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Allgemeine Newsschlagzeilen vom 08.09.2017 (Fußball und Sport allgemein)

Redaktion schwatzgelb.de ⌂ @, Dortmund, Freitag, 08.09.2017, 06:00 (vor 3038 Tagen)

Aktuelle Fußballnews, die den BVB nicht betreffen, bitte in diesen Thread posten.

Tags:
News, Neuigkeiten, Newsthread

Ehemalige: Offiziell - Perisic verlängert bis 2022.

Scrutinizer, Freitag, 08.09.2017, 15:47 (vor 3038 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Quelle: Inter-Homepage.

B04 LEV: Argentiniens Verband hat die Freigabe für Alario verweigert

hanno29, Berlin, Freitag, 08.09.2017, 11:54 (vor 3038 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

bayer04.de/de-de/news/bayer04/bayer-04-beantragt-registrierung-fuer-lucas-alario-bei-der-fifa

"Bibiana-Steinhaus-Ticket" (50% Nachlass in Berlin)

Hatebreed, Freitag, 08.09.2017, 08:54 (vor 3038 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/705695/artikel_wegen-steinhaus_hertha-tickets-fuer-frauen-billiger.html

Am Sonntag pfeift mit Bibiana Steinhaus erstmals eine Schiedsrichterin ein Bundesliga-Spiel - Hertha BSC nutzt das für eine besondere Ticketaktion.
Satte 50 Prozent Sondernachlass erhalten alle Frauen, die eine Eintrittskarte für das Berliner Heimspiel gegen den SV Werder Bremen am Sonntag erwerben...

Man ist sich für nichts zu schade... -_-

Als das nehmen was es ist: Marketing

Trainingskiebitz, Block 36, Freitag, 08.09.2017, 12:18 (vor 3038 Tagen) @ Hatebreed

Ganz einfach oder? Die Besonderheit dieses Spiels ist eben, dass eine Frau pfeift. Warum sollte man das nicht zum Anlass nehmen, mit Rabattaktionen das Stadion voll zu bekommen? Bisher hat nunmal - aus welchen Gründen auch immer - noch keine Frau in der Bundesliga gepfiffen. Wenn die Hertha die Aktion zur Einführung der Videotechnologie gemacht hätte, wäre es doch auch kein Problem. Einige scheinen mir da einfach zu sensibel bei dem Thema.

Als das nehmen was es ist: Marketing

Trainingskiebitz, Freitag, 08.09.2017, 12:42 (vor 3038 Tagen) @ Trainingskiebitz

Eben. Hertha brauchte einen Aufhänger, haben sich eben nichts weiter dabei gedacht. Steinhaus als 4. Offizielle war noch nicht der Rede wert, galt sie doch als gestandene und erfahrene Polizistin als bessere Wahl als 20-Jährige Jungspunde. Jetzt aber mit der obersten Entscheidungsgewalt?

Und hinterher erzählen die Spieler dann, sie hätte die Karte nur von ihrer Vorgesetzten gesehen, weil sie nicht mit ihr schlafen wollten.

Was die 4. Offiziellen angeht

Franke, Freitag, 08.09.2017, 13:33 (vor 3038 Tagen) @ weltoffen

Eben. Hertha brauchte einen Aufhänger, haben sich eben nichts weiter dabei gedacht. Steinhaus als 4. Offizielle war noch nicht der Rede wert, galt sie doch als gestandene und erfahrene Polizistin als bessere Wahl als 20-Jährige Jungspunde. Jetzt aber mit der obersten Entscheidungsgewalt?

Und hinterher erzählen die Spieler dann, sie hätte die Karte nur von ihrer Vorgesetzten gesehen, weil sie nicht mit ihr schlafen wollten.


Wäre es nicht sinnvoll, dafür generell ältere Leute zu nehmen?

Als Schiedsrichter dürfen sie nicht mehr ran auf höchstem Niveau, aber sie haben viel Erfahrung, die man weiter nutzen sollte und hoffentlich natürliche Autorität.

Was die 4. Offiziellen angeht

Voomy, Berlin, Freitag, 08.09.2017, 13:35 (vor 3038 Tagen) @ Franke

Der 4. Offizielle muss auch immer die Fitness-Bedingungen erfüllen weil er, zuletzt bei HSV-? gesehen, auch mal einspringen können muss.

Was die 4. Offiziellen angeht

Voomy, Freitag, 08.09.2017, 13:53 (vor 3038 Tagen) @ Voomy

Älter heißt in dem Fall doch 30-40. Klopp hatte doch damals einen 4.aus nächster Nähe angeschrien (mit dem Schirm seiner Kappe bis an die Stirn des 4.), Trautmann? Dieser wurde damals allgemein für seine ruhige Reaktion gelobt. War der nicht auch „älter“?

Was die 4. Offiziellen angeht

Voomy, Berlin, Freitag, 08.09.2017, 13:54 (vor 3038 Tagen) @ weltoffen

Ich hatte "älter" jetzt als das Alter wahrgenommen, in dem sich die Schiris auch aus den nationalen Ligen verabschieden, bei FIFA und UEFA ist ja eh schon früher Schluss. Und spätestens da sehe ich dann Probleme bei der Fitness.

Bekommt die Steinhaus

Trainingskiebitz, Freitag, 08.09.2017, 12:36 (vor 3038 Tagen) @ Trainingskiebitz

davon was ab? Immerhin wird mit ihrem Namen geworben.

Als das nehmen was es ist: Marketing

Sascha, Dortmund, Freitag, 08.09.2017, 12:30 (vor 3038 Tagen) @ Trainingskiebitz

Ganz einfach oder? Die Besonderheit dieses Spiels ist eben, dass eine Frau pfeift. Warum sollte man das nicht zum Anlass nehmen, mit Rabattaktionen das Stadion voll zu bekommen? Bisher hat nunmal - aus welchen Gründen auch immer - noch keine Frau in der Bundesliga gepfiffen. Wenn die Hertha die Aktion zur Einführung der Videotechnologie gemacht hätte, wäre es doch auch kein Problem. Einige scheinen mir da einfach zu sensibel bei dem Thema.

Dir ist der Unterschied schon klar zwischen Einführung des Videobeweises, den es in dieser Form überhaupt noch nicht gab, und dem ersten Erstligaspiel von Bibiana Steinhaus, die schon seit einigen Jahren auf Profiebene pfeifft und mittlerweile schon 80 Bundesligaspiele geleitet hat. Ich würde noch nicht einmal garantieren, dass sie zum ersten Mal ein Spiel der ersten Herrenmannschaft der Hertha leitet.

Und hinterher wird man anerkennend hören, dass sie das ganz toll gemacht hat. Fast so gut wie ein Mann...

Als das nehmen was es ist: Marketing

Trainingskiebitz, Freitag, 08.09.2017, 13:13 (vor 3038 Tagen) @ Sascha

Und hinterher wird man anerkennend hören, dass sie das ganz toll gemacht hat. Fast so gut wie ein Mann...

Oder, falls sie ein paar Mal daneben liegt und eine schlechte Leistung an diesem Tag abliefert:

"Ja, das darf man auch nicht überbewerten. Sie stand ja unter großem Druck, als erste Frau. Das kann man nicht mit den anderen Schiedsrichtern vergleichen, für die ein Spiel vor einer so großen Kulisse doch normal ist..."

Als das nehmen was es ist: Marketing

Knolli, Freitag, 08.09.2017, 16:52 (vor 3038 Tagen) @ Erfolgsfan
bearbeitet von Knolli, Freitag, 08.09.2017, 17:03

Oder man wird nichts dergleichen tun sondern sie so behandeln, wie jeden anderen Schiedsrichter auch. Was soll dieses Strohmann-Getue?
Entschuldigung, aber das ist schon ein bisschen Bild-Masche: Vorher irgendwas behaupten, damit man für den Fall, dass es eintritt, sagen kann: Ich habs ja gewusst. Und falls nicht, hüllt man den Mantel des Schweigens um die eigene Aussage.

Als das nehmen was es ist: Marketing

Trainingskiebitz, Block 36, Freitag, 08.09.2017, 12:33 (vor 3038 Tagen) @ Sascha

Also empfindest du es einfach als nichts besonderes, dass eine Frau zum ersten Mal ein Spiel der 1. Herren Fußballbundesliga pfeift?

Als das nehmen was es ist: Marketing

Hatebreed, Freitag, 08.09.2017, 13:21 (vor 3038 Tagen) @ Trainingskiebitz

Also empfindest du es einfach als nichts besonderes, dass eine Frau zum ersten Mal ein Spiel der 1. Herren Fußballbundesliga pfeift?

Nein, nichts besonderes.

Sie hat alles gepfiffen im Frauen-Fußball, was es zu pfeifen gibt, hat bis zur 2.BL auch im Herren Bereich einiges an Erfahrung und gute Leistungen gebracht.
Das erwarte ich jetzt einfach auch in der 1.Bundesliga.
Ich hoffe einfach, dass ihr peinliche Aktionen à la Ribery erspart bleiben.

Aber da jetzt so ein Ticket einzuführen, lächerlich. Abgesehen davon: Sind die Frauen so unterrepräsentiert im Stadion, dass man so eine Aktion überhaupt machen muss? In Dortmund sind laut Watzke schon 40% der Stadionbesucher weiblich....

Als das nehmen was es ist: Marketing

yellowmarianne, Dortmund, Freitag, 08.09.2017, 15:05 (vor 3038 Tagen) @ Hatebreed

Wo hat Aki gezählt? Auf der Damentoilette?

20% kommt eher hin.

SGG Marianne

Als das nehmen was es ist: Marketing

Hatebreed, Freitag, 08.09.2017, 17:18 (vor 3038 Tagen) @ yellowmarianne

Ok, 30%.Hatte ich anders in Erinnerung. Trotzdem finde ich das beachtlich.

businessinsider.de/bvb-chef-watzke-unmoralisch-gibt-es-im-fussball-nicht-2017-8

Als das nehmen was es ist: Marketing

Smeller, Dortmund, Freitag, 08.09.2017, 12:48 (vor 3038 Tagen) @ Trainingskiebitz

Ich verstehe auch nicht, warum man da so ein Fass aufmachen muss. Auf der einen Seite ist es zwar ein historischer Moment. Auf der anderen Seite hätte dieser Moment früher kommen müssen.

Als das nehmen was es ist: Marketing

majae, Muc, Freitag, 08.09.2017, 12:58 (vor 3038 Tagen) @ Smeller

Ich verstehe auch nicht, warum man da so ein Fass aufmachen muss. Auf der einen Seite ist es zwar ein historischer Moment. Auf der anderen Seite hätte dieser Moment früher kommen müssen.

Für dich mag das Geschlecht des Schiedsrichters unbedeutend sein, schau dir aber mal an, was bei Facebook in den Kommentarspalten zu solchen Themen steht.

Als das nehmen was es ist: Marketing

homer73, Dortmund-Wellinghofen (oder Block 87), Freitag, 08.09.2017, 13:00 (vor 3038 Tagen) @ majae

Ich verstehe auch nicht, warum man da so ein Fass aufmachen muss. Auf der einen Seite ist es zwar ein historischer Moment. Auf der anderen Seite hätte dieser Moment früher kommen müssen.


Für dich mag das Geschlecht des Schiedsrichters unbedeutend sein, schau dir aber mal an, was bei Facebook in den Kommentarspalten zu solchen Themen steht.

Ich wüsste nicht, warum ich mir die angucken sollte.

Als das nehmen was es ist: Marketing

Smeller, Dortmund, Freitag, 08.09.2017, 13:01 (vor 3038 Tagen) @ homer73

Von Zeit zu Zeit kann das maximal amüsant sein, solange man den Stuss, den die ernst meinen, nicht für voll nimmt.

Als das nehmen was es ist: Marketing

Smeller, Dortmund, Freitag, 08.09.2017, 12:59 (vor 3038 Tagen) @ majae

Ich verstehe auch nicht, warum man da so ein Fass aufmachen muss. Auf der einen Seite ist es zwar ein historischer Moment. Auf der anderen Seite hätte dieser Moment früher kommen müssen.


Für dich mag das Geschlecht des Schiedsrichters unbedeutend sein, schau dir aber mal an, was bei Facebook in den Kommentarspalten zu solchen Themen steht.

Merkste selbst, ne...

"Bibiana-Steinhaus-Ticket" (50% Nachlass in Berlin)

Carpzov, Dormagen, Freitag, 08.09.2017, 10:58 (vor 3038 Tagen) @ Hatebreed

Naja das Stadion ist für mich als Vereinsfan nicht das attraktivste. Ohne Grund will Hertha da nicht raus und ein eigenes reines Fußballstadion.

Gleichberechtigung....

Dong09, Alzenau, Freitag, 08.09.2017, 10:03 (vor 3038 Tagen) @ Hatebreed

...und so...

Sorry...

Dong09, Alzenau, Freitag, 08.09.2017, 14:11 (vor 3038 Tagen) @ Dong09

...dass mein Post eine kleine Welle geschlagen hat.

Ich meinte das eigentlich mit einem Schmunzeln.

Mir gings darum, dass auf der einen Seite alle nach Gleichberechtigung schreien, es aber dann doch geschlechtsspezifische "Sonderrechte" gibt. Das ist bei uns in der Kreisliga ja auch so, die Frauen zahlen weniger Eintritt, finde ich auch okay. Sie interessieren sich meistens eh nicht fürs Spiel und sollen ja nur ihre, nicht mehr fahrtauglichen, Männer heimfahren :-)

Gleichberechtigung....

simie, Krefeld, Freitag, 08.09.2017, 10:29 (vor 3038 Tagen) @ Dong09

Das ist doch Blödsinn. Hier geht es um eine Aktion um ein Stadion vollzukriegen.
Und so lange beispielsweise in deutschen Konzernen weibliche Führungskräfte noch mit der Lupe gesucht werden müssen, braucht man bei einer solchen Aktion nicht nach Gleichberechtigung schreien.

Gleichberechtigung....

Nietzsche, Freitag, 08.09.2017, 10:39 (vor 3038 Tagen) @ simie

Und so lange beispielsweise in deutschen Konzernen weibliche Führungskräfte noch mit der Lupe gesucht werden müssen, braucht man bei einer solchen Aktion nicht nach Gleichberechtigung schreien.

Erstens ist die Tatsache, dass es weniger Frauen in Führungspositionen gibt, keineswegs ein Zeichen für fehlende Gleichberechtigung. Denn Frauen haben sehr wohl das Recht, dort tätig zu sein.

Was Du meinst, ist Gleichstellung. Das ist was ganz anderes.
Und nu stell ich die Frage, woher Du weißt, dass die geringe Anzahl von Frauen hauptsächlich auf Diskriminierung zurück zu führen ist. Das wird immer so behauptet, aber woher weiß man das eigentlich?
Ich habe jedenfalls noch nie schlüssige Begründungen dafür gesehen. Es gibt sehr viele andere mögliche Erklärungen, die überhaupt nichts mit Diskriminierung zu tun haben.

