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Neu auf schwatzgelb.de: Kampf gegen Rechts: Die BVB Freunde Deutschland im Porzellanladen (BVB)

Redaktion schwatzgelb.de ⌂ @, Dortmund, Dienstag, 11.10.2016, 21:45 (vor 2055 Tagen)

Mit ihrer Ankündigung, sich aus dem aktiven Kampf gegen Rechtsextremismus zurückzuziehen, haben die BVB Freunde Deutschland mächtig Staub aufgewirbelt. Doch in der Fanszene ist der Fanclub weitgehend unbekannt. Welche Aussagekraft hat also die Erklärung? Eine Einordnung.


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schwatzgelb.de, Artikel

Guter Artikel! Danke! Allerdings...

, Mittwoch, 12.10.2016, 13:28 (vor 2055 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
bearbeitet von nickeltiegel, Mittwoch, 12.10.2016, 13:31

Wie viele der 1.382 Mitglieder, die seit der Fanclub-Gründung vor zwölf Jahren mal ein solches Formular ausgefüllt haben, wirklich (noch) aktiv und wie viele Karteileichen sind, ist nicht bekannt.

Wenn ich das richtig verstehe, muss man seine Mitgliedschaft jedes Jahr verlängern bzw. erneuern. Die Frage ist also eher, wie viele der 1382 schon länger als ein Jahr dabei sind. Karteileichen wird es in diesem System ja eher nicht geben.

Guter Artikel! Danke! Allerdings...

kansas_city_shuffle @, Mittwoch, 12.10.2016, 16:57 (vor 2054 Tagen) @ nickeltiegel

Wie viele der 1.382 Mitglieder, die seit der Fanclub-Gründung vor zwölf Jahren mal ein solches Formular ausgefüllt haben, wirklich (noch) aktiv und wie viele Karteileichen sind, ist nicht bekannt.


Wenn ich das richtig verstehe, muss man seine Mitgliedschaft jedes Jahr verlängern bzw. erneuern. Die Frage ist also eher, wie viele der 1382 schon länger als ein Jahr dabei sind. Karteileichen wird es in diesem System ja eher nicht geben.

Der Einwand ist berechtigt. Allerdings lese ich weder in den FAQ noch in der Satzung, was man dafür genau tun muss. In den FAQ steht bloß: "Hier kannst Du jederzeit Deine Mitgliedschaft für ein weiteres Jahr verlängern. Du benötigst dafür Deine Mitgliedsnummer." Wenn z. B. eine Bestätigung mit zwei Mausklicks in deren Online-Portal bereits ausreicht, wäre eine Verlängerung der Mitgliedschaft ja nicht gleichbedeutend mit Aktivität.

SGG
Malte

Neu auf schwatzgelb.de: Kampf gegen Rechts: Die BVB Freunde Deutschland im Porzellanladen

Fair Play @, NRW, Mittwoch, 12.10.2016, 13:04 (vor 2055 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Sehr erhellend dieser Artikel, besten Dank.

Das Dingen zieht Kreise

Rupo @, Ruhrpott, Mittwoch, 12.10.2016, 12:24 (vor 2055 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

war vorgestern Thema in der Lokalzeit Dortmund und heute bei 1Live, da wurde auch die Skepsis von SG.DE erwähnt.

Ich habe von dem Fanclub noch nie was gehört. Mit der angegebenen 'Mitgliederzahl' müsste es eigentlich der größte sein.

Danke "BVB Freunde Deutschland"

beetle04021969 @, Hamm, Mittwoch, 12.10.2016, 11:24 (vor 2055 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Egal ob ihr 1400 Mitglieder habt oder es sich nur um eine aktive Person handelt. Ihr habt einen Stein ins Rolle gebracht oder den Stein ein erhebliches Stück weiter gerollt. Jede Stimme gegen Rechts zählt und ich hätte mir gewünscht, das statt das Haar in der Suppe zu suchen, eine Welle der Solidarität gegen Rechts durch euren Rückzug stattgefunden hätte. Wie gerne hätte ich gelesen, das euch Unterstützung angeboten worden wäre um den Kampf weiter zu führen. Irgendwie überkommt mich wieder einmal das Gefühl das es eher darum geht, wer den nun das beste Konzept gegen Rechts hat und damit der wahre Fan bzw. Fanclub ist.
Borussia verbindet? Schön wäre es wenn es auch im Fall der "BvB Freunde Deutschland" der Fall gewesen wäre, aber dies ist ja nicht möglich, da sich dieser Fanclub nicht an die Gepflogenheiten eines "normalen" Fanclubs hält. Schade
Ich bin übrigens kein Mitglied der "BvB Freunde Deutschland" oder zumindest weiß ich nichts davon ;-)

Danke "BVB Freunde Deutschland"

Ramona ⌂ @, Dortmund, Mittwoch, 12.10.2016, 18:49 (vor 2054 Tagen) @ beetle04021969

Ich glaube gar nicht, dass es nicht möglich gewesen wäre, wenn der Verfasser der Stellungnahme nicht gleich die große mediale Keule rausgeholt und sie denen, deren Nichthilfe er beklagt, gleichzeitig vor den Kopf geschlagen hätte.

