Neu auf schwatzgelb.de: Emotion vs. Gerechtigkeit - der Videoschiedsrichter in der Diskussion (BVB)
Redaktion schwatzgelb.de
, Dortmund, Monday, 18.09.2017, 16:17 (vor 3042 Tagen)
Nicht erst seit dem gestrigen Spiel gegen Köln ist der Videobeweis in der Diskussion. Auch innerhalb unserer Redaktion gibt es verschiedene Meinungen.
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Neu auf schwatzgelb.de: Emotion vs. Gerechtigkeit - der Videoschiedsrichter in der Diskussion
badehaubendealer, Langenfeld, Dienstag, 19.09.2017, 10:51 (vor 3041 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Auch ich möchte meine Gedanken loswerden, frei nach dem Motto: Es wurde schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem.
Ich war lange für die Einführung des Videobeweises. Wembley, Pokalfinale, ich wollte einfach, dass solche offensichtlichen Fehler korrigiert werden können. Umgekehrt habe ich mich auch über offensichtliche Fehler gefreut, Stichwort Malaga. Genau diese Korrekturen passieren ja jetzt auch, das finde ich gut.
Am Sonntag habe ich den Videobeweis das erste Mal im Stadion erlebt. Naja, toll fand ich es nicht, dass man da quasi eine Minute wartet, bis man weiß, was Sache ist. Aber hey, es ist mir immer noch lieber, als obige Ungerechtigkeit.
Für mich sind das im Moment noch Kinderkrankheiten. Die Abstimmung zwischen Schiedsrichter und Videoassistent klappt noch nicht so gut. Die Kommunikation im Stadion klappt noch nicht so richtig gut. Aber das wird schon. Man muss dem Kind auch mal Zeit geben, bevor man es mit dem Bade auskippt.
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bobschulz, MS, Mittwoch, 20.09.2017, 08:00 (vor 3040 Tagen) @ badehaubendealer
Auch ich möchte meine Gedanken loswerden, frei nach dem Motto: Es wurde schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem.
Ich war lange für die Einführung des Videobeweises. Wembley, Pokalfinale, ich wollte einfach, dass solche offensichtlichen Fehler korrigiert werden können. Umgekehrt habe ich mich auch über offensichtliche Fehler gefreut, Stichwort Malaga. Genau diese Korrekturen passieren ja jetzt auch, das finde ich gut.
Am Sonntag habe ich den Videobeweis das erste Mal im Stadion erlebt. Naja, toll fand ich es nicht, dass man da quasi eine Minute wartet, bis man weiß, was Sache ist. Aber hey, es ist mir immer noch lieber, als obige Ungerechtigkeit.
Für mich sind das im Moment noch Kinderkrankheiten. Die Abstimmung zwischen Schiedsrichter und Videoassistent klappt noch nicht so gut. Die Kommunikation im Stadion klappt noch nicht so richtig gut. Aber das wird schon. Man muss dem Kind auch mal Zeit geben, bevor man es mit dem Bade auskippt.
Wer Malaga erwähnt, sollte aber auch das gegebene nicht reguläre Malaga- Tor erwähnen. Ich weiß, 2x Unrecht ergibt nicht automatisch Recht, aber da war es nun mal so.
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Phil, Dienstag, 19.09.2017, 10:34 (vor 3041 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Laut der WAZ hat der 1.FC Köln jedenfalls auf einen Einspruch verzichtet.
MFG
Phil
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Johannes, Emsdetten, Dienstag, 19.09.2017, 10:39 (vor 3041 Tagen) @ Phil
Laut der WAZ hat der 1.FC Köln jedenfalls auf einen Einspruch verzichtet.
MFG
Phil
Das ist auch das einzig vernünftige, wenn sie sich nicht lächerlich machen wollen.
Wenn wegen einer einzigen Szene ein 0:5 annulliert worden wäre, hätte das keiner im Land verstanden.
Schmadtke hätte nur dem Ansehen des Vereins geschadet.
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Ulrich, Dienstag, 19.09.2017, 10:51 (vor 3041 Tagen) @ Johannes
Laut der WAZ hat der 1.FC Köln jedenfalls auf einen Einspruch verzichtet.
MFG
Phil
Das ist auch das einzig vernünftige, wenn sie sich nicht lächerlich machen wollen.
Wenn wegen einer einzigen Szene ein 0:5 annulliert worden wäre, hätte das keiner im Land verstanden.
Schmadtke hätte nur dem Ansehen des Vereins geschadet.
Annuliert worden wäre das Spiel eh nicht. Für Schmadtke und Co. war das ganze aber wohl eine Abwägungssache. Wäre es wert gewesen sich zum Vollhorst zu machen wenn man so von der sportlichen Misere bei den Geisböcken ablenken könnte?
Zudem wäre ich nicht verwundert wenn zumindest am Sonntag Abend auch Kölner Spieler im Nachhinein den Zeitpunkt des Pfiffs falsch verortet und vor den Schuss von Sokratis verlegt hätten. Unser Gedächtnis ist halt kein objektives Speichermedium.
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Johannes, Emsdetten, Dienstag, 19.09.2017, 11:02 (vor 3041 Tagen) @ Ulrich
Schmadtke fand ich immer ganz angenehm in diesem Fussballzirkus.
Ich weiß auch nicht was ihn da geritten hat so ein Fass aufzumachen. Wenn es von der Tabelle ablenken sollte, hat das nicht viel gebracht.
Spätestens morgen gegen Frankfurt werden die Medien auch merken, das Köln Letzter ist.
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Phil, Dienstag, 19.09.2017, 09:10 (vor 3041 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Im Grunde ist jede Diskussion glaube ich sowieso wenig zielführend.
Dieser Videobeweis ist da, die Vereine und Verbände wollten es so, und er wird auch nicht mehr verschwinden. Eher wird er weiter ausgebaut werden hin zu einem wirklichen Oberschiedsrichter, der flächendeckend Dinge entscheidet und somit die Fehler und vielen Ungerechtigkeiten, die es aktuell so in 90 Minuten auf dem Fuballplatz gibt, weiter minimiert.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir da noch nicht am Ende einer Entwicklung sind.
Aber aufhalten wird die keiner. Schlussendlich wollen die Vereine es, die Verbände es, weil sie sich davon natürlich Dinge versprechen.
Also wird es bleiben. Ich werde mich dran gewöhnen (müssen) oder es halt lassen (müssen) mit dem Fußball.
An der Stelle lohnt sich kaum darüber zu streiten/diskutieren. Habe ich zwar gestern hier (und z.B. bei Twitter) auch getan, aber heute morgen denke ich mir: Es ist eh nicht zu ändern.
MFG
Phil
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Gutini, Münster, Dienstag, 19.09.2017, 09:37 (vor 3041 Tagen) @ Phil
Was versprechen sich denn die Verantwortlichen davon? Welche Dinge meinst Du? Es verändert ja "nur" den Sport als solchen. Welcher Vorteil ergibt sich für den DFB?
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Phil, Dienstag, 19.09.2017, 09:39 (vor 3041 Tagen) @ Gutini
Der DFB verspricht sich, hier als Vorreiter einer Neuerung in die Geschichtsbücher einzugehen.
Außerdem sehe die Verbände und die DFL in meinen Augen auch, dass der Videobeweis eine gute Sache für die TV-Verwerter ist und man somit mehr Geld dort raushandeln kann.
Zudem stärkt es die großen Klub und damit die "Zugpferde" des heutigen Fußball Geschäfts. Und in einiger Zeit wird es auch der Fußball Nationalmannschaft als großer Nation helfen.
Und ja, ich gestehe gerne zu, dass manch einem es auch schlicht darum geht, dass es gerechter und fairer werden soll.
MFG
Phil
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Wallone, L' Enfer de Westfalenstadion, Dienstag, 19.09.2017, 10:09 (vor 3041 Tagen) @ Phil
Zudem stärkt es die großen Klub und damit die "Zugpferde" des heutigen Fußball Geschäfts. Und in einiger Zeit wird es auch der Fußball Nationalmannschaft als großer Nation helfen.
Wie kommst du darauf? Würde mich wirklich interessieren, ob und wenn ja, warum vom VAR große Klubs und starke Nationalmannschaften stärker profitieren. Weil ansonsten Ballbesitz- und Offensivmannschaften stärker durch Fehlentscheidungen benachteiligt werden? Gibt's da Untersuchungen zu? Ansonsten wird ja oft eher vermutet, dass Schiedsrichter unterbewusst kleine Vereine benachteiligen.
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Phil, Dienstag, 19.09.2017, 10:11 (vor 3041 Tagen) @ Wallone
Also für mich ist klar, dass es die großen Klubs bevorteilt, weil sie damit das Risiko ausschließen, durch eine Fehlentscheidung auch mal von kleineren geärgert werden zu können.
Dass da jemand mit Absicht jemand bevor- oder benachteilt, meinte ich damit gar nicht. Aber meiner Meinung nach kann ein Klub wie wir es eher mal verkraften, wenn ein Tor zurückgenommen wird, als z.B. der SC Freiburg.
Außerdem haben wir wohl durchschnittlich viel mehr Szenen in der offensive, als kleinere Klubs.
Untersuchungen gibt es da sicherlich nicht. Aber hätten die großen Klubs nicht das Gefühl, dass es für sie gut ist, hätten sie dem niemals zugestimmt.
MFG
Phil
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Wallone, Dienstag, 19.09.2017, 11:04 (vor 3041 Tagen) @ Phil
Also für mich ist klar, dass es die großen Klubs bevorteilt, weil sie damit das Risiko ausschließen, durch eine Fehlentscheidung auch mal von kleineren geärgert werden zu können.
Dass da jemand mit Absicht jemand bevor- oder benachteilt, meinte ich damit gar nicht. Aber meiner Meinung nach kann ein Klub wie wir es eher mal verkraften, wenn ein Tor zurückgenommen wird, als z.B. der SC Freiburg.
Außerdem haben wir wohl durchschnittlich viel mehr Szenen in der offensive, als kleinere Klubs.Untersuchungen gibt es da sicherlich nicht. Aber hätten die großen Klubs nicht das Gefühl, dass es für sie gut ist, hätten sie dem niemals zugestimmt.
MFG
Phil
Naja, es waren ja aber auch die "kleinen" Clubs, die für den Videobeweis waren (eigentlich weiß ich gar nicht, ob überhaupt jemand dagegen war...).
Dass die großen Vereine davon mehr profitieren, sehe ich nicht so. Das betrifft möglicherweise maximal die Spiele groß gegen klein direkt (Buyern gegen Freiburg z.B.), aber da sind die Erfolgsaussichten von Freiburg ja sowieso eher gering. Freiburg spielt aber nunmal nicht hauptsächlich gegen Buyern oder den BVB, sondern muss seine Punkte in viel mehr Spielen, die auf Augenhöhe stattfinden, holen (gegen Mainz, Augsburg, Frankfurt, und und und)...
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Wallone, L' Enfer de Westfalenstadion, Dienstag, 19.09.2017, 10:21 (vor 3041 Tagen) @ Phil
Also für mich ist klar, dass es die großen Klubs bevorteilt, weil sie damit das Risiko ausschließen, durch eine Fehlentscheidung auch mal von kleineren geärgert werden zu können.
Mmh, ja gut, aber das Risiko von Fehlentscheidungen benachteiligt/geärgert zu werden, besteht ja nunmal bei kleinen wie großen Klubs zunächst mal gleichermaßen.
Dass da jemand mit Absicht jemand bevor- oder benachteilt, meinte ich damit gar nicht. Aber meiner Meinung nach kann ein Klub wie wir es eher mal verkraften, wenn ein Tor zurückgenommen wird, als z.B. der SC Freiburg.
