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Frontal 21 - RKI warnte folgenlos vor 7 Jahren vor jetziger Situation (Corona)

BukausmTal @, Wuppertal, Dienstag, 24. März 2020, 21:51 (vor 68 Tagen)

Guckt bitte Frontal 21 (ZDF,21.15),
beim ersten Beitrag bleibt mir nur ungläubiges Staunen.
Ich habe dank eines engen Verwandten, der Internist ist,schon sehr früh die Entwicklung besorgt betrachtet. Und deshalb mit ihm zusammen lange entsetzt gestaunt, wie das RKI und Spahn die Gefahr bis vor einigen Wochen öffentlich
verharmlost haben.
Aber dass das RKI vor dem jetzt und in den nächsten Wochen kommenden Szenario vor 7 Jahren folgenlos gewarnt hat, mit allen Konsequenzen... einfach Wahnsinn, ich bin sprachlos...

Frontal 21 - RKI warnte folgenlos vor 7 Jahren vor jetziger Situation

Rupo @, Saarland, Mittwoch, 25. März 2020, 19:56 (vor 67 Tagen) @ BukausmTal

Hammer Bericht! Stellt sich die Frage nach den Konsequenzen!

Frontal 21 - RKI warnte folgenlos vor 7 Jahren vor jetziger Situation

FourrierTrans @, Dortmund, Mittwoch, 25. März 2020, 08:28 (vor 68 Tagen) @ BukausmTal

Guckt bitte Frontal 21 (ZDF,21.15),
beim ersten Beitrag bleibt mir nur ungläubiges Staunen.
Ich habe dank eines engen Verwandten, der Internist ist,schon sehr früh die Entwicklung besorgt betrachtet. Und deshalb mit ihm zusammen lange entsetzt gestaunt, wie das RKI und Spahn die Gefahr bis vor einigen Wochen öffentlich
verharmlost haben.
Aber dass das RKI vor dem jetzt und in den nächsten Wochen kommenden Szenario vor 7 Jahren folgenlos gewarnt hat, mit allen Konsequenzen... einfach Wahnsinn, ich bin sprachlos...

An dieser Stelle sei auch noch einmal der TED Talk von Bill Gates zu diesem Thema erwähnt, von 2015. Einfach mal bei Youtube eingeben, man findet es direkt. Bill Gates macht dort auch eine Rechnung auf, was eine Pandemie kosten würde, und was ein nachhaltiges, globales Gesundheitssystem kosten würde.
Der einzige "Vorteil" ist nun, auch die großen Gesellschafter, die Industriellen verlieren weltweit unglaublich viel Geld. Es wird regelrecht verbrannt. Man kann nur hoffen, dass das den Druck derart erhöht auf die Politik, dass dieses Thema endlich ernsthaft angegangen wird.
Auch die unendliche Gier nach Wachstum in der Wirtschaft wird so nicht mehr aufrechtzuerhalten zu sein (der Automotivesektor hat dies ja auch schon Monate vor Corona zu spüren bekommen). Auf Kante genähte Lieferketten ohne Netz und doppelten Boden müssen grundlegend überdacht werden, denn machen wir uns nichts vor, VW und co. wären aktuell auch ohne Corona dicht oder in maximaler Kurzarbeit. Bei uns (Zulieferkonzern) liefen vor Wochen schon die ersten konkreten Maßnahmen zur Vorbereitung von Kurzarbeit u. ä., weil einfach die Teile aus China fehlten, im dramatischen Ausmaß. Je tiefer diese Wunde nun gerissen wird durch Corona, desto nachhaltiger wird man solche Punkte überdenken.

Dennoch: Ich denke man wird durch diese Krise kommen. Mittelfristig stehen noch viele Fragezeichen im Raum, denn die Isolation wird pandemietechnisch einen positiven Effekt haben, aber wie lange kann man das so aufrecht erhalten? Wo kann man in 3-4 Wochen lockern? Diese Dinge gilt es nun auszuwerten und entsprechend nach und nach zu applizieren.

Wie viel hätten 20 Mrd Schutzmasken auf Lager gekostet und Schutzausrüstung

hardbreak, Ort, Mittwoch, 25. März 2020, 00:17 (vor 68 Tagen) @ BukausmTal

Und wie viel hätte man dadurch gespart anstatt sie heute für den 25 Fachen und noch höhere Preise nicht zu bekommen.
(Angeblich normal nur 3 Cent)
Und hätten nicht viele Maßnahmen verhindert werden könne wenn man einfach alle Bundesbürger dazu angehalten hätte ab einen bestimmten Tag wie in Asien eine zu tragen.

Anstatt das heute Fake news verbreitet werden das das ja nicht so viel bringt nur aus dem Grund da man nicht mal für das medizinische personal genug hat.

Wie viel hätten 20 Mrd Schutzmasken auf Lager gekostet und Schutzausrüstung

Weeman @, Hinterm Knauber, Mittwoch, 25. März 2020, 09:16 (vor 68 Tagen) @ hardbreak

Und hätten nicht viele Maßnahmen verhindert werden könne wenn man einfach alle Bundesbürger dazu angehalten hätte ab einen bestimmten Tag wie in Asien eine zu tragen.

Dann hätten 2 % der Bürger Atemschutzmasken gehabt und gehamstert wie die Idioten. Und die wichtigen Stellen würden noch schlechter versorgt.

Anstatt das heute Fake news verbreitet werden das das ja nicht so viel bringt

Das sind keine "Fake News". Nur ist die Antwort etwas schwieriger als "hilfreich" oder "nicht hilfreich".

Wie viel hätten 20 Mrd Schutzmasken auf Lager gekostet und Schutzausrüstung

hardbreak, Ort, Mittwoch, 25. März 2020, 12:25 (vor 67 Tagen) @ Weeman

Und hätten nicht viele Maßnahmen verhindert werden könne wenn man einfach alle Bundesbürger dazu angehalten hätte ab einen bestimmten Tag wie in Asien eine zu tragen.


Dann hätten 2 % der Bürger Atemschutzmasken gehabt und gehamstert wie die Idioten. Und die wichtigen Stellen würden noch schlechter versorgt.

Dann war das Falsch formuliert natürlich nur wenn man Mrd auf Halde hat und nicht jetzt.

Anstatt das heute Fake news verbreitet werden das das ja nicht so viel bringt


Das sind keine "Fake News". Nur ist die Antwort etwas schwieriger als "hilfreich" oder "nicht hilfreich".

Ja es sind Fake News weil man den Nachtsatz Mangel einfach weg lässt.

Wie viel hätten 20 Mrd Schutzmasken auf Lager gekostet und Schutzausrüstung

Weeman @, Hinterm Knauber, Mittwoch, 25. März 2020, 12:31 (vor 67 Tagen) @ hardbreak

Dann war das Falsch formuliert natürlich nur wenn man Mrd auf Halde hat und nicht jetzt.


Captain Hindsight bringt nur leider überhaupt nichts.

Das sind keine "Fake News". Nur ist die Antwort etwas schwieriger als "hilfreich" oder "nicht hilfreich".


Ja es sind Fake News weil man den Nachtsatz Mangel einfach weg lässt.

Alles Fake News wenn man noch selber nachdenken muss?

Wie viel hätten 20 Mrd Schutzmasken auf Lager gekostet und Schutzausrüstung

hardbreak, Ort, Mittwoch, 25. März 2020, 13:18 (vor 67 Tagen) @ Weeman

Alles Fake News wenn man noch selber nachdenken muss?

Das musst du mir nicht sagen aber da draußen gibt es mehr als genügend Leute die nicht fähig sind solche zusammenhänge her zu stellen.
Siehst du daran das immer wieder Fragen zu diesem Thema kommen.

