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Dede und das BVB-Team wollen mit Doll arbeiten (BVB)

Kimbo, Kamen, Montag, 08.05.2017, 00:36 (vor 3162 Tagen)

Ich sehe Spieler NICHT als seriöse Quelle an, die eher weniger in der Gunst des Trainers stehen. Stammspieler halten zum Trainer und die Tribüne redet dagegen. Der Link erinert mich an dunkle Zeiten unter Watzke und Co. und glaube bei einem Rausschmieß von TT könnten wir in solch eine Spirale gelangen. Fragt mal in WOB und Stuttgart nach. Ich hoffe man einigt sich und Arbeitet weiter Zusammen!

Link

An dieser Stelle noch einmal ein paar Worte an die SG-Redaktion

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Montag, 08.05.2017, 09:14 (vor 3162 Tagen) @ Kimbo
bearbeitet von FourrierTrans, Montag, 08.05.2017, 09:18

Moin Moin zusammen.

Ich habe gestern schon an anderer Stelle ähnliches erwähnt, möchte aber noch einmal kurz meine Gedanken zusammenschreiben, weil ich glaube, dass sich der ein oder andere SG'ler (zu Unrecht) angegriffen fühlt. Die Qualität und die Integrität von SG und seinen Redakteuren ist, denke ich, nicht anzuzweifeln.

Vorweg: Ich glaube, nach meiner subjektiven Einschätzung, dass Aki gute Gründe haben wird, mit Tuchel zu brechen. Die Entscheidung kann im Sinne des Vereins nur "für Watzke und co." und "gegen Tuchel" heißen, alles andere wäre eine absolut ungesunde Entwicklung.
Ich habe (ähnlich wie beispielsweise das Thomas hier seinerzeit im Forum sogar öffentlich angeprangert hatte, meine ich mich zu erinnern) schon vor dem ersten Arbeitstag von TT erhebliche Probleme mit dem Charakter und der Person Thomas Tuchel gehabt. Ich kenne den Mann persönlich nicht, aber alles was man aus Mainz gehört hat und wie er auch danach vorgegangen ist, lässt stark an seiner Persönlichkeit zweifeln. Ich habe zudem nie daran gezweifelt, dass er, bei dem nächstbesten Angebot, das Weite suchen wird. Wusste man alles vorher, aber gut, geschenkt. Da muss man dann vielleicht einfach noch ein wenig in Sachen "Personalrecruiting" dazulernen.
Er hat hier allerdings, aus meiner Sicht, bisher hervorragende Arbeit geleistet.

Warum all das, jetzt zu diesem Zeitpunkt und in dieser Form, zu einer öffentlichen Debatte werden muss, ist mir ein absolutes Rätsel. Ich gehe hier mit der Einschätzung von "fredisgetränkekiste" d'accord und glaube, dass es ein massives Führungs- und Strukturproblem im Verein gibt, weil man nun (trotz der großen Differenzen untereinander) gemerkt hat, wie erfolgreich Tuchel am Ende doch sein könnte und weil er nach dem Anschlag ordentlich Bonuspunkte bei den Fans (vielleicht zu unrecht) gesammelt hat. Nun versucht man der Schlange ganz langsam den Kopf abzuschlagen, ja, vielleicht sogar noch in das Alltagsgeschäft einzugreifen mit einer so deplatzierten Meldung.
Schlussendlich weiß ich nicht, was für eine Kirmes sich in den Köpfen unserer Führung abspielt, ich stelle aber die Notwendigkeit der Trennung nicht in Frage.

Was sich aber ganz deutlich an den Reaktionen hier im Forum und ganz generell im Umfeld des Vereins zeigt ist, wie massiv die Verstimmung der Fanbasis gegenüber Watzke und co. mittlerweile ist. Ich habe als einfacher Fan (natürlich und Gott sei Dank zurecht) nie das Privileg gehabt, Einfluss zu nehmen auf Entscheidungen der Führung. Ich habe aber bis vor 2-3 Jahren immer das Gefühl gehabt, als Fan ordentlich informiert und "behandelt" worden zu sein. Dieses Gefühl ist mir komplett abhanden gekommen. Seit eh und je trotte ich am Wochenende ins Stadion, warte am Spielende unter'm Block 12 auf viele alte Leute, um ein paar Gespräche mit denen zu führen, die nicht unmittelbar in meiner Nähe stehen während des Spiels. Auch hier, oder sonst so, spürt man mittlerweile ein extremes Misstrauen und eine hohe Skepsis gegenüber der Führung und insbesondere Watzke.

Enscheidend geprägt ist diese, meiner Ansicht nach, durch (so macht es den Anschein) bewusste Desinformation bei heiklen Entscheidungsfindungen. Beispiel Rückkehr Götze, Abschied Hummels, die Quärelen um Gündogan. Sollte man diese Strategie auch intern verfolgen, wie möglicherweise bei den Abgängen von Gündo, Hummels und Micky, kann ich eine Verstimmung Tuchels absolut verstehen. Auch hier hieß es ja "ne ne, einer bleibt mindestens hier".
Hinzu kommt auffällig unauffälliges Agieren, wenn Fans in eine Ecke gestellt werden, wie beim Leipzig-Spiel, gepaart mit zweifelhaften Methoden wie der klammheimlichen Schließung des TU-Büdchen (auch wenn dies wohl weniger den Unmut des "normalen" Osttribünen-Fans auf sich zieht).

Die aktuelle Situation scheint nun nicht mehr anders zu retten, Tuchel wird seinen Hut nehmen.
Zukünftig sollte sich die Vereinsführung aber ganz intensiv darüber Gedanken machen, welche Form von Informationspolitik man betreibt und wie man sich dabei den Fans gegenüber positioniert. Die meisten haben, wie von einigen hier "vorgeschlagen", jedenfalls keine Lust ständig zwischen den Zeilen zu lesen, als würde man mit einem Despoten über ein Vorhaben XY verhandeln. Es gibt nichts gefährlicheres für eine Führung, ganz generell, als eine sich missverstanden fühlende und bewusst für dumm verkaufte Basis.

An dieser Stelle noch einmal ein paar Worte an die SG-Redaktion

stfn84, Köln, Montag, 08.05.2017, 13:44 (vor 3162 Tagen) @ FourrierTrans

Moin Moin zusammen.
Ich habe gestern schon an anderer Stelle ähnliches erwähnt, möchte aber noch einmal kurz meine Gedanken zusammenschreiben, weil ich glaube, dass sich der ein oder andere SG'ler (zu Unrecht) angegriffen fühlt. Die Qualität und die Integrität von SG und seinen Redakteuren ist, denke ich, nicht anzuzweifeln.

Hi.
Stellvertretend für eine Vielzahl von Beiträgen die einzelnen Usern und/oder Redakteuren vorgeworfen haben, dass sie sich instrumentalisieren lassen, nicht mit den Quellen rausrücken oder "jemanden aus dem Amt schreiben wollen", arbeite ich mich mal nachfolgend an Deinem Beitrag ab.

Deine Einschränkung "(zu Unrecht)" sehe ich komplett anders.
Man darf gerne anderer Meinung sein als der ein oder andere User/Redakteur, sollte die Meinung des anderen aber respektieren - so lange sie fundiert ist und/oder sachlich vorgetragen wird.
Was hier aber seit Freitag Abend abgeht, ist in vielerlei Hinsicht schwer zu akzeptieren.

Das man hier Einzelnen vorwirft, sie würden ihre egoistische Agenda durchbringen wollen oder sich von Watzke instrumentalisieren lassen um eine Person im Verein zu diskreditieren, die sich nichts zu Schulden hat kommen lassen, ist hanebüchen.

Vorweg: Ich glaube, nach meiner subjektiven Einschätzung, dass Aki gute Gründe haben wird, mit Tuchel zu brechen. Die Entscheidung kann im Sinne des Vereins nur "für Watzke und co." und "gegen Tuchel" heißen, alles andere wäre eine absolut ungesunde Entwicklung.

Der Zeitpunkt dieses Interviews ist kritikwürdig.
Letztlich kann man über die Gründe nur mutmaßen.
Die im gestrigen Artikel veröffentlichte Sicht von PatBorm könnte dem Grund schon sehr nahe kommen, auch wenn es eben nur eine subjektive Sicht der Dinge ist; inkl. einer möglichen Erklärung für das Vorsprechen von Watzke.

Andere User gehen aber dann eher davon aus, dass der Egomane Watzke einfach mal den Trainer anschießen wollte, weil er es nicht vertragen würde nicht von allen als der beste Mensch der Welt gefeiert zu werden. Dies wird dann noch gerne damit verknüpft, dass die angeblichen Zerwürfnisse bei Borussia Dortmund gar nicht in epischer Breite öffentlich dargelegt wurden. Entsprechend sind diese von einigen Usern/SG-Artikeln implizierten Unstimmigkeiten sicherlich nur Hirngespinste der Schreiberlinge und/oder sollen den punktetechnisch erfolgreichsten Trainer der BVB Historie aus dem Amt jagen.

Dies Leuten an den Kopf zu werfen, die sich ehrenamtlich bei SG darum bemühen allen BVB Fans einen öffentlichen Platz für Diskussionen/Artikel zu bieten, finde ich unverschämt.
Man muss ja nicht zum gleichen Schluss kommen und kann auch gerne dagegen argumentieren, sollte aber dann ein gewisses Niveau einhalten.
Zumindest wenn man Interesse an einer ernsthaften Diskussion hat und selbst nicht als Troll wahrgenommen werden möchte.

Ich habe (ähnlich wie beispielsweise das Thomas hier seinerzeit im Forum sogar öffentlich angeprangert hatte, meine ich mich zu erinnern) schon vor dem ersten Arbeitstag von TT erhebliche Probleme mit dem Charakter und der Person Thomas Tuchel gehabt. Ich kenne den Mann persönlich nicht, aber alles was man aus Mainz gehört hat und wie er auch danach vorgegangen ist, lässt stark an seiner Persönlichkeit zweifeln. Ich habe zudem nie daran gezweifelt, dass er, bei dem nächstbesten Angebot, das Weite suchen wird. Wusste man alles vorher, aber gut, geschenkt. Da muss man dann vielleicht einfach noch ein wenig in Sachen "Personalrecruiting" dazulernen.

Es ist ja immer eine Abwägung von Chancen und Risiken.

Inzwischen hat sich herausgestellt, dass das Risiko des "schwierigen Charakters" zu einer Trennung im Sommer führen dürfte. Gleichzeitig hat Tuchel durch fachlich gute Arbeit die mit ihm verbundene Chance der Stabilisierung im oberen Bereich weitgehend erfüllen können.

In diesem Sinne ist die damalige Entscheidung pro Tuchel kein Fehler, sondern die Zusammenarbeit eben kürzer als von vornherein geplant!

Schade, aber kein Beinbruch bzw. Versagen der Führungsriege beim Recruiting.

Er hat hier allerdings, aus meiner Sicht, bisher hervorragende Arbeit geleistet.

Der sportliche Erfolg gibt ihm Recht.
Gleichwohl ist sportlicher Erfolg nicht Alles. Vor allem dann nicht, wenn die interne Zusammenarbeit nur unter sehr schwierigen Umständen erfolgen kann.

Die Führungsriege muss sich nicht jeden Abend zuprosten oder in einer Dreier-WG hausen. Eine professionelle Zusammenarbeit sollte aber möglich sein.

Selbstverständlich würde es zu kurz greifen, würde man die Schuld für die Missstimmungen ausschließlich TT zurechnen würde. Ohne in der besagten Dreier-WG (bzw. am Rheinlanddamm ein und aus zu gehen bin ich mal forsch und vermute, dass jeder Beteiligte Fehler begangen hat. Wer welchen Anteil an dem Binnenverhältnis hat wird mir aber auf ewig verschlossen bleiben.

Warum all das, jetzt zu diesem Zeitpunkt und in dieser Form, zu einer öffentlichen Debatte werden muss, ist mir ein absolutes Rätsel. Ich gehe hier mit der Einschätzung von "fredisgetränkekiste" d'accord und glaube, dass es ein massives Führungs- und Strukturproblem im Verein gibt, weil man nun (trotz der großen Differenzen untereinander) gemerkt hat, wie erfolgreich Tuchel am Ende doch sein könnte und weil er nach dem Anschlag ordentlich Bonuspunkte bei den Fans (vielleicht zu unrecht) gesammelt hat. Nun versucht man der Schlange ganz langsam den Kopf abzuschlagen, ja, vielleicht sogar noch in das Alltagsgeschäft einzugreifen mit einer so deplatzierten Meldung.
Schlussendlich weiß ich nicht, was für eine Kirmes sich in den Köpfen unserer Führung abspielt, ich stelle aber die Notwendigkeit der Trennung nicht in Frage.

Man kann sicherlich zu dem Schluss kommen, dass ein Führungs- und Strukturproblem im Verein vorherrscht. Ich finde es zwar nicht sonderlich überzeugend, dass Watzke ins Tagesgeschäft eingreifen will und/oder es nicht aushält das TT positiv dargestellt wird, aber er wird mit solchen Meinungen leben müssen.

Wenn man es als Führungs-/Strukturproblem bezeichnen will, sehe ich das eher als Problem Tuchel nicht schon früher entlassen zu haben.

Auch wenn Du es noch recht sachlich vorträgst bin ich aber insgesamt schon sehr erschüttert, wie hier über Watzke gesprochen wird.
Lustigerweise hauen insbesondere jene jetzt wie wild auf Watzke, die Kritikern von Tuchel unterstellt haben ewig gestrig zu sein und nur Jürgen Klopp nachzutrauern. Lustig deshalb, weil kritische Beiträge hinsichtlich Tuchel immer damit abgebügelt wurden, dass das ja alles gar nicht so sein könnte, da es nicht der Öffentlichkeit bekannt war. Gleichermaßen wird hier aber völlig frei gedreht und Watzke vorgeworfen, dass er im Grunde eh nix können würde und nur durch den Glücksfall Klopp Erfolg bei der Sanierung hatte. (Komisch, dass gleichermaßen aber nicht Klopp als Wundertrainer vergöttert wird, sondern fachlich TT vorgezogen wird... - ist mir in diesem Zusammenhang dann einfach zu hoch!)

Man kann Watzke für das ein oder andere Vorpreschen in den Medien kritisieren und auch für die ein oder andere Entscheidung - ihm aber Ahnungslosigkeit, Unfähigkeit und/oder egoistisches Verhalten vorzuwerfen ist dann doch etwas haltlos und ebenso unverschämt.

Was sich aber ganz deutlich an den Reaktionen hier im Forum und ganz generell im Umfeld des Vereins zeigt ist, wie massiv die Verstimmung der Fanbasis gegenüber Watzke und co. mittlerweile ist. Ich habe als einfacher Fan (natürlich und Gott sei Dank zurecht) nie das Privileg gehabt, Einfluss zu nehmen auf Entscheidungen der Führung. Ich habe aber bis vor 2-3 Jahren immer das Gefühl gehabt, als Fan ordentlich informiert und "behandelt" worden zu sein. Dieses Gefühl ist mir komplett abhanden gekommen. Seit eh und je trotte ich am Wochenende ins Stadion, warte am Spielende unter'm Block 12 auf viele alte Leute, um ein paar Gespräche mit denen zu führen, die nicht unmittelbar in meiner Nähe stehen während des Spiels. Auch hier, oder sonst so, spürt man mittlerweile ein extremes Misstrauen und eine hohe Skepsis gegenüber der Führung und insbesondere Watzke.

Ich spüre dieses Misstrauen nicht.
Watzke informiert uns Fans natürlich nicht derart umfassend wie es sich jeder hier wünschen würde.
Watzke wird auch seit Jahren "von der Kurve" kritisch begleitet. Im letzten Sommer z.B. bzgl. der Rückholaktion von MG19, die Watzke gegen den Wunsch mancher Fans dann durchgezogen hat.

Watzke ist in der Verantwortung und muss unpopuläre Entscheidungen treffen, sodass er sich insbesondere bei aktiven Fans nicht immer Freunde machen kann. Gleichwohl wird er vom Großteil respektiert, weil er sich im besonderen Maße für den Verein verdient gemacht hat und den Kontakt zu den Fans weiterhin sucht, auch wenn er offensichtlich Dinge durchsetzen muss (wie z.B. die Blocksperre der Südtribüne).

Watzke muss daher insgesamt oft mit Widerspruch aus dem Fanlager leben.

Das ist aber m. E. was anderes, als sein Vorpreschen in der Personalie Tuchel.
Ich hätte es nicht gebraucht und hätte eine Erklärung nach dem Pokalfinale präferiert. Aber ich gestehe ihm zu, dass er dieses Statement zum Wohle des Vereins getätigt hat.

Über die Gründe kann man - wie oben bereits geschehen - nur spekulieren.
Ich finde es schade, dass ihm derart wenig Kompetenz und so viel Egomanie vorgeworfen wird - ohne auch nur ansatzweise "Belege" zu liefern wie man zu dieser Einschätzung gelangt.
Mit anno Tobak Entscheidungen über Trainerrochaden zu kommen ist dahingehend amüsant, da man einer Person wie Watzke damit unterstellen würde, dass er nicht aus Fehlern dazu lernt - wenngleich TT für seine "neue Kommunikationsstrategie" gefeiert wird.

Enscheidend geprägt ist diese, meiner Ansicht nach, durch (so macht es den Anschein) bewusste Desinformation bei heiklen Entscheidungsfindungen. Beispiel Rückkehr Götze, Abschied Hummels, die Quärelen um Gündogan. Sollte man diese Strategie auch intern verfolgen, wie möglicherweise bei den Abgängen von Gündo, Hummels und Micky, kann ich eine Verstimmung Tuchels absolut verstehen. Auch hier hieß es ja "ne ne, einer bleibt mindestens hier".
Hinzu kommt auffällig unauffälliges Agieren, wenn Fans in eine Ecke gestellt werden, wie beim Leipzig-Spiel, gepaart mit zweifelhaften Methoden wie der klammheimlichen Schließung des TU-Büdchen (auch wenn dies wohl weniger den Unmut des "normalen" Osttribünen-Fans auf sich zieht).

Nach dem Leipzig Spiel wurde Watzke von der Öffentlichkeit derart angegangen, dass ihm keine Wahl blieb der Südtribünen-Sperre zuzustimmen. Das Statement des BVB war recht deutlich, hinsichtlich der Ablehnung von Kollektivstrafen für ein derartiges Vergehen.
Es ist kritikwürdig, dass das Büdchen als weitere Kollektivstrafe von Seiten des BVB durchgesetzt wurde; letztlich unterliegt es jedoch einer bestimmten Logik. Durch die Aberkennung von Privilegien (ADK-Entzug, Büdchen wird dicht gemacht, etc.) zeigt der Verein "klare Kante" und muss sich künftig nicht dem öffentlichen Vorwurf ausgesetzt sehen, Nichts unternommen zu haben.

Das finde ich zwar nicht toll, kann es aber nachvollziehen.
Richtig ist, dass Watzke sich da qua Funktion selten für die Fans hinstellen und sich gegen die Widerstände aus den Verbänden und der Politik erwehren kann. Ich finde es schade und würde mir wünschen, dass er da etwas resoluter wäre. Allerdings nehme ich ihm das nicht persönlich übel, sondern gestehe ihm diese Entscheidungen zu.