Außerdem haben wir wohl durchschnittlich viel mehr Szenen in der offensive, als kleinere Klubs.
Ja, das wäre zumindest ein Ansatz für deine Annahme.
Untersuchungen gibt es da sicherlich nicht. Aber hätten die großen Klubs nicht das Gefühl, dass es für sie gut ist, hätten sie dem niemals zugestimmt.
Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, wer da wie zugestimmt hat. Dass da die Großkopferten mehr Macht bei den Verbänden haben ist aber sicher so. Als Erklärung für einen möglichen Vorteil für große Klubs ist das aber dann doch eher vage.
MFG
Phil
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Phil, Dienstag, 19.09.2017, 10:25 (vor 3041 Tagen) @ Wallone
Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, wer da wie zugestimmt hat. Dass da die Großkopferten mehr Macht bei den Verbänden haben ist aber sicher so. Als Erklärung für einen möglichen Vorteil für große Klubs ist das aber dann doch eher vage.
Warum vage? Wenn Bayern München und Borussia Dortmund in der DFL gesagt hätten "Wir wollen das nicht", wäre es nicht gekommen. Das sie zustimmen, zeigt mir jedenfalls, dass sie es für sich als gute Sache interpretieren. Dass in den Führungsebenen dieser Fußball-Konzerne Entscheidungen getroffen werden, weil man es ganz allgemeine für gerechter hält, sehe ich nicht.
MFG
Phil
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Wallone, L' Enfer de Westfalenstadion, Dienstag, 19.09.2017, 10:35 (vor 3041 Tagen) @ Phil
Warum vage? Wenn Bayern München und Borussia Dortmund in der DFL gesagt hätten "Wir wollen das nicht", wäre es nicht gekommen. Das sie zustimmen, zeigt mir jedenfalls, dass sie es für sich als gute Sache interpretieren. Dass in den Führungsebenen dieser Fußball-Konzerne Entscheidungen getroffen werden, weil man es ganz allgemeine für gerechter hält, sehe ich nicht.
MFG
Phil
Dass die Bayern und der BVB, das wohl hätten verhindern können, bestreite ich nicht. Und die Annahme, dass sie das zumindest nicht als Nachteil für sich sehen, ist naheliegend. Dass sie das sogar als Vorteil für sich sehen - möglich. Damit ist die Frage, ob und warum sie tatsächlich davon profitieren aber nicht beantwortet. Das meinte ich mit 'vage'.
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Phil, Dienstag, 19.09.2017, 10:38 (vor 3041 Tagen) @ Wallone
Dass die Bayern und der BVB, das wohl hätten verhindern können, bestreite ich nicht. Und die Annahme, dass sie das zumindest nicht als Nachteil für sich sehen, ist naheliegend. Dass sie das sogar als Vorteil für sich sehen - möglich. Damit ist die Frage, ob und warum sie tatsächlich davon profitieren aber nicht beantwortet. Das meinte ich mit 'vage'.
Die Frage habe ich ja weiter oben in meiner Antwort versucht zu beantworten und ich denke, in die Richtung gingen auch die Gedanken z.B. am Rheinlanddamm.
MFG
Phil
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Gutini, Münster, Dienstag, 19.09.2017, 10:02 (vor 3041 Tagen) @ Phil
Der DFB verspricht sich, hier als Vorreiter einer Neuerung in die Geschichtsbücher einzugehen.
Außerdem sehe die Verbände und die DFL in meinen Augen auch, dass der Videobeweis eine gute Sache für die TV-Verwerter ist und man somit mehr Geld dort raushandeln kann.
Zudem stärkt es die großen Klub und damit die "Zugpferde" des heutigen Fußball Geschäfts. Und in einiger Zeit wird es auch der Fußball Nationalmannschaft als großer Nation helfen.
Und ja, ich gestehe gerne zu, dass manch einem es auch schlicht darum geht, dass es gerechter und fairer werden soll.
MFG
Phil
Wenn es weiterhin derart schlecht in der Realität umgesetzt wird, dann geht der DFB bestimmt in die GEschichtsbücher ein ;)
Die TV-Verwerter können dann in der entstehenden Pause Werbung schalten oder wie ist das gemeint?
Die großen Klubs brauchen ja auch dringend eine Stärkung, da wir ja so einen harten, ausgeglichenen Wettbewerb haben. Ich frage mich immer wieder, wie man diese Entwicklung seitens der Verantworltichen gut heißen kann. Da wird mit jedem neuen Instrument immer kräftiger an dem Ast gesägt, auf dem man sitzt.
Ne, dass ist alles nicht mehr so richtig meins.
Danke für Deine Erklärungen.
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Phil, Dienstag, 19.09.2017, 10:03 (vor 3041 Tagen) @ Gutini
Die TV-Verwerter können dann in der entstehenden Pause Werbung schalten oder wie ist das gemeint?
Genau. Zudem ist das am TV einfach eine spannende Sache, ein gutes Zusatzprodukt, welches in den Verhandlungen angeführt werden kann.
Darüber kann man ja nicht streiten: Für den TV-Zuschauer ist das eine schöne Sache!
Die großen Klubs brauchen ja auch dringend eine Stärkung, da wir ja so einen harten, ausgeglichenen Wettbewerb haben. Ich frage mich immer wieder, wie man diese Entwicklung seitens der Verantworltichen gut heißen kann. Da wird mit jedem neuen Instrument immer kräftiger an dem Ast gesägt, auf dem man sitzt.
Weil alle damit einen Haufen Geld verdienen. Deshalb heißen das fast alle gut und befördern es sogar :-)
MFG
Phil
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uwelito, Wambel forever, Dienstag, 19.09.2017, 06:40 (vor 3041 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Ich bringe mal einen Erfahrungswert ein, aus der olympischen Sportart Taekwondo, wo ich als internationaler Kampfrichter und auch in einer Funktion als Board Member der Kampfrichterkommission des Weltverbands World Taekwondo erst an der Entwicklung des s.g. Video Replays mitgewirkt und dann die Einführung aktiv begleitet habe.
Das System ist auch nach mehreren Jahren alles andere als perfekt. Es gibt aber zwei Aspekte die für mich entscheidend sind und bei allen Defiziten absolut für diese Methode sprechen. Und die sind für mich fast 1:1 auf den Fussball übertragbar:
1. Der Kampfrichter (Schiedsrichter) wird von einem enormen Druck befreit. Klare Fehlentscheidungen können in der Regel vermieden werden. Dafür sind die meisten dankbar.
2. Sportler und Trainer werden kaum noch mit dem Ohnmachtsgefühl der Ungerechtigkeit konfrontiert. Und das ist für mich der wichtigste Aspekt. Gerade im Wettkampfsport hat der Sportler das Recht auf faire Entscheidungen und dieses sollte über allem anderen stehen. Wer sich als Aktiver im Wettkampfsport schon mal beschissen gefühlt hat, weiß was ich meine.
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stfn84, Köln, Dienstag, 19.09.2017, 16:12 (vor 3041 Tagen) @ uwelito
Die Frage die ich mir diesbezüglich stelle:
Kann man die Sportarten miteinander vergleichen?
Von Taekwondo habe ich wirklich 0 Ahnung.
Ist es ein ähnlich statischer Sport wie American Football, bei dem man auch einfach die Uhr zurückdrehen kann um die "Ausgangssituation" wieder herzustellen?
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uwelito, Wambel forever, Dienstag, 19.09.2017, 16:47 (vor 3041 Tagen) @ stfn84
Die Frage die ich mir diesbezüglich stelle:
Kann man die Sportarten miteinander vergleichen?
Von Taekwondo habe ich wirklich 0 Ahnung.
Ist es ein ähnlich statischer Sport wie American Football, bei dem man auch einfach die Uhr zurückdrehen kann um die "Ausgangssituation" wieder herzustellen?
Fusball ist ein Mannschafts- und Ballspielsport. Taekwondo ist ein Kampfsport. Das sind natürlich strukturell vollkommen unterschiedliche Sportarten. Allerdings sind Interessen, Pflichten, Ansprüche und Probleme hinsichtlich der von mir im Ausgangspost genannten Akteure durchaus vergleichbar und in den meisten Fällen sicher auch grundsätzlich ähnlich gelagert. Im Fussball kommen sicherlich noch die ganz wichtigen Blickwinkel der Zuschauer/ Fans hinzu, die sehr unterschiedlich sind, wie man hier ja in der Diskussion sieht und die aus meiner Sicht auch alle legitim sind.
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stfn84, Köln, Dienstag, 19.09.2017, 20:34 (vor 3041 Tagen) @ uwelito
Im Taekwondo wird man ja im Zweifel die ganze Angriffssequenz "neu starten" können, oder?
Im Interesse jedes Sportlers sollte es natürlich sein, dass man nicht durch Externe klar benachteiligt wird.
Dennoch kommt es m.E. in erster Linie auf die Umsetzbarkeit im jeweiligen Sport an. Da das Fußballspiel sehr viel weniger statisch ist, als beispielsweise American Football, sehe ich die Möglichkeit des Einsatzes beim Fußball als eingeschränkter an.
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uwelito, Wambel forever, Mittwoch, 20.09.2017, 13:07 (vor 3040 Tagen) @ stfn84
Im Taekwondo wird man ja im Zweifel die ganze Angriffssequenz "neu starten" können, oder?
Im Interesse jedes Sportlers sollte es natürlich sein, dass man nicht durch Externe klar benachteiligt wird.
Dennoch kommt es m.E. in erster Linie auf die Umsetzbarkeit im jeweiligen Sport an. Da das Fußballspiel sehr viel weniger statisch ist, als beispielsweise American Football, sehe ich die Möglichkeit des Einsatzes beim Fußball als eingeschränkter an.
Jetzt verstehe ich, worauf Du hinaus willst. Das Ganze ist um TKD relativ gut umsetzbar, da im Grunde Sequenzen von Aktionen immer wieder von neuem beginnen. Schwachstellen gibt es dennoch zu Hauf in der Umsetzung einer im Grunde guten Idee. Dass man da nicht optimiert liegt an internen Interessenlagen, Machtstrukturen und teilweise einfach auch an der fehlenden Fähigkeit zu strukturiertem und konzeptionellem Denken der Verantwortlichen. Vereinsmeierei auf internationalem Niveau, wenn man so will. Die Einführung des Video Replays im Taekwondo ist als Gegenreaktion auf teilweise korrupte Strukturen der Verbände und systematische Versuche Wettkampfergebnisse zu manipulieren zurückzuführen. Man hatte irgendwann die Schnauze voll. Eine jahrzehntelange Tradition, die zwar nicht komplett ausgerottet ist, aber auf Grund des Video Replays viel weniger Aktionsspielraum hat. Aber noch mal, mir ging es es gar nicht um technische Aspekte, sondern im Grunde um zwei zentrale Interessengruppen hinsichtlich der Thematik: den Schiedsrichtern und den Sportlern, die natürlich auch im Fussball (aus meiner Sicht) die zentralen Akteure sein sollten. Dieser Hinweis sollte in der hiesigen Diskussion klar machen, dass wir natürlich als Zuschauer und Fans legitim unsere Meinungen und Ansprüche vertreten dürfen und sollen. Dabei aber eben nicht vergessen dürfen, dass dieses Recht auch auf Seiten von Trainern und Spielern zumindest genauso gegeben sein muss. Und wir sollten am besten diese Sichtweisen mit in unsere Beurteilung einbeziehen.
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schweizer666, Schweiz, Dienstag, 19.09.2017, 00:23 (vor 3041 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
bearbeitet von schweizer666, Dienstag, 19.09.2017, 00:32
Für mich steht eigentlich fest, ohne VAR würd ich keine Bundesliga mehr schauen, dieses ewige aufregen über eklatante Fehlentscheidungen ist nicht gut für die Gesundheit auf Dauer. Ich schau deswegen schon keine CL mehr, es geht mir einfach nur noch auf den Sack dass es praktisch kein Spiel mehr gibt ohne Fehlentscheidung, die sehr wohl oft spielentscheidend sein mag.