Wie viel hätten 20 Mrd Schutzmasken auf Lager gekostet und Schutzausrüstung

Weeman @, Hinterm Knauber, Mittwoch, 25. März 2020, 13:29 (vor 67 Tagen) @ hardbreak

Das musst du mir nicht sagen aber da draußen gibt es mehr als genügend Leute die nicht fähig sind solche zusammenhänge her zu stellen.
Siehst du daran das immer wieder Fragen zu diesem Thema kommen.

Dadurch werden die News aber nicht Fake.

Wie viel hätten 20 Mrd Schutzmasken auf Lager gekostet und Schutzausrüstung

hardbreak, Ort, Mittwoch, 25. März 2020, 14:14 (vor 67 Tagen) @ Weeman

Doch wenn ich sage es nützt nix bei Privatpersonen obwohl die Intention eine ganz andere ist.

Wie viel hätten 20 Mrd Schutzmasken auf Lager gekostet und Schutzausrüstung

Kruemelmonster09 @, Mittwoch, 25. März 2020, 08:06 (vor 68 Tagen) @ hardbreak

Ernst gemeinte Frage:
Kann Schutzausrüstung ablaufen? Kann der Verbandskasten im KFZ ja auch.

Falls ja, könnte das ein Grund sein. Dass man alle paar Jahre eine große Anzahl an abgelaufener Schutzausrüstung wegschmeißen müsste.

Auch hier wäre am falschen Ende gespart, aber das würde den Preis nochmal erhöhen so dass man das Zögern bei der Vorratsbeschaffung zumindest ein wenig verstehen könnte.

Wie viel hätten 20 Mrd Schutzmasken auf Lager gekostet und Schutzausrüstung

hardbreak, Ort, Mittwoch, 25. März 2020, 12:28 (vor 67 Tagen) @ Kruemelmonster09

Ernst gemeinte Frage:
Kann Schutzausrüstung ablaufen? Kann der Verbandskasten im KFZ ja auch.

Falls ja, könnte das ein Grund sein. Dass man alle paar Jahre eine große Anzahl an abgelaufener Schutzausrüstung wegschmeißen müsste.

Das muss nicht sein wenn man einfach wie bei anderen Materialien Essen ÖL etc einfach Durchtauscht.

Wie viel hätten 20 Mrd Schutzmasken auf Lager gekostet und Schutzausrüstung

pactum Trotmundense, Syburg, Mittwoch, 25. März 2020, 09:04 (vor 68 Tagen) @ Kruemelmonster09

Ernst gemeinte Frage:
Kann Schutzausrüstung ablaufen?

Ja. Jedes Material wird irgendwann porös. Meist durch Wärme und UV-Einstrahlung. Aber es gibt viele Effekte. Die Haltbarkeitsdaten sind aber konservativ um quasi auf diese Weise auch noch einmal dafür zu sorgen, dass sie immer aktuell bleibt, da im Gesundheitssystem entsprechend nach dieses Daten erneuert wird. Man kann auch abgelaufenes Material verwenden. Nur wie lange nach dem Ablaufdatum ist eben nicht mehr sicher zu sagen.

Wie viel hätten 20 Mrd Schutzmasken auf Lager gekostet und Schutzausrüstung

Blarry @, Essen, Mittwoch, 25. März 2020, 09:12 (vor 68 Tagen) @ pactum Trotmundense

Zusätzlich könnte ich mir vorstellen, dass man berufshaftpflichtversicherungstechnisch komplett in die Bredouille gerät, wenn man aufgrund nicht mehr verkehrssicherer Schutzausrüstung Infektionen verbreitet oder selber infiziert wird. Wenn da nicht gerade ein akuter Katastrophenfall eintritt, dürfte kein Arzt seine finanzielle Sicherheit und/oder berufliche Zukunft aufs Spiel setzen.

Wie viel hätten 20 Mrd Schutzmasken auf Lager gekostet und Schutzausrüstung

pactum Trotmundense, Syburg, Mittwoch, 25. März 2020, 12:13 (vor 67 Tagen) @ Blarry

Das spielt in der Tat auch eine Rolle. Schutzmaterialien werden immer so benutzt, dass man die Ältesten als nächstes verbraucht. Normalerweise kommt man nie in die Nähe eines Ablaufdatums, sonst hat man zu viel bestellt (inkl. Notfallraserven). Je nach Notfallplan haben die Materialien schon ein Jahr oder länger "auf Halde" gelegen. In Zeiten von Arztpraxen und Krankenhäusern, die auf Wirtschaftlichkeit und Gewinn getrimmt sind, dürfte so ein Lager in der Regel aber deutlich kleiner sein.

Wie viel hätten 20 Mrd Schutzmasken auf Lager gekostet und Schutzausrüstung

NintendoDS ⌂ @, Dortmund, Mittwoch, 25. März 2020, 02:52 (vor 68 Tagen) @ hardbreak
bearbeitet von NintendoDS, Mittwoch, 25. März 2020, 02:55

Die Ausrüstung wäre dann aber vorrätig - SOFORT verfügbar, das ist sie jetzt aber nicht. Sie fehlt - und zwar an ganz entscheidenden Stellen. Und das ist ein gravierender Unterschied.

Wie viel hätten 20 Mrd Schutzmasken auf Lager gekostet und Schutzausrüstung

BukausmTal @, Wuppertal, Mittwoch, 25. März 2020, 00:30 (vor 68 Tagen) @ hardbreak

Und wie viel hätte man dadurch gespart anstatt sie heute für den 25 Fachen und noch höhere Preise nicht zu bekommen.
(Angeblich normal nur 3 Cent)
Und hätten nicht viele Maßnahmen verhindert werden könne wenn man einfach alle Bundesbürger dazu angehalten hätte ab einen bestimmten Tag wie in Asien eine zu tragen.>

Das Tragische ist, dass selbst Kliniken viel zu wenig Material haben, schon vor der kommenden Explosion der Fallzahlen.
Meine Freundin arbeitet in einer Klinik der Heliosgruppe.
Es gibt nur dünne Masken für die MitarbeiterInnen, die laut Drosten keine Schutzfunktion für die Tragenden haben.
Es handelt sich zwar nicht um eine Klinik für Coronafälle, aber die Ausstattung müsste in sämtlichen medizinischen Bereichen ja ausreichend für den Schutz der MitarbeiterInnen gewährt werden.

Wie viel hätten 20 Mrd Schutzmasken auf Lager gekostet und Schutzausrüstung

Tom Frost @, Mittwoch, 25. März 2020, 06:13 (vor 68 Tagen) @ BukausmTal

Meine Freundin arbeitet in einer Klinik der Heliosgruppe.
Es gibt nur dünne Masken für die MitarbeiterInnen, die laut Drosten keine Schutzfunktion für die Tragenden haben.
Es handelt sich zwar nicht um eine Klinik für Coronafälle, aber die Ausstattung müsste in sämtlichen medizinischen Bereichen ja ausreichend für den Schutz der MitarbeiterInnen gewährt werden.

Das mit den Masken habe ich noch nicht ganz verstanden, wieso hilft es, wenn Infizierte sie tragen?
Wieso hilft es nicht, wenn Gesunde sie tragen?

Umgekehrt fänd ich es sogar naheliegender, dass bei einer Hustenattacke der Mundschutz verrutscht oder der Druck zu groß ist und man die Viren durchbläst.

Zur Wirkung der Masken

BukausmTal @, Wuppertal, Mittwoch, 25. März 2020, 09:24 (vor 68 Tagen) @ Tom Frost

Das mit den Masken habe ich noch nicht ganz verstanden, wieso hilft es, wenn Infizierte sie tragen?>

Das Virus wird besonders intensiv durch Husten und Nießen heruasgeschleudert. Auch der nahe Atem ist gefährlich, da das Virus über die Atemwege (Tröpfcheninfektion) übertragen wird.Wenn Infizierte auch nur einfache Masken tragen, wird die Viruslast nicht völlig ungebremst ausgestoßen. Bei der Frage der möglichen Infektion spielt auch die Virusmenge eine große Rolle. Ebenso kann die Virusmenge einen wichtigen Parameter für den Verlauf der Infektion spielen. Es gibt bei Experten die Annahme, dass schwere Verläufe, z.B. bei jungen Menschen, durch eine große Virusmenge begünstigt werden können. Wenn viele Viren direkt in der Lunge landen, ist eine Lungenentzündungt wahrscheinlicher. Eine Infektion nur der oberen Atemwege hat den Vorteil, dass der Körper erstmal Antikörper bilden und sein Imunsystem hochfahren kann.>

Wieso hilft es nicht, wenn Gesunde sie tragen?