Bezüglich seiner Festlegungen zu Hummels/Gündogan/Mkhitaryan gab es ja bereits des Öfteren Ausführungen, dass sich die Situation bei Mkhitaryan sehr kurzfristig verändert hat. Die "Schuld" am Wechsel von Mkhitaryan jetzt Watzke in die Schuhe zu schieben, ist nicht nur anmaßend sondern auch inhaltlich Quatsch.
Bis wenige Tage vor Ende der Transferfrist ging man - meines Wissens - bei Borussia davon aus, dass er bleibt.
Dann hat er sich freigepresst - im Gegensatz zu RL9 dann eher weniger über die Medien.

Die Schuld an diesem Wechsel trägt einzig und allein Henrikh Mkhitaryan!

Die aktuelle Situation scheint nun nicht mehr anders zu retten, Tuchel wird seinen Hut nehmen.
Zukünftig sollte sich die Vereinsführung aber ganz intensiv darüber Gedanken machen, welche Form von Informationspolitik man betreibt und wie man sich dabei den Fans gegenüber positioniert. Die meisten haben, wie von einigen hier "vorgeschlagen", jedenfalls keine Lust ständig zwischen den Zeilen zu lesen, als würde man mit einem Despoten über ein Vorhaben XY verhandeln. Es gibt nichts gefährlicheres für eine Führung, ganz generell, als eine sich missverstanden fühlende und bewusst für dumm verkaufte Basis.

Das mich die Vereinsführung nicht persönlich über Entscheidungen informiert, muss ich hinnehmen. Eine dezidierte Erklärung zu jeder Entscheidung kann und will ich nicht erwarten!

+1

Coseng, Kreuzviertel, Montag, 08.05.2017, 16:10 (vor 3161 Tagen) @ stfn84

Dein Beitrag und der davor, beschreiben sehr anschaulich die Gefühlslage verschiedenster Lager aktuell beim BVB. Danke für die Mühen des langen Posts!

Nachdem ich anfangs auch eher wenig Verständnis für das Abschreiben von TT hatte, muss ich mittlerweile sagen, überzeugen mich viele Äußerungen und jetzt aufgetauchte Artikel doch immer mehr. Man hört so langsam auch einfach aus verschiedensten Richtungen, wie sehr es intern rumort und das da vermutlich doch sehr viel daneben lief.

Alles in Allem bleibt festzuhalten, dass der hervorragende Artikel/Kommentar von PatBorm den Nagel auf den Kopf traf und vieles im Diskurs hier und anderswo ausgelöst hat.

An dieser Stelle noch einmal ein paar Worte an die SG-Redaktion

Weeman, Hinterm Knauber, Montag, 08.05.2017, 15:38 (vor 3161 Tagen) @ stfn84

Ich bin auch nicht gerade sein größter Freund.
Er hat für seine Entscheidungen seine Gründe. Bei einigen ist man naturgemäß nicht seiner Meinung. Da kann man mit Sicherheit die Strategie hinterfragen oder auch, ob das angepeilte Ziel überhaupt erstrebenswert ist.
Ich kritisiere da ja auch nicht wenig.

Ich zweifle aber nicht daran, dass Watzke mit jeder Entscheidung den größtmöglichen Erfolg für Borussia haben will. Auch wenn gerade da natürlich viele Vorstellungen mit denen der Fans kollidieren.

Deswegen kann ich mir nicht vorstellen, dass es in diesem Fall anders sein sollte.

Ich hab bisher an Tuchel festgehalten. Zum einen, weil mir seine Aussagen gefallen haben. Das man auf diese nicht zu viel geben sollte ist natürlich im Fußball selbstverständlich.
Zum anderen, weil es mir nicht so vorkam, als wäre das Verhältnis so zerrüttet.
Liegt daran, dass ich die meisten Interviews etc. nicht gelesen hab und sie als Hintergrundgeräusche ignoriert habe.

Als ich von dem Interview gehört habe hab ich auch zuerst gedacht "Typisch Watzke".
Beschissener Zeitpunkt etc. pp.
Aber ich muss trotzdem sagen, obwohl ich oft anderer Meinung bin, dass Watzke seinen eingeschlagenen Weg dann auch richtig beschreitet.

Watzke sieht keine Alternative zu einer Trennung. Trotz eventuellem Pokalgewinn.

Wenn das Wohl von Borussia bei dieser Entscheidung nicht am meisten Gewicht hätte, wäre das ein Novum.

An dieser Stelle noch einmal ein paar Worte an die SG-Redaktion

Schulten Manni, Berlin, Montag, 08.05.2017, 15:55 (vor 3161 Tagen) @ Weeman

Könntest du denn Vereinsfunktionäre nennen, die nicht das Beste für den Verein wollen und ihrem Club durch ihre Entscheidungen bewusst schaden wollen? Das kann man wohl nicht mal Didi Beiersdorfer, Clemens Tönnies, Horst Held, Peter Knäbel und Michael Frontzeck unterstellen. Letztlich geht es um richtige und falsche Entscheidungen. Da hat Akki viele richtige, einige umstrittene und auch einige falsche und jetzt eine unmögliche getroffen. Und aus meiner Sicht nehmen die Wackler zu.

An dieser Stelle noch einmal ein paar Worte an die SG-Redaktion

Phil, Montag, 08.05.2017, 16:38 (vor 3161 Tagen) @ Schulten Manni

Könntest du denn Vereinsfunktionäre nennen, die nicht das Beste für den Verein wollen und ihrem Club durch ihre Entscheidungen bewusst schaden wollen? Das kann man wohl nicht mal Didi Beiersdorfer, Clemens Tönnies, Horst Held, Peter Knäbel und Michael Frontzeck unterstellen. Letztlich geht es um richtige und falsche Entscheidungen. Da hat Akki viele richtige, einige umstrittene und auch einige falsche und jetzt eine unmögliche getroffen. Und aus meiner Sicht nehmen die Wackler zu.

Aber was meinst du denn, warum Watzke es an dem Tag sagte, wenn perse erst einmal eine Entscheidung zum Wohle des Vereins erfolgt?

Also war die Absicht eine gute, wie bei allen Funktionäre überall?

Du sagst also die Entscheidung von Watzke war aus seiner Sicht "Das Beste für den Verein", aber du findest es war die falsche / unmögliche Entscheidung?

Was war denn dann die Motivation von Watzke?

MFG
Phil

An dieser Stelle noch einmal ein paar Worte an die SG-Redaktion

Schulten Manni, Berlin, Montag, 08.05.2017, 20:57 (vor 3161 Tagen) @ Phil

Könntest du denn Vereinsfunktionäre nennen, die nicht das Beste für den Verein wollen und ihrem Club durch ihre Entscheidungen bewusst schaden wollen? Das kann man wohl nicht mal Didi Beiersdorfer, Clemens Tönnies, Horst Held, Peter Knäbel und Michael Frontzeck unterstellen. Letztlich geht es um richtige und falsche Entscheidungen. Da hat Akki viele richtige, einige umstrittene und auch einige falsche und jetzt eine unmögliche getroffen. Und aus meiner Sicht nehmen die Wackler zu.


Aber was meinst du denn, warum Watzke es an dem Tag sagte, wenn perse erst einmal eine Entscheidung zum Wohle des Vereins erfolgt?

Also war die Absicht eine gute, wie bei allen Funktionäre überall?

Du sagst also die Entscheidung von Watzke war aus seiner Sicht "Das Beste für den Verein", aber du findest es war die falsche / unmögliche Entscheidung?

Was war denn dann die Motivation von Watzke?

MFG
Phil

Phil, mich wundert, dass hier unterstellt wird, dass die Entscheidungen von Führungskräften immer durchdacht sind. Das ist definitiv nicht so. Du bist nah am BVB dran, ich dagegen erlebe Akki jetzt seit ungefähr 1999. Und im Moment erkenne ich da viel von dem Akki, der mir da auf den Kunstrasenplätzen des Sauerlands begegnet ist. Da war Akki immer auch für die eine oder andere Aktion bekannt, bei der man hinterher sagen könnte. "War blöd, merkste selbst ne?!". Mit einem großen Unterschied: wenn du bei RW Erlinghausen oder in Hombruch sonntags zwischen 15 und 18 Uhr mal einen raushaust, dann ist das oft schon vergessen, wenn du abends vom Vereinsheim nach Hause gehst. Evtl rufst du dienstags mal jemanden an und sagst "nix für ungut". In seiner jetzigen Funktion geht das halt nicht mehr. Das Umfeld hat sich für ihn mittlerweile radikal verändert, einige Verhaltensweisen aber nicht. Da ist das dann der alte Akki von früher, der sich durch seine (damalige) Bodenständig um die Sanierung verdient gemacht hat. Manchmal kippt es halt. Beim Streit mit Hopfner z.B. (Kein Drama, nur etwas unschön) musste ich an früher denken. Bei anderer Gelegenheit waren wir übrigens einer Meinung. Abschieds-PK Kloppo. Du hast Watzke und Zorc für ihren Auftritt scharf kritisiert. Ich war da ganz bei dir und dachte mir auch: so kannst du deinen Trainer evtl in der Landesliga verabschieden. Aber eigentlich war das keine Überraschung. Auch das war halt der alte Akki, der das im Clubheim von Erlinghausen nicht anders gemacht hätte. Insoweit ist er sogar authentisch. Aber jetzt zu glauben, dass der Akki ein paar Jahre später bei allem, was er macht und tut, einen Masterplan verfolgt, geht zu weit. Selbst Hoeneß - unterm Strich Vollprofi - hat mal eingeräumt, dass ihm auf der legendären JHV die Hutschnur geplatzt ist. Da war' s halt nur unschädlich.

@Phil

Sebi, Dülmen, Montag, 08.05.2017, 19:46 (vor 3161 Tagen) @ Phil

Ich möchte mich hiermit für die falsche Wortwahl dir gegenüber entschuldigen.

Ich gebe zu, dass mich die Vehemenz deines Auftretens irritiert hat. Es ist aber nicht so, dass ich dir zu irgendeinem Zeitpunkt unterstellen wollte, die Unwahrheit zu sagen. Es ist vielmehr sogar so, dass ich deinen Worten jederzeit Glauben geschenkt habe, aber aufgrund der gesamten Medien, die ich zur Meinungsbildung genutzt habe, zu dem Fazit gekommen bin, dass das alles schon nicht derart verfahren sein könne. Wie gesagt, meine Wortwahl dir gegenüber war falsch und dafür möchte ich mich entschuldigen.

Ansonsten bin ich aber seit Freitag echt ratlos. Auch wenn Tuchel der Ausgangspunkt aller Schwierigkeiten zu sein scheint, werfen die gesamten Vorgänge in dieser Saison natürlich auf den ganzen Verein ein schlechtes Licht. Es tut schon weh, dass es so weit kommen konnte. Ich hoffe sehr, dass zumindest eine konsequente Aufarbeitung stattfinden und der Verein dann in absehbarer Zet wieder an einem Strang ziehen wird.

@Phil

Phil, Dienstag, 09.05.2017, 11:42 (vor 3161 Tagen) @ Sebi

Hi Sebi,

kein Ding und natürlich angenommen ;-)

MFG
Phil

An dieser Stelle noch einmal ein paar Worte an die SG-Redaktion

fredisgetränkekiste, dortmund, Montag, 08.05.2017, 17:02 (vor 3161 Tagen) @ Phil
bearbeitet von fredisgetränkekiste, Montag, 08.05.2017, 17:08

Die Motivation Watzkes das Interview zu diesem Zeitpunkt zu geben, kann man mit dem Wunsch oder Willen nach Deutungshoheit in der Öffentlichkeit beschreiben.
Die Entscheidung nicht mehr mit Tuchel zusammen arbeiten zu wollen, dieser Umstand scheint mir nach dem Interview klar, ist aber schon früher getroffen worden oder hat sich zumindestens stark verdichtet.
Das steht dann zum Teil im Widerspruch zu dem, was Watzke in den letzten Wochen und Monaten zum Thema Tuchel gesagt hat.

Es geht bei der Deutungshoheit nicht nur um den indirekten Affront Tuchels gegen Watzke und Rauball, sondern im wesentlichen darum, daß man jetzt mit der Stellung der Verantwortlichen ans Licht muß, bevor Tuchel Dritter wird und den Pokal holt, und dann dem Volk gar nicht mehr verkauft werden kann, wieso Tuchel gehen muß.

Seit 1 1/2 Jahren ein sehr schlechtes handling von Watzke in Bezug auf das "Tuchel-Problem".
Hatte ich gestern schon beschrieben, allerdings an nicht mehr wahrgenommener Stelle:
1449654
PS: In dem verlinkten post muß einmal der Name Klopp durch Zorc ersetzt werden:-)

An dieser Stelle noch einmal ein paar Worte an die SG-Redaktion

stfn84, Köln, Montag, 08.05.2017, 19:17 (vor 3161 Tagen) @ fredisgetränkekiste

Wie begründest Du denn Deine Ansicht in dem verlinkten Post?

An dieser Stelle noch einmal ein paar Worte an die SG-Redaktion

fredisgetränkekiste, dortmund, Montag, 08.05.2017, 19:46 (vor 3161 Tagen) @ stfn84

Wie begründest Du denn Deine Ansicht in dem verlinkten Post?

Welchen Gesichtspunkt soll ich begründen?

Die Tuchel-Geschichte hat in der Winterpause 15/16 mit dem Mislintat-Konflikt um Torres angefangen, seitdem ist in der causa nichts mediatives passiert.
Tuchel, so kommt mir "aus zuverlässiger Quelle" zu Ohren, kommuniziert an Zorc vorbei direkt mit Watzke.
Hat man in der Öffentlichkeit nichts von gehört.
Beides Vorgänge, die mMn. entschiedeneres Einschreiten von Watzke nach sich ziehen müssen.
Da hätte man klar stellen müssen wie Dinge innerhalb des inneren Kreises der sportlich Verantwortlichen abzulaufen haben.
Hat Watzke nicht gemacht.
Nach dem Umbruch kommt Watzke dann, durch die neue Situation, in ganz andere Schwierigkeiten und muß Stück für Stück mitanschauen wie die versäumten Maßnahmen dazuführen, daß er sich zu einem extrem ungünstigen Termin veranlaßt sieht die Reißleine zu ziehen.

An dieser Stelle noch einmal ein paar Worte an die SG-Redaktion

Weeman, Hinterm Knauber, Montag, 08.05.2017, 16:02 (vor 3161 Tagen) @ Schulten Manni

Könntest du denn Vereinsfunktionäre nennen, die nicht das Beste für den Verein wollen und ihrem Club durch ihre Entscheidungen bewusst schaden wollen?

Genau darum geht es mir ja. Einige Vorwürfe hören sich eben genau danach an. Und du hast ja mit deiner Frage sehr schön gezeigt, wie absurd das ist.

Letztlich geht es um richtige und falsche Entscheidungen. Da hat Akki viele richtige, einige umstrittene und auch einige falsche und jetzt eine unmögliche getroffen. Und aus meiner Sicht nehmen die Wackler zu.

Wahrscheinlich gibt es auch kaum eine Halbserie, in der jemals so viele knifflige Entscheidungen zu treffen waren. Da gabs einige Punkte wo gerade ich viel kritisiert habe.
Ich kann aber jetzt nicht schlussendlich behaupten, dass seine Entscheidungen dem Verein nachhaltig geschadet hätten. Vor allem nicht, weil ich ja gar nicht weiß was überhaupt Fakt ist.

Welche Entscheidung findest du jetzt ganz explizit "unmöglich"?

An dieser Stelle noch einmal ein paar Worte an die SG-Redaktion

Schulten Manni, Berlin, Montag, 08.05.2017, 16:17 (vor 3161 Tagen) @ Weeman

Könntest du denn Vereinsfunktionäre nennen, die nicht das Beste für den Verein wollen und ihrem Club durch ihre Entscheidungen bewusst schaden wollen?


Genau darum geht es mir ja. Einige Vorwürfe hören sich eben genau danach an. Und du hast ja mit deiner Frage sehr schön gezeigt, wie absurd das ist.

Letztlich geht es um richtige und falsche Entscheidungen. Da hat Akki viele richtige, einige umstrittene und auch einige falsche und jetzt eine unmögliche getroffen. Und aus meiner Sicht nehmen die Wackler zu.


Wahrscheinlich gibt es auch kaum eine Halbserie, in der jemals so viele knifflige Entscheidungen zu treffen waren. Da gabs einige Punkte wo gerade ich viel kritisiert habe.
Ich kann aber jetzt nicht schlussendlich behaupten, dass seine Entscheidungen dem Verein nachhaltig geschadet hätten. Vor allem nicht, weil ich ja gar nicht weiß was überhaupt Fakt ist.

Welche Entscheidung findest du jetzt ganz explizit "unmöglich"?

Den Zeitpunkt des Interviews zum Beispiel. Der nun dazu führt, dass wir den HSV und die BlaueDas öffentliche Verhalten gegenüber Tuchel. Ich habe zu Tuchel eine durchaus differenzierte Meinung. Aber das, was Watzke da seit einiger Zeit macht, ist schlicht Mobbing und inakzeptabel. So kann man nicht führen. Das nur in der Kategorie "unmöglich".

An dieser Stelle noch einmal ein paar Worte an die SG-Redaktion

stfn84, Köln, Montag, 08.05.2017, 19:19 (vor 3161 Tagen) @ Schulten Manni

Was ist denn bitte Mobbing?

An dieser Stelle noch einmal ein paar Worte an die SG-Redaktion

Schulten Manni, Berlin, Montag, 08.05.2017, 16:28 (vor 3161 Tagen) @ Schulten Manni

Genau darum geht es mir ja. Einige Vorwürfe hören sich eben genau danach an. Und du hast ja mit deiner Frage sehr schön gezeigt, wie absurd das ist.

Auch da gibt es kein schwarz-weiß. Beim Götze-Transfer steht zB der Vorwurf im Raum, dass es letztlich zu erheblichen Teilen auch eine Entscheidung war, die auch von Ego und eigenen Befindlichkeiten geprägt war. Und nicht unbedingt wirtschaftlich und sportlich durchdacht. Dass Watze das aktuell katastrophale Bild des Vereins in der Öffentlichkeit in Kauf nimmt, lässt nicht den Rückschluss zu, dass er dem Verein bewusst Schäden will. Er verhält sich aber unprofessionell und nimmt den Schaden in Kauf. Der Vorwurf, dass hierfür auch ein Grund sein könnte, dass ihn SEIN aktuelles Bild in der Öffentlichkeit wurmt und ER SEIN Bild um jeden Preis Gerade rücken will, steht deshalb auch im Raum. Es ist nicht so, dass 98 Prozent seiner derzeitigen Kritiker der Meinung sind, dass Watzke in Berlin der Eintracht die Daumen drückt.

An dieser Stelle noch einmal ein paar Worte an die SG-Redaktion

Weeman, Hinterm Knauber, Montag, 08.05.2017, 16:38 (vor 3161 Tagen) @ Schulten Manni

Auch da gibt es kein schwarz-weiß. Beim Götze-Transfer steht zB der Vorwurf im Raum, dass es letztlich zu erheblichen Teilen auch eine Entscheidung war, die auch von Ego und eigenen Befindlichkeiten geprägt war. Und nicht unbedingt wirtschaftlich und sportlich durchdacht.