Es gibt aber noch viel Verbesserungspotential, aber ich hab einfach keine Lust für etwas Geld auszugeben um dann von einem Zahnarzt, Polizist oder Lehrer beschissen zu werden. Das geht auch ausserhalb vom Fussballfeld ^^
Heutzutage kannst ja ohne VAR schon beinahe eine Münze werfen, dir die 90 Min sparen und stattdessen einen Trinken gehen. Wer hat heut das Glück dass nicht gegen ihn gepfiffen wird? Also ich find das Grundprinzip vom VAR gut, weil die Schiedsrichter einfach nur noch überfordert sind auf dem Niveau und der Spielgeschwindigkeit. Dazu kommt, dass die Spieler selber auch unfair sind und sich mit Schwalben oder sonstiger Schauspielerei gekonnt in Szene setzen um Spielentscheidende Situationen zu erschwindeln.
Die Zuschauer im Stadion sollten das aber besser erklärt bekommen, meinetwegen wie bei Football mit Schiedsrichtermikrofon kurz und die Szene übern Bildschirm. In paar Jahren wird dann überhaupt keiner mehr wissen wie es mal ohne war, ich kenne das vom Eishockey da regt sich überhaupt niemand mehr über den VAR auf, es gehört einfach dazu bei strittigen Szenen. Es geht zu viel in dem Sport unterdessen, und zumindest ich hab keine Lust mehr mich noch länger verarschen zu lassen in der Hinsicht. Das ist meine Meinung dazu. Man muss es aber noch besser ausarbeiten, die Umsetzung ist bisher nicht so geglückt.
Der Videoschiedsrichter ist gut fürs Fernsehen
laverda, Dortmund-Sölde, Montag, 18.09.2017, 20:59 (vor 3041 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Sie können ihrer Berichterstattung ein neues Spannungselement hinzufügen. Und deshalb wird auch nicht wieder abgeschafft.
Neu auf schwatzgelb.de: Emotion vs. Gerechtigkeit - der Videoschiedsrichter in der Diskussion
mulcohol, Montag, 18.09.2017, 19:00 (vor 3042 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Nicht erst seit dem gestrigen Spiel gegen Köln ist der Videobeweis in der Diskussion. Auch innerhalb unserer Redaktion gibt es verschiedene Meinungen.
Zum Artikel ...
Die ganze Diskussion widerlegt jedenfalls die Meinung, die oft vor der Saison vertreten wurde, dass es mit Videoschiedsrichter nichts mehr zu diskutieren gibt.
Die Diskussionen verlagern sich jetzt halt nur hin zu den Leuten an den Kontrollbildschirmen. Sind das eigentlich unter anderem die Strategen, die aus Altersgründen keine Spiele mehr (ver-)pfeiffen, aber nun weiterhin als "Schreibtischtäter" ihr Unwesen treiben können.
Nach dem Supercup habe ich scherzhaft gemeint, ist ja doch alles wie immer. Alle 50:50-Entscheidungen sind pro Bayern und Vidal hat Narrenfreiheit.
Zu einem Punkt im Artikel kann man auch anderer Meinung sein. Es waren nicht alle VAR-Entscheidungen pro BVB. Warum gibt's in Freiburg gegen Ende den Elfer nicht? Kann ja mal weglassen, wenn's nicht in die Argumentationskette passt.
Auch hier mal kurz
Rolf, Monday, 18.09.2017, 18:57 (vor 3042 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Einfach mal ganz nüchtern betrachtet.
Wir hätten uns aufgeregt wie Bolle. Die schwarze Sau. Die Gemüter hätte man aber ganz gut in der Halbzeitpause beruhigen können. Wir reden nicht über spielentscheidene Szenen.
Das ist aber auch nicht Kern dieser Diskussion. Der liegt an anderer Stelle.
Wir dürfen aus der Tatsachenentscheidung keine Nicht-Tatsachenentscheidung machen. Für keinen Preis der Welt.
An dieser Schwäche wird der VAR für immer leiden. Er lässt Krüppel in seinen eigenen Reihen zurück. Verkrüppelt durch einen Videobeweis, den ein Mensch auf dem Platz nicht sehen kann.
Das ist genau das, was mich an diesem VAR so stört. Er begreift die Seele, das Spiel und die Menschen nicht.
Wer Fußball in Perfektion sehen will, der soll an die PS4 gehen. Wir sind auch ganz gut klargekommen, als es diesen Wahnsinn noch nicht gab.
Auch hier mal kurz
Rolf, Dienstag, 19.09.2017, 09:32 (vor 3041 Tagen) @ Rolf
Wir diskutieren jetzt nur so Intensiv über das Thema VAR, da es neu ist. Es gibt eben Situationen, wie diese nun, die geregelt werden müssen.
Bei Einführung der Linienrichter war das sicher ebenfalls mal so. Welche Rechte und Pflichten hat der? Und dennoch wurde vor ein paar Jahren auch schon mal diskutiert, als ein Assistent die Fahne hob, aber der Schiedsrichter nicht pfiff bei einem vermeintlichen Abseits.
Der VAR hat uns aber bereits Elfmeter beschert und eine rote Karte verursacht, über die wir ebenso lange diskutiert hätten, wie jetzt über den VAR. Nur vielleicht würden wir über ein Unentschieden mehr reden und die Stimmung im ganzen Verein wäre eine andere, als jetzt als Tabellenführer.
Und das nicht gegebene Tor für uns gegen Tottenham kann in der CL noch eine riesige Belastung sein. Mit VAR steht es 2:2. Wer weiß, ob dann noch das 3:2 überhaupt fällt.
Tut leid. Ich diskutiere nun lieber über die Feinabstimmung des VAR, als über das Ausscheiden aus der CL nach einem 1:0 Heimsieg gegen Tottenham in ein paar Wochen, wegen eines nicht gegebenen Tores in London.
Auch hier mal kurz
Phil, Dienstag, 19.09.2017, 09:36 (vor 3041 Tagen) @ Jahwio
Tut leid. Ich diskutiere nun lieber über die Feinabstimmung des VAR, als über das Ausscheiden aus der CL nach einem 1:0 Heimsieg gegen Tottenham in ein paar Wochen, wegen eines nicht gegebenen Tores in London.
Wäre denn das 2:2 in London von uns im Rahmen der VAR Regularien als Tor gegeben worden?
Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung :-)
MFG
Phil
Auch hier mal kurz
Rolf, Dienstag, 19.09.2017, 13:11 (vor 3041 Tagen) @ Phil
Anweisung an die Schiedsrichter muss ja nun, als Konsequenz von Köln sein, dass Situationen erstmal ausgespielt werden, ehe gepfiffen wird.
Funktioniert beim Abseits doch auch, dass der Linienrichter erst die Fahne hebt, wenn der Angreifer wirklich zum Ball geht oder diesen berührt.
Wenn der Schiedsrichter nach Fahnenhebung 5 Sekunden wartet, ehe er pfeift, wären beide Tore regulär gewesen. Wenn es einen VAR in London gegeben hätte.
Auch hier mal kurz
Rolf, Dienstag, 19.09.2017, 10:01 (vor 3041 Tagen) @ Phil
denn das 2:2 in London von uns im Rahmen der VAR Regularien als Tor gegeben worden?
Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung :-)MFG
Phil
Ich denke nicht, da der Schiri das Spiel unterbrochen hat, bevor Auba an den Ball kam... Ich denke, in London hätte uns ein VAR eher weniger geholfen (Stichwort 1:1, aber das wurde ja schon hinlänglich diskutiert...;-))
Gehts nicht noch ne Spur dramatischer?
Rolf, Dienstag, 19.09.2017, 08:12 (vor 3041 Tagen) @ Rolf
Zum einen:
rede nicht von "wir", wenn du dich meinst.
Zum zweiten:
"Seele"? Pah! Die Seele des Fussballs wurde nicht kaputt gemacht als man beschlossen hat, dass Spieler ein- und ausgewechselt werden können.
Die Seele des Fussballs wurde nicht kaputt gemacht als man gelbe und rote Karten eingeführt hat.
Die Seele des Fussballs wurde nicht kaputt gemacht als man beschlossen hatte, dass der Ball vom Torwart nicht in die Hand genommen werden darf, wenn er vom Mitspieler angespielt wird.
Die Seele des Fussballs wurde nicht kaputt gemacht als der 4. Offizielle und die beiden Tor-Schiedsrichter eingeführt wurden.
Und die Seele des Fussballs (die nebenbei bemerkt gar nicht existiert oder jemals existierte - hört sich aber wunderbar pathetisch an...) wird auch mit dem VAR nicht kaputt gemacht.
Der Sport hat sich immer verändert und tut das auch weiterhin. Er entwickelt sich weiter. Das einzige, was dem Sport wirklich schadet, ist dieses ewige Gejammere und Gemeckere und abgegriffene: "früher war alles besser!"
Was ist am Sonntag passiert? Da fiel ein Tor in der Nachspielzeit der 1. Halbzeit. Der aufkeimende Jubel wurde aber sofort erstickt als klar wurde, dass der Schiri die Szene abgepfiffen hat. Ein nicht gegebenes Tor. Ok. Und dann wurde das Tor nun doch verzögert gegeben und man darf sich freuen. Alles bestens! Wie kann man da schlechte Laune bekommen? Wäre es besser gewesen, nach dem Spiel zuhause in der Zusammenfassung feststellen zu müssen, dass das Tor eigentlich doch regulär gewesen wäre und zu Unrecht abgepfiffen wurde? Echt jetzt?
Gehts nicht noch ne Spur dramatischer?
Flo_aus_Do, Dortmund, Dienstag, 19.09.2017, 08:27 (vor 3041 Tagen) @ Djerun
Zum einen:
rede nicht von "wir", wenn du dich meinst.
Zum zweiten:
"Seele"? Pah! Die Seele des Fussballs wurde nicht kaputt gemacht als man beschlossen hat, dass Spieler ein- und ausgewechselt werden können.
Die Seele des Fussballs wurde nicht kaputt gemacht als man gelbe und rote Karten eingeführt hat.
Die Seele des Fussballs wurde nicht kaputt gemacht als man beschlossen hatte, dass der Ball vom Torwart nicht in die Hand genommen werden darf, wenn er vom Mitspieler angespielt wird.
Die Seele des Fussballs wurde nicht kaputt gemacht als der 4. Offizielle und die beiden Tor-Schiedsrichter eingeführt wurden.
Und die Seele des Fussballs (die nebenbei bemerkt gar nicht existiert oder jemals existierte - hört sich aber wunderbar pathetisch an...) wird auch mit dem VAR nicht kaputt gemacht.
Der Sport hat sich immer verändert und tut das auch weiterhin. Er entwickelt sich weiter. Das einzige, was dem Sport wirklich schadet, ist dieses ewige Gejammere und Gemeckere und abgegriffene: "früher war alles besser!"Was ist am Sonntag passiert? Da fiel ein Tor in der Nachspielzeit der 1. Halbzeit. Der aufkeimende Jubel wurde aber sofort erstickt als klar wurde, dass der Schiri die Szene abgepfiffen hat. Ein nicht gegebenes Tor. Ok. Und dann wurde das Tor nun doch verzögert gegeben und man darf sich freuen. Alles bestens! Wie kann man da schlechte Laune bekommen? Wäre es besser gewesen, nach dem Spiel zuhause in der Zusammenfassung feststellen zu müssen, dass das Tor eigentlich doch regulär gewesen wäre und zu Unrecht abgepfiffen wurde? Echt jetzt?
