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Eine etwas andere Sicht auf die UEFA und den Prototypen des modernen Profifussballers (BVB)

KalleGrabowski, Münster, Freitag, 14.04.2017, 04:33 (vor 3184 Tagen)

Ich bin generell natürlich auch der Meinung, dass die Ansetzung eine eklige Schweinerei seitens der Verbände ggü. der Mannschaft war.

Was mich in dem Zusammenhang aber auch beschäftigt, ist die Frage, inwiefern das Auftreten eines Großteils der heutigen Profifussballer das Handeln der UEFA am Dienstag erklärt?

(Ich beziehe mich hierbei ausdrücklich nicht konkret auf einzelne Spieler unseres Vereins oder auf unsere Mannschaft generell, denn die waren hier die Leidtragenden des ganzen Phänomens.)

Allerdings glaube ich, dass nicht nur die UEFA die Profis als laufende Goldesel sieht. Tatsächlich lässt mich die ganze Vermarktungsstrategie der heutigen Fussballergeneration glauben, dass sich die Spieler selbst eigentlich auch primär als Goldesel betrachten. Alles bzw. jeder wird marktgerecht und renditeorientiert präsentiert und entschieden. Dass dort letztlich die Erkenntnis verloren geht, dass es sich nicht um ein herzloses Produkt sondern um einen Menschen handelt, kann ich in dieser Sichtweise nachvollziehen. Deshalb hoffe ich, dass vielleicht auch mal bei einigen Spielern in der Bundesliga oder anderswo eine gewisse Reflektion des eigenen Handelns einsetzt und man endlich wieder zeigt, dass es sich nicht um Waren sondern um Menschen handelt. Denn den Bumerang für diese Kommerzialisierung haben unsere Spieler stellvertretend für alle Profis abbekommen, da in den Verbänden scheinbar nicht mehr der Mensch als Mensch sondern als Produkt gesehen wird. Und das hat gefälligst zu funktionieren.

Eine etwas andere Sicht auf die UEFA und den Prototypen des modernen Profifussballers

KalleGrabowski, Freitag, 14.04.2017, 17:29 (vor 3184 Tagen) @ KalleGrabowski

Sehr guter Beitrag wie ich finde!
Vor allem in Zeiten in denen sich nicht weniger viel mehr als Marke sehen...

Eine etwas andere Sicht auf die UEFA und den Prototypen des modernen Profifussballers

Franke, Freitag, 14.04.2017, 14:24 (vor 3184 Tagen) @ KalleGrabowski

Hab es ja gestern schon geschrieben: Alle Beteiligten treiben das Rad an, unter dessen Bewegung sie gelegentlich leiden.

Was wäre, wenn wie einst Uwe Seeler viele Spieler sagen würden, mir geht es gut da, wo ich gerade bin? Ich spiele regelmäßig, man schätzt mich, man vergisst mich nicht, auch wenn ich mal lange ausfalle, was ich hier verdiene, das reicht bis ans Lebensende, warum soll ich woanders hin?

Eine etwas andere Sicht auf die UEFA und den Prototypen des modernen Profifussballers

KalleGrabowski, Münster, Freitag, 14.04.2017, 15:50 (vor 3184 Tagen) @ Franke

Ich wage sogar zu behaupten: Zu den Zeiten von Seeler in den 60er Jahren wären die Verbände nicht auf die Idee gekommen, so gegenüber den Spielern zu agieren, wenn bspw. die RAF damals versucht hätte, sie alle in die Luft zu jagen.

Welche Ursachen das hat, darüber kann man jetzt lange diskutieren. Ich sehe einen Anteil wie gesagt auch auf Spielerseite.

Eine etwas andere Sicht auf die UEFA und den Prototypen des modernen Profifussballers

Blarry, Essen, Freitag, 14.04.2017, 16:09 (vor 3184 Tagen) @ KalleGrabowski

Als ob Sportler in den 60ern, 70ern irgendetwas zu sagen gehabt hätten. München '72 ging weiter, Manchester United musste die Saison 57/58 zuende spielen. In Zeiten, wo Fußballer Multimillionendollarunternehmer sind und im Zweifel einen Barthel und einen Kucharski eine Intifada gegen ihren Ex-Verein ausrufen lassen können sollte doch bitte niemand über imaginäre Arbeitnehmerrechte von vor 50 Jahren halluzinieren.