Ja ein nicht belegbarer Vorwurf. Selbst ich hab mal geschrieben, dass es für einen Götze-Transfer durchaus gute Argumente gab/gibt. Ich wollte ihn zwar nicht, aber die Beweggründe sind für mich durchaus logisch nachvollziehbar.

Er verhält sich aber unprofessionell und nimmt den Schaden in Kauf.

Wie gesagt, durch den Finaleinzug wäre der "Schaden" so oder so gekommen.

Der Vorwurf, dass hierfür auch ein Grund sein könnte, dass ihn SEIN aktuelles Bild in der Öffentlichkeit wurmt und ER SEIN Bild um jeden Preis Gerade rücken will, steht deshalb auch im Raum.

Wie schon gesagt, ich bin eher einer der größeren Watzke-Kritiker.
Dieser Vorwurf entbehrt, aus meiner Sicht, jedoch jeder Logik.

An dieser Stelle noch einmal ein paar Worte an die SG-Redaktion

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Montag, 08.05.2017, 16:46 (vor 3161 Tagen) @ Weeman

Auch da gibt es kein schwarz-weiß. Beim Götze-Transfer steht zB der Vorwurf im Raum, dass es letztlich zu erheblichen Teilen auch eine Entscheidung war, die auch von Ego und eigenen Befindlichkeiten geprägt war. Und nicht unbedingt wirtschaftlich und sportlich durchdacht.


Ja ein nicht belegbarer Vorwurf. Selbst ich hab mal geschrieben, dass es für einen Götze-Transfer durchaus gute Argumente gab/gibt. Ich wollte ihn zwar nicht, aber die Beweggründe sind für mich durchaus logisch nachvollziehbar.

Er verhält sich aber unprofessionell und nimmt den Schaden in Kauf.


Wie gesagt, durch den Finaleinzug wäre der "Schaden" so oder so gekommen.

Der Vorwurf, dass hierfür auch ein Grund sein könnte, dass ihn SEIN aktuelles Bild in der Öffentlichkeit wurmt und ER SEIN Bild um jeden Preis Gerade rücken will, steht deshalb auch im Raum.


Wie schon gesagt, ich bin eher einer der größeren Watzke-Kritiker.
Dieser Vorwurf entbehrt, aus meiner Sicht, jedoch jeder Logik.

Ich bin normalerweise niemand, der irgendwelche "Insiderinfos" oder so hat, in diesem Fall habe ich sie ohne da jetzt konkret zu werden. Ich kann dir sagen, wie ich woanders schon mal erwähnt hatte, dass beim Transfer von Mario Götze allen Offiziellen, die bei Borussia Dortmund ganz oben in der Entscheidungsebene stehen, klar war, dass der Transfer eine ultra-teure Wette auf ein Hochrisikopapier war, um es mal ganz vorsichtig und möglichst wertfrei auszudrücken.

An dieser Stelle noch einmal ein paar Worte an die SG-Redaktion

Weeman, Hinterm Knauber, Montag, 08.05.2017, 17:02 (vor 3161 Tagen) @ FourrierTrans

Ich finde meinen Post von damals nicht mehr. Scheiß Archiv! ;-)

Habs aber recht ähnlich gesehen und kam auch zu dem Schluss, dass ich ihn aus Sicht der GF auch geholt hätte.

War für mich das erste krasse Fragezeichen hinsichtlich der Vereinsführung

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Montag, 08.05.2017, 17:49 (vor 3161 Tagen) @ Weeman
bearbeitet von FourrierTrans, Montag, 08.05.2017, 17:57

Ich finde meinen Post von damals nicht mehr. Scheiß Archiv! ;-)

Habs aber recht ähnlich gesehen und kam auch zu dem Schluss, dass ich ihn aus Sicht der GF auch geholt hätte.

Zitat von deinem Vorposter war ja "Beim Götze-Transfer steht zB der Vorwurf im Raum, dass es letztlich zu erheblichen Teilen auch eine Entscheidung war, die auch von Ego und eigenen Befindlichkeiten geprägt war. Und nicht unbedingt wirtschaftlich und sportlich durchdacht." und für mich lässt dieser Transfer mittlerweile überhaupt gar keine andere Sichtweise mehr zu. Ich habe auch erst im Nachgang erfahren, was da wirklich rund um Mario Götze los ist.
Auf der einen Seite sehr sozial und menschlich, ihm da eine so vergoldete Hilfestellung zu bieten, auf der anderen Seite ein krasses Fehlverhalten. Schließlich ist es ja nicht Akis oder Susis Geld, was da über die Ladentheke ging/geht. Da war ich im Nachhinein schon ziemlich baff, muss ich ehrlich gestehen. Aber gut, ist jetzt eh durch und vielleicht auch unangebracht, das jetzt in diese Diskussion näher mit einzubeziehen. Aber seitdem habe ich ein anderes Bild von der Vereinsführung, was die nüchterne und sachliche Betrachtung vom Alltagsgeschäft angeht.

War für mich das erste krasse Fragezeichen hinsichtlich der Vereinsführung

Semper, nähe Cb, Montag, 08.05.2017, 18:00 (vor 3161 Tagen) @ FourrierTrans

Ich möchte da mal einhaken: Für mich klingt das jetzt eher nach einem sagen wir mal Mitleidstransfer als nach einem sportlich Sinnvollen, oder bin ich da komplett auf dem Holzweg?

War für mich das erste krasse Fragezeichen hinsichtlich der Vereinsführung

Ulrich, Montag, 08.05.2017, 17:58 (vor 3161 Tagen) @ FourrierTrans

Ich finde meinen Post von damals nicht mehr. Scheiß Archiv! ;-)

Habs aber recht ähnlich gesehen und kam auch zu dem Schluss, dass ich ihn aus Sicht der GF auch geholt hätte.


Zitat von deinem Vorposter war ja "Beim Götze-Transfer steht zB der Vorwurf im Raum, dass es letztlich zu erheblichen Teilen auch eine Entscheidung war, die auch von Ego und eigenen Befindlichkeiten geprägt war. Und nicht unbedingt wirtschaftlich und sportlich durchdacht." und für mich lässt sich bei diesem Transfer überhaupt gar keine andere Sichtweise mehr zu. Ich habe auch erst im Nachgang erfahren, was da wirklich rund um Mario Götze los ist. Auf der einen Seite sehr menschlich, ihm da eine so vergoldete Hilfestellung zu bieten, auf der anderen Seite ein krasses Fehlverhalten. Schließlich ist es ja nicht Akis oder Susis Geld, was da über die Ladentheke ging/geht. Da war ich im Nachhinein schon sehr schockiert, muss ich ehrlich gestehen. Aber gut, ist jetzt eh durch und auch vielleicht unangebracht, dass jetzt in diese Diskussion näher mit einzubeziehen. Aber seitdem habe ich ein anderes Bild von der Vereinsführung, was die nüchterne und sachliche Betrachtung vom Alltagsgeschäft angeht.

Davon dass hier in erster Linie Egos gepflegt und alte Beziehungen über objektive Kriterien gestellt wurden würde ich nicht ausgehen. Ich bin im Gegenteil davon überzeugt dass man Götze geholt hat weil man zuversichtlich war dass er beim BVB wieder an alte Leistungen anknüpfen würde. Ähnlich dürfte Tuchel oder wer auch immer die Entscheidung getroffen hab bei Schürrle gedacht haben. Leider aber werden nicht alle Erwartungen erfüllt.

War für mich das erste krasse Fragezeichen hinsichtlich der Vereinsführung

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Montag, 08.05.2017, 18:16 (vor 3161 Tagen) @ Ulrich
bearbeitet von FourrierTrans, Montag, 08.05.2017, 18:21

Ich finde meinen Post von damals nicht mehr. Scheiß Archiv! ;-)

Habs aber recht ähnlich gesehen und kam auch zu dem Schluss, dass ich ihn aus Sicht der GF auch geholt hätte.


Zitat von deinem Vorposter war ja "Beim Götze-Transfer steht zB der Vorwurf im Raum, dass es letztlich zu erheblichen Teilen auch eine Entscheidung war, die auch von Ego und eigenen Befindlichkeiten geprägt war. Und nicht unbedingt wirtschaftlich und sportlich durchdacht." und für mich lässt sich bei diesem Transfer überhaupt gar keine andere Sichtweise mehr zu. Ich habe auch erst im Nachgang erfahren, was da wirklich rund um Mario Götze los ist. Auf der einen Seite sehr menschlich, ihm da eine so vergoldete Hilfestellung zu bieten, auf der anderen Seite ein krasses Fehlverhalten. Schließlich ist es ja nicht Akis oder Susis Geld, was da über die Ladentheke ging/geht. Da war ich im Nachhinein schon sehr schockiert, muss ich ehrlich gestehen. Aber gut, ist jetzt eh durch und auch vielleicht unangebracht, dass jetzt in diese Diskussion näher mit einzubeziehen. Aber seitdem habe ich ein anderes Bild von der Vereinsführung, was die nüchterne und sachliche Betrachtung vom Alltagsgeschäft angeht.


Davon dass hier in erster Linie Egos gepflegt und alte Beziehungen über objektive Kriterien gestellt wurden würde ich nicht ausgehen. Ich bin im Gegenteil davon überzeugt dass man Götze geholt hat weil man zuversichtlich war dass er beim BVB wieder an alte Leistungen anknüpfen würde. Ähnlich dürfte Tuchel oder wer auch immer die Entscheidung getroffen hab bei Schürrle gedacht haben. Leider aber werden nicht alle Erwartungen erfüllt.

Sagen wir es mal so Ulrich, die Gefahr, dass Mario nie mehr auch nur im Ansatz das im Stande ist zu leisten, was er hier mal abgerufen hat, war/ist, nach allem was die GF über Mario bereits lange zuvor wusste und insbesondere nach der Tortur in München, exorbitant hoch und steht nicht im minimalsten Verhältnis zu den Summen die dort gezahlt wurden bzw. werden. Ich kann mir nicht erklären, wie so etwas ohne dem Zutun privater Empathien, fernab von neutraler "Risikobewertung", zustande kommen könnte. Aber sei's drum.

War für mich das erste krasse Fragezeichen hinsichtlich der Vereinsführung

Schulten Manni, Berlin, Montag, 08.05.2017, 19:26 (vor 3161 Tagen) @ FourrierTrans

Sagen wir es mal so Ulrich, die Gefahr, dass Mario nie mehr auch nur im Ansatz das im Stande ist zu leisten, was er hier mal abgerufen hat, war/ist, nach allem was die GF über Mario bereits lange zuvor wusste und insbesondere nach der Tortur in München, exorbitant hoch und steht nicht im minimalsten Verhältnis zu den Summen die dort gezahlt wurden bzw. werden. Ich kann mir nicht erklären, wie so etwas ohne dem Zutun privater Empathien, fernab von neutraler "Risikobewertung", zustande kommen könnte. Aber sei's drum.

Sei's drum? Eben nicht. Ich bin da auch deiner Meinung, dass das unabhängig davon, ob der Spieler Götze oder Manni Burgsmüller heißt. Das wäre der Kracher schlechthin. Mir geht es aber hier aber nur um einen von mehreren Anhaltspunkten, dass bei Akki "Ich" und "der BVB" auf eine ungute Weise in den letzten Jahren vermischt sind. Wäre übrigens nicht das ersten Mal.

War für mich das erste krasse Fragezeichen hinsichtlich der Vereinsführung

stfn84, Köln, Montag, 08.05.2017, 19:21 (vor 3161 Tagen) @ FourrierTrans

Tortur in München

Jetzt bin ich auf einmal wieder ganz traurig.
Der arme Mario.

War für mich das erste krasse Fragezeichen hinsichtlich der Vereinsführung

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Montag, 08.05.2017, 19:29 (vor 3161 Tagen) @ stfn84

Tortur in München


Jetzt bin ich auf einmal wieder ganz traurig.
Der arme Mario.

Ich habe lange Zeit ähnlich sarkastisch darüber gedacht wie du und war ähnlich beißend in meiner Kritik. Im Nachgang muss ich aber sagen, war die Person Mario Götze in München am für ihn falschesten Ort der Welt. Wieso er dahingegangen ist? Warum niemand aus seinem Umfeld, wie z. B. die Familie, eingegriffen hat?
Keine Ahnung. Mario Götze ist vielleicht sogar generell im Haifischbecken Profifußball völlig fehl am Platze. Eigentlich tut er mir echt Leid mittlerweile.

War für mich das erste krasse Fragezeichen hinsichtlich der Vereinsführung

markus93, Sauerland, Montag, 08.05.2017, 22:24 (vor 3161 Tagen) @ FourrierTrans

Da würde ich jetzt aber gerne mal mehr wissen. Ich weiß zwar auch, dass die offizielle nicht richtig ist und den ganz groben wirklichen Grund, aber was speziell in München vorgefallen sein soll?

War für mich das erste krasse Fragezeichen hinsichtlich der Vereinsführung

stfn84, Köln, Montag, 08.05.2017, 19:34 (vor 3161 Tagen) @ FourrierTrans

Obwohl mir die offizielle Version nicht logisch erscheint und ich eher ein anderes Krankheitsbild vermute, wird sich mein Mitleid auch zukünftig stark in Grenzen halten.

Da gibt es Menschen und Gruppen die in sehr viel schlimmeren Lebensphasen stecken und nicht ansatzweise so professionelle Hilfe bekommen können und mein Mitleid eher verdienen.

War für mich das erste krasse Fragezeichen hinsichtlich der Vereinsführung

Conny Kramer, Lünen, Dienstag, 09.05.2017, 00:10 (vor 3161 Tagen) @ stfn84

Obwohl mir die offizielle Version nicht logisch erscheint und ich eher ein anderes Krankheitsbild vermute, wird sich mein Mitleid auch zukünftig stark in Grenzen halten.

Da gibt es Menschen und Gruppen die in sehr viel schlimmeren Lebensphasen stecken und nicht ansatzweise so professionelle Hilfe bekommen können und mein Mitleid eher verdienen.

Dass Mario G. und Du in diesem Leben keine Freunde mehr werden - geschenkt. Aber, mal unterstellt, was hier kaum noch verklausuliert suggeriert wird, also unterstellt, MG litte nicht an einer Stoffwechselstörung sondern am "elefant in the room". Du hättest dann wirklich kein Mitleid mit ihm? Deshalb, weil er mehr und bessere Hilfe als viele andere bekämme hättest Du kein Mitleid? Du hast nur eine limitierte Gesamtsumme am Mitleid zur Verfügung, die dann eben an andere, Bedürftigere gehen soll? In allem Ernst???

Also mir ist bewußt, dass mich einige Menschen wohl für ein kaltherziges, unempathisches Arschloch halten. Aber wenn das wahr ist, dann fühle ich mich im Vergleich zu Dir wie Mutter Theresa...

War für mich das erste krasse Fragezeichen hinsichtlich der Vereinsführung

Ulrich, Montag, 08.05.2017, 19:48 (vor 3161 Tagen) @ stfn84

Obwohl mir die offizielle Version nicht logisch erscheint und ich eher ein anderes Krankheitsbild vermute, wird sich mein Mitleid auch zukünftig stark in Grenzen halten.

Wieso sollte man die Öffentlichkeit bezüglich des Krankheitsbildes täuschen? Im Zweifelsfall muss man bei so etwas davon ausgehen dass es auffliegt. Und dann steht man ausgesprochen dumm da.


Da gibt es Menschen und Gruppen die in sehr viel schlimmeren Lebensphasen stecken und nicht ansatzweise so professionelle Hilfe bekommen können und mein Mitleid eher verdienen.

Es hieß nie dass die Erkrankung von Götze wirklich schwerwiegend wäre. Im Gegenteil, ich kann mich an Äußerungen erinnern dass eine Person die keinen Leistungssport betreibt vermutlich nicht einmal mitbekommen hätte dass sie darunter leidet. Aber bei einem Profi-Fußballer sieht es wohl anders aus, hier verhindert sie dass er seine Leistung bringen kann.

War für mich das erste krasse Fragezeichen hinsichtlich der Vereinsführung

markus93, Sauerland, Montag, 08.05.2017, 20:00 (vor 3161 Tagen) @ Ulrich

Obwohl mir die offizielle Version nicht logisch erscheint und ich eher ein anderes Krankheitsbild vermute, wird sich mein Mitleid auch zukünftig stark in Grenzen halten.


Wieso sollte man die Öffentlichkeit bezüglich des Krankheitsbildes täuschen? Im Zweifelsfall muss man bei so etwas davon ausgehen dass es auffliegt. Und dann steht man ausgesprochen dumm da.

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Da gibt es Menschen und Gruppen die in sehr viel schlimmeren Lebensphasen stecken und nicht ansatzweise so professionelle Hilfe bekommen können und mein Mitleid eher verdienen.


Es hieß nie dass die Erkrankung von Götze wirklich schwerwiegend wäre. Im Gegenteil, ich kann mich an Äußerungen erinnern dass eine Person die keinen Leistungssport betreibt vermutlich nicht einmal mitbekommen hätte dass sie darunter leidet. Aber bei einem Profi-Fußballer sieht es wohl anders aus, hier verhindert sie dass er seine Leistung bringen kann.

Mein Tipp: Mach eine Stadionführung, vielleicht erfährst du da etwas mehr.

War für mich das erste krasse Fragezeichen hinsichtlich der Vereinsführung

Semper, nähe Cb, Montag, 08.05.2017, 23:36 (vor 3161 Tagen) @ markus93

Ohne jetzt genaues wissen zu wollen, weil ich eine Vermutung habe worauf ihr anspielt, heißt das jetzt man hat uns in Bezug auf MG-Krankheit nicht die ganze oder überhaupt nicht die Wahrheit gesagt?

War für mich das erste krasse Fragezeichen hinsichtlich der Vereinsführung

Ulrich, Dienstag, 09.05.2017, 07:18 (vor 3161 Tagen) @ Semper

Ohne jetzt genaues wissen zu wollen, weil ich eine Vermutung habe worauf ihr anspielt, heißt das jetzt man hat uns in Bezug auf MG-Krankheit nicht die ganze oder überhaupt nicht die Wahrheit gesagt?

Leider wollen sie uns anscheinend an ihren Vermutungen / an ihrem Wissen nicht teilhaben lassen.

Ein Hauch von Alu-Hut liegt in der Luft .....

War für mich das erste krasse Fragezeichen hinsichtlich der Vereinsführung

markus93, Sauerland, Dienstag, 09.05.2017, 11:38 (vor 3161 Tagen) @ Ulrich

Bullshit es gehört nunmal nicht alles hier ins Forum. Es kam schon oft genug vor, dass hier irgendwelche Reporter mitgelesen haben

War für mich das erste krasse Fragezeichen hinsichtlich der Vereinsführung

Ulrich, Dienstag, 09.05.2017, 13:03 (vor 3161 Tagen) @ markus93

Bullshit es gehört nunmal nicht alles hier ins Forum. Es kam schon oft genug vor, dass hier irgendwelche Reporter mitgelesen haben

Passt nicht ins BVB-Forum.

Ja ne, is klar.

War für mich das erste krasse Fragezeichen hinsichtlich der Vereinsführung

Semper, nähe Cb, Dienstag, 09.05.2017, 12:12 (vor 3161 Tagen) @ markus93

Ich zieh meine Frage zurück, löschen kann ich sich nicht mehr. Die Andeutungen die hier gemacht wurden, würden aber wahrscheinlich schon ausreichen (keine Wertung, nur eine Feststellung).