Ich sehe ein Phänomen und viele mögliche Erklärungen. Woher weißt Du, dass es genau an diesem einen Grund liegt?

Nur mal so als Gedankenanstoß. Aber wenn Du irgendwas hast, was eine flächendeckende Diskriminierung belegt, wär ich interessiert.

Gleichberechtigung....

simie, Krefeld, Freitag, 08.09.2017, 10:49 (vor 3038 Tagen) @ Nietzsche

Es fängt doch schon an, dass bei Bewerbungsgesprächen nur Frauen gefragt werden, wie sie es mit der Kinderbetreuung organisieren. Bei Männern interessiert das einfach nicht.
Wir brauchen es jetzt aber gar nicht weiter aufbröseln. Fakt ist nun mal, dass Frauen ab einer gewissen Ebene unterrepräsentiert sind. Und es ist extrem unwahrscheinlich, dass es nur daran liegt, dass es keine geeigneten Frauen hibt, die diese Jobs machen wollen. Die Ursachen sind durchaus in einer herrschenden Diskriminierung zu finden.

Gleichberechtigung....

simie, Freitag, 08.09.2017, 12:10 (vor 3038 Tagen) @ simie

Wir brauchen es jetzt aber gar nicht weiter aufbröseln. Fakt ist nun mal, dass Frauen ab einer gewissen Ebene unterrepräsentiert sind. Und es ist extrem unwahrscheinlich, dass es nur daran liegt, dass es keine geeigneten Frauen hibt, die diese Jobs machen wollen. Die Ursachen sind durchaus in einer herrschenden Diskriminierung zu finden.

Fakt ist es in deinem linken Weltbild.
Da wird sich die Realität halt passend gemacht.

Schau doch z.B. mal Studiengänge im Bereich Maschinenbau, Automatisierungstechnik und Co an.
FH, 25 Leute, 1 Frau.
Uni Karlsruhe, 150 Leute, Frauenanteil unter 5%.

Warum? Vermutlich weil die FHs und Unis keine Frauen aufnehmen und sie diskrimieren, gell?

Fakt ist, dass mehr Männer als Frauen interessiert daran sind, das Privatleben zugunsten des Geschäftslebens weitgehend aufzugeben. (Was ich persönlich übrigens als eine suboptimale Entscheidung empfinde. Was hat man denn nur von großem beruflichen Erfolg, wenn man dafür kein Privatleben hat?)

Gleichberechtigung....

simie, Freitag, 08.09.2017, 16:40 (vor 3038 Tagen) @ CorranHorn

Schau doch z.B. mal Studiengänge im Bereich Maschinenbau, Automatisierungstechnik und Co an.
FH, 25 Leute, 1 Frau.
Uni Karlsruhe, 150 Leute, Frauenanteil unter 5%.

Schon mal in die Vorlesungen reingeschaut? Karohemd und Samenstau du studierst Maschinenbau! Sich als Frau freiwillig in diese notgeile Horde zu begeben sollte mit einem Tapferkeitsorden ausgezeichnet werden.

Sorry, das ist schwach

Nietzsche, Freitag, 08.09.2017, 11:55 (vor 3038 Tagen) @ simie

Es fängt doch schon an, dass bei Bewerbungsgesprächen nur Frauen gefragt werden, wie sie es mit der Kinderbetreuung organisieren. Bei Männern interessiert das einfach nicht.

Woher weißt Du, dass das die Regel ist? Einfach so behaupten gilt nicht.

Wir brauchen es jetzt aber gar nicht weiter aufbröseln. Fakt ist nun mal, dass Frauen ab einer gewissen Ebene unterrepräsentiert sind. Und es ist extrem unwahrscheinlich, dass es nur daran liegt, dass es keine geeigneten Frauen hibt, die diese Jobs machen wollen.

Hat auch keiner gesagt, dass es daran liegt. Es gibt zig gute Erklärungen.
Aber Du pickst Dir einfach irgendeine raus und behauptest, die isses!

Die Ursachen sind durchaus in einer herrschenden Diskriminierung zu finden.

Womit wir wieder beim Anfang sind: Woher weißt Du das?

Sorry, das ist schwach

Franke, Freitag, 08.09.2017, 13:39 (vor 3038 Tagen) @ Nietzsche

Es fängt doch schon an, dass bei Bewerbungsgesprächen nur Frauen gefragt werden, wie sie es mit der Kinderbetreuung organisieren. Bei Männern interessiert das einfach nicht.


Woher weißt Du, dass das die Regel ist? Einfach so behaupten gilt nicht.


Einfach so die Augen verschließen und dann sagen, man sieht nichts, gilt nicht.


Frage nach Kinderbetreuung - Wenn Chefs angelogen werden wollen

Sorry, das ist schwach

Nietzsche, Freitag, 08.09.2017, 16:13 (vor 3038 Tagen) @ Franke

Es fängt doch schon an, dass bei Bewerbungsgesprächen nur Frauen gefragt werden, wie sie es mit der Kinderbetreuung organisieren. Bei Männern interessiert das einfach nicht.


Woher weißt Du, dass das die Regel ist? Einfach so behaupten gilt nicht.

Einfach so die Augen verschließen und dann sagen, man sieht nichts, gilt nicht.


Frage nach Kinderbetreuung - Wenn Chefs angelogen werden wollen

Wenn man extra nachfragt, woher jemand etwas weiß, ist das "Augen verschließen"? Wie sieht für Dich ernsthaftes Interesse aus?

Zum Sachverhalt:
Es gibt einen Artikel im Spiegel, in dem eine Frau schreibt, sie sei nach der Kinderbetreuung gefragt worden.

Das ist für Dich ein Beleg dafür, dass Frauen fast immer und Männer fast nie gefragt werden? Dass es Diskriminierung gibt?

Die Frage als solche ist aus Sicht eines Arbeitgebers völlig vernünftig. Natürlich an Männer und an Frauen. Wenn sich überhaupt was ändert, dann dass Arbeitgeber auch daran denken, Männer danach zu fragen. Die Frage wird für Frauen aber bleiben.

Sorry, das ist schwach

Franke, Freitag, 08.09.2017, 23:16 (vor 3037 Tagen) @ Nietzsche

Es fängt doch schon an, dass bei Bewerbungsgesprächen nur Frauen gefragt werden, wie sie es mit der Kinderbetreuung organisieren. Bei Männern interessiert das einfach nicht.


Woher weißt Du, dass das die Regel ist? Einfach so behaupten gilt nicht.

Einfach so die Augen verschließen und dann sagen, man sieht nichts, gilt nicht.


Frage nach Kinderbetreuung - Wenn Chefs angelogen werden wollen


Wenn man extra nachfragt, woher jemand etwas weiß, ist das "Augen verschließen"? Wie sieht für Dich ernsthaftes Interesse aus?

Zum Sachverhalt:
Es gibt einen Artikel im Spiegel, in dem eine Frau schreibt, sie sei nach der Kinderbetreuung gefragt worden.

Das ist für Dich ein Beleg dafür, dass Frauen fast immer und Männer fast nie gefragt werden? Dass es Diskriminierung gibt?

Die Frage als solche ist aus Sicht eines Arbeitgebers völlig vernünftig. Natürlich an Männer und an Frauen. Wenn sich überhaupt was ändert, dann dass Arbeitgeber auch daran denken, Männer danach zu fragen. Die Frage wird für Frauen aber bleiben.


Und kannst Du ein Beispiel nennen, wo ein männlicher Stellenbewerber gefragt wurde: "Sie haben zwei kleine Kinder, wie läuft das mit deren Betreuung?"

Sorry, das ist schwach

Nietzsche, Samstag, 09.09.2017, 02:17 (vor 3037 Tagen) @ Franke

Es fängt doch schon an, dass bei Bewerbungsgesprächen nur Frauen gefragt werden, wie sie es mit der Kinderbetreuung organisieren. Bei Männern interessiert das einfach nicht.


Woher weißt Du, dass das die Regel ist? Einfach so behaupten gilt nicht.

Einfach so die Augen verschließen und dann sagen, man sieht nichts, gilt nicht.


Frage nach Kinderbetreuung - Wenn Chefs angelogen werden wollen


Wenn man extra nachfragt, woher jemand etwas weiß, ist das "Augen verschließen"? Wie sieht für Dich ernsthaftes Interesse aus?

Zum Sachverhalt:
Es gibt einen Artikel im Spiegel, in dem eine Frau schreibt, sie sei nach der Kinderbetreuung gefragt worden.

Das ist für Dich ein Beleg dafür, dass Frauen fast immer und Männer fast nie gefragt werden? Dass es Diskriminierung gibt?

Die Frage als solche ist aus Sicht eines Arbeitgebers völlig vernünftig. Natürlich an Männer und an Frauen. Wenn sich überhaupt was ändert, dann dass Arbeitgeber auch daran denken, Männer danach zu fragen. Die Frage wird für Frauen aber bleiben.

Und kannst Du ein Beispiel nennen, wo ein männlicher Stellenbewerber gefragt wurde: "Sie haben zwei kleine Kinder, wie läuft das mit deren Betreuung?"

Jup, mehrere. Selber anwesend gewesen und von Freunden gehört, denen das passiert ist.
Aber das sagt halt auch nix aus.

Sorry, das ist schwach

majae, Muc, Freitag, 08.09.2017, 12:04 (vor 3038 Tagen) @ Nietzsche

Es fängt doch schon an, dass bei Bewerbungsgesprächen nur Frauen gefragt werden, wie sie es mit der Kinderbetreuung organisieren. Bei Männern interessiert das einfach nicht.


Woher weißt Du, dass das die Regel ist? Einfach so behaupten gilt nicht.

Immer wieder herrlich, wenn weiße, heteronormative Männer behaupten, es gibt keine Diskriminierung. Und noch herrlicher - das ist jetzt auf das Ausgangsposting dieses Stranges bezogen - wenn diese Leute dann nach "Gleichberechtigung" rufen, wenn irgendwo mal Frauen mehr bekommen.

Social justice warrior bullshit vom feinsten.

Valo, Köln, Samstag, 09.09.2017, 07:26 (vor 3037 Tagen) @ majae

Nein Quatsch das war nur Spaß.
Ich als hetero norminativer weißer zissboy hab das Maul zu halten bei dem Thema.

Warning! A wild triggered SJW!

Social justice warrior bullshit vom feinsten.

Blarry, Essen, Samstag, 09.09.2017, 09:50 (vor 3037 Tagen) @ Valo

Wooohooo! Dem hastes aber übelste gegeben, Digger! Brofist! Burn des Jahres!

srsly, gtfo

Sorry, das ist schwach

Lutz09, Tor zum Sauerland, Freitag, 08.09.2017, 20:18 (vor 3038 Tagen) @ majae

Es fängt doch schon an, dass bei Bewerbungsgesprächen nur Frauen gefragt werden, wie sie es mit der Kinderbetreuung organisieren. Bei Männern interessiert das einfach nicht.


Woher weißt Du, dass das die Regel ist? Einfach so behaupten gilt nicht.


Immer wieder herrlich, wenn weiße, heteronormative Männer behaupten, es gibt keine Diskriminierung. Und noch herrlicher - das ist jetzt auf das Ausgangsposting dieses Stranges bezogen - wenn diese Leute dann nach "Gleichberechtigung" rufen, wenn irgendwo mal Frauen mehr bekommen.

Ich finde es eher lustig, dass du weißen, heteronormativen Männern unterstellst, sie könnten nicht bewerten, ob Frauen diskriminiert werden nur weil sie weiße, heteronormative Männer sind. Das ist ziemlich bescheuert, wenn du mich fragst.

Sorry, das ist schwach

majae, Freitag, 08.09.2017, 13:15 (vor 3038 Tagen) @ majae

Es fängt doch schon an, dass bei Bewerbungsgesprächen nur Frauen gefragt werden, wie sie es mit der Kinderbetreuung organisieren. Bei Männern interessiert das einfach nicht.


Woher weißt Du, dass das die Regel ist? Einfach so behaupten gilt nicht.


Immer wieder herrlich, wenn weiße, heteronormative Männer behaupten, es gibt keine Diskriminierung. Und noch herrlicher - das ist jetzt auf das Ausgangsposting dieses Stranges bezogen - wenn diese Leute dann nach "Gleichberechtigung" rufen, wenn irgendwo mal Frauen mehr bekommen.

Das neue Lieblingsfeindbild. Schön pauschal mal drüber rollen ne?

Sorry, das ist schwach

majae, Muc, Freitag, 08.09.2017, 16:05 (vor 3038 Tagen) @ Hans-Olo

Immer wieder herrlich, wenn weiße, heteronormative Männer behaupten, es gibt keine Diskriminierung. Und noch herrlicher - das ist jetzt auf das Ausgangsposting dieses Stranges bezogen - wenn diese Leute dann nach "Gleichberechtigung" rufen, wenn irgendwo mal Frauen mehr bekommen.


Das neue Lieblingsfeindbild. Schön pauschal mal drüber rollen ne?

Zwei mal Nö. Wo baue ich ein Feindbild auf und wo verurteile ich pauschal die ganze Gruppe? Gehöre ja selber dazu. Ich kann halt nur als weiße Person weniger über Rassismus sagen, als eine Person, die davon tagtäglich direkt betroffen ist. Genauso sieht es halt mit Diskriminierung aufgrund von Geschlecht oder Sexualität aus.

Sorry, das ist schwach

Weeman, Hinterm Knauber, Freitag, 08.09.2017, 16:08 (vor 3038 Tagen) @ majae

Ich kann halt nur als weiße Person weniger über Rassismus sagen, als eine Person, die davon tagtäglich direkt betroffen ist. Genauso sieht es halt mit Diskriminierung aufgrund von Geschlecht oder Sexualität aus.

Auf so eine Aussage lässt sich nur leider keine Diskussion aufbauen.
Ganz davon ab, dass ich die Aussage so für falsch halte.

Sorry, das ist schwach

Knolli, Freitag, 08.09.2017, 13:08 (vor 3038 Tagen) @ majae

Ohoh, das böse Patriarchat...

Sorry, das ist schwach

Nietzsche, Freitag, 08.09.2017, 12:32 (vor 3038 Tagen) @ majae

Es fängt doch schon an, dass bei Bewerbungsgesprächen nur Frauen gefragt werden, wie sie es mit der Kinderbetreuung organisieren. Bei Männern interessiert das einfach nicht.


Woher weißt Du, dass das die Regel ist? Einfach so behaupten gilt nicht.


Immer wieder herrlich, wenn weiße, heteronormative Männer behaupten, es gibt keine Diskriminierung. Und noch herrlicher - das ist jetzt auf das Ausgangsposting dieses Stranges bezogen - wenn diese Leute dann nach "Gleichberechtigung" rufen, wenn irgendwo mal Frauen mehr bekommen.