Die Spieler sind DAS Problem

MauriciusQ, Hamburg, Freitag, 14.04.2017, 11:26 (vor 3184 Tagen) @ KalleGrabowski

und das ist nicht persönlich gemeint, sondern systemisch.

Natürlich tun sie das.

Alles, was es an negativen Auswirkungen im Fußball gibt, Zerstückelung der Spieltage, hohe Eintrittspreise, etc. dieent ja nur und ausschließlich dazu mehr Geld zu generieren. Das kommt - fast - ausschließlich den Spielern und ihren Beratern zu gute. Das ist natürlich nichts, was man einem Spieler persönlich vorwerfen kann, aber sie sind die fast ausschließlichen Profiteure.

Die Spieler sind DAS Problem

pappnase, Freitag, 14.04.2017, 13:36 (vor 3184 Tagen) @ MauriciusQ

Die Spieler sind die Profiteure, nicht das Problem. Man kann keinem Spieler vorwerfen das ihm angebotene Geld auch anzunehmen. Man muss stattdessen den Vereinen, Verbänden und TV-Kanälen vorwerfen, dass sie zur Gewinnmaximierung den Fußball mehr und mehr künstlich überhöht/inszeniert haben und mit seiner Ausbreitung über die gesamte Woche den Medien-Markt überfluten. Ich habe daher auch meine Zweifel, wenn es bei der nächsten gigantisch hohen Ablöse wieder heißt: "soviel ist ein Mensch nicht wert". Es scheint eben schon so zu sein, dass in der Kunstwelt Profifußball ein einzelner Mensch viele millionen Euro Wert ist. Man kann das nur dem jungen Kerl, der das Geld einsteicht (und den Medienrummel gleich mit), aus meiner Sicht kaum vorwerfen.
Aus meiner Sicht wird eine vernünftige Sicht auf den Fußball auch nicht an einem Abend wie Dienstag verhandelt sondern dann, wenn bei DFB/DFL/UEFA/FIFA mal wieder Wahlen anstehen. Da steht es jedem Funktionär frei auf die Bühne zu gehen und ohne jeden (Zeit-)Druck einen Gegenentwurf vorzustellen. Und genau dann kommt nichts. Viel mehr klopft man sich auf die Schulter, wenn Seifert und Co mal wieder x Prozent mehr Geld aus dem nächsten Vertrag rausgeschlagen haben.

Die Spieler sind DAS Problem

Kayldall, Luxemburg, Freitag, 14.04.2017, 14:26 (vor 3184 Tagen) @ pappnase

Es sind die Verbände schreibst du, aber ich finde es unfair, dann einem Verband speziell, in diesem Fall dem deutschen Verband Vorwürfe zu machen.Was soll man tun, wenn alle anderen Verbände so weitermachen, kann man sich dem Kommerz nicht entziehen und sagen wir machen da jetzt nicht mit.Denn dann gehen die Spieler zu einem anderen Verband, in eine andere Liga, die ihnen und den Beratern mehr Geld anbietet und das kann man ihnen nicht übel nehmen, wie du schreibst.Dann kannst du aber auch Seifert und Co. es nicht übel nehmen zu versuchen den best möglichen Deal rauszuschlagen und die Bundesliga so zu vermarkten, dass sie so viel wie möglich Geld einbringt.Selbst die Vereine wie der BVB und Bayern und auch die anderen Vereine der Bundesliga beteiligen sich ja ganz bewußt daran, mit ihren Asienreisen oder USA-Reisen oder wohin auch immer, damit ein noch besserer Sponsor mit einsteigt.In meinen Augen ist es ein Teufelskreis, der nur durchbrochen werden kann, wenn alle die Schraube zurückdrehen würden, was ich als ziemlich unmöglich ansehe.