War für mich das erste krasse Fragezeichen hinsichtlich der Vereinsführung

Ulrich, Dienstag, 09.05.2017, 13:04 (vor 3161 Tagen) @ Semper

Ich zieh meine Frage zurück, löschen kann ich sich nicht mehr. Die Andeutungen die hier gemacht wurden, würden aber wahrscheinlich schon ausreichen (keine Wertung, nur eine Feststellung).

Andeutungen an denen wohl nichts, aber auch gar nichts dran ist.

War für mich das erste krasse Fragezeichen hinsichtlich der Vereinsführung

markus93, Sauerland, Dienstag, 09.05.2017, 14:40 (vor 3160 Tagen) @ Ulrich

Was willst du denn noch hören was nicht bereits gesagt wurde? 1+1 ist übrigens 2

War für mich das erste krasse Fragezeichen hinsichtlich der Vereinsführung

Semper, nähe Cb, Dienstag, 09.05.2017, 13:16 (vor 3161 Tagen) @ Ulrich

Man wird es,wie sovieles, wohl nie erfahren. Sei es drum.

An dieser Stelle noch einmal ein paar Worte an die SG-Redaktion

Weeman, Hinterm Knauber, Montag, 08.05.2017, 16:23 (vor 3161 Tagen) @ Schulten Manni

Den Zeitpunkt des Interviews zum Beispiel.

Den Zeitpunkt des Interviews finde ich tatsächlich auch kritikwürdig.
Aber ob jetzt großartig diskutiert wird oder am 01.06. macht für mich jetzt auch nicht den Unterschied.

Aber das, was Watzke da seit einiger Zeit macht, ist schlicht Mobbing und inakzeptabel. So kann man nicht führen. Das nur in der Kategorie "unmöglich".

Was meinst du denn genau? Wie gesagt, die Hintergrundgeräusche blende ich meistens aus.

An dieser Stelle noch einmal ein paar Worte an die SG-Redaktion

Schulten Manni, Berlin, Montag, 08.05.2017, 16:33 (vor 3161 Tagen) @ Weeman

Den Zeitpunkt des Interviews zum Beispiel.


Den Zeitpunkt des Interviews finde ich tatsächlich auch kritikwürdig.
Aber ob jetzt großartig diskutiert wird oder am 01.06. macht für mich jetzt auch nicht den Unterschied.

Aber das, was Watzke da seit einiger Zeit macht, ist schlicht Mobbing und inakzeptabel. So kann man nicht führen. Das nur in der Kategorie "unmöglich".


Was meinst du denn genau? Wie gesagt, die Hintergrundgeräusche blende ich meistens aus.

Ich beziehe mich nur auf öffentliche Aussagen. A la: an Tuchels fachlichen Qualitäten gibt es keinen Zweifel, über den Rest sprechen wir im Sommer. Die (angebliche) Aussage nach dem Pokalhalbfinale (Michael Zorc und ich waren immer von der Qualität des Kaders überzeugt), die Taktik der kleinen Nadelstiche, die ich raussuchen müsste. Man trennt sich nicht, gibt seinen Mitarbeiter zum Abschuss frei.

An dieser Stelle noch einmal ein paar Worte an die SG-Redaktion

Weeman, Hinterm Knauber, Montag, 08.05.2017, 16:51 (vor 3161 Tagen) @ Schulten Manni

Diese Nadelstiche gabs doch in beide Richtungen.
Und der Vorwurf von Tuchel nach dem Anschlag war nun alles andere als ein Nadelstich.
Zum Abschuss freigegeben wurde er ja nicht. Die jetzigen Reaktionen waren ja vorhersehbar.
Er bereitet nur die Fans darauf vor, was (und warum) passieren wird.

An dieser Stelle noch einmal ein paar Worte an die SG-Redaktion

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Montag, 08.05.2017, 16:06 (vor 3161 Tagen) @ Weeman

Könntest du denn Vereinsfunktionäre nennen, die nicht das Beste für den Verein wollen und ihrem Club durch ihre Entscheidungen bewusst schaden wollen?


Genau darum geht es mir ja. Einige Vorwürfe hören sich eben genau danach an. Und du hast ja mit deiner Frage sehr schön gezeigt, wie absurd das ist.

Letztlich geht es um richtige und falsche Entscheidungen. Da hat Akki viele richtige, einige umstrittene und auch einige falsche und jetzt eine unmögliche getroffen. Und aus meiner Sicht nehmen die Wackler zu.


Wahrscheinlich gibt es auch kaum eine Halbserie, in der jemals so viele knifflige Entscheidungen zu treffen waren. Da gabs einige Punkte wo gerade ich viel kritisiert habe.
Ich kann aber jetzt nicht schlussendlich behaupten, dass seine Entscheidungen dem Verein nachhaltig geschadet hätten. Vor allem nicht, weil ich ja gar nicht weiß was überhaupt Fakt ist.

Aber liegen denn die ersten Irritationen nicht sogar schon länger zurück?

An dieser Stelle noch einmal ein paar Worte an die SG-Redaktion

Weeman, Hinterm Knauber, Montag, 08.05.2017, 16:12 (vor 3161 Tagen) @ FourrierTrans

Aber liegen denn die ersten Irritationen nicht sogar schon länger zurück?

Zwischen mir und Watzke? Klar gibts da schon Aktionen die länger zurückliegen.
Die meisten davon hätte aber wohl jeder andere Chef genauso gehandhabt.

An dieser Stelle noch einmal ein paar Worte an die SG-Redaktion

airjdcgf, Berlin, Montag, 08.05.2017, 14:19 (vor 3161 Tagen) @ stfn84

Mir gefällt es nicht, wie die Vereinspitze agiert. Watzke und Rauball lassen Tuchel vor dem Saisonfinale gerade öffentlich demontieren bzw. tun es selbst. Die Abfolge Reviersport, SZ und Dersch lässt da keinen anderen Schluss zu. Ähnliches kann ich von Tuchel umgekehrt mit klarem persönlichem Bezug öffentlich in der Weise nicht erkennen. Natürlich hat er die Situation für sich gut genutzt. Sollte Tuchel nachweisbar in der Darstellung der Anschlagsgeschichte gelogen haben, sollte man sich sofort von ihm trennen. Macht man aber nicht, sondern wählt diesen Weg? Das möchte ich von den Verantwortlichen des Vereins nicht haben, egal wie schwierig die Situation persönlich ist. In den Medien war die Anschlagsgeschichte längst durch. Bewertung war, alle haben unter den Umständen einen guten Job gemacht. Warum wird also jetzt Tuchel persönlich so demontiert und das Attentat als Beispiel herangezogen? Für mich holt man Tuchel damit nicht vom moralischen Ross runter, nein, man schiebt Ihn noch weiter drauf.

An dieser Stelle noch einmal ein paar Worte an die SG-Redaktion

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Montag, 08.05.2017, 14:13 (vor 3161 Tagen) @ stfn84
bearbeitet von FourrierTrans, Montag, 08.05.2017, 14:18

1. Ich weiß nicht, ob du meine erste Passage nicht verstanden oder zu schnell überflogen hast, aber ich spreche eigentlich vom kompletten Gegenteil, des "Vorwerfens einer Instrumentalisierung der SG Redakteure". "Zu Unrecht" angegriffen fühlen bedeutet für mich, dass sich der Frust der meisten nicht auf SG bezieht, sondern eben auf die erneut widersprüchlichen Aussagen Watzkes.

2. Ich kann nicht erkennen, wo ich Watzke egomane Züge oder Unwissenheit vorwerfe. Ich werfe ihm bewusst falsch pointierte Aussagen zur Durchsetzung seiner Strategien vor, was ich persönlich extrem nervig finde und was natürlich einen Verlust an Vertrauen nach sich zieht. Bestes Bespiel ist das ins Nest gelegte Ei Götze, wo man einige Wochen vor der Vertragsunterschrift noch GANZ andere Töne dahingehend angeschlagen hatte. Akzeptiere ich voll und ganz, merkt man sich dann aber natürlich.

3. Keiner zwingt einen Verein dazu, einen Spieler gehen zu lassen. Wenn ich derart vollmundige Worte in den Mund nehme, halte ich mich daran. Und wenn ich den Kerl hier festbinde. Ansonten halte ich eben den Mund. Schlimm genug, dass man nach jahrelanger Zusammenarbeit nicht erkennen konnte, wessen Geistes Kind Micky (und sein Berater) ist.

4. Ich höre immer öffentlicher Druck. Nur weil irgendwelche Schmierenblätter vom Untergang der Dortmunder Menschlichkeit schreiben, muss man nicht direkt einknicken. Ein gutes Beispiel dafür, wie man sich als Verein für Fans einsetzen kann, hat der FCB gezeigt, der sich erneut ganz stark für seine "verhauenen Fans" in Spanien eingesetzt hat. Ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass der FCB nach den mindestens (!!!) ebenso widerlichen Vorfällen in GE 2015 derart gebuckelt hat wie der BVB. Mit den einen kann man es machen, mit den anderen eben nicht.

An dieser Stelle noch einmal ein paar Worte an die SG-Redaktion

stfn84, Köln, Montag, 08.05.2017, 14:27 (vor 3161 Tagen) @ FourrierTrans

1. Ich weiß nicht, ob du meine erste Passage nicht verstanden oder zu schnell überflogen hast, aber ich spreche eigentlich vom kompletten Gegenteil, des "Vorwerfens einer Instrumentalisierung der SG Redakteure". "Zu Unrecht" angegriffen fühlen bedeutet für mich, dass sich der Frust der meisten nicht auf SG bezieht, sondern eben auf die erneut widersprüchlichen Aussagen Watzkes.

Ich hätte es offensichtlich deutlicher rausstellen müssen:
Ich habe stellvertretend für einige Beiträge hier auf Deinen geantwortet.

Du schreibst im ersten Absatz Deine Gedanken zusammen...:

... weil ich glaube, dass sich der ein oder andere SG'ler (zu Unrecht) angegriffen fühlt. Die Qualität und die Integrität von SG und seinen Redakteuren ist, denke ich, nicht anzuzweifeln.

Du zweifelst dies nicht an - genügend andere (auf die ich mich daher explizit beziehe) tun dies aber.

Das ich meine Antwort an Deinen Beitrag gepackt habe, liegt an der "Aktualität". Ich wollte Dir damit nicht Derartiges 'Fehlverhalten' unterstellen.

2. Ich kann nicht erkennen, wo ich Watzke egomane Züge oder Unwissenheit vorwerfe. Ich werfe ihm bewusst falsch pointierte Aussagen zur Durchsetzung seiner Strategien vor, was ich persönlich extrem nervig finde und was natürlich einen Verlust an Vertrauen nach sich zieht. Bestes Bespiel ist das ins Nest gelegte Ei Götze, wo man einige Wochen vor der Vertragsunterschrift noch GANZ andere Töne dahingehend angeschlagen hatte. Akzeptiere ich voll und ganz, merkt man sich dann aber natürlich.

Watzke hat doch bereits im Winter '16 damit begonnen, den Transfer vorzubereiten.

Ich bin ein gemeiner Fan. Ich bin emotional und habe eine subjektive Sicht auf die Dinge, ohne alle Fakten zu kennen. Meine Einschätzungen stimmen sehr oft nicht mit denen von Watzke überein. Dafür übe ich an der einen oder anderen Stelle Kritik an ihm/seinem Vorgehen, gestatte ihm aber eine andere Meinung und auch die Durchsetzung "seiner" Interessen.

Mir wird ja seit Monaten vorgeworfen, dass ich gegen MG19 hetze.
Ich wollte diesen Transfer nie und mag diesen Spieler auch nicht mehr im BVB Trikot sehen. Entsprechend missbillige ich den Transfer recht deutlich und vehement.

Trotzdem werfe ich Watzke nicht vor, dass er der letzte Lurch ist und von Nichts ne Ahnung hat, nur weil er offensichtlich eine andere Meinung vertritt!

3. Keiner zwingt einen Verein dazu, einen Spieler gehen zu lassen. Wenn ich derart vollmundige Worte in den Mund nehme, halte ich mich daran. Und wenn ich den Kerl hier festbinde. Ansonten halte ich eben den Mund. Schlimm genug, dass man nach jahrelanger Zusammenarbeit nicht erkennen konnte, wessen Geistes Kind Micky (und sein Berater) ist.

Auch hier ist mir klar, dass es sich bei Dir um eine subjektive Einschätzung handelt.
Aber:
Hier kann Watzke doch immer nur verlieren.

RL9 hat man nicht gehen lassen.

Wurde ja im Nachgang sehr oft als Fehler gebrandmarkt, da man gar keine Ablöse erzielen konnte. Man hat sich seinen Verbleib aber auch gehaltstechnisch einiges kosten lassen.

Wenn man ihn also dafür kritisiert einen Spieler "zu zwingen" beim BVB zu bleiben, soll es bei einem anderen Spieler richtig sein?

4. Ich höre immer öffentlicher Druck. Nur weil irgendwelche Schmierenblätter vom Untergang der Dortmunder Menschlichkeit schreiben, muss man nicht direkt einknicken. Ein gutes Beispiel dafür, wie man sich als Verein für Fans einsetzen kann, hat der FCB gezeigt, der sich erneut ganz stark für seine "verhauenen Fans" in Spanien eingesetzt hat. Ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass der FCB nach den mindestens (!!!) ebenso widerlichen Vorfällen in GE 2015 derart gebuckelt hat wie der BVB. Mit den einen kann man es machen, mit den anderen eben nicht.

Es geht hier nicht um Druck der Sportredaktion des Soester Anzeiger oder der Kamener Rundschau!
Es geht um Druck von Seiten des Innenministers der Bundesrepublik.

An dieser Stelle noch einmal ein paar Worte an die SG-Redaktion

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Montag, 08.05.2017, 14:36 (vor 3161 Tagen) @ stfn84
bearbeitet von FourrierTrans, Montag, 08.05.2017, 14:46

1. Ich weiß nicht, ob du meine erste Passage nicht verstanden oder zu schnell überflogen hast, aber ich spreche eigentlich vom kompletten Gegenteil, des "Vorwerfens einer Instrumentalisierung der SG Redakteure". "Zu Unrecht" angegriffen fühlen bedeutet für mich, dass sich der Frust der meisten nicht auf SG bezieht, sondern eben auf die erneut widersprüchlichen Aussagen Watzkes.


Ich hätte es offensichtlich deutlicher rausstellen müssen:
Ich habe stellvertretend für einige Beiträge hier auf Deinen geantwortet.

Du schreibst im ersten Absatz Deine Gedanken zusammen...:

... weil ich glaube, dass sich der ein oder andere SG'ler (zu Unrecht) angegriffen fühlt. Die Qualität und die Integrität von SG und seinen Redakteuren ist, denke ich, nicht anzuzweifeln.


Du zweifelst dies nicht an - genügend andere (auf die ich mich daher explizit beziehe) tun dies aber.

Das ich meine Antwort an Deinen Beitrag gepackt habe, liegt an der "Aktualität". Ich wollte Dir damit nicht Derartiges 'Fehlverhalten' unterstellen.

Ich verstehe aus Deinen Ausführungen aber tatsächlich nicht, dass Du das "zu Unrecht" auf Watzke beziehst. Da steht es an der falschen Stelle.

Hey,

ok im Nachgang fällt mir auf, dass das "zu Unrecht" durchaus auch missverstanden werden konnte in diesem Zusammenhang. Gehirnfurz von mir.
Ich meinte damit jedenfalls, dass ich auch keinerlei verlängerten Arm von Aki alias SG.de sehe.

2. Ich kann nicht erkennen, wo ich Watzke egomane Züge oder Unwissenheit vorwerfe. Ich werfe ihm bewusst falsch pointierte Aussagen zur Durchsetzung seiner Strategien vor, was ich persönlich extrem nervig finde und was natürlich einen Verlust an Vertrauen nach sich zieht. Bestes Bespiel ist das ins Nest gelegte Ei Götze, wo man einige Wochen vor der Vertragsunterschrift noch GANZ andere Töne dahingehend angeschlagen hatte. Akzeptiere ich voll und ganz, merkt man sich dann aber natürlich.


Watzke hat doch bereits im Winter '16 damit begonnen, den Transfer vorzubereiten.

Ich bin ein gemeiner Fan. Ich bin emotional und habe eine subjektive Sicht auf die Dinge, ohne alle Fakten zu kennen. Meine Einschätzungen stimmen sehr oft nicht mit denen von Watzke überein. Dafür übe ich an der einen oder anderen Stelle Kritik an ihm/seinem Vorgehen, gestatte ihm aber eine andere Meinung und auch die Durchsetzung "seiner" Interessen.

Aber findest du denn nicht, dass man das Ganze auch "anders" verpacken kann? Hätte man nicht, um mal bei dem Beispiel Mario Götze zu bleiben, deutlich frühzeitiger die Show ablegen und sagen können "Hey, wir sind ernsthaft interessiert an ihm"? Oder diese wirklich unrühmliche Posse um Hummels? Klar muss man akzeptieren, wenn jemand gehen will, aber muss man es so machen, wie der BVB das dann immer wieder kommuniziert?

3. Keiner zwingt einen Verein dazu, einen Spieler gehen zu lassen. Wenn ich derart vollmundige Worte in den Mund nehme, halte ich mich daran. Und wenn ich den Kerl hier festbinde. Ansonten halte ich eben den Mund. Schlimm genug, dass man nach jahrelanger Zusammenarbeit nicht erkennen konnte, wessen Geistes Kind Micky (und sein Berater) ist.


Auch hier ist mir klar, dass es sich bei Dir um eine subjektive Einschätzung handelt.
Aber:
Hier kann Watzke doch immer nur verlieren.

RL9 hat man nicht gehen lassen.

Wurde ja im Nachgang sehr oft als Fehler gebrandmarkt, da man gar keine Ablöse erzielen konnte. Man hat sich seinen Verbleib aber auch gehaltstechnisch einiges kosten lassen.

Wenn man ihn also dafür kritisiert einen Spieler "zu zwingen" beim BVB zu bleiben, soll es bei einem anderen Spieler richtig sein?

Klar, verlieren tun beide in der Situation. Ökonomisch und des lieben Friedens willen wegen hat Aki richtig gehandelt, keine Frage. Aber es kann nicht sein, dass man in der Häufigkeit öffentlich getätige Aussagen zu ganz elementaren Dingen revidiert. Das macht dann einfach irgendwann den Anschein, als wolle man "die Leute" erstmal bewusst kaltstellen oder auf eine falsche Fährte locken. Wenn das bei Tuchel genauso angekommen ist, wie bei mir (mehr oder weniger, ist schon klar, dass er mehr Kontakt hat ;) ), dann kann ich seine Wut darüber definitiv nachvollziehen.

4. Ich höre immer öffentlicher Druck. Nur weil irgendwelche Schmierenblätter vom Untergang der Dortmunder Menschlichkeit schreiben, muss man nicht direkt einknicken. Ein gutes Beispiel dafür, wie man sich als Verein für Fans einsetzen kann, hat der FCB gezeigt, der sich erneut ganz stark für seine "verhauenen Fans" in Spanien eingesetzt hat. Ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass der FCB nach den mindestens (!!!) ebenso widerlichen Vorfällen in GE 2015 derart gebuckelt hat wie der BVB. Mit den einen kann man es machen, mit den anderen eben nicht.