Du behauptest, dass ich irgendwas gesagt habe und führst dann ein Zitat an, in dem das gar nicht steht. Was soll ich denn damit anfangen?
Ich habe gar nichts behauptet, ich habe nur etwas gefragt.

Und woher weißt Du, ob ich Mann, Frau, irgendwas anderes, weiß, heteroirgendwas bin?

Wenn in einer Diskussion eine Seite das Thema nicht mehr beachtet und nur noch auf das Gegenüber losgeht, irgendwas unterstellt, dem anderen Dinge in den Mund legt, die der gar nicht gesagt hat - dann hat diese Seite maximal verloren.

Und dann hast Du noch einen kleinen Logikfehler gemacht:
Selbst wenn Frauen überall benachteiligt werden, ist es nicht ok, wenn sie an anderer Stelle bevorzugt werden. Es gibt keine Gleichheit im Unrecht.

Kurzer Blick ins Grundgesetz:
"Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden."

Das gilt immer und für alle!

Sorry, das ist schwach

majae, Muc, Freitag, 08.09.2017, 12:54 (vor 3038 Tagen) @ Nietzsche

Du behauptest, dass ich irgendwas gesagt habe und führst dann ein Zitat an, in dem das gar nicht steht. Was soll ich denn damit anfangen?
Ich habe gar nichts behauptet, ich habe nur etwas gefragt.

Ich lese aus deinen Postings heraus, dass du gewisse Diskriminierung anzweifelst. Wenn ich dir damit Unrecht tue, tut mir das Leid. Es sind halt die gleichen Argumentationsstrukturen, die jedes Mal bei solchen Themen auftauchen.

Du hast unten andere mögliche Ursachen für Ungleichgewichte in Führungspositionen bzw Bezahlung angeführt. Aber ist das keine Diskriminierung? Das beschränkt sich doch nicht darauf, dass Frauen - vielleicht auch aus nachvollziehbaren Gründen - unterpräsentiert in gewissen Positionen sind. Das fängt von kleinauf an, wenn dem Mädchen ab dem Grundschulalter beigebracht wird, dass es in MINT-Fächer sowieso weniger begabt ist und hört bei der Bezahlung der verschiedenen Berufsgruppen auf.

Wenn in einer Diskussion eine Seite das Thema nicht mehr beachtet und nur noch auf das Gegenüber losgeht, irgendwas unterstellt, dem anderen Dinge in den Mund legt, die der gar nicht gesagt hat - dann hat diese Seite maximal verloren.

War schlechter Stil, das gebe ich zu.

Und dann hast Du noch einen kleinen Logikfehler gemacht:
Selbst wenn Frauen überall benachteiligt werden, ist es nicht ok, wenn sie an anderer Stelle bevorzugt werden. Es gibt keine Gleichheit im Unrecht.

Sehe ich anders. Wenn ich als Mann im Durchschnitt 18% (oder wegen mir 10%) mehr Geld verdiene, dann brauche ich mich nicht darüber beschweren, wenn irgendein Fußballverein die Tickets für Frauen günstiger anbietet. Ich sehe da absolut kein Unrecht.

Kurzer Blick ins Grundgesetz:
"Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden."

Das gilt immer und für alle!

Richtig, aber das interessiert eine große Bevölkerungsgruppe eben nur, wenn sie außnahmsweise mal nicht von ungleicher Behandlung profitieren.
Mal davon abgesehen, dass man das sowieso nie verhindern werden kann. Es wird immer Männer geben, die Frauen gewisse Tätigkeiten nicht zutrauen oder sie nicht ernst/für vollwertig nehmen und auf der anderen Seite wird dir als Frau in gewissen Situationen viel eher geholfen. Der größte Nutznießer von Diskriminierung ist in unserer Gesellschaft aber eben der "weiße, heteronormative Mann" und dann kann man der anderen Seite auch mal gewisse Bevorteilungen gönnen. Wenn nicht, dann soll man bitte auch das komplette Spektrum von Ungleichbehandlung kritisieren.

Sorry, das ist schwach

Nietzsche, Freitag, 08.09.2017, 15:58 (vor 3038 Tagen) @ majae

Ich lese aus deinen Postings heraus, dass du gewisse Diskriminierung anzweifelst. Wenn ich dir damit Unrecht tue, tut mir das Leid. Es sind halt die gleichen Argumentationsstrukturen, die jedes Mal bei solchen Themen auftauchen.

Wir haben einen Sachverhalt: Es gibt weniger Frauen in hohen Positionen.
Daraus schließen jetzt viele Leute, dass das nur an Diskriminierung liegen kann.
Ich zweifle die Korrektheit dieses Schlusses an. Es gibt ja auch in vielen anderen Bereichen Ungleichverteilungen. Es gibt außerdem viele andere plausible Gründe, warum das so sein kann.

Und wenn Du das mit "Argumentationsstruktur" meinst, dann zeig doch mal auf, wieso die falsch ist. Nachfragen woher jemand etwas weiß und weshalb er so sicher ist, ist doch völlig anständig und vernünftig.
Ich würde mich ja von Deiner Position überzeugen lassen, wenn Du mir gute Gründe nennst.

Du hast unten andere mögliche Ursachen für Ungleichgewichte in Führungspositionen bzw Bezahlung angeführt. Aber ist das keine Diskriminierung?

Nein, keinesfalls. Wenn z.B. jemand für einen Job schlecht geeignet ist, dann wird er nicht diskriminiert, wenn er ihn nicht bekommt, sondern jemand besserer.

Das beschränkt sich doch nicht darauf, dass Frauen - vielleicht auch aus nachvollziehbaren Gründen - unterpräsentiert in gewissen Positionen sind.

Das ist auch so eine Sache. Unterrepräsentiert. Was bedeutet das? Wenn es 49% Männer und 51% Frauen gibt, dann müssen auch in allen Betrieben idealerweise 49% der Belegschaft Männer und 51% Frauen sein?
Was soll das? Woher kommt das?
Die Belegschaften von Firmen, die Mitglieder in Vereinen, die Besucher von Messen, Konzerten usw. repräsentieren nicht ihr Geschlecht.
Aus einer Ungleichverteilung leitet sich zunächst gar nichts ab. Und wieso soll irgendwas 50-50 verteilt sein? Oder genauso wie in der Bevölkerung?

Es kann ja sein, dass es ideal wäre, wenn das immer und überall so wäre. Aber wenn man das behauptet, muss man das auch begründen. Deshalb mal eine weiterführende Frage:
Auf welchen Gebieten außer den bestbezahlten Jobs spricht eine Ungleichverteilung noch für Diskriminierung? Und bei welchen Gebieten sind Ungleichverteilungen ok?

Das fängt von kleinauf an, wenn dem Mädchen ab dem Grundschulalter beigebracht wird, dass es in MINT-Fächer sowieso weniger begabt ist und hört bei der Bezahlung der verschiedenen Berufsgruppen auf.

Das hört man seit Jahrzehnten. Offenbar sind die Lehrkräfte einfach unbeirrbare Idioten, die das einfach nicht lassen können. Ist doch komisch, dass sich das einfach nicht ändert, oder?
Allerdings ist es auch hier so, dass die geringen Einschreibzahlen in MINT-Fächern auch einfach so auf Diskriminierung geschoben werden. Dabei könnte es auch einfach am Interesse liegen (nur zum Beispiel).

Überleg mal, was plausibler klingt:
1. Seit Jahrzehnten hämmern flächendeckend die Lehrkräfte (übrigens überwiegend weiblich!) trotz gegenteiliger Aufklärung kleinen Mädchen ein, dass sie bei MINT doof wären. Trotz Förderprogrammen, großer Kampagnen usw. Die Lehrer ändern sich einfach nicht, so dass die Mädchen keine Chance haben.

2. Mädchen und Jungs haben unterschiedliche Interessen. Mädchen interessieren sich seltener für MINT.

Ich finde, Punkt 2 hat durchaus was. Muss nicht stimmen, klingt aber plausibler als Punkt 1. Oder?

War schlechter Stil, das gebe ich zu.

Respekt, das können nicht viele! Bravo!

Und dann hast Du noch einen kleinen Logikfehler gemacht:
Selbst wenn Frauen überall benachteiligt werden, ist es nicht ok, wenn sie an anderer Stelle bevorzugt werden. Es gibt keine Gleichheit im Unrecht.


Sehe ich anders.

Glaub ich Dir nicht. Ganz einfach, weil es logisch falsch ist, das anders zu sehen. Tausch doch mal Diskriminierung gegen was anderes aus, z.B. verprügelt werden, ausgeraubt werden, vergewaltigt werden.
Wenn Du das echt fundamental anders siehst, lehnst Du den Rechtsstaat ab.

Wenn ich als Mann im Durchschnitt 18% (oder wegen mir 10%) mehr Geld verdiene, dann brauche ich mich nicht darüber beschweren, wenn irgendein Fußballverein die Tickets für Frauen günstiger anbietet. Ich sehe da absolut kein Unrecht.

Es ist zwar geschmacklos, aber bei den Tickets sehe ich auch kein Problem. Hattest Du auch geschrieben, dass sich das auf den Ausgangsbeitrag bezieht.

Aber das mit dem Verdienst ist so eine Sache. Ich weiß nicht, ob Du das meinst. Aber wenn Frauen für die gleiche Arbeit deutlich weniger Geld nehmen, warum stellen nicht alle Firmen Frauen ein, um Kosten zu sparen?
Diese Pay-Gap-Nummer scheint mir mehr ein PR-Stunt zu sein. Das passt alles nicht zusammen.
Wenn man gleichzeitig behauptet, Frauen kämen nicht an die Jobs, in denen man so richtig viel verdient, gleichzeitig aber, dass Frauen für die gleiche Arbeit deutlich weniger Geld bekommen.
Ja sind denn die Betriebe alle doof? Wieso stellen die so teure Männer ein? Die feuern doch auch sonst bedenkenlos Leute, wenn es was zu sparen gibt. Nur bei Frauen in Führungspositionen, da ist Geld egal, Hauptsache die Mädels dürfen nicht mitspielen?

Kurzer Blick ins Grundgesetz:
"Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden."

Das gilt immer und für alle!


Richtig, aber das interessiert eine große Bevölkerungsgruppe eben nur, wenn sie außnahmsweise mal nicht von ungleicher Behandlung profitieren.

Trotzdem ist sie in dem speziellen Fall im recht. Entweder etwas gilt, oder eben nicht.
Es mag ja emotional durchaus befriedigend sein, wenn es "den Richtigen trifft", aber es taugt halt nicht als Regel. Hach ja, ich und mein Kant.
Ernsthaft: Geht nicht. Auch Arschlöcher haben Rechte, um es mal ganz allgemein zu sagen.

Mal davon abgesehen, dass man das sowieso nie verhindern werden kann. Es wird immer Männer geben, die Frauen gewisse Tätigkeiten nicht zutrauen oder sie nicht ernst/für vollwertig nehmen und auf der anderen Seite wird dir als Frau in gewissen Situationen viel eher geholfen. Der größte Nutznießer von Diskriminierung ist in unserer Gesellschaft aber eben der "weiße, heteronormative Mann" und dann kann man der anderen Seite auch mal gewisse Bevorteilungen gönnen. Wenn nicht, dann soll man bitte auch das komplette Spektrum von Ungleichbehandlung kritisieren.

Nee, nicht wirklich. Ein Unrecht ist ein Unrecht, ganz egal, wieviel sonstige Unrechte es gibt. Verhindern sollte man sie alle, keine Frage.

Eine Sache stört mich noch: Du sagst oft "heteronormativer weißer Mann" und hast kein Problem damit, dieser Gruppe auch mal ein Unrecht zuzufügen, weil es denen ja so gut geht.
Das ist ein Paradebeispiel für Sexismus. Das kannst Du doch nicht wirklich ernst meinen. Oder?

Sorry, das ist schwach

majae, Muc, Freitag, 08.09.2017, 17:27 (vor 3038 Tagen) @ Nietzsche

Wir haben einen Sachverhalt: Es gibt weniger Frauen in hohen Positionen.
Daraus schließen jetzt viele Leute, dass das nur an Diskriminierung liegen kann.

Und deine Gegenthese wäre, dass es nicht an Diskriminierung liegen kann. Beide Extrema halte ich für falsch. Wir brauchen uns sicherlich nicht darüber unterhalten, ob es Diskriminierung überhaupt gibt, oder? Dass Frauen von vielen Männern in Gesprächen nicht ernst und für vollwertig genommen werden, bekomme ich ja selbst als Mann immer wieder mit.

Nein, keinesfalls. Wenn z.B. jemand für einen Job schlecht geeignet ist, dann wird er nicht diskriminiert, wenn er ihn nicht bekommt, sondern jemand besserer.

[...]


Das ist auch so eine Sache. Unterrepräsentiert. Was bedeutet das? Wenn es 49% Männer und 51% Frauen gibt, dann müssen auch in allen Betrieben idealerweise 49% der Belegschaft Männer und 51% Frauen sein?
Was soll das? Woher kommt das?
Die Belegschaften von Firmen, die Mitglieder in Vereinen, die Besucher von Messen, Konzerten usw. repräsentieren nicht ihr Geschlecht.
Aus einer Ungleichverteilung leitet sich zunächst gar nichts ab. Und wieso soll irgendwas 50-50 verteilt sein? Oder genauso wie in der Bevölkerung?

Um das klar zu stellen: Derjenige, der am besten qualifiziert ist, soll den Job bekommen. Unterpräsentiert muss natürlich auch nicht automatisch schlechter heißen, aber wenn es statistisch auffällig ist, lohnt sich meiner Meinung nach ein genauerer Blick, woran das denn liegt. Wenn man dann zu dem Schluss kommt, dass Frauen dort weniger stark vertreten sind, weil es eben Frauen sind, die Ungleichverteilung biologisch angeboren ist, dann lässt sich daran auch wenig rütteln. Ich zweifel aber daran.

Es kann ja sein, dass es ideal wäre, wenn das immer und überall so wäre. Aber wenn man das behauptet, muss man das auch begründen. Deshalb mal eine weiterführende Frage:
Auf welchen Gebieten außer den bestbezahlten Jobs spricht eine Ungleichverteilung noch für Diskriminierung? Und bei welchen Gebieten sind Ungleichverteilungen ok?

S.o. - Ich plädiere nicht dafür auf Teufel komm raus überall eine 50/50 Mischung zu erreichen. Aber ich wünsche mir eine Gesellschaft, in der im Idealfall jeder sein volles Potential entfalten kann.

Das hört man seit Jahrzehnten. Offenbar sind die Lehrkräfte einfach unbeirrbare Idioten, die das einfach nicht lassen können. Ist doch komisch, dass sich das einfach nicht ändert, oder?

Allerdings ist es auch hier so, dass die geringen Einschreibzahlen in MINT-Fächern auch einfach so auf Diskriminierung geschoben werden. Dabei könnte es auch einfach am Interesse liegen (nur zum Beispiel).

