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DFB plant Abschaffung der Relegationsspiele zur 3. Liga ab 2018/19 (Fußball und Sport allgemein)

Born-to-run, Mittwoch, 13.09.2017, 20:37 (vor 3033 Tagen) @ stfn84

Ich denke ein Hauptmanko der aktuellen Situation ist, neben der sehr vagen Aufstiegschancen, die generelle Überlebensfähigkeit von "professionell" geführten Vereinen in den jetzigen Regionalligen. In diesen gehen die Ambitionen nach meiner Einschätzung nämlich sehr weit auseinander. Für einen Teil der Vereine (aus eher "kleinstädtischem" Umfeld ist sie strukturell eigentlich schon das maximal Erreichbare. Vor allem in der Bayernliga gibt es ,glaube ich, nur relativ wenige Klubs die eine Etablierung im Vollprofi-Bereich anstreben. Im Westen und Südwesten hingegen eine ganze Reihe (ehemaliger Profi-Ligisten) die verzweifelt versuchen dort wieder hinzukommen. Vereine wie RWE, Kickers Offenbach, Waldhof Mannheim, Hessen Kassel etc. wären auch von den Rahmenbedingungen wie Infrastruktur oder "Fanbase" und sonstigem Umfeld in der Lage einen tragfähigen Standort für Profi-Fußball abzugeben.

Man sollte sich daher mal ganz generell Gedanken machen, wo der Übergang von Amateurbereich zum Profi-Fußball angesiedelt sein sollte und wie die Verzahnung geregelt werden müsste. Der momentane "Flaschenhals", der hier schon mehrfach bemängelt wurde ist auch deshalb so kritisch, weil er sich meiner Meinung nach an der falschen Stelle befindet. Unterhalb dieses Engpasses sind noch zu viele Vereine mit (berechtigten?) Profi-Ambitionen, in einer Liga gefangen, die das wirtschaftliche Überleben extrem schwer macht. Wollen solche Vereine hoch, müssen sie aktuell einhohes Risiko eingehen. Um eine Aufstiegschance zu haben, braucht es aktuell bereits den Etat eines (bescheidenen) Drittligisten, der aber in der jetzigen Regionalliga nicht finanzierbar ist. Scheitert man in der Aufstiegsrunde hat man in der darauffolgenden Saison meist schon ein großes Problem. Dieses Problem bleibt meiner Meinung nach aber auch ohne eine solche Aufstiegsrunde, wenn auch etwas abgeschwächt bestehen.

Wie wäre es mit folgendem gedanklichen Ansatz: Es gibt in Deutschland nach meiner Einschätzung ein Potential für ca. 80-90 Profi-Vereine im Fußball. Dementsprechend müsste auch die Liga-Struktur gestaltet werden. Daraus ergeben sich 4 eingleisige Profi-Ligen > 1.Liga 18 Vereine; 2.Liga 20 Vereine, 3. Liga 22 Vereine 4.Liga 22Vereine. Im Grunde eine ähnlicher Aufbau wie im englischen Fußball. Erst darunter kommt der Übergang in den Amateurbereich. Dort wäre dann auch ein "Flaschenhals"/ "Nadelöhr" einigermaßen sinnvoll.

Nach meiner Überzeugung wäre eine 4.Liga (mit Mannheim, Saarbrücken, Kassel, Offenbach, 1860, RWE, Wuppertal, Aachen, Cottbus, Lübeck usw. eine wirtschaftlich überlebensfähige Liga. Hier sollten sich Zuschauerzahlen zw. 3000-7000 im Schnitt locker realisieren lassen, womit sich nach meiner Einschätzung auch Profi-Fußball finanzieren lässt. Und so sollte man die Sache meiner Meinung nach betrachten, um den quasi Zwang zum "Hasardieren" wie er in den aktuellen Regionalligen besteht zu verhindern. Egal ob es 5, 4 oder 3 Regionalligen wären. Als Profi-Verein kannst Du darin nicht existieren.


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