Um noch kurz auf die Spieler einzugehen, da ist einfach das Problem, dass ausser ihrem Sport sie nichts interessiert, ich meine es ist ihnen vielleicht nicht komplett egal, aber zumindest beziehen sie keine Stellung zu z.B. politischen Problemen.Wir hatten die Diskussion mit der Reise nach Dubai, wo die Spieler und der Verein dann sagen, wir machen keine Politik und wir fahren da nicht hin um das Regime zu unterstützen, sondern wegen der ausgezeichneten Trainingsbedingungen.Spätestens seit dem Anschlag auf den BVB Mannschaftsbus sollte jedem klar sein, dass Politik uns alle betrifft und mit Wegschauen/Ignorieren kann man nichts verbessern.

Die Spieler sind DAS Problem

pappnase, Freitag, 14.04.2017, 14:49 (vor 3184 Tagen) @ Kayldall

Es sind die Verbände schreibst du, aber ich finde es unfair, dann einem Verband speziell, in diesem Fall dem deutschen Verband Vorwürfe zu machen.

Versteh mich nicht falsch, ich bin Realist. Ich weiß, dass man nicht mal eben bei einem Kongress auf die Bühne wandert und den Leuten erklärt wie alles viel besser funktionieren würde. Soweit sind wir denke ich einer Meinung. Und dennoch mache ich insbesondere dem DFB und der DFL Vorwürfe. Es ist nämlich nicht so, dass man als einzelner Verband völlig machtlos vor den Strukturen des Weltfußballs steht.
Es ist doch genau genommen sogar so, dass sich im Fußball häufig über die Macht der kleinen Verbände beschwert wird. Also genau die Verbände, deren Vereinsmannschaften im modernen Profifußball viel zu häufig untergehen. Man könnte sich also durchaus Gedanken über die Beschränkung und Umverteilung von Geldströmen im Profifußball machen - mit Financial Fairplay gab es auch zumindest mal einen ersten Vorstoß.

Dann kannst du aber auch Seifert und Co. es nicht übel nehmen zu versuchen den best möglichen Deal rauszuschlagen und die Bundesliga so zu vermarkten, dass sie so viel wie möglich Geld einbringt. Selbst die Vereine wie der BVB und Bayern und auch die anderen Vereine der Bundesliga beteiligen sich ja ganz bewußt daran, mit ihren Asienreisen oder USA-Reisen oder wohin auch immer, damit ein noch besserer Sponsor mit einsteigt.In meinen Augen ist es ein Teufelskreis, der nur durchbrochen werden kann, wenn alle die Schraube zurückdrehen würden, was ich als ziemlich unmöglich ansehe.

Keine Frage, der Job von Seifert wäre ein extrem harter, würde er sich tatsächlich massiv für eine Abkehr von der bisherigen Route einsetzen. Ich sehe das bei ihm aber nicht. Stattdessen setzt langsam auf breiter Front ein Wehklagen ein, dass Bayern München nun schon wieder mit riesigem Vorsprung ins Ziel einläuft. Das ist schon verdammt wenig dafür, dass wir hier von einem deutlichen Makel des "Produktes" Bundesliga sprechen.

Um noch kurz auf die Spieler einzugehen, da ist einfach das Problem, dass ausser ihrem Sport sie nichts interessiert, ich meine es ist ihnen vielleicht nicht komplett egal, aber zumindest beziehen sie keine Stellung zu z.B. politischen Problemen.

Eine interessante Diskussion zwar, aber eine andere ;-)

Die Spieler sind DAS Problem

Kayldall, Luxemburg, Freitag, 14.04.2017, 15:12 (vor 3184 Tagen) @ pappnase

Es ist doch genau genommen sogar so, dass sich im Fußball häufig über die Macht der kleinen Verbände beschwert wird. Also genau die Verbände, deren Vereinsmannschaften im modernen Profifußball viel zu häufig untergehen. Man könnte sich also durchaus Gedanken über die Beschränkung und Umverteilung von Geldströmen im Profifußball machen - mit Financial Fairplay gab es auch zumindest mal einen ersten Vorstoß.