Mich erinnert die Situation stark an Watzlawicks Hammer-Geschichte aus "Anleitung zum Unglücklichsein":

"Ein Mann will ein Bild aufhängen. Den Nagel hat er, nicht aber den Hammer. Der Nachbar hat einen. Also beschließt unser Mann, hinüberzugehen und ihn auszuborgen. Doch da kommt ihm ein Zweifel: Was, wenn der Nachbar mir den Hammer nicht leihen will? Gestern schon grüßte er mich nur so flüchtig. Vielleicht war er in Eile. Vielleicht hat er die Eile nur vorgeschützt, und er hat was gegen mich. Und was? Ich habe ihm nichts getan; der bildet sich da etwas ein. Wenn jemand von mir ein Werkzeug borgen wollte, ich gäbe es ihm sofort. Und warum er nicht? Wie kann man einem Mitmenschen einen so einfachen Gefallen abschlagen? Leute wie dieser Kerl vergiften einem das Leben. Und dann bildet er sich noch ein, ich sei auf ihn angewiesen. Bloß weil er einen Hammer hat. Jetzt reicht´s mir wirklich. - Und so stürmt er hinüber, läutet, der Nachbar öffnet, doch bevor er "Guten Tag" sagen kann, schreit ihn unser Mann an: "Behalten Sie Ihren Hammer".

Da wird dem "Nachbarn" medial um die Ohren gehauen, man hätte ja mal helfen können, aber gleichzeitig hat der Hilfesuchende sich vorher in all den Jahren, die er nun schon den gleichen Verein miteinander teilt, nie an ihn gewandt und um Unterstützung oder Kooperation gebeten oder ein gemeinsames Netzwerken angestrebt. Und der Nachbar selbst hat nichts von seinen Aktivitäten mitbekommen, denn dem einen war an einer Vernetzung mit der Basis anscheinend nicht gelegen, sondern vielmehr an einem Wirken in anderen Räumen als dem Stadionumfeld. Man ist sich also in all den Jahren nicht wirklich über den Weg gelaufen. Wie also hätte sich der Nachbar anders verhalten sollen, als plötzlich ganz unerwartet an seiner Tür gepoltert wurde?

Ich kann doch nicht ernsthaft öffentlich mangelde Unterstützung beklagen, wenn ich vorher an keiner einzigen Stelle danach gefragt habe.

Danke "BVB Freunde Deutschland"

Ackermann @, Dorthorn, Mittwoch, 12.10.2016, 19:58 (vor 2054 Tagen) @ Ramona

Das ist großartig - und trifft den Nagel auf den Kopf.

Danke, Ramona

Danke "BVB Freunde Deutschland"

Ackermann, Donnerstag, 13.10.2016, 18:09 (vor 2053 Tagen) @ Ackermann

Das ist großartig - und trifft den Nagel auf den Kopf.

Danke, Ramona

Dem schließe ich mich an.

Danke "BVB Freunde Deutschland"

FliZZa @, Sersheim, Mittwoch, 12.10.2016, 20:37 (vor 2054 Tagen) @ Ackermann

Das ist großartig - und trifft den Nagel auf den Kopf.

Danke, Ramona

Da schließe ich mich an.

Danke?

Conny Kramer @, Lünen, Mittwoch, 12.10.2016, 12:39 (vor 2055 Tagen) @ beetle04021969

Danke?

Danke dafür, all denen die im BVB-Umfeld tatsächlich etwas gegen Rechts unternehmen in den Rücken gefallen zu sein und sie in der Öffentlichkeit als unsolidarische Feiglinge dastehen zu lassen?

Danke dafür, dass sich nun ca. 27.000 Borussen in Ihrem Bekanntenkreis dafür rechtfertigen dürfen zweiwöchentlich auf die Südtribüne zu pilgern auf der doch eine rechte Schlägertruppe das Kommando übernommen hat?

Danke für einen Kampf gegen Rechts der so geheim und so im Verborgenen stattfindet, dass ihn bis heute so gut wie niemand wahrgenommen hat – und den auch der vermeintliche Initiator nicht annähernd handfest beschreiben kann?

Danke dafür, der Billigpresse eine interessante – inhaltlich aber falsche – Story zum Fraß vorzuwerfen?

Danke dafür, den Kampf gegen Rechts für die eigene Publicitygeilheit zu missbrauchen (ja, dieses Urteil traue ich mir anhand der vorliegenden Fakten und insbesondere der mehr als dürftigen Erklärungsversuche durchaus zu)?

Nicht wirklich. Merke: auch lesbische schwarze Behinderte können scheiße sein…

Danke?

TortenSchneider @, Mittwoch, 12.10.2016, 14:06 (vor 2055 Tagen) @ Conny Kramer

+1...allen in den ruecken getreten, die sich seit jahren engagieren und sich selbst inszenieren...was anderes ist das nicht...aber das war ja schon bei der schwarzmarktgeschichte damals so...behauptungen in die welt gesetzt und sich zu etwas aufgeblasen, was man nicht ist...wichtigtuer...

Danke "BVB Freunde Deutschland"

TeddyNr1 @, Mittwoch, 12.10.2016, 12:18 (vor 2055 Tagen) @ beetle04021969

sorry, aber ich glaube du hast den Text einfach nicht verstanden.
Bitte lies ihn nochmal und versuche dann erst deinen Standpunkt zu erklären. Danke

Danke "BVB Freunde Deutschland" - für die Diskreditierung der Arbeit aller anderen

Matze0989 @, Schwoabäländle, Mittwoch, 12.10.2016, 12:04 (vor 2055 Tagen) @ beetle04021969