Es geht hier nicht um Druck der Sportredaktion des Soester Anzeiger oder der Kamener Rundschau!
Es geht um Druck von Seiten des Innenministers der Bundesrepublik.

Gut, das ist natürlich was anderes. Aber gibt es eine plausible Erklärung dafür, warum ausgerechnet bei diesem Zwischenfall, machen wir uns nichts vor, der so mehrfach in der Saison vorkommt, das Bundesministerium des Innern so engagiert war? Wenn es das war?

Was ich eigentlich sagen will ist, dass man sich von Seiten des Vereins einfach mal ernsthaft überlegen sollte, was und wie man mit Fans kommuniziert. Viele Dinge haben auf jeden Fall ein echtes G'schmäckle im Nachgang.

An dieser Stelle noch einmal ein paar Worte an die SG-Redaktion

stfn84, Köln, Montag, 08.05.2017, 14:58 (vor 3161 Tagen) @ FourrierTrans

Ich lese bei Dir raus, dass Du mit vielerlei Entscheidungen von Watzke nicht einverstanden bist und Dir eine bessere Kommunikation wünschen würdest.

Sehe ich bei vielen Dingen auch so und werfe es ihm an der einen oder anderen Stelle auch direkt vor.
Gleichzeitig muss man aber auch sehen, dass eine bessere Kommunikation eben nur sehr bedingt möglich ist.

Natürlich würde ich am liebsten ab Februar über die sportlichen Planungen für die folgende Saison informiert sein. Verlängert Nuri Sahin? Was ist mit Kagawa? Wen holen wir für die Innenverteidigung? Bleibt Aubameyang? Was ist mit Weidenfeller?
Was dazu aber öffentlich verlautbart werden sollte, um die Verhandlungsposition des BVB nicht komplett zu ruinieren, wird man nicht mit meinem Wunsch vereinbaren können!

Unabhängig davon, dass sich Situationen in Windeseile ändern können.

Heutzutage sollen wir sämtlichen Profis ihre Schutzzonen bieten.
Einen MG19 durfte man selbst vor dessen Erkrankung nicht "kritisch begleiten", da er ja erst so kurz wieder da war und Kritik eh nur an der Ewiggestrigen Erwartungshaltung läge.

Watzke hat sich da klar geäußert und gesagt, dass noch sehr viele Abbitte werden leisten müssen.
Warum?
Weil er ein Egomane ist und Recht behalten möchte? Oder weil er sich vor einen Spieler stellen will und ihn vor den bösen Fans/Erwartungen schützen will?

Ich muss nicht mit ihm übereinstimmen, sollte aber seine Meinung und Entscheidung dies zu tun irgendwo respektieren. Das tue ich nahezu uneingeschränkt, auch wenn ich Dinge komplett anders gewichte und bewerte.

Zu guter Letzt ist das mit der Kommunikation und der Entscheidung dann halt so eine Sache:
Während ich mir gewünscht hätte, dass man MG19 nicht verpflichtet, gibt es andere BVB Fans die sich darüber gefreut haben. Wer hat jetzt Recht?

An dieser Stelle noch einmal ein paar Worte an die SG-Redaktion

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Montag, 08.05.2017, 15:26 (vor 3161 Tagen) @ stfn84

Ich lese bei Dir raus, dass Du mit vielerlei Entscheidungen von Watzke nicht einverstanden bist und Dir eine bessere Kommunikation wünschen würdest.

Sehe ich bei vielen Dingen auch so und werfe es ihm an der einen oder anderen Stelle auch direkt vor.
Gleichzeitig muss man aber auch sehen, dass eine bessere Kommunikation eben nur sehr bedingt möglich ist.

Natürlich würde ich am liebsten ab Februar über die sportlichen Planungen für die folgende Saison informiert sein. Verlängert Nuri Sahin? Was ist mit Kagawa? Wen holen wir für die Innenverteidigung? Bleibt Aubameyang? Was ist mit Weidenfeller?
Was dazu aber öffentlich verlautbart werden sollte, um die Verhandlungsposition des BVB nicht komplett zu ruinieren, wird man nicht mit meinem Wunsch vereinbaren können!

Unabhängig davon, dass sich Situationen in Windeseile ändern können.

Heutzutage sollen wir sämtlichen Profis ihre Schutzzonen bieten.
Einen MG19 durfte man selbst vor dessen Erkrankung nicht "kritisch begleiten", da er ja erst so kurz wieder da war und Kritik eh nur an der Ewiggestrigen Erwartungshaltung läge.

Watzke hat sich da klar geäußert und gesagt, dass noch sehr viele Abbitte werden leisten müssen.
Warum?
Weil er ein Egomane ist und Recht behalten möchte? Oder weil er sich vor einen Spieler stellen will und ihn vor den bösen Fans/Erwartungen schützen will?

Ich muss nicht mit ihm übereinstimmen, sollte aber seine Meinung und Entscheidung dies zu tun irgendwo respektieren. Das tue ich nahezu uneingeschränkt, auch wenn ich Dinge komplett anders gewichte und bewerte.

Zu guter Letzt ist das mit der Kommunikation und der Entscheidung dann halt so eine Sache:
Während ich mir gewünscht hätte, dass man MG19 nicht verpflichtet, gibt es andere BVB Fans die sich darüber gefreut haben. Wer hat jetzt Recht?

Gut, ich denke es ist sicherlich nicht einfach. Wie du schon sagst, kann man eben nicht alles mit jedem teilen. Ist auch nicht notwendig, wie ich finde.
Aber wenn man es eben so durchzieht, wie beim Götze, oder eben den Hummels so protegiert (sage ich mal) bei seinem Abgang, dann kommt halt Kritik auf.
Ich glaube, dass diese undurchsichtige Situation viel mehr zu Gunsten von Aki gewertet worden wäre, wenn eben diese zuvor vorgefallenen Dinge (und andere) in der Form so nicht abgelaufen wären. Mal ganz abgesehen von seiner Belehrung, wer denn ein echter Borusse sei und wer nicht.

Ich denke man muss ganz klar, sagen, dass diejenigen, die den Transfer kritisch beäugt haben, Recht behielten. Ebenso beim Schürrle. Es war ja auch kein Geheimnis, dass die beiden zum Teil physische Probleme haben.
Beim Götze kommt hinzu, dass ich hier ausnahmsweise etwas tiefergehendes Wissen habe. Was einem Watzke und einem Zorc dazu verleitet haben, einen derart voluminösen Transfer mit ihm durchzuziehen, trotz der Kenntnisse über die Person Mario Götze, die die beiden auch haben, ist mir völlig rätselhaft und aus meiner Sicht grob fahrlässig. Kann eigentlich nur eine persönlich-private Hilfestellung für Mario sein, die dem Verein massig Geld gekostet hat/kostet. Menschlich edel, aber letztlich verteilen die beiden ja kein eigenes Kapital, sondern das des Vereins.
Fernab all dieser sportlichen Fragen, wünsche ich ihm sehr, dass er wieder so Gesund wird, um in den BVB-Alltag zurückzukehren.

An dieser Stelle noch einmal ein paar Worte an die SG-Redaktion

stfn84, Montag, 08.05.2017, 15:10 (vor 3161 Tagen) @ stfn84

Oh da muss ich aber mal reigrätschen an einer Stelle ;)
Und zwar hast du vollkommen recht, wenn du sagst dass man Watzkes Entscheidungen nicht immer gutheißen muss, sie allerdings respektieren sollte.
Genau das tat Watzke andersrum aber in den Fällen Götze und Hummels eben nicht. Und genau das ging mir zumindest dermaßen gegen den Strich.
Auf einmal konnte man sich anhören, man wäre kein Borusse.

An dieser Stelle noch einmal ein paar Worte an die SG-Redaktion

stfn84, Köln, Montag, 08.05.2017, 15:15 (vor 3161 Tagen) @ Zipfelklatscher

Ich falle ja genau in die gleiche Kategorie und habe Watzke für diese Aussagen hier recht deutlich kritisiert.

Wieso das eine (seine inhaltlich grenzwertige Kritik an den kritischen Stimmen zu MG19 und Max) aber das andere (Watzke ist ein ahnungsloser Egomane) legitim erscheinen lässt, will mir nicht in den Kopf!

An dieser Stelle noch einmal ein paar Worte an die SG-Redaktion

stfn84, Montag, 08.05.2017, 15:58 (vor 3161 Tagen) @ stfn84

Ich denke die Vorwürfe der Ahnungslosigkeit und Egomanie rühren daher, dass die Art und Weise und der Zeitpunkt am Freitag absolut nicht nachzuvollziehen sind.
Egal was vorher war. Das ist HSV/S04 Niveau und nicht zu entschuldigen oder zu rechtfertigen.

Warum die Reaktionen so drastisch ausfallen? Ums mit Ulis Worten zu sagen, da ist er doch selber dran schuld.
Man hat es vor geraumer Zeit verstanden, dass ein Verein wie Borussia Dortmund nur funktioniert, wenn man die Fans ein Stück weit mit ins Boot holt. Von diesem Weg ist man mMn abgekommen und das ist jetzt die erste Quittung dafür.

An dieser Stelle noch einmal ein paar Worte an die SG-Redaktion

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Montag, 08.05.2017, 16:03 (vor 3161 Tagen) @ Zipfelklatscher

Ich denke die Vorwürfe der Ahnungslosigkeit und Egomanie rühren daher, dass die Art und Weise und der Zeitpunkt am Freitag absolut nicht nachzuvollziehen sind.
Egal was vorher war. Das ist HSV/S04 Niveau und nicht zu entschuldigen oder zu rechtfertigen.

Warum die Reaktionen so drastisch ausfallen? Ums mit Ulis Worten zu sagen, da ist er doch selber dran schuld.
Man hat es vor geraumer Zeit verstanden, dass ein Verein wie Borussia Dortmund nur funktioniert, wenn man die Fans ein Stück weit mit ins Boot holt. Von diesem Weg ist man mMn abgekommen und das ist jetzt die erste Quittung dafür.

Sehe ich ähnlich. Es ist eben nicht nur der Ultra, der sich missverstanden oder "falsch beraten" fühlt von der Vereinsführung. Jetzt kommt eine Situation hinzu, die man als Außenstehender erst einmal nicht nachvollziehen oder abschließend beurteilen kann und da zeigt sich dann, das sich eben viele Fans nur noch bedingt "ehrlich beraten" fühlen. Ob das gerechtfertigt ist oder nicht steht auf einem anderen Papier. Ernsthafte Gedanken sollte sich Aki darüber schon machen.

Unbedingt lesen.

the mirrorblack, Hohenlimburg, Montag, 08.05.2017, 14:07 (vor 3161 Tagen) @ stfn84

Sehr sehr lesenswert, vielen Dank!

Danke!

Ackermann, Dorthorn, Montag, 08.05.2017, 14:04 (vor 3162 Tagen) @ stfn84

Eine Wohltat, deine Zeilen. Danke!

volle Zustimmung.............

Oleg, hier und dort, Montag, 08.05.2017, 13:52 (vor 3162 Tagen) @ stfn84

deinen ganzen Ausführungen kann ich voll und ganz zustimmen, Danke dafür....

An dieser Stelle noch einmal ein paar Worte an die SG-Redaktion

Dorf an der Düssel, Where the Fighting Rheinisch lives, Montag, 08.05.2017, 13:06 (vor 3162 Tagen) @ FourrierTrans

Wow! Super Beitrag!!
Du sprichst mir sowas von aus der (Fan-) Seele, danke dir!
Diese Posse widert mich einfach nur an, gleich wer da nun im Recht bzw. Unrecht ist.
So angepisst war ich zu letzt in 2006 nach der Geschichte mit van Marwijk.

An dieser Stelle noch einmal ein paar Worte an die SG-Redaktion

docity, Dortmund, Montag, 08.05.2017, 11:21 (vor 3162 Tagen) @ FourrierTrans

Möchte mal kurz schildern, warum es bei mir eine Verstimmung gegen Watzke gibt:
Das hat nicht mit der sportlichen Entwicklung zu tun, mit der bin ich angesichts des Umbruchs diese Saison zufrieden.

Aktuell hat mir nicht gefallen, dass Watzke seinen Kleinkrieg mit Tuchel in der Öffentlichkeit austrägt. Das Interrview ist zwar nicht so dramatisch, wie es gemacht wird (es werden nur Dinge bestätigt, die jeder sowieso kennt), aber er hätte wissen müssen, welchen Widerhall es in den Medien geben wird und der schadet der Mannschaft, dem Verein, im Saisonendspurt.

Ich habe seit Monaten das Gefühl, Watzke hat vergessen, was es bedeutet, der Chef eines Traditionsvereins zu sein. Er vergisst bzw. beachtet die gosse Mitte der Normalo-Fans nicht. Er achtet nur auf seine Sponsoren und hält meiner Meinung nach immer noch zu sehr die Hand über seine "Fahnenschwenker", die ihm in seinen Augen das Marketing der gelben Wand ermöglichen:

- Anfang der Rückrunde war er bei Kicker.TV: Beim Thema Fans kamen nur die Sponsoren und die Ultras vor. Die Masse der Fans, die unseren BVB tragen, wurden mit keinem Wort gewürdigt. Die sollen nur brav jedes Jahr ein Trikot kaufen
- Sperrung Südtribüne: Ich hätte mir sehr als Zeichen der Solidarität für uns Normalos gewünscht, dass Einspruch gegen die Sperrung eingelegt werden würde. Auch wenn es faktisch nichts gebracht hätte, wäre das ein Zeichen der Solidarität mit 24000 friedlichen Fans gewesen.
- Er lässt sich Cramer grenzenlos unter dem Motto Ware Liebe austoben
- Er als Vorsitzender der Geschäftsführung ist letztendlich auch dafür verantwortlich, dass es bei den Verlosungen von Finaltickets keine Transparenz für die Teilnehmer gibt. Es gibt die eine "gerechte" Lösung nicht, aber die Intransparenz lässt einem das Gefühl, dass man Mauschelei bzw. ausuferndes Abziehen von Karten aus der Verlosung verschleiern will. Deutlicher Hinweis dieses Jahr, dass man beim Vergleich mit dem Frankfurter Vorgehen feststellen durfe, dass eine gesamte Kategorie in der Auslosung fehlte

Das sind einige für mich wichtige Punkte. Auch gefallen haben mir nicht, aber das ist mehr Geschmacksache, der Gang nach Canossa (Berlin), um vor Red Bull um Gnade zu winseln. Auch hat mir sein Auftritt im Dopa nicht gefallen, als es sich vor Lob vor den Verbrechern aus dem Süden gar nicht mehr einkriegte. Er braucht ja nicht grad erzählen, dass er bei Real-Toren gegen Bayern jubelt, aber er kann sich gegenüber dem grössten Rivalen durchaus etwas distanzierter zeigen.

Insgesamt hat er mir mit Cramer den Verein (bzw. die AG) zu sehr auf Kommerz und Gewinnmaximierung ausgerichtet. Ich weiß, dass das der Lauf der Dinge ist, aber man muss den Bogen ja nicht unbedingt andauernd überspannen. Der Verein/die AG ist so gut aufgestellt, dass man das Fußvolk nicht unbedingt bis zum letzten auspressen muss und man auch etwas mehr auf die Befindlichkeiten der Fans, WIR SIND BORUSSIA, achten kann

An dieser Stelle noch einmal ein paar Worte an die SG-Redaktion

baxterbln ⌂ @, Duisburg, Montag, 08.05.2017, 12:40 (vor 3162 Tagen) @ docity
bearbeitet von baxterbln, Montag, 08.05.2017, 12:46

Aktuell hat mir nicht gefallen, dass Watzke seinen Kleinkrieg mit Tuchel in der Öffentlichkeit austrägt. Das Interrview ist zwar nicht so dramatisch, wie es gemacht wird (es werden nur Dinge bestätigt, die jeder sowieso kennt), aber er hätte wissen müssen, welchen Widerhall es in den Medien geben wird und der schadet der Mannschaft, dem Verein, im Saisonendspurt.

Wieso wird eigentlich die Legende gestrickt das Watzke einen Kleinkrieg mit Tuchel in der Öffentlichkeit austrägt?

Wenn man es genau nimmt müsste man ja erst einmal Tuchel in die Verantwortung nehmen, den schließlich hat er bereits vor Watzke ein Faß aufgemacht.

Und sollte es stimmen, wovon ich ausgehe, das Tuchel durchaus die Wahl hatte nicht zu spielen nach dem Attentat, wäre hier wohl eher auch Tuchel der passende Ansprechpartner. Im Kontext dessen könnte man Tuchels aussage nach dem Spiel durchaus als Ausrede sehen da er nicht zugeben wollte das es eine falsche Entscheidung war zu spielen (was ja auch dann sein Fehler wäre).

Ich bin der Meinung man sollte sich immer beide Seiten der Medaille betrachten anstatt emotional auf einen einzudreschen.

Zu deinem anderen Punkt:

Vielleicht wird hier vergessen das es sich bei dem BVB um ein Unternehmen handelt. Und dieses ist ausgerichtet auf Gewinnoptimierung. Das mag man ziemlich Kacke finden (tue ich auch) ist aber nun einmal Fakt. Das "echte Liebe" in diesem Zusammenhang natürlich nur ein Marketingspruch ist, sollte auch jedem klar sein.

Ich hätte kein Problem damit weniger Marketing und Sprüche serviert zu bekommen, hätte aber die Konsequenz das wir mit dem Top Clubs in Europa erst recht nicht mehr mithalten können. Titel sollte man dann auch eher vergessen weil wir uns dann eher im Mittelfeld der Liga wieder finden würden.

So lange geiler Fußball gespielt wird, wäre mir das persönlich sogar egal, ich würde aber wetten das 90% aller BVB Fans den Verein lieber um Titel spielen sehen möchten.

An dieser Stelle noch einmal ein paar Worte an die SG-Redaktion

Guido, Montag, 08.05.2017, 13:28 (vor 3162 Tagen) @ baxterbln

Vielleicht wird hier vergessen das es sich bei dem BVB um ein Unternehmen handelt. Und dieses ist ausgerichtet auf Gewinnoptimierung. Das mag man ziemlich Kacke finden (tue ich auch) ist aber nun einmal Fakt.

So ganz stimmt das übrigens nicht. Wäre der BVB vollständig shareholder-orientiert, würde er deutlich stärker versuchen, das maximale an Erlösen aus dem Betrieb zu holen. Sprich: die Preise noch stärker anziehen und Spieler noch schneller verkaufen. Und im Grunde müsste er auch keine Diskussion um Tuchel anfangen, denn eine wiederholte Quali für die CL wäre eine Form der Verlässslichkeit, die auch die Börse honoriert. Offensichtlich gibt es da aber noch was anderes. Dinge, die dafür gesorgt haben, dass man an Klopp auch in schlechten Zeiten gehalten hat und die dafür sorgen, dass man TT auch als Pokalsieger feuern wird.

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fredisgetränkekiste, dortmund, Montag, 08.05.2017, 13:39 (vor 3162 Tagen) @ Guido

Vielleicht wird hier vergessen das es sich bei dem BVB um ein Unternehmen handelt. Und dieses ist ausgerichtet auf Gewinnoptimierung. Das mag man ziemlich Kacke finden (tue ich auch) ist aber nun einmal Fakt.