Das kommt doch wieder auf das raus, was ich schrieb, nämlich dass dann alle mitmachen müßten bei dieser Idee der Umverteilung.Alle Verbände müssten mitmachen und die Spieler(die dann weniger bekommen würden dadurch), was ja nicht so einfach ist.Die Idee mag gut sein, aber selbst wenn alle Deutschen das gut finden, was sagt dann der Franzose oder Spanier oder Italiener oder gar Engländer dazu.Kommt ein oder mehrere Verbände, die nicht einverstanden sind und sagen, dann macht doch euer Ding, wir machen nicht mit, funktioniert es nicht.Bayern meckert ja jetzt schon, dass sie fürchten international nicht wettbewerbsfähig zu bleiben, da ja bereits jetzt z.B. in England selbst nicht international spielende Klubs mehr Geld bekommen als sie als dauer Meister.

Ich finde das Prinzip, dass jeder Verband, egal wie klein er ist, genau eine Stimme zu vergeben hat übrigens gut und genau richtig.Sonst wird der Fußball in Zukunft ja nur noch von den paar großen Verbänden bestimmt, wenn die dann 1000 Stimmen vergeben können und die kleinen Verbände nur 1 Stimme, sind die Stimmen der Kleinen unwichtig.Es erinnert mich an die Geschichte, wo sonst auch nur der Adel und der Klerus wählen durfte.Als aber dann der "Tiers-Etat", das niedere Volk auch das Stimmrecht bekam und die reichen Herrschaften sich immer noch sicher waren eine 2/3 Mehrheit zu haben, schwankte das Gleichgewicht dennoch um, da Unzufriedene aus dem niedrigeren Adel und Klerus dann auch für den Vertreter des Volkes stimmten.Jeder eine Stimme, so funktioniert Demokratie und Rummenigge mit seinen Forderungen ist ja nur ein Egoist und Opportunist.

Letztlich sind auch wir Fans Teil des Problems

DreiEckeneinElfer, Freitag, 14.04.2017, 13:22 (vor 3184 Tagen) @ MauriciusQ

Gäbe es weiltweit nicht Milliarden von Fans, würde das Geld auch im Fußball keine so große Rolle spielen.

Letztlich sind auch wir Fans Teil des Problems

Blarry, Essen, Freitag, 14.04.2017, 15:03 (vor 3184 Tagen) @ DreiEckeneinElfer

Die Anzahl der Fans ist weniger das Problem als ihre einseitige Verteilung, wo 95% der Anhänger Fans von 5% aller Klubs sind.

Hand hoch: Wer von euch war zuletzt seinen lokalen Kreisligisten anfeuern?

Letztlich sind auch wir Fans Teil des Problems

DreiEckeneinElfer, Freitag, 14.04.2017, 16:42 (vor 3184 Tagen) @ Blarry

Die Anzahl der Fans ist weniger das Problem als ihre einseitige Verteilung, wo 95% der Anhänger Fans von 5% aller Klubs sind.

Hand hoch: Wer von euch war zuletzt seinen lokalen Kreisligisten anfeuern?

Ich, an den letzten drei Sonntagen! Kreisliga A!

Letztlich sind auch wir Fans Teil des Problems

MauriciusQ, Hamburg, Freitag, 14.04.2017, 15:49 (vor 3184 Tagen) @ Blarry

Die Anzahl der Fans ist weniger das Problem als ihre einseitige Verteilung, wo 95% der Anhänger Fans von 5% aller Klubs sind.

Hand hoch: Wer von euch war zuletzt seinen lokalen Kreisligisten anfeuern?

Bezirks bis Oberliga - regelmäßig

Die Spieler sind DAS Problem

BeefSG, Dortmund, Freitag, 14.04.2017, 12:22 (vor 3184 Tagen) @ MauriciusQ

Die Fußballer sind ja so im Terminstress, dass Sie außer bei extremen Ereignissen (Paris, jetzt Dortmund), gar keine Zeit zum hinterfragen haben. Und im Sommer oder im Winter (Deutschland) ist man zufrieden mit dem System, weil es halt funktioniert und extremen Reichtum bringt.

Zudem glaube ich, dass die Masse der Fußballer, wie auch eine betroffene Bevölkerung eines Landes, ein funktionierendes System gar nicht hinterfragen möchten und zu faul ist, sich mit den Themen der anderen Bereiche im Fußball auseinander zu setzen.
Das stumpfe "weiter gehts" gilt nicht nur für die Fußballbranche. Wie auch Wir wachsen Fußballer mit vorgegeben moralischen Vorstellungen auf. Ich denke aber, dass die kleine eigene Welt bei Fußballern deutlich größer ist, als die eines Arbeitnehmers im Mittelstand.