Hast du das Statement der "BVB Freunde Deutschland" gelesen? Wenn ja, sollte dir eigentlich aufgefallen sein, dass sie sich über mangelnde Unterstützung beschweren und sich insbesondere in ihrem vorletzen Satz "Wir sind plötzlich alleine mit unserem Kampf, das schaffen wir nicht mehr." als die letzte Bastion gegen Rechts in Dortmund darstellen.
Das stimmt, insbesondere laut Angaben der BVB-Fanabteilung, im konkreten Fall nicht, da angeblich gerade im Falle der BVB Freunde Deutschland konkret Hilfe angeboten wurde.
Zum anderen diskreditiert eine solche Aussage sämtliche anderen Projekte gegen Rechts. Auch wenn es (hoffentlich) nicht das Ziel war, so kommt das Statement so rüber, als gäbe es abgesehen von den BVB Freunden Deutschland niemanden, der sich gegen Rechts stellt, bleibt dabei aber auch eine konkrete Erklärung schuldig, was bei ihnen wirklich gemacht wird.
Die durch das Statement ausgelösten (schlecht recherchierten) Medienberichte (insbesondere gut im Kommentar auf schwatzgelb dargestellt) zeichnen dann ein Bild, dass mit den "BVB Freunden Deutschland" auch der letzte Widerstand gegen Rechts die Arbeit eingestellt hätte. Was mit Nichten so ist!
Es wäre doch einfach mal an der Zeit, dass die Medien auf das eingehen, was gemacht wird, um diesen Leuten den Rücken zu stärken und zu zeigen, dass die Rechten Idioten in der Minderheit sind (was das Problem natürlich in keinster Weise schmälert). Aber mit dem Wissen im Hinterkopf, dass man eine sehr sehr breite Masse hinter sich hat, die das rechte Gedankengut ablehnt, würde den Kampf gegen Rechts für all diejenigen erleichtern, die Tag täglich sehr viel Energie dort reinstecken.
Mit solchen Aktionen bewirkt man aber das Gegenteil: Der Kampf gegen Rechts sei verloren und man braucht es erst gar nicht versuchen, da man eh alleine dasteht...

Danke "BVB Freunde Deutschland" - für die Diskreditierung der Arbeit aller anderen

MSU242 @, Mittwoch, 12.10.2016, 12:39 (vor 2055 Tagen) @ Matze0989

Es geht doch gar nicht darum, eine eventuelle Arbeit gegen Rechts in welcher Form auch immer zu bewerten oder zu gewichten.

Unter dem Strich machen die Medien einen Hype draus, weil eine Überschrift Max Müller gibt den Kampf auf, hätte niemanden gejuckt.

Auf der anderen Seite dann aber der Vorwurf, dass eben der Rückhalt fehlt. Und von wem kann der kommen? Vom Verein und von den anderen Fans.
Also wird doch schon impliziert, dass dem Verein und den anderen Fans das Problem egal ist oder diese eh schon aufgegeben haben.

Danke "BVB Freunde Deutschland" - für die Diskreditierung der Arbeit aller anderen

Matze0989 @, Schwoabäländle, Mittwoch, 12.10.2016, 14:44 (vor 2055 Tagen) @ MSU242

Wenn ich dich richtig verstehe, dann sind wir einer Meinung, oder?
Sicherlich ging es weder den "BVB Freunden Deutschland" noch den Medien darum, die Arbeit gegen Rechts zu bewerten.
Genau das ist meiner Meinung nach aber, was sie (hoffentlich versehentlich) erreichen.
"BVB Freunde Deutschland" durch ihr Statement als "letzter Kämpfer gegen Rechts" und die Medien durch die Verstärkung und Verbreitung dieses Bildes. Und damit erweist man allen anderen einen Bärendienst, die sich engagieren bzw. hält einige von ihrem Engagement (durch Angstmache) ab.

Danke "BVB Freunde Deutschland"

stfn84 @, Köln, Mittwoch, 12.10.2016, 12:02 (vor 2055 Tagen) @ beetle04021969

Deine Vorwürfe finde ich ehrlichgesagt extrem unverschämt gegenüber einigen Leuten die hinter sg.de stehen und sich dafür engagieren.

Ich kann in dem Artikel keine derartige 'Vergleiche von Genitalien' sehen, die Du suggerierst. Den Absatz indem es darum geht, dass die Arbeit gegen Rechts von diesem Fanclub nichts wert ist, habe ich offensichtlich überlesen.

Dass sich der Fanclub allein gelassen fühlt, dürfte auch Mummpitz sein. Schließlich hat der BVB reagiert. Das andere Fanclubs/SG.de nicht reagiert haben mag daran liegen, dass die BVB Freunde Deutschland im Internet bzw. außerhalb jeder Öffentlichkeit rund um Borussia agieren. Wenn Du daraus einen Vorwurf stricken willst, ist das schon ziemlich abenteuerlich.

In diesem Fall haben die BVB Freunde Deutschland ihren Rückzug öffentlichkeitswirksam initiiert. Da dieser Fanclub sich als derart groß und meinungsstark verkauft, ist es eben ein deutliches öffentliches Statement:

Einer der größten Fanclubs mit 1.400 BVB-Fans gibt auf im Kampf gegen Rechts.

Das suggeriert in der Medienlandschaft, dass der Kampf gegen Rechts im Stadion nahezu verloren ist. Schließlich haben die Riots das Kommando im Block übernommen!

Da viele Passagen der Ankündigung des Fanclubs inhaltlich haltlos bzw. wacklig sind, ist die hier vorgenommene Einordnung richtig und wichtig.
Das man nun daraus drehen will, dass sich insbesondere sg nur positionieren und als "besserer Kämpfer gegen Rechts" darstellen will, ist in meinen Augen echt unverschämt und anmaßend.

Danke "BVB Freunde Deutschland"

Scherben @, Kiel, Mittwoch, 12.10.2016, 13:12 (vor 2055 Tagen) @ stfn84

Ich kann in dem Artikel keine derartige 'Vergleiche von Genitalien' sehen, die Du suggerierst. Den Absatz indem es darum geht, dass die Arbeit gegen Rechts von diesem Fanclub nichts wert ist, habe ich offensichtlich überlesen.

Danke.

Wir haben intern natürlich länger darüber gesprochen, wie man sich mit diesem Statement auseinandersetzen kann, und das einzige, worüber wirklich Einigkeit herrschte war, dass unter gar keinen Umständen der Eindruck entstehen darf, es ginge darum, wer den besseren Kampf gegen Rechts führt. Insofern ist gerade dieser Vorwurf wirklich hanebüchen.