Papiermasken bringen nichts, wenn feinere Aerosole von Viren in der Luft sind. Wenn du z.B. in einem engen Aufzug mit einer infizierten Person zusammen stehst, bist du nicht geschützt.(Ich würde Aufzugfahren deshalb unbedingt meiden, auch am Arbeitsplatz.)
Schutzmasken haben unterschiedliche Katergorien, FFP1, FFP2 und FFP3.
FPP3 Masken bringen auch einen gewissen Schutz vor dem Coronavirus, gerade in der unmittelbaren Nähe von Infizierten. Dafür muss die Maske, die einen Filter für die Luft hat, genaus sitzen und abschließen. Die FFP3 Masken werden weltweit auch von Ärzten, PflegerInnen und Rettungskräften eingesetzt und bieten noch den besten Schutz. Ein Tipp für die glücklichen Besitzer von FFP2 oder FFP3 - Masken- man kann sie nach Gebrauch bei 70 Grad im Backofen desinfizieren. Generell muss man bei den Masken aufpassen, dass sie nicht durchfeuchten. Mein Verwandter (Internist) benutzt in seiner Praxis FFP 3 Masken im Wechsel, lässt sie trocknen und benutzt sie wieder(vorsichtig, nicht vorne von außen anfassen!).

Wie viel hätten 20 Mrd Schutzmasken auf Lager gekostet und Schutzausrüstung

Sascha @, Dortmund, Mittwoch, 25. März 2020, 07:13 (vor 68 Tagen) @ Tom Frost

Meine Freundin arbeitet in einer Klinik der Heliosgruppe.
Es gibt nur dünne Masken für die MitarbeiterInnen, die laut Drosten keine Schutzfunktion für die Tragenden haben.
Es handelt sich zwar nicht um eine Klinik für Coronafälle, aber die Ausstattung müsste in sämtlichen medizinischen Bereichen ja ausreichend für den Schutz der MitarbeiterInnen gewährt werden.


Das mit den Masken habe ich noch nicht ganz verstanden, wieso hilft es, wenn Infizierte sie tragen?
Wieso hilft es nicht, wenn Gesunde sie tragen?

Umgekehrt fänd ich es sogar naheliegender, dass bei einer Hustenattacke der Mundschutz verrutscht oder der Druck zu groß ist und man die Viren durchbläst.

Letztendlich ist es ein simples Rechenbeispiel: Ein Infizierter kann rund drei Personen anstecken. Es ist also eigentlich sinnvoller, bei dem Infizierten dafür zu sorgen, dass er die Viren nicht weiter verbreitet, weil du dafür nur eine Maske brauchst. Geht man den Weg, die Gesunden mit Schutzausrüstung auszustatten, brauchst du drei Masken.

Idealerweise macht man natürlich beides, um das Ansteckungsrisiko fast auszuschließen. Wenn du aber zu wenig hast, ist der Infizierte als Ausgangspunkt der Schutzmaßnahme die effektivere Methode.

Wie viel hätten 20 Mrd Schutzmasken auf Lager gekostet und Schutzausrüstung

Tom Frost @, Mittwoch, 25. März 2020, 10:37 (vor 68 Tagen) @ Sascha

Meine Freundin arbeitet in einer Klinik der Heliosgruppe.
Es gibt nur dünne Masken für die MitarbeiterInnen, die laut Drosten keine Schutzfunktion für die Tragenden haben.
Es handelt sich zwar nicht um eine Klinik für Coronafälle, aber die Ausstattung müsste in sämtlichen medizinischen Bereichen ja ausreichend für den Schutz der MitarbeiterInnen gewährt werden.


Das mit den Masken habe ich noch nicht ganz verstanden, wieso hilft es, wenn Infizierte sie tragen?
Wieso hilft es nicht, wenn Gesunde sie tragen?

Umgekehrt fänd ich es sogar naheliegender, dass bei einer Hustenattacke der Mundschutz verrutscht oder der Druck zu groß ist und man die Viren durchbläst.


Letztendlich ist es ein simples Rechenbeispiel: Ein Infizierter kann rund drei Personen anstecken. Es ist also eigentlich sinnvoller, bei dem Infizierten dafür zu sorgen, dass er die Viren nicht weiter verbreitet, weil du dafür nur eine Maske brauchst. Geht man den Weg, die Gesunden mit Schutzausrüstung auszustatten, brauchst du drei Masken.

Idealerweise macht man natürlich beides, um das Ansteckungsrisiko fast auszuschließen. Wenn du aber zu wenig hast, ist der Infizierte als Ausgangspunkt der Schutzmaßnahme die effektivere Methode.

Leuchtet komplett ein. Ich hatte hier und da verkürzt gelesen, es nütze nur bei den Infizierten, und nicht, dass bei wenig verfügbaren Masken diese besser auf die Infizierten verteilt werden.
Danke auch für die ausführliche Antwort von BukausdemTal.

Wie viel hätten 20 Mrd Schutzmasken auf Lager gekostet und Schutzausrüstung

MDomi, Mittwoch, 25. März 2020, 06:44 (vor 68 Tagen) @ Tom Frost

Es hilft wenn Gesunde sie tragen. Im Mangel macht es aber mehr Sinn bei Infizierten und Ärzten.

Aber mal ganz davon ab. Richtig umgehen damit tut so gut wie niemand ohne Ausbildung in dem Bereich. Und selbst dort nicht.

Wie viel hätten 20 Mrd Schutzmasken auf Lager gekostet und Schutzausrüstung

Tom Frost @, Mittwoch, 25. März 2020, 06:51 (vor 68 Tagen) @ MDomi

Danke!

Wie viel hätten 20 Mrd Schutzmasken auf Lager gekostet und Schutzausrüstung

HoschUn, Ort, Mittwoch, 25. März 2020, 00:26 (vor 68 Tagen) @ hardbreak

Und wie viel hätte man dadurch gespart anstatt sie heute für den 25 Fachen und noch höhere Preise nicht zu bekommen.
(Angeblich normal nur 3 Cent)
Und hätten nicht viele Maßnahmen verhindert werden könne wenn man einfach alle Bundesbürger dazu angehalten hätte ab einen bestimmten Tag wie in Asien eine zu tragen.

Anstatt das heute Fake news verbreitet werden das das ja nicht so viel bringt nur aus dem Grund da man nicht mal für das medizinische personal genug hat.

Schutzmasken lassen sich für 5 Jahre einlagern. 20 Milliarden wären in ungefähr die halbe weltweite Produktion eines Jahres. Würde man soviele Masken aller 5 Jahre einlagern, dann wäre der Preis deutlich höher als nur 3 Cent.

Wie viel hätten 20 Mrd Schutzmasken auf Lager gekostet und Schutzausrüstung

hardbreak, Ort, Mittwoch, 25. März 2020, 01:04 (vor 68 Tagen) @ HoschUn

Du weist schon das wir und viele viele andere Länder auch Lebensmittel eingelagert haben?

Die werden einfach regelmäßig umgeschlagen damit die Sachen frisch bleiben.

Und ja die zahl mag hoch sein aber richtig angewendet dürfte der tägliche bedarf nur in Deutschland bei über 100 Mio liegen.