Stellt euch vor die FIFA kündigt aufeinmal an, dass das Vereinsleben unterstützt werden soll und dadurch Spiele gestrichen werden. Verbände dürfen sowohl im Pokal, als auch in der Liga nicht mehr unendlich viele Spiele ansetzen. Der eigentliche Sinn der Vereine und das Miteinander der einzelnen Gruppen innerhalb eines Vereins solle damit gestärkt werden.
Oder die Spieler treten plötzlich gemeinsam das Spiel am Wochenende nicht an, um sich mit den Kollegen zu solidarisieren. So etwas passiert doch selbst in der Bevölkerung selten.

Das System ist krank!!!

KalleGrabowski, Münster, Freitag, 14.04.2017, 12:39 (vor 3184 Tagen) @ BeefSG

Und im Sommer oder im Winter (Deutschland) ist man zufrieden mit dem System, weil es halt funktioniert und extremen Reichtum bringt.


Das System funktioniert nicht. Das System "Profifussball" ist mittlerweile ein krankes Geschwür, das korrupt ist und sich immer mehr mit Geld aufpumpt, das in den Taschen der Spieler und Berater versickert.

Ich finde einfach, dass die Spieler immer so lange mit dem System zurecht kommen, wie es für sie keine negatigen Folgen hat. Jetzt sind solche extrem negativen Folgen auf unsere Mannschaft zurück gefallen und alle sind schockiert und fragen sich, wie es sein kann, dass man zum Spielen unter diesen Umständen gezwungen wird. Dass diese Zwangsmaßnahme aber letztlich die logische Fortsetzung der ständigen Kommerzialisierung ist und der Prototyp "moderner Fussballprofi" genau diese entscheidend mit voran treibt, scheint mir in der Debatte irgendwie nicht zur Geltung zu kommen

Die Spieler sind DAS Problem

uwelito, Wambel forever, Freitag, 14.04.2017, 12:16 (vor 3184 Tagen) @ MauriciusQ

und das ist nicht persönlich gemeint, sondern systemisch.

Natürlich tun sie das.

Alles, was es an negativen Auswirkungen im Fußball gibt, Zerstückelung der Spieltage, hohe Eintrittspreise, etc. dieent ja nur und ausschließlich dazu mehr Geld zu generieren. Das kommt - fast - ausschließlich den Spielern und ihren Beratern zu gute. Das ist natürlich nichts, was man einem Spieler persönlich vorwerfen kann, aber sie sind die fast ausschließlichen Profiteure.

Sicherlich profitieren die Spieler finanziell von der Expansionsdynamik auf den globalen Märkten in proportional signifikanter Form. Aber sie sind dabei ja keineswegs die treibenden Kräfte dieser Entwicklung.

Es ist zudem nicht richtig, dass sie finanziell am meisten vom Big Business profitieren. Merchandiser, globale Sponsoren, Wettanbieter, Alkohol-Produzenten, die Liste könnte richtig lang werden.

Ich empfehle dazu z.B. mal die leicht bekömmliche Lektüre der von der HSH Nordbank in Auftrag gegebene Studie "Wirtschaftsfaktor Fussball".

Die Spieler sind DAS Problem

stfn84, Köln, Freitag, 14.04.2017, 13:22 (vor 3184 Tagen) @ uwelito

Sicherlich profitieren die Spieler finanziell von der Expansionsdynamik auf den globalen Märkten in proportional signifikanter Form. Aber sie sind dabei ja keineswegs die treibenden Kräfte dieser Entwicklung.

Spieler stellen finanzielle Forderungen. Wenn sie mehr Geld verdienen wollen und ansonsten "androhen" den Verein zu wechseln, muss sich der Verein nach neuen Geldquellen umsehen.
Entsprechend sind die Spieler auch treibende Kräfte der Entwicklung!