Das Problem ist einfach, dass durch so ein Statement und dessen Aufnahme durch die leider größtenteils klick- und nicht recherchegeilen Medien ein enormer Rechtfertigungsdruck gerade auf den Leuten lastet, die in den letzten Jahren aktiv gegen die Zustände in Dortmund angekämpft haben. Das beginnt ganz oben bei Watzke, Cramer und co., die sich dieses Themas mittlererweile ja wirklich widmen, und geht über die Fanbeauftragten und die FA bis zu den einzelnen Fanclubs. Denen erweist so ein Text eines personell eher kleinen Fanclubs mit augenscheinlich wenig aktiven Leuten einfach einen enormen Bärendienst, und das muss man auch klar schreiben können. Hier wird Leuten in den Rücken gefallen, die eigentlich Verbündete sein müssten.

Danke "BVB Freunde Deutschland"

stfn84 @, Köln, Mittwoch, 12.10.2016, 17:24 (vor 2054 Tagen) @ Scherben

Absolut, das kann man so unterschreiben.

Es wird viel getan im Kampf gegen Rechts. Sowohl vom Verein selbst, als auch von vielen Fans - sei es organisiert im Fanclub oder eben als Einzelperson. Die Arbeit gegen Rechts passiert im Stadion, in der Stadt und auch im Internet. Jede Form des Widerstands gegen Rechts ist richtig und wichtig.

Das man ein derartiges Statement mit dieser Schärfe in die Öffentlichkeit trägt ist per se eher Bärendienst, denn "Hilferuf".
Dabei geht es mir persönlich noch nicht einmal darum, ob die BVB Freunde Deutschland, TU, sg.de, die Fanabteilung oder der Fanclub Hintertupfingen ein derartiges Statement veröffentlicht - es wäre so oder so zu verurteilen, weil es durch die inzwischen leider weit verbreitete (und von Dir richtig definierte) Medienarbeit zu einer absoluten Verklärung der Situation kommt.

Gibt es ein Problem mit Rechten?
Natürlich!

Nicht nur, aber schwerpunktmäßig in Dortmund.
Das Problem besteht aber natürlich weder nur in einer Stadt, noch für die Leute die sich gegen Rechte einsetzen; vielmehr kann ich überall Zeuge Rechter Hetze und Gewalt werden.

Wenn dann ein Statement vorgibt, dass die Situation (in weiten Teilen) verloren ist und keine Möglichkeit gesehen wird das Problem mit den rechten Vakuumköpfen in den Griff zu bekommen, wird das zu hohen Wellen führen.
Gestern erklärte Matze2201 dann hier folgendes:

Das öffentliche Statement zum Ausstieg auf Zeit war auch eine Art Weckruf den wir damit starten wollten.

(siehe: http://bvb-forum.de/index.php?id=1357634).

(Un)bewusst wird an dieser Stelle damit kokettiert, dass man das Statement aus Taktik veröffentlicht hat, um den Kampf gegen Rechts zu stärken!?
Bestenfalls kann man diesen Gedankengang als naiv betrachten.

Dieses Statement und die darauf folgende Berichterstattung in einigen Medien hat dazu geführt, dass nun viele in Erklärungsnot geraten sind.
"Ist es wirklich so schlimm bei Euch?"
"Warum macht ihr denn nichts dagegen?"
"Dortmund ist ja tatsächlich eine Nazi-Hochburg"
"Die Rechten machen sich im Stadion breit, und niemand schreitet ein!"
...

Das Statement und die darauf folgende Berichterstattung haben dazu geführt, dass man sich rechtfertigen und die Situation richtig einordnen muss. Man kann es doch nicht so stehen lassen, dass z.B. die Riots die Süd übernommen hätten, niemand mehr was tut und die Arbeit gegen Rechts nahezu zum Erliegen gekommen ist, nachdem die BVB Freunde Deutschland alles versucht haben.

Und genau deshalb war es wichtig, dass dieser Artikel hier veröffentlicht wurde. Die angesprochene Einordnung hat mir - neben den Äußerungen von Matze2201 - geholfen das Thema besser zu verstehen und einzuschätzen. So wird es vielen gegangen sein.

Diese Einordnung ist aber doch keineswegs als Angriff auf diesen Fanclub zu verstehen.
Neben den sicher positiven Dingen die Personen dieses Fanclubs gegen Rechte bewirken konnten, hat das Statement eben auch Schaden angerichtet. Für die Wahl der Veröffentlichung bzw. die Wortwahl wurde der Fanclub zu Recht in diesem Forum kritisiert - vor allem, weil manche Aspekte eben ein falsches Bild zeichnen.
Die hauptsächliche Kritik bezieht sich aber doch zu Recht darauf, dass es (mal wieder) eines Artikels eines ehrenamtlichen Fanzines bedarf um die generell wichtige Einordnung eines Themas vorzunehmen. Obwohl dies eigentlich von den Medien erwartet werden dürfte.

Danke "BVB Freunde Deutschland"

beetle04021969, Mittwoch, 12.10.2016, 11:40 (vor 2055 Tagen) @ beetle04021969

ich hätte mir gewünscht, das statt das Haar in der Suppe zu suchen, eine Welle der Solidarität gegen Rechts durch euren Rückzug stattgefunden hätte. Wie gerne hätte ich gelesen, das euch Unterstützung angeboten worden wäre um den Kampf weiter zu führen. Irgendwie überkommt mich wieder einmal das Gefühl das es eher darum geht, wer den nun das beste Konzept gegen Rechts hat und damit der wahre Fan bzw. Fanclub ist.
Borussia verbindet? Schön wäre es wenn es auch im Fall der "BvB Freunde Deutschland" der Fall gewesen wäre, aber dies ist ja nicht möglich, da sich dieser Fanclub nicht an die Gepflogenheiten eines "normalen" Fanclubs hält.