Darf ich fragen, ob du das Spiel im Stadion verfolgt hast?
Gehts nicht noch ne Spur dramatischer?
Flo_aus_Do, Dienstag, 19.09.2017, 08:48 (vor 3041 Tagen) @ Flo_aus_Do
Ja.
Gehts nicht noch ne Spur dramatischer?
Flo_aus_Do, Dortmund, Dienstag, 19.09.2017, 08:52 (vor 3041 Tagen) @ Djerun
Ja.
Krass. Aber gut! Letztendlich gibt es dann einfach verschiedene Art und Weisen, wie man mit solch einer Situation umgeht. Für mich persönlich ist das auch nichts. Es ist für mich absolut nicht vergleichbar in genau der Situation zu jubeln, wenn das Tor gerade gefallen ist im Vergleich zum Jubel, der erst fünf Minuten später erfolgen darf. Daran wird man sich gewöhnen müssen, dass es Menschen gibt, die sehr gut damit leben können - so wie du - und das es Menschen gibt, denen dadurch etwas "genommen" wird.
Gehts nicht noch ne Spur dramatischer?
Flo_aus_Do, Dienstag, 19.09.2017, 09:09 (vor 3041 Tagen) @ Flo_aus_Do
Naja, aber in der speziellen Situation am Sonntag wurde dir durch den VAR doch nichts genommen! Der Schiri im Spiel hat dir zunächst mal etwas "genommen", indem er auf foul entschieden und damit das Tor quasi aberkannt hat. Der VAR hat dir danach wieder etwas gegeben. Klar kann man den Torjubel dann nicht vergleichen mit einem "in Echt-Zeit" erzielten Treffer. Aber den hat es ja sowieso nicht gegeben...
Ich habe niemanden - wirklich niemanden! - nach dem Spiel getroffen, der mir gesagt hat:
"Och, mir wärs lieber gewesen, der Treffer zum 2:0 hätte nicht gezählt."
Der Schiedsrichter hat einen Fehler begangen, nicht der VAR...
Und ich kann das auch immer nur wieder betonen:
Nach 4(!) Spieltagen die grundsätzliche Eignung des VAR abzulehnen und dieser Einrichtung nicht die notwendige Bewährungszeit in der Praxis zuzugestehen, ist extrem unfair. Hier müssen sich Dinge noch finden und es gilt sicherlich noch, das eine oder andere (Stichwort: Kommunikation) zu verbessern. Doch insgesamt wird der Fussball fairer und das ist mir persönlich wichtiger als dieses ganze "Seelen" und Nostalgie-Gequatsche...
Gehts nicht noch ne Spur dramatischer?
Blarry, Essen, Dienstag, 19.09.2017, 09:53 (vor 3041 Tagen) @ Djerun
Der initiale Torjubel ist doch sowieso erstmal da, ganz unabhängig ob der VAR eingreift oder nicht. Was sich ändert ist der Ablauf: aus
Tor - jubeln - Schiri pfeift ab - pöbeln - sauer sein - nach Hause fahren - feststellen, dass das Tor korrekt war - erst recht sauer sein
wurde
Tor - jubeln - Schiri pfeift ab - pöbeln - gespanntes Abwarten was Sache ist - Tor wird gegeben - abklatschen.
Gehts nicht noch ne Spur dramatischer?
Gutini, Münster, Dienstag, 19.09.2017, 10:07 (vor 3041 Tagen) @ Blarry
Dann hätte es kein Malaga gegeben. Und das zählt doch sicherlich zu den beklopptesten Spielen der Neuzeit.
Gehts nicht noch ne Spur dramatischer?
Gutini, Dienstag, 19.09.2017, 10:21 (vor 3041 Tagen) @ Gutini
Dann hätte es kein Malaga gegeben. Und das zählt doch sicherlich zu den beklopptesten Spielen der Neuzeit.
Joa, dann hätte es wohl das 1:2 von Malaga nicht gegeben, weil Abseits usw. Im schlimmsten Fall hätte jetzt Malaga was zu feiern gehabt mit einem historischen Weiterkommen. Blöd für uns, aber sicherlich gerechter...
Gehts nicht noch ne Spur dramatischer?
Fika, Dortmund, Dienstag, 19.09.2017, 11:38 (vor 3041 Tagen) @ Djerun
Und die blauen hätten damals bei uns nicht noch den Sieg verspielt und wären Meister geworden.
Blöd für uns aber sicherlich gerechter...
Merkste selbst ne?
Gehts nicht noch ne Spur dramatischer?
Fika, Dienstag, 19.09.2017, 12:06 (vor 3041 Tagen) @ Fika
naja, und?
Wenn es gerechter gewesen wäre, dann ist doch alles gut!
Ich gehöre nicht zu den Ideologen, die Ungerechtigkeit besser finden als eine Meisterschaft der Blauen...
Gehts nicht noch ne Spur dramatischer?
Phil, Dienstag, 19.09.2017, 09:58 (vor 3041 Tagen) @ Blarry
Oder früher halt "schweiß abwischen" und sagen "Puh, war zwar irregulär, aber trotzdem schön, dass es gegolten hat :-)"
MFG
Phil
Gehts nicht noch ne Spur dramatischer?
Peter_Tirol, Vomp, Dienstag, 19.09.2017, 10:19 (vor 3041 Tagen) @ Phil
Fehlentscheidungen sind also spannungsrelevant essentiell, solange zu Gunsten des BVB gefällt werden? ;-)
Gehts nicht noch ne Spur dramatischer?
Johannes, Emsdetten, Dienstag, 19.09.2017, 10:29 (vor 3041 Tagen) @ Peter_Tirol
Fehlentscheidungen sind also spannungsrelevant essentiell, solange zu Gunsten des BVB gefällt werden? ;-)
Das steht doch so in den Regeln, oder ?
Gehts nicht noch ne Spur dramatischer?
Phil, Dienstag, 19.09.2017, 10:27 (vor 3041 Tagen) @ Peter_Tirol
Fehlentscheidungen sind also spannungsrelevant essentiell, solange zu Gunsten des BVB gefällt werden? ;-)
Habe ich das gesagt? Ich habe 35 Jahre lang mit beidem leben können und war in der Lage beides zu akzeptieren, im vollen Wissen darum, dass es mal so und mal so ausgeht. Beides gehörte dazu.
Zu den großen Wehklagern, dass man massiv benachteiligt worden sei in Spiel xy, habe ich nie wirklich gehört. Dafür bin ich viel zu rückwärtsgewandt und beschäftige mich viel zu sehr mit der Fußballhistorie und der BVB-Historie im speziellen :-)
Aber meine Aussage oben gehört schon auch dazu, wenn man aufzählt, wie es nun ist und wie es mal war.
MFG
Phil
Gehts nicht noch ne Spur dramatischer?
Peter_Tirol, Dienstag, 19.09.2017, 10:23 (vor 3041 Tagen) @ Peter_Tirol
So funktioniert Fussball-Romantik nunmal...
Man muss berücksichtigen:
freut man sich nicht, dann freut sich der Gegner - es bleibt am Ende also alles innerhlab der Familie, nur vielleicht auf unterschiedlichen Seiten...
Gehts nicht noch ne Spur dramatischer?
Flo_aus_Do, Dortmund, Dienstag, 19.09.2017, 09:22 (vor 3041 Tagen) @ Djerun
Naja, aber in der speziellen Situation am Sonntag wurde dir durch den VAR doch nichts genommen! Der Schiri im Spiel hat dir zunächst mal etwas "genommen", indem er auf foul entschieden und damit das Tor quasi aberkannt hat. Der VAR hat dir danach wieder etwas gegeben. Klar kann man den Torjubel dann nicht vergleichen mit einem "in Echt-Zeit" erzielten Treffer. Aber den hat es ja sowieso nicht gegeben...
Ich habe niemanden - wirklich niemanden! - nach dem Spiel getroffen, der mir gesagt hat:
"Och, mir wärs lieber gewesen, der Treffer zum 2:0 hätte nicht gezählt."
Der Schiedsrichter hat einen Fehler begangen, nicht der VAR...Und ich kann das auch immer nur wieder betonen:
Nach 4(!) Spieltagen die grundsätzliche Eignung des VAR abzulehnen und dieser Einrichtung nicht die notwendige Bewährungszeit in der Praxis zuzugestehen, ist extrem unfair. Hier müssen sich Dinge noch finden und es gilt sicherlich noch, das eine oder andere (Stichwort: Kommunikation) zu verbessern. Doch insgesamt wird der Fussball fairer und das ist mir persönlich wichtiger als dieses ganze "Seelen" und Nostalgie-Gequatsche...
Da stimme ich zu! Diese Bewährungszeit muss es geben, damit sich das gesamte System einspielen kann.
Nun - letztendlich ist es meiner Meinung nach aber egal, ob jemandem in dieser Situation etwas "genommen" wurde oder nicht - es fühlte sich einfach anders an. Mir ging es so und auch ganz vielen anderen im Block - was unter anderem auch aufgrund der anschließenden Reaktion zu erkennen war. Ob man das nun mit pathetischen Worten untermauert oder nicht sei hier einfach mal dahingestellt.
Ich bin davon ab sehr darauf gespannt, wie die Reaktionen bei einem nachträglich anerkannten Tor in der 93. Minute ausfallen bzw. wie die Wutstürme losbrechen, wenn das wichtige 2:1 doch wieder aberkannt wird. Da werden dann sicherlich ein paar mehr Emotionen zu sehen sein als bei diesem (im Vergleich) eher "undramatischen" 2:0.
Gehts nicht noch ne Spur dramatischer?
Flo_aus_Do, Dienstag, 19.09.2017, 09:35 (vor 3041 Tagen) @ Flo_aus_Do
Ich bin davon ab sehr darauf gespannt, wie die Reaktionen bei einem nachträglich anerkannten Tor in der 93. Minute ausfallen bzw. wie die Wutstürme losbrechen, wenn das wichtige 2:1 doch wieder aberkannt wird. Da werden dann sicherlich ein paar mehr Emotionen zu sehen sein als bei diesem (im Vergleich) eher "undramatischen" 2:0.
Ja klar. Und die Entscheidung sollte dann aber auch wirklich wasserdicht sein! Nur: wenn diese Entscheidung korrekt ist, dann muss man die genauso akzeptieren als wenn der Schiri sie ohne die Existenz des VAR (also ganz konservativ) getroffen hätte. Nur eines ist für mich auch klar: die Hemmung des Schiris (und da kann man mir sagen, was man will: die existiert auf jeden Fall), eine spielkritische Entscheidung in der 93. Minute zu treffen, wird durch den VAR abgeschwächt. Dann konzentriert sich m.M. nach die "Wut" zunächst einmal eher auf den (unerreichbaren und damit anonymen) VAR, was den Schiri eher schützt und vielleicht sogar stärkt in der Entscheidungsfindung...
Gehts nicht noch ne Spur dramatischer?
Phil, Dienstag, 19.09.2017, 09:38 (vor 3041 Tagen) @ Djerun
Nur eines ist für mich auch klar: die Hemmung des Schiris (und da kann man mir sagen, was man will: die existiert auf jeden Fall), eine spielkritische Entscheidung in der 93. Minute zu treffen, wird durch den VAR abgeschwächt. Dann konzentriert sich m.M. nach die "Wut" zunächst einmal eher auf den (unerreichbaren und damit anonymen) VAR, was den Schiri eher schützt und vielleicht sogar stärkt in der Entscheidungsfindung...
Er wird einfach gar nicht mehr entscheiden. Ob ihn das stärkt sei mal dahingestellt, aber entlastet wird er dadurch dann natürlich.
Jeder Schiri, der stand heute in der 90. Minuten eine Torchance abpfeift, ist doch eigentlich dumm.
