BVB-Newsthread vom 03.10.2017 (BVB)
Redaktion schwatzgelb.de
, Dortmund, Dienstag, 03.10.2017, 06:09 (vor 3028 Tagen)
Aktuelle News rund um den BVB bitte in diesen Thread posten.
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News, Neuigkeiten, Newsthread, BVB
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Elmar, Dienstag, 03.10.2017, 13:07 (vor 3028 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
bearbeitet von Elmar, Dienstag, 03.10.2017, 13:15
Auf der Titelseite bereits eine Kommentar und ein Kurzbericht und zusätzlich noch ganzseitig im Sportteil.
Watzke und Peters haben bereits 2015 ein gemeinsames Schreiben mit Werner Müller aufgesetzt, in dem sie sich zu "dem gemeinsamen Projekt " (Ende des Bergbaus) verbunden haben.
Auch wenn ich da wohl in der Minderheit bin. Für mich war die Kohle so bedeutend fürs Revier, dass ich das Spiel befürwortet hättet. Allerdings hätte ich weitere Revierstädte mit einbezogen (Bochum, Essen).
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Bernd, Dienstag, 03.10.2017, 13:39 (vor 3028 Tagen) @ Elmar
Die Idee an sich ist super. Aber warum nur wir und GE? Der Ruhrpott ist doch viel mehr als diese zwei Mannschaften!
Man hätte es anders deklarieren sollen: Ruhrgebietsauswahl gegen eine Auswahl aus Polen /Türkei.
Wäre es aber zu einem Soiel wie geplant gekommen, hätte mich das nicht tangiert.
Das Spiel wäre ungefähr so wichtig gewesen wie der Supercup. Mor persönlich egal wer da mit und gegen einen spielt. Das wäre eine Folkloreveranstaltung gewesen.
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Bernd, Dienstag, 03.10.2017, 15:41 (vor 3028 Tagen) @ Bernd
Man hätte es anders deklarieren sollen: Ruhrgebietsauswahl gegen eine Auswahl aus Polen /Türkei.
Was genau haben Polen/Türkei damit zu tun? Eine Art Abschiedsspiel, oder wie kommst du darauf?
Ich hätte es gut gefunden, wenn von allen Ruhrgebietsmannschaften der dritten, zweiten und ersten BL 40 Spieler zusammengekommen wären und diese hätte sich in Ost- und West-Ruhrgebiet unterteilt. Oder auch in Süd- und Nord.
Aber Schlacke gegen den BVB wäre für mich auch okay.
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Bernd, Dienstag, 03.10.2017, 16:45 (vor 3028 Tagen) @ Taifun
Die Schalker Meistermannschaft von 1934 bestand fast nur aus Einwanderern aus polnischen Gebieten bzw. Kindern dieser Einwanderer. Schalke ist ein Polackenverein.
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Wallone, L' Enfer de Westfalenstadion, Dienstag, 03.10.2017, 22:10 (vor 3028 Tagen) @ Kulibi77
Schade, hab schon deutlich bessere Beiträge von dir hier gelesen. Aber vielleicht hast du das ja auch nur etwas sehr vorschnell formuliert. Ansonsten solltest du dich ggf. auch etwas besser über die Geschichte des BVB informieren. Fünf Jahre nach Gründung des BVB war jeder fünfte Bewohner der Nordstadt polnischer Herkunft. Der BVB hat nicht zuletzt als "Kind" der katholischen Dreifaltigkeitsgemeinde zweifellos auch insbesondere zur Integration polnischer Zuwanderer beigetragen. Und von den vielen BVB-Spielern mit polnischen Wurzeln, könnte man vielleicht auch schon mal gehört haben…
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borussenglobe, monheim, Dienstag, 03.10.2017, 23:10 (vor 3028 Tagen) @ Wallone
Gelsenkirchen wurde halt Polackenverein genannt, das ist historisch absolut korrekt.
Obwohl die meisten Polen aus der 34er Meistermannschaft Protestanten waren und nichts mit ihrem Herkunftsland am Hut hatten (deshalb traten viele Spieler später der NSDAP bei).
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Ravenga, In der Ruhr liegt die Kraft, Dienstag, 03.10.2017, 23:24 (vor 3028 Tagen) @ borussenglobe
Gelsenkirchen wurde halt Polackenverein genannt, das ist historisch absolut korrekt.
Obwohl die meisten Polen aus der 34er Meistermannschaft Protestanten waren und nichts mit ihrem Herkunftsland am Hut hatten (deshalb traten viele Spieler später der NSDAP bei).
Die Dortmunder Westfalenhütte wurde früher auch "Pollacken-Hoesch" genannt, so wurde es mir zumindest bei einer Führung durch's Hoesch-Museum erklärt. Das war wohl so eine Frotzelei zwischen dem westfälisch geprägten Phoenix-Stahlwerk und der von Polen geprägten Westfalenhütte. War damals normal und wurde auch nicht als so negativ empfunden wie heute, weil sich die Ruhrpolen halt ziemlich schnell assimiliert hatten.
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Ravenga, Mittwoch, 04.10.2017, 09:10 (vor 3027 Tagen) @ Ravenga
Nebenbei: Dunkelhäutige wurden früher auch Neger genannt.
Die Frage ist für mich auch: Haben sich die genannten jemals selbst so genannt?
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Wallone, L' Enfer de Westfalenstadion, Dienstag, 03.10.2017, 23:21 (vor 3028 Tagen) @ borussenglobe
Ja, aber als BVB'ler sollte man wohl aus gutem Grund halt eher weniger mit dieser Bezeichnung am Hut haben.
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borussenglobe, monheim, Dienstag, 03.10.2017, 23:38 (vor 3028 Tagen) @ Wallone
Warum? Ich bin mir ziemlich sicher, er wollte die Blauen eher weniger diffamieren.
Er hat es halt als Beispiel gebracht.