Nein, das ist eindeutig nicht ausschlaggebend. Der Ton macht die Musik.

Stell Dir vor, ich starte eine Kampagne - wogegen, ist erstmal egal. Statt zu Demonstrationen zu gehen, auf Veranstaltungen zu sprechen oder echtes Streetworking zu betreiben, verfasse ich ausschließlich Blog-Einträge und schicke E-Mails an Politiker und Interessenverbände und behaupte, alle diejenigen, die meine Beiträge irgendwo geliked oder +1'd haben, weil sie ähnlich denken wie ich, wären mit mir auf einer Linie und "wir" wären die entscheidende Masse. Irgendwann stelle ich fest, daß mein Privatleben durch die, gegen die meine Kampagne gerichtet ist, beeinflußt wird (was selbstverständlich ein echtes Problem ist!). Dann erkläre ich meine Arbeit für beendet und beschwere mich gleichzeitig, daß alle anderen Kampagnen und Verbände, die das gleiche Ziel hatten wie ich, mich und meine Liker und Follower nicht ausreichend unterstützt hätten und daß das Problem, gegen das ich gekämpft habe, immer noch existiert. Und auf konkrete Nachfragen, worin meine Arbeit bestand, verweise ich auf Netzwerke, die ich nicht benennen kann oder will.

Da bist Du doch, ganz ehrlich, nicht solidarisch mit mir oder überlegst, wer jetzt der bessere Aktivist ist, oder sprichst mir Zuspruch aus, weil wir beide zufällig Borussen sind. Da hältst Du mich doch, ganz ehrlich, für eitel und beleidigend gegenüber allen, die nachweislich und konkret gegen das erkannte Problem kämpfen.

Danke "BVB Freunde Deutschland"

beetle04021969, Mittwoch, 12.10.2016, 11:37 (vor 2055 Tagen) @ beetle04021969

Wenn man online Solidarität einfordert, muss man auch Informationen preisgeben. Man muss auf sich aufmerksam machen, man muss transparent informieren und kommunizieren (online). Man muss Plattformen nutzen und sich weit vernetzt Gehör verschaffen. Was hat man denn erwartet? Und welche Reaktion hat man sich auf die Verkündung des Rückzugs erhofft? Es wird viele Menschen geben, die im Kampf gegen Rassismus, Faschismus, was auch immer resignieren, weil sie bedroht werden/wurden oder in die Fresse bekommen haben. Aber verkünden sie es auch medienwirksam?

Danke "BVB Freunde Deutschland"

Elmar @, Mittwoch, 12.10.2016, 11:27 (vor 2055 Tagen) @ beetle04021969

Inwiefern hat sich dieser Fanclub denn bemüht Solidarität zu erhalten, bevor der medienwirksame Rückzug proklamiert wurde.
BVB verbindet ist keine Einbahnstraße. Und ich konnte aus den Ausführungen nicht erkennen, das die "Freunde" alleine gelassen wurden.

Einfach danke für den gelungenen Artikel!

BukausmTal @, Wuppertal, Dienstag, 11.10.2016, 23:53 (vor 2055 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Werde ihn weiterleiten.

Vielleicht hätte noch etwas dazu gesagt werden können, dass die BVB-Freunde Deutschland behaupten, dass die riots das Kommando auf der Süd übernommen hätten.
Stehe selbst nicht auf der Süd, aber das halte ich nach allem was ich höre einfach für falsch. Gottseidank.

Ansonsten hat der Dedektiv auch in der Vergangenheit Fragwürdiges von sich gegeben.
So behauptete er in einem Interview, dass es laut seinen Recherchen etwa 10 Fanclubs gäbe, die mit formalen aber nicht existenten Mitglieder insgesamt 1000 Karten bekämen, die sie in Gewinnabsicht an Viagogo abgeben würden. Das wären 10 Fanclubs mit jeweils 100 Tickets. Kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen.

Neu auf schwatzgelb.de: Kampf gegen Rechts: Die BVB Freunde Deutschland im Porzellanladen

Piezoelement, Köln, Dienstag, 11.10.2016, 23:31 (vor 2055 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Mich hat vor allem die Ausdrucksweise von Matze2201 überrascht.

Menschen, die eine Gesellschaft positiv verändert wollen, dies Nachhaltig, nutzen keine Phrasen wie vor die Tür gekickt, politisch herausgeprescht und haben Parteien angegriffen, mit maximaler Offensive dagegen vorgegangen etc.

Solch ein Verhalten verhärtet die Fronten, trägt nie zu eine Lösung bei.

Für mich wirkt das nach maximaler Aufmerksamkeit, auf kosten des BVB. Das die einschlägigen "Journalisten" solche eine Nazi Story in Verbindung mit dem BVB gerne aufgreifen verwundert wenig.

Die namentliche geführten Vorstandsmitglieder sind jedoch ohne Zweifel BVB Fans, eine gut sortierte private Facebooktimeline ist schon was feines.

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Wa1terwhite @, Münster, Dienstag, 11.10.2016, 23:08 (vor 2055 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Hab grad ne E-Mail von denen bekommen. Anscheinend bin ich auch Mitglied oder User. Wusste ich bislang noch nicht...

Der Text lautet:

"Hallo liebe Mitglieder und User,

wir möchten alle Mitglieder des Fanclubs bitten, die noch keinen Zugang zum
internen Mitgliedsbereich im Forum haben sich bei uns mit ihrem Usernamen
zu melden.

Es gibt einige Themen die zu besprechen sind. Wir bitten auch alle
Mitglieder dort zeitnah mal reinzuschauen.

Viele Grüße

BVB Freunde Deutschland"

Weiß aber meinen Benutzernamen nicht, kann mich also nicht anmelden.