So ganz stimmt das übrigens nicht. Wäre der BVB vollständig shareholder-orientiert, würde er deutlich stärker versuchen, das maximale an Erlösen aus dem Betrieb zu holen. Sprich: die Preise noch stärker anziehen und Spieler noch schneller verkaufen. Und im Grunde müsste er auch keine Diskussion um Tuchel anfangen, denn eine wiederholte Quali für die CL wäre eine Form der Verlässslichkeit, die auch die Börse honoriert. Offensichtlich gibt es da aber noch was anderes. Dinge, die dafür gesorgt haben, dass man an Klopp auch in schlechten Zeiten gehalten hat und die dafür sorgen, dass man TT auch als Pokalsieger feuern wird.

Der Spagat zwischen Börse, als nicht versiegende Geldquelle durch Kapitalerhöhungen, und Fußballverein.
Bei soviel Spagaten die da gemacht werden müssen sollte der BVB mal über eine Turnabteilung nachdenken.

An dieser Stelle noch einmal ein paar Worte an die SG-Redaktion

Professor-van-Dusen, Berlin, Montag, 08.05.2017, 14:37 (vor 3161 Tagen) @ fredisgetränkekiste

Vielleicht wird hier vergessen das es sich bei dem BVB um ein Unternehmen handelt. Und dieses ist ausgerichtet auf Gewinnoptimierung. Das mag man ziemlich Kacke finden (tue ich auch) ist aber nun einmal Fakt.


So ganz stimmt das übrigens nicht. Wäre der BVB vollständig shareholder-orientiert, würde er deutlich stärker versuchen, das maximale an Erlösen aus dem Betrieb zu holen. Sprich: die Preise noch stärker anziehen und Spieler noch schneller verkaufen. Und im Grunde müsste er auch keine Diskussion um Tuchel anfangen, denn eine wiederholte Quali für die CL wäre eine Form der Verlässslichkeit, die auch die Börse honoriert. Offensichtlich gibt es da aber noch was anderes. Dinge, die dafür gesorgt haben, dass man an Klopp auch in schlechten Zeiten gehalten hat und die dafür sorgen, dass man TT auch als Pokalsieger feuern wird.


Der Spagat zwischen Börse, als nicht versiegende Geldquelle durch Kapitalerhöhungen, und Fußballverein.
Bei soviel Spagaten die da gemacht werden müssen sollte der BVB mal über eine Turnabteilung nachdenken.

Moment, ist das überhaupt ein Spagat? Natürlich gibt es eine Verpflichtung gegenüber den Aktionären. Das bedeutet aber nicht, dass man zwangsläufig nur auf den kurzfristigen Gewinn schaut und die Zitrone so stark wie möglich auspresst. Zur Verantwortung gegenüber den Eigentümern gehört auch, dass man mittel- und langfristig den Wert des Unternehmens sichert bzw. steigert und Risiken minimiert. Also zum Beispiel dafür sorgt, dass die Fans/Kunden bei der Stange bleiben und man ihre Interessen berücksichtigt. Und vor allem erfolgreich Fußball spielt. Was man jetzt stärker gewichtet, ist doch letztlich eine strategische Entscheidung, die die Geschäftsführung in Abstimmung mit den Aktionären fällen muss. Und der größte Aktionär ist doch immer noch der Verein, oder nicht? Deshalb verstehe ich dieses Schimpfen auf die AG als Rechtsform nicht so ganz. Wenn einer Mehrheit der Vereinsmitglieder der Kurs nicht passt, kann man die Geschäftsführung doch zurückpfeifen, oder nicht?

Zum Thema Aktiengesellschaft hatte ich gestern übrigens noch eine andere Frage gestellt. Da sie vielleicht untergegangen ist, erlaube ich mir sie einfach nochmal zu wiederholen, da mich die Antwort wirklich interessieren würde:

Habe im Zusammenhang mit dem Anschlag schon überlegt, ob Watzke sich nicht eventuell persönlich haftbar gemacht hätte, wenn er durch das freiwillig Ausscheiden aus der CL "mutwillig" einen massiven finanziellen Schaden verursacht hätte. Ich meine, dass da bei Aktiengesellschaften ziemlich strikte Regeln gelten. Weiß das hier zufällig jemand?

An dieser Stelle noch einmal ein paar Worte an die SG-Redaktion

fredisgetränkekiste, dortmund, Montag, 08.05.2017, 15:01 (vor 3161 Tagen) @ Professor-van-Dusen

Vielleicht wird hier vergessen das es sich bei dem BVB um ein Unternehmen handelt. Und dieses ist ausgerichtet auf Gewinnoptimierung. Das mag man ziemlich Kacke finden (tue ich auch) ist aber nun einmal Fakt.


So ganz stimmt das übrigens nicht. Wäre der BVB vollständig shareholder-orientiert, würde er deutlich stärker versuchen, das maximale an Erlösen aus dem Betrieb zu holen. Sprich: die Preise noch stärker anziehen und Spieler noch schneller verkaufen. Und im Grunde müsste er auch keine Diskussion um Tuchel anfangen, denn eine wiederholte Quali für die CL wäre eine Form der Verlässslichkeit, die auch die Börse honoriert. Offensichtlich gibt es da aber noch was anderes. Dinge, die dafür gesorgt haben, dass man an Klopp auch in schlechten Zeiten gehalten hat und die dafür sorgen, dass man TT auch als Pokalsieger feuern wird.


Der Spagat zwischen Börse, als nicht versiegende Geldquelle durch Kapitalerhöhungen, und Fußballverein.
Bei soviel Spagaten die da gemacht werden müssen sollte der BVB mal über eine Turnabteilung nachdenken.


Moment, ist das überhaupt ein Spagat? Natürlich gibt es eine Verpflichtung gegenüber den Aktionären. Das bedeutet aber nicht, dass man zwangsläufig nur auf den kurzfristigen Gewinn schaut und die Zitrone so stark wie möglich auspresst. Zur Verantwortung gegenüber den Eigentümern gehört auch, dass man mittel- und langfristig den Wert des Unternehmens sichert bzw. steigert und Risiken minimiert. Also zum Beispiel dafür sorgt, dass die Fans/Kunden bei der Stange bleiben und man ihre Interessen berücksichtigt. Und vor allem erfolgreich Fußball spielt. Was man jetzt stärker gewichtet, ist doch letztlich eine strategische Entscheidung, die die Geschäftsführung in Abstimmung mit den Aktionären fällen muss. Und der größte Aktionär ist doch immer noch der Verein, oder nicht? Deshalb verstehe ich dieses Schimpfen auf die AG als Rechtsform nicht so ganz. Wenn einer Mehrheit der Vereinsmitglieder der Kurs nicht passt, kann man die Geschäftsführung doch zurückpfeifen, oder nicht?

Zum Thema Aktiengesellschaft hatte ich gestern übrigens noch eine andere Frage gestellt. Da sie vielleicht untergegangen ist, erlaube ich mir sie einfach nochmal zu wiederholen, da mich die Antwort wirklich interessieren würde:

Habe im Zusammenhang mit dem Anschlag schon überlegt, ob Watzke sich nicht eventuell persönlich haftbar gemacht hätte, wenn er durch das freiwillig Ausscheiden aus der CL "mutwillig" einen massiven finanziellen Schaden verursacht hätte. Ich meine, dass da bei Aktiengesellschaften ziemlich strikte Regeln gelten. Weiß das hier zufällig jemand?

Der Verein ist nicht größter Aktionär, das hättest du aber auch relativ einfach selber rausfinden können:
http://aktie.bvb.de/BVB-Aktie/Aktionaersstruktur

Die Durchhaftung auf Geschäftsführer ist beim Konstrukt der KGaA mit seiner Geschäftsführungs-GmbH, die dem Verein gehört und auch von diesem personel besetzt wird für mich nicht ganz klar.
Womöglich ist der Verein selbst gegebenenfalls regeßpflichtig gegenüber den Aktionären, die, wie erwähnt, gar nicht die Geschäftsführung bestimmen.

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Guido, Montag, 08.05.2017, 15:13 (vor 3161 Tagen) @ fredisgetränkekiste

Die Durchhaftung auf Geschäftsführer ist beim Konstrukt der KGaA mit seiner Geschäftsführungs-GmbH, die dem Verein gehört und auch von diesem personel besetzt wird für mich nicht ganz klar.
Womöglich ist der Verein selbst gegebenenfalls regeßpflichtig gegenüber den Aktionären, die, wie erwähnt, gar nicht die Geschäftsführung bestimmen.


Nein. Die Rechtsform der KGaA ist sicherlich etwas besonderes, aber das AktG gilt für KGaAs genauso wie für AGs. Damit gilt auch §93 (Sorgfaltspflicht und Verantwortlichkeit der Vorstandsmitglieder). Insofern hat dein Vorredner durchaus Recht mit seiner Vermutung, dass ein eigenmächtiges Handeln Watzkes, bei dem vorsätzlich und eigenmächtig ein Schaden für die Gesellschaft entstanden wäre, zu einer persönlichen Haftung hätte führen können (entsprechende Klage durch KV oder AR vorausgesetzt).

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Dorf an der Düssel, Where the Fighting Rheinisch lives, Montag, 08.05.2017, 15:34 (vor 3161 Tagen) @ Guido

Und wenn er durch die Spielabsage indirekt dass wichtigste Kapital der Gesellschaft, das kickende Personal vor weiterem Schaden hätte bewahrt, so hätte ihm höchstwahrscheinlich keiner Vorsatz unterstellt. ;)
Des Weiteren gibt es heutzutage Versicherungen (D&O) die ein derartiges Risiko von Fehlverhalten des Managements abdecken.
Das wäre m.E. aber auch die kleinste Sorge der Protagonisten gewesen.

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Guido, Montag, 08.05.2017, 15:42 (vor 3161 Tagen) @ Dorf an der Düssel

Des Weiteren gibt es heutzutage Versicherungen (D&O) die ein derartiges Risiko von Fehlverhalten des Managements abdecken.

Mit Ausnahme des Selbstbehalts für den Vorstand plus die rechtlichen Unannehmlichkeiten...

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Dorf an der Düssel, Where the Fighting Rheinisch lives, Montag, 08.05.2017, 15:59 (vor 3161 Tagen) @ Guido

Des Weiteren gibt es heutzutage Versicherungen (D&O) die ein derartiges Risiko von Fehlverhalten des Managements abdecken.


Mit Ausnahme des Selbstbehalts für den Vorstand plus die rechtlichen Unannehmlichkeiten...

Korrekt! Aber SummaSummarum immer noch günstiger als auf dem kompletten Schaden sitzen zu bleiben.

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fredisgetränkekiste, dortmund, Montag, 08.05.2017, 15:32 (vor 3161 Tagen) @ Guido

Wir beiden zwei haben genau dieses Thema vor einiger Zeit (3 Jahren?) schon mal besprochen.
Dein letzter Post war, so weit ich mich erinnere:
"Ist doch noch verzwickter diese GmbH & KGaA als es zunächst den Anschein macht"
Falls du da mittlerweile sicherer bist, dann will ich nichts gesagt haben.

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Guido, Montag, 08.05.2017, 15:41 (vor 3161 Tagen) @ fredisgetränkekiste

Wir beiden zwei haben genau dieses Thema vor einiger Zeit (3 Jahren?) schon mal besprochen.
Dein letzter Post war, so weit ich mich erinnere:
"Ist doch noch verzwickter diese GmbH & KGaA als es zunächst den Anschein macht"
Falls du da mittlerweile sicherer bist, dann will ich nichts gesagt haben.

Natürlich ist das verzwickt. Deshalb ziehen sich solche Prozesse ja auch Jahre. Aber im Zweifel wird Watzke da schon dran gedacht haben. Und was Juristen einem im Zweifel kurzfristig sagen, wissen wir beide.... Irgendein "blabla" von wegen "Unter Umständen...vielleicht...gegebenenfalls"...

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herrNick, Montag, 08.05.2017, 13:21 (vor 3162 Tagen) @ baxterbln

Und sollte es stimmen, wovon ich ausgehe, das Tuchel durchaus die Wahl hatte nicht zu spielen nach dem Attentat, wäre hier wohl eher auch Tuchel der passende Ansprechpartner. Im Kontext dessen könnte man Tuchels aussage nach dem Spiel durchaus als Ausrede sehen da er nicht zugeben wollte das es eine falsche Entscheidung war zu spielen (was ja auch dann sein Fehler wäre).

Mein Verständnis war (bitte um Korrektur, falls mir hier etwas entgangen sein sollte):
1. Aufgrund falscher/unvollständiger Informationen hat der Krisenstab ohne Rücksprache mit Trainer Mannschaft am Abend des Anschlages entschieden, dass am nächsten Tag gespielt wird.
2. Am nächsten Morgen wurde den Spielern frei gestellt, ob sie mitspielen oder nicht. Jeder, der nicht wollte durfte verzichten. Das Spiel selbst stand aber nach meinem Verständnis nicht zur Disposition.

Wenn schon feststeht, das gespielt wird, und nur noch die Frage ist ob mit oder ohne mich ist das schon eine andere Frage als vor der Entscheidung zu fragen, ob das Spiel stattfinden soll. Zu welchem Zeitpunkt hat Tuchel die Möglichkeit gehabt zu sagen: "Das Spiel soll nicht stattfinden"?

Wirklich bitte gerne Quellen, die dem o.g. widersprechen, ich möchte es echt gerne verstehen und keine vorschnelle Position beziehen.

Ciao,

herrNick

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baxterbln ⌂ @, Duisburg, Montag, 08.05.2017, 13:27 (vor 3162 Tagen) @ herrNick

Zitat aus dem Interview der WAZ (hoffe das ist erlaubt):

"Es gab nur drei Möglichkeiten: Am Tag danach zu spielen, nicht anzutreten und damit 0:3 gewertet zu werden oder aus dem Wettbewerb freiwillig auszuscheiden. Über die letzten beiden Varianten haben wir nachgedacht. Aber es war uns zu gravierend, eine solche Entscheidung über die Köpfe aller hinweg vorzunehmen. Und es hat übrigens niemand den Wunsch an mich herangetragen, so zu handeln. Auch am Folgetag nicht. Es wäre dann immer noch möglich gewesen, am nächsten Morgen zurückzuziehen, das muss man auch klar sagen. Ich habe ja nicht umsonst der Mannschaft im Gespräch am Mittwochmorgen freigestellt, dass jeder Spieler, der sich nicht in der Lage fühlt zu spielen, das selbstverständlich bis zum Nachmittag sagen kann. Auch der Trainer hatte selbstverständlich das Recht, darauf hinzuweisen. Das ist gar keine Frage. Aber mit einem solchen Szenario bin ich kein einziges Mal konfrontiert worden."

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herrNick, Montag, 08.05.2017, 13:37 (vor 3162 Tagen) @ baxterbln

Zitat aus dem Interview der WAZ (hoffe das ist erlaubt):

"Es gab nur drei Möglichkeiten: Am Tag danach zu spielen, nicht anzutreten und damit 0:3 gewertet zu werden oder aus dem Wettbewerb freiwillig auszuscheiden. Über die letzten beiden Varianten haben wir nachgedacht. Aber es war uns zu gravierend, eine solche Entscheidung über die Köpfe aller hinweg vorzunehmen. Und es hat übrigens niemand den Wunsch an mich herangetragen, so zu handeln. Auch am Folgetag nicht. Es wäre dann immer noch möglich gewesen, am nächsten Morgen zurückzuziehen, das muss man auch klar sagen. Ich habe ja nicht umsonst der Mannschaft im Gespräch am Mittwochmorgen freigestellt, dass jeder Spieler, der sich nicht in der Lage fühlt zu spielen, das selbstverständlich bis zum Nachmittag sagen kann. Auch der Trainer hatte selbstverständlich das Recht, darauf hinzuweisen. Das ist gar keine Frage. Aber mit einem solchen Szenario bin ich kein einziges Mal konfrontiert worden."

Es bleibt für mich ein Unterschied, ob ich vor einer Entscheidung ein Mitspracherecht habe oder nachdem bereits eine Entscheidung von meinen Vorgesetzten getroffen wurde.

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baxterbln ⌂ @, Duisburg, Montag, 08.05.2017, 13:45 (vor 3162 Tagen) @ herrNick

Es bleibt für mich ein Unterschied, ob ich vor einer Entscheidung ein Mitspracherecht habe oder nachdem bereits eine Entscheidung von meinen Vorgesetzten getroffen wurde.

Vielleicht gab es ja am Abend selber überhaupt keine Möglichkeit das im Detail mit Tuchel zu besprechen und die UEFA hat den entsprchenden Druck aufgebaut (Was ich nicht unwahrscheinlich finden würde).

Nichts desto trotz gab es anscheinend die Möglichkeit am nächsten Tag noch zu sagen "Nein, wir spielen nicht". Laut den Äußerungen von Watzke ist das allerdings nicht geschehen. Und ich eigentlich davon aus das man sich am nächsten Tag gesehen hat und über den Vorfall gesprochen hat. Da leider meine Glaskugel kaputt ist, weiß ich aber selbstverständlich genauso wenig wie es konkret abgelaufen ist, wie jeder andere hier.

An dieser Stelle noch einmal ein paar Worte an die SG-Redaktion

Kurt C. Hose, Montag, 08.05.2017, 13:44 (vor 3162 Tagen) @ herrNick

Sehe ich auch so, es ist einfach was anderes, ob man gesagt bekommt, das Spiel findet heute Abend statt, aber jeder von euch kann selbst entscheiden, ob er aufläuft. Oder man sagt den Spieler, es steht im Raum, das Spiel morgen Abend nachzuholen, was meint ihr? Der Druck bei Variante a ist doch ungleich höher.

Ich revidiere mittlerweile auch meine gestern getätigte Aussage, dass ich dazu tendiere liber Tuchel als Watzke hier weiterhin zu sehen, das war Kappes von mir. Aber dass hier mittlerweile jeder für einen absoluten Vollidioten gehalten wird, der Watzke kritisch sieht, ist doch auch Mumpitz. Den Meisten geht es doch eigentlich nicht nur um die Causa Tuchel, sondern dass sich bei ihnen mittlerweile bzgl. Watzke einiges angestaut hat, so auch bei mir. Das wurde hier aber alles schon erwähnt.

An dieser Stelle noch einmal ein paar Worte an die SG-Redaktion

Phil, Montag, 08.05.2017, 13:42 (vor 3162 Tagen) @ herrNick

Es bleibt für mich ein Unterschied, ob ich vor einer Entscheidung ein Mitspracherecht habe oder nachdem bereits eine Entscheidung von meinen Vorgesetzten getroffen wurde.

"Lieber Thomas, haltet jetzt am Bus bitte mal Mannschaftsrat ab. Bitte innerhalb der nächsten 15 Minuten antworten. UEFA will eine Entscheidung. Wollt ihr spielen, könnt ihr spielen oder sollen wir aus dem Wettbwerb aussteigen?"

Wie in etwas stellst du dir das denn an dem Abend vor? So in etwas?

Natürlich haben sich die Spieler überrollt gefühlt und war diese Ansetzung ein Skandal. Aber Tuchel hat hier einfach ein komplett anders Bild der Abläufe gegeben (Gar keine Info, keine Mitsprache) , als es Rauball / Watzke und die UEFA tun.

