Rest von alleine. Für mich sind die Fans einfach Spiegelbild dessen, was in der Branche seit Jahren abläuft.
Ich klammer den Anschlag mal bewusst aus und beziehe es allgemein auf den Sport.
100% Zustimmung
nico36de, Ruhrgebiet, Montag, 27.11.2017, 12:23 (vor 3035 Tagen) @ Hans-Olo
bearbeitet von nico36de, Montag, 27.11.2017, 12:28
Absolut richtig. Man muss sich als Spieler schon an den Maßstäben messen lassen, die man von anderen einfordert. Absurd hohe Gehälter für selbstverständlich halten und dann nicht bereit sein, immer und im jeden Fall auch eine entsprechende Gegenleistung zu zeigen, geht gar nicht.
Und wenn die Kritik heute heftiger ist als in den Zeiten des "guten" Fußballs, dann liegt das sicher auch daran, dass man nicht mehr jemanden kritisiert, zu dem man igendeine Bindung hat, weil der sich nicht nur um seinen Marktwert und sein abgedrehtes Luxusleben sorgt. Die Krtik richtet sich vielmehr gegen der normalen Welt vollkommen entrückte Balltreter, denen diejenigen, die ihnen ihr aberwitziges Leben ermöglichen, i.d.R. am Allerwertesten vorbeigehen.
Ich habe vollstes Verständnis dafür, dass man als Spieler ein solches Attentat nicht einfach abschütteln kann und es sicher immer wieder mal hochkommt. Wenn man aber versucht, die Leistungen in den letzten Wochen irgendwie mit dem Attentat zu begründen, wirds für mich (ohne psychatrische oder psychologische Fachausbildung) abenteuerlich.
Ich habe das Gefühl, dass die Karte "Attentat" gerade von Aki immer nur dann gezogen wird, wenn es ihm gerade in den Kram passt. Sich bzgl. des Attentas einerseits so zu verhalten wie direkt danach und es andererseits mehr als ein halbes Jahr später als Ausrede für offensichtliche massive Mängel zu nutzen, finde ich ziemlich schäbig.
Bin da komplett bei Dir
DOinK, Köln, Montag, 27.11.2017, 12:03 (vor 3035 Tagen) @ Hans-Olo
Nichts, aber auch gar nichts trägt dazu bei, das Verhältnis zu den Fans wieder zu erwärmen. "Nähe" ist für viele Spieler der Social Media Account, über den eine Lebenswelt gezeigt wird, die für die meisten Fans weit abseits jeder Realität ist. Mit Model-Freundin, Fuhrpark, Reisen im Privat-Jet, Yacht-Urlaub ... finanziert (auch) von der Kohle derer, die da Woche für Woche Zeit, Geld und Emotionen reingeben.
Dafür erwarte ich schlicht und einfach, dass die sich bei jedem Spiel reinhängen, alles geben, kämpfen und (ja, ich weiß, seit TT ein verhasster Begriff) Demut zeigen.
Bin da komplett bei Dir
linksfuß, Frankfurt Main, Montag, 27.11.2017, 13:52 (vor 3035 Tagen) @ DOinK
Mit Model-Freundin, Fuhrpark, Reisen im Privat-Jet, Yacht-Urlaub ... finanziert (auch) von der Kohle derer, die da Woche für Woche Zeit, Geld und Emotionen reingeben.
Gut, dass die Alice(Schwarzer) hier nicht mitliest. Ist aber was dran, denn der Hans , mit zwölfuzzig die Stunde, kann sich seiner Grete eher sicher sein.
Bin da komplett bei Dir
nico36de, Ruhrgebiet, Montag, 27.11.2017, 12:33 (vor 3035 Tagen) @ DOinK
bearbeitet von nico36de, Montag, 27.11.2017, 12:41
Wie soll jemand Demut lernen, dem schon als Jugendlicher jede Kleinigkeit abgenommen wird und dem ständig das Gefühl gegeben wird, es sei der Größte?
Die Balltreter sind wie andere auch eben das Produkt ihres Umfelds. Und nur die ganz Großen wie Kehli oder Neven schaffen es, auch mal über den Tellerrand ihres Profidaseins hinauszublicken. So wie es nur wenige aus einem sozialen Brennpunkt schaffen, Abitur zum machen und zu studieren.
Bin da komplett bei Dir
istar, Montag, 27.11.2017, 15:27 (vor 3035 Tagen) @ nico36de
Wie soll jemand Demut lernen, dem schon als Jugendlicher jede Kleinigkeit abgenommen wird und dem ständig das Gefühl gegeben wird, es sei der Größte?
Die Balltreter sind wie andere auch eben das Produkt ihres Umfelds. Und nur die ganz Großen wie Kehli oder Neven schaffen es, auch mal über den Tellerrand ihres Profidaseins hinauszublicken. So wie es nur wenige aus einem sozialen Brennpunkt schaffen, Abitur zum machen und zu studieren.
Woher weißt du das? Die Mehrheit der Profifußballer sind eher normale Familienväter mit etwas größeren Autos.Zumindest so ab Mitte zwanzig.
Was Neven macht, ist außergewöhnlich, aber irgendwas soziales machen die meisten.