Was ich übrigens ziemlich bedenklich finde. Man muss hier BVB-Fans wirklich erklären, was insbesondere Polen mit dem BVB, GE bzw. dem Pott zu tun hat.
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Wallone, L' Enfer de Westfalenstadion, Dienstag, 03.10.2017, 23:46 (vor 3028 Tagen) @ borussenglobe
Warum? Ich bin mir ziemlich sicher, er wollte die Blauen eher weniger diffamieren.
Er hat es halt als Beispiel gebracht.
Was ich übrigens ziemlich bedenklich finde. Man muss hier BVB-Fans wirklich erklären, was insbesondere Polen mit dem BVB, GE bzw. dem Pott zu tun hat.
Alles gut. Ich glaube das auch nicht. Und das Problem ist auch nicht, die Blauen zu diffamieren, sondern allenfalls womit. ;-) Und ja, du hast natürlich Recht, es ist schon ziemlich blöde, wie viele offenbar keine Ahnnung von der historischen Prägung des Ruhrgebiets durch polnische Einwanderer haben.
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Wallone, Dienstag, 03.10.2017, 23:08 (vor 3028 Tagen) @ Wallone
Natürlich hat die polnische Zuwanderung die gesamte Region geprägt. Nur bei Schalke gehört es quasi zur DNA. Es hat mich eher gewundert dass man das heute nicht mehr weiß...
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Bernd, Dienstag, 03.10.2017, 21:21 (vor 3028 Tagen) @ Kulibi77
Schalke ist ein Polackenverein.
Du tust mir leid. Aber zum Diskutieren kann ich bis auf dein Niveau nicht herunter. Du solltest einen Admin bitten deinen Fehltritt zu korrigieren oder eine anständige Entschuldigung schreiben.
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Bernd, Dienstag, 03.10.2017, 23:02 (vor 3028 Tagen) @ Taifun
Das ist ein historisches Zitat...
11freunde.de/artikel/eine-reise-zur-schalker-meile
Dort ist der "Proleten- und Polackenverein" sogar ein Mythos. Soweit würde ich nicht gehen.
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Bernd, Dienstag, 03.10.2017, 23:17 (vor 3028 Tagen) @ Kulibi77
Wenn man das in "" setzt oder davor schreibt, dass es ein Mythos ist, dann bekommt es auch eine ganz andere Tiefe.
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Elmar, Dienstag, 03.10.2017, 20:35 (vor 3028 Tagen) @ Kulibi77
Sehr unschön formuliert.
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eric, München, Dienstag, 03.10.2017, 16:05 (vor 3028 Tagen) @ Taifun
Muss wohl damit zusammen hängen, dass nicht nur Deutsche unter Tage gearbeitet haben.
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Bernd, Dienstag, 03.10.2017, 16:00 (vor 3028 Tagen) @ Taifun
Man hätte es anders deklarieren sollen: Ruhrgebietsauswahl gegen eine Auswahl aus Polen /Türkei.
Was genau haben Polen/Türkei damit zu tun? Eine Art Abschiedsspiel, oder wie kommst du darauf?
Was genau haben GE und wir damit zu tun?
Es gab 1961 ein Anwerbeabkommen mit der Türkei (wobei die Türkei nicht das erste, aber auch nicht das letzte Land mit einem solchen Abkommen blieb). Ein Anwerbeabkommen mit Polen ist mir nicht bekannt.
Und da die Türken die größte Community in Deutschland / Ruhrgebiet stellt, finde ich, wenn man darüber nachdenkt ein Spiel gegen eine N11 zu veranstalten, das die Türken zumindest in die Überlegungen mit einbezogen werden sollten.
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baxterbln
, Duisburg, Dienstag, 03.10.2017, 22:11 (vor 3028 Tagen) @ Bernd
Man hätte es anders deklarieren sollen: Ruhrgebietsauswahl gegen eine Auswahl aus Polen /Türkei.
Was genau haben Polen/Türkei damit zu tun? Eine Art Abschiedsspiel, oder wie kommst du darauf?
Ein Blick auf die Namen ehemaliger Spieler reicht da schon:
Matzkowski, Sadlowski, Koslowski, Jagielski, Czerwinski, Kalwitzki, Kuzorra, Szepan, Tibulski, Urban, Zajons etc....
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Franke, Dienstag, 03.10.2017, 16:13 (vor 3028 Tagen) @ Bernd
Man hätte es anders deklarieren sollen: Ruhrgebietsauswahl gegen eine Auswahl aus Polen /Türkei.
Was genau haben Polen/Türkei damit zu tun? Eine Art Abschiedsspiel, oder wie kommst du darauf?
Was genau haben GE und wir damit zu tun?
Es gab 1961 ein Anwerbeabkommen mit der Türkei (wobei die Türkei nicht das erste, aber auch nicht das letzte Land mit einem solchen Abkommen blieb). Ein Anwerbeabkommen mit Polen ist mir nicht bekannt.
Aber dass in früheren Zeiten viele Polen zur Arbeit in den Pott gekommen sind, hoffentlich schon?
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herrNick, Dienstag, 03.10.2017, 13:54 (vor 3028 Tagen) @ Bernd
Die Idee an sich ist super. Aber warum nur wir und GE? Der Ruhrpott ist doch viel mehr als diese zwei Mannschaften!
Um zu zeigen dass man für eine wichtige Sache den größtmöglichen Gegensatz überwinden kann und das Symbol für den größtmöglichen Gegensatz sind BVB und S04. Ist das nicht offensichtlich?
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Bernd, Dienstag, 03.10.2017, 14:59 (vor 3028 Tagen) @ herrNick
Die Idee an sich ist super. Aber warum nur wir und GE? Der Ruhrpott ist doch viel mehr als diese zwei Mannschaften!
Um zu zeigen dass man für eine wichtige Sache den größtmöglichen Gegensatz überwinden kann und das Symbol für den größtmöglichen Gegensatz sind BVB und S04. Ist das nicht offensichtlich?