MFG
Phil

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herrNick, Montag, 08.05.2017, 13:56 (vor 3162 Tagen) @ Phil

Es bleibt für mich ein Unterschied, ob ich vor einer Entscheidung ein Mitspracherecht habe oder nachdem bereits eine Entscheidung von meinen Vorgesetzten getroffen wurde.


"Lieber Thomas, haltet jetzt am Bus bitte mal Mannschaftsrat ab. Bitte innerhalb der nächsten 15 Minuten antworten. UEFA will eine Entscheidung. Wollt ihr spielen, könnt ihr spielen oder sollen wir aus dem Wettbwerb aussteigen?"

Wie in etwas stellst du dir das denn an dem Abend vor? So in etwas?

Natürlich haben sich die Spieler überrollt gefühlt und war diese Ansetzung ein Skandal. Aber Tuchel hat hier einfach ein komplett anders Bild der Abläufe gegeben (Gar keine Info, keine Mitsprache) , als es Rauball / Watzke und die UEFA tun.

MFG
Phil

Ich sehe den Widerspruch nicht. Auch aus Watzkes und Rauballs Darstellung gab es bis zu dem Punkt, an dem unsere Verantwortlichen der Neuansetzung zugestimmt haben keine Mitsprache, vermutlich auch keine Info (habe ich zumindest bisher nicht gelesen).

Hat Tuchel mal bestritten, dass es das Angebot am Vormittag gab? Ich persönliche halte die Absagemöglichkeit am Vormittag für sehr theoretisch, wenn die Vereinsführung schon gesagt hat: ja wir spielen.

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docity, Dortmund, Montag, 08.05.2017, 14:18 (vor 3161 Tagen) @ herrNick

In einem der gestrigen Artikel war zu lesen, dass Watzke und Tuchel in der ersten Stunde nach dem Anschlag telefoniert haben!

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Phil, Montag, 08.05.2017, 14:03 (vor 3162 Tagen) @ herrNick

Wenn du das so siehst, dass da dann, nach einer Nacht "drüber schlafen", keinerlei Optionen mehr da waren und das Angebot von Watzke und Rauball, dass man nicht spielen müsse, wenn man nicht wolle, nur reine Taktik war, ist es natürlich schlüssig wie du die Sache siehst.

Dann mussten sie spielen und Watzke hat sie einfach da reingejagt. Aus welchen Gründen auch immer.

Hätte Tuchel aber ruhig nebenbei erwähnen können in seinem Interview nach der Niederlage, dass man ihn über die Neuansetzung nicht informiert habe am Abend des Anschlags, aber man angeboten hätte, einfach auf das Spiel zu verzichten.


MFG
Phil

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herrNick, Montag, 08.05.2017, 14:20 (vor 3161 Tagen) @ Phil

Wenn du das so siehst, dass da dann, nach einer Nacht "drüber schlafen", keinerlei Optionen mehr da waren und das Angebot von Watzke und Rauball, dass man nicht spielen müsse, wenn man nicht wolle, nur reine Taktik war, ist es natürlich schlüssig wie du die Sache siehst.

Wenn das vielleicht falsch rüberkommt: ich möchte Watzke hier gar keinen Vorwurf machen. Er hatte Druck von der UEFA und nach Aussage von Rauball einen falschen Informationsstand. Also hat er die Mannschaft vor der Zusage an die UEFA nicht informiert. Und das ist aus der Situation raus o.k.

Dann mussten sie spielen und Watzke hat sie einfach da reingejagt. Aus welchen Gründen auch immer.

So habe ich das nicht gesagt, es gibt hier nicht nur S/W. Aber ganz ergebnisoffen ist es eben nicht mehr, wenn man der UEFA schon das ok gegeben hat.

Hätte Tuchel aber ruhig nebenbei erwähnen können in seinem Interview nach der Niederlage, dass man ihn über die Neuansetzung nicht informiert habe am Abend des Anschlags, aber man angeboten hätte, einfach auf das Spiel zu verzichten.


MFG
Phil

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baxterbln ⌂ @, Duisburg, Montag, 08.05.2017, 13:50 (vor 3162 Tagen) @ Phil

Natürlich haben sich die Spieler überrollt gefühlt und war diese Ansetzung ein Skandal. Aber Tuchel hat hier einfach ein komplett anders Bild der Abläufe gegeben (Gar keine Info, keine Mitsprache) , als es Rauball / Watzke und die UEFA tun.

Genau das ist der Punkt. Und ich persönlich vertraue da Watzke, von dem ich zu 100% überzeugt bin das er nur das beste für den BVB will, mehr als Tuchel (was auch mit seiner Art des Abgangs in Mainz zu tun hat).

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Phil, Montag, 08.05.2017, 13:32 (vor 3162 Tagen) @ baxterbln

Man sollte sich auch einmal in die Situation versuchen hinein zu versetzen und wann dann eine Entscheidung seitens der UEFA erzwungen wurden: Zwischen Anschlag und Entscheidung lagen ja keine 60 Minuten.

Aber da gab es sicherlich mannigfaltigen "Whatsapp" Kontakt. Zwischen allen Personen, die voneinander Nummern haben. W

Im nachhinein würde Watzke, der das meines Wissens als "Absolute persönliche Grenzerfahrung" erlebt hat, auch wenn er Glück hatte und nicht in dem Bus war, sicherlich auch eher einfach über alle Köpfe hinweg entscheiden "Spiel findet nicht statt, wir scheiden eher freiwillig aus".

Was Tuchel dann gesagt hätte, ist aber auch nur Spekulation.

MFG
Phil

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Melange, Berlin, Montag, 08.05.2017, 13:53 (vor 3162 Tagen) @ Phil

Tuchel und die Spieler haben nach dem Spiel sehr deutlich gemacht, wie sie sich gefühlt habenn Nämlich, dass über ihre Köpfe hinweggespielt werden sollte. Ob eine whatsapp-Konferenz stattgefunden hat, wage ich zu bezweifeln. Dass eine whatsapp-Konferenz ein geeignetes Forum wäre, eine solche Frage zu klären, kann man mit Sicherheit verneinen.

Watzke (und Zorc und Rauball) hat vergessen, die Mannschaft anzurufen. Er hat gedacht, der Anschlag war nicht so schlimm. In der Hektik und unter dem Druck der Regularien hat er eine Entscheidung mittreffen müssen, die u.a. das finanzielle Gerüst des Vereins berüht hat. Für mich ist das ein Fehler gewesen, aber ein verzeihlicher. Wenn er richtig entschieden hätte, hätte er zur UEFA gesagt: "Ich fahre jetzt erst einmal zur Mannschaft und wir setzen uns morgen früh hin. Wenn Ihr uns dann aufgrund der Regularien sperrt, ist das so, aber das Menschliche geht nun mal vor und unsere Spieler sind keine Maschinen".

Wie gesagt, m.E. ist aber Watzkes Entscheidung verzeihlich, weil 60 Millionen Euro rückzuzahlen und aus dem Wettbewerb ausgeschlossen zu werden, hätte den Verein in der Substanz getroffen.

Was unverzeihlich bleibt,ist, dass er nachdem vorallem (!) die Spieler gesagt haben, wie sie gefühlt haben, als man gesehen hat, wie die geweint haben, weil von ihnen verlangt wurde, dass sie das Viertelfinale wegschmeißen müssen (und das war ja nun bei beiden Varianten der Fall), dann hätte Watzke hingehen müssen und sich bei den Spielern und den Trainern entschuldigen müssen. Das kann der eitle Pfau aber nicht. Stattdessen geifert er gegen den, der sich vor die Spieler gestellt hat. Ich habe das schon ein Tag nach der PK hier geschrieben, dass Watzke das Tuchel nicht verzeiht. Und im Gegensatz zu dem vielen populistischem Gelaber(es gehen nicht alle drei, keine Ausstiegsklauseln mehr) kann man sich darauf bei ihm verlassen.

Dass Tuchel schwierig ist, glaube ich gerne. Das war ja schon in Mainz zu hören. Und ich bin da auch gar nicht der Meinung, dass Watzke und Zorc grundsätzlich mit Tuchel weiterarbeiten sollten. Aber nach dem Anschlag hat Watze sich für mich diskreditiert.

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baxterbln ⌂ @, Duisburg, Montag, 08.05.2017, 18:28 (vor 3161 Tagen) @ Melange

Was unverzeihlich bleibt,ist, dass er nachdem vorallem (!) die Spieler gesagt haben, wie sie gefühlt haben, als man gesehen hat, wie die geweint haben, weil von ihnen verlangt wurde, dass sie das Viertelfinale wegschmeißen müssen (und das war ja nun bei beiden Varianten der Fall), dann hätte Watzke hingehen müssen und sich bei den Spielern und den Trainern entschuldigen müssen.

Und das das genau so abgelaufen ist weißt Du woher?

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ok_kr, Montag, 08.05.2017, 14:29 (vor 3161 Tagen) @ Melange

Es gab aber auch Spielerstimmen, welche meinten, dass es nicht ganz so dramatisch gewesen sei, wie es von außen (der Fanseite) empfunden wurde.
Für die Spieler gab es auch einen einzigartigen Reiz ins Halbfinale einziehen zu können. Ich weiß nicht, ob jeder Spieler es als gut empfunden hätte, diese Möglichkeit abzuschenken

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bobschulz, MS, Montag, 08.05.2017, 14:41 (vor 3161 Tagen) @ ok_kr

Es gab aber auch Spielerstimmen, welche meinten, dass es nicht ganz so dramatisch gewesen sei, wie es von außen (der Fanseite) empfunden wurde.
Für die Spieler gab es auch einen einzigartigen Reiz ins Halbfinale einziehen zu können. Ich weiß nicht, ob jeder Spieler es als gut empfunden hätte, diese Möglichkeit abzuschenken

Aber genau dies ist der GRund: verschiedene Spieler gehen verschieden damit um!
Aber so fit wie Dienstag um 18.30 wird am Mittwoch keiner gewesen sein. Und trotzdem werden einige wohl spielen gewählt haben um schnell wieder Alltag zu haben und einige Andere wohl "Bloß nicht spielen". Eine anonyme Umfrage hätte sicher auch andere Ergebnisse gebracht als " ihr könnt auch nicht antreten" , wo jeder dann öffentlich sagt "ich kann es nicht". Jungs die über 15 Jahre kiloweise Voltaren futtern um die kleinen körperlichen Wehwehchen zu übertünchen, werden wohl ähnlich mit ihrer Seele umgehen wie mit ihrem Körper: "wenn wir denn funktionieren müssen, dann los!"

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ok_kr, Montag, 08.05.2017, 14:31 (vor 3161 Tagen) @ ok_kr

Natürlich wollten sie das unbedingt spielen. Deswegen kam eine Spielabsage auch nicht in Frage. Ist doch vollkommen normal...

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Phil, Montag, 08.05.2017, 13:59 (vor 3162 Tagen) @ Melange

Tuchel und die Spieler haben nach dem Spiel sehr deutlich gemacht, wie sie sich gefühlt habenn Nämlich, dass über ihre Köpfe hinweggespielt werden sollte. Ob eine whatsapp-Konferenz stattgefunden hat, wage ich zu bezweifeln. Dass eine whatsapp-Konferenz ein geeignetes Forum wäre, eine solche Frage zu klären, kann man mit Sicherheit verneinen.

Vielleicht war es unverständlich von mir formuliert.

Die Zeit hat überhaupt nicht den Raum hergegeben, um eine Konferenz abzuhalten.

Aber es gab natürlich Kontakte untereinander nach dem Anschlag.

MFG
Phil

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Oleg, hier und dort, Montag, 08.05.2017, 14:05 (vor 3161 Tagen) @ Phil

Tuchel und die Spieler haben nach dem Spiel sehr deutlich gemacht, wie sie sich gefühlt habenn Nämlich, dass über ihre Köpfe hinweggespielt werden sollte. Ob eine whatsapp-Konferenz stattgefunden hat, wage ich zu bezweifeln. Dass eine whatsapp-Konferenz ein geeignetes Forum wäre, eine solche Frage zu klären, kann man mit Sicherheit verneinen.


Vielleicht war es unverständlich von mir formuliert.

Die Zeit hat überhaupt nicht den Raum hergegeben, um eine Konferenz abzuhalten.

Aber es gab natürlich Kontakte untereinander nach dem Anschlag.

MFG
Phil

obendrein wird auch immer wieder gerne vergessen - das wohl von ganz OBEN enormer politischer Druck ausgeübt wurde - das macht so eine extreme Situation auch nicht gerade leichter in der kürze der Zeit 100% richtig zu handeln.

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Melange, Berlin, Montag, 08.05.2017, 14:05 (vor 3161 Tagen) @ Phil

Was heißt den Kontakt untereinander?

Watzke hat sicherlich angerufen und gefragt, was passiert ist, klar, aber "wollt und könnt ihr morgen spielen?" war doch sicher nicht dabei, oder? Und wen hat er angerufen: Tuchel? Schmelle? oder jemanden aus dem staff?

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Melange, Berlin, Montag, 08.05.2017, 14:08 (vor 3161 Tagen) @ Melange

Und er hätte sich die Zeit einfach nehmen können. Die UEFA und Monaco hätten doch einen shit storm ohne Ende bekommen, wenn sie sich dann auf die zwei Stunden bezogen hätten.

Aber wie gesagt, dass finde ich verzeihlich, ist halt auch eine schwierige Situation. Aber spätestens nach den Tränen von Papa hätte er sich entschuldigen müssen. Für seine Fehlentscheidung und seine "wir spielen für die Demokratie"-Blut und Boden-Rede.

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Phil, Montag, 08.05.2017, 14:13 (vor 3161 Tagen) @ Melange

Und er hätte sich die Zeit einfach nehmen können. Die UEFA und Monaco hätten doch einen shit storm ohne Ende bekommen, wenn sie sich dann auf die zwei Stunden bezogen hätten.

Oder Watzke hätte ihn kassiert, wenn sich herausgestellt hätte, dass da "Polen-Kracher" in der Hecke explodiert sind.

Und wie viel Zeit hätte es denn dafür gebraucht? Die Mannschaft stand unter Schock. Der Trainer auch.

Sofort haben Politiker am nächsten Tag das Ding "besetzt" und ihre Anreise avisiert, um ein Zeichen zu setzen. Klar hätte Watzke da dagegenhalten können und auch auf sein "wir spielen für die Freiheit etc." Zeug sich sparen können. Aber es war eine schwierige Gesamtsituation.

Da kann man im nachhinein natürlich gut sagen: Hätte sie mal noch einige Stunden gewartet. Ja, prinzipiell fand ich die so schnelle Neuansetzung auch nicht gut. Und ich fand komplett falsch, dass sie überhaupt spielen mussten. Selbst heute würde ich die Mannschaft noch aus dem Verkehr ziehen, um ihre Psyche zu schützen. (Also die Psyche eines jeden einzelnen im Kader).

Aber darum geht es ja nur bedingt. Das sieht selbst Watzke inzwischen wohl so, dass man nicht hätte spielen sollen.

MFG
PHIL

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Melange, Berlin, Montag, 08.05.2017, 14:24 (vor 3161 Tagen) @ Phil

Aber zumindest die Sache offen lassen bis zum nächsten Morgen. Dann sich in einen Konferenzraum setzen und erst einmal alle fragen, wie sie geschlafen haben? Ohne "Wir spielen für alle"-Rede. Danach kurz die Optionen erläutern etc. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass sich die Mannschaft entschieden hätte zu spielen (Gruppendynamik, Traum vom CL-Halbfinale, Ehrgeiz, menschliche Selbstüberschätzung, das Gefühl der Normalität suchen etc.). Das hätte die Spieler zumindest in die Entscheidung mit einbezogen und klar siganlisiert, ihr könnt uns vertrauen. Ich denke nämlich, dass nicht das Spielen an sich das alleinige Pronlem war. Ich denke, man kann aus den Interviews raushören, dass das Nicht-Mitentscheiden genauso schlimm für die Spieler war.

Aber was eben nicht geht, ist erst das Spiel anzusetzen, dann so eine Rede zu halten, dann zu sagen, wer nicht spielen will, kann es sagen und dann nach dem Spiel, wo alle gemerkt haben wie belastend das war, sich denjenigen zu schnappen, der erstens auch Betroffen war und zweitens als leitender Angestellter sich vor die Mannschaft gestellt hat.

Der BVB und Tuchel wollten sich ja eh schon lange trennen. Der Anschlag und der sportliche (mögliche) Erfolg passen Watzke da zumindest was die Kommunikationsstrategie angeht nicht in den Kram (was nicht heißt, dass er den Pokal nicht gewinnen will). Daher hat der jetzt seine Kontakte genutzt, um Tuchel abzusägen. Ich bin mir noch nicht mal sicher, ob Tuchel noch drei Wochen Trainer ist.

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simie, Krefeld, Montag, 08.05.2017, 17:48 (vor 3161 Tagen) @ Melange

Aber gerade das Offenhalten bis zum nächsten Morgen ging jedoch nicht. Natürlich hätte man dann nach der PK der Staatsanwaltschaft theoretisch immer noch reagieren können.

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docity, Dortmund, Montag, 08.05.2017, 12:54 (vor 3162 Tagen) @ baxterbln

Unternehmen/Marketing:
Das ist mir alles klar! Ich habe ja auch geschrieben, dass ein klein wenig (!) Drosselung eine viel größere Akzeptanz bei der Masse der Fans erzeugen würde. Wir sind neben einem Unternehmen eben immer noch ein Fussballverein, der von seinen Fans lebt. Und ich glaube nicht, das ein wenig (!) Zurückhaltung sofort ein Zurückfallen in den Abstiegskampf bedeuten würde. Dafür ist der Verein viel zu gut aufgestellt.

An dieser Stelle noch einmal ein paar Worte an die SG-Redaktion

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Montag, 08.05.2017, 12:58 (vor 3162 Tagen) @ docity

Unternehmen/Marketing:
Das ist mir alles klar! Ich habe ja auch geschrieben, dass ein klein wenig (!) Drosselung eine viel größere Akzeptanz bei der Masse der Fans erzeugen würde. Wir sind neben einem Unternehmen eben immer noch ein Fussballverein, der von seinen Fans lebt. Und ich glaube nicht, das ein wenig (!) Zurückhaltung sofort ein Zurückfallen in den Abstiegskampf bedeuten würde. Dafür ist der Verein viel zu gut aufgestellt.

Glaubwürdige Informationen an das Gros der Fans richten, das wäre eine geeignete Maßnahme. Wenn der persönliche Kontakt zu den Entscheidern fehlt, sehen viele Dinge im Nachgang eben wenig glaubwürdig aus, bzw. sind einfach komplett anders gelaufen, als man es ursprünglich hat verlauten lassen. Das sät Misstrauen, welches aktuell in großen Teilen der Fans (augenscheinlich) durch die Decke geht.

An dieser Stelle noch einmal ein paar Worte an die SG-Redaktion

FourrierTrans, Montag, 08.05.2017, 10:54 (vor 3162 Tagen) @ FourrierTrans

Die Kommunikationsstrategie ist einfach verheerend schlecht und zudem bleibt als Motiv nur Dummheit oder böswillige Arroganz. Tuchel wird gehen. Allein der Glaube fehlt dass sich sowas nicht wiederholen wird. Die zwischen-den-Zeilen-Lüge und die bewußte Manipulationsabsicht muss man wohl in Zukunft einpreisen. Eine gesunde Beziehung sieht anders aus.