Dann gibt es noch die schrillen Typen wie Auba. Aber was die letztendlich denken oder im Kopf haben , könnte man auch nur beurteilen, wenn man persönlich kennt.
Um mal auf die Intention des Freds zurückzukommen: wenn Spieler schlecht spielen, müssen sie mit Kritik leben,aber deshalb muss man sie nicht persönlich herabwürdigen, das passiert mir zu oft.
Die Kälte von Fans im Profisport
, Montag, 27.11.2017, 11:43 (vor 3035 Tagen) @ jan.berlin
Ich bleibe dabei: Wenn die seit 10 Spielen ständig nur an das Attentat denken, dann sollen sie sich krank schreiben lassen. Dann sollen die Amateure spielen. Dann sind die Spieler die damals dabei waren einfach draußen. Denn dann gibt es keinen Grund, warum das nicht auch in 2 Jahren noch so sein sollte.
Und ich glaube nicht, dass das plötzlich in der 60. Minute passiert. Das passiert vielleicht oder fast sicher im Bus, insb. wenn man vom gleichen Hotel wegfahren sollte (wäre aber ein grober Fehler). Das passiert sicherlich, wenn man in Ruhe auf dem Sofa liegt und über die Vorbereitung auf das Spiel nachdenkt.
Aber doch nicht, wenn man vollkommen fokussiert auf das aktuelle Spiel bei Puls 180 auf dem Platz steht und Caliguri auf einen zuläuft.
Und das hat absolut nichts mit der Kohle zu tun. Von meinen Mitarbeitern erwarte ich auch, dass die sich krank melden, wenn sie krank sind und dann haben sie alle Zeit der Welt. Aber krank zu arbeiten und dann eine desolate Leistung abliefern geht nicht.
Was hindert die Spieler denn daran sich krank zu melden und eine lange Therapie einzuschlagen?
Die Kälte von Fans im Profisport
, Montag, 27.11.2017, 11:48 (vor 3035 Tagen) @ Taifun
Was die Spieler daran hindert?
Fans?
Leistungsdruck?
Warum Outen sich manche Spieler nicht?
Sie würden ihr Leben lang als "schwächelnder" Fußballprofi dastehen.
Fußball ist extrem schnelllebig - genau das merkt man doch momentan.
Die Kälte von Fans im Profisport
, Montag, 27.11.2017, 11:54 (vor 3035 Tagen) @ jan.berlin
Nehmen wir mal an, die trauen sich alle nur nicht, weil dann ihre Karriere am Ende wäre.
Wie wollen die denn daraus kommen?
Und wie steht der Verein dann dazu? Bekommen die Fans das Geld zurück, weil die nächsten zwei Jahre nichts erwartet werden darf? Oder ist der Verein so blind nicht zu merken, dass die Spieler so fertig sind, dass sie keine Leistung mehr erbringen können? Ist der Verein nicht in der Pflicht dann etwas zu unternehmen?
Die Kälte von Fans im Profisport
, Montag, 27.11.2017, 11:56 (vor 3035 Tagen) @ Taifun
Darüber kann man nach geraumer Zeit urteilen - aber nach 7 Monaten schon nach einem Patentrezept für psychisch angeschlagene Spieler zu finden - halte ich für unwahrscheinlich.
Die Kälte von Fans im Profisport
, Montag, 27.11.2017, 12:08 (vor 3035 Tagen) @ jan.berlin
P.S. Wenn dein Kind stirbt, dann gibt dir niemand (auch nicht außerhalb des Profisportes) 6 Monate Zeit bis zu wieder deine Arbeit machen musst. Das mag nicht richtig sein, aber so hart ist die Realität. Viele Menschen haben dann schon einfach gekündigt und danach von H-IV gelebt. Der in Watte gepackte Profi wird dann als einziger anders behandelt, weil seine Karriere gefährdet ist?
P.S: Ja, ist ein fieser Vergleich und stärkeres soziales Auffangen im obigen Fall würde ich mir sehr wünschen.
Oder: Ich muss auch arbeiten, wenn meine Mutter schwerst krank ist. Auch da bekomme ich nicht über Monate das Geld vom Arbeitgeber für eine desolate Leistung.
Wenn die Probleme daher kommen, dann erwarte ich ganz einfach, dass man die Spieler vom Spielbetrieb wegnimmt.
Die Kälte von Fans im Profisport
docity, Dortmund, Montag, 27.11.2017, 11:39 (vor 3035 Tagen) @ jan.berlin
Ich bin kein Psychologe, aber ich denke mir, dass Profi-Sportler, die die Fähigkeiten besitzen (oder besitzen sollten), sich auf den Punkt zu konzentrieren, derartige Ereignisse für 90 Minuten ausblenden können.
Ich kann mir eher vorstellen, dass so ein Attentat sich längere Zeit auf das Alltagsleben auswirkt
Die Kälte von Fans im Profisport
Dorf an der Düssel, Where the Fighting Rheinisch lives, Montag, 27.11.2017, 12:00 (vor 3035 Tagen) @ docity
Ich bin kein Psychologe, aber ich denke mir, dass Profi-Sportler, die die Fähigkeiten besitzen (oder besitzen sollten), sich auf den Punkt zu konzentrieren, derartige Ereignisse für 90 Minuten ausblenden können.