Die Spieler sind DAS Problem

uwelito, Wambel forever, Freitag, 14.04.2017, 14:23 (vor 3184 Tagen) @ stfn84

Sicherlich profitieren die Spieler finanziell von der Expansionsdynamik auf den globalen Märkten in proportional signifikanter Form. Aber sie sind dabei ja keineswegs die treibenden Kräfte dieser Entwicklung.


Spieler stellen finanzielle Forderungen. Wenn sie mehr Geld verdienen wollen und ansonsten "androhen" den Verein zu wechseln, muss sich der Verein nach neuen Geldquellen umsehen.
Entsprechend sind die Spieler auch treibende Kräfte der Entwicklung!

Ja, man muss die finanziellen Ressourcen haben, um dabei sein zu können. Und die Forderungen der Spieler hat natürlich Auswirkungen auch auf das Verhalten der einzelnen Vereine. Aber es geht mir hier um wirtschaftliche Akteure, die doch erst einmal gar keine natürlichen Schnittpunkte mit dem Fußball haben. Sie sind auf diesem präzisen Markt nur präsent und somit Teil des System geworden, weil hier Kohle einzustreichen ist. Wenn sie morgen weg sind, dann können die Dogbas und Beckhams fordern was sie wollen, am Ende gibt's in der Regel nur das, was der Markt her gibt.

Die Spieler sind DAS Problem

pappnase, Freitag, 14.04.2017, 13:41 (vor 3184 Tagen) @ stfn84

Spieler stellen finanzielle Forderungen. Wenn sie mehr Geld verdienen wollen und ansonsten "androhen" den Verein zu wechseln, muss sich der Verein nach neuen Geldquellen umsehen.
Entsprechend sind die Spieler auch treibende Kräfte der Entwicklung!

Ein Spieler wird aber nie mehr verdienen als der Markt hergibt. Und wenn Verein X die Forderungen des Spielers erfüllt, die Verein Y als nicht akzeptabel abgetan hat, liegt das Problem nicht am Spieler sondern am System Profifußball. Um zu verhindern, dass der Wahnsinn weitergeht und sich noch steigert muss man nicht zuerst bei den Profis ansetzen, sondern bei denen, die das Geld in den Fußball pumpen.

Die Spieler sind DAS Problem

MauriciusQ, Hamburg, Freitag, 14.04.2017, 13:13 (vor 3184 Tagen) @ uwelito

Es ist zudem nicht richtig, dass sie finanziell am meisten vom Big Business profitieren. Merchandiser, globale Sponsoren, Wettanbieter, Alkohol-Produzenten, die Liste könnte richtig lang werden.

Ich empfehle dazu z.B. mal die leicht bekömmliche Lektüre der von der HSH Nordbank in Auftrag gegebene Studie "Wirtschaftsfaktor Fussball".

Das ist so nicht richtig. Die Merchandiser und Sponsoren stecken ja Geld ins System "Profifußball". Sie bekommen das wieder, aber eben von Außen.

Die Spieler sind DAS Problem

uwelito, Wambel forever, Freitag, 14.04.2017, 13:34 (vor 3184 Tagen) @ MauriciusQ
bearbeitet von uwelito, Freitag, 14.04.2017, 13:48

Es ist zudem nicht richtig, dass sie finanziell am meisten vom Big Business profitieren. Merchandiser, globale Sponsoren, Wettanbieter, Alkohol-Produzenten, die Liste könnte richtig lang werden.

Ich empfehle dazu z.B. mal die leicht bekömmliche Lektüre der von der HSH Nordbank in Auftrag gegebene Studie "Wirtschaftsfaktor Fussball".


Das ist so nicht richtig. Die Merchandiser und Sponsoren stecken ja Geld ins System "Profifußball". Sie bekommen das wieder, aber eben von Außen.

Was meinst du mit von Außen? Ich denke, wenn man den Fussball in seiner finanziellen Struktur betrachtet, letztendlich alle Wechselwirkungen Teil dieses Systems sind. So kann man aus meiner Sicht z.B. nicht einfach eine Grenze ziehen, die korrupte Vorgänge beim Bau von WM-Stadien in Brasilien oder Russland außen vorlässt.Die Milliarden. die da im privaten Taschen verschwinden, sind Teil des Systems Fussball.