Dann kann Du gerne auch RWE und GE nehmen.
Wichtige Sache ok. Warum man da den größtmöglichen Gegensatz dafür nehmen muss, erschließt sich mir nicht.
Das der Bergabu den Fussball und nachher der Fussball das Leben im Revier bestimmt hat, kein Ding. Daher ist die Idee die Ära Bergbau mit einem Fussballspiel auch noch symbolträchtig zu beenden, keine schlechte.
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Ravenga, In der Ruhr liegt die Kraft, Dienstag, 03.10.2017, 14:00 (vor 3028 Tagen) @ herrNick
Die Idee an sich ist super. Aber warum nur wir und GE? Der Ruhrpott ist doch viel mehr als diese zwei Mannschaften!
Um zu zeigen dass man für eine wichtige Sache den größtmöglichen Gegensatz überwinden kann und das Symbol für den größtmöglichen Gegensatz sind BVB und S04. Ist das nicht offensichtlich?
Bezüglich der Gegensätze hast du recht. Die Blauen pflegen immerhin ihre Ruhrpott-Malocher-Tradition, aber beim BVB...? Hier ist das höchste der Gefühle doch ne Kappe mit dem Schriftzug "Pöhler" (obwohl ich den Begriff eigentlich eher für (Fußball-)Schuhe kenne) und das Steigerlied mit abgewandeltem Text.
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Foreveralone, Dortmund, Dienstag, 03.10.2017, 14:54 (vor 3028 Tagen) @ Ravenga
Die Idee an sich ist super. Aber warum nur wir und GE? Der Ruhrpott ist doch viel mehr als diese zwei Mannschaften!
Um zu zeigen dass man für eine wichtige Sache den größtmöglichen Gegensatz überwinden kann und das Symbol für den größtmöglichen Gegensatz sind BVB und S04. Ist das nicht offensichtlich?
Bezüglich der Gegensätze hast du recht. Die Blauen pflegen immerhin ihre Ruhrpott-Malocher-Tradition, aber beim BVB...? Hier ist das höchste der Gefühle doch ne Kappe mit dem Schriftzug "Pöhler" (obwohl ich den Begriff eigentlich eher für (Fußball-)Schuhe kenne) und das Steigerlied mit abgewandeltem Text.
Dortmund mag zwar mitten im östlichen Ruhrpott liegen und auch vom Stadtbild dieser Region gleichen, aber die Menschen hier ticken anders als in Bochum, Essen oder GE. Sie kleiden sich anders, sie reden anders, sie verhalten sich anders.
Wo sieht man sonst soviele Nickelbrillenträger (wtf)? ;-)
Ruhrgebiet ist nicht gleich Ruhrgebiet.
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Ravenga, In der Ruhr liegt die Kraft, Dienstag, 03.10.2017, 22:45 (vor 3028 Tagen) @ Foreveralone
Wo sieht man sonst soviele Nickelbrillenträger (wtf)? ;-)
Rüttenscheid :O
Aber ich weiß, was du meinst und damit hast du auch vollkommen recht.
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Foreveralone, Dortmund, Mittwoch, 04.10.2017, 00:44 (vor 3028 Tagen) @ Ravenga
Wo sieht man sonst soviele Nickelbrillenträger (wtf)? ;-)
Rüttenscheid :O
Scherz, oder korrekt? :-D
Aber ich weiß, was du meinst und damit hast du auch vollkommen recht.
Dann stehe ich mit diesem Beobachtungen nicht alleine da. Wobei zwischen Bochum Essen mehr Gemeinsamkeiten bestehen als zwischen Dortmund und den beiden Städten,
Ich habe ha irgendwie das Gefühl, die Leute dort sind lebensbejahender als in unserer Bierstadt.
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Ravenga, In der Ruhr liegt die Kraft, Mittwoch, 04.10.2017, 16:43 (vor 3027 Tagen) @ Foreveralone
Wo sieht man sonst soviele Nickelbrillenträger (wtf)? ;-)
Rüttenscheid :O
Scherz, oder korrekt? :-D
Ernst gemeint. Die Spießerdichte im Essener Süden ist wesentlich krasser als im Dortmunder Süden.
Aber ich weiß, was du meinst und damit hast du auch vollkommen recht.
Dann stehe ich mit diesem Beobachtungen nicht alleine da. Wobei zwischen Bochum Essen mehr Gemeinsamkeiten bestehen als zwischen Dortmund und den beiden Städten,
Grob kann man das so sagen.
Ich habe ha irgendwie das Gefühl, die Leute dort sind lebensbejahender als in unserer Bierstadt.
Verallgemeinern darf man meiner Meinung nach nicht, weil es auch innerhalb der Städte große Unterschiede geben kann. Mal kurz in Stichworten, wie ich das sehe:
Dortmund:
- riesiges Stadtgebiet, deshalb große Lücken zwischen den jeweiligen Vororten und damit auch zur einzig ernstzunehmenden Nachbarstadt Bochum. Umgeben von vielen Satellitenstädten, in denen um 20 Uhr die Bürgersteige hochgeklappt werden. Dortmund wirkt alles in allem schon recht provinziell, deshalb ist der Vorwurf, Dortmund sei im Grunde gar kein Ruhrgebiet mehr, in gewisser Hinsicht nicht zu 100% falsch. Richtig ist er aber auch nicht.
- Dortmund City ist vom Nachtleben her tot, die Sperrstunde richtet (alternative) Clubs und Kneipen reihenweise zu Grunde. Sowas gibt's in Bochum und Essen nicht. Nach Dortmund kommen vor allem Leute vom Land (Sauerland, Soester Börde, Münsterland) zum Feiern, was sich bemerkbar macht. Dazu tut die Stadt wirklich alles, um auch der letzten alternativen Veranstaltungen das Licht auszuknipsen...
