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Tittmar über Cramer auf Spox: "Er rief einen neuen BVB aus" (BVB)

Sascha, Dortmund, Freitag, 10.04.2026, 13:49 (vor 2 Tagen) @ Timo_89

Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass man Kindern in dem Alter nicht zutraut, selber zu bemerken, wie das Spiel gerade läuft, nur weil da kein Erwachsener daneben steht und "Sauber, 6:0" blökt. Die Minis wissen vielleicht nicht ganz genau, ob das gerade 3:4, oder 4:4 steht, aber grundsätzlich merken sie, ob sie das Spiel "verloren", oder "gewonnen" haben. Und verrückt, die sind nach einem schwachen Spiel immer noch geknickt und freuen sich auch weiterhin über ein gutes Spiel.

Und was die Motivation angeht: Nach dem neuen Konzept mit mehreren Kurzspielen, starten die immer wieder von neu und sind neu motiviert. Natürlich nicht so motiviert, als wenn sie in einem regulären Spiel zur Halbzeit schon 0:8 hinten liegen, weil der Gegner mehr Endjahrgänge in der Mannschaft hat, und sich auf eine weitere Abreibung in Halbzeit 2 freuen. Schließlich hätten wir Erwachsenen ja auch total Bock, im Februar Samstags morgens um 10 Uhr bei Nieselregen und 5 Grad auf dem Platz zu stehen und von vorneherein zu wissen, dass alles unter zweistellig ein Erfolg wird. Und wenn es so kommt und wir zur Pause schon hoffnungslos hinten liegen, stürmen wir mit Wiederanpfiff voll motiviert den Platz und geben alles dafür, den irrwitzigen Rückstand wieder aufzuholen.

Und jetzt mal ganz ernsthaft: Ja, das neue Konzept mag auf Erwachsene, die das anders kennengelernt haben, merkwürdig wirken, aber ich sehe nur gutes darin. Weder nimmt es den Kindern das Gefühl des Sieges, oder der Niederlage, weil sie es selber ganz gut einschätzen können, noch nimmt es Motivation. Im Gegenteil - es nimmt Demotivation. Eine Demotivation, die wir alle auch selber verspüren würden, wenn der Gegner einfach um Klassen besser ist.

Die neue Spielart ermöglicht es, den Trainern die Kleinteams ausgewogen zu gestalten, so dass dort nicht Mannschaften mit einem durchschnittlichen Altersunterschied von 1,5 Jahren gegeneinander antreten. Das ist in dem Alter körperlich, motorisch und von der Auffassungsgabe her ein gigantischer Unterschied, den die Minis niemals ausgleichen können. Spiele, bei denen es nach 2 x 15 Minuten 15:0 steht, bringen auch keiner Mannschaft was. Für die guten Teams ist das keine Herausforderung und die unterlegene Mannschaft lässt das schnell einfach nur noch über sich ergehen.


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