Und wenn McDonalds oder Coca Cola oder Bullenplörre Über Jahre Milliarden in den Fussball "stecken", dann sind das doch Investitionen, die am Ende der Vergrößerung der Gewinne dienen sollen. Dass es da ein paar Scheichs oder Chinesen gibt, die sich mal einen Club als Hobby leisten, sind doch da nur die Ausnahme. Natürlich sind es die Spieler, die medial im Fokus stehen und auch sicherlich teilweise richtig fett und genauso überproportional Geld verdienen, wie irgendein ein Betrüger bei VW. Aber es ksteht doch außer Frage, dass die richtig großen Summen woanders fließen.

Anmerkung zum DFB

Karak Varn, Strobelallee 50, Freitag, 14.04.2017, 10:55 (vor 3184 Tagen) @ KalleGrabowski

Mein Senf zum Wochenende:
Der DFB hätte gerne sagen könnten - so von sich aus- :
Kinners; es ist Ostern. Was da in Do passiert ist lässt uns zu den Entscheidungen kommen, die Liga um eine Woche nach hinten zu schieben.
Wir regeln das schon mit der DFL- ist doch nur Organisation.

Gehet dahin und suchet Eier mit Euren Kindern und hofft, dass das Wetter
nicht allzu Scheisse wird.

Aber nö...es stehen Hochbrisanzderbys an. Ein Ostderby. H-Braunschweig und Werder-HSV. Wenn ich Polizist wäre, würde ich vermutlich vom Glauben abfallen.

Auf der DFB hp steht übrigens über den BvB seit 2 Tagen nichts. Aber über Lotte.

Ich weiss nicht. Muss das so?

Anmerkung zum DFB

Franke, Freitag, 14.04.2017, 14:05 (vor 3184 Tagen) @ Karak Varn

Aber nö...es stehen Hochbrisanzderbys an. Ein Ostderby.

DFB-Seite: Rostock gegen Magdeburg: Das "Spiel der Woche" im Faktencheck

H-Braunschweig und Werder-HSV.

DFB-Seite: Werder gegen HSV im Video: Rudi, Raketen und Rekordserien

12. Oktober 1963: Werder Bremen - Hamburger SV 4:2
Wer glaubt, Raketen seien in der Bundesliga erst durch die Ultras in Mode gekommen, muss eines Besseren belehrt werden. Schon beim ersten Nordderby der Bundesliga flog eine aufs Spielfeld. Vielleicht war es dem Absender zu dunkel, denn die zweite Spielhälfte wurde unter Flutlicht ausgetragen worden - damals noch eine Besonderheit in der Bundesliga. Am selben Tag traf übrigens in Karlsruhe eine Rakete den Stuttgarter Willi Entenmann am Kopf. Der Kicker forderte: "Schluß mit dem Unfug!"

Wenn ich Polizist wäre, würde ich vermutlich vom Glauben abfallen.

Auf der DFB hp steht übrigens über den BvB seit 2 Tagen nichts. Aber über Lotte.

Ich weiss nicht. Muss das so?

Anmerkung zum DFB

DreiEckeneinElfer, Freitag, 14.04.2017, 12:33 (vor 3184 Tagen) @ Karak Varn

Also, einen Tag nach dem Anschlag wieder zu spielen und dann ein Spiel was vier Tage danach stattfindet abzusagen, das passt nicht.

Anmerkung zum DFB

naftnevE, Eventfan, Freitag, 14.04.2017, 11:24 (vor 3184 Tagen) @ Karak Varn

Nunja, die eine Seite der Medaille.

Aber die ganze Organisation. Millionen Fans, Sicherheit, Organisation...

Recht hast du, mit schwarzgelber Brille sowieso. Aber für Fußball-Deutschland?

Anmerkung zum DFB

Blarry, Essen, Freitag, 14.04.2017, 11:23 (vor 3184 Tagen) @ Karak Varn

die Liga um eine Woche nach hinten zu schieben.

Bayern und Gladbach/Frankfurt wirds gefallen, am 27.5. um 15:30 Uhr den 34. Spieltag und um 20:30 das Pokalfinale zu spielen.

Wir regeln das schon mit der DFL- ist doch nur Organisation.