Ich kann mir eher vorstellen, dass so ein Attentat sich längere Zeit auf das Alltagsleben auswirkt
Sehe ich ähnlich! Und was sollen bitte die Fans machen, nachdem das Team einen sicher geglaubten Sieg mit Schmackes in die Tonne kloppt? Jubeln und das Team mit Ovationen verabschieden? Sicherlich nicht! Das sich da angestauter Unmut Bahn bricht, ist die Summe der in den letzten Wochen gezeigten Leistungen.
Und wenn es sich denn tatsächlich um Nachwirkungen des Anschlags handeln sollte, warum dann dieser regelmäßige Einbruch in der 2. Spielhälfte? Und die offensichlich mangelnde Fitness kann nun auch nicht das Resultat einer Bombenexplosion sein!? Nee, das ist mir dann doch ne Nummer zu simpel.
Aber Erklärungsversuche dieser Art wird es nunmehr leider zu Hauf geben, die Medien "grooven" sich bereits ein. :((
Die Kälte von Fans im Profisport
Dorf an der Düssel, Montag, 27.11.2017, 12:03 (vor 3035 Tagen) @ Dorf an der Düssel
Ich glaube Psychologie kann man nicht einfach erklären, genauso wenig wie sich die Psychologie auf einzelne auswirkt.
Das Loveparade Sinnbild ist eigentlich ganz gut. Viele in meinem Freundeskreis waren dort. Einige sogar mittendrin.
Sie geben mir zumindest das Gefühl, es belastet sie nicht weiter - außer auf die Süd oder in Stehplatzbereich könnten sie definitiv nicht mehr.
Aber warum gibt es dann noch Menschen die ebenfalls das gleiche durchgemacht haben und nie mehr ein ordentliches Standbein ins Leben gefunden haben?
Die Kälte von Fans im Profisport
Dorf an der Düssel, Where the Fighting Rheinisch lives, Montag, 27.11.2017, 12:49 (vor 3035 Tagen) @ jan.berlin
Ich glaube Psychologie kann man nicht einfach erklären, genauso wenig wie sich die Psychologie auf einzelne auswirkt.
Das Loveparade Sinnbild ist eigentlich ganz gut. Viele in meinem Freundeskreis waren dort. Einige sogar mittendrin.
Sie geben mir zumindest das Gefühl, es belastet sie nicht weiter - außer auf die Süd oder in Stehplatzbereich könnten sie definitiv nicht mehr.
Aber warum gibt es dann noch Menschen die ebenfalls das gleiche durchgemacht haben und nie mehr ein ordentliches Standbein ins Leben gefunden haben?
Sicherlich kann man Psychologie nicht einfach erklären, wäre dies so, würde ein kompletter Berufszweig in existenzielle Nöte geraten. ;-)
Aber wenn nach round about 60 Minuten der Tank leer ist und der Motor nur noch Fehlzündungen produziert, dann hat das m.E. nichts mit dem von dir skizzierten Problem zu tun. Dann hätte es bereits in den verbliebenen Spielen unter TT haken müssen und nicht erst nach dem x-ten Spiel unter Bosz!
Dann müsste man ja fast zu der unsinnigen Erkenntnis gelangen, das während des Spiels in Augsburg die Bombe ein zweites mal hochgegangen ist. Dort trat das Elend erstmals deutlich zu Tage.
Die Kälte von Fans im Profisport
Phil, Montag, 27.11.2017, 11:43 (vor 3035 Tagen) @ docity
Kann man nicht und es gibt dazu auch diverse Studien und wissenschaftlichen Untersuchungen, wie ein solches Ereignis auf eine Gruppe (z.B. im Militär, bei Feuerwehrleuten) wirkt.
Profis sind auch nur Menschen. Und ihr Lebensmodell ist aus meiner Sicht sogar schädlicher, als wenn sie keine Profis wären. Denn sie lebten bis zu diesem Anschlag in einer Blase, die sich ziemlich abgeschirmt anfühlte. Und sie sind ihr halbes Leben komplett in Watte gepackt (völlig neutral mal gesagt).
Ihnen wird alles abgenommen und sie werden mit jedem Problem betreut.
Dieses allerdings ist ungleich größer und schwer zu lösen. Für jeden Menschen.
Und die Profis müssen dies noch unter den Augen der Öffentlichkeit tun. Und zwar vom Ausgang ihres Hauses an.
MFG
Phil
Die Kälte von Fans im Profisport
Schulten Manni, Berlin, Montag, 27.11.2017, 23:03 (vor 3035 Tagen) @ Phil
Wenn man in den Folgen des Attentats einen maßgeblichen Grund sieht, dann muss man entsprechende Konsequenzen ziehen. Das wird aber nicht getan:
- dann kann man nicht Brandreden halten wie Zorc nach dem Hannover-Spiel und sich fassungslos zeigen nach der Leistung des Teams
- dann kann man nicht streuen, dass man mit den Verteidigern nicht zufrieden ist und da im Sommer reagieren wird (das hast du selbst kolportiert). Etwa auch Bartra, wenn der nicht mal langsam liefert??