Überleg mal, was plausibler klingt:
1. Seit Jahrzehnten hämmern flächendeckend die Lehrkräfte (übrigens überwiegend weiblich!) trotz gegenteiliger Aufklärung kleinen Mädchen ein, dass sie bei MINT doof wären. Trotz Förderprogrammen, großer Kampagnen usw. Die Lehrer ändern sich einfach nicht, so dass die Mädchen keine Chance haben.

2. Mädchen und Jungs haben unterschiedliche Interessen. Mädchen interessieren sich seltener für MINT.

Ich finde, Punkt 2 hat durchaus was. Muss nicht stimmen, klingt aber plausibler als Punkt 1. Oder?

Also erstmal: ja, Lehrkräfte sind in ihren Methoden oft vor ein paar Jahrzehnten stehen geblieben. Ich hatte auf dem Gymnasium auf jeden Fall Mathematiklehrer, die uns Jungs grundsätzlich besser bewertet haben. Ich wollte das aber auch nicht auf die Lehrkräfte beschränken, sondern sehe das als generelles Gesellschaftsbild: "Du musst als Mädchen im Mathematik-, Physik- und Chemieunterricht nicht mitkommen, ist eh mehr was für die Jungs." Dieses Denken existiert und ich glaube, dass dadurch wahnsinnig viel Potential verloren geht.
Andersherum sehe ich nicht den schlüssigen, biologischen Grund, warum Männer grundsätzlich begabter oder interessierter in Technikfragen sein sollten. Könnte das nicht viel eher kulturell bedingt sein?
Und dann kann man sich auch fragen, warum männer-dominierte Berufe i.d.R. besser bezahlt werden.

Wenn ich als Mann im Durchschnitt 18% (oder wegen mir 10%) mehr Geld verdiene, dann brauche ich mich nicht darüber beschweren, wenn irgendein Fußballverein die Tickets für Frauen günstiger anbietet. Ich sehe da absolut kein Unrecht.

Aber das mit dem Verdienst ist so eine Sache. Ich weiß nicht, ob Du das meinst. Aber wenn Frauen für die gleiche Arbeit deutlich weniger Geld nehmen, warum stellen nicht alle Firmen Frauen ein, um Kosten zu sparen?
Diese Pay-Gap-Nummer scheint mir mehr ein PR-Stunt zu sein. Das passt alles nicht zusammen.
Wenn man gleichzeitig behauptet, Frauen kämen nicht an die Jobs, in denen man so richtig viel verdient, gleichzeitig aber, dass Frauen für die gleiche Arbeit deutlich weniger Geld bekommen.
Ja sind denn die Betriebe alle doof? Wieso stellen die so teure Männer ein? Die feuern doch auch sonst bedenkenlos Leute, wenn es was zu sparen gibt. Nur bei Frauen in Führungspositionen, da ist Geld egal, Hauptsache die Mädels dürfen nicht mitspielen?

Ich würde den Zahlen auch nicht all zu viel Glauben schenken. Was ich aber glaube, ist, dass wenn es um eine Beförderung geht, der männliche Kollege bei schlechter Qualifikation, bessere Chancen auf die Position hat, als seine weibliche Kollegin. Eben weil es bei so etwas selten um die reine Qualifikation geht. Und eben weil die kulturell "angeborenen" Rollenbilder (s.o.) auch in den Köpfen der Führungsetage stecken - mehr oder weniger ausgeprägt. Der Mensch ist in seiner Beurteilung von Vorurteilen geprägt. Anderer Bereich, gleiche Thematik: Meine Cousine mit "nicht-deutschem" Nachnamen hat in ihrem Jurastudium grundstäzlich deutlich bessere Noten bekommen, wenn die Examen anonymisiert bewertet wurden.
Es gab ja vor kurzem diese Story, die relativ viral gegangen ist, wo jemand auf der Arbeit die E-Mail Signatur mit seiner weiblichen Kollegin getauscht hat und plötzlich deutlich unproduktiver war. Ob die Geschichte sich wirklich so zugetragen hat oder nicht ist im Prinzip unerheblich.

Mir wird die Diskussion ein wenig lang, dafür dass es hier ursprünglich nur um eine blöde Marketingidee ging. Ich denke, letztendlich sind da unterschiedliche Meinungen. Du behauptest, Frauen interessieren sich für manche Dinge weniger, als Männer, dadurch gibt es Ungleichheiten, die biologisch gegeben sind. Ich behaupte, das ganze ist kulturell bedingt und eine Hürde, die uns als Menschheit ingesamt einschränkt. Und das gilt natürlich auch andersrum.

Eine Sache stört mich noch: Du sagst oft "heteronormativer weißer Mann" und hast kein Problem damit, dieser Gruppe auch mal ein Unrecht zuzufügen, weil es denen ja so gut geht.
Das ist ein Paradebeispiel für Sexismus. Das kannst Du doch nicht wirklich ernst meinen. Oder?

Nein, erstmal sollte niemandem Unrecht zugefügt werden, besonders nicht pauschal einer ganzen Gruppe. Ich kann es halt nur nicht besonders ernst nehmen, wenn man sich als privilegierter Mann über vermeintliche Ungerechtigkeiten gegenüber uns Männern beschwert. Unrecht wird durch Unrecht nicht wett gemacht, das wollte ich auch keinesfalls ausdrücken. Es gibt leider viele Einzelfälle, wo man als Mann dann am Ende ziemlich blöd da steht; wenn bspw die Exfreundin plötzlich behauptet, er hätte sie geschlagen oder sexuell genötigt. Das ist aber wieder etwas anderes als struktureller Sexismus und da sehe ich kaum nennenswerte Benachteiligungen des Mannes.

Sorry, das ist schwach

Nietzsche, Freitag, 08.09.2017, 19:53 (vor 3038 Tagen) @ majae

Wir haben einen Sachverhalt: Es gibt weniger Frauen in hohen Positionen.
Daraus schließen jetzt viele Leute, dass das nur an Diskriminierung liegen kann.


Und deine Gegenthese wäre, dass es nicht an Diskriminierung liegen kann.

Nein, das logische Gegenteil von "es ist nur Diskriminierung" ist:
Es ist nicht nur Diskriminierung.

Das schließt eine ganze Menge Möglichkeiten ein.

Um das klar zu stellen: Derjenige, der am besten qualifiziert ist, soll den Job bekommen. Unterpräsentiert muss natürlich auch nicht automatisch schlechter heißen, aber wenn es statistisch auffällig ist, lohnt sich meiner Meinung nach ein genauerer Blick, woran das denn liegt. Wenn man dann zu dem Schluss kommt, dass Frauen dort weniger stark vertreten sind, weil es eben Frauen sind, die Ungleichverteilung biologisch angeboren ist, dann lässt sich daran auch wenig rütteln. Ich zweifel aber daran.

Wir sind uns einig: Einstellungen nach Eignung, Geschlecht spielt im Idealfall keine Rolle. Find ich auch super.
Wir sind uns auch einig, dass man nicht wirklich weiß, woran es liegt.

Es kann ja sein, dass es ideal wäre, wenn das immer und überall so wäre. Aber wenn man das behauptet, muss man das auch begründen. Deshalb mal eine weiterführende Frage:
Auf welchen Gebieten außer den bestbezahlten Jobs spricht eine Ungleichverteilung noch für Diskriminierung? Und bei welchen Gebieten sind Ungleichverteilungen ok?


S.o. - Ich plädiere nicht dafür auf Teufel komm raus überall eine 50/50 Mischung zu erreichen. Aber ich wünsche mir eine Gesellschaft, in der im Idealfall jeder sein volles Potential entfalten kann.

Ja aber das ist doch ein völlig anderes Thema. Den Wunsch haben wir gemeinsam. Ich finde auch Meinungsfreiheit und freie Berufswahl toll. Ist aber nicht unser Thema, es sei denn, Du willst implizit sagen, Frauen könnten ihr Potenzial nicht entfalten. Dann aber Butter bei die Fische! Wo ist das so und woher weißt Du das?

Das hört man seit Jahrzehnten. Offenbar sind die Lehrkräfte einfach unbeirrbare Idioten, die das einfach nicht lassen können. Ist doch komisch, dass sich das einfach nicht ändert, oder?

Also erstmal: ja, Lehrkräfte sind in ihren Methoden oft vor ein paar Jahrzehnten stehen geblieben. Ich hatte auf dem Gymnasium auf jeden Fall Mathematiklehrer, die uns Jungs grundsätzlich besser bewertet haben. Ich wollte das aber auch nicht auf die Lehrkräfte beschränken, sondern sehe das als generelles Gesellschaftsbild: "Du musst als Mädchen im Mathematik-, Physik- und Chemieunterricht nicht mitkommen, ist eh mehr was für die Jungs." Dieses Denken existiert und ich glaube, dass dadurch wahnsinnig viel Potential verloren geht.

Woher weißt Du das mit den Lehrkräften? Dein Mathelehrer in Ehren, aber flächendeckende systematische Verblödung? Und die jungen Kollegen mucken nicht auf? Die Mehrzahl sind Frauen und die alle merken nicht, was los ist?
Das klingt für mich nicht besonders plausibel, zumal gerade Pädagogen sich bei der Ausbildung ja ausführlich mit dem Thema beschäftigen.

Und dass so ein Denken existiert, ist eine Sache. Ob es auch eine signifikante Wirkung entfaltet, ist die Frage. Gerade in modernen Zeiten mit Internet, in denen Kampagnen gemacht werden und das Thema allgegenwärtig ist.

Andersherum sehe ich nicht den schlüssigen, biologischen Grund, warum Männer grundsätzlich begabter oder interessierter in Technikfragen sein sollten. Könnte das nicht viel eher kulturell bedingt sein?

Wie müsste denn ein biologischer Grund aussehen, damit Du ihn akzeptierst?
Mal als Indiz: In allen Kulturen zu allen Zeiten gab es unterschiedliche Rollen für Männer und Frauen. Das ist ein starkes Indiz, dass Männer und Frauen unterschiedlich sind. Nicht besser oder schlechter, nur anders.

Irgendwas kann sicher kulturell bedingt sein, aber solange es dafür keine Belege, aber viele Indizien für andere Erklärungen gibt, ist das eine sehr schwache Behauptung. Und der Behaupter trägt die Beweislast!

Und dann kann man sich auch fragen, warum männer-dominierte Berufe i.d.R. besser bezahlt werden.

Klar kann man sich das fragen. Und? Wie ist Deine Antwort?

Ich würde den Zahlen auch nicht all zu viel Glauben schenken. Was ich aber glaube, ist, dass wenn es um eine Beförderung geht, der männliche Kollege bei schlechter Qualifikation, bessere Chancen auf die Position hat, als seine weibliche Kollegin. Eben weil es bei so etwas selten um die reine Qualifikation geht. Und eben weil die kulturell "angeborenen" Rollenbilder (s.o.) auch in den Köpfen der Führungsetage stecken - mehr oder weniger ausgeprägt.

Und wieder: Woher weißt Du das? Ist das so?

Anderer Bereich, gleiche Thematik: Meine Cousine mit "nicht-deutschem" Nachnamen hat in ihrem Jurastudium grundstäzlich deutlich bessere Noten bekommen, wenn die Examen anonymisiert bewertet wurden.
Es gab ja vor kurzem diese Story, die relativ viral gegangen ist, wo jemand auf der Arbeit die E-Mail Signatur mit seiner weiblichen Kollegin getauscht hat und plötzlich deutlich unproduktiver war. Ob die Geschichte sich wirklich so zugetragen hat oder nicht ist im Prinzip unerheblich.

Das sind schöne Anekdoten. Aber auch jeder Raucher kennt jemanden, der zig Jahre gequalmt hat und 90 Jahre alt wurde. Das würdest Du auch nicht als Beleg für die Unschädlichkeit des Rauchens gelten lassen.

Du behauptest, Frauen interessieren sich für manche Dinge weniger, als Männer, dadurch gibt es Ungleichheiten, die biologisch gegeben sind.

Und jetzt unterstellst Du mir wieder Sachen, die ich nie gesagt habe.

Ich behaupte, das ganze ist kulturell bedingt und eine Hürde, die uns als Menschheit ingesamt einschränkt.

Aber ist Dir mal der Gedanke gekommen, dass da was nicht stimmt? Wie kannst Du so sicher sein, wenn Du keine guten Gründe hast?

Eine Sache stört mich noch: Du sagst oft "heteronormativer weißer Mann" und hast kein Problem damit, dieser Gruppe auch mal ein Unrecht zuzufügen, weil es denen ja so gut geht.
Das ist ein Paradebeispiel für Sexismus. Das kannst Du doch nicht wirklich ernst meinen. Oder?


Nein, erstmal sollte niemandem Unrecht zugefügt werden, besonders nicht pauschal einer ganzen Gruppe. Ich kann es halt nur nicht besonders ernst nehmen, wenn man sich als privilegierter Mann über vermeintliche Ungerechtigkeiten gegenüber uns Männern beschwert. Unrecht wird durch Unrecht nicht wett gemacht, das wollte ich auch keinesfalls ausdrücken. Es gibt leider viele Einzelfälle, wo man als Mann dann am Ende ziemlich blöd da steht; wenn bspw die Exfreundin plötzlich behauptet, er hätte sie geschlagen oder sexuell genötigt. Das ist aber wieder etwas anderes als struktureller Sexismus und da sehe ich kaum nennenswerte Benachteiligungen des Mannes.

Und woher weißt Du vom "strukturellen Sexismus"? Welche Belege gibt es? Frauen in Führungspositionen und Pay-Gap taugen nicht. Was gibt es noch?

Sorry, das ist schwach

majae, Muc, Montag, 11.09.2017, 13:20 (vor 3035 Tagen) @ Nietzsche

Ich kram das Thema nochmal raus, weil ich gern noch auf ein paar Punkte antworten würde.

Nein, das logische Gegenteil von "es ist nur Diskriminierung" ist:
Es ist nicht nur Diskriminierung.

Das schließt eine ganze Menge Möglichkeiten ein.

Aber du zweifelst doch an, dass es an geschlechterspezifischer Diskriminierung liegt? Ich sage, so etwas wie den Gender Pay Gap gibt es wegen Diskriminierung UND unterschiedlichen Interessen bei Frauen und Männern, z.B. dass Frauen eher bereit sind ihre Karriere für die Familie zu opfern.

Ja aber das ist doch ein völlig anderes Thema. Den Wunsch haben wir gemeinsam. Ich finde auch Meinungsfreiheit und freie Berufswahl toll. Ist aber nicht unser Thema, es sei denn, Du willst implizit sagen, Frauen könnten ihr Potenzial nicht entfalten. Dann aber Butter bei die Fische! Wo ist das so und woher weißt Du das?