An dieser Stelle noch einmal ein paar Worte an die SG-Redaktion

Guido, Montag, 08.05.2017, 13:32 (vor 3162 Tagen) @ Kulibi77

Die Kommunikationsstrategie ist einfach verheerend schlecht

Das Interview ist in der Form doch garnicht so besonders. Mir persönlich war es aber neu, dass sogar TT einen eigenen Pressesprecher hat. Keine Ahnung, ob das so Usus in der Branche ist, aber wenn dem so ist, kann man TT, der sich auf die moralische Überlegenheit in der Diskussion rund um den Anschlag beruft, auch nicht freisprechen von einer merkwürdigen "Kommunikationsstrategie". An dem Streit sind eindeutig beide Seiten schuld.

An dieser Stelle noch einmal ein paar Worte an die SG-Redaktion

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Montag, 08.05.2017, 11:05 (vor 3162 Tagen) @ Kulibi77
bearbeitet von FourrierTrans, Montag, 08.05.2017, 11:10

Die Kommunikationsstrategie ist einfach verheerend schlecht und zudem bleibt als Motiv nur Dummheit oder böswillige Arroganz. Tuchel wird gehen. Allein der Glaube fehlt dass sich sowas nicht wiederholen wird. Die zwischen-den-Zeilen-Lüge und die bewußte Manipulationsabsicht muss man wohl in Zukunft einpreisen. Eine gesunde Beziehung sieht anders aus.

Lösung des Problems könnte sein, wie man jetzt mehrfach gehört hat: Du musst immer zwischen den Zeilen lesen. ;-)

Wirken alle etwas verspult seit geraumer Zeit

DOinK, Köln, Montag, 08.05.2017, 09:57 (vor 3162 Tagen) @ FourrierTrans

Passt ja - leider - in die Serie. Und gefühlt sind auch wir, die Fans, da nicht minder zwischen den Welten.

Vielleicht kranken wir gerade etwas daran, dass wir uns selbst nicht so richtig einordnen können - der Verein nicht, die Mannschaft nicht, die Führung auch nicht mehr. Zweite Fußballgröße im Lande - eher nicht in dieser Saison. Die Ausschreitungen gegen RBL waren auch nichts fürs Image. Und sind öffentlich genussvoll ausgebreitet worden.

Die Reaktion der Sperrung der Süd war unter aller Kritik, hat deutliche Spuren hinterlassen - das aber nun den eigenen Vereinsoberen reindrehen zu wollen, ist fast absurd. Wenn ich mir den Stand der Diskussion vergegenwärtige, dann hatte HJW wenig Spielraum, wenn er nicht öffentlich als (mindestens mal) Steigbügelhalter der Rechten hätte dastehen wollen.

Der Anschlag? Keine Ahnung, wie es bei Euch war. Aber ich habe mehr als einmal den süffisanten Spruch gedrückt gekriegt, dass das dabei rauskommt, wenn man Fan einer AG ist.

Zudem: Wir können da alle ganz abgeklärt tun. Aber auch vielen von uns sind die Abgänge im letzten Jahr an die Nähte gegangen. Und mich lässt das Gebaren von Aubameyang auch nicht kalt. Ist da etwa schon wieder einer so gut wie weg, der eigentlich wichtig ist, und in dem Falle sogar eine große Strahlkraft neben dem Platz hat.

Wenn uns schon die Nerven blank liegen - wie soll das dann erst bei den Oberen sein? Und wenn da noch erschwerend das atmosphärisch Verdorbene dazu kommt, dann zeigen sich Risse.

Antworten habe ich auch nicht. Und weiter glaube ich fest daran, dass HJW nicht immer diplomatisch geschickt ist, aber ein echter Borusse. TT unterstelle ich ein bisschen anderes: Der ist Angestellter der AG, aber rhetorisch echt geschliffen. Auch er hätte ja mit einer anderen Antwort am Samstag Luft rauslassen können - wollte er auch nicht.

Und wir? - Muss ich mir mal angucken. Zeitweilig habe ich den Eindruck, dass wir das folkloristische Nebenprodukt werden. Kommen Sie, sehen Sie, staunen Sie: das schwarz-gelbe Fan-Event auf der Süd.

Ganz schön ernüchternd gerade alles. Wäre besser, die Führungsquerelen wären nicht auch noch nach Außen gedrungen. Dann würde ich mich einfach nur auf das Finale freuen können.

Wirken alle etwas verspult seit geraumer Zeit

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Montag, 08.05.2017, 10:56 (vor 3162 Tagen) @ DOinK
bearbeitet von FourrierTrans, Montag, 08.05.2017, 11:06

Passt ja - leider - in die Serie. Und gefühlt sind auch wir, die Fans, da nicht minder zwischen den Welten.

Vielleicht kranken wir gerade etwas daran, dass wir uns selbst nicht so richtig einordnen können - der Verein nicht, die Mannschaft nicht, die Führung auch nicht mehr. Zweite Fußballgröße im Lande - eher nicht in dieser Saison. Die Ausschreitungen gegen RBL waren auch nichts fürs Image. Und sind öffentlich genussvoll ausgebreitet worden.

Die Reaktion der Sperrung der Süd war unter aller Kritik, hat deutliche Spuren hinterlassen - das aber nun den eigenen Vereinsoberen reindrehen zu wollen, ist fast absurd. Wenn ich mir den Stand der Diskussion vergegenwärtige, dann hatte HJW wenig Spielraum, wenn er nicht öffentlich als (mindestens mal) Steigbügelhalter der Rechten hätte dastehen wollen.

Der Anschlag? Keine Ahnung, wie es bei Euch war. Aber ich habe mehr als einmal den süffisanten Spruch gedrückt gekriegt, dass das dabei rauskommt, wenn man Fan einer AG ist.

Zudem: Wir können da alle ganz abgeklärt tun. Aber auch vielen von uns sind die Abgänge im letzten Jahr an die Nähte gegangen. Und mich lässt das Gebaren von Aubameyang auch nicht kalt. Ist da etwa schon wieder einer so gut wie weg, der eigentlich wichtig ist, und in dem Falle sogar eine große Strahlkraft neben dem Platz hat.

Wenn uns schon die Nerven blank liegen - wie soll das dann erst bei den Oberen sein? Und wenn da noch erschwerend das atmosphärisch Verdorbene dazu kommt, dann zeigen sich Risse.

Antworten habe ich auch nicht. Und weiter glaube ich fest daran, dass HJW nicht immer diplomatisch geschickt ist, aber ein echter Borusse. TT unterstelle ich ein bisschen anderes: Der ist Angestellter der AG, aber rhetorisch echt geschliffen. Auch er hätte ja mit einer anderen Antwort am Samstag Luft rauslassen können - wollte er auch nicht.

Und wir? - Muss ich mir mal angucken. Zeitweilig habe ich den Eindruck, dass wir das folkloristische Nebenprodukt werden. Kommen Sie, sehen Sie, staunen Sie: das schwarz-gelbe Fan-Event auf der Süd.

Ganz schön ernüchternd gerade alles. Wäre besser, die Führungsquerelen wären nicht auch noch nach Außen gedrungen. Dann würde ich mich einfach nur auf das Finale freuen können.


Ich stimme dir eigentlich in allem zu. Aber genau das, was du an vielen Stellen ansprichst, ist aus meiner Sicht das größte Problem des Clubs. Mich irritiert bei allem was ich in deinem Text fett markiert habe, die Kommunikation des Vereins allgemein und zu den Fans.

"BVB Fans sind Asis, Wand der Schande, Süd sperren! Sind alles Chaoten" -> keine Aussage dazu vom Verein. Südsperre, aussitzen, fertig.

"Wir werden das alles in Ruhe aufarbeiten". Bis heute weiß man relativ wenig darüber, wie die "RB-Krawalle" entstanden ist (wahrscheinlich weil es ein spontaner Ausbruch von unsinniger und deplatzierter Gewalt (ist diese ja eigentlich immer) war und eben keine koordinierte Ultra-Aktion) aber einfach mal das TU-Büdchen dicht machen. Ok.

Großspuriges "Wir sind der zweite Leuchtturm im deutschen Fußball", dann diese Saison deutlich hinter den Bayern und auch hinter Platz zwei. Keine Aussage vom Verein dazu. Irgendwie zufrieden damit, dann aber doch nicht, jetzt muss Platz 3 her, Tuchel muss weg.

"Was erlaube Auba? Da werde ich ein Wörtchen mit ihm reden, jetzt so eine Unruhe reinzubringen". Ein paar Wochen später leaked Aki so ein Schlammschlacht. Ok.

"Auba hat Vertrag bis 2020, wir sehen uns nicht zum Handeln gezwungen". Also bleibt er? Oder doch nicht? Hat Papa Auba auf dem Boulevard Haussmann mit den PSG-Bossen einen Kaffe getrunken?!

"Yeeeah unsere geile Süd, geile Malochers!!!". "Ah sorry, kleiner Ticketpreisfehler".

"Nee also Gündo ist auf jeden Fall weg jetzt". Saisonauftakt 2015: "Und mit der Nummer 8, Ilkaaaaaaay GÜNDOGAN"

"Also eines ist ja klar, alle drei geben wir nicht ab". 2 Monate später im Sommer 2016: "Ah egal komm, wir holen 3 andere".

Maxi im frühen Sommer/späten Frühling 2016: "Also ich träume ja vom Ausland. Ist ja auch mein letzter großer Vertrag". "Habe ich Bayern gesagt? Sorry.". "So eine Drecksmeldung, nichts ist entschieden". "Ey ganz ehrlich, ich war Sieben-EINHALB Jahre hier, nachdem man mich in München vom Hof gejagt hat, seid mal Dankbar ihr Asis". Watzke darauf: "Benehmt euch mal, das ist ein ganz feiner Junge. Ihr gehört eh nicht zum BVB". Ok.

"Nee also der Götze, ach das ist ja totaler Quatsch, der hat noch Vertrag bei den Bayern". Sommer 2016: "So Leute, jetzt aber nicht mehr pfeiffen, hier ist Mario. In ein paar Wochen sehen wir eine Supernova der Leistungsexplosion. So! Und beim Schü auch!". 3 Monate später: Einfach nicht mehr drüber reden.

Sorry, ich komme nicht mehr mit Aki.

Wirken alle etwas verspult seit geraumer Zeit

julianbvb, Montag, 08.05.2017, 11:19 (vor 3162 Tagen) @ FourrierTrans

"BVB Fans sind Asis, Wand der Schande, Süd sperren! Sind alles Chaoten" -> keine Aussage dazu vom Verein. Südsperre, aussitzen, fertig.

Also bitte, guck dir nochmal den Auftritt von Aki im Sportstudio an. Da vertritt er ganz klar ein differenziertes Bild und weist zum Beispiel darauf hin, dass die Leute aus dem Bus nach Darmstadt nicht zur Ultra-Szene gehören und stellt sich damit vor die Ultras. Es wäre einfach gewesen zu sagen "jetzt räumen wir auf". Stattdessen verteidigt er 24.800 Zuschauer und pauchschal 60 % der Plakate und weist darauf hin, dass es sich um Einzelfälle handelt.

Wirken alle etwas verspult seit geraumer Zeit

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Montag, 08.05.2017, 11:25 (vor 3162 Tagen) @ julianbvb
bearbeitet von FourrierTrans, Montag, 08.05.2017, 11:40

"BVB Fans sind Asis, Wand der Schande, Süd sperren! Sind alles Chaoten" -> keine Aussage dazu vom Verein. Südsperre, aussitzen, fertig.


Also bitte, guck dir nochmal den Auftritt von Aki im Sportstudio an. Da vertritt er ganz klar ein differenziertes Bild und weist zum Beispiel darauf hin, dass die Leute aus dem Bus nach Darmstadt nicht zur Ultra-Szene gehören und stellt sich damit vor die Ultras. Es wäre einfach gewesen zu sagen "jetzt räumen wir auf". Stattdessen verteidigt er 24.800 Zuschauer und pauchschal 60 % der Plakate und weist darauf hin, dass es sich um Einzelfälle handelt.

Ist mir bei den Entgleisungen, die man in den Medien lesen konnte, viel zu wenig.

Im Übrigen nochmals: Das TU-Büdchen unter der Süd wurde dicht gemacht. Ist für mich keine differenzierte Aufarbeitung, aber gut, ist ein anderes Thema.

Wirken alle etwas verspult seit geraumer Zeit

Phil, Montag, 08.05.2017, 13:10 (vor 3162 Tagen) @ FourrierTrans

Die Schließung des TU Büdchen ist sicherlich für TU nicht schön, war und ist aber auf jeden Fall reine Symbolik in meinen Augen.

Du kannst nicht unterschlagen, dass der Bundesinnenminister bei Watzke anrief, weil bei uns in Dortmund "Kinder und Frauen fast getötet" worden wären.

Es gab halt extremen Druck. Auf alles. Und es wäre für Watzke ein leichtes gewesen, diesen Druck "abzulassen", indem er die komplette Ultraszene kassiert hätte und das Bündnis "Südtribüne Dortmund" gleich mit.

Stattdessen hat er sich davor gestellt und die Fansszene in Gänze in Schutz genommen und um Differenziertheit gebeten.


MFG
Phil

Wirken alle etwas verspult seit geraumer Zeit

fredisgetränkekiste, dortmund, Montag, 08.05.2017, 13:33 (vor 3162 Tagen) @ Phil

Was ist denn in diesem Zusammenhang aus den 69 (?) "Plakat-Verdächtigen" geworden?
Weiß da jemand was?

Watzke ist vermutlich (auch hier) nicht das Problem

DOinK, Köln, Montag, 08.05.2017, 13:24 (vor 3162 Tagen) @ Phil

Sein Problem ist, dass er in der öffentlichen Wahrnehmung immer ganz vorn dabei ist. Damit ist er immer der, der die unliebsamen Botschaften zu transportieren hat.

So sehe ich seine Rolle übrigens auch jetzt: Er stellt sich ins Feuer - so naiv ist er nicht, dass ihm nicht klar wäre, dass es keinen Beliebtheitspreis zu gewinnen gibt mit so einer Aussage zu so einer Zeit.

So habe ich das auch rund um die Sperrung gesehen. Dass er da "zum Dank" unter poetischer Mühe ("aus der Traum" reimt sich auf "Kofferraum" - das ist hohe Dichtkunst!) zu lesen bekam, was einige von ihm halten, war auch nicht ohne.

Watzke ist vermutlich (auch hier) nicht das Problem

Phil, Montag, 08.05.2017, 13:27 (vor 3162 Tagen) @ DOinK

Wird ja eh gerne ausgeblendet, wenn nun im Moment manch einer Watzkes Kopf fordert.

In der Sache geht es vor allem um einen tiefen Dissens zwischen Michael Zorc und dessen Stab und dem Trainerstab.

Watzke war meines Wissens lange ja sogar eher sehr positiv gegenüber Tuchel eingestellt und hat jeden, der ihm von Problemen berichtete, versucht davon zu überzeugen, dass Tuchel der richtige Mann ist.

Und Michael Zorc ist neben den grundlegenden Problemen mit Tuchel auch ein Katalysator in seiner Position.

MFG
Phil

Watzke ist vermutlich (auch hier) nicht das Problem

DOinK, Dienstag, 09.05.2017, 13:11 (vor 3161 Tagen) @ Phil

Wird ja eh gerne ausgeblendet, wenn nun im Moment manch einer Watzkes Kopf fordert.

In der Sache geht es vor allem um einen tiefen Dissens zwischen Michael Zorc und dessen Stab und dem Trainerstab.

Okay. Also ist nicht nur Tuchel das Problem sondern der gesamte Trainerstab?

Watzke ist vermutlich (auch hier) nicht das Problem

airjdcgf, Berlin, Montag, 08.05.2017, 16:34 (vor 3161 Tagen) @ Phil

So langsam wird ja ein Schuh draus. Wenn Watzke lange versucht wegen der Qualiäten von TT ihn gegen Widerstände intern zu halten, dann braucht es noch ein Ereignis, das ihn persönlich betrifft, um mit Tuchel zu brechen. Aus Watzkes Sicht ist das mit der Darstellung rund um die Abläufe nach dem Attentat geschehen.
Für mich lassen die Darstellungen rund um die Neuansetzung aber immer noch beide Varianten zu. Watzke sagt nicht Tuchel war von Anfang an in die Überlegungen wie man jetzt weiter machen kann eingebunden. Es ist was anderes vorgefertigte Optionen auf den Tisch zu bekommmen und entscheiden zu dürfen oder an der Auswahl der Optionen mitwirken zu dürfen. Aus meiner Sicht wäre eine Erörterung der Optionen Mittwoch Vormittag nach persönlichen Gesprächen mit den Betroffenen das Mittel der Wahl gewesen. Auch eine Verschiebung auf den Donnerstag oder eine Verschiebung des Spiels gegen Frankfurt, hätten aus meiner Sicht mindesten in den Topf der Optionen gehört, trotz terminlicher Restriktionen. Wenn die UEFA die Optionen vorgibt, kann ich die Ohnmachtsäußerung Tuchels mehr als verstehen. Tuchel jetzt öffentlich zu demontieren oder demontieren zu lassen ist einfach schlechter Stil.

Wirken alle etwas verspult seit geraumer Zeit

thospe, Merzig, Montag, 08.05.2017, 10:06 (vor 3162 Tagen) @ DOinK


Und wir? - Muss ich mir mal angucken. Zeitweilig habe ich den Eindruck, dass wir das folkloristische Nebenprodukt werden. Kommen Sie, sehen Sie, staunen Sie: das schwarz-gelbe Fan-Event auf der Süd.

das ist jetzt aber nicht wirklich neu für dich ? Genau das ist der Fan und da sind wir jetzt ja keine Ausnahme. Das ist die gesamte globale Entwicklung. Der Zirkus ist in der Stadt hereinspaziert, hereinspaziert. Wer damit ein Problem hat muss dem gesamten Profifußball den Rückenkehren. Was ich gut verstehen kann;-)

Sinn einer Mitgliedschaft

DOinK, Köln, Montag, 08.05.2017, 13:04 (vor 3162 Tagen) @ thospe

So naiv bin ich nicht - mich stört vielmehr, dass mir da etwas fehlt. Schließlich bin ich seit einiger Zeit auch "MITGLIED" in diesem Verein. Und der Umgang mit dieser "Basis" kommt etwas kurz, auch informationell.

Sinn einer Mitgliedschaft

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Montag, 08.05.2017, 13:06 (vor 3162 Tagen) @ DOinK

So naiv bin ich nicht - mich stört vielmehr, dass mir da etwas fehlt. Schließlich bin ich seit einiger Zeit auch "MITGLIED" in diesem Verein. Und der Umgang mit dieser "Basis" kommt etwas kurz, auch informationell.

Ja naja, und man muss sich dann eben nicht wundern, dass viele Fans misstrauischer im Umgang mit Meldungen aus der Vereinsführung werden.

+1

Allrad-Büffel, Hessen, Montag, 08.05.2017, 09:33 (vor 3162 Tagen) @ FourrierTrans

Volle Zustimmung.

An dieser Stelle noch einmal ein paar Worte an die SG-Redaktion

Kurt C. Hose, Montag, 08.05.2017, 09:19 (vor 3162 Tagen) @ FourrierTrans

Danke, diesem Beitrag schließe ich mich zu 100% an!

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