MFG
Phil
Gehts nicht noch ne Spur dramatischer?
Phil, Dienstag, 19.09.2017, 09:30 (vor 3041 Tagen) @ Flo_aus_Do
Es ist halt vielleicht schon so, dass Menschen die in ein Stadion gehen, da offenbar eher skeptischer sind, als jene, die es nicht tun.
So jedenfalls habe ich das bisher wahrgenommen. Habe aber auch keine belastbaren Umfragen, die das untermauern würden.
Aber natürlich ist das im Stadion irgendwie unschöner, während es am TV Gerät ja ein ganz unterhaltsames "Gimmick" sein kann...
MFG
Phil
Gehts nicht noch ne Spur dramatischer?
Flo_aus_Do, Dortmund, Dienstag, 19.09.2017, 09:46 (vor 3041 Tagen) @ Phil
Es ist halt vielleicht schon so, dass Menschen die in ein Stadion gehen, da offenbar eher skeptischer sind, als jene, die es nicht tun.
So jedenfalls habe ich das bisher wahrgenommen. Habe aber auch keine belastbaren Umfragen, die das untermauern würden.
> Aber natürlich ist das im Stadion irgendwie unschöner, während es am TV Gerät ja ein ganz unterhaltsames "Gimmick" sein kann...
MFG
Phil
Ja, das ist es. Am heimischen Empfangsgerät wird es direkt aufgeklärt. Kurzer Austausch mit dem Nebenmann - alles richtig entschieden. Alles tutti! Im Stadion wusste doch keiner so richtig, was los ist. Plötzllich die Anzeige "Video Assist", dann die Welle, dann der Pfiff, Jubel. Ich glaube, dass sich diese Verwirrtheit nach einer solchen Aktion niemals abstellen lässt (, da wir ja auch nicht die Live-Bilder auf die Leinwand bekommen werden). Die Infos werden dann tröpfchenweise von den Menschen weitergeleitet, die direkt ihr Smartphone konsultieren. Aber damit werden wir zukünftig einfach leben müssen, denke ich.
Gehts nicht noch ne Spur dramatischer?
Ulrich, Dienstag, 19.09.2017, 09:55 (vor 3041 Tagen) @ Flo_aus_Do
Ja, das ist es. Am heimischen Empfangsgerät wird es direkt aufgeklärt. Kurzer Austausch mit dem Nebenmann - alles richtig entschieden. Alles tutti! Im Stadion wusste doch keiner so richtig, was los ist. Plötzllich die Anzeige "Video Assist", dann die Welle, dann der Pfiff, Jubel. Ich glaube, dass sich diese Verwirrtheit nach einer solchen Aktion niemals abstellen lässt (, da wir ja auch nicht die Live-Bilder auf die Leinwand bekommen werden). Die Infos werden dann tröpfchenweise von den Menschen weitergeleitet, die direkt ihr Smartphone konsultieren. Aber damit werden wir zukünftig einfach leben müssen, denke ich.
Aber das war doch auch schon ohne Video-Schiedsrichter so. Bei knappen Abseitspositionen beispielsweise hat doch der allergrößte Teil der Zuschauer auf Grund der ungünstigen Position nicht einmal die Chance zu beurteilen ob die Entscheidung richtig oder falsch war. Und bei manchen gelben Karten oder Platzverweisen hat man auch schon früher gerätselt was wohl passiert ist. Selbst die Rücknahme eines Platzverweises hat es schon gegeben, beim Spiel BVB gegen Hertha. Welcher Spieler betroffen war weiß ich nicht, aber Schiedsrichter war damals Babak Rafati. Im Nachhinein meine ich dass der Schiedsrichter wohl irgend etwas falsch verstanden und als Beleidigung interpretiert hatte. Dann hat sich das ganze wohl aufgeklärt, die Karte wurde zurück genommen. Hätte wohl bei weitem nicht jeder Schiedsrichter gemacht.
Gehts nicht noch ne Spur dramatischer?
Flo_aus_Do, Dortmund, Dienstag, 19.09.2017, 10:05 (vor 3041 Tagen) @ Ulrich
Ja, das ist es. Am heimischen Empfangsgerät wird es direkt aufgeklärt. Kurzer Austausch mit dem Nebenmann - alles richtig entschieden. Alles tutti! Im Stadion wusste doch keiner so richtig, was los ist. Plötzllich die Anzeige "Video Assist", dann die Welle, dann der Pfiff, Jubel. Ich glaube, dass sich diese Verwirrtheit nach einer solchen Aktion niemals abstellen lässt (, da wir ja auch nicht die Live-Bilder auf die Leinwand bekommen werden). Die Infos werden dann tröpfchenweise von den Menschen weitergeleitet, die direkt ihr Smartphone konsultieren. Aber damit werden wir zukünftig einfach leben müssen, denke ich.
Aber das war doch auch schon ohne Video-Schiedsrichter so. Bei knappen Abseitspositionen beispielsweise hat doch der allergrößte Teil der Zuschauer auf Grund der ungünstigen Position nicht einmal die Chance zu beurteilen ob die Entscheidung richtig oder falsch war. Und bei manchen gelben Karten oder Platzverweisen hat man auch schon früher gerätselt was wohl passiert ist. Selbst die Rücknahme eines Platzverweises hat es schon gegeben, beim Spiel BVB gegen Hertha. Welcher Spieler betroffen war weiß ich nicht, aber Schiedsrichter war damals Babak Rafati. Im Nachhinein meine ich dass der Schiedsrichter wohl irgend etwas falsch verstanden und als Beleidigung interpretiert hatte. Dann hat sich das ganze wohl aufgeklärt, die Karte wurde zurück genommen. Hätte wohl bei weitem nicht jeder Schiedsrichter gemacht.
Guter Punkt! Das war früher bei vielen Situationen auch der Fall, stimmt!
Das Gefühl am Sonntag war nur einfach ein anderes. Erklären kann ich es nicht wirklich. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass vor dem VAR zumindest ein kleiner Teil gesehen hat, was Sache war, jetzt hat kein Zuschauer mehr Einblicke (außer diejenigen, die direkt Sky go anwerfen ;-) ).
Ich denke, dass sich das Gefühl im Laufe der Saison auch noch abschwächen wird - man wird sich daran gewöhnen und im Endeffekt bei strittigen Situationen ohnehin darauf warten, dass die Anzeige "Video Assist" erscheint.
Gehts nicht noch ne Spur dramatischer?
Phil, Dienstag, 19.09.2017, 10:09 (vor 3041 Tagen) @ Flo_aus_Do
Bis zu dieser Saison war halt klar "Der Mann da unten entscheidet" und wenn er entschieden hat, ist die Sache unumstößlich so. Und ich jedenfalls war mir immer bewusst, dass Schiedsrichter Menschen sind und somit auch Fehler machen können und das manches eben nur in der Superzeitlupe zu erkennen wäre. Aber die Regeln kannte jeder und die Entscheidungsprozesse auch. Da gab es null Unklarheit.
Jetzt hat man die Superzeitlupe. Bei einigen Fällen jedenfalls. Das hat man halbwegs zu regeln versucht, in welchen Fällen, aber so richtig klar ist vielen glaube ich nicht, wie genau das nun abläuft.
Und daher rührt wohl auch viel Verwirrung. Ich jedenfalls kann dir nicht sagen, wann der VAR nun entscheidet / entscheiden darf, und wann doch.
Wir haben das ja hier gestern anhand des London Spiels diskutiert. Geben die Regeln her, dass er beim 1:1 eingegriffen hätte? Geben die Regeln her, dass er beim nicht gegeben 2:2 eingegriffen hätte? Ja oder nein? Und wenn, warum? :-)
Ich habe da bisher hier und anderswo differente Informationen gelesen, und das ist doch wirklich unschön.
MFG
Phil
Gehts nicht noch ne Spur dramatischer?
Phil, Dienstag, 19.09.2017, 09:12 (vor 3041 Tagen) @ Djerun
Nach 4(!) Spieltagen die grundsätzliche Eignung des VAR abzulehnen und dieser Einrichtung nicht die notwendige Bewährungszeit in der Praxis zuzugestehen, ist extrem unfair. Hier müssen sich Dinge noch finden und es gilt sicherlich noch, das eine oder andere (Stichwort: Kommunikation) zu verbessern. Doch insgesamt wird der Fussball fairer und das ist mir persönlich wichtiger als dieses ganze "Seelen" und Nostalgie-Gequatsche...
Ich finde es aber weiterhin komisch, wie offenbar schlecht vorbereitet man das ganze in den Vollbetrieb geschmissen hat.
Technisch und auch qua klaren Regeln / Verfahrensweisen.
Aber gut, so war es offenbar gewollt und nun ist es da. Und wird sich dann über die Monate und Jahre halt irgendwie einspielen. Ich glaube in 3-4 Jahren gibt es einen Oberschiedsrichter der irgendwo in einem Raum sitzt und die Dinge auf dem Feld entscheidet. Und zwar auch rückwirkend/mit Verzug.
MFG
phil
Gehts nicht noch ne Spur dramatischer?
Flo_aus_Do, Dienstag, 19.09.2017, 09:25 (vor 3041 Tagen) @ Phil
Aber gut, so war es offenbar gewollt und nun ist es da. Und wird sich dann über die Monate und Jahre halt irgendwie einspielen. Ich glaube in 3-4 Jahren gibt es einen Oberschiedsrichter der irgendwo in einem Raum sitzt und die Dinge auf dem Feld entscheidet. Und zwar auch rückwirkend/mit Verzug.
...und entstehende Pausen für Werbezwecke genutzt werden...
Wenn das dein Zukunftsszenario ist, dann kann ich verstehen, dass du heute dem VAR skeptisch gegenüberstehst! Ich bin mir aber sicher, dass das nicht der zwangsläufige Schritt sein wird. Ich weiss nicht, was in 10 oder 20 Jahren technisch möglich sein wird. Welche Möglichkeiten der Überprüfung, der Kommunikation oder was auch immer ein Schiedsrichter haben wird. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass die Verantwortlichen (und die Bundesliga ist ja auch zunächst einmal nur Testfeld für die FIFA in Sachen VAR) hinter den Kulissen recht hektisch agieren und versuchen, das ganze System zu verbessern. Es ist ja auch nicht völlig ausgeschlossen, dass etwas wieder zurückgenommen wird oder nochmals überarbeitet, wenn sich herausstellt, dass es gar nicht funktioniert und angenommen wird (Stichwort: golden goal, silver goal...)
Gehts nicht noch ne Spur dramatischer?
Phil, Dienstag, 19.09.2017, 09:29 (vor 3041 Tagen) @ Djerun
Ich glaube der DFB/DFL und seine Mitglieder wollen das unbedingt. Aus guten Gründen (und diversen Gründen), aus ihrer Sicht.
Man drückt es auch in meinen Augen eher durch, als dass man es maßvoll und geduldig hätte eingeführt. Und nicht ohne Grunde, glaube ich, hat man die Resultate der Testphase außerhalb des Vollbetriebs, halbwegs unter Verschluss gehalten.
Und es wirkt jetzt eben so, dass es nicht besonders ausgeschliffen ist. Was ich unschön finde.
Aber gut. Man wird sehen was kommt. Ich denke, die Schiedsrichter werden ganz automatisch jetzt immer weniger abpfeifen und schlicht abwarten was der VAR dann sagt. Womit man sich dem Oberschiedsrichter schon ziemlich annähert, ohne dass das beschlossen wäre.
Und irgendwann wird man dann sagen: Jetzt können wir es auch richtig so machen. Dadurch würde es ja noch gerechter und noch mehr Fehler würden verschwinden.
MFG
Phil
Gehts nicht noch ne Spur dramatischer?