- dann kann man nicht erklären, dass die Cl-Quali (wie eh und je) über allem (!!!) steht (so aber Watzke noch am Sonntag)
- dann kann man den Trainer einer solchen Mannschaft nicht im der Mitgliederversammlung direkt ansprechen mit dem Hinweis jetzt mal (innerhalb einer Woche) Lösungen zu präsentieren und den Bock umzustoßen.
Und so weiter. Vor dem Hintergrund ist es weder konsequent noch aufrichtig, dieses Thema immer dann zu bringen, wenn es sich taktisch gerade anbietet und man zb keinen Interimstrainer findet. Damit meine ich nicht deine Statements. Aber irgendwann erinnert es dann - so leid es mir tut - an die (toten) Soldaten, die ein früherer Verteidigungsminister immer dann in seine Reden einbaute, wenn er selbst in die Kritik gerät.
Wenn man es wirklich ernst meint muss man konsequent sein und mal ganz andere Ziele definieren. Auch wenn die Cl-quali dann halt nicht über allem (!) steht.
Die Kälte von Fans im Profisport
Phil, Dienstag, 28.11.2017, 08:58 (vor 3034 Tagen) @ Schulten Manni
Also mir ist ehrlich gesagt ziemlich egal, was Watzke oder Zorc oder sonstwer dazu sagt.
Ich halte das für falsch, in der Sache für nicht gut und habe das im Grunde auch schon wenige Stunden nach dem Attentat hier und anderswo so kommuniziert.
Die Handelnden Personen haben die gesamte Tragweite dessen, was da passiert ist, überhaupt nicht überblickt (bisher). Kann man ihnen natürlich als weiteren "Versagenspunkt" ankreiden, wenn ich mich aber hier im Forum umschaue oder darüber nachdenke, was ich zu diesem Thema so "im echten Leben" zu hören kriege, sehe ich nun nicht, dass irgendeine relevante Menge an Menschen es anders handhabt oder sieht.
Insofern ist es etwas wohlfeil, wenn man daraus nun auch ein Strick dreht. Da es kaum eine Schablone dafür gibt, wie man diese Situation löst, sowieso.
MFG
Phil
Die Kälte von Fans im Profisport
Gordi, Dienstag, 28.11.2017, 00:17 (vor 3035 Tagen) @ Schulten Manni
Hervorragender Beitrag, der es auf den Punkt bringt.
Die Kälte von Fans im Profisport
geronimo09, Iserlohn, Montag, 27.11.2017, 11:48 (vor 3035 Tagen) @ Phil
Kann man nicht und es gibt dazu auch diverse Studien und wissenschaftlichen Untersuchungen, wie ein solches Ereignis auf eine Gruppe (z.B. im Militär, bei Feuerwehrleuten) wirkt.
Profis sind auch nur Menschen. Und ihr Lebensmodell ist aus meiner Sicht sogar schädlicher, als wenn sie keine Profis wären. Denn sie lebten bis zu diesem Anschlag in einer Blase, die sich ziemlich abgeschirmt anfühlte. Und sie sind ihr halbes Leben komplett in Watte gepackt (völlig neutral mal gesagt).
Ihnen wird alles abgenommen und sie werden mit jedem Problem betreut.Dieses allerdings ist ungleich größer und schwer zu lösen. Für jeden Menschen.
Und die Profis müssen dies noch unter den Augen der Öffentlichkeit tun. Und zwar vom Ausgang ihres Hauses an.
MFG
Phil
Mich dünkt, vor einem Jahr hast Du noch die Watzke-Linie verteidigt. Interessant auch, dass Du hier in meiner Erinnerung der Erste warst, der vor ca. zwei Wochen die sportliche Achterbahn auf einmal in Zusammenhang mit dem Anschlag brachte. Zufällig kurz, bevor das offizielle Sprachregelung der Geschäftsführung wurde. Sachen gibts.
Die Kälte von Fans im Profisport
Bernd, Montag, 27.11.2017, 12:04 (vor 3035 Tagen) @ geronimo09
Phil hat schon kurz nach dem Anschlag verlauten lassen, dass der Anschlag auch noch Probleme in der neuen Saison bringen könnte.
Die Kälte von Fans im Profisport
Bernd, Montag, 27.11.2017, 16:47 (vor 3035 Tagen) @ Bernd
Ich habe leider den Eindruck, dass geronimo09 nicht wirklich an einer Diskussion interessiert ist, schon gar nicht an einer sachlichen. Selbst noch so gut formulierte Gegendarstellungen von den verschiedensten Usern hier lässt er ins Leere laufen, um an anderer Stelle die gleiche Platte wieder aufzulegen.
Die Kälte von Fans im Profisport
Phil, Montag, 27.11.2017, 12:03 (vor 3035 Tagen) @ geronimo09
Mich dünkt, vor einem Jahr hast Du noch die Watzke-Linie verteidigt. Interessant auch, dass Du hier in meiner Erinnerung der Erste warst, der vor ca. zwei Wochen die sportliche Achterbahn auf einmal in Zusammenhang mit dem Anschlag brachte. Zufällig kurz, bevor das offizielle Sprachregelung der Geschäftsführung wurde. Sachen gibts.