Wie viel hätten 20 Mrd Schutzmasken auf Lager gekostet und Schutzausrüstung

Weeman @, Hinterm Knauber, Mittwoch, 25. März 2020, 09:13 (vor 68 Tagen) @ hardbreak

Du weist schon das wir und viele viele andere Länder auch Lebensmittel eingelagert haben?

Die aber verbraucht werden. Hätte man seit der letzten Pandemie dauerhaft so viele Masken auf Lager gehabt, hätte es regelmässig viel Müll produziert und sehr viel für Herstellung, Lagerung und Entsorgung gekostet. Und das ganze muss dann auch noch organisiert werden.

Wie viel hätten 20 Mrd Schutzmasken auf Lager gekostet und Schutzausrüstung

hardbreak, Ort, Mittwoch, 25. März 2020, 13:04 (vor 67 Tagen) @ Weeman

Die kann man auch durchwechseln.
Und man könnte sogar als Zwischenlager für die Hersteller fungieren damit die immer gleichmäßig produzieren können.

Wie viel hätten 20 Mrd Schutzmasken auf Lager gekostet und Schutzausrüstung

Weeman @, Hinterm Knauber, Mittwoch, 25. März 2020, 13:09 (vor 67 Tagen) @ hardbreak

Die kann man auch durchwechseln.
Und man könnte sogar als Zwischenlager für die Hersteller fungieren damit die immer gleichmäßig produzieren können.

Das mit dem Captain Hindsight hab ich ja schon erwähnt...
Für die Zukunft kann man das gerne probieren. Kann aber auch kritisiert werden und ist extrem teuer. Auch wenn der Müll minimiert werden könnte. Was an sich eigentlich nicht sein kann, wenn das Notlager viel mehr Masken fassen muss als durch den normalen Betrieb verbraucht wird.

Wie viel hätten 20 Mrd Schutzmasken auf Lager gekostet und Schutzausrüstung

hardbreak, Ort, Mittwoch, 25. März 2020, 13:27 (vor 67 Tagen) @ Weeman

Die kann man auch durchwechseln.
Und man könnte sogar als Zwischenlager für die Hersteller fungieren damit die immer gleichmäßig produzieren können.


Das mit dem Captain Hindsight hab ich ja schon erwähnt...
Für die Zukunft kann man das gerne probieren. Kann aber auch kritisiert werden und ist extrem teuer. Auch wenn der Müll minimiert werden könnte. Was an sich eigentlich nicht sein kann, wenn das Notlager viel mehr Masken fassen muss als durch den normalen Betrieb verbraucht wird.

Warum sagst du zu mir eigentlich Captain Hindsight wenn ich auf eine normale Sache antworte?
Obwohl ich das systematische durchwechseln von Lagermaterialien für das normalste der Welt halte und deswegen nicht extra erwähnt habe?
Da bist du hier an der Falschen Adresse.
Und der Entsorgungsgrad hängt ja von der Haltbarkeit ab.
Und würde man hier mehr Rücksicht nehmen wie in Asien wäre auch der verbrauch höher.
Und auch in Arztpraxen wäre eine Anwendung bei Patienten auch ohne corona sehr sinnvoll.
Ich hab es nicht erst einmal erlebt das jemand vom Arzt mit einer Infektionskrankheit wieder gekommen ist.

Wie viel hätten 20 Mrd Schutzmasken auf Lager gekostet und Schutzausrüstung

Weeman @, Hinterm Knauber, Mittwoch, 25. März 2020, 13:33 (vor 67 Tagen) @ hardbreak

Obwohl ich das systematische durchwechseln von Lagermaterialien für das normalste der Welt halte und deswegen nicht extra erwähnt habe?

Das ist bei den Mengen, die für so einen aktuellen Notfall nötig sind, aber nicht das normalste der Welt.

Und der Entsorgungsgrad hängt ja von der Haltbarkeit ab.
Und würde man hier mehr Rücksicht nehmen wie in Asien wäre auch der verbrauch höher.

Ist aber nicht so.

Und auch in Arztpraxen wäre eine Anwendung bei Patienten auch ohne corona sehr sinnvoll.

Machen wir aber nicht.

Ich hab es nicht erst einmal erlebt das jemand vom Arzt mit einer Infektionskrankheit wieder gekommen ist.

Ja trotzdem haben wir unser Verhalten nicht angepasst bisher. Weswegen auch der Verbrauch nicht höher ist. Wodurch der Entsorgungsgrad und die Kosten höher wären.

Frontal 21 - RKI warnte folgenlos vor 7 Jahren vor jetziger Situation

HoschUn, Ort, Dienstag, 24. März 2020, 22:44 (vor 68 Tagen) @ BukausmTal

Es gab vor 17 Jahren schon mal eine Corona-Epidemie, damals noch SARS genannt, aber danach wurden alle privatwirtschaftlichen Forschungen zu einem Impfstoff eingestellt, denn für die Pharmaindustrie ist es nun mal nicht wirtschaftlich an solchen vermeintlich seltenen oder besiegten Krankheiten zu forschen. Heute dürfte die Menschheit anderer Meinung sein. Das ist halt auch ein systemisches Problem in einem nur noch auf shareholder value getrimmten Gesundheitssystem. Von den vorrätigen Intensivplätzen, Geräten und Ausstattung bis hin zur Frage für welche Krankheiten überhaupt in Forschung investiert wird.

Frontal 21 - RKI warnte folgenlos vor 7 Jahren vor jetziger Situation

Nietzsche, Dienstag, 24. März 2020, 23:38 (vor 68 Tagen) @ HoschUn

Das ist halt auch ein systemisches Problem in einem nur noch auf shareholder value getrimmten Gesundheitssystem. Von den vorrätigen Intensivplätzen, Geräten und Ausstattung bis hin zur Frage für welche Krankheiten überhaupt in Forschung investiert wird.

Das kann gar nicht sein. Der Markt regelt das doch alles. Alles andere ist kommunistische Träumerei.

Frontal 21 - RKI warnte folgenlos vor 7 Jahren vor jetziger Situation

-RoB- @, 35 KM vom WS entfernt, Mittwoch, 25. März 2020, 12:17 (vor 67 Tagen) @ Nietzsche

Das kann gar nicht sein. Der Markt regelt das doch alles. Alles andere ist kommunistische Träumerei.

Das Setup von Krankenhäusern und entsprechende Gesundheitsversorgung mag ein anderes (ebenso komplexes und schwieriges, aber für mich als Otto-Normaldenker leichter lösbar scheinendes) Thema sein.

Aber bezogen auf Pharmazieforschung, würde ich Dich einfach mal fragen wollen, wie Du denn Forschungen finanzieren (und auch priorisieren!) willst ohne wirtschaftliche Faktoren, wie zB Gewinn/Renditeerwartung für das Ganze?

Was mir mindestens genauso auf die Nerven geht, wie "der Markt regelt" ist nämlich das stumpfe "das System ist scheisse/ausbeuterisch" ohne realistische und konkrete Alternativvorschläge.

Frontal 21 - RKI warnte folgenlos vor 7 Jahren vor jetziger Situation

hardbreak, Ort, Mittwoch, 25. März 2020, 13:06 (vor 67 Tagen) @ -RoB-

Das kann gar nicht sein. Der Markt regelt das doch alles. Alles andere ist kommunistische Träumerei.


Das Setup von Krankenhäusern und entsprechende Gesundheitsversorgung mag ein anderes (ebenso komplexes und schwieriges, aber für mich als Otto-Normaldenker leichter lösbar scheinendes) Thema sein.

Aber bezogen auf Pharmazieforschung, würde ich Dich einfach mal fragen wollen, wie Du denn Forschungen finanzieren (und auch priorisieren!) willst ohne wirtschaftliche Faktoren, wie zB Gewinn/Renditeerwartung für das Ganze?

Die Allgemeinheit finanziert heute schon sehr sehr viel während die gewinne daraus oft bei den Privaten bleiben.

