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Neu auf schwatzgelb.de: Wir brauchen mehr Mentalitätsspieler (Pro) (BVB)

Redaktion schwatzgelb.de ⌂ @, Dortmund, Dienstag, 28.05.2019, 16:16 (vor 976 Tagen)

Bremen, 04.05.2019 so gegen 18:20 Uhr: Es ist kurz vor Anpfiff im Bremer Weserstadion. Seb und ich unterhalten uns über die letzten BVB-Spiele. Wir kommen dabei auch auf das Thema ?Mentalität? zu sprechen, und ob wir mehr davon brauchen, vertagen die Diskussion aber aufgrund des näher rückenden Anpfiffs auf nach der Saison ? schriftlich. Hier unsere Gedanken:


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Was ist denn eigentlich dieser "Mentalitätsspieler"?

Sascha @, Dortmund, Dienstag, 28.05.2019, 18:56 (vor 976 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Ich finde schon die Auswahl mit Mandzucik und Vidal bezeichnend für das Problem. Ich mag Mandzucik als Person nicht, als Spieler nehme ich ihn aber in der Regel als einen Spieler wahr, der auch in der 118. Minute vorne einen Abwehrspieler anläuft und dann Sekunden später hinten am Strafraum ein Kopfballduell führt.

Das mag ich. Ja, eigentlich erwarte ich das von einem Profisportler. Und kleiner Einschub, auch wenn mir da nicht viele zustimmen werden,: ich mag auch diese verbissene Einstellung von Thomas Müller. Das sieht zwar häufig total albern aus, aber diese grundlegende Einstellung, sich auch bei einer 4:0-Führung noch über eine vermeindlich falsche Einwurfentscheidung des Schiedsrichters aufregen zu können, finde ich genau richtig.

Vidal dagegen ist für mich ein Typ, der bewusst unfair spielt. Dem Gegner den Ellenbogen durchs Gesicht zieht, um sich "Respekt zu verschaffen", und nach Ballverlusten auch bewusst in die Knochen grätscht. Das finde ich scheiße und absolut unsportlich. Wenn das Erfolg bringt, dann sei es so. Trotzdem möchte ich so einen Spieler nicht in unserer Mannschaft haben.

Kruse dagegen fällt mir als Spieler zum Begriff "Mentalitätsspieler" gar nicht ein. Ich nehme ihn eher als relativ hohle Nuss wahr. Kann man mögen, muss man nicht. Sieht man für mich schon daran, dass er in Bremen nach all den Jahren bei einem Verein gelandet ist, wo man ihn wertschätzt, wo er gut integriert ist und wo er, so scheint es von Außen, seinen Platz gefunden hat. Und dann wechselt wieder aus Geldgründen. Mein Fall ist er nicht. Genau so wie diese "echten Typen", die ja heutzutage fehlen, nie man Fall waren. Dummheit finde ich nicht bewundernswert.

Ganz generell: Nein, ich denke nicht, dass wir mehr "Mentalitätsspieler" brauchen. Wir haben drei, vier Spieler im Kader, die für mich darunter fallen und eigentlich reicht das. Diese Spieler müssen die anderen mitziehen, die das dann über ihre Qualität regeln. Auch bei den Bayern sind es nicht unbedingt mehr. Hummels hat immer wieder mit Motivationsproblemen zu kämpfen, Lewandowski wird immer vorgeworfen, in den wirklich wichtigen Spielen nicht präsent zu sein. Und bei Spielern wie Thiago oder Coman überwiegt das Talent bei weitem die Mentalität.

Was ist denn eigentlich dieser "Mentalitätsspieler"?

Kayldall, Luxemburg, Mittwoch, 29.05.2019, 11:19 (vor 976 Tagen) @ Sascha

Was ist denn nun dein Fazit? Mehr Qualität statt mehr Mentalität lese ich da heraus, wenn ich die Passage über Thiago am Ende lese. Vidal findest du nicht gut was er macht, aber Müllers andauerndes Reklamieren auch bei 4-0 findest du toll? Ein Spieler kann doch auch eine Topeinstellung haben, ohne andauernd sich zum Affen machen zu müssen. Wären die Schiris konsequent, gäbe es dafür auch mal öfters gelb, was Müller da veranstaltet. Auf der einen Seite braucht man keine Dummheit für Mentalität(da geb ich dir Recht), auf der anderen Seite werden dann eine ganze Reihe Spieler hier genannt von Bayern, die diese Dummheit durch ihre Sprüche verkörpern. Also wenn unsere Jungs nur einen brauchen, der Sprüche klopft wie "weiter immer weiter" oder "Eier, wir brauchen Eier", dann hilft Dummheit wohl doch. Deine Schlussfolgerung, dass wir keinen Mentalitätsspieler mehr brauchen, erklärt für mich aber nicht die andauernden Einbrüche nach teilweise hohen Führungen beim BVB. Allein an der fussballerischen Qualität kann das wohl nicht liegen, da spielt der Kopf wohl doch eine Rolle.

Was ist denn eigentlich dieser "Mentalitätsspieler"?

, Dienstag, 28.05.2019, 20:43 (vor 976 Tagen) @ Sascha

Ich würde mich da Sammer anschließen und als Prototyp des modernen Mentalitätsspieler Kimmich nennen. Das ist kein Sprücheklopfer oder einer der unnötig riskante Zweikämpfe führt oder durch Brutalität auffällt, aber den seine Körpersprache, das Selbstbewußtsein was er ausstrahlt und auch der kaum zu übersehene Ehrgeiz ist in der Form hochgradig unsympathisch, aber ich glaube so einen will man in seiner eigenen Mannschaft haben.

"Mentalitätsspieler"? - Willenskraft, Einsatz, Ehrgeiz

Schaumkrone @, Celle, Dienstag, 28.05.2019, 20:25 (vor 976 Tagen) @ Sascha

Ich glaube die Mentalitätsspieler verkörpern oben genannte Eigenschaften. Es bringt ja nichts ein Arschloch im Team zu haben. Das ist dann zwar ein Mentalitätsspieler aber nicht zwingend förderlich.
Es braucht Typen, die nicht in sich zusammenfallen bei Rückstand oder die „Angst vorm Erfolg“ haben- sondern Männer die Selbstbewusstsein ausstrahlen und auch schwere Situationen couragiert angehen.
2012 verkörperte Kevin G das für mich zB
Oder natürlich ein Olli Kahn- „weiter immer weiter“

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