Keine Ahnung was du daraus für Rückschlüsse ziehst. Aber den Zusammenhang zum Anschlag konntest du auch schon vorher hören und lesen. Vielleicht nicht hier, aber anderswo.
Ansonsten verteidige ich vieles von dem, was Herr Watzke macht. Korrekt. Ich kritisiere aber auch manches, was er tut. Und nun?
Ansonsten weiß ich nicht, was genau du nun Aussagen willst.
MFG
Phil
Die Kälte von Fans im Profisport
rajol, Pulheim, Montag, 27.11.2017, 13:39 (vor 3035 Tagen) @ Phil
Also konkret: wie siehst du denn die Rolle und das Verhalten Watzkes nach dem Attentat - und bis heute ?
Die Kälte von Fans im Profisport
WBSTRR
, Tempelnah 1.5 km, Montag, 27.11.2017, 12:09 (vor 3035 Tagen) @ Phil
Ansonsten weiß ich nicht, was genau du nun Aussagen willst.
MFG
Phil
Pseudonym von
Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer der Borussia Dortmund Kommanditgesellschaft auf Aktien - also wer da nicht hellhörig wird...
Die Kälte von Fans im Profisport
Phil, Montag, 27.11.2017, 12:11 (vor 3035 Tagen) @ WBSTRR
Oh nein :-)
Enttarnt.
MFG
Phil
Eigenartig
Basti Van Basten, Romania, Montag, 27.11.2017, 11:30 (vor 3035 Tagen) @ jan.berlin
Ist schon eigenartig, wie dieses Attentat immer zur Halbzeit bei den Spielern hochkommt. Auch bei Zagadou, Toljan und Toprak merkt man das sehr deutlich. Auch der Trainer scheint sich von diesem Attentat noch nicht erholt zu haben, so dass er wohl immer die Konditionseinheiten im Training vergisst.
Und eigenartig ist auch, dass du die Kälte der Fans anprangerst, wo du doch immer "Götze raus!" gefordert hast. Sorry, aber für mich hast du in diesem Punkt jede Glaubwürdigkeit verloren. Mir kommt es sogar so vor als wolltest du uns bewusst verarschen.
Eigenartig
Basti Van Basten, Montag, 27.11.2017, 11:33 (vor 3035 Tagen) @ Basti Van Basten
Ich erinnere mich daran, ja.
Aber auch ich werde älter und sehe gerade nach solchen Ereignissen Dinge auf den Fußball etwas anders.
Vielleicht wäre ich früher genauso ein "kalter" Fan gewesen - kann sein.
Aber ich habe mich auch durch Kommentare und Leistung ein wenig zum Umdenken bringen lassen und kann heute sagen, dass Götze momentan wirklich es sehr ordentlich macht. Aber ich glaube um das Thema geht es hier momentan nicht.
Danke für den Beitrag!
horstenberg, Block 62, Montag, 27.11.2017, 11:27 (vor 3035 Tagen) @ jan.berlin
Oft wird ja über das Forum und die Beiträge hier gemäkelt und wir Schreiber hacken dann aufeinander ein. Da denke ich mir meist: Natürlich geht es hier sehr emotional zu und vieles von dem, was wir schreiben, ist überzogen oder unsinnig. Und da schließe ich mich durchaus ein.
Es gibt aber immer wieder Beiträge, für die kann man nur dankbar sein und die geben einem wichtige Perspektiven. Deiner hier gehört dazu. Danke dafür. Es ist schade, wie schnell die von Dir gezeigte Perspektive uns nicht mehr ausreichend bewusst war.
Die Kälte von Fans im Profisport
ram1966, Dortmund, Montag, 27.11.2017, 10:29 (vor 3035 Tagen) @ jan.berlin
Ja ich habe dieses Wochenende noch nichts von mir hören lassen.
Ich musste die ganze Situation am Samstag auch erstmal einordnen.
Was mich allerdings entsetzen bereitet, waren die Menschen die am Samstag gepfiffen haben oder auf der JHV.
Watzke aber hat mich gestern ein wenig aufgerüttelt. Er meinte, er kann der Mannschaft aufgrund des Monaco Attentats noch nicht wirklich hart draufschlagen. So ähnlich in dem Wortsinn.Meiner Meinung nach wird diesem Wortlaut zu wenig Beachtung geschenkt.
Nein, das gibt nun keine Debatte darüber ob das gerechtfertigt ist oder eine Besserfan Diskussion.
Das Derby ist das wichtigste Spiel des Jahres für uns Fans - ein Derby so aus der Hand zu geben ist nicht tragbar definitiv.
Was mir aber mittlerweile viel zu sehr außen vorgenommen wird ist das Thema "Anschlag Monaco".Die Probleme haben beim Tottenham Auswärtsspiel begonnen. Die Mannschaft war wieder im CL Rhythmus und ich denke es gibt keinen Spieler, dem die Bilder vom Busanschlag damals nicht wieder vor die Augen kamen.