Was mir mindestens genauso auf die Nerven geht, wie "der Markt regelt" ist nämlich das stumpfe "das System ist scheisse/ausbeuterisch" ohne realistische und konkrete Alternativvorschläge.

Die gibt es mehr als genug.
Problem es müssen immer alt eingesessene Machtstrukturen zerschlagen werden und damit Leute auf ihre Pfründe verzichten.

Frontal 21 - RKI warnte folgenlos vor 7 Jahren vor jetziger Situation

Intertanked @, Berlin, Mittwoch, 25. März 2020, 15:35 (vor 67 Tagen) @ hardbreak

Das kann gar nicht sein. Der Markt regelt das doch alles. Alles andere ist kommunistische Träumerei.


Das Setup von Krankenhäusern und entsprechende Gesundheitsversorgung mag ein anderes (ebenso komplexes und schwieriges, aber für mich als Otto-Normaldenker leichter lösbar scheinendes) Thema sein.

Aber bezogen auf Pharmazieforschung, würde ich Dich einfach mal fragen wollen, wie Du denn Forschungen finanzieren (und auch priorisieren!) willst ohne wirtschaftliche Faktoren, wie zB Gewinn/Renditeerwartung für das Ganze?

Die Allgemeinheit finanziert heute schon sehr sehr viel während die gewinne daraus oft bei den Privaten bleiben.

Ich bin ja bei dir zu Privatisierung der Krankenhäuser / Bahn etc.
Hab neulich Mehdorn beim Spazieren gesehen. Hätte den gerne gehau... beschimpft.
Aber, so ich Drosten verstanden habe, wird seit 15 Jahren in staatlichen Einrichtungen und bei der WHO zum Corona-Virus geforscht.

Und der Fakt, dass eben das ganze Wirtschaftssystem bedroht wird, inklusive aller reichen Länder, führt doch in diesem Fall dazu, dass die Forschung in völligem 'Breakneck-Speed' vor sich geht.

Virus bekannt seit Januar -> April beginnen erste Impfstoff-Tests an Patienten.

Man sitzt nun nicht mit einem unbekannten Virus irgendwo in Afrika rum und die Pharmaindustrie gähnt leise.

Frontal 21 - RKI warnte folgenlos vor 7 Jahren vor jetziger Situation

hardbreak, Ort, Mittwoch, 25. März 2020, 15:45 (vor 67 Tagen) @ Intertanked


Und der Fakt, dass eben das ganze Wirtschaftssystem bedroht wird, inklusive aller reichen Länder, führt doch in diesem Fall dazu, dass die Forschung in völligem 'Breakneck-Speed' vor sich geht.

Virus bekannt seit Januar -> April beginnen erste Impfstoff-Tests an Patienten.

Man sitzt nun nicht mit einem unbekannten Virus irgendwo in Afrika rum und die Pharmaindustrie gähnt leise.

Das geht aber nur weil man schon sehr viel wissen hat und auch Baukästen entwickelt hat die sehr universell sind.
Man muss ja nur schauen wie lange wir schon an HIV dran sind und jetzt erst vor zwei drei Wochen wieder der Fall eines geheilten durch die Zeitungen ging.

Frontal 21 - RKI warnte folgenlos vor 7 Jahren vor jetziger Situation

HoschUn, Ort, Dienstag, 24. März 2020, 23:42 (vor 68 Tagen) @ Nietzsche

Das ist halt auch ein systemisches Problem in einem nur noch auf shareholder value getrimmten Gesundheitssystem. Von den vorrätigen Intensivplätzen, Geräten und Ausstattung bis hin zur Frage für welche Krankheiten überhaupt in Forschung investiert wird.


Das kann gar nicht sein. Der Markt regelt das doch alles. Alles andere ist kommunistische Träumerei.

Bis 1985 durften Krankenhäuser keine Gewinne machen. Sie waren per Definition gemeinnützig und Teil der Daseinsvorsorge. Das Wort "Daseinsvorsorge" sollte nach dieser Krise vielleicht ein revival in der pol. Diskussion erleben.

Frontal 21 - RKI warnte folgenlos vor 7 Jahren vor jetziger Situation

hardbreak, Ort, Mittwoch, 25. März 2020, 00:02 (vor 68 Tagen) @ HoschUn

Das ist halt auch ein systemisches Problem in einem nur noch auf shareholder value getrimmten Gesundheitssystem. Von den vorrätigen Intensivplätzen, Geräten und Ausstattung bis hin zur Frage für welche Krankheiten überhaupt in Forschung investiert wird.


Das kann gar nicht sein. Der Markt regelt das doch alles. Alles andere ist kommunistische Träumerei.


Bis 1985 durften Krankenhäuser keine Gewinne machen. Sie waren per Definition gemeinnützig und Teil der Daseinsvorsorge. Das Wort "Daseinsvorsorge" sollte nach dieser Krise vielleicht ein revival in der pol. Diskussion erleben.

So lange es einige Privsatkliniken für die Reichen und Schönen gibt ist das doch alles ok.
Wie agieren eigentlich die Privaten Klinikbetreiber aktuell in Deutschland im Vergleich zu den anderen Krankenhäusern?

Frontal 21 - RKI warnte folgenlos vor 7 Jahren vor jetziger Situation

Lutz09 @, Tor zum Sauerland, Mittwoch, 25. März 2020, 08:36 (vor 68 Tagen) @ hardbreak

Das ist halt auch ein systemisches Problem in einem nur noch auf shareholder value getrimmten Gesundheitssystem. Von den vorrätigen Intensivplätzen, Geräten und Ausstattung bis hin zur Frage für welche Krankheiten überhaupt in Forschung investiert wird.


Das kann gar nicht sein. Der Markt regelt das doch alles. Alles andere ist kommunistische Träumerei.


Bis 1985 durften Krankenhäuser keine Gewinne machen. Sie waren per Definition gemeinnützig und Teil der Daseinsvorsorge. Das Wort "Daseinsvorsorge" sollte nach dieser Krise vielleicht ein revival in der pol. Diskussion erleben.


So lange es einige Privsatkliniken für die Reichen und Schönen gibt ist das doch alles ok.
Wie agieren eigentlich die Privaten Klinikbetreiber aktuell in Deutschland im Vergleich zu den anderen Krankenhäusern?

Was bitte haben jetzt Privatkliniken in dieser Diskussion zu suchen?

Frontal 21 - RKI warnte folgenlos vor 7 Jahren vor jetziger Situation

hardbreak, Ort, Mittwoch, 25. März 2020, 13:08 (vor 67 Tagen) @ Lutz09

In einem andern Strang ging es um Sozialdarwinismus und das Leute Vorschläge machen unter denen sie selber nicht Leiden oder sterben werden.

Frontal 21 - RKI warnte folgenlos vor 7 Jahren vor jetziger Situation

Will Kane @, Saarbrücken, Dienstag, 24. März 2020, 22:19 (vor 68 Tagen) @ BukausmTal

Guckt bitte Frontal 21 (ZDF,21.15),
beim ersten Beitrag bleibt mir nur ungläubiges Staunen.
Ich habe dank eines engen Verwandten, der Internist ist,schon sehr früh die Entwicklung besorgt betrachtet. Und deshalb mit ihm zusammen lange entsetzt gestaunt, wie das RKI und Spahn die Gefahr bis vor einigen Wochen öffentlich
verharmlost haben.
Aber dass das RKI vor dem jetzt und in den nächsten Wochen kommenden Szenario vor 7 Jahren folgenlos gewarnt hat, mit allen Konsequenzen... einfach Wahnsinn, ich bin sprachlos...

Hatte die entsprechende Bundestagsdrucksache bereits vor einiger Zeit hier eingestellt. Ein Drehbuch für die aktuelle Situation.