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Franke @, Mittwoch, 12.10.2016, 00:06 (vor 2055 Tagen) @ Wa1terwhite

Leute, die längst vergessen haben, dass sie sich vor zig Jahren mal im Forum angemeldet haben, aber offensichtlich keine Mitglieder des Fanclubs sind, erhalten einen Zugang für den internen Mitgliedsbereich? Mir scheint, da geht es gerade drunter und drüber.

Hab grad ne E-Mail von denen bekommen. Anscheinend bin ich auch Mitglied oder User. Wusste ich bislang noch nicht...

Der Text lautet:

"Hallo liebe Mitglieder und User,

wir möchten alle Mitglieder des Fanclubs bitten, die noch keinen Zugang zum
internen Mitgliedsbereich im Forum haben sich bei uns mit ihrem Usernamen
zu melden.

Es gibt einige Themen die zu besprechen sind. Wir bitten auch alle
Mitglieder dort zeitnah mal reinzuschauen.

Viele Grüße

BVB Freunde Deutschland"

Weiß aber meinen Benutzernamen nicht, kann mich also nicht anmelden.

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stfn84 @, Köln, Dienstag, 11.10.2016, 22:53 (vor 2055 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

So ernst man die Lage für die in diesem Fanclub organisierten Mitglieder nehmen muss und etwaige Drohungen von Spinnern verurteilt werden sollten, so sehr fehlte es bisweilen an einer derart deutlichen Einordnung.
Vielen Dank für eben jene - ist sehr gelungen!

Die Veröffentlichung des Fanclubs empfinde ich vor allem aufgrund des eigenen Verständnisses weiterhin als einen Fehler, bei dem der BVB und die Arbeit vieler Menschen rund um die Borussia ins falsche Licht gerückt werden. Eben weil es eine Niederlage suggeriert, die es in dieser Form und Deutlichkeit gar nicht gegeben hat.

Da konnten mir auch die Äußerungen vom offensichtlichen "Chef" des Fanclubs heute im Forum nicht helfen - ich verstehe einfach nicht, wieso man sich außerhalb der Öffentlichkeit für dieses wichtige Thema einsetzt, dann aber die Öffentlichkeit sucht wenn man diesen Weg nicht mehr weitergehen möchte.

Da geht es mir auch nicht darum, dass man jetzt aufgibt - aufgrund des (vorgegebenen) Sachverhalts ist das sicherlich auch verständlich. Nur hätte dies in diesem Fall doch eher Sinn gemacht, wenn man es innerhalb des Fanclubs macht und nicht in aller Öffentlichkeit. Insbesondere, weil man doch gar nicht in dieser Öffentlichkeit (im Stadion oder bundesweit) stehen will.

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stfn84, Dienstag, 11.10.2016, 23:20 (vor 2055 Tagen) @ stfn84

So ernst man die Lage für die in diesem Fanclub organisierten Mitglieder nehmen muss und etwaige Drohungen von Spinnern verurteilt werden sollten, so sehr fehlte es bisweilen an einer derart deutlichen Einordnung.
Vielen Dank für eben jene - ist sehr gelungen!

Der Artikel ist gelungen, aber deine Beiträge (weiter unten) haben mir schon geholfen, das Thema richtig einzuordnen. Danke!

Neu auf schwatzgelb.de: Kampf gegen Rechts: Die BVB Freunde Deutschland im Porzellanladen

Jay-D @, Dienstag, 11.10.2016, 22:44 (vor 2055 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Soweit so richtig, aber ist der Fanclub nun unbekannt oder stark umstritten? ;-)

Neu auf schwatzgelb.de: Kampf gegen Rechts: Die BVB Freunde Deutschland im Porzellanladen

pactum Trotmundense, Syburg, Dienstag, 11.10.2016, 23:20 (vor 2055 Tagen) @ Jay-D

Soweit so richtig, aber ist der Fanclub nun unbekannt oder stark umstritten? ;-)

Ich habe nur einmal vor ewigen Jahren ein paar Leute vor einem Pappschild mit dem Namen des Fanclubs im Stadion gesehen, die dort wohl ein Treffen abhielten. Der BVB scheint sie jedoch zu kennen. Zumindest entnehme ich das der Aussage auf der Facebookseite des BVB: "Die BVB Freunde Deutschland sind ein eingetragener Fanclub. Im Frühjahr entschied sich der Fanclub, Mitglieder der Partei AfD aus seinen Reihen auszuschließen. Daraufhin erhielt der BVB Kenntnis, dass Mitglieder des Fanclubs bedroht worden sein sollen. Borussia Dortmund hat sich schon damals direkt an den Fanclub gewandt und mit seinem Netzwerk weitreichende Unterstützung und Diskretion zugesagt."

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, Tuesday, 11.10.2016, 21:41 (vor 2055 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Stark. Entspricht genau dem was ich denke über diesen ominösen Internet Fanclub.

Besser hätte ich es nicht beschreiben können was Sache ist.

Neu auf schwatzgelb.de: Kampf gegen Rechts: Die "BVB Freunde Deutschland" im Porzellanladen

Fussel @, Dienstag, 11.10.2016, 22:37 (vor 2055 Tagen) @ Kaiser23

Für mich sind "die" ein Forum mit Blog o.ä. mit Nenner BVB.

Das was der eine User unten zu erlären versucht ist nicht nur schwammig und ausweichend, es hat in meinen Augen auch nichts mit aktiver FC-Arbeit (gegen Rechts) zu tun.

Was er privat macht oder, ob er "im Namen des FCs" irgendwo Infos her bekommen will kann ich zumindest nicht mit aktiver Arbeit eines FCs gegen Rechts zählen.

Und, dass der Verein und die FA jetzt deswegen ein Statement raushauen müssen, um noch einmal deutlich zu machen, dass man gegen Rechts Unterstützung bekommt...

Von vielen Medien, wie im Text erwähnt, kann man ja leider nichts anderes erwarten.