- quasi Bandidos-Monopol als Türsteher (regt mich mit am meisten auf)
- deutliche Nord-Süd-Trennung durch die A40/B1: Der Norden ist eher ärmer, der Süden eher reicher, mit Ausnahmen.
- für eine Stadt mit Uni erstaunlich wenig studentisches Flair.
Bochum:
- kleines Stadtgebiet, welches zwar eng bebaut ist und in andere Städte übergeht, aber auch komplett verbaut ist. Verkehrstechnisch ist Bochum eine einzige Katastrophe!
- Nachtleben existiert ebenso wie alternatives Nachtleben. Ohne die ganz fetten Locations, aber mit 10 Mal mehr halbwegs bezahlbaren Läden als Dortmund.
- Türsteher okay, wechselnde Security (vom böse dreinblickenden Glatzkopp bis zum Studenten).
- weniger stark ausgeprägte Nord-Süd-Unterschiede. Die gibt's auch, aber durch das kleine Stadtgebiet und die RUB kommt das nicht so zur Geltung. Okay, vielleicht in Stiepel.
- stark studentisch geprägte Stadt.
Essen:
- großes Stadtgebiet, welches aber verkehrstechnisch ganz gut verbunden ist, aber hier unterscheiden sich Essen-Nord und -Süd schon deutlich voneinader: Während der Norden sehr dicht bebaut ist, findest du im Süden große Lücken zwischen den Stadtteilen, was aber teils auch so gewollt ist. Es fahren im Gegensatz zu Dortmund Straßen- und U-Bahnen über die Stadtgrenzen hinaus. Im Norden geht Essen nahezu nahtlos in GE/Bottrop/Oberhausen über. Verkehrstechnisch wirklich angenehm, sicher aber auch seiner zentralen Lage im Ruhrgebiet geschuldet.
- sehr abwechslungsreiches und vielfältiges Nachtleben, das eigentlich für jeden Geschmack und Geldbeutel mehrere Alternativen bietet. Viele kleine Kneipen mit familiärer Stimmung (besucht das Felis in Essen-City nähe Kreuzeskirche!!! Kann ich nur wärmstens empfehlen), keine Sperrstunde und Kioske en masse. Zum Weggehen ein Paradies, verglichen mit Dortmund.
- Türsteher größtenteils "Normalos", eigentlich alle, die ich bisher erlebt habe, waren sehr entspannt und locker. Sicher nicht überall, aber kein Vergleich zu Dortmund!
- ganz krasse Nord-Süd-Unterschiede! Die A40 macht aus Essen eigentlich zwei sehr unterschiedliche Städte. Der oft verschmähte Essener Norden ist eigentlich Ruhrpott pur mit vielen tollen Menschen, bei denen man sagen würde "typisch Ruhrpott", aber eben auch in seiner negativen Seite. Im Süden wird's dann schöner, nicht so "verrotzt", aber eben auch sehr abgehoben. Die Kioskdichte ist im Essener Süden z.B. deutlich kleiner als im Norden und Rüttenscheid ist so das Ausgehviertel der Werdener Schickeria, aber zugegeben, ich bin dort auch ab und zum Feiern.
- studentisches Leben ist nicht sooo krass offensichtlich wie in Bochum, aber für eine Stadt dieser Größe ein angemessenes studentisches Flair.
Das ist so das südlich-mittlere Ruhrgebiet, im nördlichen Ruhrgebiet sieht das wiederum ganz anders aus. Aber kein Wunder, dass viele junge Leute in Dortmund frustrierter sind als in Bochum oder Essen. Dortmund ist was das Nachtleben angeht absolut tot.
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Foreveralone, Dortmund, Mittwoch, 04.10.2017, 19:39 (vor 3027 Tagen) @ Ravenga
bearbeitet von Foreveralone, Mittwoch, 04.10.2017, 19:43
Nette, ausführliche Beschreibung, aber eine ähnliche Unterhaltung zum Thema hatten wir beiden Nasen glaube ich schonmal, oder? :-)
Aber noch etwas zur Speerstunde: Ist im Bermuda-Dreieck bei den meisten Bars nicht auch schon seit einer gewissen Zeit ab 3 Uhr Schicht im Schacht?
Von Dortmund schwärmen die Waltroper, Lüner, Dattelner, Selmer usw auch immer wenn es ums "Rush Hour", "Prisma", "Bierkönig" und "Night Rooms" geht, aber das sind alles Mainstream-Schuppen oder Russendicos(ohne Wertung), ein vielfältiges Bar/Club-Leben wie im Eck gibt es hier ja quasi garnicht mehr.
Das Kreuzviertel ist doch in dieser Hinsicht auch mega spießig geworden und hat imo heute eher etwas vom Prenzlauer Berg, denn Ruhrpott-Szene, auch Dank der ganzen scheiß Gentrifizierung dort.
.
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Ravenga, In der Ruhr liegt die Kraft, Mittwoch, 04.10.2017, 20:15 (vor 3027 Tagen) @ Foreveralone
Nette, ausführliche Beschreibung, aber eine ähnliche Unterhaltung zum Thema hatten wir beiden Nasen glaube ich schonmal, oder? :-)
Aber noch etwas zur Speerstunde: Ist im Bermuda-Dreieck bei den meisten Bars nicht auch schon seit einer gewissen Zeit ab 3 Uhr Schicht im Schacht?
Bei Bars ist es ja noch etwas anderes als bei Discos. Sicher weiß ich es nur von einem Laden im Bermudedreieck, aber der hat Freitags/Samstags theoretisch bis 5 Uhr auf. In der Praxis machen die den Laden auch schon eher dicht, wenn kaum noch jemand da ist. Aber der Intershop hat eigentlich immer bis in die frühen Morgenstunden auf, am Wochenende auch durchgängig bis 6 Uhr, liegt aber auch außerhalb des Bermudadreiecks. Sperrstunde gibt's eben weder in Bochum, noch in Essen.