Das ist alles bekannt. Öffentlich zugänglich. Hat aber offensichtlich kaum jemanden interessiert. Ist vielleicht auch nicht Aufgabe des ‚Normalbürgers‘, sich damit zu beschäftigen. Aufgabe der Politik, d.h. der Regierung und des Parlaments, wäre dies aber allemale gewesen. Und auch die der zuständigen Behörden. Und interessant ist es, dass die Medien dies bislang nicht beachtet haben oder vielleicht auch nicht beachten wollten. Nun ist möglicherweise ein Anfang gemacht.

Regierung und Parlament werden sich allerdings der Verantwortung stellen müssen. Wenn die Krise vorüber sein wird. Jetzt ist die Zeit des Handelns.

Frontal 21 - RKI warnte folgenlos vor 7 Jahren vor jetziger Situation

Elmar @, Dienstag, 24. März 2020, 22:29 (vor 68 Tagen) @ Will Kane

Hast du einen link zu der Diskussion hier?

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Will Kane @, Saarbrücken, Dienstag, 24. März 2020, 22:34 (vor 68 Tagen) @ Elmar

Hast du einen link zu der Diskussion hier?

Im Moment nicht, muss ungefähr vor einer guten Woche gewesen sein. Viel war da meiner Erinnerung nach aber nicht an Diskussion. Kann mich aber auch täuschen.

Frontal 21 - RKI warnte folgenlos vor 7 Jahren vor jetziger Situation

DerInDerInderin @, Dienstag, 24. März 2020, 22:00 (vor 68 Tagen) @ BukausmTal

Du meinst diesen "Bericht zur Risikoanalyse im Bevölkerungsschutz 2012"?
https://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/120/1712051.pdf

(ich hoffe der Link zum Bundestag ist in Ordnung)

Frontal 21 - RKI warnte folgenlos vor 7 Jahren vor jetziger Situation

Jurist81, Langenberg, Dienstag, 24. März 2020, 22:04 (vor 68 Tagen) @ DerInDerInderin

Das haben wir hier doch schon vor einer Woche diskutiert. Ich sehe auch nicht, dass hier Warnungen ignoriert wurden. Man hat ein hypothetisches Szenario erstellt und erwogen, welche Folgen das hat. Und wenn ihr das lest, lest es bitte genau: Das konkrete Szenario ist zum Glück deutlich harmloser als die seinerzeitigen Annahmen.

Frontal 21 - RKI warnte folgenlos vor 7 Jahren vor jetziger Situation

BukausmTal @, Wuppertal, Dienstag, 24. März 2020, 22:52 (vor 68 Tagen) @ Jurist81

Das haben wir hier doch schon vor einer Woche diskutiert. Ich sehe auch nicht, dass hier Warnungen ignoriert wurden. Man hat ein hypothetisches Szenario erstellt und erwogen, welche Folgen das hat.>

Hast du die Sendung gesehen? Glaube ich kaum. Ich mache jetzt keine Inhaltsangabe, aber die fahrlässigen Zitate von RKI und Spahn im Januar, die Wortbeiträge die Hersteller von Hilfsmitteln, die zu Wort kommen und teilweise schon im Januar gewarnt hatten und auf deren Intervention nicht eingegangen wurde, die Einschätzung von Jansen,...
Man müsste nicht kurz vor der Katastrophe stehen.

Die Diskussion des RKI- Szenarios letzte Woche ging in der Flut der Diskussionen an mir vorbei, obwohl ich hier viel lese.

Und wenn ihr das lest, lest es bitte genau: Das konkrete Szenario ist zum Glück deutlich harmloser als die seinerzeitigen Annahmen.>

Das mag bei den genauen Zahlen (z.B. Sterblichkeit Ü65 bei 50% im Modell)
stimmen, in vielen anderen Fragen nicht, u.a. der Überlastung der Intensivmedizin, der vorhersehbaren Materialknappheit, etc.
Man muss folgern, dass das RKI 2020 sein Papier von 2012 vergessen hatte und sich viel zu lange in trügerischer Sicherheit wähnte.

Wir sind leider noch nicht mal mitten drin, sondern ganz am Anfang einer exponentiellen Steigerung der Viruserkrankungen.
Ich bete dafür, dass die Maßnahmen wirken, aber die Kurve wird höchstens abgeflacht.
In spätestens 14- 21 Tagen haben wir dramatische Situationen in den deutschen Krankenhäuser.
Wenn die Zahlen explodieren, reichen selbst unsere vielen Intensivbetten nicht mehr aus, zumal wir auch Personalmangel für die Bedienung haben.

Frontal 21 - RKI warnte folgenlos vor 7 Jahren vor jetziger Situation

Disco Stu @, Dortmund, Mittwoch, 25. März 2020, 08:58 (vor 68 Tagen) @ BukausmTal

Wir sind leider noch nicht mal mitten drin, sondern ganz am Anfang einer exponentiellen Steigerung der Viruserkrankungen.
Ich bete dafür, dass die Maßnahmen wirken, aber die Kurve wird höchstens abgeflacht.
In spätestens 14- 21 Tagen haben wir dramatische Situationen in den deutschen Krankenhäuser.
Wenn die Zahlen explodieren, reichen selbst unsere vielen Intensivbetten nicht mehr aus, zumal wir auch Personalmangel für die Bedienung haben.

Manche Leute gehen in der aktuellen Situation aber auch richtig auf.

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Jurist81, Langenberg, Dienstag, 24. März 2020, 23:14 (vor 68 Tagen) @ BukausmTal

Tatsächliche habe ich die Sendung nicht gesehen. Frontal 21 ist mir auch zu effekthascherisch. Ich habe aber die BT-Drucksache 12051/17 gelesen. Die Verteilung der Risikogruppe differiert, vor allem aber differiert die angegebene Mortalität von der aktuellen Situation (10% in dem Szenario). Das ist ein wesentlicher Unterschied der zu erheblich anderen Ergebnissen führt - keine 7,5 Mio Tote in drei Wellen. Handlungsvorschläge enthielt das Szenario ebenfalls nicht.

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BukausmTal @, Wuppertal, Mittwoch, 25. März 2020, 00:05 (vor 68 Tagen) @ Jurist81

Tatsächliche habe ich die Sendung nicht gesehen. Frontal 21 ist mir auch zu effekthascherisch.>

Die Sendung bestand aus Fakten und Interviews mit Orginalzitaten. Wenn du sie dir nicht ansehen willst, können wir auch nicht darüber diskutieren.<

Ich habe aber die BT-Drucksache 12051/17 gelesen. Die Verteilung der Risikogruppe differiert, vor allem aber differiert die angegebene Mortalität von der aktuellen Situation (10% in dem Szenario). Das ist ein wesentlicher Unterschied der zu erheblich anderen Ergebnissen führt - keine 7,5 Mio Tote in drei Wellen.Handlungsvorschläge enthielt das Szenario ebenfalls nicht.>

Woher sollte das Szenario in allen Zahlen genau der Realität entsprechen?
Ich will keine Diskussionen darüber führen, ob es ungebremst 2 oder 7,5 Millionen Tote gäbe. Das ist mir zu zynisch.
Aber:
Man hätte im Januar/Februar handeln müssen, auch nachdem das RKI- Papier von Regierungsseite bis heuteignoriert wurde. Und verdammt nochmal für die Versorgung der Krankenhäuser, Arztpraxen, Rettungsdiensten,... mit genügend Material sorgen. Nochmal, guck den Beitrag, dann könne wir mit gemeinsamer Grundlage darüber reden.

Man hätte die Flugeinreisen aus China stoppen müssen, die aus dem Iran verhindern, Bundesliga- und CL-Partien absagen können, und so fort.
Man hätte die Risikogebiete viel besser orten müssen, auch da hat das RKI gepennt.
Man hat es einfach nicht ernst genommen und gedacht, dass China weit weg ist.