Bei uns im Physikstudium war (ohne Lehramtsstudenten) der Frauenanteil bei ca. 5%. Ähnlich dürfte es bei fertigen Doktoranden aussehen. Ich glaube nicht, dass Männer per se 20-fach häufiger gute Physiker sind.
Möglicher Grund: Wenn in der vierten Klasse das Mädchen im Mathematikunterricht nicht mit kommt, dann wird viel eher gesagt, dass sie halt Mathe einfach nicht so gut kann und bis zum Abi nie etwas besseres als eine 4 erwartet - und vor allem akzeptiert sie das auch so. Bei ihrem männlichen Mitschüler wird hingegen eher nochmal extra Nachhilfe beauftragt o.ä. Natürlich gibt es das auch andersrum, aber ich denke im Durchschnitt dürfte es da statistische Signifikanz geben. Und das ist kein Wissen, sondern sind Schlüsse, die ich durchs Beobachten gezogen haben, untermauert mit Fakten, wie eben 20% Frauenanteil in MINT-Studenfächern.
Das ist genauso wie beim Autofahren. Es wird einfach behauptet, Frauen könnten schlechter Autofahren und viele Menschen glauben das, inklusive vieler Frauen. Dabei sind junge, männliche Fahranfänger die größte Risikogruppe auf der Straße.

Woher weißt Du das mit den Lehrkräften? Dein Mathelehrer in Ehren, aber flächendeckende systematische Verblödung? Und die jungen Kollegen mucken nicht auf? Die Mehrzahl sind Frauen und die alle merken nicht, was los ist?
Das klingt für mich nicht besonders plausibel, zumal gerade Pädagogen sich bei der Ausbildung ja ausführlich mit dem Thema beschäftigen.

Und dass so ein Denken existiert, ist eine Sache. Ob es auch eine signifikante Wirkung entfaltet, ist die Frage. Gerade in modernen Zeiten mit Internet, in denen Kampagnen gemacht werden und das Thema allgegenwärtig ist.

Ich bin mir auch sicher, dass das in den nächsten Jahrzehnten deutlich abgeschwächt wird. Wenn wir von Führungspersonen sprechen, reden wir aber über ein Schulzeit aus der prä-Internet Ära. Und Frauen sind ja auch nicht gegen sexistisches Gedankengut imun. Und sobald erstmal gemeinhin akzeptierte Muster in den Köpfen verbreitet sind, kommt man da nicht von heute auf morgen raus. Du weißt ja letztendlich auch nicht, ob Frauen per se in gewissen Fächern schlechter sind oder es an diskriminierenden Gründen liegt, trotzdem zweifelst du den zweiten Punkt ganz stark an.

Wie müsste denn ein biologischer Grund aussehen, damit Du ihn akzeptierst?

Mal als Indiz: In allen Kulturen zu allen Zeiten gab es unterschiedliche Rollen für Männer und Frauen. Das ist ein starkes Indiz, dass Männer und Frauen unterschiedlich sind. Nicht besser oder schlechter, nur anders.

Wo habe ich Unterschiede zw. Mann und Frau generell geleugnet? Natürlich gibt es Unterschiede. Das eine Geschlecht zeugt Nachwuchs in den Körper des anderen Geschlechts, was danach diesen über 9 Monate mit sich herum trägt und dann für ein paar Jahre dafür sorgen muss, von keinem Lebensfeind aufgegessen zu werden. Da hat die Evolution natürlich für Unterschiede in den beiden Geschlechtern gesorgt, sonst gäbe es den Menschen vermutlich gar nicht mehr. Und deswegen sehe ich z.B. ein, dass Frauen grundsätzlich Kleinkinder interessanter finden.

Ich würde den Zahlen auch nicht all zu viel Glauben schenken. Was ich aber glaube, ist, dass wenn es um eine Beförderung geht, der männliche Kollege bei schlechter Qualifikation, bessere Chancen auf die Position hat, als seine weibliche Kollegin. Eben weil es bei so etwas selten um die reine Qualifikation geht. Und eben weil die kulturell "angeborenen" Rollenbilder (s.o.) auch in den Köpfen der Führungsetage stecken - mehr oder weniger ausgeprägt.


Und wieder: Woher weißt Du das? Ist das so?

Ist in der Tat wilde Spekulation von mir, aber basierend auf den Erfahrungen, die ich in meinem Leben gemacht habe, wenn Männer mit Frauen auf gewissen Ebenen kommunizieren und wie unterschiedlich das zu der Kommunikation unter Männern ist. Und ich rede jetzt sicher nicht von flachen Witzen oder ungeniertem Pupsen.

Das sind schöne Anekdoten. Aber auch jeder Raucher kennt jemanden, der zig Jahre gequalmt hat und 90 Jahre alt wurde. Das würdest Du auch nicht als Beleg für die Unschädlichkeit des Rauchens gelten lassen.

Ja, ich kenne aber auch gleichzeit 20 Fälle, in denen Raucher bereits mit 50 an Krebs erkrankt sind. Zusammen mit Studien über die Gesundheitsgefahren vom Rauchen, kann ich mir so ein Bild über die Gefährlichkeit bilden.

Du behauptest, Frauen interessieren sich für manche Dinge weniger, als Männer, dadurch gibt es Ungleichheiten, die biologisch gegeben sind.


Und jetzt unterstellst Du mir wieder Sachen, die ich nie gesagt habe.

Ersetze behaupten durch vermuten.

Aber ist Dir mal der Gedanke gekommen, dass da was nicht stimmt? Wie kannst Du so sicher sein, wenn Du keine guten Gründe hast?

Ich finde meine Gründe nicht schlecht. Warum nimmt denn die Differenz in der durchschnittlichen mathematischen Leistung in den letzten Jahren ab, wenn diese Differenz "gottgegeben" ist?

Und woher weißt Du vom "strukturellen Sexismus"? Welche Belege gibt es? Frauen in Führungspositionen und Pay-Gap taugen nicht. Was gibt es noch?

Marketing und Filme zum Beispiel. Überall wird die Frau auffällig oft auf ihr Aussehen reduziert, Fähigkeiten spielen eine untergeordnete Rolle. Das sind Bilder, mit denen wir vom Kindesalter an aufwachsen.

Ich brauche auch keine unumstößlichen Beweise für meine Thesen, wenn ich viele Indizien in verschiedenen Bereichen sehe und mir daraus ein relativ klares Bild zeichnen kann.

Sorry, das ist schwach

Nietzsche, Freitag, 08.09.2017, 20:07 (vor 3038 Tagen) @ Nietzsche
bearbeitet von Kulibi77, Freitag, 08.09.2017, 20:12

Es ist sogar so dass Frauen eigentlich sogar einen neuronalen Vorteil haben für Mathematik. Ihr Sprachzentrum ist ausgeprägter als bei Männern und das ist auch zuständig für abstraktes Denken. Trotzdem schaffen es so wenig Frauen in diesem Bereich.

Man stelle sich vor diese Wissenschaft würde von Menschen betrieben werden die biologisch besser dafür ausgestattet sind als die bisherige dominante Personengruppe! Wer weiß wie weit wir schon sein könnten...


Gerade in Mathe und Physik gibt es eine klare Diskriminierung von Frauen. Das ist auch ausführlich erforscht inzwischen.

Sorry, das ist schwach

Nietzsche, Freitag, 08.09.2017, 21:27 (vor 3038 Tagen) @ Kulibi77

Es ist sogar so dass Frauen eigentlich sogar einen neuronalen Vorteil haben für Mathematik. Ihr Sprachzentrum ist ausgeprägter als bei Männern und das ist auch zuständig für abstraktes Denken.

Sicher, dass das so stimmt? Kannst Du mir nen Link oder so geben, woher Du das hast? Bin ernsthaft interessiert!

Trotzdem schaffen es so wenig Frauen in diesem Bereich.

Was meinst Du mit "in den Bereich schaffen"? An der Uni ins richtige Fach einschreiben?

Man stelle sich vor diese Wissenschaft würde von Menschen betrieben werden die biologisch besser dafür ausgestattet sind als die bisherige dominante Personengruppe!

Aber wie hat denn die dominante Gruppe es hingekriegt, dass sie diese Stellung einnehmen konnte?

Gerade in Mathe und Physik gibt es eine klare Diskriminierung von Frauen. Das ist auch ausführlich erforscht inzwischen.

Was heißt "in Mathe und Physik"? Im Schulunterricht? Im Studiengang? Im Berufsleben?
Und was heißt "ausführlich erforscht"? Kannst Du mir freundlicherweise Hinweise geben, wo man diese Forschungen einsehen kann? Interessiert micht wirklich! Danke!

Sorry, das ist schwach

Nietzsche, Freitag, 08.09.2017, 22:07 (vor 3037 Tagen) @ Nietzsche

Sicher, dass das so stimmt? Kannst Du mir nen Link oder so geben, woher Du das hast? Bin ernsthaft interessiert!

ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2478638/
nber.org/papers/w15430.pdf
sciencespo.fr/liepp/sites/sciencespo.fr.liepp/files/Giving%20a%20little%20Help%20to%20Girls_WP.pdf


Bei der unterschiedlichen Verarbeitung von Informationen fängt das Problem im Kindesalter und in der Schule an und setzt sich fort bis an die Universitäten. Eine mögliche Lösung wäre ein nach Geschlechtern getrennter Unterricht mit unterschiedlichen Ansätzen wie der Stoff vermittelt wird. Die aktuelle Unterrichtsweise bevorteilt das männliche Gehirn.

Dazu kommen kulturelle Klischees die schon eher echte "Diskriminierung" darstellen. Die so richtig erst an der Universität zum Problem werden, denn dann geht es um Karrieren. So gibt es ein großes Problem bei der Bewertung von Studienarbeiten im Bereich Mathematik oder Physik. Die Benotung von mathematischen Studienleistungen sinkt automatisch um 1-2 Notenschritte wenn dem Prüfer das (weibliche) Geschlecht bekannt ist. Frauen zeigen diesen Diskriminierungseffekt auch gegenüber Männern, aber deutlich geringer. Da die klassischen Naturwissenschaften traditionell noch sehr von Männern geprägt sind, ist dieser Diskriminierungseffekt im Moment hauptsächlich gegenüber Frauen relevant. Frauen haben es schwieriger für gleiche Leistungen gleich gute Noten zu bekommen, haben es schwieriger Anstellungen an den Lehrstühlen zu bekommen und haben es schwieriger im peer review Prozess, was ultimativ eine Karriere (aka Professur) schwerer erreichbar macht für Frauen. Das ist alles ausführlich analysiert und studiert inzwischen:

pnas.org/content/109/41/16474.full.pdf+htm
arxiv.org/ftp/math/papers/0701/0701537.pdf
ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4552397/

Ist nun schon seit ein paar Jahren ein großes Thema für die Spitzenforschung im Bereich Mathematik und Physik. Und es gibt auch relativ einfach Gegenmaßnahmen, wie z.B. auf den papers keine ausgeschriebenen Vornamen anzugeben. Ohne Kenntnis des Geschlechts kann man auch nicht diskriminieren.

Sorry, das ist schwach

Pary1991, Bellingham, WA, Samstag, 09.09.2017, 03:34 (vor 3037 Tagen) @ Kulibi77


Bei der unterschiedlichen Verarbeitung von Informationen fängt das Problem im Kindesalter und in der Schule an und setzt sich fort bis an die Universitäten. ... Die aktuelle Unterrichtsweise bevorteilt das männliche Gehirn.

Wie sollen die unterschiedlichen Ansätze in Bezug auf Mathe,Physik aussehen? Gibt es Beispiele für Bücher,Manuskripte,Vorlesungen die den Stoff so vermitteln, daß das weibliche Gehirn im Vorteil ist?
Wie kann ich mir das vorstellen?


Dazu kommen kulturelle Klischees die schon eher echte "Diskriminierung" darstellen. Die so richtig erst an der Universität zum Problem werden, denn dann geht es um Karrieren. So gibt es ein großes Problem bei der Bewertung von Studienarbeiten im Bereich Mathematik oder Physik. Die Benotung von mathematischen Studienleistungen sinkt automatisch um 1-2 Notenschritte wenn dem Prüfer das (weibliche) Geschlecht bekannt ist.


Meine Leistungskurse im Abi waren Mathe,Physik. In Mathe hatte ich eine Lehrerin, in Physik ein Lehrer. Beide Fächer lassen im Abi wenig Spielraum für die Benotung. Da wir eine relativ kleine Gruppe waren, wäre so etwas bei unserer eigenen Auswertung relativ schnell aufgefallen. In Mathe waren von 17 ungefähr 4-5 Mädchen. Keine ist in die technische Richtung gegangen. Spätere Fächer waren: Chemie,Medizin,Jura.

In meinem Studium war der Anteil der Mädchen noch geringer. Sie waren oft die “Lieblinge” der Professoren. Auch hier ließen sich in Mathevorlesungen oder Physikvorlesungen die Ergebnisse relativ gut vergleichen. Ein Mathe Prof. ließ die Bewertung zusätzlich auch von einem wissenschaftlichen Mitarbeiter anonymisiert auf Fehler kontrollieren. Nachklausuren mußten, glaube ich, stets von einer anderen Person und nur mit der Matrikelnummer versehen, nachkorrigiert werden.
Der Anteil der Professorinnen war höher als der Anteil der Studentinnen. Wurden männliche Professoren also benachteiligt?

“automatisch um 1-2 Notenschritte” Wow. In den Naturwissenschaften sind das Welten. Hätten die Feminazis uns das nicht schon so was von um die Ohren gehauen. Beim “pay gap” wird uns doch auch immer wieder kompletter Müll präsentiert.

Frauen zeigen diesen Diskriminierungseffekt auch gegenüber Männern, aber deutlich geringer. Da die klassischen Naturwissenschaften traditionell noch sehr von Männern geprägt sind, ist dieser Diskriminierungseffekt im Moment hauptsächlich gegenüber Frauen relevant. Frauen haben es schwieriger für gleiche Leistungen gleich gute Noten zu bekommen, haben es schwieriger Anstellungen an den Lehrstühlen zu bekommen und haben es schwieriger im peer review Prozess, was ultimativ eine Karriere (aka Professur) schwerer erreichbar macht für Frauen. Das ist alles ausführlich analysiert und studiert inzwischen:

pnas.org/content/109/41/16474.full.pdf+htm

Andere Meinung hierzu: "https://othersociologist.com/2015/04/16/myth-about-women-in-science "

Thesen hier: " https://www.youtube.com/watch?v=I0ooTXIVbh8 "
Der Hauptgrund, weshalb Frauen unterrepräsentiert sind, ist die eigene Entscheidung.
Frauen haben bei Einstellungen gegenüber Männern in den “Math-Intensive Fields” sogar Vorteile.

Das deckt sich so ungefähr mit meinen eigenen Erfahrungen.
Frauen haben die gleichen Fähigkeiten. Weshalb sie gerne einen Bogen um die technische/naturwissenschaftliche Richtung machen? Eigene Entscheidungen!
Mich haben schon in der Schule die Laberfächer gelangweilt.

Quoten,Spezialförderungen haben einen gegenteiligen Effekt und suggerieren bei Mädchen/Frauen selbst den Eindruck, daß sie in diesem Bereich benachteiligt sind und weniger erreichen können. Die Politik sollte sich komplett raushalten.