Der Focus titelte im April Psychologe sieht BVB-Spiel kritisch: „Bilder von gestern werden wieder hochkommen“Ende April titelte die schwäbisch.de
Betroffene oft längere Zeit nicht arbeitsfähig
Opfern traumatischer Vorfälle wie in Dortmund reagieren ganz verschieden - Krisenhelfer bieten UnterstützungEin Interview der DW vom 12.04. mit einem Sportpsychologen:
Rechnen Sie denn mittelfristig mit Folgen für die Spieler?
Normalerweise sind die psychischen Selbstheilungskräfte von Menschen sehr stark. Das heißt: Bei einem schlimmen Ereignis wenden Menschen Techniken an, die sie sich angewöhnt haben - sei es, dass sie mit anderen reden oder sich ablenken. Aber das können nicht unbedingt alle. Da muss man in nächster Zeit aufmerksam sein, ob es Spieler gibt, die sich auch über längere Zeit sehr zurückziehen, sich im Training anders geben als sonst. Es ist wichtig, dass man in solchen Fällen eine sportpsychologische oder klinisch-psychologische Beratung anbietet.Das sind nur einige Auszüge aus der Presse am Tag danach.
Was wurde gemacht: Der BVB ging direkt in den Alltag über. Spielte das Spiel in Monaco, in der Liga etc. Die Spieler hatten nicht wirklich Zeit das erlebte ordentlich zu verarbeiten. Es gibt heute noch traumatisierte Loveparade Besucher von Duisburg die sich das Leben nehmen.
Wär irgendjemand von uns wirklich am nächsten Tag arbeiten gegangen und hätte den normalen Arbeitsablauf wieder eingenommen?Wir wären alle definitiv erstmal lange Zeit krankgeschrieben worden.Argumentation vieler Fans Profisportler müssen das anders wegstecken können, sehe ich bewusst anders. Menschen sind Menschen. Ob mit 100 Mio auf dem Konto oder mit 10.000 Euro.
Hier im Forum machte sich Sätze breit wie "Man wird dem ganzen erst später bewusst", "Das kann langfristige Folgen für die Mannschaft haben.", "Man muss viele Jahre Rücksicht auf die Mannschaft nehmen." etc.
Was wird gemacht? Wir schreiben den 25.11.2017 und Menschen toben und schlagen auf die Mannschaft ein ohne wenn und aber. ( Kann jeder für sich selbst entscheiden - gut finden muss ich es nicht. )
Ja wir haben Spieler in unseren Reihen die den Anschlag nicht erlebt haben. Aber Fußball funktioniert nur im Kollektiv nur wirklich erfolgreich.
Ich weiß nicht ob es noch wirklich noch ausschlaggebend ist. Aber ich sitze auf der Osttribüne im Unterrang und die Mannschaft war nach Abpfiff den Tränen nahe und niedergeschlagen. Das habe ich auch gegen München und Leipzig schon stark beobachtet.
Also ich denke, die Psyche spielt mittlerweile eine große Rolle und ob man dort mit Pfiffen etwas bewirkt? Meine Art ist es nicht.
Danke Dir, super Sicht auf die Dinge, die sich objektiv nicht wahrnehmen lassen. Ich habe die gleiche Wahrnehmung wie Du und bin erschüttert, dass das für viele keine Rolle mehr spielt. Auch in meinem Bekanntenkreis wird immer wieder abgewiegelt, dass das doch jetzt keine Rolle mehr spielen kann.
In meinem Job habe ich ab und an damit zu tun, dass Menschen Opfer von Raubüberfällen werden. Da stellt sich immer wieder heraus, dass die Betroffenen auch Wochen oder Monate danach noch in ein Loch fallen können und dann auf lange Zeit arbeitsunfähig werden. Hier hat sich bewährt - auch bei fehlenden offensichtlichen Folgen - sofort psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Die Verarbeitung bei uns war am nächsten Tag und auch darauf sofort wieder auf dem Platz zu stehen.
Für mich spielt der Anschlag eine wesentliche Rolle. Dazu gesellen sich die vielen anderen Baustellen. Und das Ganze ergibt das Bild, dass unser BVB gerade abgibt.
Mir sind die extremen Reaktionen zu befremdlich und draufhauen kann jeder, aber dann macht er sich gemein mit Hetze und Verachtung. So wird das aber leider nichts.
Die Kälte von Fans im Profisport
ram1966, Montag, 27.11.2017, 11:17 (vor 3035 Tagen) @ ram1966
Es ist momentan eine ziemlich emotionale Sache.
Wie du richtig sagst, es sind mehrere Baustellen und die Psyche kommt noch dazu.
Ich war einfach ein wenig schockiert von den Reaktionen - wie sehr es nach so einer kurzen Zeit keine Rolle mehr spielt.
Frust nach nem verloren Derby hatte vor allem am Samstag jeder - aber ein wenig mehr Feingefühl und Menschlichkeit hätte ich vor allem von der Südtribüne irgendwie erwartet.
Puuuuu
geronimo09, Iserlohn, Montag, 27.11.2017, 11:46 (vor 3035 Tagen) @ jan.berlin
Es ist momentan eine ziemlich emotionale Sache.