Von Dortmund schwärmen die Waltroper, Lüner, Dattelner, Selmer usw auch immer wenn es ums "Rush Hour", "Prisma", "Bierkönig" und "Night Rooms" geht, aber das sind alles Mainstream-Schuppen oder Russendicos(ohne Wertung), ein vielfältiges Bar/Club-Leben wie im Eck gibt es hier ja quasi garnicht mehr.
So ist es. Und wenn, braucht man schon Kontakte bzw. Insiderwissen um in Dortmund was richtig nettes zu starten, da gibt's ein, zwei schöne selbstverwaltete Ein-Raum-Kneipen in der Nordstadt und das war's, im Sommer gibt's wenigstens ein paar semi-legale Outdoor-Partys am Kanal. Aber dem Backyard Jam z.B. rückt die Stadt ja auch schon auf die Pelle, den wird's auch nicht mehr lange geben (hoffe, ich irre mich). Und in Läden, wo auch mal coole Veranstaltungen sind, stehen dann diese Bandidos-W****er vor der Tür und sind der Meinung, da einen auf dicken Macker machen zu müssen... Selbst in neuen Locations mit Potential, wie dem Junkyard, haste die Vögel rumstehen.
Das Kreuzviertel ist doch in dieser Hinsicht auch mega spießig geworden und hat imo heute eher etwas vom Prenzlauer Berg, denn Ruhrpott-Szene, auch Dank der ganzen scheiß Gentrifizierung dort.
Jo, wobei ich keine Ahnung habe, wie sich das Kreuzviertel die letzten 15 Jahre gewandelt hat. Klar, an der Möllerbrücke hast du jetzt zig Bio-Supermärkte und genderneutrale Bäcker, wo sich John-Thorben und Thore-Tjark ihre wohlverdienten Hirsekekse abholen können. Aber bis auf einzelne Kneipen, wie den Platz an der Sonne, war das doch nie wirklich die Gegend mit Studentenkneipen, wo Gezapftes für 1,50 Euro zu haben ist, oder? Nicht-städtische Läden, in denen auch mal regelmäßig Konzerte stattfinden, gibt es in Dortmund nahezu nicht. In Bochum und Essen fallen mir spontan 4 Locations pro Stadt ein. Selbst Oberhausen (!) hat da 10 Mal mehr zu bieten.
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Foreveralone, Dortmund, Mittwoch, 04.10.2017, 20:55 (vor 3027 Tagen) @ Ravenga
Nette, ausführliche Beschreibung, aber eine ähnliche Unterhaltung zum Thema hatten wir beiden Nasen glaube ich schonmal, oder? :-)
Aber noch etwas zur Speerstunde: Ist im Bermuda-Dreieck bei den meisten Bars nicht auch schon seit einer gewissen Zeit ab 3 Uhr Schicht im Schacht?
Bei Bars ist es ja noch etwas anderes als bei Discos. Sicher weiß ich es nur von einem Laden im Bermudedreieck, aber der hat Freitags/Samstags theoretisch bis 5 Uhr auf. In der Praxis machen die den Laden auch schon eher dicht, wenn kaum noch jemand da ist. Aber der Intershop hat eigentlich immer bis in die frühen Morgenstunden auf, am Wochenende auch durchgängig bis 6 Uhr, liegt aber auch außerhalb des Bermudadreiecks. Sperrstunde gibt's eben weder in Bochum, noch in Essen.
Tja und diese fucking Speerstunde führt dann vermehrt zu Pöbeleien und Schlägereien vor den Clubs
Dortmund verkommt wirklich zu einem versifften Großstadt-Dorf.
Es ist schon auffällig: Diese Stadt ruht sich mehr und mehr auf die Anziehungskraft durch den BVB und den Westenhellweg als Einkaufsmeile aus, ansonsten wäre es hier ganz düster.
Vielleicht haben wir bald mal ganz brisante Verhältnisse mit der hiesigen Jugend, wenn die nur noch ausschließlich auf der Straße rumlungern.
Von Dortmund schwärmen die Waltroper, Lüner, Dattelner, Selmer usw auch immer wenn es ums "Rush Hour", "Prisma", "Bierkönig" und "Night Rooms" geht, aber das sind alles Mainstream-Schuppen oder Russendicos(ohne Wertung), ein vielfältiges Bar/Club-Leben wie im Eck gibt es hier ja quasi garnicht mehr.
So ist es. Und wenn, braucht man schon Kontakte bzw. Insiderwissen um in Dortmund was richtig nettes zu starten, da gibt's ein, zwei schöne selbstverwaltete Ein-Raum-Kneipen in der Nordstadt und das war's, im Sommer gibt's wenigstens ein paar semi-legale Outdoor-Partys am Kanal. Aber dem Backyard Jam z.B. rückt die Stadt ja auch schon auf die Pelle, den wird's auch nicht mehr lange geben (hoffe, ich irre mich). Und in Läden, wo auch mal coole Veranstaltungen sind, stehen dann diese Bandidos-W****er vor der Tür und sind der Meinung, da einen auf dicken Macker machen zu müssen... Selbst in neuen Locations mit Potential, wie dem Junkyard, haste die Vögel rumstehen.
Das Kreuzviertel ist doch in dieser Hinsicht auch mega spießig geworden und hat imo heute eher etwas vom Prenzlauer Berg, denn Ruhrpott-Szene, auch Dank der ganzen scheiß Gentrifizierung dort.
Jo, wobei ich keine Ahnung habe, wie sich das Kreuzviertel die letzten 15 Jahre gewandelt hat. Klar, an der Möllerbrücke hast du jetzt zig Bio-Supermärkte und genderneutrale Bäcker, wo sich John-Thorben und Thore-Tjark ihre wohlverdienten Hirsekekse abholen können. Aber bis auf einzelne Kneipen, wie den Platz an der Sonne, war das doch nie wirklich die Gegend mit Studentenkneipen, wo Gezapftes für 1,50 Euro zu haben ist, oder? Nicht-städtische Läden, in denen auch mal regelmäßig Konzerte stattfinden, gibt es in Dortmund nahezu nicht. In Bochum und Essen fallen mir spontan 4 Locations pro Stadt ein. Selbst Oberhausen (!) hat da 10 Mal mehr zu bieten.