Frontal 21 - RKI warnte folgenlos vor 7 Jahren vor jetziger Situation

Elmar @, Dienstag, 24. März 2020, 23:55 (vor 68 Tagen) @ Jurist81

Im Detail magst du recht haben.
Aber es war doch definitiv kein Notfallplan ausgearbeitet. Egal in welcher Granularität das vorher dekliniert wurde.
Das ist für mich ein riesiges Versäumnis.
Die Studie hat vermutliche ziemliche Ressourcen verschlungen. Und wo war jetzt der Nutzen?
Und ich meine die Studie hätte durchaus einen hohen Nutzen bringen können.

Frontal 21 - RKI warnte folgenlos vor 7 Jahren vor jetziger Situation

herrNick @, Mittwoch, 25. März 2020, 13:32 (vor 67 Tagen) @ Elmar

Im Detail magst du recht haben.
Aber es war doch definitiv kein Notfallplan ausgearbeitet. Egal in welcher Granularität das vorher dekliniert wurde.
Das ist für mich ein riesiges Versäumnis.
Die Studie hat vermutliche ziemliche Ressourcen verschlungen. Und wo war jetzt der Nutzen?
Und ich meine die Studie hätte durchaus einen hohen Nutzen bringen können.

Die Studien wird es in den unterschiedlichsten Ressorts geben, z.B. für Energieversorgung (Hackerangriffe, Dammbrüche, wasweissichwas),Verkehr, Umweltkatastrophen, usw. Da wird dann jeder mal ein Worst-Case-Szenariao aufzeigen. Da aber nur eine begrenzte Geldmenge zur Verfügung steht, kann man sich nicht für jedes Szenario gleich gut rüsten. Also nimmt man das Szenario, die Eintrittswahrscheinlichkeit, geschätzte Kosten bei Eintritt und geschätzte Kosten zur Vorsorge und teilt anhand dieser Kennzahlen ein Budget zu, dass man bereit ist zu investieren.

Da es sich um Wahrscheinlichkeiten und Schätzgrößen handelt, liegt man per Definition immer daneben. Hier liegt man jetzt ganz schön weit daneben. Aber im Nachhinein kann man das immer schön sagen. Hätte irgendjemand vor einem Jahr auch gesagt: ausgerechnet für Pandemien legen wir jetzt ganz viel Geld zur Seite, hätte es aus der Bevölkerung vermutlich geheißen: ah, da werden Branchen gepampert, wir wissen doch von SARS und Vogelgrippe und Rinderwahn, dass da wesentlich mehr Rauch als Feuer ist.

Einzig ab evtl. Januar hätte man vermutlich seine Einschätzung anders treffen können. Die Frage ist, was man in der Zeit noch an Vorsorge hätte treffen können. Intensiv-Gerät kann man kaufen, aber die zugehörigen Leute kann man sich nicht einfach backen.

Frontal 21 - RKI warnte folgenlos vor 7 Jahren vor jetziger Situation

Sascha @, Dortmund, Mittwoch, 25. März 2020, 14:06 (vor 67 Tagen) @ herrNick

Ganz davon abgesehen ist die Erstellung so eines Notfallplans, oder auch die Aktualisierung extrem aufwändig, so das man das nicht jedes Jahr macht. Und trotzdem können sich die Rahmenbedingungen in kürzester Zeit radikal ändern.

Wer hätte 2010 z.B. schon damit geplant, dass in social media Kanälen massenhaft Fakenews erzeugt werden, die die Leute dazu bringen, den Behörden oder Rettungskräften grundsätzlich zu misstrauen, oder irrige Mangelgefühle erwecken, die sie dazu bringen, den nächsten Edeka zu überrennen?

Das sind Faktoren, die sich in Randbereichen abspielen, aber unter Umständen das Konzept an sich ins Wanken bringen können. Und dann aktualisiert man seine Konzepte nicht mal so eben, sondern muss im Prinzip von grundauf bei der Risikobewertung neu ansetzen.

Frontal 21 - RKI warnte folgenlos vor 7 Jahren vor jetziger Situation

HoschUn, Ort, Mittwoch, 25. März 2020, 00:04 (vor 68 Tagen) @ Elmar

Im Detail magst du recht haben.
Aber es war doch definitiv kein Notfallplan ausgearbeitet. Egal in welcher Granularität das vorher dekliniert wurde.
Das ist für mich ein riesiges Versäumnis.
Die Studie hat vermutliche ziemliche Ressourcen verschlungen. Und wo war jetzt der Nutzen?
Und ich meine die Studie hätte durchaus einen hohen Nutzen bringen können.

Es gab nirgendwo auf der Welt einen ausreichenden Plan für so ein Ereignis.

Frontal 21 - RKI warnte folgenlos vor 7 Jahren vor jetziger Situation

seppel-87 @, Mittwoch, 25. März 2020, 07:05 (vor 68 Tagen) @ HoschUn


Es gab nirgendwo auf der Welt einen ausreichenden Plan für so ein Ereignis.

Doch z.B. in Taiwan!

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Lutz09 @, Tor zum Sauerland, Mittwoch, 25. März 2020, 08:42 (vor 68 Tagen) @ seppel-87


Es gab nirgendwo auf der Welt einen ausreichenden Plan für so ein Ereignis.


Doch z.B. in Taiwan!

Oder in Südkorea.

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BukausmTal @, Wuppertal, Mittwoch, 25. März 2020, 00:20 (vor 68 Tagen) @ HoschUn

Im Detail magst du recht haben.
Aber es war doch definitiv kein Notfallplan ausgearbeitet. Egal in welcher Granularität das vorher dekliniert wurde.
Das ist für mich ein riesiges Versäumnis.
Die Studie hat vermutliche ziemliche Ressourcen verschlungen. Und wo war jetzt der Nutzen?
Und ich meine die Studie hätte durchaus einen hohen Nutzen bringen können.


Es gab nirgendwo auf der Welt einen ausreichenden Plan für so ein Ereignis.>

Aber in Deutschland wurde (mit Ausnahme de genauen Zahlen) die Gefahr 2012 vom RKI beschrieben. Und Ende Januar 2020 keine Gefahr erkannt.
Man musste doch nur in China die Entwicklung der Fallzahlen und studieren, wie das andere Experten durchaus gemacht haben, um die Gefahr erkennen zu können.

Europa versagt gerade und bekommt die bitter Quittung. Asien hat sich viel effektiver gewehrt, natürlich auch mit Mitteln, die hier nicht funktionieren (z.B. massive Einschränkungen der Rechte auch mit Handyapps), aber auch massenhaften Testungen, Nachverfolgungen der Kontakte und Isolierungen.
Spahn hätte auch schon früh einfach mal nach Südkorea fliegen können, um sich anzugucken, wie Virusbekämpfung funktioniert.
Zu dem Zeitpunkt waren die offiziellen Verlautbarungen aber, dass Deutschland alles im Griff hat und mit seinem Gesundheitssystem bestens gerüstet ist. Das ist leider nicht der Fall. Ich denke schon mit Horror an den kommenden Personalmangel in den Krankenhäuser, gerade wenn Personal erkrank, ausfällt oder im Dauerstress ist. Im Intensivbereich ist schon in normalen Zeiten in deutschen Kliniken Personalmangel.

Frontal 21 - RKI warnte folgenlos vor 7 Jahren vor jetziger Situation

HoschUn, Ort, Mittwoch, 25. März 2020, 00:30 (vor 68 Tagen) @ BukausmTal

Aber in Deutschland wurde (mit Ausnahme de genauen Zahlen) die Gefahr 2012 vom RKI beschrieben. Und Ende Januar 2020 keine Gefahr erkannt.
Man musste doch nur in China die Entwicklung der Fallzahlen und studieren, wie das andere Experten durchaus gemacht haben, um die Gefahr erkennen zu können.

Vor 10 Jahren gab es einen Virus der weltweit 1 Milliarde Menschen infiziert hat und ca. 30 Millionen Tote forderte. Das ist die aktuellste Referenz für eine Pandemie.