Wie du richtig sagst, es sind mehrere Baustellen und die Psyche kommt noch dazu.
Ich war einfach ein wenig schockiert von den Reaktionen - wie sehr es nach so einer kurzen Zeit keine Rolle mehr spielt.
Frust nach nem verloren Derby hatte vor allem am Samstag jeder - aber ein wenig mehr Feingefühl und Menschlichkeit hätte ich vor allem von der Südtribüne irgendwie erwartet.
Ich nehme psychische Belastungen und Erkrankungen sehr ernst, das vorweg.
Im vorliegenden Fall sehe ich den Verweis auf den Anschlag aber sehr kritisch, aus zwei Gründen:
1) Der Verlauf der sportlichen Leistungskurve macht einen Zusammenhang mit dem Anschlag (höchstens mittelbar über die Tuchelentlassung) aller höchst unwahrscheinlich.
Wir haben offensichtlich ein Defensivproblem (der Personalpolitik und der Taktik geschuldet) und offenbar auch ein Teamproblem.
2) Ich halte es für eine unerträgliche Heuchelei und Funktionalisierung des Anschlags, wenn ausgerechnet jetzt von Watzke hierauf verwiesen wird.
Watzke geriet mit Tuchel anläßlich des Anschlags in direkten Konflikt, als Watzke die Wiederansetzung 24 Stunden später durchwinkte, öffentlich die emotionalen Folgen für die Beteiligten minimierte und Schluss endlich sogar noch in der Presse durchstechen ließ, Tuchel habe den Anschlag und seine vermeintlichen Folgen benutzt, um sich bei der Mannschaft einzuschleimen.
Der gleiche Watzke, der jedwede Bedeutung des Anschlags für die Leistungsbereitschaft öffentlich leugnete und danach noch imperativ die direkte CL-Quali und das Pokalfinale einforderte, entschuldigt nun das sportliche Abkacken unter dem von ihm inthronierten Trainer Bosz mit Verweis auf den Anschlag.
Das zeugt nicht von Eigenschaften, die der de facto Chef eines solchen Unternehmens dringend bedürfte. Bei jedem "normalen" Großunternehmen hätte Watzke schon lange den Aufsichtsrat am Hals.
Es kotzt mich einfach an...
geronimo09, Montag, 27.11.2017, 13:57 (vor 3035 Tagen) @ geronimo09
... hier immer wieder den gleichen Schwachsinn zu lesen. Ich habe jetzt wirklich keinen Bock mehr, hier zum 50000. Mal vernünftige Argumente gegen diese gebetsmühlenartig vorgetragenen geistigen Ergüsse zu tippen, also mach ich's jetzt auch mal auf die Asi-Tour.
Sorry, aber ich will mich jetzt auch mal auskotzen.
Puuuuu
rajol, Pulheim, Montag, 27.11.2017, 13:45 (vor 3035 Tagen) @ geronimo09
Es ist momentan eine ziemlich emotionale Sache.
Wie du richtig sagst, es sind mehrere Baustellen und die Psyche kommt noch dazu.
Ich war einfach ein wenig schockiert von den Reaktionen - wie sehr es nach so einer kurzen Zeit keine Rolle mehr spielt.
Frust nach nem verloren Derby hatte vor allem am Samstag jeder - aber ein wenig mehr Feingefühl und Menschlichkeit hätte ich vor allem von der Südtribüne irgendwie erwartet.
Ich nehme psychische Belastungen und Erkrankungen sehr ernst, das vorweg.Im vorliegenden Fall sehe ich den Verweis auf den Anschlag aber sehr kritisch, aus zwei Gründen:
1) Der Verlauf der sportlichen Leistungskurve macht einen Zusammenhang mit dem Anschlag (höchstens mittelbar über die Tuchelentlassung) aller höchst unwahrscheinlich.
Wir haben offensichtlich ein Defensivproblem (der Personalpolitik und der Taktik geschuldet) und offenbar auch ein Teamproblem.
2) Ich halte es für eine unerträgliche Heuchelei und Funktionalisierung des Anschlags, wenn ausgerechnet jetzt von Watzke hierauf verwiesen wird.
Watzke geriet mit Tuchel anläßlich des Anschlags in direkten Konflikt, als Watzke die Wiederansetzung 24 Stunden später durchwinkte, öffentlich die emotionalen Folgen für die Beteiligten minimierte und Schluss endlich sogar noch in der Presse durchstechen ließ, Tuchel habe den Anschlag und seine vermeintlichen Folgen benutzt, um sich bei der Mannschaft einzuschleimen.
Der gleiche Watzke, der jedwede Bedeutung des Anschlags für die Leistungsbereitschaft öffentlich leugnete und danach noch imperativ die direkte CL-Quali und das Pokalfinale einforderte, entschuldigt nun das sportliche Abkacken unter dem von ihm inthronierten Trainer Bosz mit Verweis auf den Anschlag.
Das zeugt nicht von Eigenschaften, die der de facto Chef eines solchen Unternehmens dringend bedürfte. Bei jedem "normalen" Großunternehmen hätte Watzke schon lange den Aufsichtsrat am Hals.