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Bansai14, Dortmund, Dienstag, 03.10.2017, 14:17 (vor 3028 Tagen) @ Ravenga
Ganz abtun würde ich das mit der Malocher-Tradition bei uns nicht. Unsere hat nur einfach mehr Stil ""
Zu dem Thema kam mir grad eine Erinnerung aus den 90ern, als ein großer Teil der Nordtribüne von Bergbauarbeitern besetzt war, die gegen die Schließung ihrer Zechen demonstrierten. Teils in kompletter Arbeitsmontur. Hansa Rostock war zu Gast und bei jedem "Hansa"-Ruf hallte es aus dem Hintergrund "Bieeer".
Eine schöne Erinnerung.
Zurück zum Thema: Von mir aus können die sowas starten, sollten jedoch - wie andere schon angemerkt haben - auch andere Vereine berücksichtigen.
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herrNick, Dienstag, 03.10.2017, 14:13 (vor 3028 Tagen) @ Ravenga
Die Idee an sich ist super. Aber warum nur wir und GE? Der Ruhrpott ist doch viel mehr als diese zwei Mannschaften!
Um zu zeigen dass man für eine wichtige Sache den größtmöglichen Gegensatz überwinden kann und das Symbol für den größtmöglichen Gegensatz sind BVB und S04. Ist das nicht offensichtlich?
Bezüglich der Gegensätze hast du recht. Die Blauen pflegen immerhin ihre Ruhrpott-Malocher-Tradition, aber beim BVB...? Hier ist das höchste der Gefühle doch ne Kappe mit dem Schriftzug "Pöhler" (obwohl ich den Begriff eigentlich eher für (Fußball-)Schuhe kenne) und das Steigerlied mit abgewandeltem Text.
Schlecht ausgedrückt von mir. Ich meine eher Rivalität als Gegensatz
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Ravenga, Dienstag, 03.10.2017, 14:05 (vor 3028 Tagen) @ Ravenga
Die Idee an sich ist super. Aber warum nur wir und GE? Der Ruhrpott ist doch viel mehr als diese zwei Mannschaften!
Um zu zeigen dass man für eine wichtige Sache den größtmöglichen Gegensatz überwinden kann und das Symbol für den größtmöglichen Gegensatz sind BVB und S04. Ist das nicht offensichtlich?
Bezüglich der Gegensätze hast du recht. Die Blauen pflegen immerhin ihre Ruhrpott-Malocher-Tradition, aber beim BVB...? Hier ist das höchste der Gefühle doch ne Kappe mit dem Schriftzug "Pöhler" (obwohl ich den Begriff eigentlich eher für (Fußball-)Schuhe kenne) und das Steigerlied mit abgewandeltem Text.
Wobei das eher peinlich wirkt, zu Essen würde es eher passen weil die halt noch nicht soviel Geld generieren und weniger vermarktet sind als GE oder auch wir. Als Bundeligist wirkt das eher befremdlich.
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Ravenga, In der Ruhr liegt die Kraft, Dienstag, 03.10.2017, 14:08 (vor 3028 Tagen) @ Kaiser23
Ich finde, es passt zur Stadt, zum Verein und vor allem zu den Fans. Klar ist es lächerlich, wenn die ihre Profis für 10 Minuten Unter Tage schicken und denen ein bisschen Dreck ins Gesicht schmieren, aber beim BVB geschieht ja überhaupt nichts bezüglich Malocher-Traditionspflege. Dabei war es die Dortmunder Industrie (Hoesch, Brauereien) die den Verein in schwierigen Zeiten am Leben gehalten hat. Aber ich denke, Aki und Co. ist das Image zu schmuddelig. Kann man so sehen, ich find's schade.
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CHS
, Lünen / Dortmund, Dienstag, 03.10.2017, 14:19 (vor 3028 Tagen) @ Ravenga
Ich finde, es passt zur Stadt, zum Verein und vor allem zu den Fans. Klar ist es lächerlich, wenn die ihre Profis für 10 Minuten Unter Tage schicken und denen ein bisschen Dreck ins Gesicht schmieren, aber beim BVB geschieht ja überhaupt nichts bezüglich Malocher-Traditionspflege.
Das klappt vielleicht in einer Stadt, die außer Bergbau nichts hatte. Welche Tradition willst du denn in Dortmund sehen? Bergbau gibt es nicht mehr, Stahlbau existiert ebenfalls nicht mehr. Es bleibt nur noch eine Brauerei. Würde es besser aussehen, wenn man die Profis in eine Brauerei schickt?
Dabei war es die Dortmunder Industrie (Hoesch, Brauereien) die den Verein in schwierigen Zeiten am Leben gehalten hat. Aber ich denke, Aki und Co. ist das Image zu schmuddelig. Kann man so sehen, ich find's schade.
Da möchte ich dich gerne daran erinnern, dass sowohl Bergleute als auch Stahlbauer als Zeichen mehrfach in das Westfalenstadion eingeladen wurde, als die Berufzweige kurz vor dem Aus waren. Abgesehen davon, es war wohl eher die Stadt Dortmund als die Industrie, die für die Rettung sorgte (außer die erste Fastpleite in den 30ern). Denn zu diesen Zeiten (2. und 3. Fastpleite) ging es den drei Standbeine Dortmunds auch nicht wirklich gut.
Ich finde es auch schade, dass man beim BVB weniger auf die Bergbau, Stahlindustrie oder Brauereien eingeht, aber wie schon geschrieben, wie willst du dieser Verbundenheit darstellen? Vor allem, da Dortmund sich gewandelt hat?