Flo_aus_Do, Dienstag, 19.09.2017, 09:56 (vor 3041 Tagen) @ Phil
Nun, irgendwann kommen wir m.M. nach zu der Frage:
wie reagieren wir (besser gesagt die Verantwortlichen) auf die Veränderungen/Herausforderungen, die dadurch entstehen, dass sich das Spiel an sich sehr verändert hat in den letzten Jahrzehnten?
Ich bin der Meinung, dass ein Schiri von heute ein Fussballspiel vor 30 Jahren viel viel besser leiten würde als der damalige Schiri, weil er besser ausgebildet/geschult ist, fitter ist und einfach eine bessere Wahrnehmung der Situationen besitzt. Das Spiel damals war entschieden langsamer, etc.
Irgendwann sind wir aber in die Situation gekommen, dass das herkömmliche System mit 1 Schiri + 2 "Linienrichtern" einfach nicht mehr ausreicht, um ein modernes Fussballspiel mit seinen taktischen und wohl auch "charakterlichen" Finessen zu leiten und der Schiri zusehends überfordert wirkt. Der 4. Offizielle und auch die Hinter-Tor-Schiris wurden eingeführt, tragen ja aber ehrlich gesagt kaum zum Mehrwert bei. Die Torlinientechnik war dann irgendwann soweit, eingeführt zu werden, was den Schiri entlastet und ja auch still und sehr schnell grundsätzlich akzeptiert wird. Nun kommt der nächste große Schritt, der erst durch die technische Entwicklung möglich wird: der VAR. Die Einführung verläuft holprig, vielleicht auch überstürzt (wobei ich nicht die Notwendigkeit dafür sehe. So groß habe ich den Druck nicht empfunden, dass man nicht noch eine Saison hätte warten können - aber gut...) und am Sonntag gab es die erste Szene, wo der Einsatz des VAR zwar immer noch zu einem gerechteren Ergebnis führte, aber tatsächlich regeltechnische Probleme auftraten. Nicht einmal die Casteels/Gentner-Szene war eine Fehlentscheidung, wie die unterschiedlichen Beurteilungen zeigen (das war einfach Gentners Berufsrisiko - nicht mehr und nicht weniger).
Lassen wir den VAR sich doch erstmal etablieren, bevor wir ein endgültiges Urteil fällen und weitere Szenarien vom Oberschiedsrichter etc. aufmachen...
Gehts nicht noch ne Spur dramatischer?
Phil, Dienstag, 19.09.2017, 10:02 (vor 3041 Tagen) @ Djerun
Ich für meinen Teil habe ja geschrieben, dass ich den VAR so hinnehme und hinnehmen muss. Also kann sich da von mir aus alle entfalten und entwickeln.
Dennoch kann ich doch sagen, dass aus meiner Sicht der nächste Schritt doch schon klar erkennbar ist. Denn defacto agiert der VAR bereits wie ein Oberschiedsrichter und die Schiedsrichter selbst werden das doch auch gar nicht anders handhaben können.
Wie gesagt: Welcher Schiri soll denn eigentlich noch eine Torchance abpfeifen? Man wäre doch wirklich dumm, wenn man da nicht einfach danach den VAR fragt, ob alles korrekt war, bevor man da vorschnell eine Szene beendet.
Und das ist dann halt der Oberschiedsrichter, der in den Katakomben sitzt.
Und auch da: Von mir aus soll es so kommen. Ich plädiere dann sogar dafür, dass man eben wirklich alles überprüft. Sprich, j e d e Abseitsstellung, jedes Foul und jeden falschen Einwurf/Abstoß etc.
MFG
Phil
Gehts nicht noch ne Spur dramatischer?
Flo_aus_Do, Dienstag, 19.09.2017, 10:17 (vor 3041 Tagen) @ Phil
Wie gesagt: Welcher Schiri soll denn eigentlich noch eine Torchance abpfeifen? Man wäre doch wirklich dumm, wenn man da nicht einfach danach den VAR fragt, ob alles korrekt war, bevor man da vorschnell eine Szene beendet.
Wie du schon sagst: warten wir die Entwicklung ab und schauen, was passiert. Und hätte der Schiri am Sonntag einfach nur 1-2 Sekunden länger mit dem Pfiff gewartet, dann würden wir über die Szene gar nicht mehr diskutieren. Alles muss sich einspielen - auch das Verhalten des Schiris auf dem Platz und natürlich auch des VAR...
Und das ist dann halt der Oberschiedsrichter, der in den Katakomben sitzt.
Und auch da: Von mir aus soll es so kommen. Ich plädiere dann sogar dafür, dass man eben wirklich alles überprüft. Sprich, j e d e Abseitsstellung, jedes Foul und jeden falschen Einwurf/Abstoß etc.
Das wiederum sehe ich nicht. Das ist auch praktisch gar nicht möglich, weil die Situation ja nicht beendet ist z.B. bei einem Abseits irgendwo auf dem Platz. Wenn der Schiri Abseits pfeift 40 Meter vor dem Tor: wie sollte es denn dann weitergehen, wenn der VAR sagen würde: war kein Abseits? Das macht keinen Sinn! Das ist auch gar nicht nötig, weil ja keiner weiß, was passiert wäre ohne den Pfiff. Da kann man keine Entscheidung zurücknehmen in einem solchen Fall. Anders sieht es aus, wenn es wirklich Abseits war, nicht gepfiffen wurde und daraus ein Tor entsteht. Das kann man dann sehr wohl zurücknehmen und Freistoß geben...
Gehts nicht noch ne Spur dramatischer?
Phil, Dienstag, 19.09.2017, 10:23 (vor 3041 Tagen) @ Djerun
Wie du schon sagst: warten wir die Entwicklung ab und schauen, was passiert. Und hätte der Schiri am Sonntag einfach nur 1-2 Sekunden länger mit dem Pfiff gewartet, dann würden wir über die Szene gar nicht mehr diskutieren. Alles muss sich einspielen - auch das Verhalten des Schiris auf dem Platz und natürlich auch des VAR...
Die Szene war doch auch so irgendwie strittig in meinen Augen. So klar, wie sie dargestellt wird jetzt, empfand ich sie nicht. Sokratis schiebt schon den Verteidiger zu Horn. So kann man jedenfalls auch werten.
Ich für meinen Teil habe die Szene auch als "nicht Foul" gesehen. Für mich ist es ein Torwartfehler, weil dieser in den Mann reinspringt und dabei den Ball nicht halten kann.
Aber klare Fehlentscheidung konnte ich da nun auch nicht sehen.
Das wiederum sehe ich nicht. Das ist auch praktisch gar nicht möglich, weil die Situation ja nicht beendet ist z.B. bei einem Abseits irgendwo auf dem Platz.
Wenn ein Fall wie bei unserem 1:1 in London eintritt, ist für mich nur logisch, dass man auch das korrigieren würde. Es lag eine Abseitsstellung vor, also kein Tor und Freistoß für Tottenham. Das wäre gerecht und regelkonform und würde sich ohne Probleme halt mit einem VAR so entscheiden lassen.
Wenn der Schiri Abseits pfeift 40 Meter vor dem Tor: wie sollte es denn dann weitergehen, wenn der VAR sagen würde: war kein Abseits? Das macht keinen Sinn!
Das zeigt die Grenzen auf. Ja. Es darf halt einfach gar nicht mehr abgepfiffen werden ;-)
Das ist auch gar nicht nötig, weil ja keiner weiß, was passiert wäre ohne den Pfiff. Da kann man keine Entscheidung zurücknehmen in einem solchen Fall. Anders sieht es aus, wenn es wirklich Abseits war, nicht gepfiffen wurde und daraus ein Tor entsteht. Das kann man dann sehr wohl zurücknehmen und Freistoß geben...
Das meine ich.
MFG
Phil
Gehts nicht noch ne Spur dramatischer?
Flo_aus_Do, Dienstag, 19.09.2017, 10:34 (vor 3041 Tagen) @ Phil
Die Szene war doch auch so irgendwie strittig in meinen Augen. So klar, wie sie dargestellt wird jetzt, empfand ich sie nicht. Sokratis schiebt schon den Verteidiger zu Horn. So kann man jedenfalls auch werten.
Ich für meinen Teil habe die Szene auch als "nicht Foul" gesehen. Für mich ist es ein Torwartfehler, weil dieser in den Mann reinspringt und dabei den Ball nicht halten kann.
Aber klare Fehlentscheidung konnte ich da nun auch nicht sehen.
sehe ich ähnlich und würde ich auch als Fall einordnen, wo sich der VAR durchaus zurückhalten darf in Zukunft, weil es nicht sooo eindeutig war (siehe Casteels-Szene). Ursprünglich hätte somit Köln profitiert, nun tun wir das...
Wenn ein Fall wie bei unserem 1:1 in London eintritt, ist für mich nur logisch, dass man auch das korrigieren würde. Es lag eine Abseitsstellung vor, also kein Tor und Freistoß für Tottenham. Das wäre gerecht und regelkonform und würde sich ohne Probleme halt mit einem VAR so entscheiden lassen.
Kann ich inzwischen nachvollziehen. Durchaus möglich alles in allem...
Wenn der Schiri Abseits pfeift 40 Meter vor dem Tor: wie sollte es denn dann weitergehen, wenn der VAR sagen würde: war kein Abseits? Das macht keinen Sinn!
Das zeigt die Grenzen auf. Ja. Es darf halt einfach gar nicht mehr abgepfiffen werden ;-)
Und das sehe ich nicht! Nehmen wir wieder das Beispiel London:
warum hätte der Schiri nicht Abseits pfeifen sollen, wenn er es so sieht? Wenn er das tut und das Spiel ist sofort unterbrochen, weiß niemand, was danach passiert wäre, weil es nicht unmittelbar zu dem Tor gekommen ist, sondern einige Sekunden später. Ein Abseitspfiff hätte keine Emotionen oder Kritik nach sich gezogen. Selbst wenn der Pfiff sich als unberechtigt herausgestellt hätte: wayne?
Gehts nicht noch ne Spur dramatischer?
Phil, Dienstag, 19.09.2017, 10:37 (vor 3041 Tagen) @ Djerun
Und das sehe ich nicht! Nehmen wir wieder das Beispiel London:
warum hätte der Schiri nicht Abseits pfeifen sollen, wenn er es so sieht? Wenn er das tut und das Spiel ist sofort unterbrochen, weiß niemand, was danach passiert wäre, weil es nicht unmittelbar zu dem Tor gekommen ist, sondern einige Sekunden später. Ein Abseitspfiff hätte keine Emotionen oder Kritik nach sich gezogen. Selbst wenn der Pfiff sich als unberechtigt herausgestellt hätte: wayne?
Aber warum sollte er es tun, wenn er damit ggf. Ungerechtigkeit erschafft?
Einfach laufen lassen und dann halt mit Superzeitlupen und Hawke Eye Technik etc. gucken, ob alles korrekt war oder nicht.
MFG
Phil
Gehts nicht noch ne Spur dramatischer?
Flo_aus_Do, Dienstag, 19.09.2017, 10:48 (vor 3041 Tagen) @ Phil
Und das sehe ich nicht! Nehmen wir wieder das Beispiel London:
warum hätte der Schiri nicht Abseits pfeifen sollen, wenn er es so sieht? Wenn er das tut und das Spiel ist sofort unterbrochen, weiß niemand, was danach passiert wäre, weil es nicht unmittelbar zu dem Tor gekommen ist, sondern einige Sekunden später. Ein Abseitspfiff hätte keine Emotionen oder Kritik nach sich gezogen. Selbst wenn der Pfiff sich als unberechtigt herausgestellt hätte: wayne?