Dem ist wirklich nichts hinzuzufügen. Und sollte auch dem letzten Fan vor Augen führen, mit welcher Doppelbödigkeit ein Herr Watzke daher kommt
+1
geronimo09, Montag, 27.11.2017, 11:56 (vor 3035 Tagen) @ geronimo09
Kein Text.
Jaja, der Watzke macht alles im Alleingang...
CHS
, Lünen / Dortmund, Montag, 27.11.2017, 11:49 (vor 3035 Tagen) @ geronimo09
Immer diese Wiederholungen...
CHS
Jaja, der Watzke macht alles im Alleingang...
geronimo09, Iserlohn, Montag, 27.11.2017, 11:51 (vor 3035 Tagen) @ CHS
Immer diese Wiederholungen...
CHS
Es handelt sich lediglich um wiederholte Richtigstellungen wiederholter Falschdarstellungen. Aber an manche Dinge wird man halt nicht so gerne erinnert.
Jaja, der Watzke macht alles im Alleingang...
MDomi, Montag, 27.11.2017, 16:27 (vor 3035 Tagen) @ geronimo09
Du hast halt weder Ahnung vom Pöhlen, noch von Psychologie. Meinst aber hier schreiben zu müssen. Deine Beiträge strotzen nur so vor Dünnpfiff.
Jaja, der Watzke macht alles im Alleingang...
Bounty, Dienstag, 28.11.2017, 07:04 (vor 3034 Tagen) @ MDomi
Es bringt sicherlich nicht sich selbst zu zerfleischen, dass einzige was etwas bringt ist Bosz schnellstmöglich zu feuern.
Jaja, der Watzke macht alles im Alleingang...
Ravenga, In der Ruhr liegt die Kraft, Montag, 27.11.2017, 19:00 (vor 3035 Tagen) @ MDomi
Du hast halt weder Ahnung vom Pöhlen, noch von Psychologie. Meinst aber hier schreiben zu müssen. Deine Beiträge strotzen nur so vor Dünnpfiff.
Danke, hast mir Tipparbeit erspart.
Jaja, der Watzke macht alles im Alleingang...
Bernd, Montag, 27.11.2017, 11:55 (vor 3035 Tagen) @ geronimo09
Ich bin auch kein Doktor, aber vorstellen kann ich es mir, dass nach solchen Ereignissen die Einbrüche später kommen. Daher glänzlich davon abzugehen, halte ich für falsch.
Jaja, der Watzke macht alles im Alleingang...
Lutz09, Tor zum Sauerland, Montag, 27.11.2017, 15:59 (vor 3035 Tagen) @ Bernd
Ich bin auch kein Doktor, aber vorstellen kann ich es mir, dass nach solchen Ereignissen die Einbrüche später kommen. Daher glänzlich davon abzugehen, halte ich für falsch.
Die Einbrüche kommen meist in der zweiten Halbzeit, komischerweise.
Ich halte es grundsätzlich auch für nicht ausgeschlossen, dass das Erlebte bis heute bei den betroffenen Spielern nachwirkt und sie umtreibt. Aber es ist eben nur ein Faktor von vielen und wäre als alleiniger nicht ausreichend, um die momentane Verfassung, Nichtleistung, Ergebniskrise, individuelle Formschwäche, falsche Spielweise etc. zu erklären. Viele andere Faktoren kommen hinzu.
Die Frage, die sich stellt: sollte es so sein, dass einige Spieler in Folge des Anschlags ihre Leistung nicht mehr auf Profiniveau abrufen können, wie sähe dann eine geeignete Lösung aus? Wie will man damit umgehen um sowohl den Interessen des Spielers, als auch den Interessen des Vereins gerecht zu werden?
Die Kälte von Fans im Profisport
bobschulz, MS, Montag, 27.11.2017, 11:33 (vor 3035 Tagen) @ jan.berlin
Es ist momentan eine ziemlich emotionale Sache.
Wie du richtig sagst, es sind mehrere Baustellen und die Psyche kommt noch dazu.
Ich war einfach ein wenig schockiert von den Reaktionen - wie sehr es nach so einer kurzen Zeit keine Rolle mehr spielt.
Frust nach nem verloren Derby hatte vor allem am Samstag jeder - aber ein wenig mehr Feingefühl und Menschlichkeit hätte ich vor allem von der Südtribüne irgendwie erwartet.
Selbst wenn es sich so anfühlt:
Verloren haben wir das Ding nicht! Damit fängt die Sachlichkeit doch erst mal an!
Insgesamt bin ich aber auch schon der Meinung, dass psychologische Hilfe momentan wichtiger ist als Konditionstraining. Und externe Hilfe scheint mir angebracht, da wir wohl auch keine ganz geschlossene/ geeinte Gruppe haben, sowohl unter den Spielern als auch zwischen Spielern und Trainerteam.
Und bei einer insgesamt verunsicherten Mannschaft das offensive Element rauszunehmen war- so in Retrospektive - auch wohl nicht hilfreich. Aber natürlich wollte PB dem Team zu mehr defensiver Stabilität verhelfen und nicht den Angriff lahmlegen.