Sorry, das ist schwach

Pary1991, Samstag, 09.09.2017, 04:36 (vor 3037 Tagen) @ Pary1991
bearbeitet von Kulibi77, Samstag, 09.09.2017, 04:41

Wie sollen die unterschiedlichen Ansätze in Bezug auf Mathe,Physik aussehen? Gibt es Beispiele für Bücher,Manuskripte,Vorlesungen die den Stoff so vermitteln, daß das weibliche Gehirn im Vorteil ist?

Das ist eines der Themen die in einer der verlinkten Studien ausführlich behandelt wird. Weibliche und männliche Gehirne von Kindern arbeiten unterschiedlich. Man kann das negieren und alles auf ein soziales Konstrukt reduzieren oder ganz einfach die Realität akzeptieren. Und natürlich ergeben sich Unterschiede je nachdem wessen Stärken im Lernen bespielt werden.

Der Anteil der Professorinnen war höher als der Anteil der Studentinnen. Wurden männliche Professoren also benachteiligt?
“automatisch um 1-2 Notenschritte” Wow. In den Naturwissenschaften sind das Welten. Hätten die Feminazis uns das nicht schon so was von um die Ohren gehauen. Beim “pay gap” wird uns doch auch immer wieder kompletter Müll präsentiert.

Falls du einen mathematisch geprägten Studiengang gewählt hast, sollte dir das Konzept probabilistischer Aussagen doch bekannt sein?

Verschiedenen Expertengruppen werden Forschungsarbeiten vorgelegt, anonymisiert, mit weiblichen Vornamen und mit männlichen Vornamen. Die anonymisierte / männliche Gruppe bewertet die Arbeit im Durschnitt deutlich besser als die Gruppe von Experten die einen weiblichen Vornamen sieht. Solche Studien sind ziemlicher Standard und gibt es überall auf der Welt in den letzten 20 Jahren. Die durschnittliche Benotung ist schlechter wenn ein weiblicher Vorname auf der Arbeit steht. Das heißt nicht, dass jeder Prüfer diese Vorurteile hat oder dass es in jedem Fall zur Wirkung gelangt, es heißt nur, dass es im statistischen Durschnitt einen Effekt gibt. Im übrigen, wie ich bereits schrieb, auch im umgekehrten Fall: Frauen tendieren dazu Männer schlechter zu bewerten. Das scheint ganz einfach eine gegebene Tendenz zur geschlechterbasierten Diskriminierung zu sein die der Mensch in sich trägt. Nicht jeder einzelner, vielleicht Du oder Ich nicht, aber in der Masse macht es sich bemerkbar.

Andere Meinung hierzu: "https://othersociologist.com/2015/04/16/myth-about-women-in-science "

Thesen hier: " https://www.youtube.com/watch?v=I0ooTXIVbh8 "

Beide Links beschäftigen sich in keiner Weise mit den Ergebnissen der Studien oder mit meinen Aussagen.

Der Hauptgrund, weshalb Frauen unterrepräsentiert sind, ist die eigene Entscheidung.

Erstens haben wir das Problem warum Frauen sich weniger für diese Karrieren entscheiden und zweitens warum Frauen, die sich für diese Karrieren entschieden haben, schlechtere Chancen haben. Im zweiteren Fall reden wir über Frauen die bereits diese Entscheidung getroffen haben. Der Verweis auf ihre Entscheidung ist also vollkommen irrelevant. Frauen die bereits in diesem Forschungsfeld als postdocs arbeiten haben diese Entscheidung schon lange getroffen.

Quoten,Spezialförderungen haben einen gegenteiligen Effekt und suggerieren bei Mädchen/Frauen selbst den Eindruck, daß sie in diesem Bereich benachteiligt sind und weniger erreichen können. Die Politik sollte sich komplett raushalten.

Und wo genau ging es um sowas?

Sorry, das ist schwach

Pary1991, Bellingham, WA, Samstag, 09.09.2017, 08:06 (vor 3037 Tagen) @ Kulibi77

Das ist eines der Themen die in einer der verlinkten Studien ausführlich behandelt wird. Weibliche und männliche Gehirne von Kindern arbeiten unterschiedlich. Man kann das negieren und alles auf ein soziales Konstrukt reduzieren oder ganz einfach die Realität akzeptieren. Und natürlich ergeben sich Unterschiede je nachdem wessen Stärken im Lernen bespielt werden.

Ok. Werde Links mal genauer unter die Lupe nehmen. Gibt es nicht mal eine Vorlesung o.ä, quasi unter Laborbedingungen, 100% auf die Bedürfnisse von Mädchen? Man will der eigenen Tochter ja schließlich auch alles ermöglichen.

Verschiedenen Expertengruppen werden Forschungsarbeiten vorgelegt, anonymisiert, mit weiblichen Vornamen und mit männlichen Vornamen. Die anonymisierte / männliche Gruppe bewertet die Arbeit im Durschnitt deutlich besser als die Gruppe von Experten die einen weiblichen Vornamen sieht. Solche Studien sind ziemlicher Standard und gibt es überall auf der Welt in den letzten 20 Jahren. Die durschnittliche Benotung ist schlechter wenn ein weiblicher Vorname auf der Arbeit steht. Das heißt nicht, dass jeder Prüfer diese Vorurteile hat oder dass es in jedem Fall zur Wirkung gelangt, es heißt nur, dass es im statistischen Durschnitt einen Effekt gibt. Im übrigen, wie ich bereits schrieb, auch im umgekehrten Fall: Frauen tendieren dazu Männer schlechter zu bewerten. Das scheint ganz einfach eine gegebene Tendenz zur geschlechterbasierten Diskriminierung zu sein die der Mensch in sich trägt. Nicht jeder einzelner, vielleicht Du oder Ich nicht, aber in der Masse macht es sich bemerkbar.

Wie gesagt, ich hatte es schon so kennengelernt, dass zumindest bei Nachklausuren nur die Matrikelnummer auf der Arbeit stand. Also keine Diskriminierung. Habe selbst in der Praxis von Frauen noch nie beschwerden in dieser Hinsicht erlebt.

Andere Meinung hierzu: "https://othersociologist.com/2015/04/16/myth-about-women-in-science "

Thesen hier: " https://www.youtube.com/watch?v=I0ooTXIVbh8 "


Beide Links beschäftigen sich in keiner Weise mit den Ergebnissen der Studien oder mit meinen Aussagen.

Diese Wissenschafter meinen aber, dass Frauen in diesem Bereich bessere Chancen auf ein Jobinterview und eine Anstellung haben. Die Hörsäle müssten voll mit Mädchen sein.


Erstens haben wir das Problem warum Frauen sich weniger für diese Karrieren entscheiden und zweitens warum Frauen, die sich für diese Karrieren entschieden haben, schlechtere Chancen haben. Im zweiteren Fall reden wir über Frauen die bereits diese Entscheidung getroffen haben. Der Verweis auf ihre Entscheidung ist also vollkommen irrelevant. Frauen die bereits in diesem Forschungsfeld als postdocs arbeiten haben diese Entscheidung schon lange getroffen.

Ja klar. Mit Entscheidungen sind dann auch weitere Lebensentscheidungen gemeint. Kinder,Familie etc. Physikerin Merkel z.B. hat keine Kinder und hat einen kompletten Richtungswechsel vollzogen. Ihr Mann arbeitet weiter im Fach.

Sorry, das ist schwach

Pary1991, Sonntag, 10.09.2017, 08:06 (vor 3036 Tagen) @ Pary1991

Wie ich hoffentlich bereits deutlich machte müssen wir unterscheiden über welche Situation wir reden. Eine Klausur am Ende einer Massenvorlesung zu anonymisieren ist relativ einfach und zudem ist es in diesem Rahmen ziemlich schwierig einen objektiven Bewertungsrahmen zu verlassen (trotzdem sollte jeder Student imho immer Einblick in seine Klausurkorrektur verlangen und überprüfen ob er gerecht bewertet wurde. Auch weil die Korrekturen oftmals von studentischen Hilfskräften vorgenommen werden und nicht vom eigentlichen Prüfer).

Die Situation für Doktoranden und besonders für postdocs ist eine ganz andere. In diesem Rahmen ist es viel komplizierter eine effektive Anonymisierung vorzunehmen. Und dann geht es um richtig viel Geld und Karrieren. Diesem Problem ist nicht einfach zu begegnen. Mit Stand Heute gibt es dafür keine Lösung.

Sorry, das ist schwach

Nietzsche, Freitag, 08.09.2017, 22:34 (vor 3037 Tagen) @ Kulibi77

Schau ich mir an. Sieht sehr interessant aus. Vielen Dank!

Sorry, das ist schwach

Schnippelbohne, Bauernland, Freitag, 08.09.2017, 11:59 (vor 3038 Tagen) @ Nietzsche

Es fängt doch schon an, dass bei Bewerbungsgesprächen nur Frauen gefragt werden, wie sie es mit der Kinderbetreuung organisieren. Bei Männern interessiert das einfach nicht.


Woher weißt Du, dass das die Regel ist? Einfach so behaupten gilt nicht.

Wir brauchen es jetzt aber gar nicht weiter aufbröseln. Fakt ist nun mal, dass Frauen ab einer gewissen Ebene unterrepräsentiert sind. Und es ist extrem unwahrscheinlich, dass es nur daran liegt, dass es keine geeigneten Frauen hibt, die diese Jobs machen wollen.


Hat auch keiner gesagt, dass es daran liegt. Es gibt zig gute Erklärungen.
Aber Du pickst Dir einfach irgendeine raus und behauptest, die isses!

Die Ursachen sind durchaus in einer herrschenden Diskriminierung zu finden.


Womit wir wieder beim Anfang sind: Woher weißt Du das?

Nur neugierdehalber: Welche denn?

Sorry, das ist schwach

Nietzsche, Freitag, 08.09.2017, 12:20 (vor 3038 Tagen) @ Schnippelbohne

Hat auch keiner gesagt, dass es daran liegt. Es gibt zig gute Erklärungen.
Aber Du pickst Dir einfach irgendeine raus und behauptest, die isses!

Die Ursachen sind durchaus in einer herrschenden Diskriminierung zu finden.


Womit wir wieder beim Anfang sind: Woher weißt Du das?


Nur neugierdehalber: Welche denn?

Nur um das klar zu sagen: Ich weiß nicht, warum das so ist! Ich behaupte nicht, dass ich die Ursache kenne. Ich bin nur skeptisch, wenn Leute einfach so irgendwas behaupten und es nicht gut begründen. Und wenn man nachfragt, werden sie unsachlich und legen einem irgendwas in den Mund, wie majae das oben tut.

Es könnte sein:
1. Frauen werden flächendeckend diskriminiert.
2. Frauen haben weniger Interesse an solchen Jobs, die oft das Privatleben zerstören oder zumindest sehr schwierig machen.
3. Leute im obersten Management zeigen häufig soziopathische Verhaltensweisen, was dem Job zugute kommt. Es könnte sein, dass sowas bei Männern einfach häufiger vorkommt.
4. Frauen könnten einfach wirklich schlechter geeignet sein für diese Art von Job.

Das jetzt mal so spontan aus dem Ärmel geschüttelt. Wie gesagt, ich behaupte nicht, dass irgendwas davon zutrifft. Ich weiß es nicht!
Aber wenn jemand sagt, dass es ausschließlich an Punkt 1 liegt, möchte ich wissen, woher derjenige das so sicher weiß.

Sorry, das ist schwach

Nietzsche, Freitag, 08.09.2017, 12:33 (vor 3038 Tagen) @ Nietzsche

Nietzsche eben. Philosoph

Aber ist Soziopath eigentlich ein echter Fachbegriff? Ich dachte eigentlich, der stammt aus der Popkultur (Film, Fernsehen, Romane). Aber den Gedankengang finde ich spannend - Männer häufiger mit bestimmten Eigenschaften „gesegnet“ als Frauen. Angeboren oder erworben? Wird z.B. eine narzisstische Persönlichkeitsstörung erworben?

Sorry, das ist schwach

Nietzsche, Freitag, 08.09.2017, 21:31 (vor 3038 Tagen) @ weltoffen

Aber ist Soziopath eigentlich ein echter Fachbegriff? Ich dachte eigentlich, der stammt aus der Popkultur (Film, Fernsehen, Romane). Aber den Gedankengang finde ich spannend - Männer häufiger mit bestimmten Eigenschaften „gesegnet“ als Frauen. Angeboren oder erworben? Wird z.B. eine narzisstische Persönlichkeitsstörung erworben?

Ob das ein Fachbegriff ist, weiß ich nicht. Aber es geht darum, empathiefrei und amoralisch zu handeln. Das sind wohl die Parallelen.

Und klar, auch wenn es keine Diskriminierung sein sollte, das Ergebnis kann immer noch wenig schmeichelhaft ausfallen.
Und wie man an solche Persönlichkeitsstörungen kommt? Keine Ahnung. Müsste man vielleicht in der medizinischen Fachliteratur mal nachlesen.

Sorry, das ist schwach

FliZZa, Sersheim, Freitag, 08.09.2017, 12:30 (vor 3038 Tagen) @ Nietzsche

In meinem Semester (Ingenieurstudium) gab es 80 Studenten.
4 davon waren weiblich, also 5%. In anderen Semestern sah es nicht anders aus, die Quote war ganz sicher nicht höher.
Jetzt will man flächendeckend eine Frauenquote von 10% in Ingenieurbüros. Dadurch sind wir tatsächlich wieder bei einer Diskriminierung der Bewerber. Wenn man sich als Mann auf die selbe Stelle wie eine Frau bewirbt, dann hat man keine Chance, da Personaler natürlich ihre Quote erfüllen wollen.

Zumindest in meinem beruflichen Umfeld sieht es sehr gut für junge Damen aus und ich kann keinerlei Benachteiligung der Frauen erkennen.

P.s. CorranHorn schildert weiter oben die gleiche Erfahrung

Sorry, das ist schwach

Smeller, Dortmund, Freitag, 08.09.2017, 12:53 (vor 3038 Tagen) @ FliZZa

Frauenquoten sind mit das Dämlichste, was erfunden wurde. In Berufen, die von Frauen dominiert werden, gibt es ja auch keine Männerquote, zumindest hab ich noch nie davon gehört. An irgendwas muss es doch liegen, dass sich so wenig Frauen für bestimmte Berufe interessieren. In meiner Schule wurde kein Mädchen von den Lehrern diskriminiert. Trotzdem waren bsplw. unsere Informatikkurse komplett von Jungen besetzt.

Sorry, das ist schwach

Knolli, Freitag, 08.09.2017, 13:11 (vor 3038 Tagen) @ Smeller

Weil - oh Wunder - Frauen und Männer nunmal verschieden sind. Das fängt bei unterschiedlichen körperlichen Konstitutionen an und hört bei unterschiedlichen Interessen auf. Und bevor sich jetzt wieder jemand empört: Nein, nicht alle, aber der Durchschnitt.