Organisation und ca. 400000facher Vertragsbruch. Wer ein Ticket für Samstag kauft, wer sich für Samstag an den Brezelstand unter Block 10 oder als Ordner vor den Sudösteingang einteilen lässt, wer die Dienstpläne seiner untergeordneten Polizeiwache auf "viel Verkehr am Samstag" auslegt, wer weltweit Übertragungsrechte für Samstag verkauft und wer seine Mannschaft auf Fußball am Samstag einstimmt, hat alles Interesse der Welt daran, dass das Spiel auch am Samstag stattfindet.

Anmerkung zum DFB

markus93, Sauerland, Freitag, 14.04.2017, 11:32 (vor 3184 Tagen) @ Blarry

Bayern steht im Pokalfinale?

Anmerkung zum DFB

FliZZa, Sersheim, Freitag, 14.04.2017, 11:48 (vor 3184 Tagen) @ markus93

Bayern steht im Pokalfinale?

Gerade mal zu 95%

Anmerkung zum DFB

markus93, Freitag, 14.04.2017, 11:37 (vor 3184 Tagen) @ markus93

Bayern steht im Pokalfinale?

W. Stark pfeift.

Anmerkung zum DFB

markus93, Sauerland, Freitag, 14.04.2017, 12:04 (vor 3184 Tagen) @ beygo

Alles klar das war mir nicht bewusst.

Eine etwas andere Sicht auf die UEFA und den Prototypen des modernen Profifussballers

der-aplerbecker, 7 km zum Tempel, Freitag, 14.04.2017, 09:49 (vor 3184 Tagen) @ KalleGrabowski

Deinen Wunsch teile ich, Deine Hoffnung, dass es so kommen wird leider nicht. Ich erinnere mich leider noch allzu gut an die Statements und die Krokodilstränen der verschiedensten Funktionäre nach dem Selbstmord Robert Enkes. Alles, was da gesagt wurde, war doch nach 4 Wochen schon begraben (oder hat es nur 2 Wochen gedauert?).
Und letztendlich muss ich mich auch an die eigene Nase fassen und mich fragen, warum ich das System durch meine Anwesenheit, den Kauf meiner Dauerkarte, das Geldausgeben im Stadion noch unterstützen will.
Und dieses Streben nach immer mehr Leistung und immer mehr Geld ist ja nicht auf den Fußball begrenzt. Hier funktioniert der Fußball doch auch nur als Spiegel unserer Gesellschaft und ihrer wirtschaftlichen Strukturen.
Als BVB-Fan kann ich aussteigen, aber was mache ich als Teil unserer Gesellschaft?
Ich weiß es nicht.

Eine etwas andere Sicht auf die UEFA und den Prototypen des modernen Profifussballers

KalleGrabowski, Münster, Freitag, 14.04.2017, 12:43 (vor 3184 Tagen) @ der-aplerbecker

Ich habe da auch keine Hoffnung, dafür ist einfach zu viel Geld im Spiel und so wirklich negative Folgen wie Dienstag gibt es kaum für die Spieler. Warum also umdenken?

Eine etwas andere Sicht auf die UEFA und den Prototypen des modernen Profifussballers

KalleGrabowski, Freitag, 14.04.2017, 04:53 (vor 3184 Tagen) @ KalleGrabowski

Ist doch ganz normal. Solange immer mehr Geld über TV- und Sponsorenverträge in das System fließen, solange werden alle Beteiligten versuchen ihre Schäfchen ins trockene zu bringen. Spieler, wie UEFA, Sponsoren oder Vereinsverantwortliche. Die einen mehr und die anderen weniger. Die einen mit diesen Methoden und die anderen mit diesen. Und hin und wieder gibt es auch widerstrebende Interessen, wie in diesem Fall, aber am Ende sind sie alle Profiteure des großen Systems Fußball. Noch vor ein paar Tagen hat der beste Stürmer des Vereins die Inszenierung seiner Persönlichkeit und seines Sponsors vor Vereinsinteressen gestellt. Kein einziger Spieler hat sich vorgestern geweigert zu spielen. Mancher wollte es nicht wirklich, aber sie alle haben es ertragen und die Schäfchen brav ins trockene gebracht.

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