Aber warum sollte er es tun, wenn er damit ggf. Ungerechtigkeit erschafft?Einfach laufen lassen und dann halt mit Superzeitlupen und Hawke Eye Technik etc. gucken, ob alles korrekt war oder nicht.
Nun, die Statistiken werden es in 2-3 Jahren zeigen, ob Schiris weniger Abseits pfeifen als bisher. Und wer weiß: vielleicht wäre das sogar gut so! Es könnte ja auch die taktische Grundausrichtung der Teams verändern - sowohl des angreifenden als auch des verteidigenden. Möglicherweise macht das den Fussball sogar attraktiver...
Gehts nicht noch ne Spur dramatischer?
Gutini, Münster, Dienstag, 19.09.2017, 10:04 (vor 3041 Tagen) @ Phil
Mal den Teufel nicht an die Wand. Das wäre das Ende des Fußballs, so wie wir ihn heute kennen. Dann dauert ein Spiel wie in der Nfl 3 bis 4 Stunden.
Gehts nicht noch ne Spur dramatischer?
Trainingskiebitz, Block 36, Dienstag, 19.09.2017, 09:53 (vor 3041 Tagen) @ Phil
Da du immer wieder den "Oberschiedsrichter" bringst - was ist an dem per se so schlimm? Momentan gibt es den ja auch, nämlich den Spielleiter auf dem Feld.
Gehts nicht noch ne Spur dramatischer?
Phil, Dienstag, 19.09.2017, 09:57 (vor 3041 Tagen) @ Trainingskiebitz
Habe ich das massiv gewertet irgendwo? Ich glaube einfach nur, dass es so kommen wird.
So weit ich weiß, haben DFB und DFL einen Oberschiedsrichter aber derzeit nicht gewollt, weshalb man diese etwas umständlichere Lösung gefunden hat.
Wie ich das persönlich finde, wenn ein Mann vor dem TV-Bild auf dem Spielfeld alle Entscheidungen trifft, ist doch im Grunde völlig egal. Sollen sie das so machen, ich fände es unter dem Strich sogar konsequent, wenn man alles auf dem Platz per TV Bild überprüfen würde und dann eben auch abändern könnte. Die jetzige Lösung ist mir da viel zu schwammig und wirkt eher willkürlich.
Also lieber es dann wirklich konsequent und komplett umsetzen.
MFG
Phil
Auch hier mal kurz
Schnippelbohne, Bauernland, Dienstag, 19.09.2017, 00:41 (vor 3041 Tagen) @ Rolf
Es bleibt eine Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters. Niemand nimmt ihm was weg. Das haben ja heute schon einige User korrekterweise auf deine diversen, weitgehend inhaltsgleichen Posts bemerkt.
Man kann es vielleicht so zusammenfassen: Vier Augen sehen mehr als zwei. Sehen die dann alles korrekt? Vermutlich nicht. Sehen die aber mehr? Vermutlich ja. Kurz: Die absolute Gerechtigkeit wird es auch mit dem VAR nicht geben, aber vermutlich mehr Gerechtigkeit.
Mir haben Fehlentscheidungen früher schon so manches Spiel verleidet. Für mich gehört es nicht zu einem zünftigen Stadionbesuch, mich auch gehörig über den Schiri aufzuregen. Im Gegenteil kann ich darauf gut verzichten zugunsten von überwiegend richtigen, weil VAR-gestützten Entscheidungen.
Dass das System Kinderkrankheiten hat, war zu erwarten. Ich möchte den VAR aber schon am vierten Spieltag nicht mehr missen. Eindeutig pro VAR.
Auch hier mal kurz
pappnase, Montag, 18.09.2017, 20:23 (vor 3042 Tagen) @ Rolf
Das ist genau das, was mich an diesem VAR so stört. Er begreift die Seele, das Spiel und die Menschen nicht.
Genau das Argument ist für mich ehrlich gesagt wenig greifbar. Was ist denn bis zu Beginn dieser Saison in erdrückend vielen Fällen "die Seele" gewesen?
Es ist doch zu einer Art Mode geworden, dass Verteidiger völlig absurd mit verschränkten Armen hinter dem Rücken verteidigten in der (alles andere als unberechtigten) Angst, einen Handelfmeter zu verschulden. Szenen wie die gestrige mit Horn wurden quasi per se abgepfiffen, sobald der Torwart irgendwie in Bedrängnis geriet. Völlig unverständlich auch die Herangehensweise, harte Fouls zu Beginn des Spiels gar nicht oder maximal mit Gelb zu bestrafen.
Man könnte mit ein bisschen Überlegen sicherlich noch so manche typische Schiedsrichterhandlung nennen, die sich mehr oder weniger "eingeschliffen" hatte und mit dem Regelbuch kaum noch in Übereinstimmung stand, sondern lediglich nach dem Kriterium der geringst möglichen Angriffsfläche optimiert war.
Und da fand und finde ich den VAR bisher schon recht überzeugend. Strittige Szenen wird es immer geben, niemand sollte stets absolute Klarheit von einem VAR fordern bzw erwarten können.
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Paolo, Montag, 18.09.2017, 22:58 (vor 3041 Tagen) @ pappnase
Das grundlegende Problem ist doch, dass selbst nach dem Studium der Fernsehbilder zum Teil unterschiedliche Meinungen vorherrschen, ob nun ein Faul vorlag oder nicht. Die Diskussion wird also im Grunde nicht beseitigt, sondern verschoben. Nämlich um ca. 30 Sekunden nach hinten. Ich finde, dass man nur überprüfen sollte, ob ein Ball die Torlinie überquert hat. Der Rest sollte in der Verantwortung der Schiedsrichter bleiben. Aber gut, die Saison lässt sich bisher für mich ganz gut unter diesem Motto zusammenfassen: "Emotion unter Vorbehalt"
Ob das gut für den Sport ist und ob sich das gut anfühlt. Für mich zumindest nicht.
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Ravenga, In der Ruhr liegt die Kraft, Montag, 18.09.2017, 23:13 (vor 3041 Tagen) @ Paolo
Das grundlegende Problem ist doch, dass selbst nach dem Studium der Fernsehbilder zum Teil unterschiedliche Meinungen vorherrschen, ob nun ein Faul vorlag oder nicht. Die Diskussion wird also im Grunde nicht beseitigt, sondern verschoben. Nämlich um ca. 30 Sekunden nach hinten. Ich finde, dass man nur überprüfen sollte, ob ein Ball die Torlinie überquert hat. Der Rest sollte in der Verantwortung der Schiedsrichter bleiben. Aber gut, die Saison lässt sich bisher für mich ganz gut unter diesem Motto zusammenfassen: "Emotion unter Vorbehalt"
Ob das gut für den Sport ist und ob sich das gut anfühlt. Für mich zumindest nicht.
Sehe ich ganz ähnlich. Die Diskussionen werden kaum abnehmen und ein diffuses Gefühl der Benachteiligung wird bleiben. Der Preis, den man für den Videobeweis in seiner jetzigen Form zahlt, ist mir einfach zu hoch. Dazu ist auch der Druck für die Schiedsrichter durch den Videobeweis wesentlich größer geworden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Schiedsrichter auf dem Feld einem VAR widerspricht und sein eigenes Ding durchzieht. Die Fallhöhe dafür ist zu groß.
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pappnase, Montag, 18.09.2017, 23:51 (vor 3041 Tagen) @ Ravenga
Sehe ich ganz ähnlich. Die Diskussionen werden kaum abnehmen und ein diffuses Gefühl der Benachteiligung wird bleiben.
Wenn man davon ausgeht, dass ein VAR nun zu Null-Fehler-Spielen führt, dann stimme ich dir zu. Dann wird man enttäuscht werden. Aber sonst? Wenn man nicht wie Köln jetzt versucht, mit einer auf rein formalen Gründen fußenden Klage von eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken, bleibt für mich die Wahrscheinlichkeit hoch, dass das Gefühl der Benachteiligung im Mittel deutlich geringer ausfällt.
Der Preis, den man für den Videobeweis in seiner jetzigen Form zahlt, ist mir einfach zu hoch.
Ein paar User haben es hier schon geschrieben: Die Wut nach Fehlentscheidungen, insbesondere in wichtigen Finals der jüngeren Vergangenheit gegen Bayern München, war ein Gefühl, das ich gerne gegen ein paar Unterbrechungen nach strittigen Szenen eintausche. Zumal mir auch kaum jemand erzählen kann, im Stadion nach jeder Schiedsrichterentscheidung den Pfiff bzw das Ausbleiben des Pfiffes unmittelbar nachvollziehen zu können.
Dazu ist auch der Druck für die Schiedsrichter durch den Videobeweis wesentlich größer geworden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Schiedsrichter auf dem Feld einem VAR widerspricht und sein eigenes Ding durchzieht. Die Fallhöhe dafür ist zu groß.
Aus meiner Sicht wird der Druck für den Schiedsrichter auf dem Feld nicht größer sondern kleiner. Und der VAR vor dem Bildschirm dürfte zwar unter Stress stehen, allerdings dürfte die Tatsache, dass er seine Entscheidung nicht vor zehntausend lärmenden Zuschauern treffen muss, den Druck eher senken als heben. Über den Nutzen von Zeitlupe und unterschiedlichen Perspektiven müssen wir ohnehin nicht streiten.
Neu auf schwatzgelb.de: Emotion vs. Gerechtigkeit - der Videoschiedsrichter in der Diskussion
stfn84, Köln, Monday, 18.09.2017, 18:54 (vor 3042 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
bearbeitet von stfn84, Monday, 18.09.2017, 19:03
Ich finde, die Überschrift des Artikels verkürzt das Problem elementar.
Wenn es "nur" die Entscheidung zwischen Emotion (kein VAR) und Gerechtigkeit (VAR) wäre, dürfte es in diesem Leistungssport wohl kaum eine große Zahl an Befürwortern für die Emotion geben.
Auf der Pro-Seite führt Vanni folgendes an:
Denn in allen Szenen, in denen in dieser Saison der VAR für Borussia-Spiele eingesetzt wurde, fand man am Ende Gerechtigkeit vor.
Da wird man ja unterschiedlicher Meinung sein dürfen.
1. In Freiburg kann man das Handspiel von Günther ahnden. Da die Regel für Handspiele im Strafraum aber nicht immer klar ist, ist das in meinen Augen keine klare Fehlentscheidung. Es ist für mich auch kein Elfmeter, aber man kann ihn eben geben. Hätte der Schiedsrichter gepfiffen, hätte der VAR ihn nicht überstimmen dürfen.
2. Ebenfalls in Freiburg, der Zweikampf mit Pisczcek in der 95. Minute.
Ellbogenschlag, wenngleich Stenzel das sicher nicht mit böser Absicht getan hat, ist mE ein klarer Elfmeter und eine gelbe Karte. Beim Einschalten des VAR ist es Eckball.
3. Sokratis vs Heintz vs Horn:
Für mich ist das eher ein normaler Zweikampf zwischen Sokratis & Heintz. Aber, man kann da auch sehr wohl den Kontakt von Sokratis ahnden, aufgrunddessen Heintz Horn behindert.
4. Casteels vs. Gentner ist mE auch ein klarer Elfmeter. Casteels nimmt den Kontakt billigend in Kauf, auch wenn er es sicher nicht SO geplant hat.
5. Elfmeterszene in Leipzig, Stindl "fädelt" gg. Upamecanu ein. Nach allem, was sonst in der Bundesliga gepfiffen wird, war das ein klarer Elfmeter, da ein Kontakt im Strafraum vorlag.
Warum wird es dann, trotz VAR, nicht gepfiffen?
...
Für mich ist Fehlerminimierung nicht gut genug.
Warum wird das eine Spiel von manchen Fehlern befreit, während beim nächsten Spiel evtl. die Hilfslinien fehlen oder der VAR komplett ausfällt?