"Bärendienst erwiesen" trifft die Sache aufn Punkt!

Neu auf schwatzgelb.de: Kampf gegen Rechts: Die "BVB Freunde Deutschland" im Porzellanladen

Fussel, Dienstag, 11.10.2016, 23:00 (vor 2055 Tagen) @ Fussel

Für mich sind "die" ein Forum mit Blog o.ä. mit Nenner BVB.

Für mich sind sie das auch mehr nicht.


Das was der eine User unten zu erlären versucht ist nicht nur schwammig und ausweichend, es hat in meinen Augen auch nichts mit aktiver FC-Arbeit (gegen Rechts) zu tun.

Kann ich anhand dessen was er sagt, auch nur so sehen. Beweise scheint er nicht wirklich zu haben. Klingt eher nach Stimmungsmache dieser Aufruf der BVB Freunde.


Was er privat macht oder, ob er "im Namen des FCs" irgendwo Infos her bekommen will kann ich zumindest nicht mit aktiver Arbeit eines FCs gegen Rechts zählen.

Da bin ich auch bei dir. Mit Stellungnahmen alleine bewirkt man nicht viel und schon gar nicht wenn man quasi unbekannt ist und einen keiner kennt. Wichtig ist dann doch außerhalb des Internets und da scheint anhand was man weiß bei denen nix zu kommen.


Und, dass der Verein und die FA jetzt deswegen ein Statement raushauen müssen, um noch einmal deutlich zu machen, dass man gegen Rechts Unterstützung bekommt...

Von vielen Medien, wie im Text erwähnt, kann man ja leider nichts anderes erwarten.

"Bärendienst erwiesen" trifft die Sache aufn Punkt!

Ganz genauso. Ich empfinde das eher als unpassend zu suggerieren das die Rechten das Stadion beherrschen und man aufpassen muss was man sagt, trägt. Da wird vieles als so extrem dargestellt das ein falscher Eindruck ensteht für jemandem der dem BVB nicht so nahe steht wie du und ich beispielsweise.

Ich finde schade das der BVB da jetzt wieder schlechte Presse bekommt und man unterstellt das man keine Unterstützung bekommt obwohl man quasi nur im Internet aktiv ist. Wie ich schonmal schrieb kann man nur helfen wenn man auch wirklich wahrgenommen wird vor Ort im Stadion oder außerhalb. Dann kann man gemeinsam was erreichen. So eher nicht.

Neu auf schwatzgelb.de: Kampf gegen Rechts: Die "BVB Freunde Deutschland" im Porzellanladen

Ramona ⌂ @, Dortmund, Mittwoch, 12.10.2016, 10:23 (vor 2055 Tagen) @ Kaiser23

Den Kritikpunkt, dass durch die verfälschten Bezüge zu dem Onlinefanclub vieles zu extrem dargestellt wird, teile ich. Wir sollten aber auch nicht unter den Tisch fallen lassen, dass es die beschriebenen Probleme mit Gewalt unter Fans und auch mit Menschen, denen eine rechte Gesinnung nicht so fremd ist, bei uns in Dortmund wirklich gibt.

Nicht unbedingt im Westfalenstadion, wie es mache Medien weiterhin scheinbar lustvoll suggerieren, aber sehr wohl in seinem Umfeld und in der Fanszene. Zu einer Relativierung der vorhandenen Probleme sollte unsere Einordnung nämlich auch nicht dienen. Die Probleme und Zwänge sind nur vielschichtiger als sie durch die Medienberichterstattung der letzten Tage dargestellt werden.

Die Vorkommnisse im Berliner Sonderzug der Südtribüne sind ja auch nicht über Nacht über uns gekommen, sondern haben sich peu a peu aufgebaut. Spätestens da hätte ich mir schon ein deutlicheres Zeichen oder eine stärkere Intervention unserer Fanszene gewünscht. Auch und gerade mit dem Wissen, dass das eine schwierige Kiste ist. Aber wenn wir, die im Stadion, da nicht zusammenstehen und eine geschlossene - gerne auch die vielzitierte gelbe Wand – bilden zum Schutz Einzelner, wer dann?

Schlußendlich kann es nicht sein, dass sich Einzelne rechtsfreie Räume schaffen und andere Fans bedrohen und auch vor körperlicher Gewalt nicht zurückschrecken. Für mich sind da Grenzen deutlich überschritten. Soweit ich weiß, gab es aber im Nachgang keinerlei Anzeigen und ich frage mich, ob erst jemand dauerhaft zu Schaden kommen muss, bevor die Anti-Haltung der Polizei gegenüber überdacht und verantwortungsvoll gehandelt wird.

Und auch, wenn die BVB Freunde Deutschland von dieser Problematik rund um Stadion und Stadt gerade nicht direkt betroffen sind, bedeutet es im Umkehrschluß auch nicht, dass sie in ihrem eigenen Umfeld nicht auch vor ähnlichen Schwierigkeiten stehen.

Also, lange Rede, kurzer Sinn: eine Auseinandersetzung mit der Situation ist angemessen und wichtig, aber nicht auf solch populistische Weise wie in den letzten Tagen.

Neu auf schwatzgelb.de: Kampf gegen Rechts: Die "BVB Freunde Deutschland" im Porzellanladen

Fussel, Mittwoch, 12.10.2016, 16:44 (vor 2054 Tagen) @ Ramona

Den Kritikpunkt, dass durch die verfälschten Bezüge zu dem Onlinefanclub vieles zu extrem dargestellt wird, teile ich. Wir sollten aber auch nicht unter den Tisch fallen lassen, dass es die beschriebenen Probleme mit Gewalt unter Fans und auch mit Menschen, denen eine rechte Gesinnung nicht so fremd ist, bei uns in Dortmund wirklich gibt.