Frontal 21 - RKI warnte folgenlos vor 7 Jahren vor jetziger Situation

Elmar @, Mittwoch, 25. März 2020, 00:12 (vor 68 Tagen) @ HoschUn

Das weiß ich nicht . Kann sein.
Ändert aber nichts an meiner Aussage.
Wenn deine Firma Insolvenz beantragt, weil der Server abraucht, nutzt es dir auch nichts, wenn die anderen Firmen auch keinen Notfallplan haben.

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HoschUn, Ort, Mittwoch, 25. März 2020, 00:21 (vor 68 Tagen) @ Elmar

Das weiß ich nicht . Kann sein.
Ändert aber nichts an meiner Aussage.
Wenn deine Firma Insolvenz beantragt, weil der Server abraucht, nutzt es dir auch nichts, wenn die anderen Firmen auch keinen Notfallplan haben.

Ist aber nachvollziehbar. Alle Regierungen, selbst Südkorea, das aktuell viel gelobt wird, hatten einfach keine Erfahrungsgrundlage und Anreiz sehr früh mit extremen Maßnahmen zu reagieren. Und diese Maßnahmen wären wohl auch nicht von den Bevölkerungen akzeptiert wurden. Bei der nächsten Epidemie wird es vielleicht anders sein, aber in den letzten 100 Jahren gab es sowas einfach nicht. Potenzielle Pandemien in den letzten 100 Jahren wurden immer mit relativ milden Maßnahmen verhindert oder konnten medizinisch unter Kontrolle gebracht werden. Und natürlich hat sich das Handeln weltweit an diesem Erfahrungshorizont orientiert. Diese Kritik ex post ist in meinen Augen einfach nicht zielführend.

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catani @, Mittwoch, 25. März 2020, 01:51 (vor 68 Tagen) @ HoschUn

Aber wenn die nun arbeitslosen Bundestrainer die seltsamerweise über Nacht zu Virologen mutiert sind, nun alles besser wissen, liegt es doch nur an der ursprünglichen natürlichen Bestimmung.

Frontal 21 - RKI warnte folgenlos vor 7 Jahren vor jetziger Situation

Matse @, Dienstag, 24. März 2020, 23:34 (vor 68 Tagen) @ Jurist81

Tatsächliche habe ich die Sendung nicht gesehen. Frontal 21 ist mir auch zu effekthascherisch. Ich habe aber die BT-Drucksache 12051/17 gelesen. Die Verteilung der Risikogruppe differiert, vor allem aber differiert die angegebene Mortalität von der aktuellen Situation (10% in dem Szenario). Das ist ein wesentlicher Unterschied der zu erheblich anderen Ergebnissen führt - keine 7,5 Mio Tote in drei Wellen. Handlungsvorschläge enthielt das Szenario ebenfalls nicht.

Plus: Die Verfügbarkeit eines Impfstoffes nach erst drei Jahren. Da gehe ich aufgrund der verschiedensten Äußerungen von einem deutlich kürzeren Zeitraum aus.

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simie, Krefeld, Dienstag, 24. März 2020, 23:22 (vor 68 Tagen) @ Jurist81

Das ist sinnlos. Wer jetzt gerade nicht massive Panik schiebt, verharmlost aus der Sicht von Buk die Situation.

Frontal 21 - RKI warnte folgenlos vor 7 Jahren vor jetziger Situation

BukausmTal @, Wuppertal, Dienstag, 24. März 2020, 23:50 (vor 68 Tagen) @ simie

Das ist sinnlos. Wer jetzt gerade nicht massive Panik schiebt, verharmlost aus der Sicht von Buk die Situation.>

Du bist ja der Experte für "Lächerliche Panikmache" (Simie noch am 8.3.).
Die Influenza war in deinen Kurzbeiträgen genauso gefährlich wie Corona und alle ernsthaften Versuche, das Virus einzudämmen, wurden von dir hier kontinuierlich abfällig begleitet (Z.B. frühe Forderungen nach Schulschließungen). Du hast Leute wie mich, die die Lage früh für ernst hielten, immer massiv angegangen und deine scheinbare Expertise raushängen lassen.
Wenn ich nach Italien, Spanien oder in den Iran schaue, habe ich einen Kloß im Hals. Ärzte entscheiden jede Stunde darüber, wer weiterleben darf und wer nicht. In Italien gibt es inzwischen trotz Shutdown 6800 Tote, Maßnahmen, gegen die du und Flügelflitzer stets angeschrieben haben.
Was ohne Maßnahmen passiert, hat mit exponentiellem Wachstum zu tun.
https://projekte.sueddeutsche.de/artikel/wissen/coronavirus-die-wucht-der-grossen-zahl-e575082/
Wenn du einen Funken Anstand hättest, müsstest du doch ob deiner Schreibhistorie genau wie Flügelflitzer angesichts des wachsenden Grauens ins Grübeln kommen. Aber Selbstreflexion ist nicht so euers,oder?

Frontal 21 - RKI warnte folgenlos vor 7 Jahren vor jetziger Situation

Fluegelflitzer @, Göttingen, Dienstag, 24. März 2020, 23:12 (vor 68 Tagen) @ BukausmTal

Das haben wir hier doch schon vor einer Woche diskutiert. Ich sehe auch nicht, dass hier Warnungen ignoriert wurden. Man hat ein hypothetisches Szenario erstellt und erwogen, welche Folgen das hat.>


Hast du die Sendung gesehen? Glaube ich kaum. Ich mache jetzt keine Inhaltsangabe, aber die fahrlässigen Zitate von RKI und Spahn im Januar, die Wortbeiträge die Hersteller von Hilfsmitteln, die zu Wort kommen und teilweise schon im Januar gewarnt hatten und auf deren Intervention nicht eingegangen wurde, die Einschätzung von Jansen,...
Man müsste nicht kurz vor der Katastrophe stehen.

Die Diskussion des RKI- Szenarios letzte Woche ging in der Flut der Diskussionen an mir vorbei, obwohl ich hier viel lese.

Und wenn ihr das lest, lest es bitte genau: Das konkrete Szenario ist zum Glück deutlich harmloser als die seinerzeitigen Annahmen.>


Das mag bei den genauen Zahlen (z.B. Sterblichkeit Ü65 bei 50% im Modell)
stimmen, in vielen anderen Fragen nicht, u.a. der Überlastung der Intensivmedizin, der vorhersehbaren Materialknappheit, etc.
Man muss folgern, dass das RKI 2020 sein Papier von 2012 vergessen hatte und sich viel zu lange in trügerischer Sicherheit wähnte.

Wir sind leider noch nicht mal mitten drin, sondern ganz am Anfang einer exponentiellen Steigerung der Viruserkrankungen.
Ich bete dafür, dass die Maßnahmen wirken, aber die Kurve wird höchstens abgeflacht.
In spätestens 14- 21 Tagen haben wir dramatische Situationen in den deutschen Krankenhäuser.
Wenn die Zahlen explodieren, reichen selbst unsere vielen Intensivbetten nicht mehr aus, zumal wir auch Personalmangel für die Bedienung haben.

Nach einem neuen Modell von Forschern der Universität Oxford ist es plausibel anzunehmen, dass bereits 50%+ der Bevölkerung mit dem Virus infiziert sind. Glaubst du ernsthaft noch an Drosten und seine 278.000 Corona-Toten?

https://www.ft.com/content/5ff6469a-6dd8-11ea-89df-41bea055720b?desktop=true&segmentId=d8d3e3...

Frontal 21 - RKI warnte folgenlos vor 7 Jahren vor jetziger Situation

hardbreak, Ort, Mittwoch, 25. März 2020, 00:07 (vor 68 Tagen) @ Fluegelflitzer

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Elmar @, Dienstag, 24. März 2020, 22:22 (vor 68 Tagen) @ Jurist81

ME wurden die Warnungen sehr wohl ignoriert.
Ich kann mich nicht erinnern, dass ein masterplan Pandemie aus der Schublade gezogen wurde.

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