Weiterhin ist das Spiel ungerecht - je nachdem, welche Entscheidung der Schiedsrichter zunächst fällt!
Was bringt es da, dass der VAR mal hilft (=Ungerechtigkeit ummünzt) und mal nicht?
Ich bin am Ende eher bei Sascha, der die Contra Seite übernommen hat.
Ich rege mich lieber am Ende über eine klare und nicht korrigierte Fehlentscheidung gegen Borussia auf, als wie Klatschvieh auf der Tribüne auf das "Bitte jubeln Sie jetzt"-Signal zu warten...
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stfn84, Dienstag, 19.09.2017, 06:55 (vor 3041 Tagen) @ stfn84
Diese Argumentation ist doch auch nicht zielführend.
Nein, es werden nicht alle Fehler eliminiert, "nur" 90% der strittigen Szenen... damitnist der VAR nicht perfekt und soll wieder abgeschafft werden?
Ok, dann lasst uns auch wieder One-Night-Stans ohnenKondome haben, die schützen ja auch nicht perfekt...
Beides klassische Beispiele für Kind mit dem Bade auskippen...
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stfn84, Köln, Dienstag, 19.09.2017, 13:27 (vor 3041 Tagen) @ RE_LordVader
Ich bin da einfach anderer Meinung und sage, dass durch den Videobeweis eine Pseudo-Gerechtigkeit hergestellt wird.
Je nach Entscheidung des Schiedsrichters kann eine Entscheidung überstimmt werden. Das soll eigentlich nur dann passieren, wenn es sich um eine 100%-ige Fehlentscheidung handelt.
Nach vier Spielen fallen mir aber schon ein paar Beispiele ein, in denen da nicht so agiert wurde.
Beispiel, 2:0 gegen Köln:
Für den Großteil dürfte die Einschätzung des VAR stimmen: Regelkonformes Tor. Man kann aber doch auch zu der Einschätzung gelangen, dass im Zweikampf Sokratis-Heintz ein foulwürdiges "Befreien" von Sokratis dazu führt, dass Horn "behindert" wird. Entsprechend wäre der Pfiff von Ittrich keine 100%-ige Fehlentscheidung und hätte nicht überstimmt gehört.
Dazu kommt, dass der "Service" des VAR nicht immer zur Verfügung gestellt werden kann (siehe Probleme an den ersten Spieltagen; teilweise komplett nicht, teilweise fehlte die Abseitslinie...).
In meinen Augen ist es also weiterhin Glückssache, welche Entscheidung der Schiedsrichter überhaupt geprüft werden kann. Darüber hinaus ist es weiterhin subjektiv, was VAR & Schiedsrichter zusammen entscheiden.
Die vielmals gelobte Gerechtigkeit ist daher nur teilweise und im Ausnahmefall sichergestellt.
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stfn84, Dienstag, 19.09.2017, 16:39 (vor 3041 Tagen) @ stfn84
Genau und weil 100% nicht erreichbar sind bleiben wir lieber bei 80% als die Möglichkeit zu nutzen 95% zu erreichen ... ist für mich eine komplett unverständliche Sichtweise...
Und dass schon viele klare Fehlentscheidungen berichtigt wurden (zb das Handspiel vor dem 3:0) ist doch auch klar, oder?
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stfn84, Köln, Dienstag, 19.09.2017, 20:18 (vor 3041 Tagen) @ RE_LordVader
Für mich ist es halt Glücksspiel, ob man als VfB Stuttgart einen Elfmeter bekommt, oder uns ein 2:0 zugesprochen wird.
Kannst Du ja unverständlich finden - meine Meinung wirst Du mit diesem "95% Kram" nicht ändern, da es ja nur um Dein Bauchgefühl geht, wie viel "Gerechtigkeitssteigerung" durch den VAR erreicht wird.
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Fika, Dortmund, Montag, 18.09.2017, 20:09 (vor 3042 Tagen) @ stfn84
Danke für die guten Beispiele, die ganz klar aufzeigen, dass der Video-Schiri eben nicht alles gerechter macht und immer noch viele Entscheidungen einer subjetiven wahrnehmung geschweige denn der Technik unterliegen...
Aber durch noch weniger Spielfluss und noch mehr Regeländerungen lässt sich dem bestimmt entgegen wirken, damit eines Tages für Blarry endlich alle Fehlentscheidungen abgeschafft werden!
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pappnase, Montag, 18.09.2017, 20:27 (vor 3042 Tagen) @ Fika
Aber durch noch weniger Spielfluss und noch mehr Regeländerungen lässt sich dem bestimmt entgegen wirken, damit eines Tages für Blarry endlich alle Fehlentscheidungen abgeschafft werden!
Blarry hat eben nicht davon gesprochen, dass "alle Fehlentscheidungen abgeschafft werden". Er hat davon gesprochen, dass nun die Möglichkeit besteht in Situationen Gerechtigkeit herzustellen, in denen dies vorher nicht möglich war. Eben weil die Schiedsrichter keine Zeitlupe bzw Wiederholungen zur Verfügung hatten.
Da der VAR nicht in jeder beliebigen Situation konsultiert wird, ist fehlender Spielfluss für mich kein KO-Kriterium. Das kann man aber natürlich auch anders sehen, will ich gar nicht bestreiten.
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Fika, Dortmund, Monday, 18.09.2017, 18:12 (vor 3042 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
Wieso lässt man jemanden nen Artikel zu dem brandheißen Thema VAR schreiben, wenn er selbst die poblematik im Stadion doch gar nicht miterlebt hat?
Für mich ist der Video-Schiri am schlimmsten für die Stadionbesucher.
In Laolawellenmanier mit ausgestreckten Armen und einem langgezogenem Ooooooh auf eine Entscheidung warten und dann ggf auf Jubeln umzustellen hat doch nichts mit Torfreude zu tun und Torjubel will ich das schonmal gar nicht nennen! Auf solche Treffer kann ich gut und gerne verzichten.
Da verliere ich lieber weiterhin aufgrund von fehlentscheidungen die Spiele gegen die Bayern. Und aufregen kannste dich im Stadion ja jetzt auch nicht mehr richtig, der Video-Schiri wirds schon richtig entschieden haben.
Da muss mir nicht jemand, der gar nicht im Stadion war, erzählen wie toll die neue Technik ist!
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Pepperkorn, Dortmund, Montag, 18.09.2017, 23:06 (vor 3041 Tagen) @ Fika
Da muss mir nicht jemand, der gar nicht im Stadion war, erzählen wie toll die neue Technik ist!
Die Technik ist ja NICHT neu, sondern von gestern.
Keine Einbindung der Mannschaften, keine sofortige Wiederholung auf der Leinwand, keine Transparenz auch im Nachhinein - nichts von dem, was in anderen Sportarten schon seit Jahren praktiziert wird.
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uwelito, Wambel forever, Dienstag, 19.09.2017, 07:05 (vor 3041 Tagen) @ Pepperkorn
Da muss mir nicht jemand, der gar nicht im Stadion war, erzählen wie toll die neue Technik ist!
Die Technik ist ja NICHT neu, sondern von gestern.
Keine Einbindung der Mannschaften, keine sofortige Wiederholung auf der Leinwand, keine Transparenz auch im Nachhinein - nichts von dem, was in anderen Sportarten schon seit Jahren praktiziert wird.
Die fehlende Transparenz im Stadion ist sicherlich ein ganz großes Problem, wird jetzt nach den ersten Konflikten noch deutlicher. Wenn Zuschauer verwirrt zurückgelassen werden, dann wird wieder mal deutlich, wo es beim DFB wem gegenüber am grundsätzlichen Verständnis mangelt.
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saibot79, Elbnah, Montag, 18.09.2017, 20:28 (vor 3042 Tagen) @ Fika
Für mich ist der Video-Schiri am schlimmsten für die Stadionbesucher.
In Laolawellenmanier mit ausgestreckten Armen und einem langgezogenem Ooooooh auf eine Entscheidung warten und dann ggf auf Jubeln umzustellen hat doch nichts mit Torfreude zu tun und Torjubel will ich das schonmal gar nicht nennen! Auf solche Treffer kann ich gut und gerne verzichten.
Ist nicht hierbei va das Problem, dass man im Stadion im Zweifel auf den ersten und auch auf den zweiten Blick gar nicht weiß, WARUM eine andere Entscheidung getroffen werden musste?
Also am Beispiel gestern, die Elfer-Situation: alles wartet auf die Ecke und auf einmal "Elfer". Vor'm TV sitzend: zwei, drei Zeitlupen - alles klar, eindeutiger Elfer... (jedoch vorher, also in Echtzeit, wie fast Alle inichts gesehen)! Im Stadion erlebt man diese Situation eben ganz anders und fragt sich va Dingen, warum es auf einmal Elfer gibt? Man bekommt ja nicht die Zweite/Dritte/Vierte Möglichkeit mit der Zeitlupe, rätselt rum und ärgert sich, dass es nicht richtig aufgelöst wird. Dieser Effekt dürfte sich sogar noch deutlich verstärken, wenn Entscheidungen zu Ungunsten der eigenen Mannschaft revidiert werden.
Insoweit kann ich dich schon verstehen! Finde die Sache des Videobeweises an sich mittlerweile jedoch trotzdem gut und richtig.
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Blarry, Essen, Monday, 18.09.2017, 18:34 (vor 3042 Tagen) @ Fika
Da muss mir nicht jemand, der gar nicht im Stadion war, erzählen wie toll die neue Technik ist!
Die neue Technik ist toll, korrigiert Fehlentscheidungen und stellt Gerechtigkeit her, wie es zuvor nicht möglich war.
Jetzt hat Dir jemand, der im Stadion war, erzählt, wie toll die neue Technik ist. Was willst Du jetzt dagegen tun?
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Fika, Dortmund, Monday, 18.09.2017, 18:43 (vor 3042 Tagen) @ Blarry
bearbeitet von Fika, Monday, 18.09.2017, 18:47
Dein Fussballverständnis in Frage stellen und dich bitten bei kommenden Heimspielen zuhause zu bleiben und am besten eine andere Sportart zu verfolgen.
Wenn der Video-Schiri alles so toll macht, wieso läuft dann eigentlich noch einer aus Fleisch und Blut aufm Platz rum?
Lasst doch in Zukunft bei jeder Unterbrechung kurz den Video-Schiri die Bilder betrachten, damit er dann Gerecht und mit Sicherheit feststellen kann, was die nächste Handlung im Spiel sein wird...
Neu auf schwatzgelb.de: Emotion vs. Gerechtigkeit - der Videoschiedsrichter in der Diskussion
Voomy, Berlin, Monday, 18.09.2017, 18:48 (vor 3042 Tagen) @ Fika
Uh endlich ein neues Kapitel im Besserfan-Schlechterfan-Buch. Man hatte ja schon Sorgen das wäre eingestellt.
Neu auf schwatzgelb.de: Emotion vs. Gerechtigkeit - der Videoschiedsrichter in der Diskussion
Blarry, Essen, Montag, 18.09.2017, 19:16 (vor 3042 Tagen) @ Voomy
Ich kann die Ängste der Leute aber verstehen. Der Videobeweis wird den Fußball genau so kaputt machen wie die Erfindung von Penicillin, persönlicher Hygiene und Desinfektionsmitteln Sex ruiniert hat. Der Sinn, die innere Bedeutung, die Seele des Geschlechtsverkehrs war ja Reproduktion, und Reproduktion war nötig, um den Fortbestand der Sippe zu sichern. Seit nicht mehr 60% jedes Jahrgangs im Kinderbett, an strengen Wintern, der Pest oder kleinen Kratzern zugrunde gehen, ist Sex einfach nicht mehr das Gleiche.
Danke, Alexander Fleming. Vielen Dank auch.