Gleichberechtigung....

simie, Freitag, 08.09.2017, 11:19 (vor 3038 Tagen) @ simie

Wir brauchen es jetzt aber gar nicht weiter aufbröseln. Fakt ist nun mal, dass Frauen ab einer gewissen Ebene unterrepräsentiert sind.

Japp. Beispielsweise auf dem Bau, als Kanalreiniger oder in STEM-Studiengängen. Da würden diese aber gerne genommen. Ex-Freudin ist Ingenieurin. Die werden sowas von mit Kusshand genommen: Nicht mal Bachelor fertig und quasi schon Festanstellung und Masterarbeit sicher.

Und es gibt kaum Männer in Erziehungsberufen. Aber klar: Nur bei hochbezahlten Jobs, wo man nicht dreckig wird, muss man Gleichstellen. Also wenn, dann überall.

Männer machen deutlich mehr Überstunden und sind deutlich bereiter an Feiertagen zu arbeiten im Schnitt. Und als Chef (bin mittlerweile selbstständig) stelle ich lieber Menschen ein, die mir auch signalisieren, dass sie auch mal mehr leisten wollen, als andere. Und das sind im Schnitt nun mal eher Männer.

PS: Beide Einstellung dieses Jahr sind Frauen. Beide arbeiten hart und lange (ehem. PhD Studentin und angehende Ingenieurin). Ich stelle hier nach Qualifikation und Leistungsbereitschaft ein und nicht nach Geschlecht. Und da soll auch bitte überall so ein. Quoten beispielsweise lehne ich grundweg ab.

Wenn ich irgendwann Person X Person Y vorziehen muss, trotz besserer Qualifikation und persönlichem Eindruck, um eine Quote zu erfüllen, dann kann das nicht wirklich gut sein.

Gleichberechtigung....

simie, Krefeld, Freitag, 08.09.2017, 11:38 (vor 3038 Tagen) @ Jahwio

Durch Zufall gerade folgenden zum Thema passenden und manche vielleicht die Augen öffnenden Artikel in der FAZ gelesen:
http://m.faz.net/aktuell/beruf-chance/beruf/gleichberechtigung-dominanz-der-vorurteile-kaum-zu-umgehen-15170231.html

Gleichberechtigung....

simie, Freitag, 08.09.2017, 11:32 (vor 3038 Tagen) @ Jahwio

Männer machen deutlich mehr Überstunden und sind deutlich bereiter an Feiertagen zu arbeiten im Schnitt. Und als Chef (bin mittlerweile selbstständig) stelle ich lieber Menschen ein, die mir auch signalisieren, dass sie auch mal mehr leisten wollen, als andere. Und das sind im Schnitt nun mal eher Männer.

Das ist ja ein Grund für unsere immer kaputtere Leistungsgesellschaft: da wird nach Bereitschaft zu Überstunden oder Arbeit an Feiertagen gegangen. Das ist antiquiert und gruselig, so etwas von seinen Angestellten zu erwarten! Aber zum Glück setzt da inzwischen ein gaaaanz langsames Umdenken ein. Der Fachkräftemangel macht's möglich...

PS: Beide Einstellung dieses Jahr sind Frauen. Beide arbeiten hart und lange (ehem. PhD Studentin und angehende Ingenieurin). Ich stelle hier nach Qualifikation und Leistungsbereitschaft ein und nicht nach Geschlecht. Und da soll auch bitte überall so ein. Quoten beispielsweise lehne ich grundweg ab.

Wenn ich irgendwann Person X Person Y vorziehen muss, trotz besserer Qualifikation und persönlichem Eindruck, um eine Quote zu erfüllen, dann kann das nicht wirklich gut sein.

Da stimme ich zu. Allerdings sollte man einfach mal hinterfragen, ob die Parameter, die über die Qualifikation entscheiden, wirklich der Weisheit letzter Schluß sind...

Gleichberechtigung....

Schnippelbohne, Bauernland, Freitag, 08.09.2017, 12:10 (vor 3038 Tagen) @ Djerun

Männer machen deutlich mehr Überstunden und sind deutlich bereiter an Feiertagen zu arbeiten im Schnitt. Und als Chef (bin mittlerweile selbstständig) stelle ich lieber Menschen ein, die mir auch signalisieren, dass sie auch mal mehr leisten wollen, als andere. Und das sind im Schnitt nun mal eher Männer.


Das ist ja ein Grund für unsere immer kaputtere Leistungsgesellschaft: da wird nach Bereitschaft zu Überstunden oder Arbeit an Feiertagen gegangen. Das ist antiquiert und gruselig, so etwas von seinen Angestellten zu erwarten! Aber zum Glück setzt da inzwischen ein gaaaanz langsames Umdenken ein. Der Fachkräftemangel macht's möglich...

PS: Beide Einstellung dieses Jahr sind Frauen. Beide arbeiten hart und lange (ehem. PhD Studentin und angehende Ingenieurin). Ich stelle hier nach Qualifikation und Leistungsbereitschaft ein und nicht nach Geschlecht. Und da soll auch bitte überall so ein. Quoten beispielsweise lehne ich grundweg ab.

Wenn ich irgendwann Person X Person Y vorziehen muss, trotz besserer Qualifikation und persönlichem Eindruck, um eine Quote zu erfüllen, dann kann das nicht wirklich gut sein.


Da stimme ich zu. Allerdings sollte man einfach mal hinterfragen, ob die Parameter, die über die Qualifikation entscheiden, wirklich der Weisheit letzter Schluß sind...

Stimme zu. Am Ende ist das in Deutschland immer noch ein kulturelles Problem. Wenn Nachwuchs kommt, gehen weit überwiegend die Frauen in (längere) Elternzeit und anschließend in Teilzeit, um die Kinderbetreuung zu wuppen. Männer, die dazu bereit sind, muss man weiterhin mit der Lupe suchen. Daran können selbst Arbeitgeber wie meiner (Großkonzern, absolut gleiche Angebote für Männer und Frauen) nichts ändern. Im Gegenteil nehmen wir häufig frustriert wahr, dass die es für viele Funktionen Frauen gibt, die fachlich und persönlich weit besser geeignet sind als die männlichen Kandidaten, die sich aber mit Blick auf die Familienplanung erst gar nicht bewerben oder wegen Teilzeit nicht in Frage kommen (Betreuung von Aufgaben mit Zeitverschiebung nach Westen wie z.B. US-Kunden). Den Mann, der bereit ist, Kleinkinder täglich zwischen 16 und 20 Uhr zu betreuen, muss man wohl erst backen. Natürlich wirken die Männer, die sich genau davor drücken und stattdessen damit prahlen, trotz Familie 12 Stunden am tag für den Arbeitgeber zur Verfügung zu stehen, auf viele Arbeitgeber immer noch attraktiver. Ich mache da bei solchen Bewerbern inzwischen allerdings durchaus ein Fragezeichen in der Kategorie 'Sozialkompetenz'.
Gleichberechtigung fängt zuhause an.

Gleichberechtigung....

Schnippelbohne, Freitag, 08.09.2017, 12:32 (vor 3038 Tagen) @ Schnippelbohne

Stimme zu. Am Ende ist das in Deutschland immer noch ein kulturelles Problem. Wenn Nachwuchs kommt, gehen weit überwiegend die Frauen in (längere) Elternzeit und anschließend in Teilzeit, um die Kinderbetreuung zu wuppen. Männer, die dazu bereit sind, muss man weiterhin mit der Lupe suchen. Daran können selbst Arbeitgeber wie meiner (Großkonzern, absolut gleiche Angebote für Männer und Frauen) nichts ändern. Im Gegenteil nehmen wir häufig frustriert wahr, dass die es für viele Funktionen Frauen gibt, die fachlich und persönlich weit besser geeignet sind als die männlichen Kandidaten, die sich aber mit Blick auf die Familienplanung erst gar nicht bewerben oder wegen Teilzeit nicht in Frage kommen (Betreuung von Aufgaben mit Zeitverschiebung nach Westen wie z.B. US-Kunden). Den Mann, der bereit ist, Kleinkinder täglich zwischen 16 und 20 Uhr zu betreuen, muss man wohl erst backen.

Naja, aber ist es nicht auch schön und beruhigend, dass viele Frauen es einfach so wollen? Es als selbstverständlich ansehen, zunächst die Kinderbetreuung zu übernehmen in den ersten Jahren? Also mich beruhigt das! Ich denke schon, dass auch viele Männer dazu bereit wären. Ich denke aber auch, dass viele insgeheim spüren, dass das nicht die beste Rollenverteilung wäre...
Und ganz ehrlich, egal, ob Mann oder Frau:
wer nach seinem Vollzeitjob anschließend noch die Kinderbetreuung von 16-20 Uhr übernimmt, der geht nach wenigen Wochen nur noch am Stock! Das ist nämlich härter als jeder 12-Stundenjob der Welt...;-)

Natürlich wirken die Männer, die sich genau davor drücken und stattdessen damit prahlen, trotz Familie 12 Stunden am tag für den Arbeitgeber zur Verfügung zu stehen, auf viele Arbeitgeber immer noch attraktiver.

Antiquiertes Denken halt...

Ich mache da bei solchen Bewerbern inzwischen allerdings durchaus ein Fragezeichen in der Kategorie 'Sozialkompetenz'.
Gleichberechtigung fängt zuhause an.

So sieht's aus! Sozialkompetenz und EQ sind bei solchen Menschen am Tiefpunkt...

Gleichberechtigung....

simie, Freitag, 08.09.2017, 11:13 (vor 3038 Tagen) @ simie

Es fängt doch schon an, dass bei Bewerbungsgesprächen nur Frauen gefragt werden, wie sie es mit der Kinderbetreuung organisieren. Bei Männern interessiert das einfach nicht.
Wir brauchen es jetzt aber gar nicht weiter aufbröseln. Fakt ist nun mal, dass Frauen ab einer gewissen Ebene unterrepräsentiert sind. Und es ist extrem unwahrscheinlich, dass es nur daran liegt, dass es keine geeigneten Frauen hibt, die diese Jobs machen wollen. Die Ursachen sind durchaus in einer herrschenden Diskriminierung zu finden.

Ich würde es eher als "natürliche" Diskriminierung bezeichnen - "natürlich" nicht im Sinne von selbstverständlich, sondern im Sinne von naturgegeben...
Frauen haben nunmal längere Ausfallzeiten und sind im Laufe eines Arbeitslebens "unberechenbarer" aufgrund der Tatsache, dass sie Kinder bekommen und Männer nicht. Die heutige Industriegesellschaft mit ihren wahnwitzigen Kennzahlen und Bilanzrechnungen lässt es gar nicht zu, dass man in dem Fall den betriebs-(oder volks-)wirtschaftlichen Aspekt außen vor lässt und eher den gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang im Blick behält. Da ist man groteskerweise eher daran interessiert, dass Mütter (die nunmal für die frühkindliche Entwicklung immer noch eine wesentlich wichtigere Rolle spielen als Väter) schneller wieder in den Job kommen, um so ein frauenförderndes soziales Image zu erlangen, welches kontraproduktiv ist zur Kindesentwicklung und somit zu einer harmonischen Gesamtentwicklung der Gesellschaft. Dazu tragen nämlich nicht die wunderbare Betreuung durch Fremdfirmen wie Tagesmütter und Kita bei, sondern im wesentlichen das Elternhaus. Dieses muss aber dummerweise erstmal sehen, wie es wirtschaftlich über die Runden kommt, während die Kinder fremderzogen werden...

Gleichberechtigung....

simie, Krefeld, Freitag, 08.09.2017, 11:40 (vor 3038 Tagen) @ Djerun

Es gibt keine Hinweise, dass es für die frühkindliche Erziehung einen Unterschied macht, ob die Hauptbezugsperson männlich oder weiblich ist!

Gleichberechtigung....

simie, Freitag, 08.09.2017, 11:54 (vor 3038 Tagen) @ simie
bearbeitet von Djerun, Freitag, 08.09.2017, 11:59

Es gibt keine Hinweise, dass es für die frühkindliche Erziehung einen Unterschied macht, ob die Hauptbezugsperson männlich oder weiblich ist!

Ich weiss, dass diese Ansicht das Interesse unserer leistungsorientierten Industriegesellschaft wiederspiegelt...
Ich bin anderer Ansicht und mache das zu einem Teil an Studien mit/bei nicht-industriellen Lebensgemeinschften fest (back to the roots sozusagen), die es immer noch zu finden gibt auf unserer Welt - wohlwissend, dass diese Erkenntnisse auch nicht 100%ig auf unsere Gesellschaft übertragen werden können...
Selbstverständlich will ich nicht bewerten in diesem Zusammenhang! Das bedeutet, dass es nicht "besser" oder "schlechter" ist, wenn Mann statt Frau die frühkindliche Erziehung übernimmt. Ich bin nur davon überzeugt, dass es einen wichtigen Unterschied macht - welche Auswirkungen auch immer damit verbunden sind. Das sagt mir u.a. schon der naturwissenschaftliche Menschenverstand (die 5 Sinne, Hormone, Körperchemie, usw.)...

Gleichberechtigung....

Dong09, Freitag, 08.09.2017, 10:20 (vor 3038 Tagen) @ Dong09

Ist nicht gegen dich persönlich, aber es ist auch komisch wenn nun alle Gleichberechtigung rufen. Klar ist das eine bescheuerte Aktion, aber wenn man hier kritisiert, wäre es schön, wenn die gleiche Sensibilität auch für die ziemlich alltäglichen Ungleichheiten auf Grund des Geschlechts bestehen würde.

Gleichberechtigung....

Punkt, Osnabrück, Freitag, 08.09.2017, 11:49 (vor 3038 Tagen) @ tompaine86

ist einfach nur eine PR-aktion um das stadion voll zu kriegen. wenn es rabatte für erstsemester oder so gibt regt sich doch auch keiner auf. so versucht man eben eine kaum erschlossene demografie mal ins stadion zu holen.

"Bibiana-Steinhaus-Ticket" (50% Nachlass in Berlin)

Ulrich, Freitag, 08.09.2017, 09:48 (vor 3038 Tagen) @ Hatebreed

http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/705695/artikel_wegen-steinhaus_hertha-tickets-fuer-frauen-billiger.html

Am Sonntag pfeift mit Bibiana Steinhaus erstmals eine Schiedsrichterin ein Bundesliga-Spiel - Hertha BSC nutzt das für eine besondere Ticketaktion.
Satte 50 Prozent Sondernachlass erhalten alle Frauen, die eine Eintrittskarte für das Berliner Heimspiel gegen den SV Werder Bremen am Sonntag erwerben...

Man ist sich für nichts zu schade... -_-

Hertha spielt zwar seit einiger Zeit wieder recht erfolgreichen Fußball, aber trotzdem hat man massive Probleme das Stadion voll zu bekommen wenn nicht gerade der BVB oder die Bayern anreisen.