Nicht unbedingt im Westfalenstadion, wie es mache Medien weiterhin scheinbar lustvoll suggerieren, aber sehr wohl in seinem Umfeld und in der Fanszene. Zu einer Relativierung der vorhandenen Probleme sollte unsere Einordnung nämlich auch nicht dienen. Die Probleme und Zwänge sind nur vielschichtiger als sie durch die Medienberichterstattung der letzten Tage dargestellt werden.

Die Vorkommnisse im Berliner Sonderzug der Südtribüne sind ja auch nicht über Nacht über uns gekommen, sondern haben sich peu a peu aufgebaut. Spätestens da hätte ich mir schon ein deutlicheres Zeichen oder eine stärkere Intervention unserer Fanszene gewünscht. Auch und gerade mit dem Wissen, dass das eine schwierige Kiste ist. Aber wenn wir, die im Stadion, da nicht zusammenstehen und eine geschlossene - gerne auch die vielzitierte gelbe Wand – bilden zum Schutz Einzelner, wer dann?

Schlußendlich kann es nicht sein, dass sich Einzelne rechtsfreie Räume schaffen und andere Fans bedrohen und auch vor körperlicher Gewalt nicht zurückschrecken. Für mich sind da Grenzen deutlich überschritten. Soweit ich weiß, gab es aber im Nachgang keinerlei Anzeigen und ich frage mich, ob erst jemand dauerhaft zu Schaden kommen muss, bevor die Anti-Haltung der Polizei gegenüber überdacht und verantwortungsvoll gehandelt wird.

Und auch, wenn die BVB Freunde Deutschland von dieser Problematik rund um Stadion und Stadt gerade nicht direkt betroffen sind, bedeutet es im Umkehrschluß auch nicht, dass sie in ihrem eigenen Umfeld nicht auch vor ähnlichen Schwierigkeiten stehen.

Also, lange Rede, kurzer Sinn: eine Auseinandersetzung mit der Situation ist angemessen und wichtig, aber nicht auf solch populistische Weise wie in den letzten Tagen.

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Genau das wollte ich ausdrücken. Der Kampf gegen Rechts ist wichtig und jeder einzelne zählt, aber wenn ins populistische abrückt hilft es keinem. Das schadet eher. Leider ist es schwierig das jetzt wieder ins "Normale" zu Rücken weil viele Sachen zu Dramatisiert wurden. Da fände ich eigentlich sehr schön wenn er bzw. die das etwas geraderücken könnten, wie auch immer.

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Fussel @, Mittwoch, 12.10.2016, 13:51 (vor 2055 Tagen) @ Ramona

Den Kritikpunkt, dass durch die verfälschten Bezüge zu dem Onlinefanclub vieles zu extrem dargestellt wird, teile ich. Wir sollten aber auch nicht unter den Tisch fallen lassen, dass es die beschriebenen Probleme mit Gewalt unter Fans und auch mit Menschen, denen eine rechte Gesinnung nicht so fremd ist, bei uns in Dortmund wirklich gibt.

Nicht unbedingt im Westfalenstadion, wie es mache Medien weiterhin scheinbar lustvoll suggerieren, aber sehr wohl in seinem Umfeld und in der Fanszene. Zu einer Relativierung der vorhandenen Probleme sollte unsere Einordnung nämlich auch nicht dienen. Die Probleme und Zwänge sind nur vielschichtiger als sie durch die Medienberichterstattung der letzten Tage dargestellt werden.

Das sollte auch überhaupt nicht so rüber kommen. Dass wir in Dortmund große Probleme mit Rechten haben ist ja leider so. Dass diese, wie du ja auch aufführst, natürlich auch beim BVB "vertreten" sind darf nicht heruntergespielt und muss offen angesprochen werden.
Jeder, der etwas gegen Rassismus unternimmt bekommt meinen Respekt und darf deswegen auch nicht Angst um Leib und Leben haben müssen.

Mir ging es einfach nur um die Art und Weise. Wenn ein FC Probleme mit den Rechten bekommt, aufgrund deren Engagement gegen Rechts, vom BVB im Vorfeld dessen Unterstützung zugesichert bekommt und dann trotzdem so einen Text raushaut - dann sollte es wenigstens so gewesenen sein, dass man sich auch als FC gegen Rechts engagiert hat.

Die Vorkommnisse im Berliner Sonderzug der Südtribüne sind ja auch nicht über Nacht über uns gekommen, sondern haben sich peu a peu aufgebaut. Spätestens da hätte ich mir schon ein deutlicheres Zeichen oder eine stärkere Intervention unserer Fanszene gewünscht. Auch und gerade mit dem Wissen, dass das eine schwierige Kiste ist. Aber wenn wir, die im Stadion, da nicht zusammenstehen und eine geschlossene - gerne auch die vielzitierte gelbe Wand – bilden zum Schutz Einzelner, wer dann?

Schlußendlich kann es nicht sein, dass sich Einzelne rechtsfreie Räume schaffen und andere Fans bedrohen und auch vor körperlicher Gewalt nicht zurückschrecken. Für mich sind da Grenzen deutlich überschritten. Soweit ich weiß, gab es aber im Nachgang keinerlei Anzeigen und ich frage mich, ob erst jemand dauerhaft zu Schaden kommen muss, bevor die Anti-Haltung der Polizei gegenüber überdacht und verantwortungsvoll gehandelt wird.

Und auch, wenn die BVB Freunde Deutschland von dieser Problematik rund um Stadion und Stadt gerade nicht direkt betroffen sind, bedeutet es im Umkehrschluß auch nicht, dass sie in ihrem eigenen Umfeld nicht auch vor ähnlichen Schwierigkeiten stehen.

Also, lange Rede, kurzer Sinn: eine Auseinandersetzung mit der Situation ist angemessen und wichtig, aber nicht auf solch populistische Weise wie in den letzten Tagen.

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