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Kurzer Abriss (Fußball und Sport allgemein)

Chappi1991, Montag, 28.08.2017, 23:45 (vor 3049 Tagen) @ Alones
bearbeitet von Chappi1991, Montag, 28.08.2017, 23:57

Was ich mich so frage ist, welche Entscheidung bzw. welches Ereignis bei unseren hässlichen Nachbarn dazu geführt hat, dass sie sich zumindest vorläufig aus den Top3-Deutschlands verabschiedet haben. War es Magath? War es der Weggang von Draxler? Da scheinen echt dutzende Fehler gemacht worden zu sein, damit man so dermaßen abrutscht, obwohl man eigentlich eine solide Basis hat, permantent oben dabei zu sein.


Ich denke nicht, dass es DEN einen großen Auslöser gab. Was dort schief gelaufen ist, ist das Produkt von mehreren Jahren Misswirtschaft. Es war sozusagen ein kontinuierlicher Zerfallsprozess. Die Personalie Tönnies in Kombination mit dem Meisterschaftstrauma von 2001 dürfte einen ganz entscheidenden Einfluss auf den gegenwärtigen Zustands des Vereins haben. Die haben alles dem großen Ziel Meisterschaft untergeordnet und sich dabei massiv verschuldet. Der Verein hat sich damit direkt Tönnies ausgeliefert. Und dieser führt den Verein wie einen seiner Schlachthöfe. Das Resultat können wir heute sehen. Dementsprechend ist es auch völlig egal, wer der gerade Trainer oder Sportdirektor ist. Unter diesen Bedingungen kann dort niemand erfolgreich arbeiten.

Absolut. Sie kamen schon hoch verschuldet 1991 wieder in die Bundesliga bzw. aus der Eichbergzeit raus. Assauer hat sie dann wieder auf Kurs getrimmt. In der Presse kam das das so rüber, als hätte Assauer die Blauen saniert. Wobei es viel mehr so war, dass er die Verschuldung nicht zurückgeführt hat, sondern eher vergrößert hat. Allerdings unter dem guten Stern des sportlichen Erfolges und auch des großen Umsatzwachstums, das die Verschuldung erstmal unproblematisch machte.

Das wurde dann mit dem neuen Stadion und mit Spielerverpflichtungen (halb Werder ablösefrei dank hoher Gehälter) weiter getrieben, bis sie in 2006 das erste Mal Probleme mit den Banken bekamen. Das Wachstum auf Schuldenbasis hatte dann 2009 sein Ende erreicht. Seitdem konsolidieren sie ihre Finanzen und das durchaus mit gewissem Erfolg. Das aber zu Lasten der sportlichen Substanz. Wenn ich gewichten müsste, dann würde ich sagen, dass der sportliche Substanzverlust den finanziellen Konsolidierungserfolg überwiegt. Also unter dem Strich der Klub seit 2009 einen allgemeinen Substanzverlust hinnehmen musste. Als langfristige Folge einer überdehnten Schuldenpolitik.

2007 hatten sie die beste Mannschaft der Bundesliga. Seitdem hat die Mannschaft über einen langjährigen Prozess Stück für Stück an Substanz verloren. Anfangs konnte man immernoch andere gute Spieler als Zugänge den Abgänge gegenüberstellen. In den letzten zwei, drei, vier Jahren verliert man praktisch nur noch Spitzenkräfte, ohne neue zu gewinnen. Das zeigt nun seine Auswirkungen in der Punktausbeute. Und die Abwährsspirale ist akutell noch nicht gestoppt.


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