Aber ob solche Aktionen tatsächlich dazu beitragen das Stadion stärker zu füllen?

"Bibiana-Steinhaus-Ticket" (50% Nachlass in Berlin)

homer73, Dortmund-Wellinghofen (oder Block 87), Freitag, 08.09.2017, 10:43 (vor 3038 Tagen) @ Ulrich

Hertha spielt zwar seit einiger Zeit wieder recht erfolgreichen Fußball, aber trotzdem hat man massive Probleme das Stadion voll zu bekommen wenn nicht gerade der BVB oder die Bayern anreisen.

Das ist sicherlich der EINE bemerkenswerte Aspekt dieser Aktion. Der Hauptstadtklub qualifiziert sich nach Jahren der Abstinenz mal wieder für das internationale Geschäft und dann bekommt man schon zu Saisonbeginn die Hütte nicht voll: 45.000 gegen Stuttgart (bei ordentlichem Wetter - und der VfB hat durchaus Fans mitgebracht). Jetzt gegen Bremen - nicht DER Zuschauermagnet, aber auch nicht Augsburg, Wolfsburg oder Leverkusen.

Der andere, äußerst fragwürdige Aspekt dieser Aktion ist der latente Sexismus der besagt "Treten Sie näher, heute sehen Sie eine Frau als Schiedsrichterin!". Geht natürlich gar nicht.

"Bibiana-Steinhaus-Ticket" (50% Nachlass in Berlin)

Voomy, Berlin, Freitag, 08.09.2017, 11:06 (vor 3038 Tagen) @ homer73
bearbeitet von Voomy, Freitag, 08.09.2017, 11:14

Ich warte derzeit drauf dass Hertha bemerkt, dass nur 20.000 zu ihren Europa League spielen kommen werden und werde mir dann für 4 Euro oder so zwei Tickets für das Spiel gegen Östersund kaufen. Wenn man mal in Berlin Lust auf einen Ausflug mit der Freundin am Wochenabend hat, ist Hertha günstiger als Kino.

"Bibiana-Steinhaus-Ticket" (50% Nachlass in Berlin)

Smeller, Dortmund, Freitag, 08.09.2017, 12:58 (vor 3038 Tagen) @ Voomy

Ich warte derzeit drauf dass Hertha bemerkt, dass nur 20.000 zu ihren Europa League spielen kommen werden und werde mir dann für 4 Euro oder so zwei Tickets für das Spiel gegen Östersund kaufen. Wenn man mal in Berlin Lust auf einen Ausflug mit der Freundin am Wochenabend hat, ist Hertha günstiger als Kino.

Mag ja sein, aber wenn die sich dann einen zurecht würgen, war das Preis/Leistungsverhältnis im Kino doch besser.

"Bibiana-Steinhaus-Ticket" (50% Nachlass in Berlin)

Voomy, Berlin, Freitag, 08.09.2017, 13:05 (vor 3038 Tagen) @ Smeller

Mir doch egal wie Hertha spielt, ich will Östersund sehen!

"Bibiana-Steinhaus-Ticket" (50% Nachlass in Berlin)

Garum, Bornum am Harz, Freitag, 08.09.2017, 12:08 (vor 3038 Tagen) @ Voomy

Ich warte derzeit drauf dass Hertha bemerkt, dass nur 20.000 zu ihren Europa League spielen kommen werden und werde mir dann für 4 Euro oder so zwei Tickets für das Spiel gegen Östersund kaufen. Wenn man mal in Berlin Lust auf einen Ausflug mit der Freundin am Wochenabend hat, ist Hertha günstiger als Kino.

Mehr hast du für deine Freundin nicht übrig?:-)

"Bibiana-Steinhaus-Ticket" (50% Nachlass in Berlin)

Voomy, Berlin, Freitag, 08.09.2017, 12:09 (vor 3038 Tagen) @ Garum

Versuch mal an Union-Karten zu kommen :(

"Bibiana-Steinhaus-Ticket" (50% Nachlass in Berlin)

Johannes, Emsdetten, Freitag, 08.09.2017, 10:12 (vor 3038 Tagen) @ Ulrich

Gibt es aber bei vielen kleinen Amateurvereinen immer schon, das Frauen weniger bezahlen, oder freien Eintritt haben.

"Bibiana-Steinhaus-Ticket" (50% Nachlass in Berlin)

Ulrich, Freitag, 08.09.2017, 10:13 (vor 3038 Tagen) @ Johannes

Gibt es aber bei vielen kleinen Amateurvereinen immer schon, das Frauen weniger bezahlen, oder freien Eintritt haben.

Trotzdem sollte man sich fragen ob so etwas in unserem Jahrhundert noch zeitgemäß ist.

"Bibiana-Steinhaus-Ticket" (50% Nachlass in Berlin)

Johannes, Emsdetten, Freitag, 08.09.2017, 10:20 (vor 3038 Tagen) @ Ulrich

Gibt es aber bei vielen kleinen Amateurvereinen immer schon, das Frauen weniger bezahlen, oder freien Eintritt haben.


Trotzdem sollte man sich fragen ob so etwas in unserem Jahrhundert noch zeitgemäß ist.

In den unteren Amateurklassen ist man ja froh wenn überhaupt einige Zuschauer kommen.
Wenn es Hertha gelingt durch diese Aktion ihre Schüssel etwas voller zu bekommen, ist es doch OK.

"Bibiana-Steinhaus-Ticket" (50% Nachlass in Berlin)

Kayldall, Luxemburg, Freitag, 08.09.2017, 10:43 (vor 3038 Tagen) @ Johannes

So wie in "das Leben des Brian" aber umgedreht, alle Männer verkleiden sich als Frauen um dabei sein zu dürfen zum selben Preis. Gibt es da auch Röcke und Epiliergeräte vor dem Stadion zu kaufen(beim Leben des Brian waren es Bärte und Steine für die Steinigung). :D

"Bibiana-Steinhaus-Ticket" (50% Nachlass in Berlin)

homer73, Dortmund-Wellinghofen (oder Block 87), Freitag, 08.09.2017, 10:44 (vor 3038 Tagen) @ Kayldall

So wie in "das Leben des Brian" aber umgedreht, alle Männer verkleiden sich als Frauen um dabei sein zu dürfen zum selben Preis. Gibt es da auch Röcke und Epiliergeräte vor dem Stadion zu kaufen(beim Leben des Brian waren es Bärte und Steine für die Steinigung). :D

Für freien Eintritt wirst Du Dich (glatt epiliert und im Rock) bestimmt noch einem Test ("uralte Methode") unterziehen müssen ^^

"Bibiana-Steinhaus-Ticket" (50% Nachlass in Berlin)

Kayldall, Luxemburg, Freitag, 08.09.2017, 09:41 (vor 3038 Tagen) @ Hatebreed

Satte 50 Prozent Sondernachlass erhalten alle Frauen

Da sollten die Männer mal auf die Barrikaden gehen, schei** Sexismus oder kriegen die Männer jetzt jedesmal wenn ein Mann pfeift auch 50% Nachlass?

"Bibiana-Steinhaus-Ticket" (50% Nachlass in Berlin)

Sascha, Dortmund, Freitag, 08.09.2017, 09:45 (vor 3038 Tagen) @ Kayldall

Der Sexismus liegt für mich eher darin, dass man so tut, als wäre eine weibliche Schiedsrichterin so eine Kuriosität, dass man dazu eine extra Verkaufsaktion starten muss. Dabei pfeifft Frau Steinhaus schon seit vielen Jahren im Profifußball.

"Bibiana-Steinhaus-Ticket" (50% Nachlass in Berlin)

Fair Play, NRW, Freitag, 08.09.2017, 16:24 (vor 3038 Tagen) @ Sascha

Der Sexismus liegt für mich eher darin, dass man so tut, als wäre eine weibliche Schiedsrichterin so eine Kuriosität, dass man dazu eine extra Verkaufsaktion starten muss. Dabei pfeifft Frau Steinhaus schon seit vielen Jahren im Profifußball.

Halte ich für Quatsch, sorry. Wie lange hat es jetzt gedauert bis eine Frau pfeifen durfte? Kann man durchaus mal drauf hinweisen.

"Bibiana-Steinhaus-Ticket" (50% Nachlass in Berlin)

Weeman, Hinterm Knauber, Freitag, 08.09.2017, 16:33 (vor 3038 Tagen) @ Fair Play

Halte ich für Quatsch, sorry. Wie lange hat es jetzt gedauert bis eine Frau pfeifen durfte? Kann man durchaus mal drauf hinweisen.

Naja. Nur sollten sie sich deswegen nicht auf die Schulter klopfen. Machen sie aber.

"Bibiana-Steinhaus-Ticket" (50% Nachlass in Berlin)

Fair Play, NRW, Freitag, 08.09.2017, 16:46 (vor 3038 Tagen) @ Weeman

Halte ich für Quatsch, sorry. Wie lange hat es jetzt gedauert bis eine Frau pfeifen durfte? Kann man durchaus mal drauf hinweisen.


Naja. Nur sollten sie sich deswegen nicht auf die Schulter klopfen. Machen sie aber.

Ja hat n Geschmäckle das stimmt schon.

"Bibiana-Steinhaus-Ticket" (50% Nachlass in Berlin)

Kayldall, Freitag, 08.09.2017, 12:14 (vor 3038 Tagen) @ Sascha

Das erinnert mich daran, als der Kommentator bei einem Spiel der letzten Saison es so bemerkenswert fand, dass Doc Braun auf dem Platz von einer Physio begleitet wurde, dass er sich gefühlte fünf Minuten dazu ausgelassen hat.

Frauen haben im Männerfußball eben nichts zu suchen, Männer im Frauenfußball hingegen aber wohl. Früher galt auch mal, dass Frauen an Bord Unglück bringen ...

Ich, meiner einer Frau, finde die Aktion nicht mal bemerkenswert, denn mich würde es eher überraschen, wenn es andersrum wäre. Schließlich wurde es Frauen es erst 1971 vom DFB erlaubt, offiziell Fußball zu spielen. Immerhin ein Fortschritt, denn bis in die 50er hinein wurden fußballspielende Frauen mit Steinen beworfen und bespuckt. Von wem? Richtig. Wer putzt auf einem Raumschiff? Frauen natürlich, weil sie besser in die Ecken kommen. Man mag gar nicht glauben, wie weit verbreitet es auch heute noch ist, dass der Mann sein Frau-Gegenüber in einer x-beliebigen Situation von Natur aus für unterlegen hält.

Der Kommentator, Diekmann meine ich, kam immerhin zu dem Schluss: „Warum nicht? Wenn sie ihren Job können?“

"Bibiana-Steinhaus-Ticket" (50% Nachlass in Berlin)

Kayldall, Freitag, 08.09.2017, 11:58 (vor 3038 Tagen) @ Sascha

Der Sexismus liegt für mich eher darin, dass man so tut, als wäre eine weibliche Schiedsrichterin so eine Kuriosität, dass man dazu eine extra Verkaufsaktion starten muss. Dabei pfeifft Frau Steinhaus schon seit vielen Jahren im Profifußball.

Sie nennen es wirklich "Bibiana-Steinhaus-Ticket"...Unglaublich.

Der Sexismus liegt wirklich darin, dass man Bibiana Steinhaus auf ihre Rolle als Frau reduziert (oder als Gallionsfigur eines "modernen, gleichberechtigten Fußballs") und sie nicht einfach als die Person wahrnimmt, die sie ist:
Ein Mensch, der ein Fußballspiel leiten wird (und derbe Spaß diesem Job hat).

Im SZ-Magazin gibt es ein Profil über sie (online mit sz-Plus abrufbar).

"Bibiana-Steinhaus-Ticket" (50% Nachlass in Berlin)

Rupo, Ruhrpott, Freitag, 08.09.2017, 12:11 (vor 3038 Tagen) @ Erfolgsfan

Sie nennen es wirklich "Bibiana-Steinhaus-Ticket"...Unglaublich.

Leute wie Cramer würden darin einen Markt sehen wo man rein muss:
Bibiana-Steinhaus-Trikot
Bibiana-Steinhaus-Kristallarmband
Bibiana-Steinhaus-CD
Bibiana-Steinhaus-Pflegeserie
etc. etc. etc.
da tut sich ein riesen Markt auf um die dringend benötigten Erlöse zu generieren!

"Bibiana-Steinhaus-Ticket" (50% Nachlass in Berlin)

Hatebreed, Freitag, 08.09.2017, 10:12 (vor 3038 Tagen) @ Sascha

Der Sexismus liegt für mich eher darin, dass man so tut, als wäre eine weibliche Schiedsrichterin so eine Kuriosität, dass man dazu eine extra Verkaufsaktion starten muss. Dabei pfeifft Frau Steinhaus schon seit vielen Jahren im Profifußball.

Exakt darum geht es. Peinliche Aktion.

"Bibiana-Steinhaus-Ticket" (50% Nachlass in Berlin)

Kayldall, Luxemburg, Freitag, 08.09.2017, 09:52 (vor 3038 Tagen) @ Sascha

Stimmt natürlich auch wieder.

"Bibiana-Steinhaus-Ticket" (50% Nachlass in Berlin)

OliJ, BV, Freitag, 08.09.2017, 09:34 (vor 3038 Tagen) @ Hatebreed

Bevor Plätze leer bleiben ......"tolle" Aktion ;-)

Ist noch gar nicht so lange her, da bekam man BVB-Tickets bei einer Fastfoodkette als "Zugabe" zu Menüs.

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Hatebreed, Freitag, 08.09.2017, 10:10 (vor 3038 Tagen) @ OliJ

Ist noch gar nicht so lange her, da bekam man BVB-Tickets bei einer Fastfoodkette als "Zugabe" zu Menüs.

Widerspruch. Das ist schon lange her und war eine einmalige Aktion, die man mit dieser hier gar nicht in einen Kontext setzen kann.

"Bibiana-Steinhaus-Ticket" (50% Nachlass in Berlin)

OliJ, BV, Freitag, 08.09.2017, 12:33 (vor 3038 Tagen) @ Hatebreed

Widerspruch. Das ist schon lange her und war eine einmalige Aktion, die man mit dieser hier gar nicht in einen Kontext setzen kann.

"Lange" ist ja ein Empfinden. Für manche ist die Meisterschaft 2011 eine Ewigkeit her, für mich ist die Fast-Insolvenz noch nicht lange her.

Das diese Aktion nun "anders" ist bestreite ich nicht. Ich finde die Aktion auch nicht gut. Im Grunde ging es damals für den BVB um "Geld generieren - Stadion voll bekommen" und für die Hertha nun auch (wenn auch "anders geworben" wird - peinlicher).

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Balin, Freitag, 08.09.2017, 10:07 (vor 3038 Tagen) @ OliJ

Aber nicht nur wenn ein Hamburger gepfiffen hat...

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Sascha, Dortmund, Freitag, 08.09.2017, 09:00 (vor 3038 Tagen) @ Hatebreed

Alter Falter...

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