Gruß
CHS
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Ravenga, In der Ruhr liegt die Kraft, Dienstag, 03.10.2017, 20:59 (vor 3028 Tagen) @ CHS
bearbeitet von Ravenga, Dienstag, 03.10.2017, 21:03
Ich finde, es passt zur Stadt, zum Verein und vor allem zu den Fans. Klar ist es lächerlich, wenn die ihre Profis für 10 Minuten Unter Tage schicken und denen ein bisschen Dreck ins Gesicht schmieren, aber beim BVB geschieht ja überhaupt nichts bezüglich Malocher-Traditionspflege.
Das klappt vielleicht in einer Stadt, die außer Bergbau nichts hatte. Welche Tradition willst du denn in Dortmund sehen? Bergbau gibt es nicht mehr, Stahlbau existiert ebenfalls nicht mehr. Es bleibt nur noch eine Brauerei. Würde es besser aussehen, wenn man die Profis in eine Brauerei schickt?
Nein, ich schrieb ja, dass ich es peinlich finde, wenn man Profis in solche Rollen zwängt, in denen sie total unauthentisch rüberkommen. Zu viel Kitsch und Pathos finde ich auch anstrengend. Dennoch verbinde ich als gebürtiger Dortmunder Dortmund mit dem BVB und dem Kohle-Stahl-Bier-Dreiklang. Sooo viel mehr hat das aktuelle Dortmund halt auch nicht zu bieten, da fände ich es eben schön, wenn man ein wenig mehr auf seine Wurzeln hinweisen könnte von offizieller Seite: Im Stadion, in sozialen Netzwerken, im Umfeld. Aber gut, aufzwingen kann man es den Leuten auch nicht.
Dabei war es die Dortmunder Industrie (Hoesch, Brauereien) die den Verein in schwierigen Zeiten am Leben gehalten hat. Aber ich denke, Aki und Co. ist das Image zu schmuddelig. Kann man so sehen, ich find's schade.
Da möchte ich dich gerne daran erinnern, dass sowohl Bergleute als auch Stahlbauer als Zeichen mehrfach in das Westfalenstadion eingeladen wurde, als die Berufzweige kurz vor dem Aus waren.
Okay, dafür bin ich zu jung. Wie lange ist das her? War dann wahrscheinlich Mitte/Ende der 90er. Möglicherweise könnte man das ja mal wiederholen.
Abgesehen davon, es war wohl eher die Stadt Dortmund als die Industrie, die für die Rettung sorgte (außer die erste Fastpleite in den 30ern). Denn zu diesen Zeiten (2. und 3. Fastpleite) ging es den drei Standbeine Dortmunds auch nicht wirklich gut.
Ich finde es auch schade, dass man beim BVB weniger auf die Bergbau, Stahlindustrie oder Brauereien eingeht, aber wie schon geschrieben, wie willst du dieser Verbundenheit darstellen? Vor allem, da Dortmund sich gewandelt hat?
Soweit ich weiß, hat Erich Schanko vor Kohle gearbeitet. Vielleicht kann man da mal eine Ausstellung im Borusseum organisieren, nach dem Motto "Morgens Pütt, Abends Pöhlen", wenn's das nicht schon gegeben hat. Ich hätte zum Beispiel auch nichts dagegen, wenn man alte Bergmännerchöre ins Stadion einlädt, allgemein fände ich es nicht schlecht, wenn ein bisschen Ruhrpottkolorit bzw. Geschichte ins Stadion einziehen würde. Statt Andy Schade könnte man eher sowas /watch?v=pf5ZzmTfNh0 spielen (vielleicht dann live gespielt vom Zechenchor? Und dann nicht schon 2 Stunden vor Anpfiff). Auch in sozialen Netzwerken könnte man vermitteln, wo der BVB herkommt, was seine Gesichte ist, usw. Gibt ja viele alte Bildbände, in denen man Menschen mit BVB-Fahne vor Fabrikgebäuden sieht oder sowas in der Art. Und nochmal: Ich verlange keinen pathostriefenden Kitsch, wie er teilweise in GE zelebriert wird. Aber man muss es ja auch nicht auf Null herunterfahren.
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Garum, Bornum am Harz, Dienstag, 03.10.2017, 14:50 (vor 3028 Tagen) @ CHS
Ich finde, es passt zur Stadt, zum Verein und vor allem zu den Fans. Klar ist es lächerlich, wenn die ihre Profis für 10 Minuten Unter Tage schicken und denen ein bisschen Dreck ins Gesicht schmieren, aber beim BVB geschieht ja überhaupt nichts bezüglich Malocher-Traditionspflege.
Das klappt vielleicht in einer Stadt, die außer Bergbau nichts hatte. Welche Tradition willst du denn in Dortmund sehen? Bergbau gibt es nicht mehr, Stahlbau existiert ebenfalls nicht mehr. Es bleibt nur noch eine Brauerei. Würde es besser aussehen, wenn man die Profis in eine Brauerei schickt?
Dabei war es die Dortmunder Industrie (Hoesch, Brauereien) die den Verein in schwierigen Zeiten am Leben gehalten hat. Aber ich denke, Aki und Co. ist das Image zu schmuddelig. Kann man so sehen, ich find's schade.
Da möchte ich dich gerne daran erinnern, dass sowohl Bergleute als auch Stahlbauer als Zeichen mehrfach in das Westfalenstadion eingeladen wurde, als die Berufzweige kurz vor dem Aus waren. Abgesehen davon, es war wohl eher die Stadt Dortmund als die Industrie, die für die Rettung sorgte (außer die erste Fastpleite in den 30ern). Denn zu diesen Zeiten (2. und 3. Fastpleite) ging es den drei Standbeine Dortmunds auch nicht wirklich gut.Ich finde es auch schade, dass man beim BVB weniger auf die Bergbau, Stahlindustrie oder Brauereien eingeht, aber wie schon geschrieben, wie willst du dieser Verbundenheit darstellen? Vor allem, da Dortmund sich gewandelt hat?
Gruß
CHS
Man kann aber trotzdem mal auf die Tradition hinweisen und zeigen wo wir herkommen.
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Ravenga, Dienstag, 03.10.2017, 14:18 (vor 3028 Tagen) @ Ravenga
Ich finde, es passt zur Stadt, zum Verein und vor allem zu den Fans. Klar ist es lächerlich, wenn die ihre Profis für 10 Minuten Unter Tage schicken und denen ein bisschen Dreck ins Gesicht schmieren, aber beim BVB geschieht ja überhaupt nichts bezüglich Malocher-Traditionspflege. Dabei war es die Dortmunder Industrie (Hoesch, Brauereien) die den Verein in schwierigen Zeiten am Leben gehalten hat. Aber ich denke, Aki und Co. ist das Image zu schmuddelig. Kann man so sehen, ich find's schade.
Oder halt zur Internationalen Vermarktung ins Ausland fahren und dort Trainingslager abhalten, Trikotpreise auch jenseits von Malocher....
Tradition ist schon wichtig und sollte erhalten bleiben, nur muss es passen. In einer modernen Arena einen Spielertunnel zu Bauen der an einen Kohleschacht erinnert passt eher nicht.
Das der BVB leider so gut wie nix macht ist aber auch Mist und sollte so nicht sein.
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irieday
, Da wo schön ist-Süd Seite DO, Mittwoch, 04.10.2017, 05:27 (vor 3027 Tagen) @ Kaiser23
Der Spielertunnel ist top.Leider beisst sich das mit deren Premiumsponsor ein wenig.
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Ravenga, In der Ruhr liegt die Kraft, Dienstag, 03.10.2017, 21:13 (vor 3028 Tagen) @ Kaiser23
Tradition ist schon wichtig und sollte erhalten bleiben, nur muss es passen. In einer modernen Arena einen Spielertunnel zu Bauen der an einen Kohleschacht erinnert passt eher nicht.
Ich finde deren Spielertunnel ehrlich gesagt ganz nett, ist mal was anderes *duckundweg*
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Ravenga, Dienstag, 03.10.2017, 21:46 (vor 3028 Tagen) @ Ravenga
Tradition ist schon wichtig und sollte erhalten bleiben, nur muss es passen. In einer modernen Arena einen Spielertunnel zu Bauen der an einen Kohleschacht erinnert passt eher nicht.
Ich finde deren Spielertunnel ehrlich gesagt ganz nett, ist mal was anderes *duckundweg*
Hahaha
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Pepperkorn, Dortmund, Dienstag, 03.10.2017, 21:18 (vor 3028 Tagen) @ Ravenga
Tradition ist schon wichtig und sollte erhalten bleiben, nur muss es passen. In einer modernen Arena einen Spielertunnel zu Bauen der an einen Kohleschacht erinnert passt eher nicht.
Ich finde deren Spielertunnel ehrlich gesagt ganz nett, ist mal was anderes *duckundweg*
Find ich auch gut, das mit dem Spielerflöz *duckundweg*
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simie, Krefeld, Dienstag, 03.10.2017, 14:12 (vor 3028 Tagen) @ Ravenga
Es würde beim BVB aber noch künstlich aufgesetzter als bei den Schalkern wirken. Ich bin daher schon froh, dass darauf verzichtet wird.
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Karak Varn, Strobelallee 50, Dienstag, 03.10.2017, 14:32 (vor 3028 Tagen) @ simie
Blau hat ja aber auch sonst nichts. Irgendwie muss man ja was bieten, wenn die letzte Meisterschaft 1958 war.
Auch nicht unwichtig: Davor waren sie der alles überragende Stern im Deutschland unterm Hakenkreuz. Da weder aktuelle sportliche Bedeutung, noch Tradition einwandfrei zur Vermarktung taugen, muss es schon Mentalität und Arbeitertum sein. Voll okay, finde ich. Die haben ja sogar ihren Spielertunnel als "Schacht" umgebaut, hab ich kürzlich erst gesehen. Wer`s mag...
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Ravenga, In der Ruhr liegt die Kraft, Dienstag, 03.10.2017, 14:19 (vor 3028 Tagen) @ simie
Man müsste das Thema ja nicht mit Pathos überladen, aber gut, so ein bisschen spricht da wohl auch der Romantiker aus mir ;)
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simie, Dienstag, 03.10.2017, 14:19 (vor 3028 Tagen) @ simie
Es würde beim BVB aber noch künstlich aufgesetzter als bei den Schalkern wirken. Ich bin daher schon froh, dass darauf verzichtet wird.
Man könnte schon was machen aber es muss passen und nicht künstlich wirken sonst ist es befremdlich. Ne Idee habe ich gerade nicht.
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Ralf, Konstanz, Dienstag, 03.10.2017, 13:52 (vor 3028 Tagen) @ Bernd
Mor persönlich egal wer da mit und gegen einen spielt. Das wäre eine Folkloreveranstaltung gewesen.
Warum sollte den Emre das auch interessieren?
Man kann ihm ja meinetwegen einiges vorwerfen, aber wir müssen uns damit abfinden, dass er einen neuen Arbeitgeber hat und wir für ihn nur eine Durchgangsstation auf dem Weg nach oben waren.
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Pepperkorn, Dortmund, Dienstag, 03.10.2017, 21:21 (vor 3028 Tagen) @ Ralf
Mor persönlich egal wer da mit und gegen einen spielt. Das wäre eine Folkloreveranstaltung gewesen.
Warum sollte den Emre das auch interessieren?
Man kann ihm ja meinetwegen einiges vorwerfen, aber wir müssen uns damit abfinden, dass er einen neuen Arbeitgeber hat und wir für ihn nur eine Durchgangsstation auf dem Weg nach oben waren.
Bzw. nach unten